<p>Nach einem Rücksetzer von fast 25 % in den vergangenen Tagen ist nun Zeit zum Trading-Einstieg. Die Rede ist von Siltronic. Beim Waferhersteller zeichnet sich eine kräftigere Erholung ab als bislang erwartet. Für die Zahlen zum dritten Quartal am 4. November rechnet Jefferies mit einem Umsatz von 351,7 Mio. €, entsprechend einem Plus von 17 % gegenüber dem Vorjahr und 9,4 % zum Vorquartal. Das EBITDA dürfte laut den Analysten 87,9 Mio. € erreichen, bei einer Marge von 25 %. Selbst diese Schätzungen sind konservativ. Damit hat SILTRONIC das Potenzial, positiv zu überraschen. Es ist zudem davon auszugehen, das man höhere Waferpreise durchsetzen kann, was die Margen treibt. Nach dem KI-Rücksetzer der Vorwoche bietet sich ein Trading-Buy mit Stop bei 59 € an.</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/WAF GY Equity (Siltronic AG) FB 2026-10-16 11-37-02.jpg" alt="" width="650" height="329" /></p>
16-Okt. 11:42
Bernecker-Abonnenten: IONQ auf Einkaufstour – Wie die komplexe Finanzierung der Milliardenübernahme funktioniert
<p>IonQ setzt seine milliardenschwere Einkaufstour fort. Der US-Quantencomputerspezialist will den Cybersicherheitsanbieter Elisity für bis zu 1,3 Mrd. $ übernehmen. Davon entfallen 1,15 Mrd. $ auf eine feste Gegenleistung in IonQ-Aktien und bis zu 150 Mio. $ auf umsatzabhängige Nachzahlungen, ebenfalls in Aktien. Zusätzlich sind Mitarbeiteraktienvergütungen im Wert von 100 Mio. $ vorgesehen. Der Abschluss ist für das vierte Quartal geplant.</p> <p>Elisity schützt Unternehmensnetze nach dem Zero-Trust-Prinzip und beschränkt Zugriffsrechte auf das Notwendige. IonQ will die Software mit seinen Lösungen für quantensichere Verschlüsselung verbinden. Elisity zählt nach Unternehmensangaben mehr als 100 Kundeninstallationen und hat Umsatz sowie Kundenbestand zuletzt jährlich verdoppelt. Absolute Umsatz- und Gewinnzahlen fehlen allerdings. Der hohe Kaufpreis lässt sich deshalb schwer beurteilen.</p> <p>Parallel kündigte IonQ eine ungewöhnliche Kapitalmaßnahme über 2 Mrd. $ an. Ein institutioneller Investor erwirbt 20,5 Mio. neue Aktien sowie vorfinanzierte Optionsscheine zum Bezug von 29,5 Mio. weiteren Aktien, jeweils für rund 40 $. Dieser Preis liegt etwa 15 % über dem Schlusskurs vom 13. Oktober. Allerdings erhält der Investor zu jeder Einheit zusätzlich zwei längerfristige Optionsscheine. Netto fließen IonQ voraussichtlich knapp 1,99 Mrd. $ zu.</p> <p>Die zusätzlichen siebenjährigen Optionsscheine ermöglichen den Bezug von insgesamt 100 Mio. Aktien zum Ausübungspreis von 69,46 $. Bei vollständiger Ausübung gegen Barzahlung könnte IonQ nochmals rund 6,95 Mrd. $ erhalten. Dafür müsste der Aktienkurs entsprechend steigen. Werden sämtliche Rechte genutzt, wächst die Aktienzahl allein durch diese Finanzierung um knapp 37 % gegenüber dem bisherigen Bestand. Die Elisity-Übernahme verursacht damit zusätzliche Verwässerung.</p> <p>Operativ wächst IonQ stark: Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 287 % auf 80,1 Mio. $, bei einem bereinigten EBITDA-Verlust von 120,3 Mio. $. Einschließlich SkyWater erwartet das Unternehmen für 2026 Erlöse von 450 bis 460 Mio. $. Nach einem Kursgewinn von 9,3 % auf 34,35 $ am Donnerstag tendiert die Aktie heute vorbörslich bei rund 34 $ wieder leicht schwächer.</p> <p>Fazit: Die Transaktionen stärken IonQs technologische Reichweite und Liquidität. Verwässerung, hohe Kaufpreise und Integrationsrisiken bleiben jedoch erhebliche Belastungsfaktoren. Die Aktie ist Bestandteil des Spekulativen Musterportfolios in "Der Aktionärsbrief". IonQ bleibt für risikoaffine Anleger mit einem langfristigen Investitionshorizont interessant, erfordert aber nicht nur viel Zeit, sondern auch starke Nerven.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p style="text-align: justify;">Gestern haben wir einen möglichen Paradigmenwechsel an den Aktienmärkten diskutiert. Heute verfolgen wir diesen Gedanken weiter. Denn die zunehmende Schwäche vieler KI-Aktien dürfte mehr sein als eine gewöhnliche Kurskorrektur.</p> <p style="text-align: justify;">Das frei werdende Kapital muss aber nicht zwangsläufig den Aktienmarkt verlassen. Es könnte vielmehr in Unternehmen fließen, die bislang im Schatten des KI-Booms standen. Gesucht sind solide Geschäftsmodelle, attraktive Bewertungen und möglichst berechenbare Gewinne. Besonders interessant erscheinen uns Unternehmen, die auch bei hartnäckiger Inflation und hohen Zinsen ihre Ertragskraft behaupten können. Nach unseren gestrigen Empfehlungen folgen heute drei weitere, die wir für besonders interessant halten. Diese finden Sie in der Termin-Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p> <p style="text-align: justify;"> </p>
<p>Der Herbst schüttelt die Börsen kräftig und sorgt gerade in der dritten Reihe für einige Verwerfungen. So traf es diese Tage 2G ENERGY - gestern mit fast 15 % Kursverlust an einem Tag. Wir halten die Reaktion für übertrieben. Auslöser der Verunsicherung sind Zweifel an der Finanzierung amerikanischer Rechenzentrumsprojekte und kritisches Analystenresearch.</p> <p>PARMANTIER & CIE. bestätigt seine Verkaufsempfehlung mit Kursziel 39 € ausgerechnet an einem Tag, an dem der gesamte KI-Sektor unter Beschguss stand. Das hat Geschmäckle. Kritisiert werden die schwache Halbjahresmarge von 0,6 %, die Abhängigkeit von Kundenanzahlungen und fehlende Angaben zu den Lieferterminen. Die operative Entwicklung spricht jedoch eine andere Sprache. Nach jeweils über 400 Mio. € Auftragseingang im zweiten und dritten Quartal liegt der Auftragsbestand bei über 600 Mio. €. Für 2027 erwartet 2G einen Umsatz von 600 bis 650 Mio. €, für 2028 bereits 750 bis 850 Mio. €. </p> <p>Sicher kann ein Auftraggeber wie Valut Energy in der Bonität hinterfragt werden. Valut ist aber nur ein kleiner Baustein im Auftragsbestand. Wir sind überzeugt davon, dass der Großteil der Aufträge auf bonitätsstarke Auftraggeber entfällt. Es gibt auch positive Analystenmeinungen: BERENBERG nennt 91 €, CANTOR FITZGERALD 90 €, FIRST BERLIN 83 € und METZLER 75 € als Zielgrößen.</p> <p> </p> <p>Wir steigen mit einer ersten Position im SPEKULATIVEN PORTFOLIO ein. Wie immer bleibt ein Nachkauf die Option. </p> <p>Kauf um 10:30 Uhr: 850 Stück 2G Energy (DE000A0HL8N9; 48,20 €) / Kauflimit 48,90 €</p>
<p>Die Wall Street fing den Ausverkauf gestern auf. Der S&P 500 gewann 0,33 % auf 7.744 Punkte, der Dow 1,08 %, der Nasdaq lediglich 0,08 %. Belastend bleiben die amerikanischen Erzeugerpreise. Sie stiegen im September um 1,3 % zum Vormonat und um 6,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Inflationsrisiken bleiben hoch.</p> <p>Asien versucht eine Gegenbewegung, wobei im Kospi Samsung und SK Hynix nur moderate Erholungen zeigen. Auch der japanische Nikkei legt zu. Der Rückgang der amerikanischen Anleiherenditen sorgt für Entlastung. Kurzfristig sind die Märkte techgnisch überverkauft. Der DAX / Old Economy zeigt relative Stärke.</p> <p>Nvidia-Chef Jensen Huang verteidigt CoreWeave. Der hochverschuldete Rechenzentrumsbetreiber benötige keine finanzielle Rettung durch Nvidia. Seine Finanzierungskosten würden sogar sinken. Bank of America bestätigte gestern die Kaufempfehlung mit Kursziel 140 Dollar. Mizuho senkte dagegen das Kursziel von 115 auf 88 Dollar und bleibt bei Neutral. Die Unsicherheit über die Finanzierung des KI-Ausbaus ist damit nicht beseitigt.</p> <p>TSMC liefert starke Zahlen. Der Quartalsgewinn stieg um 69 %, der Umsatz um 51 %. Die Nachfrage nach Hochleistungschips bleibt robust. Für 2027 plant das Management angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten allerdings vorsichtig.</p> <p>AIXTRON überraschte gestern nach Xetra-Schluss. Der Auftragseingang erreichte 275 Mio. Euro gegenüber 214,6 Mio. Euro Konsens (beeindruckend). Das operative Ergebnis lag bei 57 Mio. Euro, die EBIT-Marge bei 31 % (ebenso beeindruckend). Die Jahresprognose bleibt unverändert. I</p> <p>Nordex erhöhte am Abend die Gewinnprognose deutlich. Die erwartete EBITDA-Marge steigt von 8 bis 11 % auf 11,5 bis 12,5 %. Im dritten Quartal erreichte das EBITDA 278 Mio. Euro. Höhere Servicemargen und ein gut laufendes Projektgeschäft treiben die Profitabilität.</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe </p>
<p>Nordex lieferte ein starkes Q3: Umsatz plus 28% auf 2,19 Mrd. Euro, EBITDA plus 104% auf 278 Mio. Euro und damit 15% über Konsens; der freie Cashflow erreichte 379 Mio. Euro. Bessere Service-Margen, Projektabwicklung und geringere Risikovorsorge veranlassen den Konzern, die EBITDA-Margenzielspanne 2026 von 8–11% auf 11,5–12,5% anzuheben. Jefferies erhöht folglich die Gewinnschätzungen 2026/27 um 14/9% und das Kursziel von 60 auf 63 Euro – rund 60% über dem aktuellen Kurs von 39,30 Euro. Mit einem 2027er-KGV von 13,4, 11,5% Free-Cashflwow-Rendite und erwarteten 2,1 Mrd. Euro Nettocash per Ende 2027 ist die Bewertung moderat. </p> <p> </p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info" target="_blank" rel="noopener">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>SCHNEIDER ELECTRIC liefert starke Zahlen und neue Argumente für eine Kurserholung. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 17,9 % auf den Rekordwert von 11,46 Mrd. €. Organisch betrug das Plus 16,9 % und übertraf damit die Markterwartungen von rund 14 % deutlich. Besonders beeindruckend bleibt das Rechenzentrumsgeschäft. Hier hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Das Energiemanagement wuchs organisch um 18,8 %, die Industrieautomatisierung um 8,1 %. In Nordamerika erreichte das organische Wachstum 19,9 %, in China und Ostasien sogar 26,1 %. Der Auftragsbestand erreichte einen neuen Rekord.</p> <p>Das Management hob deshalb seine Jahresprognose erneut an. Für 2026 werden jetzt 12 bis 14 % organisches Umsatzwachstum und ein organischer Anstieg des bereinigten EBITA um 18 bis 21 % erwartet. Die bereinigte EBITA-Marge soll 19,7 bis 19,9 % erreichen. Die starke Rechenzentrumsnachfrage verbessert zudem die Wachstumsperspektiven bis 2028.</p> <p>Risiken bleiben steigende Rohstoffkosten, Zölle und geopolitische Spannungen. Vor allem die geplante PTC-Übernahme für 22,6 Mrd. USD belastete zuletzt. Zweifel am Kaufpreis und der Finanzierung ließen die Aktie seit Anfang Oktober um rund 15 % einbrechen. Die operative Geschäftsentwicklung rechtfertigt diesen Kursverfall allerdings nicht.</p> <p>Schneider Electric gehört seit dem 2. Oktober 2025 zum Allround-Portfolio des Aktionärsbriefs und liegt beim vorbörslich indizierten Kurs von 265,15 € inzwischen rund 5,7 % im Plus.</p> <p>Fazit: Klar positiv. Die Zahlen liefern erheblichen Rückenwind für eine Kurserholung. Ein Anstieg über 270 € wäre ein erstes charttechnisches Entspannungssignal.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"</p>
<p>Der Rechenzentren-Boom beflügelt Schneider Electric stärker als erwartet. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 18 Prozent auf 11,5 Mrd. Euro, organisch um 17 Prozent. Analysten hatten im Schnitt knapp 14 Prozent erwartet. Besonders dynamisch entwickelten sich China und Nordamerika; der Umsatz mit Rechenzentrumslösungen hat sich mehr als verdoppelt. Schneider profitiert dabei vor allem von seiner Technik für das Energiemanagement.</p> <p>Nach dem starken Quartal hebt der Konzern seine Ziele für 2026 zum zweiten Mal an. Organisch soll der Umsatz nun um 12 bis 14 Prozent wachsen, nach zuvor 10 bis 13 Prozent. Für das bereinigte Ebita stellt Schneider ein Plus von 18 bis 21 Prozent in Aussicht; bislang waren 14 bis 19 Prozent geplant. Neben der Nachfrage aus dem Rechenzentrumsmarkt sollen auch Preiserhöhungen zum Wachstum beitragen.</p> <p>Die Aktie ist im Allround-Porfolio des Aktionärsbrief eine feste Größe. Die jüngste KI-Schwäche ist eher als Kaufchance zu sehen.</p> <p> </p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info" target="_blank" rel="noopener">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p> </p>
<p>Der Kurs der 2G Energy (ISIN: DE000A0HL8N9), einem Hersteller von Anlagen zur dezentralen Energieversorgung, ist heute um über 16 % eingebrochen. Auslöser dafür war eine Verkaufsempfehlung der Parmantier & Cie. GmbH, einer „Merchant Bank“ (Eigenwerbung), die bisher nicht durch eine besondere Analysetätigkeit zu 2G aufgefallen ist. In ihrer Analyse bezieht sich Parmantier auf die heute veröffentlichten Halbjahreszahlen, wobei die wichtigsten Daten schon seit dem 29. September bekannt sind. Das gilt auch für die Ebit-Marge von 0,6 %, die im Vorjahreszeitraum noch bei 3,3 % lag. Parmantier begründet seine Verkaufsempfehlung damit, dass 2G Energy dann im zweiten Halbjahr 98 % des für 2026 prognostizierten Ebits erwirtschaften müsste.</p> <p>Traditionell fällt das zweite Halbjahr bei 2G deutlich stärker aus als die erste Jahreshälfte, was auch den Besonderheiten der Projektabrechnung geschuldet ist. 2G hat hier in der Vergangenheit ergebnistechnisch immer zuverlässig geliefert und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das auch in diesem Jahr so sein wird. Ebenfalls wichtig: Finanzvorstand Friedrich Pehle hat heute erneut einen Insiderkauf (100 Aktien) getätigt. Anleger sollten auch nicht vergessen, dass man bei so einem marktengen Titel wie 2G mit einer Verkaufsempfehlung schnell größere Kursbewegung hervorrufen kann, die gerade von Tradern genutzt werden können. </p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
15-Okt. 16:06
Bernecker-Abonnenten: EASYJET erreicht einen wichtigen Meilenstein bei der geplanten Übernahme durch Apollo
<p>Die britische Fluggesellschaft veröffentlichte heute die offiziellen Übernahmeunterlagen. Am 11. November sollen die Aktionäre über das Angebot von 715 Pence je Aktie abstimmen. Der Verwaltungsrat empfiehlt die Annahme. Der Abschluss wird weiterhin bis Ende März 2027 angestrebt. Die Aktie legtheute um 0,8 % auf 681,4 Pence zu. Damit liegt der Börsenkurs noch rund 4,4 % unter dem Übernahmepreis.</p> <p>Die Veröffentlichung der Unterlagen erhöht die Verbindlichkeit des Zeitplans, beseitigt aber nicht die verbleibenden Genehmigungs- und Vollzugsrisiken. Das weitere Kurspotenzial ist bei unverändertem Angebot auf 715 Pence begrenzt. Ein Scheitern hätte dagegen voraussichtlich erheblich größere Kursverluste zur Folge.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
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Volker Schulz
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