<p>Für den Konzernumsatz rechnet der Bloomberg-Konsens mit 87,72 Mrd. Dollar, ein Plus von rund 15 % gegenüber dem Vorjahr. Währungsbereinigt soll das Wachstum bei 13,5 % liegen. Der operative Gewinn wird auf 39,04 Mrd. Dollar geschätzt, der Gewinn je Aktie auf 4,25 Dollar.</p> <p>Das wichtigste Segment bleibt Azure. Die Cloud-Umsätze sollen währungsbereinigt um 39,6 % steigen. Damit würde sich das Wachstum weiter auf sehr hohem Niveau bewegen. Rund 24,6 Prozentpunkte des Azure-Wachstums sollen inzwischen direkt auf KI-Dienste zurückgehen. </p> <p>Für die einzelnen Sparten werden folgende Umsätze erwartet:</p> <p>Microsoft Cloud: 58,71 Mrd. Dollar<br />Intelligent Cloud: 38,17 Mrd. Dollar<br />Productivity and Business Processes: 37,27 Mrd. Dollar<br />More Personal Computing: 12,17 Mrd. Dollar</p> <p>Neben Azure steht M365 Copilot im Mittelpunkt. Ende März verfügte Microsoft über mehr als 20 Millionen bezahlte Copilot-Lizenzen, nach 15 Millionen drei Monate zuvor. Erwartet werden neue Angaben zur Verbreitung, zur tatsächlichen Nutzung und zur Entwicklung des Umsatzes je Kunde. Jefferies sieht hier einen zweiten Wachstumstreiber neben Azure.</p> <p>Das größte Diskussionsthema bleibt der Kapitalbedarf. Microsoft hatte angekündigt, im laufenden Jahr etwa 190 Mrd. Dollar auszugeben. Für das vierte Quartal erwartet der Konsens klassische Investitionen von 35,22 Mrd. Dollar. Einschließlich über Finanzierungsleasing erworbener Anlagen sollen es sogar 42,05 Mrd. Dollar sein.</p> <p>Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres dürfte sich der Investitionssprung noch einmal verschärfen. Erwartet werden:</p> <p>45,04 Mrd. Dollar direkte Investitionen<br />55,79 Mrd. Dollar einschließlich Finanzierungsleasing</p> <p>Die hohen Ausgaben sind teilweise darauf zurückzuführen, dass Microsoft bislang nicht über genügend Rechenleistung verfügte, um sämtliche Nachfrage von Cloudkunden zu bedienen und zugleich eigene Produkte wie Copilot mit ausreichend Kapazität auszustatten. Zusätzliche Rechenzentren könnten daher kurzfristig das Azure-Wachstum beschleunigen. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass Abschreibungen, Energiekosten und laufende Betriebskosten den Gewinn und den freien Cashflow stärker belasten.</p> <p>Raymond James beschreibt die Aktie als in einem „Niemandsland“ gefangen: Die Anleger seien grundsätzlich von Azure überzeugt, fürchteten aber, dass eine nochmals höhere Capex-Prognose die Diskussion über die Rendite der KI-Investitionen neu anheizt.</p> <p>Trotz der schwachen Kursentwicklung bleibt die Analystenstimmung ausgesprochen positiv. Von 74 erfassten Empfehlungen lauten 70 auf Kaufen, vier auf Halten und keine auf Verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 556,47 Dollar, rund 40 % über dem aktuellen Kurs. Der Optionsmarkt signalisiert für heute ine mögliche Kursbewegung von etwa 6,5 %.</p>
<p>Der Umsatz stieg um 5,9 % auf 657 Mio. $ und lag ebenso über den Erwartungen wie das bereinigte Ergebnis je Aktie von 1,22 $. Stark ist die zunehmende Monetarisierung der KI-Produkte: Kunden mit mindestens einem kostenpflichtigen, eigenen KI-Angebot stehen inzwischen für rund 13 % des wiederkehrenden Jahresumsatzes, doppelt so viel wie vor einem Jahr. RingCentral erhöhte die EPS-Prognose für 2026 auf 4,96 bis 5,10 $ und erwartet nun einen freien Cashflow von 615 bis 625 Mio. $ (Börsenwert nur 4,03 Mrd. $). Allein im Quartal wurden 180 Mio. $ freier Cashflow erzielt, 85 Mio. Dollar Schulden abgebaut und Aktien für 94 Mio. $ zurückgekauft. </p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „<a href="http://www.bernecker.info/aktionaersbrief">Der Aktionärsbrief</a>“, Ausgabe 31.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p> Pattsituation an der Börse</p> <p> CARL ZEISS MEDITEC: Comeback?</p> <p> Präzisionslandwirtschaft und AgTech 2.0 unter der Lupe</p> <p> DAX-Wert der Woche</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info </a>im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
<p>Dank gestiegener Rohstoffpreise konnte der Bergbaukonzern RIO TINTO im ersten Halbjahr deutlich mehr Gewinn erzielen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 28 % auf 14,8 Mrd. $. Unter dem Strich stieg der Gewinn noch deutlicher um 47 % auf rund 6,7 Mrd. $. Der Umsatz kletterte um 15 % auf rund 31 Mrd. $. Aber das Beste zum Schluss: Von dem Ergebnis sollen auch die Aktionäre profitieren - die Zwischendividende wurde um 43 % auf 2,11 $ je Aktie angehoben. Kein Wunder, dass die Aktie an der Börse heute in Feierlaune ist.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p style="text-align: justify;">Der deutsche Nebenwertesektor birgt weiterhin enorme Gewinnchancen. Der deutsche IT-Mittelbau wurde im bisherigen Jahresverlauf mit den zurückgebliebenen Werten aus der zweiten Reihe in Sippenhaft genommen: IT-Systemhäuser, die operativ zweistellig wachsen, notieren mit Jahresverlusten, während sich die Standardwerte neue Rekorde markierten. Genau in dieses Umfeld fiel die Vorabmeldung von BECHTLE zum zweiten Quartal 2026: Der Kurssprung von zeitweise über 13 % ist der zweite Beweis dieser Woche (nach den SAP-Zahlen), dass die Q2-Berichtssaison zum operativen Wendepunkt für den gesamten deutschen IT-Sektor wird. <br />Wir erweitern deshalb die Auswahl um zwei MDAX-Titel, die das gleiche Muster tragen: signifikante Bewertungsabschläge trotz operativer Wende und sichtbare Katalysatoren in den nächsten sechs Wochen. Unsere beiden Kaufkandidaten gibt es in der Termin Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>). </p>
<p>Asien bleibt unter Druck. Im Zentrum steht erneut der Ausverkauf bei den Halbleitern. Der Kospi verlor zeitweise 13 % und lag zuletzt noch 6,5 % im Minus. SK Hynix brach trotz eines Gewinnsprungs von 557 % um 10 % ein, weil die Erwartungen noch höher lagen. Samsung verlor vor den Zahlen am Donnerstag 6,6 %. Der Markt spielt damit weiter die Sorge, dass die gewaltigen KI-Investitionen nicht schnell genug in entsprechende Erträge münden.</p> <p>Hinzu kommt der Ölpreis. Brent steigt nach neuen Kämpfen zwischen den USA und Iran um 3,5 % auf über 87 Dollar. Damit rückt die Straße von Hormus wieder in den Blick und zugleich die Frage, ob der neue Ölpreisschub die Inflation erneut anheizt. Vor der heutigen Fed-Entscheidung ist das kein angenehmes Umfeld.</p> <p>Die Rotation aus den Chipwerten setzt sich fort. Finanz-, Energie- und Konsumtitel halten sich deutlich besser. Heute Abend liefern Microsoft und Meta den nächsten Test für die KI-Story. Morgen folgen Apple und Amazon. Entscheidend ist nun, ob die hohen Investitionen auch mit entsprechendem Wachstum unterlegt werden. Des Weiteren:</p> <p>Bloom Energy: Der Umsatz stieg um 166 % auf über 1 Mrd. US-Dollar. Da KI-Rechenzentren viel Strom verbrauchen, fragen Betreiber verstärkt dezentrale Energielösungen nach. Die Jahresprognose wurde angehoben. Die Aktie legte um ca. 12 % zu.</p> <p>Seagate: Der Umsatz lag bei 3,63 Mrd. US-Dollar (+48,5 % zum Vorjahr), der Gewinn je Aktie bei 5,71 Dollar. Beide Werte lagen über den Erwartungen. Grund ist der hohe Speicherbedarf für KI-Server. Auch die Prognose für das laufende Quartal stieg. Der Kurs stieg um ca. 4 %.</p> <p>Dt. Bank, Porsche und BASF können heute Morgen positive Akzente im DAX setzen mit Zahlen, die jeweils über den Erwartungen liegen. </p> <p>Die Daten von SK Hynix, Bloom Energy und Seagate zeigen, dass das Geschäft rund um KI-Infrastruktur läuft. Bei welchen Werten Chancen warten, erfahren Sie auf unserer Website: <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
<p>Guten Morgen,</p> <p>die Rekordzahlen reichen dem Markt nicht. SK Hynix steigerte den operativen Gewinn im zweiten Quartal um 557 % auf den Rekordwert von 60,5 Bio. Won (64 Bio. Won war der Konsens). Trotzdem lag das Ergebnis unter den sehr hohen Erwartungen, woraufhin die Aktie zunächst mehr als 16 % einbrach, sich intrady aber erholten. Wir hatten gestern eine Trade gewagt der aktuell 5,4 % im Minus liegt. </p> <p>Seit dem Juni-Hoch hat der Titel damit über die Hälfte seines Wertes verloren. Belastend wirken Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-Investitionen, die hohen Speicherpreise und die angekündigten Kapazitätserweiterungen von SK Hynix, Samsung und Micron. Im Analystencall wurde die Gefahr eines späteren Überangebots ausdrücklich angesprochen. Aber:</p> <p>Das Management sieht kurzfristig jedoch keine Oversupply-Risiken und verweist auf eine weiterhin extrem knappe Versorgung, zusätzliche Kundenanfragen und lange Vorlaufzeiten beim Kapazitätsausbau. Die Investitionen sollen schrittweise erfolgen und an bestätigte Nachfrage angepasst werden. Rund zehn Kunden haben bereits langfristige Lieferverträge abgeschlossen, meist über etwa fünf Jahre und teilweise mit Anzahlungen.</p> <p>Kritische Fragen gab es außerdem zu einem möglichen Rückgang der KI-Ausgaben, zum schwächeren DRAM-Preisanstieg und zum wachsenden HBM-Wettbewerb. SK Hynix erwartet dennoch, dass die großen Cloudanbieter ihre Investitionen auch über 2027 hinaus erhöhen.</p> <p>Im Aktionärsbrief ziehen wir für unsere Restposition ein Stop Loss bei 798 € auf Schlusskursbasis ein. </p> <p> </p>
<p> REMY COINTREAU befindet sich technisch auf Kurs. Das überraschend gute Q1 muss sich dafür mit Q2 bestätigen. Dann drehen auch die bislang noch skeptischen Analysten.</p>
<p>SK Hynix trifft mit seinen Quartalszahlen am Mittwoch auf einen regelrechten Ausverkauf bei Halbleiteraktien. Der MSCI World Semiconductors verliert im Juli rund 18 % und steuert auf den schwächsten Monat seit 2022 zu.</p> <p>SK Hynix selbst hat sich vom Hoch nahezu halbiert, obwohl für das zweite Quartal erneut Rekordwerte anstehen. Der operative Gewinn soll sich gegenüber dem Vorjahr fast versiebenfachen, getragen von stark steigenden Preisen für HBM, DRAM und NAND.</p> <p>Gleichzeitig ist die Bewertung auf ein KGV von nur noch etwa 3 gefallen. Damit preist der Markt bereits einen massiven Gewinneinbruch nach dem aktuellen Boom ein. Aber:</p> <p>Bestätigt SK Hynix die hohen Erwartungen und signalisiert auch für das dritte Quartal steigende Absatzmengen und Preise (davon gehe ich aus), dürfte eine kräftige Gegenbewegung einsetzen.</p> <p>China-Risiken und Zweifel am KI-Investitionszyklus bleiben bestehen, doch nach diesem Kurssturz erscheinen sie über weite Strecken eingepreist. Für risikobereite Anleger bietet die Zahlenvorlage damit mindestens eine attraktive Trading-Chance, die man über Stop Loss je nach Risikoneigung absichern kann. </p>
<p>Am 6. August kostenlos: eine vollständige Ausgabe von Termin-Börse daily</p> <p>Lernen Sie den börsentäglichen Tradingbrief anhand einer vollständigen Ausgabe kennen – mit redaktionellen Tradingideen und Dispositionen in der Übersicht.</p> <p>Jetzt zum kostenlosen Bernecker-Newsletter anmelden, E-Mail-Adresse bestätigen und die Gratis-Ausgabe am 6. August 2026 via Download erhalten.</p> <p>Jetzt kostenlos registrieren: <a href="https://www.bernecker.info/newsletter" target="_blank" rel="noopener">Hier klicken</a></p> <p>Der Newsletter ist kostenlos und jederzeit abbestellbar.</p>
<p><strong>(Ausschließlich hier für Abonnenten.) Als insgesamt etwas enttäuschend schätzen wir den französischen Luxusgüterkonzern nach Quartalszahlen ein.</strong> LVMH meldete am Montag nachbörslich eine Wachstumsbeschleunigung im Q2 (organisch + 3 %) inklusive Zuwachs im US-Geschäft. Die Nachfrage in Europa blieb eher schwach und der Irankrieg ein Belastungsfaktor. Mode und Lederwaren trugen auf Konzernebene im Quartal mit organisch + 1 % erstmals seit zwei Jahren positiv zum Wachstum bei, hier hatten Analysten allerdings mit + 1,7 % gerechnet.</p> <p><strong>Bei Wein und Spirituosen meldeten die Franzosen „Zeichen der Erholung“:</strong> + 5 % bei den Erlösen im zweiten Quartal. Am stärksten stieg im Q2 Uhren/Schmuck mit + 11 %.</p> <p><strong>Das Duty-Free-Geschäft in Greater China wurde verkauft an die staatliche China Tourism Group Duty Free.</strong> Die Konzessionen für die Standorte San Francisco und Los Angeles sowie im japanischen Okinawa wurden bzw. werden ebenfalls abgegeben. </p> <p><strong>Im ersten Halbjahr machte sich noch das schwächere Q1 bemerkbar.</strong> So ergab sich auf sechs Monate nominell ein Umsatzminus von 3 % auf 38,6 Mrd. €. „Organisch“ hingegen galt + 2 %. Das operative Ergebnis (recurring) ging um 4 % auf 8,7 Mrd. € zurück.</p> <p><strong>Die kanadische RBC reagierte als eine der ersten Banken mit einer Senkung des Kursziels von 600 auf 575 € (weiterhin „outperform“).</strong> Bernstein Research blieb bei 600 € und UBS hatte schon vor dem Termin die 650 € bestätigt.</p> <p><strong>Seit Jahresbeginn gab die LVMH-Aktie 27 % nach.</strong> Ein erneuter Rücksetzer auf 450 € wäre als bessere Kaufgelegenheit zu sehen. Mit Blick auf die Situation im Nahen Osten ist dies nicht auszuschließen, zudem gestützt durch Überlegungen zum Fernen Osten: In China hat Louis Vuitton einen Markenrechtsstreit ausgelöst, der sich zu einem dortigen Boykott gegen das europäische Unternehmen auswirken könnte.</p> <p><strong>Zum Chartvergleich:</strong> Der 10-Jahres-Kursverlauf wirkt auch deshalb ernüchternd, weil mit zwei Jahren Verzögerung (und von einem höheren Niveau aus) sogar die Aktie von HERMÈS seit Frühjahr 2025 nach unten geschwenkt ist.</p> <p><strong>L’ORÉAL kann, je nach Betrachtungswinkel, unser Luxus-Trio ergänzen.</strong> Diese Aktie läuft seit mehr als drei Jahren seitwärts. Die japanische <strong>SHISEIDO</strong> (ausgeblendet) wird die Parfum- und Kosmetiksparte der Franzosen (die im Q2 mit 1 % Umsatzrückgang besonders schwach wirkte) wohl auch nicht mitziehen.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen <a href="http://www.bernecker.info/bernecker-daily">Bernecker daily</a>. </p>
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