<p>Im dritten Quartal verdreifachte sich der Auftragseingang von 20,9 auf 65,8 Mrd. SEK. Gripen-Kampfjets, GlobalEye-Aufklärer und Systeme für deutsche Fregatten trieben den Auftragsbestand auf 364,2 Mrd. SEK. Der Umsatz wuchs organisch um 30,6 % auf 20,6 Mrd. SEK, der operative Gewinn um 42 % auf 1,95 Mrd. SEK. Die EBIT-Marge stieg von 8,7 auf 9,5 %. Der operative Cashflow erreichte 6,8 Mrd. SEK. Das schafft Spielraum für den Ausbau der Produktionskapazitäten, der die Auslieferungen beschleunigen soll.</p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="https://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 44.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p>Freundlicher Jahresabschluss?</p> <p>Gold: Nicht nur der starke Dollar drückt</p> <p>Britischer IT-Dienstleister mit erheblichem Potenzial</p> <p>Unter der Lupe: Neuer Blick auf die großen Kabelhersteller nach dem KI-Abverkauf</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p> <p> </p>
<p>Im dritten Quartal konnte der Lebensmittelkonzern vor allem dank höherer Preise, aber auch wegen einer anhaltend starken Nachfrage nach proteinreichen Produkten, etwas mehr umsetzen als erwartet. Insgesamt erzielte DANONE Erlöse von gut 7,2 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz um 4 %. Besonders stark entwickelte sich dabei das Geschäft mit Spezialnahrung mit einer robusten Nachfrage in Asien und der Region Amerika. Auch im lange schwächelnden Nordamerika-Geschäft ging es aufwärts. Daher: Für das Gesamtjahr bestätigte DANONE seine Prognose. Für 2026 peilt man weiterhin ein vergleichbares Umsatzwachstum von 3 bis 5 % an. Das bereinigte operative Ergebnis soll dabei stärker zulegen als der Umsatz. Die Anleger freut es - alles auf grün!</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p> </p> <p>In Paris steigt die Danone-Aktie zeitweise 2,6 Prozent auf 63,22 Euro. </p>
<p>GE Vernova <a href="https://www.gevernova.com/sites/default/files/gev_webcast_pressrelease_10282026.pdf" target="_blank" rel="noopener">erhöht nach einem starken dritten Quartal die Jahresziele</a>. Der Auftragseingang sprang organisch um 96% auf 29,3 Mrd. $, der Auftragsbestand ist damit gegenüber dem Vorquartal um 20 Mrd. auf 197 Mrd. $ angewachsen. Im vierten Quartal soll er die Marke von 200 Mrd. $ überschreiten. Das sind gut vier Jahresumsätze. Besonders gefragt sind Gasturbinen und Netzausrüstung. </p> <p>Der Umsatz im dritten Quartal stieg um 27% auf 12,6 Mrd. $. Das bereinigte EBITDA erreichte 1,9 Mrd. USD, die Marge verbesserte sich auf 15,4%. Für 2026 erwartet man nun 46,5 bis 47,5 Mrd. $ Umsatz, eine EBITDA-Marge von 13,5 bis 14,5% und 16 bis 17 Mrd. $ freien Cashflow. Insbesondere die Cashflow-Prognose steigt deutlich von zuvor 11,5 bis 12,5 Mrd. $. Die starke Geschäftsentwicklung samt Prognose spiegelt die strukturelle Nachfrage nach Strominfrastruktur und Rechenzentren wider.</p> <p>Ebenfalls angekündigt wurde der die geplante Übernahme des Hochspannungsspezialisten Trench Group für 9 Mrd. $. Der Kaufpreis entspricht etwa dem 13-Fachen des 2028er EBITDA vor Synergien. Die Finanzierung soll je zur Hälfte aus Barmitteln und Schulden erfolgen. Kein Schnäppchen, aber im aktuell boomenden Umfeld akzeptabel.</p> <p>Die FB-Empfehlung aus Ausgabe 05/2026 dürfte mit den News im Rücken die alten Hochs in Angriff nehmen. </p> <p> </p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info" target="_blank" rel="noopener">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p> </p>
<p>Handelsbanken bestätigt die Kaufempfehlung und das Kursziel von 200 SEK. Neu ist eine Anhebung der Ergebnisprognose für 2028 um 5 %. Die Bank verweist auf Rechenzentrumsaufträge von 4,9 Mrd. SEK und einen Rekordauftragsbestand von 22,9 Mrd. SEK in diesem Geschäft. Daraus erwartet sie eine kräftige Umsatz- und Gewinnsteigerung 2027. Komponentenengpässe belasten die Margen kurzfristig weiter. Eine schrittweise Erholung wird für 2027 modelliert.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Stimmungsumschwung an der Wall Street nimmt zunehmend konkrete Formen an. Selbst überzeugende Quartalsergebnisse reichen inzwischen häufig nicht mehr aus, um die Aktienkurse der großen Technologiekonzerne zu beflügeln. Stattdessen hinterfragen Investoren immer kritischer, ob sich die gigantischen Investitionen in künstliche Intelligenz jemals angemessen rentieren werden. Der bislang nahezu grenzenlose Zukunftsoptimismus weicht zunehmend einer nüchternen Betrachtung von Kosten, Cashflows und Kapitalbedarf.</p> <p style="text-align: justify;">Mit unseren Short-Positionen in MICROSOFT und AMAZON setzen wir bereits auf eine Fortsetzung der Korrektur im Technologiesektor. Nun nehmen wir einen dritten prominenten KI-Schwergewichtswert ins Visier.</p> <p style="text-align: justify;">Während wir bei den hoch bewerteten Technologiewerten auf fallende Kurse setzen, entdecken wir in der klassischen Industrie weiterhin interessante Einstiegschancen. Als Beispiel: ein deutscher Chemiekonzern der mit seinen jüngsten Quartalszahlen positive Signale geliefert und den Jahresausblick angehoben hat. </p> <p style="text-align: justify;">Wenn Sie an einer oder beiden unserer Spekulationen teilnehmen wollen, dann schauen Sie bei der Termin-Börse daily vorbei, das geht auch im Einzelabruf (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>)</p>
<p>CANCOM senkt die Umsatzprognose für 2026 von 1,75 bis 1,85 Mrd. € auf 1,65 bis 1,75 Mrd. €. Kunden verschieben Investitionen und Projekte, vor allem bei der IT-Ausstattung von Arbeitsplätzen. Der schwächere PC-Markt erklärt einen Teil des Rückgangs. Im 3. Quartal sinkt der Umsatz vorläufig um 2,8 % auf 412 Mio. €, das EBITDA fällt um 11,1 % auf 24,1 Mio. €. Die Marge schrumpft von 6,4 auf 5,8 %. Trotzdem hält der IT-Dienstleister am Jahresziel von 110 bis 130 Mio. € EBITDA fest. Schon die Untergrenze erfordert im Schlussquartal rund 37 Mio. € gegenüber 24 Mio. € im 3. Quartal. Das wird kaum erreichbar sein. Gemäß der Gewinnschätzung für 2027 liegt das KGV im Konsens aktuell um die 15. Wir gehen aber davon aus, dass die Taxen für 2027 ebenso sinken werden. Das realistische KGV liegt dann eher um 16. Uns fehlt angesichts der anhaltenden Umsatzschwäche der Anlass zum Einstieg. Kostensenkungen allein reichen für eine dauerhafte Erholung nicht aus. </p>
<p>Mit TK ACCELIS bringt Thyssenkrupp sein Werkstoffhandelsgeschäft „Materials Services“ heute an die Börse. Der Konzern will 51 % behalten, die Kontrolle sichern und die Tochter weiterhin voll konsolidieren. Die Aussichten sind durchaus vielversprechend: Auf dem Kapitalmarkttag stellte das Management mittelfristig eine bereinigte EBITDA-Marge von 4 bis 5 % in Aussicht. Das untere Ende soll organisch erreicht werden, vor allem durch zusätzliche Dienstleistungen rund um Materialverarbeitung und Lieferketten. Für die obere Spanne braucht weitere Optimierungen: Geschäfte unterhalb der Zielmarge sollen saniert, mit Partnern weiterentwickelt oder verkauft werden. Investitionen in Nordamerika, Effizienzsteigerungen und der Einsatz von KI kommen dauzu. Mit Investitionen von nur 0,5 bis 1 % des Umsatzes bleibt das Geschäftsmodell weiterhin kapitalarm.</p> <p>Operativ verbindet TK ACCELIS Materialhandel und -distribution mit kundenspezifischer Verarbeitung sowie datenbasiertem Lieferkettenmanagement. Das Unternehmen beschäftigt 15.500 Mitarbeiter, betreut rund 250.000 Kunden und erzielte 2024/25 einen Umsatz von 11,4 Mrd. €. Wachstum verspricht die Nachfrage aus Luftfahrt, Verteidigung und Rechenzentren. Auch EU-Schutzmaßnahmen für die Stahlindustrie zeigen laut Management erste positive Effekte in Form höherer Materialpreise und folglich besseren Margen.</p> <p>Im Rahmen der üblichen Sum-of-the-Parts-Betrachtungen wird TK ACCELIS mit etwa 3,7 Mrd. € Unternehmenswert bewertet. Abzüglich ca. 300 Mio. € Nettoschulden und 522 Mio. € Pensionsverpflichtungen liegt der Eigenkapitalwert somit bei 2,9 Mrd. €. Verteilt auf 63,5 Mio. Aktien ergibt sich somit ein "fairer Wert" von 45,66 € als Anhaltspunkt für entsprechende Arrondierungen im Portfolio. Die Erfahrung aus dem TKMS-Börsengang zeigt, dass die Aktie zu Beginn des Handels vermutlich eher unter Druck stehen wird. </p> <p> </p>
28-Okt. 08:47
Guten Morgen aus der Redaktion: Deutsche Bank überrascht, Mercedes-Benz bleibt die Niete und SK Hynix liefert gekonnt
<p><strong>Die Wall Street setzte ihre Erholung gestern fort. </strong>Der Nasdaq gewann 1,18 %, der S&P 500 0,60 %. Boeing verlor nach enttäuschenden Zahlen rund 11 %. Das Comeback bekommt Risse. Der DAX startet mit leichten Abgaben in den Tag.</p> <p>In Asien liefert <strong>SK Hynix</strong> einen Rekordgewinn. Das operative Ergebnis erreichte 83,3 Billionen Won gegenüber 76,7 Billionen Won Konsens. Auch der Umsatz von 104,6 Billionen Won übertraf die erwarteten 98,2 Billionen. Die Aktie reagiert mit knapp 10 % nach oben. Für 2027 und 2028 sind bereits mehr als 50 % der Produktionskapazitäten langfristig vertraglich gebunden.</p> <p>Die <strong>Deutsche Bank</strong> überrascht positiv. Der Vorsteuergewinn erreichte 2,6 Milliarden Euro gegenüber rund 2,4 Milliarden Euro Konsens. Auch der Gewinn je Aktie von 94 Cent übertraf die erwarteten 81 Cent. Die Aktie tendiert vorbörslich fester. Wie wir die Lage nach der kräftigen Korrektur einschätzen, lesen Sie heute ab ca. 9.30 Uhr in der Daily. </p> <p>Hier geht es zur Daily: <a href="https://www.bernecker.info/bernecker-daily">https://www.bernecker.info/bernecker-daily</a></p> <p><strong>BASF</strong> erhöht nach einem starken dritten Quartal die Jahresprognose. Das bereinigte EBITDA erreichte 1,64 Milliarden Euro gegenüber 1,495 Milliarden Euro Konsens. Für das Gesamtjahr erwartet BASF nun 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro, zuvor waren es 6,9 bis 7,7 Milliarden.</p> <p><strong>Mercedes-Benz</strong> steht dagegen unter Druck. Zwar übertraf das Quartals-EBIT mit 1,77 Milliarden Euro den Konsens von 1,6 Milliarden. Der freie Cashflow des Industriegeschäfts blieb mit 172 Millionen Euro aber weit hinter den erwarteten 422 Millionen zurück. Die Pkw-Margenprognose wurde bereits gestern von 3 bis 5 % auf nur noch 2 bis 3 % gesenkt. Die Aktie tendiert zurecht schwach.</p> <p><strong>NXP </strong>verliert nachbörslich rund 7 %. Der Halbleiterhersteller steigerte den Umsatz um 19 % auf 3,79 Milliarden Dollar gegenüber 3,76 Milliarden Dollar Konsens. Der bereinigte Gewinn von 4,20 Dollar je Aktie übertraf ebenfalls die Erwartungen. Allerdings liegt die Umsatzprognose für das Schlussquartal mit 3,75 bis 3,95 Milliarden Dollar am Mittelwert knapp unter den erwarteten 3,86 Milliarden. Auch zusätzliche Aktienrückkäufe über 5 Milliarden Dollar konnten die negative Kursreaktion nicht verhindern.</p> <p><strong>Visa </strong>schlägt die Gewinnerwartungen ebenfalls leicht, verliert nachbörslich aber rund 1,4 %. Der bereinigte Gewinn erreichte 3,48 Dollar je Aktie gegenüber 3,44 Dollar Konsens. Der Umsatz stieg um 13 % auf 12,14 Milliarden Dollar.</p> <p><strong>Heute richtet sich der Blick auf die US-Notenbank.</strong> Nach Börsenschluss berichten <strong>Microsoft</strong> und <strong>Alphabet</strong>. Ihre Aussagen zur KI-Nachfrage und den Investitionsbudgets werden für die KI-Szene entscheidend werden.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
<p>Die Zahlen sprechen gegen KI-Angst. CELESTICA entwickelt und fertigt Server sowie Netzwerkgeräte für große Rechenzentrumsbetreiber. Der Ausbau kundenspezifischer KI-Chips und schneller Datenverbindungen ist der Treiber. Die neuen Zahlen sind beeindruckend und heben den Titel vorbörslich um 12 %.</p> <p>Der Quartalsumsatz steigt um 83 % auf 5,83 Mrd. $ und übertrifft den Konsens um knapp 7 %. Der bereinigte Gewinn je Aktie liegt mit 3,30 $ sogar gut 11 % über den Erwartungen. Für 2026 erhöht der CEO die Ziele auf 21 Mrd. $ Umsatz und 11,55 $ Gewinn je Aktie. Die Planung für 2027 sieht rund 90 % Umsatzwachstum vor. Die Kundennachfrage für 2028 liegt nochmals darüber. KGV 23,8 für 2026, 13,9 für 2027 und 10 für 2028 sind die Ausgangslage. JPMORGAN hatte bereits vor den Zahlen ein Kursziel von 485 $ genannt. Allerdings ist für 2027 noch mit rd. 3 Mrd. $ Mittelabfluss nach Investitionen zu rechnen. Das schnelle Wachstum bindet erhebliche Mittel in Vorräten und Forderungen. Dieses Risiko ist eingepreist. Bis 280 $ kaufenswert. Ziel 430 $. </p>
<p>Bernstein sieht Netzwerktechnik und optische Komponenten als langfristige Gewinner des KI-Ausbaus. So erhalten Coherent und Lumentum Kaufvoten mit Kurszielen von 350 beziehungsweise 1.220 Dollar. Schnellere Datenverbindungen sollen höhere Preise und Umsätze ermöglichen. Bei Lumentum erwartet Bernstein zudem einen kräftigen Gewinnanstieg durch die bessere Auslastung. Auch Ciena wird mit „Outperform“ und Kursziel 440 Dollar eingestuft. Lieferengpässe begrenzen dort zunächst das Wachstum. Branchenfavorit ist Celestica mit Kursziel 520 Dollar, welche heute nach Zahlen zweisetllig zulegt. </p>
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Volker Schulz
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