<p>Wenn Öl und Gas knapp werden kommt die Kohle ins Spiel. Viele Kraftwerke in Europa und Asien können zwischen Gas und Kohle wechseln (Dual-Fuel). Deutschland, China, Indien etc. fahren aktuell ihre Kohlereserven hoch, um sich gegen einen Totalausfall am Golf abzusichern. Der Kohlepreis erreichte zwar jetzt ein 14-Monatshoch, notiert aber im historischen Kontext noch im Keller. <strong>Peabody Energy</strong> ist der größte private Kohleproduzent der Welt -mit KGV 10 und der Flexibilität, die Kohle dorthin zu verschiffen wo die Preise aktuell am höchsten sind. Durch bedeutende Minen-Beteiligungen in Australien ist es tatsächlich einer der größten Exporteure in den asiatischen Raum. <strong>Whitehaven Coal</strong> ist der australische Player (KGV 30 für 2026 aber nur noch 14 für 2027) und in China heißt der Platzhirsch <strong>China Shenua Energy</strong> (KGV 14 für 2026). Müssten wir uns für einen Titel entscheiden würde die Wahl auf Peabody fallen. </p> <p> </p>
<p>Das Portfolio kann sich dem Krieg in Nahost nicht entziehen. Sah es bis gestern Nachmittag noch weitgehend stabil aus folgten heute teils massive Abverkäufe auf breiter Front. Fast durchgehend starke oder solide Zahlen in den letzten Tagen (SBM Offshore, Technicas Reunida, Technip Energies, Befesa) halfen nicht. Einzig die Prognoseerhöhung bei Indra Sistemas sorgte für Zugewinne im Wochenverlauf. Forvia wurde zu 11,64 € ausgestoppt. Bei SK Hynix setzen heute massive Gewinnmitnahmen im Zuge der gepolitischen Eskalation ein. Ergänzend:</p> <p>Kurzfristig navigieren TECNICAS REUNIDAS und TECHNIP ENERGIES durch ein geopolitisches Minenfeld. Beide lieferten hervorragende Quartalszahlen ab, haben aber ein hohes Golf-Exposure welches bei weiterer Eskalation die Logistik und Projektabwicklung belasten kann. Doch dahinter liegen gewaltige Chancen: Beide Konzerne reiten auf einem globalen LNG-Superzyklus und stützen sich auf pralle Auftragsbücher bei zahlungskräftigen Partnern wie Saudi Aramco oder QatarEnergy. Während TR mit dem Spin-off von TR Power künftig auch gezielt den Energiehunger von KI-Rechenzentren bedient, punktet Technip mit hocheffizienten Großprojekten in Katar. Ein künftiger Frieden mit einem moderateren Iran würde ein gigantisches Modernisierungspotenzial der dortigen Gas-Infrastruktur freilegen. Unterm Strich bleibt das Duo eine hochkarätige Wette auf den Energie-Superzyklus - jedoch mit kurzfristigen Risiken.</p> <p>Also: Mittelfristige operative negative Konsequenzen sehen wir bei keiner Position. Unsere Kriegskasse ist prallgefüllt und das Portfolio liegt im Gegensatz zu den Indizes seit Jahresbeginn noch solide im Plus. </p> <p> </p>
<p>Beiersdorf bremst das Wachstum. 2025 erzielte der Konzern 9,9 Mrd. € Umsatz bei einem organischen Plus von 2,4 %, nach 6,5 % im Jahr 2024. Der operative Gewinn ohne Sondereffekte lag 2025 bei 1,4 Mrd. € und die EBIT-Marge ohne Sondereffekte stieg leicht auf 14,0 % nach 13,9 %. Die Kernmarke Nivea wuchs organisch nur noch um 0,9 %. Derma mit Eucerin und Aquaphor legte organisch um 11,7 % zu, Hansaplast und Elastoplast wuchsen zweistellig. La Prairie schrumpfte organisch um 4,5 %, drehte im 4. Quartal aber mit 3,8 % ins Plus. Tesa steigerte den Umsatz um 1,8 %. Die Dividende soll bei 1 € je Aktie stabil bleiben, zusätzlich ist ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 750 Mio. € für die nächsten zwei Jahre geplant.</p> <p>Für 2026 stellt das Management ein flaches bis leicht wachsendes organisches Umsatzbild in Aussicht und eine operative EBIT-Marge ohne Sondereffekte leicht unter dem Vorjahr. Beiersdorf begründet das mit einem weiterhin volatilen Marktumfeld und einer schwächeren Dynamik in der Hautpflege. Bei Nivea läuft eine Neujustierung des Portfolios, unter anderem mit mehr Fokus auf erschwingliche Gesichtspflege. Für das 1. Quartal erwartet der Konzern ein Ergebnis unterhalb der Gesamtjahresspanne, als Belastungen werden Störungen im US-Einzelhandel und im chinesischen Reiseeinzelhandel genannt. Auch für Tesa gilt der Ausblick „flach bis leicht wachsend“, die operative Marge soll ebenfalls leicht unter dem Vorjahr liegen.</p> <p>Analysten sehen 2025 überwiegend im Rahmen der Erwartungen, aber den Ausblick als Problemfeld. Citi nennt einen Korrekturbedarf beim Konsens von 3 % bis 4 %, Jefferies veranschlagt rund 5 %. Bernstein bleibt bei Outperform mit 129 € Kursziel, erwartet aber eine Debatte, ob der Ausblick konservativ oder enttäuschend ist. JPMorgan bezeichnet den Ausblick als eher mau. UBS bleibt bei Sell mit 90 € Kursziel und verweist auf eine neue Umbauphase sowie eine aus ihrer Sicht weiterhin hohe Bewertung.</p> <p>An der Börse fiel die Reaktion scharf aus. Heute Morgen notiert die Aktie rund 11,6 % tiefer bei etwa 93,46 € gehandelt. Damit rutscht der Kurs erstmals seit rund einem Monat unter die Marke von 100 €. Der jüngste Erholungsversuch von unter 90 € bis auf 110 € wäre damit beendet. Neue Tiefstkurse erwarten wir indes nicht. Aber die untere Umkehrformation und das ermutigende Break bei 100 € sind damit erst einmal passé.</p> <p>Beiersdorf ist in unserem Allround-Portfolio enthalten. Wir warten nun zumindest eine Stabilisierung ab und entscheiden dann weiter.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"</p>
<p>Der Spezialist für Vektordatenbanken konnte im fiskalischen Schlussquartal sein Umsatzwachstum (year over year) weiter beschleunigen: + 27 % auf 695 Mio. $. Vor drei Monaten betrug dieses Tempo nur + 19 %.</p> <p><strong>Ein minimal positives operatives Ergebnis (0,3 Mio. $) belegte, dass die Richtung weiterhin stimmt.</strong> Das gilt auch für die Kundenstruktur mit jetzt fast 2.800 Großkunden Kunden (wiederkehrend jährlich mehr als 100.000 $ Umsatz), vor drei Monaten waren es 2.694. Deutliche Fortschritte wurden auch beim operativen Cashflow gemeldet.</p> <p><strong>Zudem erfüllt MONGODB auf Quartalsbasis die Rule of 40.</strong> CEO Desai freute sich über "nachhaltiges Umsatzwachstum bei gleichzeitiger Margensteigerung". Der positive Eindruck wurde allerdings durch den Ausblick zunichte gemacht: Im Gesamtjahr 2026/2027 wird der Umsatz bis zu 2,90 Mrd. $ (+ 24 %) erreichen, aber verbunden mit einem negativen operativen Ergebnis (bestenfalls - 97 Mio. $) und einem Verlust je Aktie auch auf bereinigter Basis (- 0,79 $ bis - 0,49 $).</p> <p><strong>Nachbörslich wurde dies mit – 24 % abgestraft.</strong> Gerade in der aktuellen Lage greift man hier nicht ins fallende Messer.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
<p>AIXTRON scheint derzeit nicht zu stoppen zu sein. Seit Donnerstag legt der Kurs dynamisch zu, nachdem der Markt verstanden hat, dass die wenig inspirierende Prognose für 2026 irrelevant ist und der Blick auf 2027 dafür umso größeres Aufwärtspotenzial offenbart. Heute Vormittag rutschte der Kurs im Rahmen des iranbedingt schwächeren Gesamtmarktes nur vorübergehend ins Minus, um dann am Nachmittag wieder durchzustarten. Ursächlich dafür waren weitere Analystenheraufstufungen. UBS hob das Kursziel auf 28 € an, Berenberg bestätigte seine Kaufempfehlung und erhöhte sein Kursziel von 21 auf 31 € und last but not least stufte Deutsche Bank Research seine Einschätzung von „Hold“ auf „Buy“ hoch und hob das Kursziel von 20 auf 31 € an.</p> <p>Fazit: Jetzt bitte nicht mehr in den stark steigenden Kurs hineinkaufen, sondern zumindest einen Rücksetzer bis auf 27/28 € abwarten!</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p>AbbVie meldet gute Zwischenergebnisse aus einer großen Phase-3-Studie zu SKYRIZI (Risankizumab) bei Morbus Crohn. Es geht um die Startbehandlung per Spritze unter die Haut. Sie soll die Entzündung schnell herunterfahren. In der Studie AFFIRM erreichten nach 12 Wochen 55 % der behandelten Patienten eine deutliche Symptomverbesserung bis hin zu Beschwerdefreiheit, in der Placebo-Gruppe waren es 30 %. Bei der Darmspiegelung zeigte sich ebenfalls ein klarer Vorteil. 44 % hatten eine sichtbare Besserung der Darmentzündung, bei Placebo waren es 14 %.</p> <p>Viele Teilnehmer galten als schwer behandelbar. 65 % hatten bereits moderne Therapien ohne Erfolg erhalten. Wer nach 12 Wochen ansprach und weiter behandelt wurde, lag nach 24 Wochen bei 67 % in klinischer Remission und bei 57 % mit endoskopischem Ansprechen.</p> <p>Marktstudien taxieren den globalen Markt für Morbus-Crohn-Behandlungen für 2026 grob in einer Spanne um 12,87 Mrd. $ bis 13,99 Mrd. $. </p> <p>Die Aktie konnte heute im europäischen Handel ihre anfänglichen Verluste größtenteils wieder aufholen und stieß bisweilen auch leicht in den positiven Bereich vor. Nun muss sich zeigen, ob der Kurs gegen den schwächeren Gesamtmarkttrend den Widerstand im Bereich 237/238 $ überwinden kann.</p> <p>Wir bleiben im Allround-Portfolio investiert.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"</p>
<p>Der Schweizer Pharmakonzern hat mit seinem Medikamentenkandidat gegen Multiple Sklerose das primäre Ziel einer klinischen Studie in der Spätphase bei der häufigsten Form der Erkrankung erreicht. Die wegweisenden Ergebnisse liefern zusammen mit den früheren Daten den überzeugenden Beweis, dass das Medikament Fenebrutinib die erste hochwirksame orale Behandlung für schubförmige und primär progrediente Multiple Sklerose werden kann. Das sind gute News - sie gehen leider in den tagespolitischen Quärelen heute unter.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Kennen Sie schon das Free TV-Angebot von Bernecker TV? Abonnieren Sie kostenlos den YouTube-Kanal von Bernecker TV unter: <a href="http://www.youtube.com/BerneckerTV">www.youtube.com/BerneckerTV</a></p>
<p><strong>Das Unternehmen der Petrochemie (Sitz: Indianapolis) produziert ein Sortiment von Spezialprodukten (Schmierstoffe, Wachse, Spezialchemikalien) sowie Kraftstoffe auf Recyclingbasis, darunter Sustainable Aviation Fuel.</strong> Mit dem Zahlentermin am vorigen Freitag haben sich die Hoffnungen auf Einkehr in den profitablen Bereich erneut nicht erfüllt. Im Schlussquartal 2025 kam es zu einem Verlust von 37 Mio. $.</p> <p><strong>Positiv stach die operative Verbesserung im Gesamtjahr hervor.</strong> Darin stieg das bereinigte EBITDA mit Steuereffekten um 27 % auf 293 Mio. $. Trotz Kostensenkung um 96 Mio. $ und Verbesserung der Schuldenstruktur sackte der Kurs um fast 11 % ab.</p> <p><strong>Allerdings hatte sich die CALUMET-Aktie zuvor innerhalb eines Jahres verdreifacht.</strong> Wegen der Aussicht, sich langfristig mit den Flugtreibstoffen zu etablieren, bleibt das mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,6 bewertete Unternehmen interessant.</p> <p><strong>Fazit:</strong> Anfangsposition erst im Kursbereich 21/23 $ aufnehmen.</p> <p><strong>Im Chartvergleich zeigt sich die gute Position gegenüber ausgewählten Wettbewerbern.</strong> Der abgebildete Vergleich läuft über den Zeitraum seit Forcierung des Zollstreits Anfang April 2025. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
<p>Der Krieg im Iran und in der Golfregion ist auch an unserem Allround-Portfolio nicht spurlos vorüber gegangen. Die Belastung hält sich aber in Grenzen. Gemessen an der Performance seit Jahresbeginn hat das Portfolio seit vergangenem Mittwoch 1,9 Prozentpunkte eingebüßt und liegt nun bei + 5,47 %. Die größten Verluste haben Allianz und Wizz Air, aber auch Bankwerte wie BAWAG und BBVA zu verkraften. Bei den meisten anderen Werten belaufen sich dagegen die Verluste auf niedrige einstellige Prozentwerte. Einige Aktien haben sogar weiter zugelegt, wie z.B. Deutsche Telekom, Eiffage, Prysmian und Schneider Electric.</p> <p>Insgesamt sind wir also gut aufgestellt. Sollte es aber im Rahmen einer weiteren Eskalation in der Golfregion mit den Kursen weiter abwärts gehen, werden wir in einigen Werten Nachkäufe vornehmen. Mit einer Liquiditätsquote von ca. 22 % (inkl. der in dem Overnight-Swap-ETF geparkten Liquidität) sind wir ausreichend handlungsfähig.</p> <p>Sollten die aktuellen Ereignisse Dispositionen im Portfolio erforderlich machen, lassen wir Sie das schnellstmöglich hier an dieser Stelle wissen.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"</p>
<p>Christian Bruch setzt bei SIEMENS ENERGY weiter auf die Sanierung der Windkrafttochter Gamesa. Der Konzernchef will Gamesa in den nächsten zwei Jahren so weit bringen, dass verlässlich feststeht, ob das Geschäft die mittelfristigen Renditeanforderungen erfüllt, die für alle Konzernsparten gelten. Spätestens 2028 will Bruch die nötige Visibilität haben, dass bei Gamesa wieder zweistellige Margen möglich sind. Eine Abspaltung stellt er derzeit zurück, weil es aus seiner Sicht zuerst darum geht, das Windgeschäft wieder profitabel zu machen. Als Zwischenziel bis 2028 nannte Bruch erneut eine Marge von 3 bis 5 %. Druck kommt vom aktivistischen Investor Ananym, der im Dezember seine Beteiligung öffentlich gemacht hat und fordert, den Verbleib des Windgeschäfts im Konzern zu überprüfen, weil eine Abspaltung aus seiner Sicht die Rendite für Anleger erhöhen würde. Unterstützung erhielt Bruch dagegen von Deka Investment, die warnte, ein Verkauf von Gamesa zum jetzigen Zeitpunkt käme einem Verkauf unter Wert gleich. Immerhin: SIEMENS ENERGY zahlt erstmals seit 2022 wieder eine Dividende. Für das Geschäftsjahr 2025 mit Ende September sind 0,70 € je Aktie vorgesehen, was einer Rendite von 0,4 % entspricht.</p> <p>Mit dem steilen Kursanstieg der letzten Monate und einem KGV von 43 für das laufende Geschäftsjahr wird die Luft aber nun immer dünner.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
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