<p>Bei der Beteiligungsgesellschaft MBB läuft es so gut, dass nach der heutigen Meldung die Aktie mehr als grün wird: 2026 sollen bei MBB vom Umsatz nun 18 bis 20 % als bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen übrig bleiben, während man zuvor noch eine operatie Marge von 15 bis 18 % angepeilt hatte. Vorläufigen Berechnungen zufolge erzielte MBB im zweiten Quartal ein bereinigtes operatives Ergebnis in Höhe von 75,2 Mio. Euro und übertraf den Vorjahreswert damit um fast 62 %. Die entsprechende Marge stieg um 8,7 Prozentpunkte auf 25,1 %. Der Umsatz der Beteiligungsgesellschaft stieg in den drei Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich um 4,6 % auf 298,5 Mio. Euro. Die Aktie notiert über 5 % im Plus.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p style="text-align: justify;">Nach unserem intensiven Ausflug in den weltweiten Düngemittel-Notstand mit K+S AG, CF INDUSTRIES HOLDINGS, MOSAIC COMPANY und NUTRIEN LTD. wenden wir uns heute wieder dem heimischen Aktienmarkt zu und schauen dorthin, wo viele Anleger im Moment gar nicht hinsehen wollen: zu den gefallenen Schwergewichten aus DAX und MDAX. Denn während der deutsche Leitindex in der vergangenen Woche mit 25.907 Punkten ein neues Allzeithoch markierte, tragen die schillernden Rüstungs-, KI- und Technologiewerte die Rallye fast im Alleingang. Ein ganzer Kranz von klassischen Standardwerten dagegen dümpelt weit unter den eigenen Höchstständen vor sich hin, mit Kursen, die keinen Cent Wachstumsphantasie mehr enthalten und stellenweise deutlich unter dem eigenen Substanzwert notieren.</p> <p style="text-align: justify;">Genau in solchen Marktphasen entstehen die besten Turnaround-Chancen. Wer als Anleger jetzt die Ruhe bewahrt, die Bilanzen liest und nicht dem allgemeinen Stimmungsbild folgt, kann Aktien einsammeln, die in zwölf bis achtzehn Monaten möglicherweise wieder mit ganz anderen Vorzeichen gehandelt werden. Besonders hart hat es den deutschen Auto- und Zuliefererbereich getroffen, der seit fast zwei Jahren als Symbol für alles gehandelt wird, was in Deutschland industriell falsch läuft: hohe Energiekosten, ambitionierte Klimaziele, schwache China-Nachfrage, aggressive US-Zölle, verunsicherte Konsumenten. Wir sehen Turnaround Chancen in diesem Bereich von denen Sie profitieren können, Sie finden unsere Empfehlungen in der Termin-Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p>Friedrich Vorwerk hat im<a href="https://www.friedrich-vorwerk-group.de/media/260722-vor-2026-h1-de.pdf" target="_blank" rel="noopener"> ersten Halbjahr 2026 die Erwartungen klar übertroffen</a>. Der Umsatz stieg um 11 % auf 337,3 Mio. €, während das EBITDA um 70 % auf 92,6 Mio. € zulegte. Die Produktionsleistung erhöhte sich um 35 % auf 448,1 Mio. €, der Nettofinanzmittelbestand stieg dank hoher Cash Conversion auf 212,0 Mio. € (Vorjahr: 83,5 Mio. €).</p> <p>Treiber der Entwicklung waren die starke Projektabwicklung und die weiterhin hohe Nachfrage. Der Auftragseingang legte auf 321,2 Mio. € zu (Vorjahr: 220,4 Mio. €), während der Auftragsbestand mit 1,0 Mrd. € (inkl. ARGE: 1,45 Mrd. €) trotz leichter Normalisierung auf einem sehr hohen Niveau verbleibt.</p> <p>Vor dem Hintergrund der starken Profitabilität hebt das Unternehmen seine EBITDA-Prognose für 2026 auf 180 bis 200 Mio. € an (zuvor 160 bis 180 Mio. €). Die Umsatzprognose von 730 bis 780 Mio. € wurde bestätigt. Die Zahlen unterstreichen die starke Positionierung des Unternehmens beim Ausbau der Energieinfrastruktur für Gas-, Strom- und Wasserstoffnetze.</p> <p>Mit einem KGV von knapp 15 bzw. einem EV/EBITDA-Ration von 6,9 ist Friedrich Vorwerk einer der günstigsten Infrastruktur-Profiteure in Europa. Damit sind die alten Hochs wieder machbar.</p>
<p>Taiwans Exportaufträge sind im Juni um 59,4 % gegenüber dem Vorjahr auf den Rekordwert von 95,3 Mrd. US-Dollar gestiegen und übertrafen damit sämtliche Bloomberg-Prognosen. Haupttreiber bleibt die ungebrochen starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur: Technologieaufträge legten um 76,9 % zu und lieferten 55,7 Prozentpunkte des gesamten Wachstums. Besonders dynamisch entwickelten sich Aufträge für Informations- und Kommunikationsprodukte wie Server (+82 %) sowie elektronische Komponenten, insbesondere Halbleiter (+80 %).</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/taiwanExport.png" alt="" width="650" height="359" /></p> <p>Regional stachen die USA mit einem Auftragsplus von 83,6 % hervor, gefolgt von Europa mit 53,9 %. Die Zahlen unterstreichen, dass der globale Investitionszyklus rund um Künstliche Intelligenz weiterhin auf Hochtouren läuft und Taiwan als zentraler Halbleiter- und Serverstandort davon erheblich profitiert. Auch Nicht-Technologieprodukte legten mit 13,5 % zu, angeführt vom Maschinenbau (+17,8 %).</p> <p>Da Exportaufträge den tatsächlichen Ausfuhren in der Regel vorauslaufen, sprechen die Daten für eine anhaltend robuste Exportentwicklung in den kommenden Monaten. Gleichzeitig bleibt die starke Abhängigkeit vom KI-Sektor ein Risiko: Eine Abschwächung der globalen KI-Investitionen oder geopolitische Spannungen könnten den derzeitigen Wachstumsschub rasch bremsen.</p>
<p>Vorstand und Aufsichtsrat von Klöckner & Co haben nach Prüfung des Delisting-Erwerbsangebots von Worthington Steel (11,00 € je Aktie) beschlossen, den Aktionären weder die Annahme noch die Ablehnung des Angebots zu empfehlen. Beide Gremien bewerten das geplante Delisting jedoch als im besten Interesse des Unternehmens, da es die strategische Partnerschaft mit Worthington Steel stärken und mehr Flexibilität für den Ausbau des Geschäfts in Europa und Nordamerika schaffen soll.</p> <p>Worthington Steel hält bereits rund 62 % der Klöckner-&-Co-Aktien. Das Delisting soll unmittelbar nach Ablauf der Annahmefrist am 12. August 2026 wirksam werden und erfolgt ohne Vollzugsbedingungen. Aktionäre, die ihre Aktien behalten, müssen mit einer deutlich geringeren Liquidität sowie dem Wegfall wichtiger Transparenz- und Publizitätspflichten rechnen. Zudem plant Worthington Steel den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags, der den verbliebenen Aktionären später ein Barabfindungsangebot ermöglichen könnte, dessen Höhe jedoch noch offen ist.</p> <p>Die Annahme des Angebots ist angesichts der Tatsache, dass der Kurs mit 12,30 € deutlich darüber notiert, ohnehin kein Thema. Wer verkaufen will, tut das über die Börse.</p>
<p>Die Erholung im Halbleitersektor gewinnt an Dynamik. Nachdem der US-Halbleiterindex am Vortag um mehr als 5 % zugelegt hatte, setzte sich die Rally in Asien fort. Der südkoreanische Kospi stieg um 4,6 %, angeführt von Samsung Electronics und SK Hynix, während Investoren nach der jüngsten Korrektur wieder verstärkt auf den langfristigen KI-Trend setzen. Rückenwind lieferten starke Exportdaten aus Südkorea und Taiwan, die auf eine anhaltend robuste Nachfrage nach Halbleitern hindeuten. Positive Signale kommen zudem aus der Lieferkette. So berichtet Nikkei, dass TSMC mit Kunden über Preiserhöhungen von bis zu 10 % ab 2027 verhandelt, um gestiegene Produktionskosten auszugleichen – ein Hinweis auf die weiterhin hohe Nachfrage nach modernsten Fertigungskapazitäten. Damit wird der Rückschlag der vergangenen zur gesunden Konsolidierung.</p> <p>Nun richtet sich der Blick auf die Quartalszahlen von Alphabet (heute nachbörslich), Tesla (heute nachbörslich) und Intel morgen nach Börsenschluss. Die Erwartungen sind hoch: Investoren wollen sehen, dass sich die milliardenschweren Investitionen der Hyperscaler in Künstliche Intelligenz durch steigende Umsätze, Margen und Cashflows rechtfertigen lassen. Positive Signale kamen bereits von Super Micro Computer, dessen Auftragsbestand dank neuer KI-Server-Bestellungen auf einen Rekordwert von mehr als 60 Mrd. US-Dollar stieg. Heute und morgen folgt das „Advancing AI 2026“-Event von AMD in San Francisco als Impulsgeber.</p> <p>Gleichzeitig bleibt das makroökonomische Umfeld herausfordernd. Der Brent-Ölpreis kletterte auf rund 92 $ je Barrel, nachdem Hoffnungen auf eine schnelle Annäherung zwischen den USA und dem Iran gedämpft wurden. Steigende Energiepreise schüren erneut Inflationssorgen und ließen die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 4,63 % steigen – den höchsten Stand seit rund zwei Monaten. Gold als Krisenmetall versucht sich am Comeback und legte auf über 4.130 $ je Unze zu und legt damit den Grundstein für eine technische Erholung. Entscheidende Frage hier ist, ob die (prozyklischen) Gold-ETF-Käufer zurückkehren.</p> <p>Für die Börsen wird die laufende Berichtssaison nun zur Richtungsentscheidung. Bestätigen die großen Technologiekonzerne ihre ambitionierten KI-Ausgaben und liefern überzeugende Wachstumsperspektiven, gewinnt die jüngste Erholung im Technologiesektor weiter an Fahrt.</p>
<p><strong>... einen schlechten Ausgang ihrer Wetten. </strong>Allerdings war die Aktion gegen die Mega-Raumfahrtaktie bereits ein klarer Erfolg, siehe Chart.</p> <p><strong>Dennoch ist zurzeit, ausgehend vom Tief bei 119,68 $, zunächst ein Rebound angesagt.</strong> Jamie Dimon und Cathie Wood stehen heute als Fürsprecher im Fokus. Analysten der australischen MACQUARIE haben mit 250 $ ein schickes Kursziel ausgegeben. Zurzeit eher long gehen.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen <a href="http://www.bernecker.info/bernecker-daily">Bernecker daily</a>.</p>
<p>Cipher Digital profitiert von einer Branchenrally. Die Aktie steigt heute zeitweise um knapp 16 % auf rund 23,80 $, nachdem sie bereits am Montag etwa 17 % gewonnen hatte. Auslöser waren zunächst Großaufträge der Wettbewerber Iren und Hut 8. Iren meldete neue mehrjährige KI-Cloud-Verträge über insgesamt 2,8 Mrd. $ und erhöhte das Ziel für den zum Jahresende hochgerechneten Jahresumsatz des KI-Cloud-Geschäfts auf mehr als 4 Mrd. $. Hut 8 schloss einen zweiten 15-jährigen Rechenzentrumsmietvertrag über 9,8 Mrd. $. Dadurch bewerten Anleger ehemalige Bitcoin-Schürfer zunehmend als Betreiber knapper KI-Rechenzentrumskapazitäten. Cipher wurde von dieser Neubewertung mitgezogen.</p> <p>Bei Cipher kommt ein eigener Kurstreiber hinzu. Die erste Phase des 300-Megawatt-Rechenzentrums für Amazon Web Services soll im Juli bereitgestellt werden. Die ersten Mieteinnahmen werden ab August erwartet. Der langfristige AWS-Vertrag besitzt ein Volumen von rund 5,5 Mrd. $. Damit rückt der Übergang von der kapitalintensiven Bauphase zu vertraglich gesicherten Einnahmen näher.</p> <p>Heute stützt zusätzlich die breite Erholung bei KI-, Halbleiter- und Rechenzentrumsaktien. Anleger setzen nach der jüngsten Korrektur wieder stärker auf anhaltend hohe Investitionen in KI-Infrastruktur.</p> <p>Fazit: Der Anstieg beruht nicht auf einer neuen Cipher-Meldung, sondern auf positiven Branchensignalen und der bevorstehenden Aufnahme der AWS-Mietzahlungen. Fundamental ist das nachvollziehbar. Nach einem Kursgewinn von rund 35 % in zwei Tagen steigt jedoch das kurzfristige Rückschlagrisiko deutlich.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p>Die Analysten von Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel für den Dax-Konzern von 42 auf 40 € reduziert, aber die Einstufung auf „Buy“ belassen. Der Satelliten-Internetservice Starlink oder das KI-Projekt Stargate ließen die Deutsche Telekom als Stern am europäischen Telekomfirmament bei weitem nicht mehr so hell leuchten wie einst. Die im Vergleich zu Wettbewerbern niedrigere Bewertung und die Aussicht auf Klarheit hinsichtlich Fusionen und Übernahmen sprächen aber pro Deutsche Telekom, hieß es in der heute veröffentlichten Analystenstudie weiter.</p>
<p>Auch wenn das Jahr schwach startete - jetzt ist man wieder da! Trotz weiterhin starker Konkurrenz durch Nachahmerpräparate schaffte NOVARTIS ein überraschend starkes zweites Quartal: Der Umsatz kletterte in den drei Monaten bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 % auf 14,4 Mrd. $, zu konstanten Wechselkursen ergab sich ein Umsatzplus von 1 %. Zum Jahresstart hatte NOVARTIS wegen der Markteinführung von Generika für einige seiner wichtigen Blockbuster noch ein Umsatzminus ausgewiesen. Nun trugen vor allem Volumensteigerungen zum Erlöszuwachs bei. Operativ verbuchte NOVARTIS im zweiten Jahresviertel einen Rückgang um 2 % auf knapp 4,8 Mrd. $, unter dem Strich stand ein Konzerngewinn von fast 3,3 Mrd. $, wobei der Rückgang vor allem höheren Ertragssteuern und einem höheren Zinsaufwand geschuldet war. Der Kern-Betriebsgewinn blieb mit gut 5,9 Mrd. $ stabil und übertraf den Analystenkonsens von 5,3 Mrd. $ deutlich. Entscheidend für NOVARTIS wird nun die bereits angelaufene zweite Jahreshälfte. Wichtig hier: Man erwartet im zweiten Halbjahr mehrere wichtige Studienergebnisse. Daher sieht sich NOVARTIS weiterhin auf Kurs, seine Jahresprognose sowie seinen mittelfristigen Ausblick zu erfüllen. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management demnach weiterhin für das bereinigte operative Ergebnis mit einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Der Umsatz soll wiederum im niedrigen einstelligen Bereich zulegen. </p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Kennen Sie schon das Free TV-Angebot von Bernecker TV? Abonnieren Sie kostenlos den YouTube-Kanal von Bernecker TV unter: <a href="http://www.youtube.com/BerneckerTV">www.youtube.com/BerneckerTV</a></p>
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