<p>Das Wallstreet Journal schlidert heute klassische Spätphasen-Merkmale für den KI-Sektor: Börsengewinne prägen inzwischen den Alltag in Taiwan (TSMC), Südkorea (SK Hynix, Samsung) und Japan (Kioxia - s. Aktionärsbrief 20.05.2026 mit 110 % in 4 Wochen). Bisher börsenferne Gruppen wie Taxifahrer steigen ein, Erfolgsgeschichten werden sozial ansteckend, Minderjährige bekommen massenhaft Wertpapierkonten, und Gewinne werden bereits in Konsum, Luxus oder Immobilien gesteckt.</p> <p>Das WSJ <a href="https://www.wsj.com/world/asia/stock-market-ai-chips-taiwan-korea-01b7d385?utm">https://www.wsj.com/world/asia/stock-market-ai-chips-taiwan-korea-01b7d385?utm</a> beschreibt den Boom in Südkorea, Taiwan und Japan als stark KI- und Halbleiter-getrieben, mit besonders hoher Beteiligung von Privatanlegern. In Südkorea wurden im ersten Quartal 2026 rund 180.000 Konten für Minderjährige eröffnet.</p> <p>Natürlich gibt es einen echten Ertragskern (Nachhaltigkeit?) hinter der Rally, was das Ganze von der Dot.com-Blase maßgeblich unterscheidet. Aber:</p> <p>Die gesellschaftliche Verbreiterung der Spekulation ist ein psychologisches Warnsignal. Wenn Aktiengewinne in Klassenzimmern, im Freundeskreis und beim Wohnungskauf zum dominierenden Gesprächsthema werden, ist viel eingepreist. Für uns gilt es nicht überstürzt die Reißleine zu ziehen, aber wachsam zu bleiben.</p> <p>Schönes Wochenende</p> <p> </p>
<p>Die Analysten von Jefferies blicken mit hoher Spannung auf den 25. Juni, wenn Take-Two Interactive die Vorbestellungen für Grand Theft Auto VI freischaltet. Neben einer neuen Marketingoffensive und einem weiteren Trailer erwarten die Experten vor allem wichtige Details zur Preisstrategie und Monetarisierung des wohl wichtigsten Spiele-Launches der vergangenen Dekade. Für die Aktie könnten insbesondere die Informationen zu den Premium-Versionen und dem Online-Geschäftsmodell von großer Bedeutung sein.</p> <p>Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Verkaufspreis. Während in der Branche aktuell 70 US-Dollar als Standard für AAA-Titel gelten, hält Jefferies einen Preis von 80 US-Dollar für die Basisversion von GTA VI für wahrscheinlich. Aufgrund der enormen Strahlkraft der Marke könnte Take-Two sogar höhere Preise durchsetzen, wobei ein moderater Einstiegspreis gleichzeitig die Attraktivität der margenstarken Premium-Editionen erhöhen würde.</p> <p>Noch wichtiger als der Basispreis sind nach Ansicht der Analysten die Inhalte der höherpreisigen Versionen. Diese dürften erste Hinweise darauf liefern, wie Take-Two das künftige Online-Ökosystem monetarisieren will. Denkbar sind beispielsweise kostenlose Monate für das Abonnement GTA+, virtuelle Währungen für den Online-Modus oder exklusive Inhalte und Season-Pässe. Anleger erhalten damit erstmals konkrete Einblicke in die Ertragsquellen von GTA VI Online, das langfristig zum zentralen Gewinnmotor des Konzerns werden dürfte.</p> <p>Weniger wahrscheinlich sind dagegen detaillierte Informationen zum Starttermin oder zum vollständigen Umfang des Online-Modus. Jefferies geht davon aus, dass Take-Two zunächst den Fokus auf die Einzelspieler-Kampagne legt und GTA VI Online erst einige Wochen nach dem Release startet. Als wahrscheinlichster Zeitpunkt gilt derzeit Dezember 2026. Dadurch könnten Spieler zunächst die Hauptgeschichte erleben, bevor sie in das langfristig ausgelegte Online-Ökosystem überführt werden.</p> <p>Auch zum PC-Release erwarten die Analysten keine Neuigkeiten. Der für den 19. November geplante Marktstart erfolgt zunächst ausschließlich für PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Eine PC-Version dürfte frühestens im Geschäftsjahr 2028 erscheinen.</p> <p>Für Investoren markiert der Vorbestellungsstart damit einen wichtigen Meilenstein. Während neue Trailer vor allem die Vorfreude der Spieler anheizen dürften, liefern Preisgestaltung und Premium-Inhalte erstmals belastbare Hinweise auf das Umsatz- und Gewinnpotenzial des größten Entertainment-Produkts der kommenden Jahre.</p> <p>Jefferies-Analyst James Heaney bestätigt für Take-Two Interactive Software seine Kaufempfehlung (Buy) und nennt ein Kursziel von 300 US-Dollar.</p> <p>Das entspricht – ausgehend von Kursen um 240 US-Dollar nach der Ankündigung der GTA-VI-Vorbestellungen – einem Aufwärtspotenzial von rund 25 %. Die Investmentthese basiert dabei weniger auf den Vorbestellungen selbst als auf den erwarteten Erkenntnissen zur langfristigen Monetarisierung von GTA VI Online. Jefferies sieht insbesondere die Preisgestaltung der Premium-Versionen, mögliche GTA+-Abonnements, virtuelle Währungen und weitere In-Game-Kaufoptionen als entscheidende Treiber für die Gewinnentwicklung in den Jahren nach dem Release.</p>
<p><strong>Die Aktie der großen Unternehmensberatung ACCENTURE gab gestern 18 % nach und beschleunigte damit den negativen KI-Kurs.</strong> Auslöser waren Berichte (Financial Times) über rückläufige Auftragsvolumina. CEO Julie Sweet hingegen betonte, dass die Kunden ihre Budgets für Beratung lediglich nicht erhöhen. </p> <p><strong>Bemühungen um eine Erweiterung des Geschäftsmodells, etwa in Sachen Cybersicherheit, sind aus Analystensicht noch nicht überzeugend.</strong> Ähnlich wie Software, benötigt auch die Beraterbranche einen neuen Ansatz. Solange das neue „Narrativ“ nicht gefunden ist, bleiben auch die üblichen charttechnischen Argumente (Rebound nach Halbierung etc.) weitgehend wirkungslos. Daher ist ACCENTURE momentan noch kein Kandidat für einen Turnaround.</p> <p>Helmut Gellermann</p>
<p>Finanzwerte führen den Markt an. Auffällig viele Banken und Versicherer markieren neue Jahreshochs. Der Sektor profitiert von der Erwartung, dass die Notenbanken angesichts hartnäckiger Inflationsrisiken länger an einem erhöhten Zinsniveau festhalten.</p> <p>Banken profitieren doppelt: Höhere Zinsen stützen die Zinsmargen und damit die Ertragskraft. Entsprechend finden sich mit Santander, BNP Paribas, Commerzbank und BCP heute mehrere europäische Banken auf der Liste der neuen Hochs. Unsere Banken-Empfehlungen halten wir sämtlichst aufrecht.</p> <p>Für Versicherungen verbessern steigende Kapitalmarktrenditen die Wiederanlage ihrer Prämieneinnahmen. </p> <p>Neben Finanzwerten erreichen auch Qualitätswerte wie Allianz, Givaudan, Richemont oder Schneider Electric heute neue Hochs. Auch Symrise sieht gut aus. Das spricht für eine konstruktive Marktverfassung.</p> <p>Ihr Volker Schulz</p>
<p>SpaceX hat beim Börsengang zwar einen historischen Kapitalzufluss erzielt, doch die neue Anleihe wirft unbequeme Fragen auf. Inklusive vollständig ausgeübtem Greenshoe nahm der Konzern brutto rund 85,7 Mrd. $ ein. Das ist eine Dimension, die normalerweise jahrelang finanziellen Spielraum schaffen sollte. Nur wenige Tage nach dem IPO-Abschluss bereitet SpaceX laut Bloomberg aber offenbar eine Anleihe über mehr als 20 Mrd. $ vor. Dabei geht es den Berichten zufolge nicht um akute Liquiditätsnot, sondern vor allem um Refinanzierung. Der Bond soll eine 20-Mrd.-$-Brückenfinanzierung ersetzen, die bis September 2027 läuft und einen großen Teil der langfristigen Schulden ausmacht.</p> <p>Trotzdem bleibt der Vorgang erklärungsbedürftig. Wer kurz nach dem größten IPO der Börsengeschichte erneut den Kapitalmarkt anzapft, signalisiert enorme Kapitalbedürfnisse. SpaceX finanziert nicht nur Raketen, Starlink und Satelliten. Der Konzern muss auch alte Schulden ordnen und seine Bilanz für den öffentlichen Markt aufstellen. Eine langfristige Anleihe kann günstiger und planbarer sein als ein kurzfristiger Bankkredit. Sie zeigt aber auch, dass das IPO nicht automatisch eine schuldenfreie Wachstumsgeschichte geschaffen hat.</p> <p>Für Anleger ist das ein weiteres Warnsignal. Die Börse feiert SpaceX als Plattform aus Raumfahrt, Kommunikation und KI. Die Finanzierungsstruktur zeigt jedoch einen Konzern mit gewaltigem Investitionshunger und erheblicher Verschuldung. Zusätzlich belastend ist die außerordentlich hohe Bewertung (KUV: 130), der niedrige öffentlich handelbare Free-Float von unter 5 % sowie die Stimmrechtsmacht von Elon Musk mit 84,3 %.</p> <p>Sie möchten gerne jeden Tag solche Meldungen erhalten? Dann empfehle ich die kostenlose Bernecker App. Hier gehts zum Download: <a href="https://www.bernecker.info/app">https://www.bernecker.info/app</a></p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p>Wir führen momentan 35 Positionen in unserer Empfehlungsliste und der durchschnittliche Buchgewinn liegt bei 83%. In dieser Woche haben wir einen Newsbeitrag gebracht, einen Nachkauf vorgenommen, zwei Stops und ein Ziel angepasst, eine Einstufung geändert, einen Marktkommentar veröffentlicht und ein Kauflimit platziert. Lesen Sie die Details in unserem heutigen Stop & Go.</p> <p><a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/stop-go-boersenkompass-portfolio-ein-kauflimit-ein-nachkauf-ein-marktkommentar-und-zwei-stops_H1426051299_6799581/">https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/stop-go-boersenkompass-portfolio-ein-kauflimit-ein-nachkauf-ein-marktkommentar-und-zwei-stops_H1426051299_6799581/</a></p> <p> </p>
<p>Grund dafür ist eine Kaufempfehlung von MWB Research. Die Analystem gaben ein Kursziel von 20 Euro aus und begründeten dies damit, dass sich LANXESS durch die jüngste Anleihe-Platzierung zunächst erfolgreich refinanziert und damit den guten Zugang zum Kapitalmarkt bewiesen hätte. Die Kosten seien allerdings etwas höher, sodass der weitere Schuldenabbau von der Ergebnisentwicklung abhänge. Die jüngste Entspannung bei Öl- und Gaspreisen sei hilfreich, in der Lieferkette lasse aber gleichzeitig der Auftrieb durch die Verwerfungen des Krieges nach. Insgesamt sieht man die Lage aber optimistisch und geht dabei davon aus, dass im ersten Quartal der Tiefpunkt erreicht wurde. Das Verhältnis zwischen Chancen und Risiken für das zweite Halbjahr und auch 2027 sei günstig. Denn selbst eine moderate Erholung der Endmärkte bedeute auf niedrigem Auslastungsniveau enorme Fortschritte. Die LANXESS-Aktie ist heute mehr als grün - sie notiert derzeit über 8 % im Plus.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p><strong>Es gab kaum Richtungswechsel auf der gestrigen HV, was die beiden Top-Personalien unterstreichen.</strong> Nach knapp einem Jahr verzichtete Susanne Wiegand (54), die RENK geleitet und an die Börse gebracht hatte, unerwartet auf die Wiederwahl für den AR. </p> <p><strong>Diesen Verzicht beklagte die Fondsgesellschaft DEKA direkt in der Versammlung als „sehr negatives Signal“.</strong> Denn die „einzige unabhängige“ Aufsichtsrätin verlasse das Gremium.</p> <p><strong>Der 75-jährige AR-Chef Hans Dieter Pötsch hält für weitere fünf Jahre die Stellung (seit 2015).</strong> Im Hinblick auf die künftige Strategie gab CEO Oliver Blume das Signal:</p> <p><strong>Der Vorstandschef will einen im Gremium entwickelten Plan zum Konzernumbau (kein Projekt, sondern eine „Daueraufgabe“, so Blume) noch vor der Sommerpause dem AR vorstellen. </strong>Die vermutlichen Dimensionen des Plans: Beschleunigung des Umbaus, Abbau von Kapazitäten und damit verbunden weitere (massive) Stellenstreichungen. </p> <p><strong>Nach der BMW-Gewinnwarnung vom Mittwoch sind die gestrigen Tagesänderungen der Autoaktien selbsterklärend:</strong> BMW – 4,0 %, MERCEDES-BENZ – 4,6 %, SCHAEFFLER – 3,7 %. In dieser Kohorte war VW mit – 2,8 % der relative Tagessieger. Dennoch für uns zurzeit kein Einstieg.</p> <p><strong>Heute ex-Dividende:</strong> Die VW-Vorzüge starteten mit - 7,1 %.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker daily.</p>
<p>Nachdem mein persönliches Kursziel von 2 Mio. Won bei SK Hynix erreicht wurde und der Titel inzwischen ein zu bedeutendes Gewicht im Portfolio (Klumpenrisiko) einnimmt werden um 9:30 Uhr exakt 60 von 140 SK Hynix-Aktien im Spekulativen Portfolio verkauft. Über 300 % Kursplus wird somit in Teilen realisiert. </p> <p>Ihr Volker Schulz</p>
<p>Die Märkte legen zum Wochenschluss eine Atempause ein. In den USA ist Feiertag. </p> <p>Die Iran-Entspannung hat den befürchteten Angebotsschock am Ölmarkt entschärft, gleichzeitig signalisieren die großen Notenbanken von Australien (kündigt heute neue Zinserhöhungen an) bis zur Fed, dass sie den Inflationskampf noch nicht für gewonnen halten. Die Folge: Der Dollar legt weiter zu. </p> <p>Gold gerät damit weiter unter Druck (unter der 200-Tage-Linie). Der Markt baut nicht mehr Krisenprämien auf, sondern bewertet aktuell höhere Realzinsen und einen festeren Dollar. Das belastet Edelmetalle deutlich stärker als die zuletzt entspanntere Lage im Nahen Osten. Ein Test der 4.000 USD-Marke bahnt sich an. </p> <p>Unter Druck steht auch der Software-Sektor. Accenture sorgte gestern für eine neue Abwärtswelle im Sektor. In Deutschland betrifft das SAP - jedoch ohne logisch operativen Zusammenhang. Der KI-Hebel liegt bei SAP in der Cloud-Migration, in besseren Automatisierungsfunktionen und in der stärkeren Bindung der Kunden an die SAP-Suite. Die Schwäche bei Accenture ist deshalb nur begrenzt auf SAP übertragbar. Accenture leidet unter Projekt- und Beratungsbudgets. Technisch liegt der nächste Auffangboden bei SAP um 130 €. Günstiger gab es den Titel selten. </p> <p>Bei den Einzelwerten rückt ASML in den Mittelpunkt. Bloomberg berichtet über neue US-Bedenken, wonach hochmoderne EUV-Technologie nach China gelangt sein könnte. ASML weist dies entschieden zurück. Das kostet rd. 2 % in der Frühbörse.</p> <p>Ihr Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
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Volker Schulz
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