<p>Ende 2024 hatten wir den Titel erstmals vorgestellt. Nun käuft es Richtung 200 % Kursplus. </p> <p>Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Nettogewinn um 12,7 % auf 565,8 Mio. €. Die Eigenkapitalrendite erreichte 14,6 %. Die Quote problematischer Kredite sank von 2,7 auf 2,2 %, während die harte Kernkapitalquote mit 15,1 % komfortabel ist. </p> <p>Zudem ein Treiber: BCP hat einen Aktienrückkauf über 407,5 Mio. € gestartet. Bis 4. September wurden bereits Aktien für 186,4 Mio. € zurückgekauft. Das Management stellt zugleich eine Ausschüttung von bis zu 90 % des Gewinns in Aussicht.</p> <p>Hinzu kommt nun auch Übernahmefantasie: Der chinesische Großaktionär FOSUN könnte seinen Anteil von rund 20 % verkaufen. Als mögliche Interessenten werden BBVA, CAIXABANK, UNICREDIT und AGEAS genannt. </p> <p>Wer die Aktie noch hat, reizt sie weiter aus.</p>
<p style="text-align: justify;">An der Börse lohnt sich gelegentlich der Blick dorthin, wo gerade niemand hinschaut. Genau dafür liefert die jüngste Global Fund Manager Survey der Bank Of America interessantes Material. Die regelmäßig unter internationalen Fondsmanagern durchgeführte Umfrage zeigt derzeit ein bemerkenswertes Bild: Die Profis sind ausgesprochen optimistisch und nahezu voll investiert. Der durchschnittliche Kassenbestand ist auf nur noch 3,5 % gefallen – einer der niedrigsten Werte seit Beginn der Umfrage 1998. Gleichzeitig sind netto 56 % der Fondsmanager in globalen Aktien übergewichtet, so viele wie seit November 2021 nicht mehr.</p> <p style="text-align: justify;">Das Geld verteilt sich allerdings alles andere als gleichmäßig. Technologie und insbesondere Halbleiter gehören weiterhin zu den bevorzugten Investments. „Long globale Halbleiter“ wird von 53 % der Befragten sogar noch immer als der am stärksten überlaufene Trade bezeichnet. Auf der anderen Seite stehen Branchen, die institutionelle Anleger weitgehend links liegen lassen. Basiskonsumwerte sind netto 19 % untergewichtet, zyklische Konsumtitel 12 % und Immobilienaktien immerhin noch 7 %. <br />Genau hier setzen wir an. Wir suchen nicht einfach die unbeliebtesten Aktien, billig allein ist schließlich kein Qualitätsmerkmal. Interessant wird eine antizyklische Position erst dann, wenn schlechte Erwartungen bereits weitgehend im Kurs stecken, während sich die operative Entwicklung stabilisiert oder sogar verbessert. Zwei Aktien erfüllen dieses Profil derzeit besonders gut.</p> <p style="text-align: justify;">Das war ein Auszug aus Termin-Börse daily. Wenn sie täglich neue Empfehlungen auf Basis des Wissens unserer Experten lesen möchten, dann ist dieser Bernecker-Brief genau das Richtige für Sie, probieren Sie es aus (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>). </p>
<p>Die Zinserwartungen im Euroraum ziehen deutlich an. Nach der EZB-Sitzung stieg die am Geldmarkt eingepreiste Verzinsung für Dezember von 2,76 auf 2,83 %. Für Juni 2027 werden inzwischen sogar 3,23 % erwartet. Damit rechnen die Märkte nach einer möglichen Zinserhöhung im September mit drei weiteren Schritten.</p> <p>Rückenwind erhalten diese Erwartungen durch die neuen technischen Annahmen der EZB-Ökonomen. Sie kalkulieren für 2027 mit einem durchschnittlichen Leitzins von 3 %, der anschließend bis 2028 stabil bleiben soll. Im Juni lag diese Annahme noch bei 2,8 %.</p> <p>Auch in der Schweiz wächst der Zinsdruck: Die Wahrscheinlichkeit einer SNB-Erhöhung von 0 auf 0,25 % im März sprang von 66 auf 95 %.</p> <p> </p>
<p>Die Märkte proben heute Morgen erneut die technische Erholung im übergeordneten Korrekturtrend. Brent sprang zeitweise über 108 Dollar, während die Rendite zehnjähriger US-Treasuries auf zeitweise 4,95 % (s. Chart) stieg. Heute schauen alle auf die US-Inflationsdaten. Volatilität ist vorprogrammiert. </p> <p>Oracle liefert ein robustes KI-Signal. Die Aktie steigt nachbörslich deutlich. Das bereinigte EPS erreichte 1,92 Dollar gegenüber 1,74 Dollar Konsens, der Umsatz stieg um 30 % auf 19,3 Mrd. Dollar. Besonders stark: Cloud-Infrastruktur +121 %, der Auftragsbestand kletterte auf 664 Mrd. Dollar. </p> <p>Adobe verlor nachbörslich dagegen rund 2 %, obwohl EPS und Umsatz über den Erwartungen lagen und der Jahresausblick angehoben wurde. Das Problem liegt in den neu erhaltenen wiederkehrenden Umsätzen die über 30 % nachgaben.</p> <p>Nach der gestrigen EZB-Zinserhöhung auf 2,50 % richtet sich heute alles auf die US-Verbraucherpreise um 14:30 Uhr. Erwartet werden 3,4 % Gesamt- und 2,4 % Kerninflation. Nach dem heißen PPI könnte diese Zahl die Fed-Entscheidung am kommenden Mittwoch maßgeblich bestimmen.</p> <p>Wir gehen mit angezogener Handbremse ins Wochenende. </p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
<p><strong>Der Hedgefonds Elliott erwarb ein größeres Paket und fordert DEUTSCHE TELEKOM auf, auf die Fusion mit der US-Tochter zu verzichten und dafür eine höhere Dividende auszuschütten und/oder die Aktienrückkäufe zu erhöhen.</strong> Unsere positive Einschätzung vor drei Wochen ist damit unterlaufen. Was tun?</p> <p style="padding-left: 40px;"><strong>Beugt sich DT. TELEKOM dieser Forderung, ziehen wir uns zurück.</strong> Elliott ist dafür bekannt, nachhaltig zu operieren, aber nie im Sinne der Wertschöpfung in einer solchen Firma, sondern lediglich, um einen angemessenen Kursgewinn in überschaubarer Zeit zu erreichen. Dann sind Kursziele von 31/32 € denkbar, mehr nicht. </p> <p><strong>Die Alternative lautet: Forciert DT. TELEKOM den Aufbau von Rechenzentren in Deutschland, würden wir unsere Einschätzung korrigieren. </strong>Das gilt auch für den evtl. Aufbau einer Chipfabrik. TELEKOM kann dies allein oder mit Partnern, doch auf die Entscheidung und die Größenordnung kommt es an.</p> <p><strong>In der aktuellen Ausgabe der <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a> analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.</strong></p> <p><strong>Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> und über unsere <a href="https://www.bernecker.info/app">Bernecker-App</a>. </strong> </p> <p><strong>Weitere Themen der <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse Nr. 37</a> u. a.:</strong></p> <p style="padding-left: 40px;">- Die Notenbanken stehen vor einer Grundsatzfrage</p> <p style="padding-left: 40px;">- INFINEON ist wieder einen Blick wert</p> <p style="padding-left: 40px;">- Bei NORDEX muss neu gerechnet werden</p> <p style="padding-left: 40px;">- Für DÜRR wird 2027 das Jahr der Wahrheit</p> <p style="padding-left: 40px;">- AMADEUS IT mit KI-Hebel</p> <p style="padding-left: 40px;">- ACCENTURE: Lichtblicke in Sichtweite?</p> <p> </p> <p><strong>Ihre Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> </strong></p>
<p>ERNST RUSS hebt die Prognose für 2026 an. Der Hamburger Schifffahrtskonzern erwartet nun ein EBIT von 55 bis 65 Mio. € statt bislang 45 bis 55 Mio. €. Die Umsatzprognose wurde zugleich von 145 bis 160 Mio. € auf 150 bis 160 Mio. € eingeengt. Hauptgrund für die Ergebnisanhebung ist der Verkauf des 1.710-TEU-Containerschiffs „EF Emma“.</p> <p>Zusätzlich hat Ernst Russ den Erwerb von zwei weiteren Produkt- und Chemikalientankern vereinbart. Beide sollen noch 2026 ausgeliefert und für mindestens drei Jahre an Cargill verchartert werden. Dadurch steigt der Charter-Auftragsbestand um rund 38,3 Mio. $. Ende Juni lag er bereits bei 688,6 Mio. $. Im ersten Halbjahr erzielte Ernst Russ 78,6 Mio. € Umsatz und 24,6 Mio. € EBIT. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank das EBIT damit um 55,8 % von 55,6 Mio. €. Der Rückgang erklärt sich jedoch durch Sondereffekte von 32,3 Mio. € aus dem Verkauf zweier Containerschiffe im ersten Halbjahr 2025. Bereinigt um Schiffsverkäufe verbesserte sich die EBITDA-Marge leicht auf 50,4 %.</p> <p>Fazit: Die Prognoseanhebung beruht wesentlich auf einem Veräußerungsgewinn. Positiver für die Investmentthese sind die zusätzlichen Tanker mit langfristigen Cargill-Chartern. Sie erhöhen die Ertragsvisibilität und verbreitern die operative Basis. Die Aktie bleibt weiter interessant.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion Bernecker</p>
<p>HSBC hat die Aktie von Eli Lilly auf „Verkaufen“ eingestuft. Zugleich haben die Analysten der britischen Großbank das Kursziel für den US-Pharmatitel aber von 850 und 940 $ angehoben. HSBC ist länger vorsichtig bei Eli Lilly, da die Erwartungen an den boomenden Markt für Medikamente gegen Fettleibigkeit nach Ansicht der Analysten zu hoch sind. Die Eli-Lilly-Aktie steuert unterdessen auf einen Test der Unterstützungen bei 1.109 und 1.079 $ zu.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
<p>Aus einem Sanierungsfall wurde ein Vorzeigebank mit strikter Renditeorientierung. In Finanzkreisen wird bereits gemunkelt, dass am anstehenden Kapitalmarkttag das Ziel bei der Eigenkapitalrendite erhöht wird. Die Rede ist von der Société Générale.</p> <p>Erste Analysten schrauben bereits die Erwartungen hoch. Der Konsens liegt für 2029 bei 12,4 %, hinter vorgehaltener Hand werden bereits Werte über 14 % herumgereicht – erreichbar über moderates Wachstum von 3,5 % und weitere Kostensenkungen. Die Cost-Income-Ratio soll dadurch von 64 % 2025 auf 53 % 2029 fallen.</p> <p>Die Aktie verbuchte zuletzt einen Rücksetzer um knapp 15 %, der mit dem möglichen Impuls am 21. September eine Gelegenheit ist. Ein KGV von 0,8 (2026e) und ein KGV von 8 per 2027 lassen weiteren Spielraum, zumal bis 2029 Dividenden und Rückkäufe über rd. 20 Mrd. € oder ca. 36 % des Börsenwertes an die Aktionäre zurückfließen sollten. Mit Stop bei 68 € vor dem Kapitalmarkttag am 21. September kaufenswert.</p>
<p>Die Übernahme der All For One Group ist praktisch entschieden: Vinci kontrolliert bereits vor Ablauf der Annahmefrist 83,56 % der Stimmrechte und hat die Mindestschwelle von 75 % plus einer Aktie sicher übersprungen. Nächster Schritt dürfte das Delisting aus dem Prime Standard sein; anschließend bliebe voraussichtlich nur der wenig liquide Hamburger Freiverkehr. Auf einen höheren Preis sollten Anleger nicht spekulieren: Vinci schließt ein Delisting-Angebot oberhalb von 67,50 € ausdrücklich aus. Erreichen die Franzosen je nach Verfahren 90 oder 95 %, rückt der Squeeze-out näher. Fazit: Das Börsenkapitel von All for One endet.</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info" target="_blank" rel="noopener">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
10-Sept. 12:11
Bernecker Daily morgen vorab: Niederländischer Chemiespezialist als Übernahme- und Comeback-Kandidat
<p>Das Comeback wird konkreter - auch technisch mit neuem Jahreshoch heute, aber noch weit unter Spitzenkursen aus 2021. Der Chart spricht Bände. Nach Jahren der Enttäuschungen beginnt sich beim niederländischen Spezialisten für fermentierte Lebensmittelzutaten und Algen-Omega-3 das Bild zu drehen. Die hohen Investitionen der vergangenen Jahre laufen aus, Verschuldung und Kapitalbedarf sinken und gleichzeitig zieht das operative Geschäft wieder an. Omega-3 aus Algen wird durch die stark gestiegenen Preise für Fischöl deutlich wettbewerbsfähiger. Hinzu kommt neue Übernahmefantasie:</p> <p>Berenberg bezeichnet CORBION angesichts der Konsolidierung im Ingredients-Sektor ausdrücklich als möglichen Übernahmekandidaten. Der Verkauf von IFF-Aktivitäten an CVC und die geplante Übernahme von TATE & LYLE durch INGREDION zeigen, dass strategische Käufer für hochwertige Ingredients-Geschäfte hohe Preise zahlen. Verkauft CORBION zusätzlich seinen 50-%-Anteil am PLA-Joint-Venture mit TOTALENERGIES, wird das Portfolio noch fokussierter und für einen Käufer leichter zu greifen. Die Aktionärsstruktur steht dem nicht entgegen. Es gibt keinen kontrollierenden Großaktionär und seit 2025 auch keine sog. Financing Preference Shares mehr. Es gilt KGV 13 für 2027. Zielrichtung 28 €. (VS)</p> <p> </p>
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Volker Schulz
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