<p>Berichten zufolge wurde Goldman Sachs eingeschaltet, um Angebote einzuholen. Das Geschäft gehört zur Sparte Transformation of Industry, die industrielle Dampfturbinen und Generatoren, Kompressoren sowie Elektrifizierungs- und Wasserstofftechnik bündelt. Mehrere Finanzinvestoren prüfen Gebote. Die Bewertung könnte bei über 10 Mrd. € liegen. Ein Verkauf hätte klare Vorteile. Siemens Energy würde erhebliche Mittel freisetzen und könnte sich stärker auf die wachstumsstarken Bereiche Gas Services und Grid Technologies konzentrieren. Gerade Stromnetze profitieren vom steigenden Energiebedarf durch Rechenzentren und KI. Zudem würde ein fokussierteres Portfolio das Konzernprofil schärfen. </p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „<a href="https://www.bernecker.info/aktionaersbrief">Der Aktionärsbrief</a>“, Ausgabe 34.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p>Bitcoin zurück im Rallymodus</p> <p>ERNST RUSS dreht nach oben</p> <p>DAX-Wert mit wichtigem charttechnischem Signal</p> <p>Kreuzfahrtboom: Vier Titel unter der Lupe</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
<p>ALLIANZ erhält Rückenwind von Citi. Das US-Haus hat das Kursziel von 411,70 auf 467,50 € angehoben. Das entspricht einem Aufschlag von 13,6 %. Die Einstufung bleibt allerdings bei „Neutral“. Beim aktuellen Kurs von 452,00 € signalisiert das neue Ziel nur noch rund 3,4 % Kurspotenzial. Die Anhebung ist damit ein positives Signal für den fairen Wert, aber keine neue Kaufempfehlung.</p> <p>Fundamental lässt sich die höhere Bewertung gut begründen. Im zweiten Quartal stieg das operative Ergebnis um 10,6 % auf den Rekordwert von 4,87 Mrd. €. Im ersten Halbjahr erreichte es 9,39 Mrd. € und damit 8,6 % mehr als im Vorjahr. Der bereinigten Periodenüberschuss der Anteilseigner legte um 15,5 % auf 6,39 Mrd. € zu. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sprang um 17,5 % auf 16,44 €. Hinzu kommen eine starke bereinigte Eigenkapitalrendite von 20,7 % und eine Solvency-II-Quote von 225 %. Die Jahresprognose eines operativen Ergebnisses von 17,4 Mrd. € plus/minus 1 Mrd. € wurde bestätigt.</p> <p>Im Allround-Portfolio ist Allianz seit dem 27. Oktober 2022 zu 177,62 € dabei. Beim Kurs von 452,00 € beträgt das Plus rund 154,5 %. Allianz bleibt eine DAX-Kernposition. Im Allround-Portfolio bleiben wir weiter investiert.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"</p>
<p>Im zweiten Quartal konnte ZOOM die Umsatz- und Gewinnschätzungen deutlich überteffen. Doch Anleger finden etwas anderes zum Klagen: Die Prognose für das dritte Quartal. Sie enttäuschte auf ganzer Linie, auch wenn die Jahresprognose wiederum angehoben wurde. Sprechen wir nun von den Zahlen: Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 konnte ZOOM einen Gesamtumsatz von 1,28 Mrd. $ einfahren - ein Plus von 4,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit übertraf das Unternehmen sowohl die Analystenschätzung als auch die eigene, im Mai kommunizierte, Zielspanne. Auch bei der Profitabilität übertraf ZOOM die Erwartungen: Die GAAP-Betriebsmarge lag bei 24,6 %, die Non-GAAP-Betriebsmarge bei 40 %. Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie erreichte 1,55 $. Im Quartal kaufte ZOOM rund 3,7 Mio. eigene Aktien zurück, womit sich der Gesamtbestand im laufenden Rückkaufprogramm auf 44,2 Mio. Aktien summierte. Trotz der soliden Quartalszahlen reagiert die ZOOM-Aktie im vorbörslichen NASDAQ-Handel mit einem kräftigen Rückgang von zeitweise 5,42 % auf 95,45 $. Der Auslöser dafür: Der Ausblick für das dritte Quartal. ZOOM stellt einen Umsatz zwischen 1,275 und 1,28 Mrd. $ sowie ein Non-GAAP-Ergebnis je Aktie zwischen 1,46 und 1,48 $ in Aussicht, beides unterhalb der Analystenschätzungen von 1,28 Mrd. $ Umsatz beziehungsweise 1,50 $ Gewinn je Aktie. Für das Gesamtjahr zeigte sich das Unternehmen dagegen zuversichtlicher und hob die Prognose an: Der Umsatz soll nun zwischen 5,085 und 5,095 Mrd. $ liegen, das Non-GAAP-Betriebsergebnis zwischen 2,065 und 2,075 Mrd. $, der Non-GAAP-Gewinn je Aktie zwischen 6,08 und 6,12 $ sowie der freie Cashflow zwischen 1,78 und 1,82 Mrd. $. Was will man denn noch?</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p><strong>Der NYSE 100 UCITS ETF von Global X Europe, gestartet am 18. August, hat eine Kostenquote von 0,09 % jährlich. </strong>Anfangs in London und auf Xetra gelistet, kommen später weitere Plätze in Europa hinzu. Der ETF soll eine sinnvolle Kombination von Tech-Aktien liefern: Unabhängig vom Börsenplatz ("exchange agnostic"). Kurioserweise nimmt der ETF-Name dennoch Bezug auf eine konkrete Börse.</p> <p><strong>Basis ist der NYSE 100 UCITS Index.</strong> Er versammelt die Spitze technologischer und geschäftlicher Innovation, sprich Disruption. Die Auswahl liegt bei ICE Data Indices LLC, einer Tochter von INTERCONTINENTAL EXCHANGE. Rein prinzipiell lässt man die Mag 7 hinter sich. Eine Chance für mehr "heranwachsende" Unternehmen?</p> <p><strong>Die Top 10 des ETFs machen zurzeit 45,8 % des Volumens aus.</strong> Ohne viel Überraschung: NVIDIA 8,5 %, APPLE 7,7 %, MICROSOFT 6,1 %, AMAZON 4,4 %, TAIWAN SEMICONDUCTOR (ADR) 3,5 %, ALPHABET A 3,5 %, MICRON 3,2 %, AMD 3,0%, ALPHABET C 3,0 %, META PLATFORMS 2,9 %. In der noblen Ansammlung sind immerhin TAIWAN SEMI und MICRON (beste Performance im Jahreszeitraum übrigens, siehe Chart) auffrischend. Und es bleiben die 0,09 % als stark ziehendes Argument.</p> <p><strong>Das Volumen des ETFs ist bisher im niedrigst-einstelligen Millionen-Dollar-Bereich angesiedelt.</strong> Ein schneller Zulauf ist wegen geringer Kosten jederzeit denkbar. Wir nehmen den ETF (ISIN IE0003LX7GI0) direkt zum tagesaktuellen Kurs bzw. "billigst" in unsere Finanzspezialitäten auf. Spätere Zukäufe sind auch hier möglich.</p> <p><strong>Um in der Liste Platz zu schaffen, verabschieden wir unseren SPAC-Erinnerungsposten! </strong>Durchaus unehrenhaft, das Thema bleibt uns aber erhalten: Die Reste des US-amerikanischen Börsenmantel-Hypes schafften es vor fünf Jahren nur als Un-Mode nach Europa. Bei jeder Wiederholung wird die damalige Aktion inklusive einer wohl missbrauchten Gallionsfigur als "Memento SPAC!" reaktiviert. </p>
<p style="text-align: justify;">Warum gelingt es manchen Unternehmen über Jahrzehnte, hohe Margen und starke Marktpositionen gegen neue Wettbewerber zu verteidigen? Warren Buffett spricht in solchen Fällen vom wirtschaftlichen Burggraben. Für Anleger ist dabei nicht entscheidend, ob ein Unternehmen momentan besonders schnell wächst, sondern wie schwer sein Geschäftsmodell kopierbar ist. Hohe Wechselkosten, Netzwerkeffekte, technologische Eintrittsbarrieren, Markenstärke und Preissetzungsmacht können einen solchen Schutzwall bilden. Auf dem deutschen Kurszettel finden sich nur wenige Unternehmen, die gleich mehrere dieser Eigenschaften besitzen. Zwei davon halten wir für besonders bemerkenswert, wobei die Attraktivität der Aktie natürlich zusätzlich vom Preis abhängt. Diese finden Sie in der Termin-Börse daily. Der Brief eignet sich besonders für mutige Anleger, die täglich Handeln wollen. Probieren Sie es auch, das geht auch im Einzelabruf (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p>Anleihen: Janus Henderson empfiehlt kürzere Laufzeiten. In einem aktuellen Ausblick kommt die britische Fondsgesellschaft Janus Henderson zu dem Schluss, dass „das Zusammentreffen demografischer und geopolitischer Kräfte“ eine Phase einläutet, in der „höhere Volatilität, höhere Inflation und höhere Zinsen zur neuen Normalität werden“. So verschlechtere sich die Haushaltslage vieler Industrieländer, während gleichzeitig die Deglobalisierung den Inflationsdruck erhöhe. Beide Faktoren dürften die Renditen langfristiger Staatsanleihen weiter nach oben treiben. Janus Henderson empfiehlt deshalb, dass „Anleger, die auf stabile Erträge und geringere Volatilität setzen“ kurzlaufende Anleihen bevorzugen sollten.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
<p>Guten Morgen, meine Damen und Herren,</p> <p><strong>die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen waren gestern rückläufig, Erdöl verbilligte sich deutlich.</strong> Parallel sind Nasdaq 100 (+ 0,7 %) und S&P 500 (+ 0,3 %) freundlich gelaufen. Die Aktie von NVIDIA, inzwischen auch ein Konjunkturindikator, verteuerte sich vor dem heutigen eigenen Quartalstermin um 2,2 %.</p> <p><strong>Weitere KI-Profiteure lagen deutlich im Plus. </strong>Ein mäßiges Verbrauchervertrauen hatte im Vorfeld von Jackson Hole, wo sich am Wochendende die Notenbanker treffen, wenig Wirkung. Auch in Reaktion auf das neue Zolltheater (USA vs. Kanada) blieb man gelassen. So setzt sich der Anstieg im DAX (+ 0,6 %) nach positiven asiatischen Vorgaben in der Vorbörse fort (26.285 Punkte).</p>
<p><strong>DICK'S SPORTING GROUP: Ein Mega-Tagesverlust.</strong></p> <p><strong>Das Kursdesaster beim traditionsreichen und zugleich größten Sportartikelhändler der USA endete gestern erst bei – 30,68 % und wurde nachbörslich nur minimal (+ 0,19 %) abgemildert.</strong> Im Quartal schafften die Filialen (mehr als 3.200) 4,9 % mehr Umsatz auf gleicher Fläche. Doch vor allem die Effekte aus der Übernahme von Foot Locker vor fast einem Jahr wirkten sich negativ auf das bereinigte Quartalsergebnis je Aktie aus, es sank von 4,38 auf 3,53 $.</p> <p><strong>Die Akquisition eines schlecht laufenden Konkurrenten, dessen Erlöse nun um mehr als 3 % abgesackt sind, für 2,4 Mrd. $ wurde gestern infrage gestellt.</strong> Wie auch die Entscheidung, dessen Filialen auf Vordermann zu bringen, ohne den eigenen renommierten Namen überzustülpen.</p> <p><strong>Die Einschätzung, dass der Absatz von Sneakern und Trikots zunächst schwierig bleibt, kam hinzu und drückte insbesondere den Kurs von NIKE mit nach unten.</strong> Die gute Zusammenarbeit des großen Fachhändlers mit der Sportschuh-Nr. 1 ist zurzeit auch kein großes Asset. Was bleibt?</p> <p><strong>Trotz Verbilligung um 4,9 Mrd. $ auf jetzt noch 11,1 Mrd. $ Börsenwert und mäßiger Verschuldung:</strong> Ein Forward-KGV 23 (z. B. bei CNBC angezeigt) ist enorm.</p> <p><strong>Fazit: </strong>Die Aktie des Sportartikelhändlers gehört zunächst nur auf die Watchlist. </p>
<p><strong>Rückläufige Renditen langfristiger US-Staatsanleihen waren gestern neben verbilligtem Erdöl ein Stimmungsaufheller.</strong> Durch die Drohungen gegen die kanadischen Freunde, inklusive Retourkutsche, ließ man sich kaum aus der Ruhe bringen. Das "Zolltheater" kennt man aus vorherigen Akten. </p> <p><strong>Dass Nasdaq 100 (+ 0,7 %) und S&P 500 (+ 0,3 %) freundlich liefen, ist auch NVIDIA zu verdanken.</strong> Deren Aktie verteuerte sich im Vorfeld des eigenen Quartalstermins (heute nachbörslich) um 2,2 %. Weitere KI-Profiteure wurden nach oben gezogen, teils deutlich stärker. In den Top 10 auf Nasdaq finden sich etwa LUMENTUM (+ 6,7 %), NEBIUS (+ 5,2 %), AMD und MARVELL (beide + 4,9 %) oder auch WESTERN DIGITAL (+ 3,5 %).</p> <p><strong>Am Wochenende ist "Jackson Hole", also das Treffen weltweiter Notenbanker.</strong> Erst dann und von dort werden die entscheidenden Signale ausgehen, somit ist die Woche selbst eher ein "Vorgeplänkel", abgesehen von NVIDIA. </p> <p><strong>Dazu gehört sogar auch das Mega-Desaster bei DICK'S SPORTING GOODS mit fast 31 % Kursverfall gestern.</strong> Die Schwierigkeiten liegen vor allem bei der vor einem Jahr übernommenen Sneaker-Filialkette Foot Locker, die auf Vordermann gebracht werden muss und am jüngsten Umsatzwachstum im Konzern nicht beteiligt war (im Gegenteil). </p> <p><strong>Der gestrige Anstieg im DAX (+ 0,6 %) hatte sich heute in der Frühbörse zunächst fortgesetzt. </strong>Mit Beginn des offiziellen Handels ergab sich eine Abschwächung.<strong> </strong>Asiatische Börsen waren in der Nacht eher fest, NIKKEI 225 + 0,6 %. In Hongkong wurde ein Teil des gestern spät verzeichneten Kursgewinns inzwischen wieder abgeschmolzen.</p> <p><strong>Heute finden weitere beachtenswerte Quartalstermine statt.</strong> In den USA sind es etwa AGILENT, CROWDSTRIKE, OKTA und SYNOPSYS. VEEVA und HP INC kommen hinzu. Aus Großbritannien hat sich HOCHSCHILD MINING schon mit 62 % Umsatzplus gemeldet. Hochkaräter aus der Schweiz sind u. a. EDAG ENGINEERING und STADLER RAIL.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p> </p> <p> </p> <p> </p>
<p><strong>Die Aktie des Sportartikelhändlers (Nr. 1 in den USA mit 3.200 Filialen) sackt nach dem Quartalsbericht im inoffiziellen Handel fast 19 % ab.</strong> Das wirkt sich direkt negativ auf die großen Sportschuhmarken aus: Die NIKE-Aktie sinkt um 3,1 % unter 40 $, weniger hart trifft es UNDER ARMOUR (- 0,9 %), ADIDAS (- 1,4 %) und PUMA (- 1,0 %). </p> <p><strong>"DKS" NYSE-Kürzel schaffte im Quartal 4,9 % Umsatzplus auf vergleichbarer Fläche, wozu auch die Fußbal-WM positiv beitrug.</strong> Bei Foot Locker (übernommen vor fast einem Jahr für 2,4 Mrd. $) ging der vergleichbare Umsatz aber 3,6 % zurück. Mit verschiedenen Maßnahmen will der Konzern die übernommenen Stores ankurbeln.</p> <p><strong>Für den Gesamtkonzern lautet die neue Umsatzprognose 21,9 bis 22,2 Mrd $ (zuvor 22,1 bis 22,4 Mrd. $.</strong> Beim operativen Ergebnis steht noch eine Zielspanne von 1,45 bis 1,55 Mrd. $ nach 1,69 bis 1,81 Mrd. $. Aktuell steht die DICKS-Aktie 40 % unter dem Jahreshoch (244 $), das erst Ende Juni markiert wurde.</p> <p><strong>Zum Chartvergleich:</strong> Gerade bei NIKE setzt der vorbörsliche Handel heute (noch nicht im Chart enthalten) den negativen Trend weiter fort. </p> <p>Helmut Gellermann </p> <p> </p>
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Volker Schulz
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