<p>Der Sportmodehersteller hatte mit schwachen Umwätzen im zweiten Geschäftsquartal enttäuscht. Der Boom bei Sport- und Freizeitbekleidung lässt offenbar nach, wegen steigender Lebenshaltungskosten schränken die Konsumenten zunehmend ihre Ausgaben ein. Eine (folgerichtige) gesenkte Gewinnprognose der DEUTSCHE BANK für das Geschäftsjahr 2026/27 schickte die Aktien von JD SPORTS heute daher auf Talfahrt. Sie sackten in London um rund 13 % ab und erlitten damit den kräftigsten Tagesverlust seit November 2021. Seit ihrem Rekordhoch - ebenfalls im November 2021 - haben sie inzwischen 65 % wieder eingebüßt. In der Studie wurde vor allem auf das schwache Geschäft in den USA hingewiesen. Zudem verwies man darauf, dass die Mitte der neuen Prognosespanne für den bereinigten Vorsteuergewinn (Pbtai) nun 4 % unter der bisherigen Konsensschätzung liegt.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Laut italienischen Medienberichten gibt es neue Gerüchte zu Banca Monte Dei Paschi. CEO Luigi Lovaglio soll dem MPS-Verwaltungsrat nicht mehr nur Banco BPM oder Banca Generali als alternative Abwehrtransaktionen gegen die Intesa-Offerte vorlegen. Laut Il Sole 24 Ore und Corriere della Sera wird inzwischen eine parallele Verfolgung beider Transaktionen geprüft. Die außerordentliche Board-Sitzung ist für heute angesetzt.</p> <p>Für Banca Generali werden laut den Berichten eine Barofferte oder ein Aktientausch unter Einbeziehung des über Mediobanca gehaltenen 13,2-%-Anteils an Generali im Wert von rund 8,6 Mrd. € diskutiert. Bei Banco BPM wäre eine Einigung mit Großaktionär Crédit Agricole erforderlich, der 29,3 % hält.</p> <p>Mir erscheint die Abwehraktion seitens MPS um eine Intesa-Übernahme zu verhindern recht teuer. Das aktuelle Intesa-Gebot liegt inkl. Aktientausch um 12 €. Sollte der Deal scheiter sehe ich 10 bis 15 % Rückschlagspotenzial. Sollte Intesa das Gebot erhöhen wird das kaum über 12,50 e liegen. Deshalb:</p> <p>Wir nehmen rd. 43 % Gewinn im Spekulativen Portfolio mit und verkaufen um 10:30 Uhr.</p> <p> </p>
<p>SK Hynix könnte seine Aktionäre bis Ende 2027 mit zusätzlichen Ausschüttungen von mindestens 180 Bio. Won bzw. rund 130 Mrd. Dollar belohnen. Darauf verweist JPMorgan nach dem angekündigten Aktienrückkauf über 40 Bio. Won.</p> <p>Der Speicherchiphersteller will künftig mehr als 50 % des kumulierten freien Cashflows der Jahre 2025 bis 2027 an die Aktionäre zurückgeben. Die von JPMorgan erwarteten zusätzlichen Ausschüttungen entsprechen rund 16 % des aktuellen Börsenwerts. Analyst Jay Kwon empfiehlt Anlegern daher, die zuletzt deutlich gefallene Aktie einzusammeln.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p>CME GROUP erhält einen Dämpfer von Deutsche Bank Research. Das Researchhaus stufte die Aktie am Mittwoch von „Buy“ auf „Hold“ herab und senkte das Kursziel von 286 auf 270 $. Damit liegt das neue Ziel nur noch rund 1,1 % über dem Mittwochsschluss von 266,94 $. Die Aktie verlor gestern 1,7 %. </p> <p>Fundamental bleibt das Geschäft robust. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 0,8 % auf 1,71 Mrd. $. Der bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie legte um 1,0 % auf 2,99 $ zu. Besonders stark entwickelte sich der Marktumsatz mit Daten. Er sprang um 20 % auf den Rekordwert von 238 Mio. $. Das erste Halbjahr war insgesamt das stärkste der Unternehmensgeschichte.</p> <p>Das derzeit volatile Börsengeschehen spielt CME grundsätzlich in die Karten. Starke Schwankungen bei Zinsen, Aktien, Währungen und Rohstoffen erhöhen den Absicherungsbedarf. Davon profitiert CME über höhere Handels- und Clearingaktivitäten.</p> <p>Zusätzliche Fantasie liefern neue Produkte. Ab 5. Oktober sollen vorbehaltlich der regulatorischen Prüfung erstmals Terminkontrakte auf die Mietkosten von Nvidia-H100- und B200-Rechenleistung starten. Damit erschließt CME den boomenden Markt für KI-Infrastruktur als neue Anlageklasse. Auch der von Nasdaq für Dezember geplante tägliche 23-Stundenhandel kann zusätzlichen Absicherungsbedarf bei Nasdaq-100-Derivaten schaffen.</p> <p>Fazit: Seit dem 4. Dezember 2024 gehört CME zu einem Einstandskurs von 229,50 $ zum Allround-Portfolio von „Der Aktionärsbrief“. Performance seitdem: +16,3 %. Trotz der Abstufung bleibt die Aktie für uns zumindest eine Halteposition.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem wir gestern bei den Top-Megacaps der USA selektiv vorgehen mussten, richten wir den Blick heute eine Etage tiefer: auf das S&P 500-Segment der Rangpositionen 100 bis 200. Während die allergrößten Marktgewichtungen nach der anhaltenden KI-Rally in Teilen sportlich bewertet sind, verbirgt sich in der zweiten Reihe ein hochinteressantes Feld. Hier finden sich etablierte Branchenführer, die von der breiten Masse zuletzt vernachlässigt wurden, operativ jedoch geliefert haben. Anhand unserer drei klaren Kriterien (deutlicher Abstand zum Analystenziel, operative Bestätigung in den jüngsten Zahlen und ein konkreter Neubewertungskatalysator) haben wir drei erstklassige Kandidaten herausgefiltert. Bei der Termin Börse daily gibt es jeden Börsentag neue Empfehlungen, denen Sie folgen können. Probieren Sie uns aus (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p>Siemens erhält heute weiteren Rückenwind. Goldman Sachs hebt das Kursziel von 292 auf 319 € an und bestätigt „Buy“. Das entspricht einer Erhöhung um 9,2 %. Das Researchhaus hat seine Schätzungen nach den Zahlen zum dritten Geschäftsquartal angepasst. Zudem fließen die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2028 nun stärker in die Bewertung ein. Beim aktuellen Kurs eröffnet das neue Ziel ein Potenzial von rund 15 %.</p> <p>Die jüngsten Fundamentaldaten stützen den Optimismus. Im dritten Geschäftsquartal stieg der Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um 14 % auf den Rekordwert von 27,9 Mrd. €. Der Umsatz legte vergleichbar um 8 % auf 20,8 Mrd. € zu. Noch stärker entwickelte sich das Ergebnis des Industriellen Geschäfts. Es sprang um 25 % auf den Rekordwert von 3,5 Mrd. €. Zudem erhöhte Siemens die Prognose für den unverwässerten Gewinn je Aktie vor Effekten aus der Kaufpreisallokation für 2026 von 10,70 bis 11,10 € auf 11,20 bis 11,50 €. Besonders dynamisch bleibt das Rechenzentrumsgeschäft bei Smart Infrastructure.</p> <p>Die Aktie reagiert heute Morgen bislang verhalten auf die Goldman-Studie. Kurz nach 9 Uhr notiert Siemens bei rund 277 € und damit nahezu unverändert.</p> <p>Fazit: Siemens bleibt fundamental gut aufgestellt. Seit dem 18. November 2021 gehört die Aktie zu einem Einstandskurs von 154,05 € zum Allround-Portfolio von „Der Aktionärsbrief“. Auf Sicht von 12 bis 18 Monaten halten wir den Titel weiterhin für aussichtsreich.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"</p>
20-Aug. 08:40
Guten Morgen aus der Redaktion: Moderna sorgt für Schlachtfest, Marvell mit Alphabet Deal, Bessent mit Draghi Moment
<p><strong>Fallende US-Renditen stabilisieren die Aktienmärkte. </strong>Freudenstimmung kommt dennoch nicht wirklich auf. Das US-Finanzministerium verdoppelt ab September das maximale Volumen seiner Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen von 2 auf mindestens 4 Mrd. Dollar je Transaktion. Die Rendite zehnjähriger Treasuries fällt auf rund 4,64 %, die 30-jährige auf 5,18 %. Nicht das Volumen der Rückkäufe ixt entscheidend sondern die Symbolik von Bessent. Steigende Zinsen bei inzwischen 40 Bio. $ Staatsschulden (s.u.) sind kaum tragbar. Zudem:</p> <p>Das strukturelle Problem bleibt bestehen. Die USA müssen enorme Haushaltsdefizite finanzieren und sehr große Mengen an Staatsanleihen platzieren. Werden langfristige Anleihen so zunehmend durch kurzfristige Finanzierung ersetzt, verschiebt sich das Refinanzierungsrisiko stärker in kurze Laufzeiten. Gesund ist das nicht.</p> <p><strong>Folge: </strong>Schwacher Dollar und die Rohstoffe nebst Gold werden nach oben gespült. </p> <p><strong>Bei den Einzelwerten sprang Moderna nach positiven Phase-3-Daten eines gemeinsam mit Merck entwickelten Melanom-Impfstoffs um mehr als 140 %. </strong>Shortseller wurden gebraten und verloren über 5,5 Mrd. $. Unser Knockout-Call in der Termin-Börse daily schaffte dagegen über 600 % seit dem 24. Juli. Wer ist der Nächste? Hier gehts zur August-Rabattaktion: <a href="https://www.bernecker.info/tbd-aktionswochen">https://www.bernecker.info/tbd-aktionswochen</a></p> <p><strong>Marvell </strong>gewann rund 10 % nach einer erweiterten Kooperation mit Google bei maßgeschneiderten KI-Chips. Google erhält dabei die Option, Marvell-Aktien im Volumen von rund 12 Mrd. Dollar zu erwerben.</p> <p>Die Ergebnisse von <strong>Estee Lauder</strong> lagen über den Markterwartungen. Zugleich beendete der Konzern eine Serie von drei Jahren mit rückläufigem Jahresumsatz. Bloomberg wertet dies als Hinweis darauf, dass die laufenden Restrukturierungsmaßnahmen zunehmend greifen.</p> <p><strong>SK hynix</strong> profitiert von einem gemeldeten Aktienrückkaufprogramm über 28,6 Mrd. $ in den nächsten drei Monaten. Startschuss ist heute und deutlich mehr ist denkbar. Dazu heute mehr in unserem Bernecker Newspilot.</p> <p>Auf der Zahlenseite ist heute <strong>Walmart</strong> das Großereignis mit Rückschlüssen auf die amerikanische Konsumstimmung.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p> <p> </p> <p> </p> <p> </p> <p> </p>
<p><strong>TARGET: Ein Nachzügler mit Fans. </strong></p> <p><strong>Der WALMART-Konkurrent bleibt in jedem langfristigen Chartvergleich hoffnungslos hinter dem bekanntesten und größten US-Einzelhändler zurück.</strong> WALMART macht siebenfachen Umsatz und liegt beim Börsenwert fast mit Faktor 13 über TARGET. Doch beim Wechsel auf den Einjahreschart reibt man sich die Augen, im frühen Juni ist WALMART nach unten abgebogen. Der Kleine führt im Zeitraum mit + 51 % gegen + 13 % des Großen. (NVIDIA übrigens mit + 24 % dazwischen.)</p> <p><strong>Dieses Setting wurde gestern noch unterstützt von Analystenseite: DA Davidson hievte das Kursziel von 170 auf 185 $ und blieb auf „buy“.</strong> Anlass war der Quartalszahlentermin und so wagen wir den Blick auf die Spitze des Zahlenwerks: Die Wachstumskennziffern lauten + 3,6 % (Kundenzahl bzw. „Traffic“) und + 5,3 % (Nettoumsatz). Als dritte Ziffer kommt + 3,8 % beim vergleichbaren Verkaufserlös hinzu, was aufgefächert werden muss: Nur + 2,7 % in den Stores, aber + 8,7 % beim digitalen Umsatz und darin gilt + 25 % für die Auslieferung am gleichen Tag.</p> <p><strong>Ohne mit weiteren Zahlen zu behelligen – mancher Anleger hat wohl begriffen, dass WALMART trotz aller KI-Gewinne zu behäbig werden könnte und der Kleine flexibler die anstehenden Marktänderungen (KI, Drohnenauslieferung usw.) bewältigt.</strong> Die Analysten von DA Davidson verweisen auf operative Verbesserungen bei TARGET, das seine Entscheidungen inzwischen wieder konsequent auf Organisation und „Weiterentwicklung der Einkaufsdestination“ (aha, Einkaufen als Reiseerlebnis?) ausrichtet.</p> <p><strong>Fazit jetzt für uns:</strong> Kein sofortiger Kauf, aber beste Vorbereitung auf den Zahlentermin von WMT heute, vor dem amerikanischen Handelsbeginn. </p> <p>Helmut Gellermann</p>
<p><strong>Ein Durchbruch für personalisierte mRNA-Krebstherapien.</strong> Die erfolgreiche Phase-3-Studie mit Intismeran von MODERNA in Kombination mit Keytruda von MERCK & Co führt auf weitere spekulative Möglichkeiten.</p> <p><strong>Die bisher unbekannte Variante ist NYKODE THERAPEUTICS (+ 37 %) aus Oslo. </strong>Auf sehr viel kleinerem Niveau mit einem Börsenwert von 98 Mio. €. Außerdem: Bei NYKODE geht es <em>nicht </em>um mRNA, aber auch diese Forscher sind im Spannungsbogen zwischen Krebsimpfstoffen und Immuntherapien tätig.</p> <p><strong>In Blickrichtung Immunonkologie gehören weitere Titel in unseren Zwei-Tages-Chartvergleich:</strong> BIONTECH, CUREVAC und TRANSGENE (kein Anspruch auf Vollständigkeit) legten zu. Die zurzeit laufende Spekulation bleibt trennscharf auf das Sachgebiet Krebsmedikation beschränkt.</p> <p><strong>Dreifaches, vorläufiges Fazit.</strong> Erstens: Mit NYKODE ist in dieser Woche der zweite bzw. dritte Wirkstoffentwickler mit Kursanstieg auf unserem Radarschirm. Zweitens: Bei MODERNA wird spekulativ an die vor sechs Jahren begonnene Pandemie-Episode angeknüpft. Zwischenzeitlich war der Wert aber nur in der unteren Randgruppe mitgelaufen. Drittens: Auch z. B. der DSW ESG Biotech hat leicht von der MODERNA-Erfolgsmeldung profitiert; in den vergangenen Jahren (nach Auslaufen von Pandemie-Effekten) war dieser Titel weitaus besser als die MODERNA-Aktie gelaufen.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/boersenbriefe">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf.</p>
<p>ESTÉE LAUDER mit überzeugenden Quartalszahlen. Im vierten Geschäftsquartal stieg der Umsatz um 6 % auf 3,63 Mrd. $ und übertraf den Konsens von 3,55 Mrd. $ um 2,3 %. Der bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie sprang von 0,09 auf 0,39 $ und lag 21,9 % über der Erwartung von 0,32 $. Stark lief es bei Düften und Hautpflege. Zudem erhöhte der Konzern die Prognose für die bereinigte operative Marge 2027 von 12,5 bis 13,0 % auf 12,7 bis 13,5 %. Negativ bleiben die schwache Haarpflege und der für 2027 erwartete Rückgang des operativen Cashflows. Die Börse honorierte die Trendwende kräftig. Die Aktie gewann am Mittwochnachmittag zeitweise rund 18 %. Die Analysten sind sich uneins: Evercore ISI bestätigte „Buy“ mit 125 $, Barclays „Hold“ mit 80 $ und Telsey „Hold“ mit 90 $. Nach der Rally ist die Bewertung mit einem Forward-KGV von gut 30 anspruchsvoll. Das Konsenskursziel von knapp 96 $ ist bereits überschritten. Immerhin: Charttechnisch ist der langfristige Abwärtstrend gebrochen. Die seit Ende 2024/Anfang 2025 laufende Bodenbildung gewinnt an Kontur. Risikofähige Anleger sollten aber nach dem heutigen Kurssprung zumindest einen Rücksetzer auf 93/94 $ abwarten.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
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Volker Schulz
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