Bernecker. tv - Investment Repetitorium



Thema: Verfallstermin

Am Verfallstag verfallen Optionen und Futures an der Terminbörse Eurex. Optionen sind verbriefte Rechte, Wertpapiere zu einem festgelegten Kurs an einem bestimmten Datum geliefert zu bekommen. Beim Future ist die Lieferung bzw. Annahme verpflichtend, es sei denn, der Kontrakt wird durch ein gleichlautendes, aber umgekehrtes Gegengeschäft "glattgestellt". Die Laufzeit der "Kontrakte" liegen bei drei, sechs oder neun Monaten, wobei die dreimonatigen am häufigsten gehandelt werden. Im Vorfeld eines Verfalltermins ist häufig zu beobachten, dass die Kurstendenz von Wertpapieren im Gegensatz zu "normalen" Handelswochen einem zusätzlichen Einfluss, nämlich dem des Terminmarktes, unterliegt. So kommt es vermehrt vor, dass in den Wochen zuvor favorisierte Aktien vor Verfallstagen schwächer notieren. Das hat handfeste Gründe: Institutionelle Investoren halten ihre Optionen nur selten bis zum Verfallstag, vielmehr stellen sie meistens schon einige Tage vorher glatt. Sie verkaufen ihre Optionen am Terminmarkt (Eurex) und beeinflussen dadurch auch das Geschehen am Kassamarkt. Die beiden Marktsegmente beeinflussen sich gegenseitig. Auf diese Weise kommt es häufiger dazu, dass ein Wertpapier in der Woche vor dem Verfallstag genau konträr zu ihrem bisherigen Trend tendiert.

Thema: Konzentration auf den deutschen Markt -Gut?

Wie wichtig ist der "Home bias"? Ist eine Konzentration der Kapitalanlage auf den heimischen Markt wegen der höheren Informationsdichte sinnvoll oder erwächst daraus ein Klumpenrisiko? Kann das Wort von "andere Mütter haben auch schöne Töchter" auf den Aktienmarkt übertragen werden? Der Anleger tut gut daran, zunächst etablierte Handelsplätze in den Blick zu nehmen, die sich durch eine hohe Liquidität und eine vertrauenswürdige Aufsicht auszeichnen (z. B. Europa, USA, Japan). Wichtig zu wissen: Den größten Einfluss auf alle anderen Märkte hat die Weltleitbörse an der Wall Street in New York. Die dort vorgegebene Tendenz setzt sich in der Regel auch bei uns in Deutschland fort. Deshalb ist es hilfreich, sich auch mit den US-amerikanischen Märkten zu beschäftigen, wenn in Deutschland investiert werden soll.

Thema: Kontroll-Illusion

Nach erfolgreichen Phasen an der Börse erliegen Marktteilnehmer oftmals der Illusion, sie hätten den Markt im Griff, was in der Folge zu weniger sorgfältig analysierten und häufigeren Handelsaktivitäten führt. Auf der anderen Seite neigen Investoren nach erlittenen Verlusten ebenfalls dazu, das Risiko im nächsten Trade zu erhöhen, um den Verlust schnell auszugleichen. Beides sind Psychofallen, denen sich der Investor bewusst werden muss. Sie können eine Abwärtsspirale initiieren, auch weil das eigene Ego Verluste ungern akzeptiert. Wenn der Anleger auf dem falschen Fuß erwischt wird, sollte er nicht versuchen, den Verlust sofort wieder aufzuholen. Erst Recht nicht durch das Eingehen größerer Risiken. Dann lieber zurücklehnen oder einen Spaziergang machen.

Thema: Kognitive Dissonanz

Kognitive Dissonanz manifestiert sich in selektiver Wahrnehmung oder Erwartung. Hierbei vermischen sich Hoffnungen und Erwartungen und beeinflussen einander. Auch hier lauern psychologische Fallstricke. Ein weit verbreitetes Thema, das auch außerhalb der Börsenwelt anzutreffen ist: Einem glühenden Anhänger einer Fußballmannschaft etwa kann naturgemäß nur selten eine treffende Prognosefähigkeit für die kommenden Spiele seiner Lieblingsmannschaft unterstellt werden. An der Börse spielt das insofern eine Rolle, als ein Investor oftmals dazu tendiert, Nachrichten zu seinem Investment selektiv wahrzunehmen: Schlechte Nachrichten werden dann in der Entscheidung, wie mit dem Investment verfahren wird, weniger stark gewichtet oder wahrgenommen als positive Nachrichten. Der Investor kann dem entgehen, in dem er z. B. schon beim Kauf eines Wertpapiers festlegt, bis wohin er bereit ist, Verluste mit zu tragen. Wird diese Schwelle erreicht, muss konsequent verkauft werden.

Thema: Stop-Loss

Stop-Loss ist eine unlimitierte Verkaufsorder, die erst dann am Markt freigegeben wird, wenn der Stoppkurs an der Börse erreicht oder unterschritten worden ist. Diese Technik wird von fast allen Investmentprofis genutzt. Der Stoppkurs sollte sich an der persönlichen Risikoneigung des Wertpapierinhabers orientieren. Feste Prozentwerte (z.B. 10 %) oder konkrete Kursmarken aus Publikationen bergen eine erhöhte Gefahr, von Händlern "abgefischt" zu werden. Wir meinen: In 70 bis 80 % der Fälle sind Stopps erfolgreich und sinnvoll, in 20 bis 30 % der Fälle führen sie beim Anleger zu Verdruss über unglücklich ausgestoppte Positionen. Das Dilemma: Verzichtet der Investor darauf, seine Depotpositionen mit Stopps abzusichern, setzt er sich einem erhöhten Risiko aus, dass sich im Portfolio "Depotleichen" sammeln und die Handlungsfähigkeit eingeschränkt wird. Das dort gebundene Kapital steht nicht mehr für neue Chancen zur Verfügung.

Thema: Sell-Off

Sell-Offs sind Phasen an der Börse mit sehr hohen Verlusten, oft gekennzeichnet durch einen erratischen Kursverlauf. Häufig sind dabei drei verschiedene Teilphasen auszumachen. Die erste, in der die Anleger noch mehrheitlich ruhig bleiben. Die zweite, in der die Anleger mehrheitlich das Handtuch werfen und ihre Positionen verkaufen. Die dritte, in der auch die letzten Investoren mit den stärksten Nerven ihre Positionen frustriert verkaufen. In diesen Börsenphasen sind die Umsätze meistens sehr hoch. Steigt eine Aktie oder ein Index nach einem solchen Sell Off wieder um drei bis vier Prozent an, ist das häufig eine ideale Einstiegsgelegenheit. Hier lohnt es sich in der Regel, mutig zuzugreifen.

Thema: The trend is your friend

"The trend is your friend" meint, dass Investoren bei Investitionsentscheidungen eher auf die Fortsetzung eines Trends setzen sollten als einen Turnaround zu erwarten. Grund: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bereits bestehender Trend fortschreibt, ist im Börsengeschehen höher, als dass sich über einen Turnaround ein neuer Trend ausbildet. Letzteres birgt bei einer geringeren Wahrscheinlichkeit ein höheres Risiko, in das berühmte fallende Messer zu greifen ("never catch a falling knife"). Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Investments zu ¾ an Trendfolgen zu orientieren und nur zu etwa 1/4 an Turnaround-Chancen.

Thema: Sentiment

Das Sentiment beschreibt die kurzfristige Erwartung unter den Marktteilnehmern. Die Erfahrung zeigt, dass große Mehrheiten (z. B. 90 % haben eine bestimmte Erwartung) meistens falsch liegen. Hier spricht man oft vom Kontraindikator. Denn erwartet eine große Mehrheit einen kräftigen Kursanstieg in einer bestimmten Aktie, hat diese Mehrheit die Aktie meistens schon im Depot. Somit fehlen ausreichend Käufer für den von der Mehrheit erwarteten Kursanstieg. Das gilt nicht für knappe Mehrheiten und auch eher für die kurzfristige Erwartung und nicht für die mittelfristige. Empirische Untersuchungen haben ergeben, dass die mittelfristige Erwartung von Mehrheiten einen zuverlässiger Schätzer für die Kursentwicklung abgibt. Das Put/Call Ratio, also das Verhältnis von gehandelten Puts und Calls auf einzelne Wertpapiere, ist ein gutes Instrument, die Erwartung der Mehrheit der Marktteilnehmer zu erkennen.

Thema: Freier Handel

Der Begriff ist in Deutschland durch die Globalisierung, der Angst vor Arbeitsplatzverlagerung und zuletzt durch Freihandelsabkommen wie TTIP negativ besetzt. Grundsätzlich gilt, dass auf lange Sicht innovative Branchen und offene Regionen eher einen Produktivitäts- und Wohlfahrtsgewinn zu verzeichnen haben als protektionistisch organisierte Ökonomien. Geheimhaltung und Intransparenz wirken kontraproduktiv. Das gilt auch für die Bewertung der Freihandelsabkommen in der Bevölkerung. Je mehr hier hinter verschlossenen Türen verhandelt wird, desto größer sind die Vorbehalte, was an TTIP exemplarisch zu beobachten ist. Geheime Schiedsgerichte und fehlende Rechenschaftspflicht bleiben Reizthemen. Der Anleger kann von freiem Handel insofern profitieren, als dass er bei seinen Investitionen darauf achtet, dass er Länder und Regionen höher gewichtet, die wenig protektionistisch organisiert sind.

Thema: Jagd auf Dividende

Die Dividende ist eine Gewinnausschüttung für Anteilseigner. Aktienanleger sehen in der Dividende eine Verzinsung ihres Kapitals, selbst wenn diese schwankt oder in schwachen Jahren gar nicht ausgezahlt wird. Allerdings spielt die Dividende bei Aktien eine weniger bedeutsame Rolle als der Zins bei festverzinslichen Papieren. Umgekehrt verhält es bei der Kursentwicklung. Der ist bei der Aktie von größerer Bedeutung als bei der Anleihe. Diverse Investoren sind auf einen konstanten Cashflow angewiesen und achten deshalb auf die Dividendenrendite. Aktien werden am Tag der Auszahlung mit einem Abschlag gehandelt (ex Dividende). Dividenden haben einen realwirtschaftlichen Bezug. Der Aktionär bekommt über die Dividende eine Gewinnausschüttung aus seinem Unternehmensanteil. Dividendenkontinuität ist ein indirektes Zeichen für solides Wirtschaften und ein fähiges Management

Thema: Welche Anlagestrategie ist die erfolgreichste?

Das lässt sich nicht genau definieren. Es kommt auf die Ziele des Anlegers an. Eine häufig genutzte Strategie lautet "Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen". Dabei fallen schwächelnde Aktien über Stop-Loss aus dem Depot. Also immer erst dann, wenn der Aufwärtstrend bricht. Voraussetzung ist dann, dass die Stopps nachgezogen werden, wenn die Aktien längere Zeit gestiegen sind. "Niemand ist an Gewinnmitnahmen gestorben" lautet etwas flapsig formuliert ein anderes, nicht selten anzutreffendes Credo an der Börse. Wer diesen Ansatz beherzigt, wird zwar regelmäßig ordentliche, aber selten spektakuläre Gewinne einfahren, weil der Investor wahrscheinlich schon längst Kasse gemacht hat, wenn eine Kurssteigerung überdurchschnittliche Größenordnungen erreicht. Kaufsignale von technischen Indikatoren werden von vielen Marktteilnehmern beobachtet und können dadurch zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden, weil einem Signal dann viele Marktteilnehmer folgen. Trotzdem erreichen diese aber selten eine so hohe Eintritts-Wahrscheinlichkeit, dass sich auf sie verlassen werden sollte. Zudem sind die Prozesse an der Börse dynamisch und nicht immer mit hinreichender Sicherheit prognostizierbar. Was heute richtig war, kann deshalb morgen falsch sein.

Thema: Gewinnkennzahlen

Ebit und Ebitda sind die beiden Gewinnkennzahlen, die am häufigsten kommentiert werden. Das Ebit beschreibt den Gewinn vor Steuern und Zinsen. Das Ebitda ist zusätzlich noch um die Abschreibungen bereinigt und somit quasi das nackte operative Ergebnis eines Unternehmens. Am Ebitda und dessen Entwicklung lässt sich gut erkennen, ob das operative Ergebnis tendenziell steigt oder fällt. Hier lassen sich mitunter gute Prognosen über die Marktgängigkeit des Produktportfolios des Unternehmens herleiten. Zum Aktienkurs hat das Ebit die größere Korrelation im Vergleich zum Ebitda. Grund sind eben die Abschreibungen. Werden diese nicht herausgerechnet, kann das etwas über die Qualität oder die Reaktionsgeschwindigkeit des Managements aussagen. Hohe Abschreibungen sind oft ein Indiz für wenig erfolgreiche Managemententscheidungen in der Vergangenheit.

Thema: Bankrun

Ein Bankrun wird durch Vertrauensverlust ausgelöst. Machen Gerüchte die Runde, dass eine Bank die Einlagen der Kunden nicht mehr auszahlen kann, kann es zu einem Bankrun kommen. In so einem Fall wollen zu viele Kunden gleichzeitig ihr Guthaben abheben und die Bank kann die Nachfrage nicht bedienen. Je mehr Kontoinhaber davon hören, desto größer wird der Vertrauensverlust. Dem Vertrauensverlust kann entgegengewirkt werden. Das taten etwa Angela Merkel und Peer Steinbrück, als sie 2008 medienwirksam die Einlagen der deutschen Kleinsparer für sicher erklärten. Diese Garantie erzeugte Vertrauen. In 2014 gab es einen Bankrun in Rumänien, der durch soziale Netzwerke ausgelöst wurde. Zwei Banken mussten ihre Tore schließen und die Notenbank einspringen.

Thema: Chartanalyse

Ein Doppeltop ist ein starkes Verkaufssignal. Kann ein Wertpapier in einem Aufwärtstrend nicht mehr über das alte Hoch steigen und entsteht dadurch ein Doppeltop im Chart, sollte der Investor achtsam werden. Ohne neue kursrelevante Nachrichten ist mit Kursabschlägen zu rechnen. Die Advance-Decline-Line drückt das Verhältnis von steigenden zu fallenden Aktien in einem Index aus. Sie signalisiert, ob die Bewegung im Index oder Basket von der Mehrheit der Einzelwerte getragen wird oder nicht. Fällt diese Linie und der Index steigt, ist das ein Alarmsignal. Denn dann steigen wenige hoch gewichtete Aktien im Index, während die Mehrheit der niedrig gewichteten Aktien fällt. Das war in Deutschland z.B. zur Zeit der Dot.com-Blase zwischen 1998 und 2000 der Fall. Eine solche Entwicklung kann auch Jahre andauern, weshalb diese Kennzahl nicht für das Timing geeignet ist. Das Kurs-/Gewinn-Verhältnis ist ebenfalls eher ungeeignet für das Timing, signalisiert aber recht zuverlässig das Risiko, in eine Aktie zu investieren. Hohe KGVs können sich z. B. bei stark wachsenden Unternehmen auch über Jahre halten. Oft sind die größten Gewinne erst in den Übertreibungsphasen gegen Ende eines Aufwärtstrends zu erzielen. Wer sein Handeln am KGV ausrichtet, wird nicht von einer Übertreibung profitieren können. Die 200-Tage-Linie ist für Anleger ein guter Indikator. Selten entfernt sich ein Kurs lange Zeit um mehr als 20 % von dieser Durchschnittslinie. Der Indikator bietet ein klares Verkaufssignal nach längeren Anstiegsphasen. Deshalb ist dieser Indikator bei vielen Anlegern sehr beliebt. Effektenkredite sind Kredite für Wertpapierkäufe. Steigt das Volumen dieser Kredite, rechnen die Anleger mehrheitlich mit steigenden Aktienkursen. Dreht dieser Trend und werden Effektenkredite abgebaut, dann spiegelt sich dieser Trend meistens auch nach zwei bis drei Monaten an den Börsen wider.

Thema: Wiederholt sich die Geschichte?

Entgegen dem Sprichwort, wonach sich "Geschichte nicht wiederholt", sind an den Börsen sehr wohl bestimmte, revolvierende saisonale Muster oder Zyklen zu erkennen. So wechseln sich an den Börsen oft starke Phasen (Dauer 16-20 Jahre) mit schwachen Phasen (Dauer um die 8 Jahre) ab. Auch die unterschiedliche Performance in Sommer (schwach) und Winter (fest) an der Börse ist ein häufig beobachtetes Muster. Produkte oder Branchen durchleben Zyklen, die sich in der Kursen der Unternehmen widerspiegeln können.

Thema: Soft Skills

Der Begriff kommt eigentlich aus dem Personalwesen. Mit Soft Skills sind sogenannte "weiche" Fähigkeiten gemeint. Dazu können z. B. Mut, Teamfähigkeit oder Empathie gehören. In der Regel sind sie schwer messbar. Im Gegensatz dazu sind Hard Skills gut messbar. So etwa der Notendurchschnitt auf einem Zeugnis oder die Anzahl der Jahre mit Berufserfahrung. Soft Skills können auch an der Börse eine Rolle spielen. Oft geht es dabei um die Fähigkeiten der Führungsebene eines Unternehmens. Eine zu hohe Dosis Soft Skills kann auch schädlich sein. Das trifft z. B. dann zu, wenn zu viel Mut (Übermut) vorhanden ist. Dann werden möglicherweise unkalkulierbare Risiken eingegangen. Ein besonderes Soft Skill ist die Fähigkeit, sich selbst immer wieder zu hinterfragen mit dem Ziel, sich stetig zu verbessern.

Thema: Bücher für den Investor

Joachim Goldberg und Rüdiger von Nitzsch: Behavioral Finance. Psychofallen spielen bei der Investmententscheidung oft eine tragische Rolle. In diesem Buch wird beleuchtet, wie Anleger ticken und auf welche Fallen man achten sollte. Jack Schwager: Magier der Märkte. Hier geht es um die Strategien erfolgreicher Trader. Hier kann man sich für seine eigenen Investitionsvorhaben Verfahrensweisen abschauen, die nachweislich erfolgreich sind. Viel Beachtung erfährt auch die Charttechnik. Bücher hierzu gibt es reichlich, wobei die Qualitätsunterschiede der Publikationen eher gering sind. Das Thema ist wichtig, weil viele Marktteilnehmer darauf achten. Durch die weite Verbreitung und hohe Beachtung, die das Thema unter Investoren genießt, kann die Charttechnik zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Die beste Strategie für Anfänger an der Börse? Die ist nicht für alle gleich, denn insbesondere die persönliche Risikoneigung muss berücksichtigt werden. Wichtig ist, sich zunächst eine eigene Strategie festzulegen. Dabei kann sich z. B. gut bei Jack Schwager orientieren werden. Hat der Anleger "seine" Strategie ausgemacht, sollte er sie zunächst "trocken" üben und dann z. B. unter vorsichtig steigenden Einsätzen zur Anwendung bringen. In einer verlustreichen Phase sollte der Anleger dennoch an seiner Strategie festhalten und sie nicht ständig wechseln. Grundsätzlich sollte ein Strategiewechsel nicht unter dem Eindruck von Gewinnen oder Verlusten bei bestehenden Positionen, sondern nur in Zeiten eines leeren Portfolios nüchtern analysiert und vorgenommen werden.