Zwei Empfehlungswerte aus dem Energiesektor heute schwach - die Hintergründe und Einordnung
27-Mai 16:28
<p>Die sinkenden Ölpreise nebst "Hormus-Entspannung" setzen heute den Energiesektor unter Druck. Konkret wichtig für uns:</p>
<p>SBM Offshore hängt nicht am Brent-Spotpreis sondern an langfristigen Deepwater-FID- und FPSO-Zyklen. Die sind komplett intakt. SBM meldete im Q1 2026 einen Umsatzsprung auf 3,49 Mrd. Dollar nach 1,10 Mrd. Dollar im Vorjahr, vor allem durch Turnkey, und verweist selbst auf einen robusten FPSO-Markt mit wachsender Nachfrage nach komplexen Deepwater-Lösungen. Zudem wurde die 2026er Umsatz-Guidance zuletzt angehoben.</p>
<p>Technip Energies:<br />Hier ist der fundamentale Zusammenhang mit dem Spot-Ölpreis noch schwächer. Technip profitiert stark von LNG, Gas, Petrochemie, SAF und Dekarbonisierungsprojekten. Im Q1 lagen die Auftragseingänge bei über 6 Mrd. Euro, mehr als im gesamten Jahr 2025, und der Backlog stieg auf über 20 Mrd. Euro. Das ist genau das Gegenteil einer schwachen Pipeline.</p>
<p>Die Titel kommen nun mit dem Sentiment im gesamten Energiesektor unter Druck. Operativ hat ein sinkender Ölpreis keinerlei Einwirkung auf das Zahlenwerk. </p>
NORDEX gewinnt weiteren Türkei-Auftrag
27-Mai 16:27
<p>Der Windkraftkonzern liefert 16 Turbinen des Typs N175/6.X für den Windpark Balıkesir-3 im Westen der Türkei. Die installierte Gesamtleistung liegt bei 110 Megawatt. Auftraggeber ist der langjährige Kunde Eksim Enerji. Zum Vertrag gehört auch ein Premium-Service über zehn Jahre. Das verbessert die Qualität der Erlöse, denn Serviceverträge liefern wiederkehrende Umsätze und stabilere Margen als das reine Projektgeschäft. Die Türkei bleibt ein wichtiger Kernmarkt. Seit 2017 hält Nordex dort einen Marktanteil von rund 34 % und ist Marktführer im türkischen Windenergiemarkt. Fazit: Der neue Auftrag ist kein Kurstreiber allein, aber er bestätigt die starke Türkei-Position und stützt die Wachstumsstory im margenstärkeren Servicegeschäft. Nach der dynamischen Rally der vergangenen Monate befindet sich die Aktie aber weiterhin im Konsolidierungsmodus. </p>
<p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="http://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 22.</p>
<p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p>
<p> USA/China-Verhältnis vor neuer Dimension</p>
<p> Einzige Brettspielaktie Europas auf Rekordhoch</p>
<p> YPSOMED mit Kurssprung</p>
<p> China wieder einen Blick wert: Fünf interessante Segmente unter der Lupe</p>
<p> KI-Wert der Woche</p>
<p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
Eli Lilly hat innovative Gentherapie in der Pipeline
27-Mai 14:52
<p>Der US-Pharmakonzern hat bekanntgegeben, dass seine experimentelle Gen-Editing-Therapie VERVE-102 in einer Phase-1-Studie bei Erwachsenen mit Hypercholesterinämie oder vorzeitiger koronarer Herzkrankheit den LDL-Cholesterinspiegel sowie die PCSK9-Proteinwerte gesenkt hat. Laut Eli Lilly hat eine Einzeldosis von VERVE-102 die PCSK9-Werte um 51 bis 88 % und die Werte für das „schlechte“ LDL-Cholesterin um 9 bis 62 % reduziert. Diese positive Wirkung hielt dabei bis zu 18 Monate nach der Behandlung an. Der Pharmakonzern will jetzt bis Jahresende eine Phase-II-Studie für VERVE-102 starten. Mit dieser innovativen Therapie könnte Eli Lilly den milliardenschweren Markt für Blutfettsenker aufrollen. </p>
Symrise - perfekte Markttechnik und...
27-Mai 14:16
<p>Bei Symrise war ich oberhalb von 100 € in den letzten 2 Jahren eher kritisch. Inzwischen ist Symrise aber in die Bewertung hineingewachsen mit erheblichem Discout zu Givaudan aus der Schweiz. Ich registriere den Ausbruch aus der Bodenbildung in Kombination mit einem Golden Cross!</p>
<p>KGV 20,6 für 2026 sowie 18,9 für 2027 lassen sich wieder rechnen. </p>
BIP Deutschland - Prognosen rückläufig
27-Mai 13:34
<p>Die frische Aussage aus dem Frühjahrsgutachten 2026, dessen Pressekonferenz am 27.05.2026 um 10 Uhr lief:</p>
<p>Deutschland 2026: nur noch +0,5 % reales BIP-Wachstum<br />Deutschland 2027: +0,8 % reales BIP-Wachstum</p>
<p>Damit wurde die frühere Prognose für 2026 deutlich gesenkt. Im Jahresgutachten 2025/26 lag sie noch bei +0,9 %.</p>
<p>Für den DAX mit globaler Exportorientierung spielt das keine Rolle. bei binnenorientierten Nebenwerten muss man genauer hinschauen. </p>
<p>Volker Schulz</p>
<p>Redaktionsleiter</p>
Aktionärsbrief: Depotwert mit Q1-Zahlen
27-Mai 12:13
<p>Da ist ein starkes Q1 und bestätigt den laufenden Infrastrukturzyklus. Der wichtigste Punkt ist der erstmalige Sprung des Auftragsbestands über die Marke von EUR 10 Mrd bei Porr. Das entspricht deutlich mehr als einer Jahresleistung und sorgt für hohe Visibilität bis weit ins Jahr 2027 hinein.</p>
<p>• Auftragseingang +14,7 % auf EUR 1,77 Mrd.</p>
<p>• Auftragsbestand +13,5 % auf EUR 10,0 Mrd.</p>
<p>• EBIT +13,1 % auf EUR 14,3 Mio.</p>
<p>• EBIT-Marge leicht verbessert auf 1,1 %</p>
<p>• Ausblick 2026 bestätigt</p>
<p>Wichtig ist dabei weniger das saisonal schwache Q1-Ergebnis selbst, sondern die Qualität des Wachstums. Der Treiber ist klar der Tiefbau bzw. Infrastruktur. Besonders Polen und CEE laufen sehr stark. In Polen hat sich der Auftragseingang sogar mehr als verdoppelt. Damit bin ich zufrieden. Zielrichtung 45 € auf 12 Monate. Die Kursdelle bietet auf KGV 9,8-Niveau für 2027 neue Chancen.</p>
WACKER CHEMIE fährt bei SILTRONIC zurück
27-Mai 12:02
<p>Viel stärker als geplant hat WACKER seinen Anteil bei SILTRONIC zurückgefahren: Es wurden 2,1 Mio. SILTRONIC-Aktien zu einem Preis von je 89,35 Euro platziert. Ursprünglich waren 1,8 Mio. Aktien angekündigt worden. Brutto nahm WACKER nun 188 Mio. Euro ein. Die Platzierung entsprach 7 % des Grundkapitals von SILTRONIC. Durch die Veräußerung reduziert sich der Anteil von WACKER CHEMIE an SILTRONIC nun auf 24 %. Der Spezialchemiekonzern bleibt damit nach eigenen Angaben aber größter Anteilseigner des Waferherstellers.</p>
<p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
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SK Hynix ist nun Dollar-Billionär
27-Mai 11:25
<p>Unser Depotwert haussiert weiter. Drei Gründe sorgen für den frischen Schub:</p>
<p>1. Die UBS Ziel-Erhöhung für Micron Technology gestern (wir berichteten)</p>
<p>2. Mirae Asset Securities (eiens der größten Researchhäuser Südkoreas) hat das Kursziel von 3,2 Mio. auf 3,8 Mio. Won angehoben (aktuell 2,28 Mio. Won) und die Einstufung „Buy“ bestätigt. Bemerkenswert: Die Anhebung basiert laut Mirae weniger auf höheren Gewinnschätzungen, sondern vor allem auf einer Neubewertung des gesamten Speichersegments. SK Hynix und Samsung Electronics seien trotz der starken Kursrally weiterhin deutlich günstiger bewertet als globale KI- und Memory-Peers.</p>
<p>3. Zusätzlichen Rückenwind liefert Wedbush. Die US-Bank hat SK Hynix in ihre „AI 30“-Liste aufgenommen und bezeichnet den Konzern als einen der wichtigsten KI-Werte im Markt. Die Begründung: Die Nachfrage nach HBM, DRAM und NAND erreiche bislang nicht gekannte Niveaus. Wedbush sieht die Preissetzungsmacht der Speicherhersteller so stark wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr und erwartet im zweiten Halbjahr 2026 weiter steigende DRAM- und NAND-Preise.</p>
<p>Wir reizen den Titel weiter aus. Die Story lautet nun "Bewertungsexpansion"</p>
Actien-Börse exklusiv: Nebenwerte-Empfehlung vor Kursimpuls?
27-Mai 10:29
<p>Unser Empfehlungswert präsentierte sich kürzlich beim Cantor European Summit vor Analysten und Investoren. Man steuert auf auf eine spannende Phase im laufenden Jahr zu, die die stillen Reserven im Portfolio offenbaren. Die Rede ist von unserer Empfehlung aus AB 19/2026: Mutares. </p>
<p>Laut Cantor sind bei Mutares bis 2028 Portfoliounternehmen mit einem kumulierten Enterprise Value von 725 bis 870 Mio. € reif für eine Veräußerung. Das entspricht durchschnittlichen jährlichen Exit-Erlösen von rund 250 Mio. € mit entsprechender Rückwirkung auf die börsennotierte Holding. Zum Vergleich: Für 2026 hat man 165 Mio. bis 200 Mio. € Nettogewinn in Aussicht gestellt.</p>
<p>Besonders im Fokus steht derzeit die Energiesparte. Als potenzieller nächster großer Exit gilt NEM Energy, ein 2022 von Siemens Energy übernommener Spezialist für Wärmerückgewinnungs- und Abgassysteme für Kraftwerke, Öl- und Gasanlagen sowie erneuerbare Energien. Für 2026 wird NEM auf rd. 400 Mio. € Umsatz taxiert. Auf Basis vergleichbarer Unternehmen erscheint ein Verkauf zu einem Unternehmenswert von mindestens 100 Mio. € realistisch. Laut Cantor reicht dieser Deal bereits aus, um die untere Grenze des Ergebnisziels für 2026 zu erreichen. </p>
<p>Noch größeres Potenzial könnte jedoch in EFACEC schlummern. Der portugiesische Energieinfrastruktur-Spezialist wurde 2023 von Mutares übernommen und profitiert massiv vom globalen Investitionsboom in Stromnetze, Transformatoren und Ladeinfrastruktur. Vor allem der AI- und Datacenter-Superzyklus erhöht weltweit den Bedarf an resilienten Stromnetzen. EFACEC gilt als Marktführer bei Großtransformatoren und deckt zusätzlich Systemintegration sowie Elektromobilitätslösungen ab. Das Unternehmen wächst aktuell zweistellig und soll mittelfristig EBITDA-Margen von rund 14 % erreichen – ein Niveau, das im Branchenvergleich durchaus realistisch erscheint. Laut Cantor könnte EFACEC mit einer aktuellen Umsatzrunrate von rund 355 Mio. € bei anhaltendem Wachstum bis 2028 ein EBITDA von etwa 60 Mio. € erreichen. Selbst bei konservativen Bewertungsmultiplikatoren von 5- bis 7-fachem EBITDA ergäbe sich daraus ein potenzieller Unternehmenswert von 300 bis 420 Mio. €. Bei einem strategischen Käufer im Bieterprozess wären sogar höhere Bewertungen denkbar.</p>
<p>Parallel treibt Mutares die Expansion in den USA voran. Nach der erfolgreichen Kapitalerhöhung über 105 Mio. € soll ein Großteil der Mittel in den Aufbau der US-Plattform fließen. Vor allem in den Bereichen Spezialchemie, Energie und industrielle Dienstleistungen sieht Mutares dort erhebliche Opportunitäten. Das identifizierte Umsatzpotenzial der bisherigen US-Zielunternehmen summiert sich bereits auf mindestens 4,8 Mrd. €.</p>
<p>Das Mutares-Portfolio wird beim aktuellen Kursniveau unterschätzt. Mann sitzt auf erheblichen stillen Reserven, die der Kurs nicht vollständig einpreist. Allein die beiden genannten Exit-Kandidaten stehen für rd. die Hälfte des Unternehmenswertes – bei insgesamt 30 Beteiligungen. Zudem hat man bereits einen Verkauf oder Börsengang der Tochter Magirus angekündigt. Im Trio würden die Verkaufskandidaten dann den gesamten Unternehmenswert des Private-Equity-Investors abdecken. Wenn es gelingt, die Werte bei NEM, EFACEC und Magirus zu realisieren, dürfte der Kurs die 40-€-Marke anpeilen. </p>
Zwei Banken aus der TB-Daily
27-Mai 09:28
<p style="text-align: justify;"><strong>Die DEUTSCHE BANK hat den langfristigen Turnaround nicht nur vor sich, sondern liefert mittlerweile die harten Zahlen, die diese These untermauern.</strong> Das von CEO Christian Sewing ausgerufene Modell der „Globalen Hausbank“ greift voll. Der jüngste Kursrücksetzer bietet einen sinnvollen Einstiegszeitpunkt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Warum der Turnaround real ist: </strong>Das Jahr 2025 war ein Meilenstein. Der Vorsteuergewinn kletterte auf 9,7 Mrd. €, der Nettogewinn verdoppelte sich nahezu auf 7,1 Mrd. €. Das erste Quartal 2026 hat gezeigt, dass das kein Einmaleffekt war. Die Bank erzielte einen Rekord-Nachsteuergewinn von 2,2 Mrd. € (+8 % im Jahresvergleich). Profitabilität und Effizienz stimmen endlich. Die wichtige Eigenkapitalrendite (RoTE) lag im Q1 2026 bei starken 12,7 %. Damit liegt die Bank deutlich über ihrer selbstgesteckten Zielmarke von 10 %. Die Aufwand-Ertrag-Relation (Cost-Income-Ratio) sank im Q1 2026 auf 58,9 % (Vorjahr: 61,2 %). Die Deutsche Bank ist heute also wesentlich schlanker und effizienter aufgestellt als noch vor wenigen Jahren. Weitere Einzelheiten und einen weiteren Schnapper unter europäischen Banken finden Sie in der TB-Daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>). </p>