<p>Der ifo-Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer und gilt als zuverlässiger Indikator für die Entwicklung der nächsten sechs Monate. Und dieser besagt: Alles wird besser! Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im August stärker aufgehellt als erwartet. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 88,8 Punkt, im Vormonat hatte er es auf 86,7 Zähler geschafft, für den August war lediglich mit einem Anstieg auf 87,1 Punkte gerechnet worden. Die Unsicherheit nimmt also weiter ab und es deutet sich an, dass sich die deutsche Wirtschaft (trotz des erneuten Energiepreisanstieges) erholt. Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage der befragten Unternehmen kletterte im August auf 88,5 (86,5) Punkte. Auch hier war weniger, nämlich lediglich ein Anstieg auf 87,0 Zähler, erwartet worden. Der Index für die Geschäftserwartungen stieg auf 89,1 (86,8) Zähler und auch hier das gleiche Spiel: Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf 87,5 Punkte erwartet.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Amrize meldet einen überraschenden Wechsel im Finanzressort. Gestern am späten Abend teilte der Konzern mit, dass CFO Baris Oran aus persönlichen Gründen ausscheidet. Neuer Finanzvorstand ist mit sofortiger Wirkung Samuel J. Poletti. Er war seit dem Börsenstart im Juni 2025 bereits Chief Strategy & M&A Officer und hatte die Abspaltung von Holcim maßgeblich begleitet. Damit setzt Amrize auf einen internen Nachfolger mit umfassender Kenntnis des Unternehmens.</p> <p>Die Börse reagierte zunächst negativ. Die Aktie hatte den regulären US-Handel bei 45,18 $ mit minus 1,1 % beendet. Nach Bekanntgabe des CFO-Wechsels fiel sie nachbörslich zeitweise um rund 3,9 %. Später verringerte sich das Minus auf etwa 2,4 %. Heute notiert die Aktie im europäischen Handel rund 2 % im Minus.</p> <p>Für den weiteren Kurs ist die Meldung kurzfristig eher negativ. Ein überraschender CFO-Abgang erzeugt bei einem noch jungen eigenständigen Börsenunternehmen zunächst Unsicherheit. Die Belastung wird aber dadurch begrenzt, dass Poletti kein externer Neuzugang ist. Zudem erklärte Amrize ausdrücklich, dass Orans Rückzug nicht mit Meinungsverschiedenheiten über Finanzkontrollen, Rechnungslegung oder das operative Geschäft zusammenhängt.</p> <p>Amrize befindet sich in unserem Allround-Portfolio. Derzeit fehlen positive Kursimpulse. Ein Grund für einen Verkauf liefert der CFO-Wechsel aber auch nicht. Deshalb bleiben wir weiterhin investiert.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"</p>
<p><strong>Beim Materialspezialisten aus Weimar wuchs der H1-Umsatz um 3,9 % auf 19,7 Mio. €.</strong> Erhaltene Meilensteinzahlungen im Millionenbereich sind darin nicht enthalten. Sie zeigen sich als erhöhte liquide Mittel (9,7 Mio. gegen 1,1 Mio. € vor einem Jahr) in der Bilanz zur Jahresmitte.</p> <p><strong>Operativ sieht IBU-TEC sich auf Kurs.</strong> Unverändert 7 bis 10 % EBITDA-Marge sowie 37 bis 39 Mio. € Jahresumsatz sind die Ziele.</p> <p><strong>Der Bau eine Anlage für LFP-Kathodenmaterial in Bitterfeld-Wolfen bleibt im Fokus.</strong> Sie soll als europaweit Größte ab 2028 eine Jahreskapazität von 15.000 Tonnen LFP-Batteriematerial erreichen. Bis 2030 plant IBU-TEC einen Konzernumsatz von 120 bis 140 Mio. €, davon 85 bis 90 Mio. € im Batteriebereich.</p> <p><strong>CEO Jörg Leinenbach betont die Rolle des Unternehmens bei Batteriematerial als „einziger möglicher Partner in Europa“ mit Produktionskapazitäten im industriellen Maßstab.</strong> Mit 76 Mio. € Börsenwert bietet IBU-TEC die Möglichkeit, sich strategisch an einer wichtigen Wertschöpfungskette zu beteiligen. In Vorjahren war die Marktkapitalisierung phasenweise mehrfach höher. </p> <p><strong>Geduld bleibt gefragt, während der Chartverlauf eine nachvollziehbare Ungeduld der Börse ausdrückt.</strong> Im Frankfurter Börsenbrief war unsere Position zuletzt mit Gewinn ausgestoppt worden. Wir wagen den Wiedereinstieg, die Details dazu folgen in der neuen <a href="https://www.bernecker.info/frankfurter">FB-Ausgabe</a>. Ab Donnerstag. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/boersenbriefe">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf. </p>
<p style="text-align: justify;">Amerikanische Konzerne und Finanzinvestoren gehen in Deutschland auf Einkaufstour, daraus lässt sich eine interessante Spekulation ableiten. Der Hintergrund ist keineswegs nur der schwache Wirtschaftsstandort Deutschland. Vielmehr treffen zwei Welten aufeinander: Auf der einen Seite verfügen amerikanische Unternehmen dank ihrer hoch bewerteten Aktien und der tiefen US-Kapitalmärkte über reichlich Übernahmewährung, auf der anderen Seite bietet Deutschland eine ungewöhnlich große Zahl hochspezialisierter Industrieunternehmen, die international führend, an der Börse aber vergleichsweise niedrig bewertet sind. Allein in den ersten siebeneinhalb Monaten 2026 summierte sich das Volumen amerikanischer Übernahmen und Beteiligungen an deutschen Industrieunternehmen auf 23,9 Mrd. $. Bis zum 19. August wurden bereits 47 Transaktionen gezählt.</p> <p style="text-align: justify;">Wir wollen allerdings nicht auf irgendwelche Übernahmegerüchte wetten. Deshalb haben wir den deutschen Aktienmarkt nach vier Kriterien durchsucht, mit denen wir zwei perfekte Kandidaten gefunden haben. Unsere Empfehlungen gibt es in der Termin-Börse daily (KLICK HIER).</p>
25-Aug. 07:46
Guten Morgen aus der Redaktion: Tech-Schwäche, hohe US-Renditen und Iran-Sanktionen belasten die Märkte
<p>Die Börsen bleiben angespannt. Der DAX verlor am Montag 0,11 % auf 26.106,60 Punkte. Der EuroStoxx 50 gab 0,22 % auf 6.447,98 Punkte nach. Der S&P 500 sank um 0,28 % auf 7.652,86 Punkte. Der Nasdaq 100 verlor mit 0,97 % auf 29.023,18 Punkte deutlich stärker.</p> <p>Belastet wurde die Stimmung vor allem von erneuten Verkäufen bei Technologie- und KI-Werten. Nvidia verlor vor den am Mittwoch anstehenden Quartalszahlen 2,9 %. Infineon gab im Sog der schwachen Halbleiterwerte 3,2 % nach. Siemens Energy verlor rund 3 %, da auch andere Profiteure des KI-Investitionsbooms unter Gewinnmitnahmen litten. Tesla büßte 3,8 % ein und wurde zusätzlich von einem umfangreichen Rückruf in China belastet.</p> <p>Für Unsicherheit sorgte zudem die neue US-Sanktionsoffensive gegen den Iran. Finanzminister Scott Bessent startete am Montag die „Operation Economic Outcast“, mit der Washington die internationalen Finanzverbindungen Teherans weitgehend abschneiden will. Mehr als 60 Personen, Unternehmen und Schiffe wurden ins Visier genommen; zusätzlich richtet sich der Druck unter anderem gegen Schifffahrt, Luftfahrt, Technologie, Gold und digitale Vermögenswerte. Staaten und Unternehmen, die ihre Geschäfte mit dem Iran fortsetzen, müssen mit US-Sanktionen bis hin zum Ausschluss vom Dollar-System rechnen. Ziel ist auch, den Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus zu bewegen.</p> <p>Ein weiterer Belastungsfaktor bleibt der US-Anleihemarkt. Die langfristigen Renditen sind vor dem Hintergrund der Verschuldungskrise zuletzt kräftig gestiegen; die 30-jährige Rendite hatte vergangene Woche mit 5,337 % den höchsten Stand seit 2007 erreicht und lag am Montag weiterhin bei rund 5,2 %. Gleichzeitig hat die US-Staatsverschuldung erstmals die Marke von 40 Billionen $ überschritten.</p> <p>Auch der US-Dollar zeigt eine schwächere Grundtendenz. Er blieb am Montag trotz einer kleinen Gegenbewegung nahe mehrmonatiger Tiefs, wobei Sorgen über die US-Staatsfinanzen und die ungewöhnlichen Anleiherückkäufe des Finanzministeriums belasten.</p> <p>Für die weitere Richtung werden nun vor allem die Nvidia-Zahlen am Mittwoch, die ebenfalls am Mittwoch anstehenden US-PCE-Inflationsdaten und der Auftritt von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag in Jackson Hole entscheidend.</p> <p>Sie möchten jeden Morgen frisch auf dem Handy kurz und kompetent über die wichtigsten Tendenzen an den Märkten informiert werden? Dann empfehle ich die Bernecker-App kostenlos im Download: <a href="https://www.bernecker.info/app">https://www.bernecker.info/app</a></p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p><strong>Der reine Club-Einzelhändler (267 Standorte in 22 Bundesstaaten, davon 206 mit Tankstelle) meldete am Freitag 3,1 % Wachstum beim bereinigten Umsatz ohne Treibstoffe.</strong> Nominell und mit Tankstellenerlös waren es 6,09 Mrd. $ (+ 15,9 %).</p> <p><strong>Bei den zahlungspflichtigen Mitgliedern erreichte man 8,5 Millionen.</strong> Die Club-Gebühren wuchsen um 9,9 % auf 135,6 Mio. $ an. Die Kundenfrequenz wurde zum 18. Mal in Quartalsfolge verbessert. Mit drei neuen Clubs und einer „Gas Station“ blieb es bei einem vernünftigen Expansionstempo (es geht westwärts, man wächst vor allem in Texas).</p> <p><strong>Der Gewinn lag deutliche 16 % über Konsens.</strong> Auch die neue Prognosespanne beim EPS im Gesamtjahr hat überzeugt: Nach 4,40 bis 4,60 $ lautet sie jetzt 4,60 bis 4,80 $, die Analysten hatten 4,53 $ angesetzt. Der vergleichbare Umsatz soll sich weiterhin um 2 bis 3 % verbessern.</p> <p><strong>Am Donnerstag war BJS zunächst von WALMART nach unten gezogen worden, dann bildete sich die erste grüne Tageskerze.</strong> Vom Mittwochs-Schlusskurs zog BJS 8,8 % nach oben. Auch WALMART steht heute wieder leicht im Plus.</p> <p><strong>Der Chartvergleich zeigt die drei bekannten Konkurrenten im Bereich des stationären Club-Einkaufs, der in den USA erstmals vor 50 Jahren (vom Pionier Price Club) realisiert wurde.</strong> Vor BJS WHOLESALE ist der führende Player COSTCO WHOLESALE, auch Sam’s Club als Teilbereich von WALMART liegt größenmäßig vor BJS WHOLESALE.</p> <p>Helmut Gellermann </p>
24-Aug. 14:22
US-Berichtssaison in dieser Woche nochmals neben Nvidia mit einigen Highlights: Intuit, Salesforce, Cowdstricke, Synopys etc.
<p>Die US-Berichtssaison bekommt in dieser Woche noch einmal einen kräftigen Technologieschwerpunkt. Am Dienstag legt INTUIT nach Börsenschluss die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal vor, der Call beginnt um 22:30 Uhr.</p> <p>Der Höhepunkt folgt am Mittwochabend. NVIDIA veröffentlicht gegen 22:20 Uhr seine Q2-Zahlen, der Call startet um 23:00 Uhr. Parallel berichten SALESFORCE, CROWDSTRIKE und SYNOPSYS nach US-Börsenschluss. </p> <p>Am Donnerstag folgen vorbörslich DOLLAR GENERAL und am Abend WORKDAY, MARVELL und AUTODESK. Die Calls beginnen bei Dollar General um 15:00 Uhr, Workday um 22:30 Uhr, Marvell um 22:45 Uhr und Autodesk um 23:00 Uhr deutscher Zeit.</p> <p>Kennen Sie schon den Bernecker Newsletter? Hier gehts zur kostenlose Anmeldung: <a href="https://www.bernecker.info/newsletter">https://www.bernecker.info/newsletter</a></p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe </p> <p> </p>
<p>Nach der Berichtssaison sieht die Bank of America (BofA) in einer aktuellen Analyse Kupfer weiter als wichtigsten Treiber für Wachstum und Investitionen im Bergbausektor an. Außerdem sei der Kostendruck weniger gravierend ausgefallen, als befürchtet und die meisten Unternehmen hätten an ihren Produktionsprognosen festgehalten. Die US-Bank sieht weiterhin Unterstützung für Kupfer und rechnet für 2026 mit einem Kupferpreis (Spot) von 12.889 $ je Tonne und für 2027 mit 15.251 $ je Tonne. Grund dafür ist ein erwartetes strukturelles Angebotsdefizit.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
<p>Die Notenbanken der Welt bewerten ihre Goldbestände "mark-to-market". Der Preis von 42 2/9 $ je Unze ist im US-Gesetz jedoch festgeschrieben, konkret in 31 U.S.C. §5117. Für eine echte Neubewertung, gegen die zusätzliche Goldzertifikate ausgegeben werden sollen, wäre daher eine gesetzliche Änderung erforderlich. Die Fed-Buchungsregeln sehen bereits ausdrücklich vor, was passiert, „whenever the official price of gold is changed“. In diesem Fall werden Goldzertifikatskonto und Treasury-Einlagenkonto entsprechend angepasst. Die technische Infrastruktur dafür existiert also längst. Bemerkenswert ist, dass die Federal Reserve selbst im August 2025 eine Studie zu diesem Thema veröffentlicht hat. Dort heißt es ausdrücklich, angesichts hoher Staatsschulden sei in den USA diskutiert worden, Bewertungsgewinne auf die 261,5 Mio. Unzen US-Gold zu nutzen, ohne Steuern zu erhöhen oder zusätzliche Staatsschulden auszugeben. Denkbar wäre dann eine weiterer Sprung beim Gold auf über 5.000 $ was den haushalterischen Spielraum wiederum weiter erhöhen würde. Bei einem Goldkurs von 10.000 $ läge der neue Spielraum dann weit über 2 Bio. $. </p>
<p>Beim geplanten Börsengang an die Hongkonger Börse will die Onlineplattform SHEIN einen Milliardenbetrag akquirieren. SHEIN plant nach eigenen Angaben, knapp 280 Mio. Anteile zwischen 47,60 und 49,50 Hongkong-Dollar je Aktie anzubieten und damit bis zu 13,86 Mrd. Hongkong-Dollar (derzeit etwa 1,5 Mrd. Euro) einzusammeln. Den finalen Preis will das Unternehmen am 31. August bekanntgeben. Das Börsendebüt ist für den 1. September geplant. Mit dem lange erwarteten Börsengang könnte die für besonders günstige Modeartikel bekannte Plattform nach eigenen Schätzungen eine Marktkapitalisierung von 210,2 Milliarden Hongkong-Dollar (derzeit 22,9 Mrd. Euro) erreichen. Das wäre deutlich weniger als in der Bewertung von fast 100 Mrd. $ (derzeit rund 85,6 Mrd. Euro) aus dem Jahr 2022, die sich Berichten von damals zufolge aus privaten Finanzierungsrunden ergeben hatte. In Hinsicht auf fragwürdige Produktqualität, mangelnde Kontrollen und unfaire Wettbewerbsbedingungen drängt sich uns der erhobene Zeigefinger auf!</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Kennen Sie schon das Free TV-Angebot von Bernecker TV? Abonnieren Sie kostenlos den YouTube-Kanal von Bernecker TV unter: <a href="https://www.youtube.com/BerneckerTV">www.youtube.com/BerneckerTV</a></p>
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Volker Schulz
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