<p><strong>Im dritten Quartal stieg der Umsatz zwar um 9 % auf 2,05 Mrd. €, das operative EBIT um 19 % auf 299 Mio. € und auch der Freie Cashflow legte um knapp 50 % auf 238 Mio. € zu.</strong> Aber: Der Auftragseingang im Rail-Geschäft sank um 11 % auf 1,05 Mrd. €. Dennoch peilt man 2026 im Rail-Geschäft rund 1,2 Mrd. € neue Aufträge an. Das Geschäft mit der Bahntechnik schwankt stark von Quartal zu Quartal. Wenn es quartalsweise zu Verschiebungen kommt und der Kurs wie aktuell auf den Aufwärtstrend zurücksetzt, muss man genauer hinschauen. Der Auftragsbestand liegt bei 7,9 Mrd. € und bietet eine solide Basis für 2027. Im kommenden Jahr ist ein EBITDA von 1,78 Mrd. € bzw. ein EBIT von 1,33 Mrd. € realistisch. Damit wäre die Aktie mit dem etwa 12,4-Fachen des für 2027 erwarteten EBIT und damit mit einem Discount von fast 30 % zum Wettbewerb bewertet. Der Rücksetzer ist eine Gelegenheit.</p> <p><strong>Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a>.</strong> In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.</p> <p><strong>Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> und über unsere <a href="https://www.bernecker.info/app">Bernecker-App</a>. </strong> </p> <p><strong>Weitere Themen der <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse Nr. 45</a> u. a.:</strong></p> <p style="padding-left: 40px;">- Alle Wahlentscheidungen von Bedeutung sind absolviert</p> <p style="padding-left: 40px;">- Das ifo-Geschäftsklima hat einen kritischen Punkt erreicht</p> <p style="padding-left: 40px;">- FRESENIUS eröffnet eine neue Produktionsschiene</p> <p style="padding-left: 40px;">- STRATEC wirft Ballast ab</p> <p style="padding-left: 40px;">- MARVELL mit Megadeal</p> <p><strong>Ihre Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info </a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der erste Börsentag nach den amerikanischen Zwischenwahlen brachte eine bemerkenswerte Überraschung: Statt der zunächst befürchteten Kursverluste erlebte die Wall Street eine regelrechte Erleichterungsrally. Der DOW JONES schoss um 3,0 % beziehungsweise knapp 1.570 Punkte nach oben. Der S&P 500 gewann 1,6 %, während der technologielastige NASDAQ Composite um 1,4 % zulegte. Auch der DAX zeigte sich von seiner besten Seite: Mit einem Plus von 2,2 % auf 26.438 Punkte näherte er sich wieder seinem bisherigen Rekordstand.</p> <p style="text-align: justify;">Der deutliche Wahlsieg der Demokraten, die künftig beide Kammern des US-Kongresses kontrollieren, wurde von den Investoren erstaunlich positiv aufgenommen. Schließlich dürfte Präsident Trump in den verbleibenden zwei Jahren seiner Amtszeit erheblich weniger politischen Handlungsspielraum besitzen. Die Börsianer setzen offenbar darauf, dass eine stärkere parlamentarische Kontrolle unberechenbare politische Entscheidungen erschwert. Hinzu kam die Erleichterung darüber, dass Trump das Wahlergebnis akzeptierte. Die anfängliche Nervosität wich schnell einer ausgeprägten Kaufbereitschaft.</p> <p style="text-align: justify;">Ein entscheidender Kurstreiber war allerdings auch der massive Einbruch der Ölpreise. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um rund 9 % auf knapp 95 $ je Barrel. Hintergrund ist die Hoffnung, dass der Wahlausgang die amerikanische Regierung zu einer diplomatischen Lösung des Irankrieges bewegen könnte. Sinkende Energiepreise würden den Inflationsdruck verringern, Unternehmen und Verbraucher entlasten und möglicherweise auch den Notenbanken zusätzlichen Handlungsspielraum eröffnen. Passend dazu gaben die Renditen amerikanischer Staatsanleihen nach.</p> <p style="text-align: justify;">Bemerkenswert war zudem die ausgeprägte Differenzierung innerhalb des Technologiesektors. Schwergewichte wie AMAZON, MICROSOFT und ALPHABET legten kräftig zu, was aber noch längst kein Signal für eine nachhaltige Erholung war. Denn zahlreiche Betreiber von KI-Rechenzentren gerieten erheblich unter Druck. Auch der amerikanische Halbleiterindex verlor rund 3 %. Die Sorge: Eine stärkere Regulierung und mögliche Beschränkungen beim Ausbau neuer Rechenzentren könnten die milliardenschweren KI-Investitionen bremsen. Unternehmen mit bestehenden Kapazitäten könnten davon profitieren, während hoch verschuldete Infrastrukturbetreiber zunehmend unter Druck geraten.</p> <p style="text-align: justify;">Ist die jüngste Rally bereits der Auftakt einer nachhaltigen Jahresendrally? Wir bleiben vorerst skeptisch. Ein kräftiger Kurssprung nach einem politischen Ereignis ist noch kein belastbares Kaufsignal. Die Unsicherheiten rund um den Irankrieg, die zukünftige US-Wirtschaftspolitik und die Rentabilität der gigantischen KI-Investitionen bleiben bestehen. Wir setzen deshalb weiterhin auf eine selektive Aktienauswahl, solide Geschäftsmodelle und vernünftige Bewertungen. Dabei behalten wir insbesondere die Pharmaindustrie im Blick. Im Gegensatz zu vielen Unternehmen, deren Börsenbewertungen bereits erhebliche zukünftige Gewinne vorwegnehmen, verfügen zahlreiche Pharmakonzerne über etablierte Geschäftsmodelle, hohe Cashflows und vergleichsweise gut kalkulierbare Erträge.</p> <p style="text-align: justify;">Wir sind in diesem Sektor bereits breit engagiert, sehen aber weiterhin attraktive Ergänzungsmöglichkeiten. Denn die langfristigen Wachstumstreiber sind unverändert intakt. Wir für Sie wieder Kandidaten aus dem Pharma-Sektor herausgesucht und in der Termin-Börse daily vorgestellt. Wenn Sie nach täglichen Updates und Empfehlungen suchen, dann ist die Termin-Börse daily genau das richtige für Sie, aber Achtung: das Risiko spekuliert immer mit. <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">HIER</a> können sie uns im Abo oder Einzelabruf testen. </p>
05-Nov. 08:59
Werbung - Rabatt-Aktion beim Bernecker-Börsenbrief "Der Aktionärsbrief" (Einzelausgabe)
<p>Werbung - Der Ausverkauf bei den KI-Aktien erscheint weit fortgeschritten. Wie stehen - auch nach den Ergebnissen der Midterm-Wahlen - die Chancen für ein freundliches Jahresende in den USA? Inmitten des Zahlenreigens in der Berichtssaison darf man auch die Zahlen von Amazon, Alphabet und Microsoft auseinandernehmen. Worauf sollte man achten? Und natürlich gibt es viele weitere Themen, die man im aktuellen Marktumfeld betrachten kann.</p> <p>Die neue Ausgabe des Bernecker-Briefs "Der Aktionärsbrief" ist wieder reich gefüllt mit Beobachtungen, Einordnungen bzw. Investmentideen. Seien Sie gespannt Schlaglichter wie diese (und weitere mehr):</p> <p>++ Midterms gelaufen – eine erste Einschätzung<br />++ Realzinsen steigen kräftig – was bedeutet das?<br />++ AIXTRON – das sind die Kaufmarken<br />++ Weltmarktführer von Feuerwehrtechnik profitiert von Klimaerwärmung<br />++ Französische Bank zum Schnäppchenpreis<br />++ MARVELL will LUMENTUM – wer ist der Nächste?<br />++ Einblick in das spekulative Musterdepot sowie das Allround-Portfolio</p> <p>Chance für Sie: Die aktuelle Ausgabe (45/2026) erhalten Sie im Börsenkiosk mit 50 % Preisvorteil: Preis gerade mal 4,99 € statt 9,99 € (Einzelausgabe ohne Abobindung). Jetzt erwerben und schon wenige Klicks später redaktionelle Börsenideen einsammeln. Zur Aktionsseite beim Börsenkiosk geht es <a href="https://boersenkiosk.de/PromoLink/2047" target="_blank" rel="noopener">HIER</a>.</p> <p> </p>
05-Nov. 07:00
Guten Morgen aus der Redaktion: KI-Panik nach Midterms - Amazon, Microsoft fest und überzeugende Zahlen im DAX
<p><strong>Die Wall Street sortierte sich gestern nach den US-Wahlen mit blauer Welle neu.</strong> Der Dow gewann gestern 3 %, der S&P 500 legte 1,6 % und der Nasdaq Composite 1,4 % zu. Konsumwerte, Banken und Gesundheit waren gesucht. Öl- und Gaswerte gehen mit dem sinkenden Ölpreis schwach. Ein neuerlicher Angriff auf den Iran zeichnet sich nach ersten Regierungsaussagen nicht ab. Auch Rüstungs- und KI-Aktien standen unter Druck.</p> <p><strong>Innerhalb der Technologie gingen die Kurse weit auseinander.</strong> Microsoft gewann 6,7 %, Amazon z.B. 6,1 %. Wie wir die Hyperscaler nach den Zahlen einschätzen, arbeiten wir im aktuellen Aktionärsbrief unter der Lupe umfangreich auf.</p> <p>Den Aktionärsbrief gibt es in einer Sonderaktion um 50 % reduziert als Einzelabruf im Börsenkiosk. Hier geht es zum Aktionärsbrief: <a href="https://boersenkiosk.de/PromoLink/2047">https://boersenkiosk.de/PromoLink/2047</a></p> <p><strong> Dagegen verloren Vertiv knapp 13 % und Rechenzentrumsentwickler Hut 8 gut 23 %.</strong> Fast alle KI-Halbleiter- und KI- Infrastrukturwerte wurden weiter in den Keller gerammt und nähern sich einer stark überverkauften Zone. Hintergrund:</p> <p>Nach demokratischen Wahlsiegen in wichtigen Rechenzentrumsstaaten werden strengere Genehmigungen und Bauverzögerungen erwartet. Goldman Sachs sieht rund 45 % der geplanten US-Kapazität möglichen Einschränkungen ausgesetzt. Das sind noch keine Projektstreichungen - aber:</p> <p>Schon spätere Lieferabrufe könnten die Umsatz- und Gewinnschätzungen der Ausrüster Richtung belasten. Bei den großen Cloudkonzernen setzt der Markt dagegen auf geringere Investitionsausgaben und höhere freie Mittelzuflüsse. Von der Rotation raus aus KI profitiert der DAX, gestern mit knapp neuem Allzeithoch.</p> <p><strong>Im DAX überzeugten Continental und Heidelberg Materials.</strong> Continental erreichte eine bereinigte operative Marge von 14,9 % und erhöhte die Jahresprognose. Die Aktie gewann im Tagesverlauf rund 6,7 %. Heidelberg Materials (s. Chart) meldete 6,41 Mrd. € Umsatz statt erwarteter 6,19 Mrd. €. Das operative Ergebnis übertraf mit 1,28 Mrd. € ebenfalls den Konsens. Die Aktie stieg rund 9,5 %.</p> <p><strong>Nach US-Börsenschluss setzte Coherent dennoch ein positives Signal für die KI-Infrastruktur: </strong>Umsatz und Gewinn schlugen die Erwartungen - auch beim Ausblick. Die Aktie holte die Tagesverluste gestern nachbörslich komplett auf. AppLovin sprang nach starken Zahlen und einem überzeugenden Ausblick zeitweise knapp 23 %.</p> <p><strong>Heute berichten unter anderem Deutz, Rheinmetall, Commerzbank und Deutsche Telekom.</strong> Im KI-Bereich stehen Core Scientific sowie am Abend IREN als Test für die Neoclouds und Applied Optoelectronics im Blick. </p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p> <p> </p>
<p>Proteinreiche Produkte, Darmgesundheit und medizinische Ernährung treiben das Geschäft. Umsatz in Q3 organisch + 4,0 % auf 7,23 Mrd. €, etwas stärker als die erwarteten 3,7 %. Die Sparte Spezialernährung wuchs um 4,7 %. Ihr Vorteil: Im ersten HJ erreichte sie eine operative Marge von 22,1 %, verglichen mit 13,3 % im Konzern. Ein höherer Anteil dieses Geschäfts stärkt damit die Profitabilität. Allerdings steuerten Mengen und Produktmix nur 0,4 Prozentpunkte zum Q3-Wachstum bei. Die übrigen 3,6 Punkte stammten aus Preiserhöhungen. Preissetzungsmacht ist jedoch vorhanden, wie die Historie belegt. Die Jahresprognose von 3 bis 5 % organischem Umsatzplus und überproportional steigendem operativen Gewinn wurde bestätigt. Ein 2027er-KGV von 15,7 ist für einen defensiven Wachstumswert angemessen. Trendinvestment mit der Chance auf 6 % Kursgewinn p. a. zzgl. 3,5 % Dividende. </p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="https://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 45.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p>Silber durchgerutscht, Gold kämpft</p> <p>AIXTRON: Bloomberg-Konsens sieht Potenzial</p> <p>US-Restaurantbetreiber: Rücksetzer kaufen?</p> <p>Das Zahlentheater von AMAZON, ALPHABET und MICROSOFT unter der Lupe</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter<a href="https://www.bernecker.info/"> www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
<p>Die UBS hat ihr Kursziel für die Airbus-Aktie von 240 auf 230 € reduziert, aber die Einstufung auf „Buy“ bestätigt. Der Flugzeugbauer dürfte 2026 besser abschneiden als erwartet. Der Blick am Markt richte sich aber bereits auf das kommende Jahr, in dem Airbus leicht hinter den Erwartungen zurückbleiben könnte, hieß es in der heute veröffentlichten Studie der Schweizer Großbank.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
<p><strong>Der kanadische eCommerce-Dienstleister erhielt gestern trotz einer Umsatzsteigerung um 31,6 % auf 3,74 Mrd. US$ sowie einer Free Cashflow-Marge von 22 % eine negative Börsenquittung. </strong></p> <p><strong>„GMV“. </strong>Der genannte Konzernumsatz entspricht 3 % Anteil an den von SHOPIFY-Systemen unterstützten Handelserlösen (119,1 Mrd. $), auch „Gross Merchandising Volume“ (GMV). Dieses hatten Analysten mit 120,0 Mrd. $ angesetzt – Teilziel verfehlt. </p> <p><strong>Ein Teil vom Umsatz entsteht mit höherem Bindungsfaktor.</strong> Händler zeichnen Abonnements auf SHOPIFY-Dienstleistungen. Der Subscription Revenue wurde im Quartal mit 836 Mio. $ beziffert, im Konsens war aber 848 Mio. $ vorgesehen – Teilziel verfehlt. </p> <p><strong>Ergebnis und Ausblick.</strong> Operativ verdiente der Konzern 568 Mio. $ (+ 66 %) und auch beim Free Cashflow wuchs SHOPIFY mit + 61 % auf 816 Mio. $ enorm. Für das laufende Quartal setzen die Kanadier ein Wachstum etwas oberhalb von 30 % an – dennoch: </p> <p><strong>Nach minus 8,7 % im regulären Handel ging es nachbörslich (minus 0,9 %) weiter nach unten.</strong> Als die SHOPIFY-Aktie am 12. Oktober das Jahreshoch 180,88 $ markierte, blieb sie knapp unter dem Ende Oktober 2025 entstandenen Allzeithoch 182,19 $. Das bedeutet in der Charttechnik eine Widerstandszone, ein Doppeltop ist sichtbar geworden.</p> <p><strong>Komplettes Zurücktauchen an das Jahrestief 94,00 $ wäre zwar eine Überraschung.</strong> Dennoch hat man es mit einem Kauf der Aktie jetzt (21 % unter dem Jahreshoch) nicht unbedingt eilig.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/boersenbriefe">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf.</p>
<p style="text-align: justify;">Der deutliche Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen kam keineswegs völlig überraschend. Dass die Demokraten nach den bisherigen Hochrechnungen sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat zurückerobern, ist dennoch ein politischer Paukenschlag.</p> <p style="text-align: justify;">Die internationalen Aktienmärkte reagieren zunächst mit deutlichen Kursverlusten. Doch politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine. Entscheidend sind nicht die kurzfristigen Reaktionen, sondern die längerfristigen wirtschaftlichen Konsequenzen. Welche Branchen könnten vom neuen politischen Kräfteverhältnis profitieren, welche müssen mit Gegenwind rechnen?</p> <p style="text-align: justify;">Auf der Gewinnerseite sehen wir vor allem das Gesundheitswesen, erneuerbare Energien und Teile der traditionellen Wirtschaft. Die Demokraten dürften versuchen, die staatliche Gesundheitsversorgung zu stärken wovon beispielsweise Krankenhausbetreiber wie HCA HEALTHCARE und TENET HEALTHCARE profitieren könnten. Auch die Perspektiven für Solar- und Windenergie könnten sich verbessern.</p> <p style="text-align: justify;">Auf der Verliererseite stehen zunächst die großen KI-Konzerne und ihre Zulieferer. Strengere Umweltauflagen, Widerstand gegen neue Rechenzentren und höhere regulatorische Anforderungen könnten den milliardenschweren Ausbau der KI-Infrastruktur bremsen.</p> <p style="text-align: justify;">In der Termin-Börse daily haben wir ein ausführliches Fazit und weitere Gewinner und Verlierer für Sie. Wenn Sie Interesse haben, können Sie uns im Einzelabruf testen (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p>Trump verliert beide Kammern des Kongresses und wird damit zur lame Duck. Die von vielen Marktbeobachtern gefürchtete „blaue Welle“ ist damit Realität. Doch was auf den ersten Blick nach einem Belastungsfaktor für die Börsen aussieht, muss keiner sein. Sitzverluste der Präsidentenpartei sind bei Zwischenwahlen eher die Regel als die Ausnahme. Seit 1950 stand der S&P 500 zwölf Monate nach jeder Zwischenwahl höher, im Durchschnitt um rund 15 %. Die Geschichte spricht also eher für als gegen steigende Kurse.</p> <p>In Asien sah man das zunächst anders. Der Nikkei verlor zeitweise rund 3,6 %, der Kospi etwa 3,2 %. Vor allem Technologie- und Halbleiterwerte gerieten unter Druck. Das Narrativ: Die Demokraten könnten die KI-Branche stärker regulieren und damit ihr Wachstum bremsen. Doch politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine. Schon am Morgen relativierten sich die Sorgen. Die europäischen Märkte zeigten sich stabiler und der Nasdaq-100-Future drehte während des Schreibens dieser Zeilen sogar wieder ins Plus, nachdem er nachts noch mehr als 2 % verloren hatte.</p> <p>Dabei hatte die Wall Street bereits vor Schließung der Wahllokale eine erste Erholung eingeleitet. Der Nasdaq 100 gewann rund 0,7 %, der S&P 500 legte um 0,36 % zu. Allerdings standen im S&P 500 noch immer 311 Verlierer zu Buche. Die Erholung wurde also vor allem von den großen Technologiewerten getragen. Nachbörslich lieferten AMD und Arista Networks weitere Argumente dafür, dass der KI-Boom fundamental keineswegs am Ende ist.</p> <p>AMD steigerte den Umsatz um 45 % und verdoppelte nahezu sein Rechenzentrumsgeschäft. Ein starker Ausblick ließ die Aktie nachbörslich um mehr als 6 % steigen. Arista Networks meldete sogar 58,5 % Umsatzwachstum, hob die Jahresprognose an und gewann nachbörslich rund 12 %. Die Botschaft ist eindeutig: Während an der Börse über das Ende des KI-Booms diskutiert wird, verdienen wichtige Zulieferer weiterhin kräftig daran.</p> <p>Am Anleihemarkt bleiben die Zinsen ein Thema. Robuste US-Arbeitsmarktdaten ließen die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen gestern um rund 6 Basispunkte auf 4,95 % steigen. Heute folgen die ADP-Arbeitsmarktdaten um 14:15 Uhr und der ISM-Dienstleistungsindex um 16:00 Uhr MEZ. Beide könnten die Zinserwartungen erneut bewegen.</p> <p>Die Stimmung ist inzwischen ausgesprochen schlecht – und genau darin liegt auch eine Chance. Der Fear & Greed Index steht bei nur 24 Punkten und signalisiert immer noch extreme Angst obwohl er seit gestern um 5 Punkte zulegte. VIX und VDAX notieren knapp über 20 Punkten. Das spricht für erhöhte Nervosität, aber noch nicht für Panik. Viele Anleger hatten nach einer blauen Welle mit einem regelrechten Ausverkauf gerechnet. Stattdessen haben sich die US-Futures nach zwischenzeitlich kräftigen Verlusten deutlich erholt. Nach der jüngsten Korrektur, insbesondere bei Big Tech, ist das durchaus ein Signal.</p> <p>Hinzu kommt: Die Klarheit des Wahlergebnisses ist besser als eine politische Hängepartie. Ein knappes Resultat hätte Raum für Anfechtungen und neue Unsicherheit geboten. Stattdessen hat Trump nach anfänglichen Aussetzern den Demokraten zum Wahlsieg gratuliert und Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert. Das nimmt zunächst politischen Druck aus dem Markt. Dass der neue Kongress künftig jede Initiative des Präsidenten durchwinkt, ist ohnehin nicht zu erwarten. Eine stärkere gegenseitige Kontrolle kann aus Börsensicht durchaus Vorteile haben.</p> <p>Unterm Strich könnte die gefürchtete blaue Welle damit zum Ausgangspunkt einer Erholung werden. Die politischen Fronten sind geklärt, die Erwartungen der Anleger niedrig und die Geschäftszahlen wichtiger KI-Unternehmen weiterhin stark. Ob daraus tatsächlich eine nachhaltige Rally wird, muss sich erst zeigen. Aber die Voraussetzungen für eine Gegenbewegung sind nach den jüngsten Kursverlusten besser, als es die Schlagzeilen zum Wahlausgang vermuten lassen.<br /><br />Die Termin-Börse daily geht heute long, wer mitmachen will kann hier die aktuelle Ausgabe abrufen. Das geht per Einzelabruf oder im Abo. (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>)<br /><br />In der Bernecker Daily schauen wir heute kurz und knapp auf diese Themen:</p> <p>AMD: Der Chipkonzern liefert neue Argumente für den KI-Boom und zeigt, warum Anleger trotz der jüngsten Skepsis wieder genauer hinschauen sollten.</p> <p>PALANTIR: Das Wachstum bleibt spektakulär, doch hinter den glänzenden Zahlen tauchen erste Fragen auf, die Anleger nicht ignorieren sollten.</p> <p>MICHAEL BURRY: Der bekannte Starinvestor baut seine Wetten aus und sieht bei einem angeschlagenen US-Finanzdienstleister überraschend großes Potenzial.</p> <p>PFIZER: Beim Pharmariesen kommt wieder Bewegung ins Spiel, und eine wichtige Kursmarke könnte über die nächste Etappe entscheiden.</p> <p>BIOMÉRIEUX: Der französische Diagnostikspezialist sendet ein vielversprechendes Signal, das auch für zwei deutsche Labortechnikwerte interessant werden könnte.</p> <p>EVONIK: Beim Spezialchemiekonzern kommt Bewegung in die Zahlen und die Konzernstruktur, während im Hintergrund weiterhin eine spannende Übernahmefrage steht.</p> <p>BAYER: Bessere Geschäftszahlen, neue Hoffnungsträger und klare Aussagen zur Konzernstrategie könnten der Aktie zusätzlichen Rückenwind geben.<br /><br />Die Bernecker daily gibt es auch im Einzelabruf und im Abo. (<a href="https://bernecker.info/bernecker-daily">KLICK HIER</a>)<br /><br />Ich wünsche Ihnen eine erstklassige Wochenmitte<br /><br />Jens Brahm</p>
<p>Nach den heute präsentierten positiven Q3-Zahlen hat JPMorgan für Bayer die Einstufung auf „Overweight“ und das Kursziel von 61 € bestätigt. Dank des starken Pharmageschäfts habe das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) positiv überrascht. Insgesamt dürften die Anleger die Resultate positiv aufnehmen, führte JPMorgan weiter aus.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
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