<p>Die geplante <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/aufzuege-und-fahrtreppen-kone-uebernimmt-tk-elevator-kritik-von-ig-metall/100220977.html" target="_blank" rel="noopener">Transaktion rund um TK Elevator </a>ist für THYSSENKRUPP ein weiterer strategischer Meilenstein. Auf Basis der vorliegenden Eckdaten ergibt sich für TK Elevator ein Unternehmenswert von rund 29,4 Mrd. €, was einem Eigenkapitalwert von etwa 20 Mrd. € entspricht. Für THYSSENKRUPP bedeutet dies eine Gegenleistung von insgesamt rund 3,4 Mrd. € – deutlich über dem bisherigen Buchwert von etwa 2,1 Mrd. €, bestehend aus rd. 1 Mrd. € in bar – primär durch die Rückzahlung eines zinsfreien Darlehens – sowie etwa 2,4 Mrd. € in Form von KONE-Aktien. Daraus folgt ein spürbarer Hebel für die Bewertung: Der Mittelzufluss stärkt die Nettoliquidität signifikant, die Beteiligung an KONE bietet zusätzliches Upside. In einer vereinfachten Betrachtung entspricht dies einem Wertbeitrag von rund 11 % je Aktie. Nächstes Ziel: 13 €.</p>
<p style="text-align: justify;">Die globale Bankenlandschaft startet 2026 aus einer robusten, aber nicht risikolosen Position. Nach der Zinswende der vergangenen Jahre bleiben die Erträge vieler Institute solide, auch wenn das Nettozinseinkommen nicht mehr überall mit der Dynamik der Vorjahre wächst. Die eigentliche Differenzierung verlagert sich zunehmend auf Kostenkontrolle, Kapitaldisziplin, Vermögensverwaltung, Transaktionsbanking und digitale Infrastruktur. KI-Anwendungen beschleunigen bereits einzelne Prozesse, etwa in der Kreditprüfung; ein flächendeckender Effizienzsprung ist aber noch nicht bei allen Instituten nachweisbar. Gleichzeitig gewinnen Stablecoins und tokenisierte Wertpapiere an Bedeutung, befinden sich jedoch eher auf dem Weg in produktive Marktinfrastrukturen als bereits im breiten Bankkunden-Massenmarkt. Für Value-orientierte Anleger bleiben vor allem europäische und global diversifizierte Banken interessant, weil viele Titel trotz verbesserter Profitabilität weiterhin mit Bewertungsabschlägen gegenüber großen US-Banken gehandelt werden. Wir haben drei Kandidaten für Sie herausgesucht, wenn Sie unseren Trades folgen wollen können Sie das mit der <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">TB-Daily</a> tun, entweder im Einzelabruf oder im Abo. </p> <p style="text-align: justify;"> </p>
<p>Prysmian ist verhalten in das Geschäftsjahr 2026 gestartet, bleibt jedoch strategisch klar auf Kurs. Im ersten Quartal lag das EBITDA leicht unter den Erwartungen, was vor allem auf eine schwächere Entwicklung im margenstarken Transmission-Geschäft zurückzuführen ist. Entscheidend: Diese Schwäche ist temporär. Denn im Jahresverlauf ist mit einer deutlichen Beschleunigung zu rechnen. Neue Kapazitäten gehen sukzessive ans Netz und treiben nicht nur das Wachstum im Hochspannungsbereich (HV) an, sondern dürften auch die Margen weiter ausweiten. Unterstützt wird dies durch einen erneut gestiegenen Auftragsbestand im HV-Segment.</p> <p>Im Bereich Power Grids scheint die Margenerholung weitgehend abgeschlossen zu sein, dafür sorgt eine robuste Nachfrage im Zuge der globalen Netzinfrastruktur-Investitionen für solides Wachstum. Das Segment Electrification entwickelt sich stabil mit Margen im Rahmen der Erwartungen – zusätzliche Impulse könnten hier noch aus möglichen Tarifanpassungen entstehen.</p> <p>Das Geschäft mit Digital Solutions zeigt sich dynamisch mit einer überdurchschnittlichen Margenentwicklung, während parallel Gespräche über weitere Kapazitätsausweitungen geführt werden – die hohe Nachfrage, insbesondere im Umfeld datenintensiver Anwendungen und Infrastruktur, hält an.</p> <p>Der Ausblick für das Gesamtjahr 2026 wurde wie erwartet bestätigt. Halten.</p>
<p>Die Berichtssaison wird herausfordernd. Befesa liefert ebenso den Beleg dafür:</p> <p>1. Operatives Ergebnis (EBITDA) unter Schätzungen<br />Das bereinigte EBITDA lag mit 57,9 Mio. € (gerundet 58 Mio. €) zwar 4 % über dem Vorjahr, verfehlte jedoch die Analystenprognose von 60,6 Mio. € spürbar. </p> <p>2. Deutliche Umsatzverfehlung<br />Beim Umsatz war die Enttäuschung noch ausgeprägter:</p> <p>Ist-Wert: 285,2 Mio. €<br />Erwartung: 306,0 Mio. € Befesa blieb damit knapp 7 % hinter den Markterwartungen zurück. Der Rückgang von 7,5 % im Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass die Belastungsfaktoren (Aluminiumgeschäft, Wechselkurse) schwerer wogen, als die Analysten im Vorfeld kalkuliert hatten.</p> <p>Im Q1 2026 belief sich der operative Cashflow von Befesa auf 38 Mio. € (Q1 2025: 34 Mio. €). Das bewerte ich als positiv. Die taxe lautet rd. 8 bis 9 % FCF-Marge auf den Börsenwert.</p> <p>Die Prognose für 2026 eines EBITDA zwischen 250 und 270 Mio. € liegt in der Mitte der Spanne aber nur um 3 Mio. € unter den Erwartungen. Der CEO geht davon aus mittelfristig massiv vom deutschen Infrastrukturprogramm zu profitieren. </p> <p>Haltenswert.</p> <p> </p>
<p>Die Alzchem Group ist mit einem weiteren starken Quartal in das Geschäftsjahr 2026 gestartet und bestätigt damit ihre Position als wachstumsstarker Spezialchemieanbieter. Trotz eines leicht unter den Erwartungen liegenden Umsatzes (-1%), belastet durch die anhaltende Schwäche der europäischen Stahlindustrie, konnte man auf der Ergebnisseite klar überzeugen: Das operative Ergebnis lag rund 7% über den Markterwartungen.</p> <p>Treiber dieser positiven Entwicklung bleibt einmal mehr das margenstarke Segment Specialty Chemicals. Insbesondere die anhaltend hohe Nachfrage nach Kreatin sowie Nitroguanidin sorgt für eine deutliche Verbesserung der Profitabilität. Beide Produkte profitieren von strukturellen Wachstumstrends – Kreatin im Bereich Ernährung und Performance, Nitroguanidin insbesondere durch Anwendungen im Verteidigungs- und Energiesektor.</p> <p>Strategisch stellt Alzchem die Weichen klar auf Expansion: Die Kapazitätserweiterungen für Nitroguanidin und Kreatin verlaufen planmäßig, mit Inbetriebnahmen in der zweiten Jahreshälfte 2026 bzw. 2027. Parallel konkretisiert das Unternehmen seine internationale Wachstumsstrategie – die Standortwahl für eine neue Produktionsstätte in den USA steht kurz vor dem Abschluss, erste Planungsaktivitäten laufen bereits. </p> <p>Der Ausblick für das Gesamtjahr 2026 wurde bestätigt und erscheint angesichts der aktuellen Dynamik konservativ. Die anhaltend robuste Nachfrage in den Kernprodukten sowie die operative Hebelwirkung aus dem Kapazitätsausbau sprechen für weiteres Ergebniswachstum – mit Potenzial für Aufwärtsrevisionen im Jahresverlauf.</p> <p> </p>
<p>Technip Energies hat heute seine Finanzergebnisse für das erste Quartal veröffentlicht. Die Aktie reagierte mit einem Kursrückgang von rund 6 % auf die Zahlen und insbesondere auf den angepassten Ausblick.</p> <p>Zwar konnte ein Rekord beim Auftragseingang von über 6 Milliarden Euro und einem Auftragsbestand von 20,2 Milliarden Euro verzeichnet werden, doch die operativen Kennzahlen sowie die Prognosesenkung belasten den Kurs.</p> <p>Umsatz: Mit 1,78 Milliarden Euro lag dieser 4 Prozent unter dem Vorjahreswert.<br />EBITDA: Das bereinigte EBITDA sank um 8 Prozent auf 148,8 Millionen Euro.<br />Nettogewinn: Dieser ging um 16 Prozent auf 84,5 Millionen Euro zurück.</p> <p>Der wesentliche Grund für die negative Marktreaktion liegt in der nach unten korrigierten Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Technip Energies führt hierfür operative Störungen und logistische Herausforderungen an, die aus dem anhaltenden Konflikt im Nahen Osten resultieren.</p> <p>Segment Project Delivery: Die Umsatzprognose wurde von zuvor 6,3 bis 6,7 Milliarden Euro auf nun 5,7 bis 6,3 Milliarden Euro gesenkt.<br />EBITDA-Marge: Die erwartete Marge für dieses Segment wurde von etwa 8 Prozent auf eine Spanne zwischen 6,5 und 7,5 Prozent reduziert.<br />Obwohl der CEO die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens und die starken Cashflows betonte, wiegt die Unsicherheit durch die verzögerte Projektabwicklung im Nahen Osten für die Marktteilnehmer derzeit schwerer als der volle Auftragsblock.</p> <p>Ich warte nun auf den Earnings Call.</p>
<p><strong>Beim META-Zahlentermin achteten die Börsianer zuerst auf das Investitionsvolumen beim KI-Umbau.</strong> Zwar lag es im Q1 mit 19,8 Mrd. $ etwas tiefer als erwartet. Doch der Konzern hob die Planung für das Gesamtjahr auf 125 bis 145 Mrd. $ an, was auf Kostensteigerungen hindeutet. </p> <p><strong>Im Berichtsquartal übertraf der Umsatz mit 56,31 Mrd. $ (+ 33 %) die Erwartung um ca. 1,6 %.</strong> Beim Ergebnis je Aktie stand 7,31 gegen 6,79 $ (Konsens). Bei den Apps lagen 3,56 Mrd. Nutzer (täglich aktiv) zwar 4 über Vorjahr, aber 5 % unter dem Q4. Dafür waren laut META die Faktoren Iran und Russland maßgeblich.</p> <p><strong>Nachbörslich wurde abgestraft (- 7,0 %).</strong> Damit endet ein einmonatige Kurs-Gleichlauf der gestrigen Mag 7-Berichterstatter (siehe weitere Berichte). Das macht die META-Aktie zurzeit nicht attraktiv.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
<p>Das Analystenecho auf die jüngsten Quartalszahlen fällt nahezu einhellig positiv aus. Von 76 erfassten Experten raten 69 zum Kauf der Aktie, während sieben das Papier halten. Verkaufsempfehlungen liegen derzeit keine vor.</p> <p>Citi (Kaufempfehlung, Kursziel 405 USD) Die Analysten heben das Kursziel auf 405 USD an. Sie begründen dies mit dem über den Erwartungen liegenden Umsatzwachstum bei Google Search und Google Cloud. Letzteres unterstreiche die gesunde Nachfrage im Bereich der Online-Werbung und die technologische Stärke des Konzerns.</p> <p>Evercore ISI (Outperform, Kursziel 400 USD) Die Experten bezeichnen die Ergebnisse als beeindruckend, da sie nahezu in allen Geschäftsbereichen die Marktschätzungen übertrafen. Besonders hervorgehoben wird die operative Hebelwirkung, die Alphabet trotz des intensiven Investitionszyklus im Bereich der Künstlichen Intelligenz realisiert. Die soliden Ergebnisse bei Umsatz, Suche und Cloud lagen deutlich über dem Marktkonsens.</p> <p>Wedbush Die Analysten sehen Alphabet durch die vertikale Integration über die Suche, YouTube und das Werbegeschäft als führenden Akteur der technologischen Transformation. Die Beschleunigung innerhalb der Werbekohorte stützt diese Einschätzung.</p> <p>Truist Securities (Kaufempfehlung, Kursziel 385 USD) und Stifel (Kaufempfehlung, Kursziel 387 USD) Beide Häuser verweisen auf die breite Stärke des Geschäftsmodells. Die Ergebnisse zeigten ein weit verbreitetes Aufwärtspotenzial im Vergleich zu den ursprünglichen Erwartungen.</p> <p>Sie möchten regelmäßig solche Nachrichten auf Ihrem Handy lesen? Laden Sie einfacht die Bernecker App (<a href="https://www.bernecker.info/app">https://www.bernecker.info/app</a>) herunter. </p> <p>Ihr Volker Schulz (<a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a>)</p> <p>Redaktionsleiter</p>
<p>Nach ersten Verlusten dreht Amazon moderat ins Plus. Vor allem Details aus dem Earnings Call zum Cloud-Geschäft und zur KI-Monetarisierung überzeugen. </p> <p>Die Cloud-Sparte (AWS) lieferte mit einem Umsatzplus von 28 % auf 37,6 Mrd. USD das stärkste Wachstum seit 15 Quartalen. Der Auftragsbestand bei AWS ist auf beeindruckende 364 Mrd. USD angewachsen. Dies bietet eine hohe Visibilität für die kommenden Jahre.</p> <p>Amazon Bedrock verzeichnete ein Ausgabenwachstum der Kunden von 170 % im Vergleich zum Vorquartal. Es wurden in Q1 mehr Tokens verarbeitet als in allen Vorjahren zusammen. Unternehmen sind also bereit, signifikante Budgets in diese KI Infrastruktur zu investieren.</p> <p>Das Geschäft mit eigenen KI-Chips (Trainium/Inferentia) erreichte eine Run-Rate von über 20 Mrd. USD und wächst dreistellig. Amazon verringert damit erfolgreich die Abhängigkeit von externen GPU-Lieferanten.</p> <p>Trotz hoher Investitionen (Capex von 43,2 Mrd. USD) stieg die operative Marge auf 13,1 %. Das ist Rekord.</p> <p>Die Effizienzsteigerung in der Logistik schlug sich in einem operativen Gewinn von 8,3 Mrd. USD in Nordamerika nieder – deutlich über den Erwartungen.</p> <p><br />Umsatzprognose: Amazon erwartet für das zweite Quartal einen Nettoumsatz zwischen 194,0 und 199,0 Mrd. USD. Das entspricht einem Wachstum von 16 % bis 19 % gegenüber dem Vorjahr und liegt deutlich über den Konsensschätzungen der Analysten (ca. 189 Mrd. USD).</p> <p>Operatives Ergebnis: Hier liegt die Spanne zwischen 20,0 und 24,0 Mrd. USD. Zwar lag der Mittelpunkt leicht unter den optimistischsten Erwartungen, doch die Kombination mit dem starken Umsatzplus wiegt höher.</p> <p>Wir sind zufrieden. Der Titel bleibt aussichtsreich. </p>
<p>Risk off ist wieder angesagt. Unsere Zurückhaltung war richtig. Der Ölpreis ist auf ein Vierjahreshoch von über 125 $ gestiegen, nachdem die USA nun weitere militärische Operationen erwägen, um Bewegung in den Stillstand der Verhandlungen mit dem Iran zu bringen. Gleichzeitig sorgt die FED mit ihrem restriktiven Kurs für steigende Renditen welche gesten mit Laufzeit 10 Jahre über 4,4 % gestiegen sind. In diesem Umfeld können auch robuste Zahlen der vier Hyperscaler - allen voran Alphabet - wenig helfen. Bitte Zurückhaltung mit weiter angemessener Barquote (ca. 30 bis 40 %) um handlungsfähig zu bleiben. </p>
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Volker Schulz
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