<p>Nachtrag: Der strategische Einstieg von NVIDIA am 2. März 2026 war ein Paukenschlag.</p> <p>Mit einer Direktinvestition von 2 Mrd. $ und massiven Abnahmegarantien sichert sich Nvidia den Zugriff auf optische Konnektivität.</p> <p>Damit bestätigt sich die im Dezember im Wegweiser vorgestellte These: Der Flaschenhals der KI-Skalierung ist nicht mehr die Rechenpower allein, sondern die Geschwindigkeit des Datentransfers zwischen den Chips. Ich hatte das detailiert aufgearbeitet und auch Lumentum und Aixtron mit einbezogen in diese Überlegungen. Coherent war zugleich mein Favoirit der Redaktion 2025. Jedenfalls::</p> <p>Coherent liefert hier die entscheidende Lösung. Durch die erfolgreiche Skalierung der 6-Zoll-Indiumphosphid-Wafer produziert man die notwendigen Laser-Chips für 1.6T-Transceiver deutlich kosteneffizienter als die Konkurrenz.</p> <p>Das Book to Bill-Verhältnis im Bereich Data Center liegt bei Coherent inzwischen bei 4!</p> <p>Obwohl Coherent so massiv gelaufen ist, sehe ich noch keinen Anlass für Gewinnmitnahmen.</p>
<p>Der Titel musste deutlich korrigieren. Die Ängste liegen in der Energieversorung Südkoreas. Ein Großteil kommt aus dem Golf. </p> <p>Drei neue Aspekte sind zu berücksichtigen:</p> <p>1. Aktuell läuft eine historische Verschiebung im Markt für NAND-Flash-Speicher. Im Kern geht es darum, dass der langjährige Marktführer Samsung massiv unter Druck gerät, während SK Hynix durch den KI-Boom eine Aufholjagd startet. SK Hynix steigerte seinen Umsatz hier im 4. Quartal um beeindruckende 47,8 % und baute seinen Marktanteil auf 22,1 % aus. Samsungs Markanteil rutschte von 32,3 % auf 28 %. Nach den HBM-Speichern wird NAND nun zum zweiten großen Umsatztreiber.</p> <p>2. Der Deal mit Sandisk hat Gewicht. Es geht um die die weltweite Standardisierung von HBF (High Bandwidth Flash) gestartet. HBF nutzt die NAND-Technologie (Flash), um Terabytes an Daten direkt an die Rechenkerne zu liefern. Das ist entscheidend in der Anwendung. Hie retabliert sich ein neuer Standard.</p> <p>3. Die Konsensschätzungen steigen weiter an. In den letzten 2 Wochen sind die Konsenstaxen für den Gewinn je Aktie für 2026 und 2027 um jeweils 10 % gestiegen. In Kombination mit der Korrektur ist das KGV auf 5,4 für 2026 und 4,5 für 2027 gesunken. </p> <p>Die Aktie besitzt weiterhin deutliche Potenzial. BNP Paribas setze heute ein Kursziel von 1,59 Mio Won. Das wären über 70 % Potenzial. </p> <p> </p>
<p>Damit soll die anhaltende Absatzschwäche in der Autobranche abgefedert werden. Bis 2030 soll sich der Umsatz im Militärgeschäft mindestens verdreifachen. <br />Die Nachfrage zieht bereits an, vor allem bei Dämpfungslösungen und Aktuatorik für sicherheitsrelevante Anwendungen. Strategisch will man sich als Technologiepartner für Energieabsorption, Schwingungsisolierung und sichere Bewegungsabläufe in komplexen Systemen positionieren. Auf der Messe Enforce Tac zeigt der Konzern Vibrations-, Rückstoß- und Bewegungssteuerungstechnologien. Einsatzfelder sind gepanzerte Fahrzeuge, militärische Nutzfahrzeuge sowie ballistische Systeme, Sensor- und Optikplattformen und ergonomische Sitz- und Zugangslösungen.</p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="http://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 10.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p>- Iran-Schock: Wie geht es weiter?</p> <p>- BEIERSDORF: Stimmung im Eimer</p> <p>- US-Öl- und Gas-Spezialwert: Konkurrenzlos, aber unbeachtet</p> <p>- Update zum Passiven Einkommen Portfolio - zwei Neuaufnahmen</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
<p>Im Zuge des Irankrieges gibt es Aktien wieder auf Niveaus, die man vor wenigen Tagen noch als lukrativ erachtet hätte. Insgesamt steht derzeit vor allem die koreanische Börse stark unter Druck, was bei Qualitätstiteln Chancen eröffnet. Der starke Rückgang des KOSPI hat aktuell mehrere Ursachen, die vor allem mit der geopolitischen Eskalation im Nahen Osten und der Struktur der koreanischen Wirtschaft zusammenhängen. Südkorea ist ein extrem energieabhängiges Importland und bezieht rund 70 % seines Öls aus dem Nahen Osten. Steigende Ölpreise und Risiken für die Straße von Hormus treffen daher die koreanische Wirtschaft besonders stark. Durch die Schwäche des koreanischen Won ziehen internationale Investoren in Phasen, wie wir sie aktuell sehen, Kapital ab. Nach einer extremen Rallye in den vergangenen Monaten sind Gewinnmitnahmen in einer solchen Phase auch nachvollziehbar.</p> <p>Wir kaufen mit SK Hynix einen KI-Highflyer neu in das spekulative Musterdepot, davon jedoch nur zunächst eine erste Tranche. Details dazu folgen in der morgigen Ausgabe.</p> <p>Die Transaktionsdaten lauten wie folgt:</p> <p>Kauf 20 SK Hynix (US78392B1070) zum aktuellen Kurs von 544,00 € auf Tradegate (billigst).</p>
<p>Im DAX kommt es wieder zu lustigen Ränkespielen. So steht die LUFTHANSA offenbar kurz vor einer Rückkehr in den DAX - dafür weichen müsste dann voraussichtlich ZALANDO, die derzeit die schwächste Position unter den DAX-Aktien hat. Gefährdet ist aber auch SCOUT24 - ihr Börsenwert, gemessen am Anteil frei handelbarer Aktien, liegt nur geringfügig über dem von ZALANDO. Außerdem ist auch die entsprechende Marktkapitalisierung von PORSCHE nicht weit von den beiden entfernt. Das wird spannend. Die Umgestaltung des DAX erfolgt auf jeden Fall am 23. März. </p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Der Ausblick von Redcare Pharmacy belastet die Aktie heute. Die Online-Apotheke hat gestern spätabends die Ziele für 2026 veröffentlicht und damit die Erwartungshürde deutlich gesenkt. Das Unternehmen stellt nur noch 13 bis 15 % Umsatzwachstum in Aussicht, dazu 8 bis 10 % Non-Rx-Wachstum, Rx-Umsätze (Rx=Verschreibungspflichtige Medikamente) in Deutschland von mehr als 670 Mio. € und eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 %.</p> <p>Die heute gemeldeten 2025er-Zahlen sind zwar solide, sie lösen das Problem aber nicht. Der Konzernumsatz stieg 2025 um 24 % auf 2,9 Mrd. €, das bereinigte EBITDA um 72 % auf 57,4 Mio. € und die bereinigte EBITDA-Marge auf 2,0 % nach 1,4 % im Vorjahr. Das operative Ergebnis lag leicht unter dem von Bloomberg erfassten Konsens, und auch die 2026er-Ziele liegen unter dieser Durchschnittsprognose.</p> <p>Mit einem Kursrutsch bis auf 52,30 € notiert die Aktie heute Morgen so niedrig wie zuletzt vor drei Jahren.</p> <p>Kursrelevant ist vor allem die Kombination aus Wachstumsabbremsung und Margenpfad. In Analystenkommentaren wird betont, dass die Ziele in „jeglicher Hinsicht“ unter den Erwartungen liegen, und dass schwächere Non-Rx-Trends in Deutschland die Wettbewerbsfrage erneut auf den Tisch bringen.</p> <p>Der Markt preist heute ein, dass Redcare 2026 mehr liefern muss als „mindestens 2,5 %“ Marge bei deutlich geringerem Wachstum. Kurstreiber nach oben wird erst eine Guidance, die beim Non-Rx wieder Vertrauen schafft und die Marge sichtbar über das Mindestniveau hebt. Ohne diese Signale bleibt das Erholungspotenzial abgesehen von einer möglichen technischen Gegenbewegung niedrig.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion <a href="https://www.bernecker.info/aktionaersbrief">"Der Aktionärsbrief"</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf.</p>
<p>An dieser Stelle veröffentlichen wir stets mittwochs kurz nach 9:00 Uhr die Transaktionen für unsere Portfolios im Aktionärsbrief. Die Umsetzung folgt einen Tag später zum Eröffnungskurs. Sofern Portfolio-Transaktionen an anderen Tagen stattfinden, wird das ebenfalls an dieser Stelle bekanntgegeben.</p> <p>Die Börsen reagieren derzeit nervös auf jede neue Schlagzeile aus dem Nahen Osten. Der S&P 500 verlor gestern zeitweise 2,5 %, reduzierte den Verlust im Tagesverlauf jedoch auf unter 1 %. Auch die zuvor stark gestiegenen Renditen von US-Staatsanleihen am langen Ende (Inflationsängste) beruhigten sich wieder etwas. Am Ölmarkt kam es zunächst zu einem Preissprung von bis zu 9 % auf 85 $ je Barrel, dann beruhigte die Ankündigung der USA, wichtige Schifffahrtsrouten militärisch zu sichern, zumindest etwas. Nur wenn der Ölpreis dauerhaft auf 90 bis 100 $ je Barrel steigt, ist Gegenwind für die Weltwirtschaft und die Eurozone als Importmarkt zu erwarten. Der US-Dollar legt als gesuchter sicherer Hafen zu. Die Märkte handeln von Schlagzeile zu Schlagzeile - wir warten auf Einstiegschancen und sind in den Portfolios voll handlungsfähig. </p> <p>Im Spekulativen Portfolio wurde im Wochenverlauf Forvia bei 11,64 € ausgestoppt. Ungeachtet dessen liegen sowohl das spekulative als auch das Allround-Portfolio seit Jahresbeginn weiterhin komfortabel im Plus.</p> <p>Ihr Volker Schulz</p>
<p>Guten Morgen,</p> <p>die Lage bleibt unübersichtlich. Um den Stillstand der Tankerflotten (aktuell -70 % Verkehr) zu brechen, setzt Washington auf zwei Hebel:</p> <p>1. Die US-Navy soll, ähnlich wie in den 1980er Jahren, Tanker direkt durch die Straße von Hormuz eskortieren. </p> <p>2. Da private Versicherer die Prämien für die Region in unbezahlbare Höhen getrieben oder den Schutz ganz eingestellt haben, springt nun der US-Staat ein. Über die Development Finance Corporation (DFC) bietet Trump „Political Risk Insurance“ zu Vorzugspreisen an. </p> <p>Ob das wirkt, wird sich zeitnah zeigen.</p> <p>Ein Ölpreis von 84 $ bleibt immer noch moderat. Warum ist das so?</p> <p>Die USA sind mittlerweile der größte Ölproduzent der Welt. Neue Quellen in Guyana, Brasilien und Kanada puffern den Wegfall aus dem Nahen Osten ab. Dazu kommt: Besonders China hat vorgesorgt (Vorräte für 124 Tage). Weltweit lagern zudem rund 2 Mrd. Barrel Rohöl. Saudi-Arabien und die VAE können täglich ca. 9 Mio. Barrel über Pipelines exportieren, die die Straße von Hormuz umgehen. Die US-Regierung hat vor den Midterm-Wahlen im November ein massives Interesse an niedrigen Energiepreisen und könnte die strategischen Reserven anzapfen.</p> <p>Das aktuelle „Nervenspiel“ an den Börsen basiert auf der Wette, dass der Konflikt nur wenige Wochen dauert. Verlängert sich das Ganze und sollte die Straße von Hormuz Monate blockiert werden, wären Ölpreise über 100 $ jedoch unvermeidbar.</p> <p>Handlungsfähigkeit ist das A&O um daraus resultierende Chancen demnächst zu nutzen. </p>
<p><strong>Der US-amerikanische Polizeiausstatter wurde nach Meldung ordentlicher Quartalszahlen direkt mit einem neuen Preisziel versehen.</strong> Für Analysten von TD Cowen liegt der neue faire Wert nun bei 950 $ (zuvor 925 $). Sie betonen den Anstieg der im Q4 erhaltenen neuen Aufträge (Bookings) um 53 % sowie den Ausblick auf 27 bis 30 % Umsatzwachstum im aktuellen Gesamtjahr, nachdem Analysten im Durchschnitt mit 25,5 % gerechnet hatten. Bei den Margen erwartet Cowen eine Steigerung durch besseren Produktmix.</p> <p><strong>AXON selbst betonte außerdem die hohe Wiederbestellquote. </strong>Und die kontinuierliche Verbesserung der jährlich wiederkehrenden Erlöse.</p> <p><strong>Den wichtigen "Freispruch" in Sachen KI-Gefahr gab RBC Capital:</strong> AXON verfüge im Datengeschäft über einen Burggraben. Inklusive positiver Netzwerkeffekte ergebe sich daraus eine Immunität gegen die Gefahr, einer KI-Disruption zu unterliegen.</p> <p><strong>Generell bleiben wir auch bei AXON mit einem Kauf lagebedingt sehr vorsichtig.</strong> Die bestehende Position der AB wird beibehalten.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
<p>Wenn Öl und Gas knapp werden kommt die Kohle ins Spiel. Viele Kraftwerke in Europa und Asien können zwischen Gas und Kohle wechseln (Dual-Fuel). Deutschland, China, Indien etc. fahren aktuell ihre Kohlereserven hoch, um sich gegen einen Totalausfall am Golf abzusichern. Der Kohlepreis erreichte zwar jetzt ein 14-Monatshoch, notiert aber im historischen Kontext noch im Keller. <strong>Peabody Energy</strong> ist der größte private Kohleproduzent der Welt -mit KGV 10 und der Flexibilität, die Kohle dorthin zu verschiffen wo die Preise aktuell am höchsten sind. Durch bedeutende Minen-Beteiligungen in Australien ist es tatsächlich einer der größten Exporteure in den asiatischen Raum. <strong>Whitehaven Coal</strong> ist der australische Player (KGV 30 für 2026 aber nur noch 14 für 2027) und in China heißt der Platzhirsch <strong>China Shenua Energy</strong> (KGV 14 für 2026). Müssten wir uns für einen Titel entscheiden würde die Wahl auf Peabody fallen. </p> <p> </p>
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Volker Schulz
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