Sie lesen die Ausgabe: Der Aktionärsbrief vom 9.12.2021

Sehr geehrter Aktionär!

Omikron scheint für die Märkte bereits an Brisanz verloren zu haben.
Erst Ende vorletzter Woche waren die Kurse in sich zusammengefallen, als sich Nachrichten aus Südafrika verbreiteten, dass dort eine neue und hochansteckende Variante entdeckt worden ist. Die Sorgen haben sich bisher bewahrheitet, denn Omikron verbreitet sich seitdem mit rasender Geschwindigkeit über den Erdball.

Und dennoch erholten sich die Kurse zum Anfang dieser Woche deutlich.
Denn es scheint sich herauszustellen, dass die neue Variante zwar tatsächlich deutlich infektiöser ist als die derzeit vorherrschende Delta-Variante. Gleichzeitig wird aber auch von milderen Krankheitsverläufen berichtet.

Könnte also Omikron das Ende der Pandemie einläuten?
Sollte diese Variante tatsächlich die Überhand gewinnen und die Delta-Variante verdrängen, gleichzeitig aber einen milderen Krankheitsverlauf hervorrufen, könnte es tatsächlich so kommen. Aber seriös lässt sich das noch nicht prognostizieren. Denn in Südafrika waren viele Menschen bereits einmal oder sogar mehrmals infiziert, sodass dort eine gewisse Grundimmunität vorherrscht. Zudem werden dort momentan vor allem jüngere Menschen infiziert. Ob die Entwicklung in Südafrika also tatsächlich als Blaupause für den Rest der Welt dienen kann, muss demnach vorerst noch bezweifelt werden.
Gleichwohl sind die Märkte erst einmal in den Erholungsmodus gewechselt.
Der DAX hat gut die Hälfte der zuvor erlittenen Verluste wieder aufgeholt. Momentan notiert er noch rund 500 Punkte bzw. 3,1 % unter dem Mitte November markierten Allzeithoch von 16.290 Punkten. Die Aktienmärkte in den USA sind da bereits wieder mal ein Stück weiter. So notiert der S&P 500 lediglich noch 1,2 % unter seinem Allzeithoch. Die Tech-Werte hinken allerdings hinterher. So notiert der Nasdaq 100 noch 2,6 % unter seinem historischen Hoch und liegt damit nur wenig besser als der DAX.

Dass die Märkte wieder etwas Hoffnung schöpfen, spiegelt sich auch in den Kursen der bisherigen Pandemiegewinner wider.
Vor allem Aktien von Essenslieferdiensten tendierten schwach. Delivery Hero sowie Just Eat Takeaway gaben deutlich nach, während Deliveroo zeitweilig sogar auf ein neues Allzeittief rutschte. Allerdings ist die Aktie erst seit Anfang April dieses Jahres börsennotiert. Aktien von Pandemieverlierern wie Luftfahrt- und Tourismusunternehmen konnten sich dagegen erholen. Auch der Ölpreis, der im Zuge der Omikron-Schwäche deutlich nachgegeben hatte, legte nun wieder zu. So notiert der Preis für ein Barrel der Sorte Brent mit 75,16 $ schon wieder knapp 10 $ über dem in der vorletzten Woche markierten Zwischentief.

LogBuch

Der erste Omikron-Schreck ist ausgestanden.
Nun muss sich zeigen, wie schlimm diese Mutante tatsächlich ist. Sollte sie sich als Immun-Escape-Variante herausstellen, die die Wirkung von Impfstoffen teilweise aushebelt, steht den Märkten wohl nochmals ein Abwärtsschub bevor. Ruft Omikron aber nur milde Krankheitsverläufe hervor, wäre das ein entscheidender Entlastungsimpuls. Anleger sollten weiterhin kühlen Kopf bewahren.
Asset Allocation

Schlaglichter:
Omikron-Schreck ausgestanden ++  US-Arbeitsmarktdaten enttäuschend ++ AURUBIS überzeugt ++ Leichter Aufwind bei Luftfahrt-Aktien ++ Bodenbildung in China lässt auf sich warten ++ Private Equity interessiert sich für SOFTWARE AG ++ Willkommen im Metaverse-Zeitalter: Profiteure unter der Lupe

BörsenWelt

• Der Stratege Steven DeSanctis von Jefferies und sein Team gehen davon aus, dass der Russell 2000 im Jahr 2022 die Marke von 2.350 erreichen und die Large Caps schlagen wird.
 „Wir haben 14 Perioden gefunden, in denen das BIP über dem Trendwachstum lag, die Inflation überdurchschnittlich hoch war und die Fed die Zinsen anhob“ - so DeSanctis. In diesen Zeiträumen schnitten Nebenwerte mit einem medianen Anstieg von 11,7 % gut ab. US Small Caps machen aktuell 4,5 % des gesamten US-Aktienmarktes gemessen an der Marktkapitalisierung aus. Der historische Durchschnitt liegt aber bei 7,4 %. Die fünf größten Titel des S&P 500 bringen dreimal mehr Börsenwert auf die Waage als der gesamte Russell 2000 Index. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 8,5 zu 2,8. Innerhalb der Sektoren ist Jefferies übergewichtet in den Bereichen Industrie, Werkstoffe, Gesundheitswesen, Finanzwerte und Basiskonsumgüter. Energie, Versorger und Immobilien werden gleichgewichtet. Untergewichtet ist Jefferies in den Bereichen Technologie, zyklische Konsumgüter und Kommunikationsdienste.
• Zur Kenntnisnahme:
Zooplus muss den MDAX verlassen und wird durch Dt. Wohnen ersetzt. Im TecDAX muss Nagarro seinen Platz räumen, neu aufgenommen wird Pfeiffer Vacuum. Neu in den SDAX kommen die Conti-Tochter Vitesco sowie Heidelberger Druck und GFT. Dafür müssen Westwing, Hensoldt und Home24 den Index verlassen. Zwang zum Handeln resultiert daraus nicht. Lediglich bei Heidelberger Druck deutet die Markttechnik nebst Meldungslage (Kooperation mit SAP) bis Jahresende auf weiteres Potenzial hin.
• Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten waren per saldo enttäuschend.
Im November sind außerhalb des landwirtschaftlichen Sektors 210.000 neue Stellen entstanden. Die Markterwartung hatte aber mit 573.000 mehr als doppelt so hoch gelegen. Schwacher Trost: Für die beiden Vormonate wurden die Zahlen um insgesamt 82.000 nach oben revidiert. In der Vergangenheit ist es also noch besser als ohnehin schon gelaufen, während die Gegenwart und möglicherweise auch die Zukunft offenbar von nachlassender Dynamik begeleitet werden

Erfreulich hingegen war der unerwartet deutliche Rückgang der Erwerbslosenquote.
Diese ist von 4,6 auf 4,2 % gesunken. In der Vergangenheit ist ein solcher Rückgang oft durch eine ebenfalls schwache Partizipationsrate relativiert worden, aber dieses Mal ging es genau in die andere Richtung: Die Partizipationsrate ist auf 61,8 % und damit auf das höchste Niveau seit März 2020 gestiegen.

Die weitere Entwicklung steht und fällt mit der Frage, wie brisant die Omikron-Variante tatsächlich ist. Dass der Stellenaufbau zuletzt sehr enttäuschend war, lag vor allem an den Belastungen der Corona-Pandemie. So sind im Einzelhandel 20.000 Arbeitsplätze gestrichen, während im Gast- und Freizeitgewerbe lediglich 23.000 neue Stellen geschaffen worden sind. In diesem Bereich liegt die Gesamtbeschäftigung immer noch 1,3 Mio. unter dem Vor-Corona-Niveau.

Der jüngste US-Arbeitsmarktbericht bringt die Fed in eine Zwickmühle. Denn auch, wenn die Inflation derzeit immer noch sehr hoch ist, lässt die jüngste Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt doch nicht auf eine Überhitzung schließen. Argumente für einen beschleunigten Ausstieg aus der sehr expansiven Geldpolitik liefert die Arbeitsmarktentwicklung momentan sicher nicht.

Und das, da sich Fed-Präsdent Powell doch gerade erst von der Formulierung verabschiedet hatte, die jüngste Inflationsentwicklung sei eher temporärer Natur. Lastet Omikron zukünftig schwer auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt (danach sieht es nach jüngsten Meldungen aber eher nicht aus), könnte die Fed sogar gezwungen sein, das Tapering-Tempo zu verlangsamen  anstatt voranzutreiben. Die US-Notenbank ist also wahrlich nicht um ihre Aufgabe zu beneiden.

BörsenParkett: AURUBIS

• AURUBIS (WKN: 676 650; 86,24 €) überzeugt mit starker Prognose und höherer Dividende.
Bereits Ende Oktober hatte der Kupferkonzern Rahmendaten zum bisher erfolgreichsten Geschäftsjahr der bisherigen Unternehmenshistorie gemeldet, die bis 1866 zurückgeht. U. a. konnte der operative Vorsteuergewinn um 60 % auf 353 Mio. € gesteigert werden, womit die Prognosebandbreite von 270 bis 330 signifikant übertroffen worden ist. Für das laufende Geschäftsjahr (30. September) stellt man nun sogar eine Spanne von 320 bis 380 Mio. € in Aussicht, während die Verzinsung des eingesetzten Kapitals auf bereinigter Basis zwischen 12 und 16 % liegen soll, nachdem sie im vergangenen Jahr 15,6 % betragen hat.

Auch die Aktionäre sollen am anhaltenden Erfolg des Kupferherstellers und -verarbeiters partizipieren.
Im Vergleich zum Vorjahr soll die Dividende um 30 Cent auf 1,60 € je Aktie angehoben werden, womit der bisherige Rekord des Geschäftsjahres 2007/2008 wieder erreicht wäre. Basierend auf dem aktuellen Aktienkurs ergibt das eine Dividendenrendite von 1,9 %.

Aurubis hat seine Geschäftsstrategie geschärft. Man will sich vor allem dem Kerngeschäft widmen, dabei aber auch den Wachstumsbereich Recycling vorantreiben. Dazu hatte man für 375 Mio. € das belgisch-spanische Recyclingunternehmen Metallo übernommen, das seit Juni 2020 vollständig in den Aurubis-Konzern integriert ist. Aurubis kommt im Recycling-Geschäft gut voran: Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat man erstmals über 1 Mio. Tonnen Material wiederverarbeitet. Dass man hier weitere Ambitionen hat, manifestiert sich auch im Bau eines Multimetall-Recyclingwerks im US-Bundesstaat Georgia.

Einen besonderen Stellenwert erhält bei Aurubis auch das Recycling von Batterien.
Bis zur Mitte dieses Jahrzehnts sollen rund 200 Mio. € in dieses Geschäft investiert werden. In den kommenden Jahren will Aurubis den Investitions-Cashflow auf über 400 Mio. € verdoppeln. Ohnehin ist man finanziell höchst solide aufgestellt: Mit einer Netto-Cashposition von knapp 400 Mio. € und einer operativen Eigenkapitalquote von fast 50 % fällt es nicht schwer, Projekte zu stemmen, die aus dem operativen Cashflow finanziert werden sollen.

Fazit: Bei Aurubis winken neue historische Höchstkurse. Allzu verwegen ist diese Prognose natürlich nicht, notiert die Aktie doch mittlerweile schon in Schlagdistanz zum bisherigen Allzeithoch von 87,74 €, das erst Ende Juli dieses Jahres markiert worden war. In bewertungsmäßiger Hinsicht hat die Aktie insbesondere vor dem Hintergrund der geschärften Konzernstrategie noch Luft nach oben, liegt doch das KGV für das soeben begonnene Geschäftsjahr nur bei knapp 13. Es bleibt dabei: Wir trauen Aurubis dreistellige Kurse zu.

Fundamentaldaten Aurubis


Umsatz in Mrd. €
2018:  10,424
2019:  10,763
2020:  12,429
2021:  15,677
2022e: 16,983
2023e: 15,253

Gewinn pro Aktie in €
2018:  5,81
2019:  4,25
2020:  5,95
2021:  7,86
2022e: 6,39
2023e: 5,99

BörsenParkett: NVIDIA

• Die Übernahme von ARM Holdings durch NVIDIA (WKN: 918 422; 325,60 $) wird immer unwahrscheinlicher.
Die US-Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde FTC hat angekündigt, den geplanten Zusammenschluss beider Unternehmen durch eine Klage zu unterbinden. Die Argumente in solchen Fällen sind bekannt: Weniger Wettbewerb, höhere Preise, schlechtere Produktqualität, weniger Auswahl und nicht zuletzt weniger technische Innovationen. Alles nachvollziehbar, aber im Falle von Nvidia/ARM Holdings offenbart sich das nicht unbedingt auf den ersten Blick. Denn beide Unternehmen stehen mit ihren Produkten eigentlich gar nicht im Wettbewerb miteinander. Ein Zusammenhang ist aber im vorliegenden Fall dennoch gegeben, wenn auch nur mittelbar: Viele Produkte, die auf technischen Entwicklungen von ARM Holdings basieren, konkurrieren mit Produkten von Nvidia.

Nvidia sieht den ganzen Sachverhalt naturgemäß anders. Man will weiterhin versuchen klarzustellen, dass der Zusammenschluss der Branche und dem Wettbewerb nutze. Aber kaum ein Analyst glaubt noch daran, dass Nvidia damit Erfolg haben wird, zumal auch die britische Wettbewerbsbehörde CMA bereits seit Juli Bedenken äußert. Darüber hinaus untersucht die EU-Kommission den Fall und will bis zum Anfang des kommenden Jahres zu einer Entscheidung kommen. Zudem hat Nvidia auch einen Teil der Industrie gegen sich: Alphabet, Microsoft und Qualcomm hatten bei Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt Stimmung gegen den geplanten Zusammenschluss gemacht.

So, wie es derzeit aussieht, wird Nvidia also auch in Zukunft ohne ARM Holdings auskommen müssen. Das ist für das Unternehmen zwar unerfreulich, letztlich aber auch kein Drama. Denn schon bisher war man auch auf sich allein gestellt höchst erfolgreich. Die geplatzte Übernahme von ARM Holdings wird die Erfolgsgeschichte von Nvidia nicht beenden, höchstens etwas bremsen.

Fazit: Ein möglicher Enttäuschungsdämpfer beim Kurs könnte neue Kaufgelegenheiten offenbaren. Wer bisher dem Siegeszug der Nvidia-Aktie nur ungläubig zugesehen hat, ohne selbst investiert zu sein, kann zumindest versuchen, Kurse unter 300 $ zum Aufbau einer Einstiegsposition zu nutzen. Sollte der Kurs bis in die Region 260 $ zurückfallen, wäre das eine Nachkaufgelegenheit. Auf Sicht der kommenden Jahre gehen wir fest von einer Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends aus, wenn auch vielleicht nicht mehr mit der explosiven Dynamik, wie wir sie in den letzten zwei Jahren gesehen haben.

BörsenParkett: Luftfahrtaktien: EASYJET

• Die Omikron-Variante hat Luftfahrtaktien wie z. B. EASYJET (WKN: A1J TC1; 542 GBp) hart auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Aber zuletzt konnte sich die Aktie des britischen Billigfliegers wieder etwas erholen. Denn easyJet hatte wissen lassen, dass man trotz anhaltend pandemiebedingter Unsicherheiten im laufenden Geschäftsjahr 2021/22 mit einer kräftigen Erholung rechnet. Grund: Die Buchungen für die touristisch wichtige Periode von April bis September im kommenden Jahr liegen deutlich über dem Vorkrisenniveau von 2019. Zudem habe man einen ermutigenden Start in das laufende Jahr gesehen, so easyJet-CEO Johan Lundgren.

Die Analysten hingegen zeigen sich deutlich vorsichtiger.
Vor allem aufgrund der Unwägbarkeiten durch Corona, insbesondere der Omikron-Variante. Aber die jüngsten Meldungen stimmen zuversichtlich: Möglicherweise ist Omikron tatsächlich deutlich ansteckender als die derzeit vorherrschende Delta-Variante, ruft aber keinen so schwerwiegenden Krankheitsverlauf wie diese hervor.

Fazit: Ist Omikron tatsächlich nicht so schlimm wie zunächst befürchtet, dürften Ferienflieger wie easyJet deutliches Erholungspotenzial haben.
Weiterhin gefällt uns allerdings in der Billigfliegerbranche Wizz Air noch besser, wenngleich die Aktie gemessen an den üblichen Bewertungsparametern teurer ist als easyJet.

BörsenParkett: CHINA

• China leitet den nächsten Schub nach unten ein.
Erstens: Die Unternehmen von Internet-Plattformen in China sehen sich mit einer Reihe neuer Datenvorschriften konfrontiert, die die Nutzung von Empfehlungsmaschinen einschränken könnten. Das Gesetz zum Schutz persönlicher Daten, das jüngst in Kraft getreten ist, schreibt den Plattformen vor, dass sie ihren Nutzern die Möglichkeit geben, personalisierte Inhalte und gezielte Werbung abzulehnen. Wir kennen das bereits von Apple. Doch es geht weiter: Die chinesische Internet-Aufsichtsbehörde, die Cyberspace Administration of China, hat nun einen neuen Richtlinienentwurf veröffentlicht. Insbesondere müssen Apps die ausdrückliche Zustimmung der Nutzer einholen, bevor sie Daten sammeln oder verwenden, um personalisierte Empfehlungen auszusprechen. Der Einzelne muss sich für die Personalisierung entscheiden statt dagegen, wie es derzeit der Fall ist. Dies ist ein bedrohliches Zeichen für Chinas Technologieunternehmen, da der Entwurf der CAC-Datenverordnung weit über die neue Regel von Apple hinausgeht. Kommt es so, wäre dies der nächste Tiefschlag.

Zweitens: Das nahende Delisting von DIDI GLOBAL in den USA bewertet der Markt als Blaupause für die anderen China-ADRs.
Wir gehen allerdings davon aus, dass diese Ängste vorerst übertrieben sind - insbesondere für diejenigen Titel, die bereits ein Dual-Listing in Hongkong haben. Das Risiko eines weiteren ADR-Delistings wird erst richtig relevant ab 2025, wenn die Unternehmen die von der US-Börsenaufsicht SEC geforderten Angaben in drei aufeinanderfolgenden Jahren nicht offenlegen, beginnend mit den Jahresberichten 2022.
Immerhin: Zur Ankurbelung der Konjunktur verschafft die chinesische Notenbank den Geldhäusern mehr Spielraum für die Kreditvergabe.
Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr senkte sie den Betrag, den Banken als Mindestreserve halten müssen. Ab dem 15. Dezember müssen die Institute 1,2 Bio. Yuan (ca. 167 Mrd. €) weniger Kapital vorhalten.

Fazit: Die erhoffte Bodenbildung in China ist nicht gelungen. Setzt sich der Entwurf der CAC-Datenverordnung durch, wäre dies der nächste Tiefschlag für Chinas Internet-Titel. Gleichwohl sind die Bewertungen derart niedrig, dass zumindest ein Investment via Sparplan akzeptabel ist, wobei die großen, breit aufgestellten China-Werte (Alibaba, Baidu, Tencent) hier den Vorzug erhalten sollen. Technologie-Investments in der zweiten und dritten Reihe dagegen bergen große Risiken, da komplette Geschäftsmodelle gefährdet sind.

Der Zins- und ETF-Fuchs

• Mit dem VanEck Vectors Rare Earth and Strategic Metals UCITS ETF erhalten Sie in Europa erstmals Zugang zu Unternehmen mit dem Fokus Seltene Erden.
Unbestritten ist ein deutliches Missverhältnis zwischen den Klimazielen der Welt und der Verfügbarkeit von kritischen Mineralien, die dafür gebraucht werden. Im Gegensatz zu Erdöl sind Produktion und Verarbeitung vieler Mineralien wie Lithium, Kobalt und einiger Seltener Erden stark auf eine Handvoll Länder konzentriert, wobei mehr als drei Viertel der weltweit gelieferten Mengen von nur drei Produzenten stammen. Der physisch replizierende ETF umfasst eine weltweite Auswahl von Unternehmen, die mindestens 50 % ihres Umsatzes mit Seltenen Erden und strategischen Metallen machen. Die Auswahl wird quartalsweise angepasst.

VanEck Vectors Rare Earth UCITS ETF


WKN: A3C RL9; 18,66 €
Thesaurierend
Lfd. Kosten: 0,59 %

Parkett Geflüster

• Private Equity interessiert sich für SOFTWARE AG (WKN: A2G S40; 39,82 €)
Der Softwarespezialist hat sich bekanntlich selbst ins Schaufenster gestellt. Gerüchten zufolge interessieren sich mehrere Finanzinvestoren, unter anderem erwägen CVC Capital Partners, Silver Lake Management und Thoma Bravo Gebote für den Datenbankspezialisten. Der Börsenwert liegt aktuell bei knapp 3 Mrd. €. Die Anteilsscheine schafften am letzten Wochenende einen Kurssprung um 12 % und verzeichneten damit den größten Sprung in diesem Jahr. Der rechnerische Mindestpreis für ein Angebot liegt bei rd. 38,15 €. Um die Stiftung um Firmengründer Schnell zu überzeugen, die 30 % hält, dürfte etwas mehr fällig werden. Haltenswert.

Unter der Lupe

• Teil 1: Das Metaverse-Zeitalter startet.
Am Anfang war der Browser - das Web 1.0. Dann kamen die Online-Communities - das Web 2.0. Jetzt kommen die virtuellen Welten - das sogenannte Metaverse und damit das Web 3.0. Grayscale Invest, Betreiber des größten Krypto-Fonds der Welt, taxiert das Umsatzvolumen innerhalb dieser virtuellen Welten bereits in wenigen Jahren auf 1 Bio. $. Das Web 3.0 besteht aus virtuellen Welten, in denen das meiste dessen, was wir in der realen Welt tun können, ebenfalls möglich sein wird.

Dazu gehört der Besitz von realen Assets wie Grundstücken, Autos oder Luxusgütern.
Sie können sich mit Bekannten oder Arbeitskollegen in der virtuellen Welt treffen und sogar zusammenarbeiten. Sie können Konzerte, Museen oder Galerien besuchen oder einfach einen Tag am Strand verbringen. Auch Anbieter könnten in diese virtuelle Welt strömen und sich dort ansiedeln. Erste Beispiele gibt es bereits. Das Auktionshaus Sotheby’s hat eine digitale Filiale in Decentraland eröffnet, in der NFT-Kunst (digitale Kunst) ausgestellt und versteigert werden kann. Das klingt verrückt - aber die Kunstwelt schaut bereits gebannt auf diese sog. Non-Fungible Tokens, kurz NFTs, übersetzt etwa „nicht ersetzbare Merkmale“. Ein NFT ist ein fälschungssicheres Zertifikat, das auf einer Blockchain hinterlegt wird. Dadurch kann auch digitale Kunst einzigartig werden. Im Zeitraum von Juni 2020 bis Juli 2021 haben NFTs auf dem Kunstmarkt sogar die Alten Meister sowie die zeitgenössische Kunst abgehängt. Ein Rekordmonat in Sachen NFTs war der August 2021, als Sammler diese im Wert von 880 Mio. $ kauften. So haben seit 2018 NFTs das 350-Fache an Wert zugelegt, Tendenz steigend.

Anmerkung: Das aktuelle Umfeld im Tech-Sektor ist ohne Zweifel angeschlagen. Das gilt auch für die hier vorgestellten Titel. Deshalb kaufen wir Anfangspositionen erst zu spürbar tieferen Kursen ein. Es ist aber wichtig, dieses Thema umfangreich aufzuarbeiten. Denn es wird das nächste „große Ding“ im Technologiesektor mit stark disruptivem Charakter. Wir setzen das Thema an dieser Stelle in den nächsten Wochen mit weiteren Ideen fort!
Exkurs: Achten Sie in diesem Zusammenhang auf ARTNET (WKN: A1K 037; 10,30 €).
Das Unternehmen betreibt eines der weltweit führenden Online-Portale für Informationen und eCommerce im Bereich Kunst. Laut aktuellem Geschäftsbericht stieg die Gesamtzahl der Seitenbesucher von Artnet im dritten Quartal 2021 um 19 %. Insgesamt besuchten durchschnittlich 5,3 Mio. User pro Monat die Seite - das ist ein Zugewinn von 1 Mio. Usern im Vergleich zum vergangenen Jahr. Nach drei Quartalen steht ein Umsatzzuwachs um 14 % auf 17,6 Mio. $ (Sitz in den USA und in Deutschland). Aufgrund hoher Investitionen in neue Produkte resultierte daraus ein operativer Verlust von 1 Mio. €. Wichtig: Der Einstieg in den NFT-Auktionsmarkt wurde bereits vollzogen. Mit kleinem Geld spielen wir mit.

Kommen wir zu den großen Hauptprofiteuren des Metaverse.
Facebook und Nvidia gehören natürlich dazu, wurden aber schon in AK 45 diesbezüglich thematisiert. Inzwischen haben sich weitere Titel als Profiteure herauskristallisiert.
ROBLOX (WKN: A2Q HVS; 117,56 $) betreibt seit Jahren eine Unterhaltungsplattform, die der Vorstellung vom Metaverse sehr nahekommt.
Darauf interagiert eine Community mit über 47 Mio. aktiven täglichen Usern, deren Basis gegenüber 2019 um 58 % pro Jahr gewachsen ist. Gerade bei den über 13-Jährigen ist Roblox sehr populär geworden. Das ist die Zielgruppe, die in der Regel auch viel Geld für digitale Items ausgibt. Roblox verdient vor allem über seine Digitalwährung Robux das Geld. 3,2 Mrd. $ Umsatz (2022e) stehen allerdings gegen knapp 65 Mrd. $ Börsenwert. Der hohe freie Cashflow von 485 Mio. $ relativiert dabei das teure Gesamtbild. Wir rechnen zunächst allerdings mit einer Fortsetzung der laufenden Korrektur Richtung 100 $. Dann sind erste Käufe akzeptabel.
UNITY SOFTWARE (WKN: A2Q CFX; 155,50 $) bietet eine Plattform, auf der Spieleentwickler ihre Spiele erstellen und vermarkten können.
Das Unternehmen investiert stark in die Erweiterung seines Angebots im Bereich Augmented und Virtual Reality. Über die Plattform von Unity können Entwickler Spiele für mehr als 20 Geräte-Plattformen (Windows, Android, iOS, PlayStation usw.) gleichzeitig erstellen. Daher wird Unity auch als Shopify der Spieleindustrie bezeichnet. Die auf der Unity-Plattform entwickelten Spiele wurden im Jahr 2020 jeden Monat 5 Milliarden Mal heruntergeladen, wobei diese Spiele etwa 2,7 Milliarden monatlich aktive Endnutzer haben. 71 % der Top-1000-Handyspiele wurden auf der Unity-Plattform entwickelt. 94 der Top-100-Spieleentwicklungsstudios sind Unity-Kunden. Fast 60 % der Virtual-Reality-Spiele im Jahr 2020 wurden auf der Unity-Plattform entwickelt. Das nennt man schlicht Marktführerschaft. Die Einsatzmöglichkeiten gehen über das Gaming hinaus und erreichen Bereiche wie Bauwesen, Film, Auto, Luft- und Raumfahrt sowie Bildung. Der adressierbare Markt außerhalb des Gamings (ca. 12 Mrd. $) ist mit jährlich 17 Mrd. $ und steigend sogar größer. Unity Software ist mit knapp 42 Mrd. € Börsenwert und 1,2 Mrd. € Umsatztaxe per 2022 extrem teuer - gehört aber dank Technologieführerschaft definitiv auf die Watchlist. Erstes Abstauberlimit 120 $.
SILVERGATE CAPITAL (WKN: A2P CBX; 165,10 $) hat die Ambition, zur Notenbank des Metaverse zu werden.
Es ist die am strengsten regulierte Krypto-Bank, die ein Netzwerk aus Kryptobörsen betreibt und Dollar-Transaktionen zwischen Mitgliedern des Netzwerks ermöglicht. Als Abwickler für Metas „Diem“ steht Silvergate Capital ein massives Wachstum ins Haus, wenn fast 3 Mrd. Meta-Nutzer Dollar in „Diem“ tauschen, um im Meta-Universum einzukaufen. Mit dem Einlagenwachstum entsteht für Silvergate Capital die Chance, durch Kreditvergabe hohe Zinseinnahmen zu generieren. 4,3 Mrd. $ Börsenwert sind vor diesen Hintergrund nicht viel. Ein KGV von 57 für 2022 ist zu akzeptieren. Abstauberlimit 135 $.

Finanz Spezialitäten

• Hohe Volatilitäten sind Gift für Hebelzertifikate, insbesondere dann, wenn wir nicht zeitnah reagieren können.
Die letzten zwei Wochen haben dies wieder belegt. Zwei Jahre nach Auflegung des Hebeldepots müssen wir registrieren, dass die Art unseres Handelns einmal pro Woche nicht zum Erfolg führt. Im wöchentlichen Turnus fehlt schlicht die Flexibilität. Deshalb werden wir ab nächstem Jahr das Prozedere umstellen. Es wird weiterhin auch gelegentlich wöchentliche Empfehlungen zum Erscheinen des Briefes geben. Allerdings wollen wir auch zwischen den Ausgaben zeitnah flexibel sein, sowohl Käufe als auch Verkäufe betreffend. Diese werden wir über unsere Bernecker App als auch im Board für die „Gold-Leser“ veröffentlichen. Nur mit dieser Flexibilität macht das Traden in Hebelzertifikaten Sinn.
Das Hebelzertifikat auf die Bitcoin Group wurde zu 1,50 € ausgestoppt.

Unser Call auf BioNTech fiel seinem Stop-Loss bei 4,90 € bereits einen Tag nach Aufnahme zum Opfer.

Bär der Woche

• SNOWFLAKE (WKN: A2Q B38; 368,30 $) - starkes Geschäftsmodell mit Mondbewertung
Snowflake bietet Unternehmen eine Plattform, um riesige Mengen von Daten in einer Cloud zu speichern, zu verwalten und zu analysieren. Abgerechnet wird nach dem Umfang der Leistung. Analysten taxieren den Umsatz auf 592 Mio. $ für 2021. Für 2022 geht man von 1,2 Mrd. $ und für 2023 von rd. 2 Mrd. $ aus. Der erste Nettogewinn wird für 2029 erwartet. Börsenwert 104 Mrd. $. Das macht ein KUV und nicht „KGV“ von 86. Kann das gut gehen? Kaum.

SpotLight

• KRONES (WKN: 633 500; 97,80 €) war letzte Woche zeitweise stärkster Wert im SDAX.
Die Deutsche Bank hatte die Einschätzung von „Halten“ auf „Kaufen“ und das Kursziel von 92 auf 117 € angehoben. Die Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsstrategie liefere Potenzial für Umsatz- und Ertragssteigerungen, so die Analysten der Deutschen Bank. Das operative Geschäft verläuft ohnehin blendend: Im dritten Quartal hat sich das Umsatzwachstum auf 23 % beschleunigt, während die Auftragseingänge mit einem Anstieg von 36 % auf 1,1 Mrd. € einen neuen Rekord für ein drittes Quartal markiert haben. Nicht zuletzt deshalb rechnen Analysten für 2022 mit einem Gewinnsprung von rund 50 % auf 166 Mio. €. Der Aktienkurs dürfte nun zumindest in Richtung des bisherigen Allzeithochs von 122,80 € tendieren. Schwächere Tage können zum Kauf genutzt werden.
• MERCK KGAA (WKN: 659 990; 224,60 €) bleibt im Aufwärtstrend.
Erst Anfang November hatte man im Zuge der Veröffentlichung der Q3-Zahlen die Prognose angehoben, und das schon zum zweiten Mal in diesem Jahr. Bereits im September hatte Vorstandschefin Garijo die Mittelfristplanung bis 2025 angehoben. Der Kurs spiegelt die gute Nachrichtenlage mit immer neuen Allzeithochs wider und die Aktie gehört zu den stärksten DAX-Werten. Im bisherigen Jahresverlauf beträgt das Kursplus bisher knappe 60 %. Zuletzt gab es noch eine Heraufstufung durch Exane, die ihre Einschätzung auf „Outperform“ und das Kursziel auf 255 € anhob. Merck bleibt auch weiterhin mindestens eine gute Halteposition.
• Bei ERNST RUSS (WKN: A16 107; 4,98 €) flog der Deckel weg.
Die Kursziele wird man deutlich anheben müssen. Für 2022 erwartet der Reeder inklusive neu übernommener Schiffe einen Umsatz zwischen 140 und 145 Mio. € sowie ein EBITDA zwischen 67 und 72 Mio. €. Zum Vergleich: Die Taxen der Analysten lagen bislang bei 36 Mio. € EBITDA für 2022. Somit wird Ernst Russ für 2022 mit dem 2-fachen EBITDA bewertet. Hapag-Lloyd wird aktuell mit dem 3,5-fachen EBITDA für 2022 bezahlt. Die Diskrepanz ist kaum gerechtfertigt, zumal Ernst Russ das Ergebnisniveau im Gegensatz zu Hapag-Lloyd 2023 nahezu halten dürfte. Wir erhöhen unser Kursziel von 5,50 € auf 6,70 €. Das entspricht einem weiteren Potenzial von rd. 40 %.
• Kleiner Schreck bei GLENCORE (WKN: A1J AGV; 368 GBp):
Der Rohstoffkonzern veröffentlichte seine neue Prognose und hat damit eine negative Kursreaktion ausgelöst. Einige Zink-Minen werden den Betrieb einstellen. Hinzu kommt die Erhöhung der geplanten Investitionssumme um 0,5 Mrd. $, worin inflationsbedingte Preiserhöhungen berücksichtigt sind. Dies mindert den freien Cashflow um 5 % auf 10,8 Mrd. $ jährlich. Entsprechend den Forderungen der aktuellen Klimapolitik bestätigte man die Absicht, die Aktivitäten im Bereich der Kohle langsam herunterzufahren. In Erwartung weiter anziehender Erz- und Kupferpreise bleibt die Aktie bei tiefer Bewertung gemessen am freien Cashflow hoch attraktiv.
• DOCUSIGN (WKN: A2J HLZ; 138,60 $) ist der Beleg dafür, dass es bei stark überbewerteten Technologiewerten schwieriger wird.
Das Unternehmen steht für cloudbasierte Software mit Fokus E-Signatur-Lösungen. Das dritte Quartal schlug ein wie eine Bombe und zeigt erneut auf, welche Risiken in dieser Art von Werten liegen: Während der Umsatz um 42 % stieg, verlangsamte sich das Wachstum bei der Rechnungsstellung auf nur noch 28 %. Diese Wachstumsabschwächung wurde letzten Freitag mit - 42 % im Kurs bestraft. Statt 50 % Wachstum wie in den letzten drei Jahren sind 25 % künftig wohl die neue Realität. Eine 13-fache Umsatzbewertung für ein Unternehmen, das am Break-even arbeitet, ist immer noch sehr ambitioniert.

Tops & Flops

• VALNEVA  (23,58 €)
Wie gewonnen, so zerronnen. Eine wenig aussagefähige Studie aus Großbritannien kommt zu dem Ergebnis, dass der Impfstoff nicht als Booster geeignet sei. Milde Symptome bei Omikron schickten zudem den Sektor auf Talfahrt. Es bleibt volatil!
• DEL TACO (12,48 $)
Der Kurs der Mexican-Food-Kette legte am Montag 66 % zu. JACK IN THE BOX bietet 12,51 $ je Del Taco-Aktie bzw. 575 Mio. $. Damit wird Del Taco mit einem KGV von 23 per 2022 bewertet. Wer investiert ist, sollte die Gewinne mitnehmen.
• GCP (31,72 $)
Der Kurs des Bau-Spezialche-mieunternehmens gewann am Montag 15 %. Saint Gobain bietet 2,3 Mrd. $ bzw. 32 $ je GCP-Aktie. Damit versucht der französische Baustoffhersteller, verstärkt auf den US-amerikanischen Markt vorzustoßen. Wer investiert ist, sollte Gewinne mitnehmen.

Portfolios

Spekulatives Portfolio

Kommentar: Das Portfolio hat sich stabilisiert, konnte aber von der Erholung der großen Indizes kaum profitieren. Immer offensichtlicher wird, dass Technologietitel aus der zweiten und dritten Reihe zunehmend Probleme bekommen. Bei Aixtron war dies schon offensichtlich und dem folgte nun SÜSS MicroTec. Die Aktie schloss unter Stop-Loss und wurde am nächsten Tag zu 19,96 € verkauft. Überraschend schwer tun sich auch die Green-Energy-Titel, die relativ hoch gewichtet sind. Bei ProCredit flog dagegen der Deckel weg und Ernst Russ liefert eine sensationelle Prognose für 2022. Stellen wir uns darauf ein, dass sich 2022 die Nebenwerte der Old-Economy überdurchschnittlich entwickeln dürften. Das erfordert einen langsamen Umbau des Portfolios. Bei PVA TePla halbieren wird die Position. Clearvise wird verkauft. Neu aufgenommen wird Sto SE. Wir hatten in AK 47/21 ausführlich berichtet.
PROCREDIT HOLDING


Allround Portfolio

Kommentar: Das Portfolio hat sich im Wochenverlauf wieder gefangen und lief deutlich nach oben. Relevante News zu den Positionen gab es nicht. Im Gegensatz zum Spekulativen Portfolio liegen wir gut auf Kurs und fühlen uns auch für 2022 gut positioniert. Aktuell denken wir über eine Verstärkung des Rohstoffsektors nach. Nächste Woche mehr dazu. Zunächst stocken wir Siemens nochmals um 35 Aktien auf.

Mit nichts ist man so freigebig wie mit seinen Ratschlägen. (François de La Rochefoucauld)
SIEMENS

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