<p>Goldman Sachs sieht den Technologiesektor wieder als attraktiv an, weil die Bewertungen inzwischen unter dem Niveau des Gesamtmarkts liegen, obwohl das erwartete Wachstum hoch bleibt.</p> <p>Laut Goldman ist das Verhältnis von Bewertung zu erwartetem Wachstum jetzt attraktiver als im globalen Gesamtmarkt. Ein anhaltender Konjunkturschock könnte Tech zusätzlich stützen, weil die Cashflows vieler Technologieunternehmen weniger stark von der Wirtschaftslage abhängen. Belastet wurde der Sektor zuletzt vor allem durch Sorgen über die enormen KI-Investitionen und deren Rendite nebst Disruptionsängsten. Differenziert ist dem zuzustimmen. Titel wie Broadcom dessen KGV per 2026/27 Richtung 18 fällt lässt sich nach rd. 100 $ Korrektur und heutiger Meldung (Anthropic) wieder rechnen. </p>
<p>Trump verschärfte den Ton erneut und droht Iran mit massiven Bombardements, falls bis Dienstag, 20 Uhr US-Ostküstenzeit, keine Waffenruhe zustande kommt. Zugleich stellte er ein Abkommen weiter in Aussicht. Vizepräsident Vance zeigte sich zuversichtlich, dass bis dahin eine Reaktion aus Teheran kommt. Iran hat die direkten Kontakte zu Washington laut WSJ zwar abgebrochen, Gespräche über Vermittler laufen aber weiter. Es ist klar, dass sich der Markt vor solch einem Ultimatum schwertut. Von Panik ist aber wenig zu sehen. Der DAX hält sich zum Börsenschluss um 22.900 Punkte knapp unter der 23.000-Marke. Wir warten entspannt ab ohne Handlungsdruck. Alles andere ist etwas für Casino-Gänger. Morgen wissen wir mehr - oder auch nicht. </p>
<p style="text-align: justify;">Die Nerven an den internationalen Finanzplätzen liegen blank. Der geltende Pessismismus könnte das Fundament für massive Kursgewinne sein, doch selbst wenn das der Fall ist droht noch ein letztes, brutales Ausschütteln der schwachen Nerven, bei dem Panikverkäufe die Kurse noch einmal kurzzeitig in den Keller drücken, bevor der eigentliche Trend dreht.<br /> <br />Der Schlüssel liegt im Iran: Alles hängt am seidenen Faden der Geopolitik. Macht Trump seine Drohung direkter Angriffe wahr, werden die Aktienmärkte massiv belastet. Kommt es zu einer Verhandlungsläsung, würden die Märkte nach oben katapultiert.</p> <p style="text-align: justify;">Vor diesem Hintergrund bleiben wir bei der TB-Daily voerst in Deckung. Statt waghalsiger All-In-Wetten setzen wir auf gezielte, strategische Ergänzungen. Unabhängig vom kurzfristigen Ausgang der Krise werden die Energiepreise noch über Monate auf einem relativ hohen Niveau bleiben. Deshalb nehmen wir heute zwei neue Werte aus dem Bereich der alternativen Energien in unsere Dispoliste auf. Über <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">diesen Link</a> können Sie die Spekulation begleiten. Das geht per Einzelabruf oder per Abonnement. <br /> </p>
<p><strong>Der Hersteller von Speichermedien lag gestern mit + 5,6 % auf Position drei der Tagesgewinner im S&P 500.</strong> Zudem markierte die SEAGATE-Aktie im Tagesverlauf mit 470,23 $ ein neues Allzeithoch.</p> <p><strong>Für den positiven Schub sorgte MORGAN STANLEY mit einer Anhebung des Kursziels von 468 auf 582 $ (weiterhin „Overweight“) und die Aufnahme in die Liste der Top Picks.</strong> Analyst Erik Woodring konstatierte eine anhaltende Stärkung der Hard Disk-Nachfrage. Der Preis je Terabyte steige zurzeit schneller als erwartet. Bis zum gesamten Kalenderjahr 2028 sei in der Produktgruppe mit Knappheiten zu rechnen.</p> <p><strong>Während Konkurrent WESTERN DIGITAL sich im vergangenen Jahr um den Faktor 4,5 verteuerte, galt für SEAGTE Faktor 6,6.</strong> Beide liegen jetzt bei einer Marktkapitalisierung von knapp über 100 Mrd. $ sowie KUV 10 sowie Forward-KGV 27. Zukäufe an schwachen Tagen sind in beiden Fällen weiterhin in Ordnung. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p> <p> </p>
<p>Die Aktie des marktführenden Krankenversicherers <strong>UNITEDHEALTH GROUP </strong>(nachbörslich + 7,7 %), aber z. B. auch <strong>HUMANA </strong>(+ 11,1 %), <strong>CVS HEALTH</strong> (+ 6,8 %), <strong>ELEVANCE HEALTH</strong> (+ 6,7 %) und <strong>CENTENE</strong> (+ 4,2 %) haben sich in den USA gestern verteuert. Zuvor hatte die US‑Gesundheitsbehörde CMS (Centers for Medicare & Medicaid Services) höhere Vergütungen bei Medicare Advantage festgelegt.</p> <p><strong> Erstattungssätze bzw. gezahlte Prämien je Versichertem werden mit ca. 2,5 % stärker als erwartet erhöht.</strong> Zuvor stand lediglich ca. + 0,1 % in Aussicht, was gestiegene Behandlungskosten sowie die stärkere Inanspruchnahme medizinischer Leistungen nicht abgedeckt hätte. Im relevanten Geschäftsbereich kann sich die Marge für die Krankenversicherer um 30 bis 70 Basispunkte verbessern. Der 5-Jahres-Vergleich verdeutlicht den ausgedörrten Eindruck einer ganzen Branche. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Muss die EZB jetzt die Zinsen erhöhen?</strong></p> <p>Eine Inflationsrate von 2,8 % für Deutschland bzw. + 2,5 % für den Euroraum (beides auf Basis des Harmonisierten Verbraucherpreisindex) im März löst Schrecken aus, die jedoch zu relativieren sind. Ausschlaggebend ist der Ölpreis. Ähnliches hatten wir bereits ab Jahresbeginn 2022 mit einem damaligen Top von 10,4 % im Oktober nach 5,1 % im Februar erlebt, anschließend ging es in die Normalisierung. Die Berechnung der Inflationsrate ist mathematisch richtig, aber ökonomisch fragwürdig. Weil dem so ist, muss die EZB ein ausgewogenes Preisniveau im Auge behalten, bevor man an die Zinsschraube geht. Voreilige Griffe sind schädlich. Deshalb ist es richtig, dass die EZB voraussichtlich stillhält. In 4 – 6 Wochen wird neu darüber zu diskutieren sein.</p> <p style="text-align: center;"><strong>Ist der Ölpreisanstieg bereits überzogen?</strong></p> <p>Der Ölpreis ist seit der ersten Ölkrise 1973 ein politischer Preis. Entsprechend hektisch sind die Reaktionen beider Teilnehmer, sowohl der Ölkäufer als auch der Ölverkäufer. Im Zwischenraum aller Erwartungen stehen dann die Spekulationen als jeweiliger Vorgriff auf das, was die Marktteilnehmer erwarten. Darin steckt die spekulative Luft. Der unbestrittene mittlere Ölpreis wird in OPEC-Kreisen in Wien regelmäßig zwischen 70 und 80 Dollar je Barrel (Mittelwert für beide Ölpreise) genannt. Die Differenz bis dahin ist also in Kürze zurückzunehmen, je nachdem, wie der Nachrichtenstand im Iran-Konflikt aussieht. Kräftige Hektik gehört dazu. </p> <p style="padding-left: 40px; text-align: center;"><strong>Warum sind Rüstungstitel im aktuellen Marktumfeld gefallen?</strong></p> <p>Alle Rüstungsaktien haben massiv korrigiert. Das ist zunächst die richtige Folge der überzogenen Preisziele der Spekulation mit einem Schwergewicht von Rüstungsinvestments via ETFs, die umfangreich von Banken an Kleinanleger verkauft worden sind. Diese spekulative Luft ist entwichen. Die Bodenbildung hängt nun davon ab, wie die nachhaltigen Zahlen für Aufträge, Umsätze und evtl. weitere Trends ausfallen. Gibt es Friedenszeichen in beiden Konflikten, Ukraine wie Nahost, ist eine weitere Korrektur wahrscheinlich. Also: In dieser Situation hält man still! Käufe eilen nicht. Bitte beachten Sie auch die Seite 3 der aktuellen Ausgabe der <span style="color: #e67e23;"><strong><a style="color: #e67e23;" href="https://www.bernecker.info/product?id=26">Actien-Börse</a></strong></span> Nr. 14!</p>
<p>Barrick treibt die Abspaltung seiner nordamerikanischen Aktivitäten voran. Demnach wurde jetzt Goldman Sachs Group damit beauftragt, den geplanten Börsengang federführend zu begleiten. </p> <p>Das Ziel dieser Maßnahme ist eine deutliche Wertsteigerung für die Aktionäre. Durch die Trennung der erstklassigen Minen in den USA und der Dominikanischen Republik von risikoreicheren Standorten in Ländern wie Mali oder Pakistan strebt Barrick eine Neubewertung an. Die nordamerikanischen Vermögenswerte könnten bei einem Börsengang mit mehr als 60 Mrd. $ bewertet werden. 10 bis 15 % sollen platziert werden.</p> <p>Zum Vergleich: Aktueller Börsenwert 69 Mrd. $. Auf den verbleibenden Teil von Barrick entfallen Stand heute rd. 45 bis 50 % des Ertrags. </p> <p>Meine Meinung: Kann man so machen, muss man aber nicht. Wer tiefer im Wert drin ist, kennt die Substanz ohnehin. </p> <p>Nun aber frohe und erholsame Ostertage. </p> <p>PS: Die Markterholung insgesamt zum Abend hin basiert auf Gesprächen zwischen dem Iran und dem Oman. Die Nachricht, dass der Iran gemeinsam mit dem Oman ein Protokoll zur Überwachung des Verkehrs entwirft, wird vom Markt als Deeskalation gewertet. Schauen wir uns den Verlauf der Sachlage über Ostern in Ruhe an. </p>
<p>Die Termin-Börse ist genau das richtige für Mutige, die nur einmal in der Woche handeln wollen, sich aber Chancen nicht entgehen lassen möchten. Regelmäßig am Freitag, wegen Ostern heute schon am Donnerstag, heiße Hebel-Spekulationen aus der Bernecker Redaktion. Diese Woche mit dabei: Ein Top-Pick aus der Tanker Szene, ein Logistik-Gigant mit Preissetzungsmacht, ein Basisinvestment aus dem Bereich technologische Infrastruktur, der US-Primus der Verteidigungsindustrie und die spekulative Speerspitze für jedes Krisen-Portfolio.<br /><br />Das und mehr in unserer heutigen Ausgabe der Termin-Börse. Nur einmal in der Woche ordern, aber profitieren wie die Großen. Das ist die Termin-Börse aus dem Hause Bernecker. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, das Risiko spekuliert immer mit! Deshalb hat bei uns jeder Einstieg mehrere Kauflimits, immer einen Stop und meistens eine heiße Story. Das geht auch ohne <a href="https://www.bernecker.info/termin-boerse">Abo</a>, ganz einfach im <a href="https://www.bernecker.info/termin-boerse">Einzelabruf.</a> Probieren Sie es gerne aus. Sie benötigen für solche Orders die Termingeschäftsfähigkeit bei Ihrem Broker. </p> <p> </p>
<p>Wer mal schauen möchte was in der Straße von Hormus in Echtzeit so los ist, oder wer keine Lust mehr auf Ostereier hat, der ruft <a href="https://www.bernecker.info/admin/news/vesselfinder.com">vesselfinder.com</a> auf. </p> <p>Pfeile: Diese zeigen Schiffe an, die in Fahrt sind. Die Spitze des Pfeils markiert die aktuelle Fahrtrichtung (Kurs über Grund). Je nach Zoomstufe oder Einstellungen können längere Pfeile zudem eine höhere Geschwindigkeit signalisieren.</p> <p>Punkte (Kreise): Diese stehen für Schiffe, die vor Anker liegen oder festgemacht haben. Sobald ein Schiff seine Geschwindigkeit auf nahezu Null reduziert (in der Regel unter 0,5 Knoten), wechselt das System das Symbol vom Pfeil zum Punkt.</p> <p>Sollten Sie ein Symbol anklicken, öffnet sich ein Detailfenster mit dem Schiffsnamen, dem Zielhafen und der exakten Geschwindigkeit, was die Unterscheidung zwischen "langsam fahrend" und "ankernd" präzisiert.</p> <p>Es soll Trader geben, bei denen die Seite permanent geöffnet ist.</p> <p> </p> <p> </p>
<p>Die FT bestätigt heute unsere strategischen Überlegungen hinsichtlich neuer und erweiterter Pipelinekapazitäten der arabischen Ölstaaten. Ich fasse zusammen: </p> <p>Es wächst die Erkenntnis, dass neue Leitungen das einzige Mittel sind, um die chronische Verwundbarkeit der Region zu adressieren. Dabei dient die bereits in den 1980er Jahren errichtete, 1.200 Kilometer lange Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens als Vorbild. Diese transportiert täglich rund sieben Millionen Barrel Öl zum Hafen Yanbu am Roten Meer und sichert so den Export unter Umgehung der Straße von Hormuz.</p> <p>Saudi-Arabien prüft derzeit intensiv, ob die Kapazitäten dieser Route weiter ausgebaut oder gänzlich neue Pipelines errichtet werden sollten. Der Nachbau einer Pipeline vom Kaliber der Ost-West-Verbindung würde heute mindestens 5 Mrd. $ kosten. Komplexere, länderübergreifende Routen wie aus dem Irak durch Jordanien oder die Türkei werden auf 15 bis 20 Mrd. $ geschätzt. Klar ist: </p> <p>Eine Rückkehr zum Status quo der Vorkriegszeit ist faktisch ausgeschlossen. Er wird sich was tun - und es gibt die bekannten Profiteure. </p> <p>Anbei in der Grafik: lange in Planung befindet sich die Haditha-Pipeline im Irak. </p>
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Volker Schulz
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