<p>Zum Monatsultimo richtet sich der Blick wieder verstärkt auf die Konjunkturdaten. In Deutschland, Frankreich und weiteren Euroländern stehen heute erste Inflationsschätzungen auf der Agenda. Sie könnten neue Hinweise darauf liefern, wie groß der Spielraum der Europäischen Zentralbank nach der jüngsten Zinserhöhung tatsächlich ist.</p> <p>Innerhalb des EZB-Rats gehen die Einschätzungen auseinander: Während einige Mitglieder angesichts hartnäckiger Preisrisiken einen restriktiven Kurs befürworten, verweisen andere auf den deutlichen Rückgang der Energiepreise.</p> <p>In den USA steht mit dem JOLTS-Bericht zu den offenen Stellen ein wichtiger Vorläufer für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Donnerstag an.</p> <p>Die vergleichsweise ruhige Lage im Nahen Osten sorgt dafür, dass sich die Ölpreise auf einem moderaten Niveau stabilisieren. Die Techs legten gestern eine technische Erholung hin. Auch Japan und Südkorea tendieren freundlich. Der DAX startet rd. 180 Punkte höher in den Tag.</p> <p>Aus dem deutschen Nebenwertesektor: 2G Energy aus Deutschland meldet starke Auftragseingänge aus dem Datacenter-Bereich, verpackt das ganze aber etwas ungeschickt. Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte beläuft sich auf über 400 Mio. Euro (Umsatz mit Neuanlagen im Gesamtjahr 2025: 229,1 Mio. Euro). Neue Tops sind aus meiner Sicht nur eine Zeitfrage. </p> <p>Ihr Volker Schulz <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p><strong>Der kalifornische Spezialist für LIDAR-Sensoren legte gestern weitere 28 % zu.</strong> Und erreichte beim Börsenwert 3,4 Mrd. $. Vor zwei Wochen war ein mehrjähriger Lieferdeal mit AIM Intelligent Machines bekannt geworden, das Lidar-Sensoren weltweit für die Autonomie-Nachrüstung schwerer Fahrzeuge einsetzt.</p> <p><strong>Für das gestrige Tagesplus sorgte ein Analysten-Interview auf CNBC.</strong> Für OUSTER wird bisher allerdings ein Defizit angezeigt (laut CNBC: Forward-KGV – 61 und KUV um 20), daher: Wir laufen dem Wert jetzt nicht nach.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker daily.</p>
<p>Im Fokus von DTE steht regulierte Strom- und Gasversorgung. DTE verdient vor allem über genehmigte Investitionen in Netze, Kraftwerke, Zuverlässigkeit und Energiewende. Die Rendite hängt stark davon ab, was die Regulierungsbehörde in Michigan erlaubt.</p> <p>Interessant im aktuellen KI-Stromthema: DTE hat bereits einen Vertrag zur Versorgung eines großen Google-Datenzentrums in Michigan gemeldet und spricht von erheblichen Investitionen in die Versorgungsinfrastruktur. Im ersten Quartal 2026 investierte DTE mehr als 1,2 Mrd. $ in seine Utilities und peilt für das Gesamtjahr über 6 Mrd. $ an.</p> <p>Warum ist der Sektor spannend? In den ersten fünf Monaten 2026 erreichte das M&A-Volumen im US-Strom- und Versorgersektor gemäß Deloitte 203,6 Mrd. $. Das ist bereits mehr als 40 % über dem gesamten Vorjahr. DTE als Übernahmekandidat ist durchaus ein Thema somit interessant. Die drei wahrscheinlichsten Kandadaten für eine Übernahme nennen wir am Mittwoch im Aktionärsbrief 27/26.</p>
<p>Der indische Technologiedienstleister Persistent will mindestens die Hälfte der Anteile von NAGARRO erwerben. Er bietet 81 Euro je NAGARRO-Aktie - etwa doppelt so viel wie die NAGARRO-Aktie zum Xetra-Schluss am Freitag gekostet hatte. Mit dem Angebotspreis wird das NAGARRO-Aktienkapital mit etwas mehr als 1 Mrd. Euro bewertet. Persistent Systems kam zuletzt auf eine Marktkapitalisierung von umgerechnet gut 7 Mrd. Euro. Am Aktienmarkt kam das Gebot gut an: Die NAGARRO-Aktie legte heute deutlich zu - zuletzt ging es um über 85 % nach oben. Wahnsinn!</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>AXA (ISIN: FR0000120628; 43,47 €) setzt zum Break an. Ein Pullback um wenige Prozentpunkte ist immer möglich, aber für die mittelfristige Tendenz nicht relevant. Der Versicherungssektor wird aktuell lediglich mit rund dem 12-Fachen der für 2028 erwarteten Gewinne gehandelt. Durch M&A-Aktivitäten mutiert die Branchje mehr und mehr zum Oligopol. Die Folge: Größere Marktanteile, eine sinkende Zahl von Wettbewerbern und eine wachsende Preissetzungsmacht. Das erhöht die Margen bei gleichzeitigem Wachstum. Die Franzosen weisen im Sektor die niedrigste Bewertung auf, fallen aber operativ kaum ab. </p> <p>AXA kommt per 2027 auf ein KGV von lediglich 9,7 und für 2028 von 9. On top kommen geschätzt ca. 5,7 % Dividendenrendite für 2026 bzw. 6,1 % für das Geschäftsjahr 2028. Damit liegt die Bewertung deutlich unterhalb der Peergroup. </p> <p>Wir peilen für AXA eine Bewertungsexpansion Richtung KGV 12 auf 18 bis 24 Monate an. Daraus resultiert ein Kursziel von 58 €.</p> <p> </p>
<p>ZALANDO (ISIN: DE000ZAL1111; 24,35 €)- BAFIN-Schock als Chance? (ISIN: DE0007164600; 133,68 €)? Das BaFin prüft Zalando hinsichtlich der About-You-Übernahme. Das Ganze wirkt eher wie ein Governance- bzw. Transparenzthema rund um die Angaben im Anhang. Hinweise auf falsche Umsätze, überhöhte Gewinne, Bilanzierungsfehler oder eine zweifelhafte Werthaltigkeit der Übernahme gibt es nicht. Man prüft offenbar, ob Zalando im Konzernabschluss 2025 eine Transaktion mit einer nahestehenden Partei im Kontext der Übernahme ausreichend offengelegt hat. Dabei geht es insbesondere um die Rolle von Anders Holch Povlsen bzw. Heartland. Die DZ Bank hat dennoch einen Bewertungsabschlag von 30 % vorgenommen und das Ziel von 37 auf 27 € gesenkt. Wir halten das für überzogen. Auf Basis aktueller Gewinnschätzgen liegt das KGV per 2027 um 13,8. Dazu kommt: ZALANDO bleibt schuldenfrei und sitzt auf rd. 500 Mio. € Nettcash, welches gemäß Konsens Richtung 2027 auf rd. 1 Mrd. € anschwellen sollte. </p> <p>Fazit: Bei nur 6,3 Mrd. € Börsenwert resultieren daraus neue Chancen. Die Zielspanne liegt um 33 bis 35 €. </p>
<p style="text-align: justify;">Wir knüpfen heute nahtlos an unsere Analyse vom Freitag an. Die tektonischen Verschiebungen an den globalen Handelsplätzen setzen sich zu Wochenbeginn unvermindert fort. Das institutionelle Kapital flieht weiter aus den hochbewerteten Technologie-Clustern und sucht Zuflucht in fundamental unerschütterlichen Festungen der Realwirtschaft. Nach SANOFI und BAYER erweitern wir unseren Blickwinkel heute über den Pharmasektor hinaus auf zwei weitere erstklassige Substanzwerte aus der „Old Economy“. Diese Unternehmen passen exakt in das Beuteschema der großen Fondsmanager: gigantische Cashflows, krisenresistente Geschäftsmodelle und eine Bewertung, die massiven Schutz nach unten bietet. Beide Unternehmen finden Sie in der Termin-Börse daily, dort bekommen Sie täglich neue Empfehlungen. Wenn Sie von unserer Expertise profitieren wollen, dann testen Sie uns doch gerne (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>). </p>
<p>Die Märkte starten erleichtert in die neue Woche. Nach Berichten über eine neue Gesprächsbereitschaft noch in dieser Woche in Qatar zwischen den USA und Iran ziehen die US-Futures an. S&P 500 und Nasdaq 100 liegen vorbörslich rund 0,5 % im Plus. Der DAX startet in der Vorbörse ebenso rd. 0,5 % fester in den Tag. Öl bleibt mit Brent bei gut 72 Dollar unten. Der Markt preist damit zunächst keine weitere Eskalation im Nahen Osten ein.</p> <p>Auffällig bleibt die Rotation: Weg von den großen Tech- und Chipwerten, hinein in die Breite. In den USA erreichte der gleichgewichtete S&P 500 neue Hochs, während die Schwergewichte aus dem KI-Komplex Druck spüren. Bei Rheinmetall bahnt sich eine Erholung an. Banken, Versicherungen udn Pharma bauen Momentum auf. </p> <p>Auch in Asien schwächeln Samsung und SK Hynix, obwohl Südkorea massive neue Investitionspläne für den Technologiesektor vorbereitet. Samsung soll über zehn Jahre Ausgaben von rund 646 Mrd. Dollar anpeilen. Gemeinsam mit Samsung und SK Hynix will die Regierung ihre Führungsrolle bei KI-Speicherchips langfristig absichern. Geplant sind Investitionen von bis zu 2.000 Billionen Won (rund 1,45 Billionen Dollar) über zehn Jahre. Allein Samsung und SK Hynix wollen vier neue Halbleiterwerke errichten. Gleichzeitig soll die DRAM-Kapazität des Landes innerhalb von fünf Jahren verdoppelt werden - ein Fest für die Ausrüster, aber Überkapazitäten im Chipsektor auf lange Sicht?</p> <p>Mehrere große US-Banken wie JPMorgan, Morgan Stanley, Bank of New York Mellon, Bank of America und Wells Fargo erwarten, dass der Euro innerhalb der kommenden zwölf Monate bis auf 1,10 US-Dollar fallen könnte. Das entspräche vom aktuellen Niveau aus einem Rückgang von rund 3 %. Der Hintergrund ist einfach: Am Devisenmarkt zählt vor allem der erwartete Zinsvorteil einer Währung.</p> <p>Sie möchten jeden Tag auf diese Art und Weise gebrieft werden? Dann empfehle die Bernecker-App: <a href="https://www.bernecker.info/app">https://www.bernecker.info/app</a></p> <p>Ihr Volker Schulz </p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Ist Microsoft billig genug für den Einstieg?</strong></p> <p>Microsoft ist mit 2,7 Bio. $ Marktwert an einer Grenze angekommen. Fallen die Halbjahreszahlen negativer aus, als bisher erwartet, erweitert sich das Risiko nach unten um etwa 10 bis 12 %. Fällt das Ergebnis besser aus, beginnt der erste Anstieg in das Comeback. Entscheidend ist die Frage, wie KI die Softwaretechnik insgesamt beeinträchtigt, also das gleiche Problem wie bei SAP. Über die Nachhaltigkeit dieser Konkurrenzlage der Tech-Sektoren ist noch nicht endgültig entschieden. Microsoft ist somit im Moment kein zwingender Kauf.</p> <p>Aber Achtung: Am Dienstagnachmittag gab es erste Ansätze für Microsoft und SAP für eine positive Rally. Microsoft mit + 5,7 % und SAP + 2,8 %. </p> <p style="text-align: center;"><strong>Kann die Hochtief-Rally weitergehen?</strong></p> <p>Hochtief hat sein Comeback erfüllt. Die Aufnahme in den DAX ist die Krönung dafür. 40 Mrd. € Marktwert sind für eine Bauleistung in etwa gleicher Höhe (nicht vergleichbar mit dem Umsatz) eine vertretbare Größe. Das galt bisher für das Stammgeschäft. Neu sind die Investitionen in Rechenzentren zu sehen, wofür noch die Details fehlen. Das dürfte mit den Halbjahreszahlen demnächst zu diskutieren sein. In dieser Perspektive liegt das nächste Potenzial bei etwa 15 bis 20 % für Hochtief. Eile ist gleichwohl nicht geboten. Unser Investment begann bereits bei 40/45 €.</p> <p style="text-align: center;"><strong>Was kaufen, wenn der Euro sinkt?</strong></p> <p>Der Dollar schwankt in Euro gerechnet seit Jahresanfang regelmäßig zwischen 1,14 Dollar je Euro und einem Dachkurs von 1,18, mit der Ausnahme einer kurzfristigen Spitze von 1,20 Ende Januar. Er schwankt also im Mittelwert um etwa 1,50 Cent. Von einer größeren Unsicherheit beider Währungen ist also nichts zu sehen. Neue Akzente gibt es nicht, die eine massive Dollarschwäche oder das Gegenteil erkennen lassen. Auch der Iran-Krieg bewegte nichts. Dabei bleibt es vorerst. Von einer Schwäche des Euro gegen Dollar kann mithin ebenfalls nicht gesprochen werden. Das bedürfte einer massiven Schwäche der deutschen Wirtschaft bzw. Politik, da die Euro-Tendenz gegenüber allen Währungen der Welt maßgeblich davon abhängt, wie man Deutschland beurteilt. </p> <p>Weitere spannende Themen lesen Sie wöchentlich in der <strong>Actien-Börse</strong>. Zur Info-Seite gelangen Sie direkt mit einem <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">KLICK HIER</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Das institutionelle Kapital zieht sich stückweise aus den heißgelaufenen KI- und Halbleiterwerten zurück (trotz den MICRON-Zahlen) und schichtet massiv in Branchen um, die in den letzten Quartalen sträflich vernachlässigt wurden. Im Fokus dieser großen Sommerrotation steht ganz klar das Gesundheitswesen. Hier finden sich noch echte Substanzwerte mit exzellenten Cashflows, enormer Preismacht und hochattraktiven Bewertungen, die von den breiten Marktsorgen völlig unbeeindruckt bleiben. Diese Woche in der Termin-Börse mit dabei: ein französischer Pharmagigant, ein deutscher Turnaround-Kandidat, zwei deutsche Versicherungsunternehmen und drei Werte, die den Tech- und KI-Boom für sich nutzen. <br /><br />Nur einmal in der Woche ordern, aber profitieren wie die Großen. Das ist die Termin-Börse aus dem Hause Bernecker. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, das Risiko spekuliert immer mit! Deshalb hat bei uns jeder Einstieg mehrere Kauflimits, immer einen Stop und meistens eine heiße Story. Das geht per Abo oder auch im Einzelabruf (<a href="https://www.bernecker.info/termin-boerse">KLICK HIER</a>). </p>
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Volker Schulz
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