<p><strong>Der bekannteste Bitcoin-Halter meldete für das Q4 einen erheblichen Verlust.</strong> Das 1989 gegründete Unternehmen (bis vor einem Jahr: „Microstrategy“) ist seit 2020 auf das Halten der Krypto“währung“ Bitcoin fokussiert. Je nach Geschmack und Vorlieben, reichen die Bezeichnungen von „Bitcoin-Fanclub“ bis despektierlich „Wettbude“.</p> <p><strong>Für das jüngste Quartal hatte STRATEGY gestern 42,93 $ Verlust je Aktie gemeldet.</strong> Warum Analysten im Durchschnitt mit 2,97 $ Gewinn je Aktie gerechnet hatten, bleibt unklar.</p> <p><strong>Digitale Vermögenswerte sind inzwischen nach Methode Fair Value zu bewerten.</strong> So entstand im Quartal operativ ein negatives Ergebnis: - 17,4 Mrd. $. Kurz gesagt: Der große Bitcoin-Kursverlust im aktuellen Kryptowinter wirkt sich sehr zeitnah auf die Gewinn- und Verlustrechnung aus. Alles andere wäre „tendenziell unfair“.</p> <p><strong>Obwohl jeder den Bitcoin-Kurs kennt, hatte der Quartalsbericht noch verschiedene Augen geöffnet:</strong> Der Kursverlust für STRATEGY betrug 17 % regulär und zeitweise weitere 4 % nachbörslich.</p> <p><strong>Das Unternehmen hält 0,713 Mio. Coins, allein im Januar wurden ca. 41.000 weitere gekauft; daher:</strong> Beim Preis von 60.000 $ je Bitcoin wurde heute mancher Abgesang angestimmt. Das war offenbar ein guter Timingfaktor:</p> <p><strong>Direkt hat sich der Kurs des Ur-Kryptos erholt (vom Tief ca. + 17 %). </strong>Was die STRATEGY-Aktie wenig überraschend nachvollzieht (angezeigter Tagesgewinn: + 21,95 %). Ein Optionsschein wird in diesem Fall nicht benötigt.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info/boersenbriefe">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf.</p>
<p>Die Q4-Zahlen von KSB lagen in Rahmen meiner Schätzungen. Auffallend und bemerkenswert:</p> <p>Das „Water Vertical“ bei KSB ist mit +12,5 % Auftragseingang und +17 % Umsatz der absolute Wachstumstreiber.</p> <p>Traditionelle Luftkühlung stößt bei den neuen 200-Milliarden-Dollar-Clustern an ihre physikalischen Grenzen. Hyperscaler stellen massiv auf wassergestützte Kühlsysteme und Liquid Cooling um. KSB-Pumpen sind der Industriestandard, um Kühlmedien in riesigen Mengen durch die Wärmetauscher der Rechenzentren zu bewegen. Das Wachstum im Wasser-Segment bei KSB korreliert direkt mit dem Bau neuer Gigawatt-Rechenzentren, die enorme Wassermengen zur thermischen Regulierung benötigen.</p> <p>Ich bin seit 300 € bullisch für KSB und bleibe es!</p> <p>Ihr Volker Schulz</p> <p>Bernecker Redaktion (<a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info)</a></p> <p>Nächste Woche lesen Sie im Aktionärsbrief, wer die Top-Profiteure der neuen Capex-Bazooka von Big Tech sein werden. Teilweise wird es überraschend.</p>
<p>Alphabet 185 Mrd. $ für 2026, Amazon 200 Mrd. $. Klar ist: Microsoft und Meta Platforms werden wohl im Jahresverlauf draufsatteln. Für die Hyperscaler ist das vorübergehend ein Problem. Die freien Cashflows lösen sich in Luft auf. Dafür profitieren die Schaufelhersteller wie Arista Networks, Broadcom, SK Hynix, Vertiv, Celestica etc. umso mehr auch wenn die KGV-Bewertungen teis recht hoch sind. Die KGV-Kompession dürfte sich aber über die Gewinndynamik beschleunigen. Analysten haben die frischen Capex-Sturm noch gar nicht im Konsens eingearbeitet. Ich werde das nächste Woche umfangreich abarbeiten und rechne bei solchen Titeln trotz aktuellen Roationstendenzen im Verlauf 2026 mit neuen Tops!</p> <p>Schönes Wochenende</p> <p>Ihr Volker Schulz</p>
<p>Wir hatten gestern schon über die Bernecker App/den Newspilot für Sie berichtet und ergänzen nach dem Earnings Call: Während die operative Prognose für 2026 mit 2,9 bis 3,25 Mio. Unzen Gold konservativer ausfällt (jedoch dafür ohne Risiken nach unten, so der CEO im Call - und damit erstamls in der Barrick-Historie mit hoher Visibilität)), überzeugt das Management durch einen radikalen Fokus auf Shareholder-Value.</p> <p>Die Dividendenpolitik wird auf eine Auszahlung von 50 % des Free Cashflows umgestellt, was für das 4. Quartal in einer massiven Anhebung auf 0,42 $ pro Aktie resultierte. Zudem plant CEO Mark Hill bis Ende 2026 den Teil-Börsengang (IPO) des Nordamerika-Geschäfts, um die eklatante Unterbewertung der Assets in Nevada sichtbar zu machen.</p> <p>Zwar belasten gestiegene Kosten (AISC teils über 2.000 $ aufgrund höherer Royalities infolge des stark gestiegenen Goldpreises) und Sicherheitsprüfungen beim pakistanischen Reko Diq-Projekt (Verzögerungen möglich) kurzfristig die Stimmung, doch die Bilanzstärke und die enorme Cash-Generierung (0,84 $ FCF in Q4 auf Basis eines Goldpreises um 4.150 $) rechtfertigen Zielkurse um 60 bis 70 $. </p> <p>Ihr Volker Schulz</p>
<p>Die geplante Verlängerung der CO2-Gratis-Zertifikate ist pikant. Profiteure sind klar die europäischen Chemietitel. Hier wirkt die Entlastung wie ein direkter Margen-Hebel. Da CO₂-Kosten in der Chemie rein variable Kosten ohne grünen Aufpreis sind, schlägt der Wegfall der Belastung fast eins zu eins auf das operative Ergebnis (EBIT) durch. Bei den aktuell dünnen Margen resultiert daraus jeweils die Chance auf eine prozentual zweistellige Erhöhung der Gewinnbasis (gilt auch für den freien Cashflow / Evonik könnte den FCF so Richtung 800 Mio. € heben). Alle Charts sehen nach Umkehrformationen aus. Nächste Woche werden wir das Thema weiter vertiefen. </p> <p>Auch die Papier-Produzenten sind einen Blick wert. Stahlwerte bekommen ebenso nochmals Rückenwind - sind aber auch schon gut gelaufen. </p> <p>HEIDELBERG MATERIALS gerät zugleich unter Druck. Deren Milliarden-Wette auf CO₂-freien Zement verliert an Boden, da „schmutzige“ Konkurrenz durch die Gratis-Zuteilung künstlich billig bleibt und die Preissetzungsmacht der Heidelberger für Öko-Zement (Green Premium) untergräbt. </p> <p>Ihr Volker Schulz</p>
06-Feb. 13:30
Stop&Go - BÖRSENKOMPASS-PORTFOLIO: Ein Stop-Loss, 2 Verkäufe, 2 Ratings, 3 Ziele und eine Volte
<p style="text-align: justify;">Freitag ist beim Bernecker Börsenkompass Portfolio Tag. Wir durchforsten unsere Empfehlungsliste, nehmen bei ausgewählten Positionen Anpassungen vor und fassen die Transaktionen der Woche zusammen. Diese Arbeit ist unerlässlich für den Erfolg an der Börse. Nehmen auch Sie sich ein paar Minuten Zeit für die Bestandspflege in Ihrem Depot. </p> <p style="text-align: justify;">Wir führen momentan 38 Positionen in unserer Empfehlungsliste und der durchschnittliche Buchgewinn liegt bei 66 %. In dieser Woche haben wir zwei Verkäufe getätigt, zwei Einschätzungen geändert sowie ein Ziel und einen Stop angehoben. Heute reichen wir detaillierte Zahlen und heben zwei weitere Ziel an. Betroffen sind unter anderem Trainline, Foresight Group, Bombardier, Orsted, Prysmian, Alphabet, Bayer, Puma, BHP und Cadence Design. Lesen Sie die Details in unserem heutigen Stop&Go.</p> <p style="text-align: justify;">Die Marktteilnehmer werden nervöser, die Indizes volatiler, bei manchen Einzelwerten gibt es scharfe Rücksetzer. Seit letzter Woche waren es die Software-Aktien, die so schwach tendierten, wie seit 30 Jahren nicht mehr. Deshalb heute mal ein anderer Vergleich als sonst an dieser Stelle . Das IShares Software ETF im Verglich zu NASDAQ100 und S&P500. Die Angst vor Disruption durch KI ist in dem Sektor mit Händen zu greifen. Das hierzulande z.B. bei SAP und Nemetschek durchgeschlagen.</p> <p style="text-align: justify;"><img src="https://bernecker.info/images_external/Newspilot/Justus Newspilot 2026/Bildschirmfoto 2026-02-06 um 12.27.19.png" alt="" width="600" height="318" /></p> <p style="text-align: justify;">Wer ist der nächste? Die jüngsten Rücksetzer bei Amazon und Alphabet lassen aufhorchen. Rücken jetzt die KI-Großinvestoren in den Fokus? Unten noch mehr Details dazu und ein weiterer spannender Chartvergleich.</p> <p style="text-align: justify;">Die Woche hat direkt mit drei Dispositionen begonnen: wir wurden vergangenen Freitag bei dem kanadischen Businessjethersteller Bombardier unglücklich ausgestoppt. Grund waren Drohungen Trumps um Zölle und entzogene Genehmigungen. <a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/stop-go-boersenkompass-portfolio-ein-stop-loss-2-verkaeufe-2-ratings-3-ziele-und-eine-volte_H446455518_6799401/">Weiterlesen...</a></p> <p style="text-align: justify;">Das war ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass. Regelmäßig freitags gegen Mittag fassen wir im <a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/stop-go-boersenkompass-portfolio-ein-stop-loss-2-verkaeufe-2-ratings-3-ziele-und-eine-volte_H446455518_6799401/">Stop&Go</a> Artikel die Veränderungen in unserer Empfehlungsliste und die wichtigsten Inhalte der Woche zusammen. Das können Sie auch ohne Abo lesen, bei unserem Partner Finanzen100. Einen vollständigen Überblick können Sie sich in unserer <a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/">Artikelübersicht </a> verschaffen. Wenn Sie unsere Inhalte interessant finden und mehr davon lesen möchten, können Sie uns einen ganzen Monat kostenlos testen. Das Probeabo können Sie in den ersten 30 Tagen mit einer e-Mail an <a href="mailto:kundenservice@finanzen100.de">kundenservice@finanzen100.de</a> wieder beenden. Wir sind überzeugt, dass Sie bleiben werden. Probieren Sie es kostenlos aus! </p>
<p style="text-align: justify;">Der Hersteller von Geräten für Groß- und Industrieküchen hat gestern mit seinen vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 ein starkes Ausrufezeichen in einem schwächeren Gesamtmarkt gesetzt. Mit einem Plus von zeitweise über 11 % war die RATIONAL-Aktie gestern bester Wert im MDAX. Mit dem Sprung über den Widerstand bei 715 € hat der MDAX-Titel dabei ein neues Kaufsignal generiert. 2025 legte der Umsatz um 6 % auf den Rekordwert von 1,26 Mrd. € zu. Ohne die negativen Währungseffekte belief sich das Umsatzplus auf 8 %. Trotz US-Zöllen lag der operative Gewinn auf EBIT-Basis mit 333 Mio. € um 6 % über dem Vorjahreswert und die EBIT-Marge verbesserte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 26,4 %. CEO Peter Stadelmann sieht RATIONAL fürs laufende Jahr gut positioniert. Am 19. März gibt es die offiziellen Jahreszahlen samt Prognose für 2026. </p> <p style="text-align: justify;">Fazit: Anleger können eine Anfangsposition eröffnen.</p>
<p>Auch hierzu legten die Bundesstatistiker heute neue Schätzungen vor: Demnach soll die Produktion im Dezember um 1,9 % gegenüber dem Vormonat und um 0,6 % im Vergleich zum Dezember 2024 gesunken sein. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich kommt ein Plus von 0,9 % im 4. Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal heraus. Rückgänge verzeichneten insbesondere die Wartung und Montage von Maschinen (-17,6 %), die Automobilindustrie (-8,9 %) und der Maschinenbau (-6,8 %). Hinzugewinnen konnte dagegen vor allem der Sonstige Fahrzeugbau (Schiffe, Flugzeuge, Züge, Militärfahrzeuge) mit +10,5 %. Im gesamten Jahr 2025 gab die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,1 % nach.</p> <p>Annerose Winkler</p> <p><a href="https://www.bernecker.info/unternehmer-brief">Der Deutsche Unternehmerbrief</a></p> <p><a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p><br />Publikationen der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH lesen Sie unter www.bernecker.info im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Die vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts bestätigen dies: Im Vergleich zum November legten die Ausfuhren der heimischen Wirtschaft im Dezember um 4 % zu, gegenüber dem Vorjahresmonat waren +2,7 %. Im gesamten letzten Jahr wuchsen die Exporte um 1 % gegenüber 2024 auf rd. 1,57 Bill. Euro. Die Importe kletterten im Dezember um 1,4 % gegenüber dem Vormonat und um 5,6 % im Vergleich mit dem Vorjahresmonat. Hier lautet das Ergebnis für 2025 insgesamt: +4,4 % auf etwa 1,37 Bill. Euro. Macht unterm Strich einen Handelsbilanzüberschuss von 17,1 Mrd. Euro im Dezember respektive von 202,8 Mrd. Euro im letzten Jahr.</p> <p>Annerose Winkler</p> <p><a href="https://www.bernecker.info/unternehmer-brief">Der Deutsche Unternehmerbrief</a></p> <p><a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p><br />Publikationen der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH lesen Sie unter www.bernecker.info im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p><strong>Der US-Kosmetikkonzern listete im Quartalsbericht eine Vielzahl von Restrukturierungsmaßnahmen und Produktinitiativen auf, mit denen man an der Trendumkehr im Markenprogramm (darunter La Mer, Tom Ford, Le Labo) arbeitet. </strong>Erfolge stellten sich insbesondere auch im China-Geschäft (ca. 13 % Wachstum) ein.</p> <p><strong>Trotzdem reagierten die Anleger negativ auf das Q2 mit seiner Rückkehr in die Gewinnzone.</strong> Es ging von - 590 Mio. $ auf + 162 Mio. $ bzw. 0,44 $ je Aktie, bereinigt 0,89 $. Der Umsatz konnte um 5,6 % auf 4,23 Mrd. $ ausgebaut werden.</p> <p><strong>Für Enttäuschung sorgte der Ausblick mit einer Verlangsamung der Wachstumsrate auf 3 bis 5 %. </strong>Der negative Effekt aus der US-Zollpolitik wird mit 100 Mio. $ veranschlagt. Auf bereinigter Basis soll 2,05 bis 2,25 $ je Aktie übrig bleiben, dies gilt für das bis zum 30. Juni laufende Fiskaljahr 2026. In 2025 waren es 1,51 $, ebenfalls "adjusted". </p> <p><strong>Die annähernde Kursverdopplung seit Juli 2025 wirkt nun wie ein Fehlstart.</strong> Die Korrektur von gestern (- 19,2 %) kann sich noch fortsetzen. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
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Volker Schulz
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