<p><strong>Bernstein Research erhöht das Kursziel für Jungheinrich von 45 auf 47 Euro und bestätigt Outperform.</strong> Analyst Philippe Lorrain hat die Q2-Zahlen sowie die jüngsten Übernahmen und Verkäufe in seine Schätzungen eingearbeitet. Bei der Übernahme von All Lift Forklifts sieht er erheblichen Synergiebedarf, damit die Transaktion wertsteigernd wird.</p> <p>Damit liegt das neue Bernstein-Ziel mehr als 90 % über dem aktuellen Kurs. Daraus resultiert nicht sofort eine neue Kaufempfehlung von unserer Seite. Grund genug für uns aber den Titel nochmals im Detail zu durchleuchten. Unten die Konsenskursziele aller Analysten <strong>(Quelle Bloomberg)</strong>.</p> <p>Volker Schulz </p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p>Der Spezialmotorenbauer hat Übernahmegespräche mit dem Drohnen- und Überwasserfahrzeugspezialisten RED CAT HOLDINGS geführt. RED CAT (Börsenwert selbst um 1,4 Mrd. $) veröffentlichte am 28. Juli, dass man eine vorläufige, unverbindliche Offerte für eine Transaktion mit Steyr abgegeben hatte. Gleichzeitig wurde die Offerte zurückgezogen. Interessant ist allerdings die Wortwahl von Red Cat: „at present“, also gegenwärtig, gebe es kein aktives Angebot. Wir halten es für gut möglich, dass die operative Entwicklung hinter der Gewinnwarnung ein Grund für den vorläufigen Rückzug (gem. Gerüchten Gebotspreis um 45 €) war. Belegen lässt sich das bislang nicht. Klar ist aber: Red Cat besitzt auch Blue Ops und führt das Unternehmen als seine Maritime Division. Blue Ops baut das unbemannte Überwasserfahrzeug Variant 7 (V7). Red Cat selbst teilte am 28. Mai 2026 mit, dass der V7 in die Serienproduktion hochgefahren wird und „powered by a Steyr engine“ ist, also von einem Steyr-Motor angetrieben wird. Denkbar ist nun eine Einigung zwischen 34 und 40 €. </p>
<p>Im ersten Halbjahr konnte DOCMORRIS von starken Zuwächsen bei rezeptpflichtigen Medikamenten und dem Geschäft mit digitalen Dienstleistungen profitieren und so auch weniger Verlust machen. Daher hob man nun die Prognose an: Das Unternehmen will seinen Außenumsatz in Lokalwährungen in diesem Jahr um 9 bis 13 % im Vergleich zum Vorjahr steigern. Zuvor war noch ein Plus im mittleren einstelligen Bereich bis hin zu einem niedrigen Zehnprozentwert angepeilt worden. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll bei minus 10 bis minus 17,5 Mio. Schweizer Franken herauskommen - hier hatte man vorher noch bis zu 25 Mio. Schweizer Franken Verlust befürchtet. Weiterhin will der Konzern in der zweiten Jahreshälfte operativ die Gewinnschwelle erreichen. Diesem Ziel ist man im ersten Halbjahr nun etwas näher gekommen...</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Kennen Sie schon das Free TV-Angebot von Bernecker TV? Abonnieren Sie kostenlos den YouTube-Kanal von Bernecker TV unter: <a href="https://www.youtube.com/BerneckerTV">www.youtube.com/BerneckerTV</a></p>
<p>SK hynix hat soeben ein Aktienrückkaufprogramm über 40 Bio. Won beschlossen. Auf Basis des Schlusskurses vom 18. August entspricht das rund 24,07 Mio. Aktien bzw. 3,3 % aller ausstehenden Aktien. Der Rückkauf beginnt am 20. August und soll innerhalb von rund drei Monaten abgeschlossen werden. Anschließend werden sämtliche erworbenen Aktien eingezogen. </p> <p>Für den Zeitraum 2025 bis 2027 sollen künftig mehr als 50 % des kumulierten Free Cashflows an die Aktionäre zurückfließen. Bislang lag die Vorgabe bei bis zu 50 %. Neben weiteren Rückkäufen kommen feste und zusätzliche Sonderdividenden infrage. </p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p style="text-align: justify;">Nach unserem europäischen Screening wechseln wir heute über den Atlantik und wenden exakt dieselben Kriterien auf die größten US-Blue Chips an: deutlicher Abstand zum Analystenkursziel, operative Bestätigung durch die jüngsten Quartalszahlen und ein konkreter Katalysator, der die Bewertungslücke schließen kann.</p> <p style="text-align: justify;">Das Ergebnis fällt überraschend konzentriert aus. Nach der kräftigen US-Rally sind viele Qualitätsaktien inzwischen schlicht zu teuer oder das Analystenpotenzial ist bereits weitgehend ausgeschöpft. </p> <p style="text-align: justify;">Wenn Sie Börsentäglich neue Empfehlungen und ähnliche Screenings haben wollen, dann schauen Sie bei der Termin-Börse daily vorbei, das geht auch im Einzelabruf (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p><strong>(Nur hier für Abonnenten der Bernecker daily.) MEDARTIS: Überzeugendes Halbjahr.</strong></p> <p><strong>Der schweizerische Orthopädie-Spezialist (Knochenimplantate für Kopf und Extremitäten) meldete für das erste Halbjahr ein organisches, währungsbereinigtes Plus von 17 % beim Kernumsatz. </strong>Das Wachstum hat sich damit leicht beschleunigt. Beim Produktspektrum fokussiert sich das Unternehmen mit Innovations- und Expansionsdrang auf kleinere Gelenke, da umsatzmäßig große Konkurrenten wie STRYKER eine Vormachstellung bei Großgelenken innehaben. </p> <p><strong>Interessantester regionaler Markt sind zurzeit die USA mit 27 % organischem Wachstum.</strong> Dort wurde die Prothese „Touch“ (bei Arthrose des Daumensattelgelenks) besonders stark nachgefragt. Es handelt sich um eine Produktentwicklung von KeriMedical, deren mehrjährig gestaffelte Übernahme MEDARTIS vor einem Jahr abgeschlossen hatte.</p> <p><strong>Trotz Belastungen durch Zölle und Währungseinflüsse wurde bei MEDARTIS die EBITDA-Marge im Kerngeschäft ausgebaut (18,0 %).</strong> Bei einer leicht erhöhten Umsatzprognose (jetzt + 17 bis 19 %, zuvor + 16 bis 18 %) bleibt MEDARTIS für die Actien-Börse (Empfehlung siehe 13/24) weiterhin haltenswert.</p> <p><strong>Der Chartvergleich enthält größenmäßig etwa vergleichbare Anbieter.</strong> Die großen Namen fehlen, schon aus Gründen der Übersichtlichkeit. Sie bieten im gewählten Zeitraum kaum einen Performancevorteil. </p> <p>Helmut Gellermann</p>
<p><strong>Die wichtigsten Punkte der August-Umfrage:</strong></p> <p>Most Crowded Trade: weiterhin Long Global Semiconductors. Rund 52 bis 53 % der Befragten nennen diesen Trade. Im Juli waren es noch 82 bis 83 %, damals ein Rekordwert. </p> <p>Größtes Tail Risk: AI Bubble mit 32 %. Dahinter folgt ein ungeordneter Anstieg der Anleiherenditen mit 27 %. Im Juli hatten noch 45 % eine AI Bubble als größtes Risiko genannt. </p> <p>Cashquote: nur noch 3,5 %, nach 3,6 % im Juli. Das ist der sechstniedrigste Wert seit Beginn der entsprechenden Datenreihe 1998. Dazu muss man wissen: BofAs „Cash Rule“ liefert unterhalb von 4 % ein konträres Sell Signal. </p> <p>Aktienpositionierung: netto 56 % overweight globale Aktien, höchster Wert seit November 2021. BofA bezeichnet die August-Umfrage als die drittbullischste seit 2022. </p> <p>Konjunktur: Rekordwert von 56 % erwartet „no landing“, lediglich 4 % erwarten einen Hard Landing. Gleichzeitig rechnen netto 14 % mit stärkerem globalem Wachstum in den kommenden zwölf Monaten, nach 21 % im Juli. </p> <p>Gewinne: 37 % erwarten mindestens 10 % globales EPS-Wachstum in den kommenden zwölf Monaten. Das ist der höchste Wert seit August 2021. </p> <p>Fed: 72 % rechnen vor den US-Midterms mit keiner Zinserhöhung. Für Warshs Jackson-Hole-Auftritt erwarten 53 % einen neutralen Ton, 31 % einen hawkishen. </p> <p>AI-Capex: 71 % erwarten 2026 keine Kürzung der Investitionsbudgets der Hyperscaler. Gleichzeitig nennen 38 % Hyperscaler-AI-Capex als wahrscheinlichste Quelle eines möglichen systemischen Kreditereignisses. </p> <p>US-Aktien: netto 27 % overweight, höchster Stand seit Dezember 2024. Technologie und Banken liegen jeweils bei netto 30 % overweight. </p> <p>Gold: netto 16 % halten Gold inzwischen für unterbewertet, stärkster Wert seit März 2023. Somit: </p> <p>Die institutionellen Anleger sind nahezu voll investiert und die Erwartungen an Konjunktur und Gewinne sind hoch. Für den September liegt darin ein Rückschlagrisiko. Der deutliche Abbau beim "Most Crowded Trade" auf Halbleiter geht in die richtige Richtung. Ein test der Böden von Ende Juli ist dabei nicht auszuschließen. Viel hängt an der weiteren Tendenz der Zinsen am langen Ende.</p> <p> </p>
19-Aug. 08:37
Guten Morgen aus der Redaktion: Zinsen, Halbleiter-Ängste und dennoch 60 % Potenzial bei Nvidia?
<p><strong>Die Märkte stehen klar unter Druck. </strong>Halbleiter und andere Technologieaktien füheren die Verliererlisten an. Software bietet noch relative Stärke. Die Begründung lieferten wir schon gestern mit stark gestiegen Zinsen mit entsprechendem Chart am langen Ende. Zusätzlicher Druck kommt vom Ölmarkt. Brent stieg den vierten Tag in Folge und notierte oberhalb von 91,60 Dollar je Barrel. Unternehmenszahlen als positiven Trigger gibt es erst wieder ab der zweiten Oktoberhälfte.</p> <p><strong>Halbleiter geraten weltweit unter die Räder</strong></p> <p>Der globale Abverkauf bei Chipaktien hat sich in Asien deutlich verschärft. In Südkorea verloren Samsung Electronics und SK Hynix jeweils mehr als 7 %. Zuvor war der Philadelphia Semiconductor Index in den USA um 5 % eingebrochen, der stärkste Tagesverlust seit Ende Juli. Der Bloomberg beziehungsweise MSCI Sektorindex für asiatische Halbleiter verlor rund 3,5 %. Wichtig für den Sektor ist nun: Die Korrekturtiefs vom 30. Juli müssen halten (s. Chart unten). Operativ / fundamental hat sich nichts geändert. Es geht um Ängste - denn:</p> <p><strong>Stark steigende Zinsen verteuern die Capex-Orgien im KI-Sektor.</strong> Mindestens sieben Unternehmen verzichteten deshalb darauf, geplante Anleiheemissionen an den Markt zu bringen. Das muss beobachtet werden. Die reale Refinanzierung von Unternehmen wird somit schwieriger und teurer. Das alles trifft auf die jüngste Bank of America-Umfrage mit Tiefwerten in der Cashquote (die wir für unsere Abonnenten im Bernecker Newspilot auseinanderpflücken). Hier gehts zum Newspilot: <a href="https://www.bernecker.info/news/list/alle">https://www.bernecker.info/news/list/alle</a> </p> <p><strong>Und dennoch: </strong></p> <p><strong>Bank of America hält die aktuelle Bewertung von Nvidia für deutlich zu niedrig. </strong>Analyst Vivek Arya kommt in einer Sum-of-the-Parts-Betrachtung des freien Cashflows auf einen rechnerischen Abschlag von 34 bis 50 %, selbst wenn Finanzierungsrisiken berücksichtigt werden. BofA bestätigt Buy mit einem Kursziel von 350 Dollar. Beim Bloomberg-Schlusskurs von 219 Dollar entspricht das einem Potenzial von knapp 60 %.</p> <p>Die Größenordnung der Verpflichtungen, die Nvidia inzwischen im KI-Ökosystem eingegangen ist werden zugleich quantifiziert. BofA schätzt sie auf rund 300 Mrd. Dollar. Davon entfallen etwa 70 Mrd. Dollar auf Beteiligungen und 230 Mrd. Dollar auf Restwertgarantien oder andere Absicherungszusagen. Zu den jüngeren Engagements gehören Beteiligungen an SpaceX und Intel sowie die Zusage, bis zu 105 Mrd. Dollar für einen Rechenzentrumskomplex in Ohio bereitzustellen, der von OpenAI gemietet werden soll.</p> <p>BofA sieht darin eine Absicherung der gesamten KI-Wertschöpfungskette. Nächste Woche kommen die Nvidia-Zahlen!</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p> <p> </p> <p> </p> <p> </p> <p> </p> <p> </p> <p> </p> <p> </p> <p> </p>
<p>Jefferies hat das Kursziel für DHL Group von 52 auf 59 € angehoben. Die Einstufung wurde allerdings auf "Hold" belassen. In einer am Montag veröffentlichten Branchenstudie sehen die Analysten von Jeffereis beim DHL-Konkurrenten DSV nach dessen Quartalszahlen die größten Chancen. Auf den weiteren Plätzen folgen Kuehne + Nagel und DHL. Dem Dax-Konzern attestierte Jefferies ebenso wie den mit "Buy" bewerteten Konkurrenten ein überraschend dauerhaftes Wachstum und begründete die Anlageempfehlung mit der Bewertung der Aktie.</p>
<p>Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen stieg von 26,3 Punkten im Juli auf plus 34,2 Zähler. Gerechnet worden war im Vorfeld mit einem leichteren Anstieg auf rund 30 Punkte. Der Index zur Beurteilung der Konjunkturlage erhöhte sich von minus 77,6 Punkten im Vormonat auf minus 61,1 Punkte. Auch hier hatten Ökonomen nur einen leichteren Anstieg auf minus 69,6 Punkte prognostiziert. Anleger blicken also wieder etwas optimistischer auf Deutschland.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
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Volker Schulz
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