<p>Die FT greift das Thema heute auf. Bei regulierten Anbietern entscheiden Behörden, welche Investitionen die Kunden bezahlen und welche Rendite den Aktionären zusteht. Werden Renditen gedrückt oder Baukosten nicht anerkannt, müssen die Unternehmen einen Teil der Rechnung selbst tragen. </p> <p>2025 strichen die Aufsichtsbehörden insgesamt 3,6 Mrd. $ aus den Forderungen der Versorger, mehr als fünfmal so viel wie 2021. In 46 % der Tarifverfahren 2025/26 wurden Kosten zumindest teilweise nicht zur Weitergabe an Kunden zugelassen. Zwischen 2020 und 2024 waren es 29 bis 37 %. In 15 Bundesstaaten wurden zudem neue Gesetzesvorhaben zur Begrenzung der Versorgerrenditen eingebracht.</p> <p>Ich schaue deshalb verstärkt auf die unabhängige Stromerzeuger wie Vistra und Constellation. Sie verkaufen ihre Produktion am Markt oder sichern sie über langfristige Verträge mit finanzstarken Technologiekonzernen ab. Vistra hat mit Meta beispielsweise Stromlieferverträge über 20 Jahre vereinbart. Auch sie unterliegen jedoch Marktregeln und politischen Eingriffen. Das Thema steht also für uns wieder auf dem Prüfstein. </p>
<p>RINGCENTRAL liefert weitere Argumente für das Comeback. Den Spezialisten für cloudbasierte Telefonie hatten wir in AK 19/26 als Chart der Woche vorgestellt bei knapp 48 $. Inzwischen 78 $.</p> <p>Auf der Piper-Sandler-Konferenz untermauerte der Finanzchef zuletzt die Perspektiven: Die Nachfrage bleibt stabil, das Geschäft mit kleinen Unternehmen wächst zweistellig. Kostenpflichtige KI-Anwendungen erhöhen den Umsatz je Kunde und verbessern die Kundenbindung. Dabei erreichen die KI-Produkte nach Unternehmensangaben bereits ungefähr die konzernübliche Bruttomarge von 80 %. Für 2026 bekräftigte das Management einen freien Cashflow von mehr als 7 $ je Aktie. Bei 78 $ entspricht dies einer Cashflow-Rendite von gut 9 %. Zugleich:</p> <p>Für 2027 sollen Belastungen aus der Erneuerung älterer Corona-Verträge nachlassen. Eine kräftige Wachstumsbeschleunigung muss RINGCENTRAL allerdings noch nachweisen. Für bestehende Positionen ziehen wir den Stopp auf 66,90 $ nach und lassen dem Titel damit rd. 13 % Spielraum.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p>Der jüngste Anstieg der Energiepreise wird nach Ansicht von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane die Inflation in der Eurozone länger auf einem erhöhten Niveau halten als bisher erwartet. In der heutigen Ausgabe der Schweizer Zeitung „Le Temps“ erklärte Lane, dass derzeit nicht nur bei Öl, sondern auch bei Gas eine zweite Welle von Preisanstiegen stattfinde. Es sei davon auszugehen, dass diese zweite Welle zu einer höheren und hartnäckigeren Inflation führen dürfte. Erst ab Mitte 2027 sei, so Lane weiter, ein Rückgang der Inflation in Richtung des EZB-Zielwerts von 2 % zu erwarten.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
<p>BofA wird für Europas Versorger optimistischer. Hintergrund sind deutlich höhere Gaspreisannahmen: Für 2027 steigt die Prognose für den europäischen TTF-Preis von 39 auf 55 €/MWh, für Q4/26 werden sogar 100 €/MWh erwartet. Treiber sind anhaltende Störungen katarischer LNG-Exporte durch die Straße von Hormus, rekordniedrige europäische Gasspeicher und eine anziehende asiatische LNG-Nachfrage. Die Risiken bleiben allerdings hoch: Ein milder Winter könnte die Gaspreise deutlich drücken. Einzelne ausgeprägte Kältephasen – deren Auftreten durch die mit El Niño verbundenen Veränderungen der atmosphärischen Zirkulation begünstigt werden kann – bergen dagegen erhebliches Preisspitzenrisiko.</p> <p>BofA hebt entsprechend die Strompreisannahmen für 2027 um durchschnittlich 9 €/MWh bzw. 9 %, für 2028 um 4 €/MWh bzw. 5 % an. Höhere Absicherungspreise und sukzessive Preisanpassungen im Vertrieb sollten Gewinn- und Guidance-Upgrades ermöglichen. Bei mehreren Versorgern liegen die neuen 2027er EPS-Schätzungen der Bank 6–9 % über Konsens.</p> <p>Besonders im Fokus stehen SSE und RWE: Für beide erwartet BofA starke November-Zahlen und sieht 2027 ein EPS-Potenzial von 7–8 % über Konsens. Auch EDP und Endesa bieten Revisionspotenzial. Verbund und ERG werden von Underperform auf Neutral hochgestuft; hier liegen die EPS-Schätzungen sogar mehr als 15 % über Konsens. Risiko bleiben staatliche Preisdeckel und Übergewinnabschöpfungen, insbesondere in Spanien und Italien.</p>
22-Sept. 11:19
Aktionärsbrief Portfolios: TKH Group mit neuem Jahreshoch und Aufspaltung rückt näher
<p>TKH erreicht heute ein neues Hoch. Zuletzt war der Konzern auf Investorenkonferenzen von ING in London und Kepler in Paris vertreten. Für die geplante Abtrennung des Kabelgeschäfts stehen bis Frühjahr 2027 wesentliche Schritte an. Möglich sind Verkauf oder Börsengang, was den Titel weiter aufwerten sollte.</p> <p>Zugleich kommt das neue Kabelwerk Eemshaven besser in Fahrt. Die operative Marge vor Abschreibungen soll mittelfristig von zuletzt 12,6 auf über 19 % steigen. Nach hohen Investitionen soll außerdem mehr Geld in der Kasse bleiben. </p>
<p>Bei Munters bereitet sich der Markt auf eine Gewinnwarnung für 2026 vor. </p> <p>Nordea hat das Kursziel um 14 % und die Schätzungen für das bereinigte EBITA 2026/27 um 6 bis 13 % gesenkt. Begründung sind Risiken durch Lieferstörungen und höhere Komponentenpreise. Zudem rechnet Nordea damit, dass im Data-Center-Geschäft Volumen von rund 300 Mio. SEK zeitlich nach hinten rutscht. Die bisherige Zielsetzung von 30 % organischem Wachstum 2026 könnte daher nach unten angepasst werden.</p> <p>Der Schlusskurs gestern lag bei 132,25 SEK. Das neue Nordea-Ziel von 215 SEK entsprach trotzdem noch rund 63 % Potenzial, weshalb das Haus bei Buy bleibt. Ich stelle mich auf einen zweiten Nachkauf über den Herbst ein - sehe die langfristigen Perspektive aufgrund der Trends bei Auftragseingang und Bestand aber weiter positiv. Es wird ein Geduldsspiel. </p>
<p>Er sieht keine relevante Angebotsausweitung in den nächsten 8 Jahren. Die Kupferstory bleibt voll intakt!</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p>Nach dem Ausverkauf bei den deutschen Autowerten hatten wir gestern mit VOLKSWAGEN und BMW auf eine technische Gegenbewegung gesetzt. Heute vervollständigen wir zunächst unseren Auto-Trade.</p> <p>Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine Renaissance der deutschen Autoindustrie. Die strukturellen Probleme bleiben: Zunehmender Wettbewerb durch chinesische Hersteller, hohe Kosten der Elektromobilität und deutlich niedrigere Margen.</p> <p>Doch genau hier liegt der entscheidende Punkt: Die Erwartungen sind inzwischen extrem niedrig. An der Börse zählt schließlich weniger, ob Nachrichten gut oder schlecht sind - sondern ob sie besser oder schlechter ausfallen als erwartet.</p> <p>Die Gewinnwarnung von VOLKSWAGEN hatte am Freitag die gesamte Branche mitgerissen. Obwohl sich der Gesamtmarkt am Montag stabilisierte, blieben die Autowerte auffällig zurückhaltend. Sollte es nun an neuen Hiobsbotschaften fehlen, könnte genau daraus weiteres Nachholpotenzial entstehen.</p> <p>Klar ist aber: Das bleibt ein taktischer Rebound-Trade – keine Wette auf eine langfristige Trendwende.</p> <p>Gelangen Sie zu unseren heutigen Empfehlungen und <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICKEN SIE HIER</a></p>
<p>Der gestrige Kapitalmarkttag endete mit einem deutlichen Vertrauensverlust. NOVO will bis 2030 mehr als fünf neue Multiblockbuster auf den Markt bringen und strebt bis 2035 mehr als 150 Mrd. DKK Umsatz aus der neuen Pipeline an. Gleichzeitig wurde für 2026 bis 2030 lediglich ein Umsatzwachstum ungefähr auf Höhe der Vergleichsgruppe in Aussicht gestellt.</p> <p>Der Markt vermisst einen überzeugenden Ersatz für die hohe Abhängigkeit von Semaglutid. Ozempic und Wegovy machen derzeit rund zwei Drittel der Umsätze aus, zentrale Patente laufen Anfang der 2030er Jahre aus. Die Aktie verlor gestern 7,65 %.</p> <p>JEFFERIES bleibt bei Hold/Neutral und senkt das Kursziel auf 275 DKK. Auch JPMorgan und Goldman Sachs blieben nach dem Kapitalmarkttag zurückhaltend. Ein test der April-Tiefs zeichnet sich ab. </p>
22-Sept. 08:27
Guten Morgen aus der Redaktion: AMD neuer Billionär - Meta bricht dynamisch aus - Evonik im Fokus von BASF?
<p>Guten Morgen. Die Wall Street startete stark in die Woche. Der Nasdaq gewann 2,3 % und schloss auf Rekordhoch. Der wichtigste Makrotreiber war der Rückgang beim Öl: Brent fiel zeitweise unter 100 Dollar, eroberte die Marke aber heute Morgen wieder zurück (102,40 $ für Brent). Gleichzeitig sank die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe auf 4,96 %. Das nahm Druck von den Bewertungen im Technologiesektor.</p> <p>Meta sprang 11,4 %, nachdem der neue KI-Agent Muse zur meistgeladenen kostenlosen App im US-App-Store aufstieg. Wir hatten Sie in der Bernecker-daily letze Woche Mittwoch auf den Ausbruch bei Meta vorbereitet mit konkreter Handlungsanweisung. Hier geht es zur neuen Bernecker-daily, die ab ca. 9.15 Uhr auch im Einzelabruf erhältlich ist: <a href="https://boersenkiosk.de/">https://boersenkiosk.de/</a></p> <p>AMD gewann knapp 10 % und überschritt erstmals 1 Bio. Dollar Börsenwert, Intel legte 12 % zu (s. Chart unten). Auch die Optik-Story bekam neuen Schub:</p> <p>Marvell zeigte auf der ECOC erstmals 2-nm-Technologien für 400G-, 800G- und 1,6T-Verbindungen. Das ist relevant, da KI-Rechenzentren von 1,6T auf 3,2T und darüber hinaus wechseln. Qualcomm stieg zusätzlich gut 9 % nach einer gemeinsamen Optik-Demonstration mit Lumentum und Corning.</p> <p>In Deutschland verbessert sich das Konjunkturbild. Die führenden Wirtschaftsinstitute sollen ihre Wachstumsprognose für 2026 von 0,6 auf 1,3 % anheben. Rückenwind kommt vor allem von Infrastruktur und Verteidigung.</p> <p>Volkswagen verliert nach 15 Jahren seinen Platz im Euro Stoxx 50. BASF hat laut Dealreporter in diesem Jahr eine mögliche Transaktion mit Evonik geprüft.</p> <p>Novo Nordisk will bis 2030 mehr als fünf neue Blockbuster auf den Markt bringen, die Aktie reagierte dennoch schwach.</p> <p>Bei Gold bleibt China ein starker Treiber mit Rekordimporten im August und weiteren Käufen der Zentralbank. </p> <p>Der DAX wird heute Morgen unverändert um 25.575 Punkte erwartet.</p> <p>Heute berichten unter anderem AutoZone und Thor Industries vor US-Börsenstart, KB Home folgt nachbörslich. TUI liefert ein Pre-Close Trading Update für das Geschäftsjahr 2026. Im Fokus stehen Sommerbuchungen, Preise, Auslastung und die Jahresprognose. Nach dem schwächeren dritten Quartal dürfte der Markt vor allem auf die Entwicklung im Bereich Markets und Airline achten.</p> <p>Politisch rückt der Donnerstag näher: Donald Trump empfängt Xi Jinping am 24. September im Weißen Haus. Handel, KI und Seltene Erden stehen weit oben auf der Agenda. </p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p> <p> </p>
digital | innovativ | mobil
Ob mobil oder über Web, ob konkrete Empfehlung oder relevante News, ob Blue Chip oder Hot Stock:
Mit dem Bernecker Börsenkompass nutzen Sie alle Chancen, überall und immer mit aktuellen Kursen und Charts.
schnell | mobil | auf den Punkt
Sie wollen von steigenden und fallenden Kursen profitieren?
Dann testen Sie den Bernecker Tradingclub kostenlos. Sie erhalten unsere Empfehlungen per Mail und SMS direkt auf Ihr Handy.
Schnell, mobil, auf den Punkt. So geht Trading!
- Werbepartnerschaft -
Schnell, kostenlos und in wenigen Schritten erledigt
"SMARTBROKER+ kann beides: kostenlose Orders und internationale Börsenplätze und obendrauf gibt es noch top Zinsen! Vergleichen Sie das mal mit Ihrem Broker"
Volker Schulz
Referenzen
Kunden vertrauen Bernecker
Hinweis zur Echtheit von Bewertungen:
Die hier veröffentlichten Bewertungen stammen ausschließlich von Personen, die unsere Dienstleistungen / unser Angebot tatsächlich in Anspruch genommen haben. Alle Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung manuell durch uns auf Echtheit geprüft.
Welche Börsenbriefe passen zu Ihnen und Ihrer Strategie?
Börsenbrief-Finder
Unser Börsenbrief-Finder hilft Ihnen, schnell und einfach den passenden Börsenbrief zu finden. Nach nur wenigen Fragen erhalten Sie 2 bis 3 Vorschläge, sofort und ohne Registrierung. Viel Spaß mit unserem Börsenbrief-Finder!



















