<p>Passend zum generellen Preisauftrieb steht nachher der EZB-Zinsentscheid an. Erwartet wird, dass die Notenbank den Leitzins (ein zweites Mal in diesem Jahr) auf dann 2,5 % erhöhen wird. Zuletzt hatte die EZB Mitte Juni den Leitzins angehoben und da zum ersten Mal seit September 2023. Der warnende Finger im Hintergrund ist der Preis für Rohöl und Energie, der im Zuge des Iran-Kriegs gestiegen ist und die Inflation nach oben getrieben hat.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Die FDA hat Sevabertinib beschleunigt als Erstlinientherapie für Erwachsene mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem, nicht-plattenepithelialem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs zugelassen. Voraussetzung sind aktivierende Mutationen in der Tyrosinkinase-Domäne von HER2/ERBB2, die mit einem von der FDA autorisierten Test nachgewiesen wurden. Damit darf das Mittel nun deutlich früher im Krankheitsverlauf eingesetzt werden. Bislang war Sevabertinib in den USA nur für bereits vorbehandelte Patienten zugelassen.</p> <p>Grundlage ist die laufende Phase-I/II-Studie SOHO-01. In der bisher ausgewerteten Erstlinienkohorte mit 69 Patienten erreichte Sevabertinib eine objektive Ansprechrate von 75 %. Bei 73 % hielt das Ansprechen mindestens sechs Monate an. Die FDA hatte dem Wirkstoff zuvor bereits Priority Review und Breakthrough Therapy Designation erteilt. Da es sich um eine beschleunigte Zulassung handelt, muss der klinische Nutzen noch in der laufenden Phase-III-Studie SOHO-02 bestätigt werden.</p> <p>Die Bayer-Aktie reagiert heute zunächst kaum und bewegt sich weiter um 49 €.</p> <p>Fazit: Die Zulassung ist positiv für Pharmapipeline und Investmentthese. Wegen der kleinen Patientengruppe ist kurzfristig aber kein Ergebnissprung zu erwarten. Bayer befindet sich seit dem 12. Dezember 2025 zu 36,42 € im Allround-Portfolio. Bei zuletzt 49,02 € beträgt die reine Kursperformance rund +34,6 %. Wir bleiben weiter investiert.</p>
<p>Die Märkte stehen weiter auf dünnem Eis im September. Ein fester Nikkei heute Morgen (Nontenbank-Äußerungen hilft dem DAX wenig. Die Kombination aus hohen Ölpreisen, steigenden Zinsen, tiefen Cashquoten der Fondsmanager (3,5 %), einem starken Yen (Stichwort Rückabwickelung von Carry-Trades / s. Chart) und hoch gehebelten Märkten trifft am 18. September auf den großen Verfall, wo Optionen über 9,6 Bio. $ fällig werden.</p> <p>Heute steht der EZB-Entscheid an mit einer ZInserhöhung um 25 Basispunkte, was Konsens ist.</p> <p>Zahlenseitig wird es nochmal spannend. Adobe und Oracle sind mit Quartalszahlen dran. Das wird den Software-Sektor sicherlich tangieren mit zahlreichen Cross-reads. Relative Stärke zeigt der Halbleitersektor. </p> <p>Aktuell muss man nicht nicht den Helden spielen. Es bleibt bei erhöhter Cash-Quote.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p> <p> </p>
<p>Die Börsen standen am Mittwoch klar unter Druck. Der DAX verlor 1,66 % auf 25.576,45 Punkte. Der EuroStoxx 50 fiel um 1,58 % auf 6.311,56 Punkte. In New York gab der S&P 500 um 0,48 % auf 7.636,36 Punkte nach. Der Nasdaq 100 hielt sich mit einem Minus von 0,29 % auf 29.421,55 Punkte etwas besser.</p> <p>Hauptbelastung war erneut der Iran-Konflikt. Brent sprang um 3,4 % auf 101,21 $ und damit erstmals seit Juli wieder über 100 $. Gleichzeitig erreichte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen rund 4,85 %. Steigende Energiepreise verschärfen die Inflationssorgen und erhöhen den Druck auf die Notenbanken. Die für heute erwartete EZB-Zinserhöhung sorgte zusätzlich für Zurückhaltung.</p> <p>Deutsche Börse verlor 2,3 % nach der Ankündigung einer Wandelanleihe über 600 Mio. €. Auto1 brach um 6,5 % ein, nachdem Finanzchef Christian Wallentin überraschend seinen Rücktritt aus familiären Gründen erklärt hatte. RWE gewann dagegen 1,7 % und gehörte damit zu den wenigen DAX-Gewinnern. Inditex verlor trotz 7,6 % Umsatzwachstum und 6,8 % mehr Nettogewinn 3,6 %.</p> <p>In den USA sprang Meta Platforms nach der Vorstellung des KI-Assistenten Muse um 6,6 % an. Casey’s General Stores brach trotz insgesamt solider Zahlen um mehr als 14 % ein, weil das Absatzvolumen enttäuschte. Exxon Mobil gewann 2,2 %, Chevron 1,9 %. Beide profitierten direkt vom Ölpreissprung.</p> <p>Heute Morgen wurden die endgültigen deutschen Verbraucherpreise für August veröffentlicht. Die Inflationsrate bestätigte den vorläufigen Wert von 2,9 %. Um 14:15 Uhr folgt der EZB-Zinsentscheid. Erwartet wird eine Anhebung des Einlagensatzes um 25 Basispunkte auf 2,50 %. Um 14:30 Uhr kommen die US-Erzeugerpreise für August. Der Konsens liegt bei +0,4 % zum Vormonat.</p> <p>Zahlen melden heute unter anderem Oracle, Adobe, Macy’s, RH, Copart, Descartes Systems, Designer Brands und 1-800-Flowers.com.</p> <p>Für Donnerstag zeigt sich am Vormittag eine vorsichtige Stabilisierung. Der DAX bewegt sich nach dem schwachen Mittwoch zunächst wenig. In Asien überwogen zuvor die Verluste. Der Nikkei gab rund 0,6 % nach. Brent notiert mit etwa 101,40 $ weiterhin über der psychologisch wichtigen Marke von 100 $. Entscheidend werden EZB und US-Erzeugerpreise. Ein moderater EZB-Ausblick oder schwächere US-Preisdaten können die Aktienmärkte stützen. Ein neuer Ölpreisschub bleibt das größte Risiko.</p> <p>Sie möchten jeden Morgen kurz und kompetent über die wichtigsten Markttendenzen informiert werden? Dann empfehle ich die Bernecker-App kostenlos im Download: <a href="https://www.bernecker.info/app">Bernecker-App</a></p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf.</p>
<p>ASML erhält wichtigen Rückenwind von TSMC. Der weltgrößte Auftragsfertiger hat erstmals einen konkreten Zeitplan für den eigenen Einsatz von ASMLs High-NA-EUV-Technik genannt. TSMC will High NA ab 2030 in der Serienfertigung fortgeschrittener Chips einsetzen. ASML und TSMC haben zudem eine branchenweite Initiative für größere 12-Zoll-Fotomasken gestartet. Bis 2031 soll eine entsprechende Pilotlinie entstehen. Bis 2033 sollen High-NA-Lithografiesysteme mit diesen größeren Masken in der Produktion fortgeschrittener Chips eingesetzt werden. Damit nimmt eines der wichtigsten langfristigen Wachstumsfelder von ASML konkretere Formen an.</p> <p>Für ASML ist vor allem die Zusage von TSMC entscheidend. High-NA EUV ist die nächste technologische Stufe nach den bisherigen Low-NA-EUV-Systemen und ermöglicht eine höhere Auflösung sowie präzisere Strukturen. Die Systeme sind deutlich komplexer und erheblich teurer als die bisherige EUV-Generation. Entsprechend wichtig ist für ASML die frühzeitige Festlegung großer Kunden. Mit TSMC bekennt sich nun der weltweit wichtigste Auftragsfertiger klar zu einem Einsatz ab 2030. Das reduziert das Adoptionsrisiko der neuen Technik und verbessert die langfristige Absatzvisibilität. Zugleich stärkt High NA die ohnehin dominante Position von ASML bei modernster Lithografietechnik. Wichtig ist auch: High NA befindet sich nicht mehr nur in der Entwicklungsphase. Intel setzt die Technik bereits bei ausgewählten Schichten von Intel-18A-Produkten in der Serienfertigung ein.</p> <p>Operativ steht ASML ohnehin stark da. Im zweiten Quartal erzielte der Konzern 9,33 Mrd. € Umsatz bei 54,0 % Bruttomarge. Für 2026 erwartet ASML 43 bis 45 Mrd. € Umsatz und 54 bis 56 % Bruttomarge.</p> <p>Fazit: Die TSMC-Zusage stärkt einen der wichtigsten langfristigen Wachstumstreiber von ASML. Die Aktie bleibt langfristig einer der wichtigsten Werte im Technologiebereich.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p style="text-align: justify;">...gleichzeitig mehren sich die Warnungen vor einem bevorstehenden Höhepunkt des Zyklus. Das ist kein Widerspruch. Die Preise dürften weiter steigen, nur nicht mehr annähernd so schnell wie bisher. Für Anleger bedeutet das: Raus aus der simplen Wette auf steigende DRAM-Preise und hinein in Unternehmen, die an den notwendigen Milliardeninvestitionen der Chipindustrie verdienen.</p> <p style="text-align: justify;">Die Künstliche Intelligenz benötigt immer größere Mengen Hochleistungsspeicher, sogenannter High Bandwidth Memory. Gleichzeitig sind neue Fabriken teuer und benötigen Jahre bis zur Serienproduktion. Genau hier liegt die interessante zweite Stufe der Investmentstory: Vielleicht lässt sich nicht mehr zuverlässig vorhersagen, wie lange MICRON, SAMSUNG oder SK HYNIX ihre Traum-Margen halten können. Sicherer ist dagegen, dass sie Milliarden investieren müssen, um zusätzliche Kapazitäten aufzubauen und immer komplexere Chips produzieren zu können. Deshalb konzentrieren wir uns bei den Aktien der KI-Unternehmen auf die Schaufelverkäufer des Chip-Booms.</p> <p style="text-align: justify;">Solche Analysen mit entsprechenden Empfehlungen gibt es börsentäglich in der Termin-Börse daily. Für ambitionierte Anleger mit geschäftsfähigen Brokern ist das genau das Richtige, probieren Sie es aus, auch im Einzelabruf (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>). </p>
<p>Der US-Konzern profitiert mit seinen Speicher- und Datenmanagementlösungen für Rechenzentren und Cloud vom Ausbau der KI-Infrastruktur. In Q1 sprang der Umsatz um 30 % auf 2,03 Mrd. $, das bereinigte EPS sogar um 66 % auf 2,58 $. Besonders dynamisch liefen All-Flash-Systeme mit + 47 % und das Public-Cloud-Geschäft mit + 28 %. Noch wichtiger ist die deutlich angehobene Jahresprognose: NetApp erwartet nun 7,975 bis 8,225 Mrd. $ Umsatz und 9,73 bis 10,03 $ bereinigten Gewinn je Aktie. Zuvor waren maximal 7,575 Mrd. $ bzw. 9,00 $ avisiert. Die Aktie reagierte bisher relativ verhalten, allerdings war sie bereits seit Mitte Juli stark gestiegen. Negatives Detail: Die etwas niedrigere Bruttomargenprognose wegen steigender Komponentenkosten. Die Gewinnperspektive hat sich insgesamt klar verbessert. </p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „<a href="https://www.bernecker.info/aktionaersbrief">Der Aktionärsbrief</a>“, Ausgabe 37.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p>Deutsche Autowerte: Erste Stabilisierungssignale</p> <p>SOITEC: Wachstumsprognose angehoben, aber ...</p> <p>Unter der Lupe: Halbleiterkorrektur beendet dank GPT-6 Astra?</p> <p>Verliererbranche der Woche</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
<p>Bessent warnt Devisenhändler vor Wetten gegen den Yen: „I am the house now.“ Was bedeutet das? Nach der gemeinsamen US-japanischen Yen-Intervention Ende Juli signalisiert Bessent, dass er sich offensichtlich immer enger mit Tokio abstimmt. Ein schwacher Yen wird nicht mehr geduldet, ein schwacher Dollar schon. Folge: Yen-Carry-Trades können bei einer weiteren Aufwertung unter deutlichen Druck geraten. Das passt in unser Szenario einer Herbst-Korrektur. </p> <p>Im Sommer 2024 war die Sachlage ähnlich mit deutlicher Dollarabwertung gegen den Yen und Kapriolen an den Börsen.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p>Bei SPACEX bahnt sich ein kräftiger Indexeffekt an. Nach der Freigabe von mehr als 1 Mrd. Aktien stieg der Streubesitz seit dem Börsengang von unter 10 auf fast 30 %. Damit dürfte das Gewicht im Nasdaq 100 beim Rebalancing am 21. September von 1,25 auf 1,51 % zulegen. Laut JPMorgan könnten Indexfonds und ETFs dadurch zu Nettokäufen von 12,4 Mrd. $ gezwungen sein – bei zuletzt seitwärts laufendem Kurs ein möglicher Auslöser für den Ausbruch aus der Spanne von 133 bis 150 $.</p> <p>Der Effekt ist allerdings technisch, nicht fundamental. Bis Ende Oktober werden nochmals mehr als 1 Mrd. Aktien handelbar, nach den November-Zahlen weitere 1,3 Mrd. Stück. Verkaufen Insider kaum, könnte der steigende Freefloat das Indexgewicht und damit die passive Nachfrage weiter erhöhen. Kommt hingegen Angebot auf den Markt, trifft der Kaufzwang der ETFs auf erheblichen Abgabedruck.</p> <p>Kurzfristig eröffnet sich eine Tradingchance, mehr nicht. Im November folgt der Belastungstest.</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/spcx.png" alt="" width="650" height="532" /></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
<p>In unserer Rubrik Marktkommentar ordnen Experten aktuelle Entwicklung und Ereignisse ein. Heute wird der jüngsten US-Arbeitsmarktbericht und seine Auswirkungen auf die Zinsentwicklung analysiert. Außerdem wird der Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt aus Sicht der Kapitalmärkte bewertet. </p> <p>Georg Sures, Redakteur Bernecker Börsenkompass</p> <p>Die Analyse finden Sie unter diesem Link:</p> <p><a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/wahl-in-sachsen-anhalt-und-us-arbeitsmarkt_H1725444828_6799700/">https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/wahl-in-sachsen-anhalt-und-us-arbeitsmarkt_H1725444828_6799700/</a></p> <p>Eine Übersicht über die Artikel und Analysen des Bernecker Börsenkompass finden Sie hier: <a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/">https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/</a></p>
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Volker Schulz
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