<p>Für die Aktie von BYD geht es heute in Hongkong in die Knie - ein guter Zeitpunkt um nachzugreifen. Denn: Die Zukunft sieht rosig aus. Mehrere Brokerhäuser und das Unternehmen selbst erwarten bei BYD ein Rekordjahr in 2027. So sollen die Auslandslieferungen bis 2027 auf mehr als 2,5 Mio. Fahrzeuge steigen, deutlich mehr als die für 2026 in Aussicht gestellten 1,9 bis 2 Mio., die auch schon eine Verdoppelung zum Vorjahr bedeuten. Abgesichert wird dies durch neue Werke außerhalb Chinas und mehr Frachtschiffe sowie durch anhaltende Marktanteilsgewinne im Ausland. Die lokale Fertigung wird BYD helfen, den EU-Zoll von rund 27 % auf batterieelektrische Fahrzeuge sowie den brasilianischen Importzoll von 34 % zu umgehen, das entspricht Einsparungen von mehr als 40.000 Yuan je Fahrzeug (5.961 $). Neben dem Auslandsgeschäft plant BYD offenbar noch den Bau von 90.000 Schnellladestationen bis 2028, davon 20.000 bis Ende 2026, gefolgt von weiteren 30.000 im Jahr 2027 und 40.000 im Jahr 2028. Im Heimatmarkt strebt der Konzern einen Marktanteil von 25 % an, nachdem dieser bis Juli 2026 von 8 % zu Jahresbeginn auf 18 % gestiegen war.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>CEO Christian Klein hat auf der Goldman Sachs Communacopia & Technology Conference konkretisiert, wie stark SAP sein Vertriebs- und Monetarisierungsmodell ab 2027 verändern will. Bislang zahlen Kunden überwiegend feste Gebühren für die Nutzung der Software. Künftig soll gemäß dem CEO ein wachsender Teil der Erlöse davon abhängen, wie intensiv Unternehmen die Daten- und KI-Angebote von SAP tatsächlich einsetzen.</p> <p>Bis Ende des Jahrzehnts sollen 30 % der SAP-Erlöse nutzungsabhängig sein. Zugleich arbeiten noch rund 60 % der Kunden mit lokal installierter Software. SAP kann daher sowohl an der weiteren Cloud-Umstellung als auch an der zusätzlichen KI-Nutzung verdienen. Das eröffnet neue Wachstumschancen, verlangt aber einen anspruchsvollen Umbau von Vertrieb und Beratung. Wir sind investiert rechnen aber zunächst mit einer weiteren Verschnaufpause im Kurs. </p>
<p>Gestern lud der Quanten-Compiting-Spezialist zum Investor Day. Die IonQ-Story verschiebt sich mit der Übernahme von SkyWater deutlich vom reinen Quantum-Computing-Spezialisten zur vertikal integrierten Plattform für Computing, Networking, Security, Sensing und Foundry. Wichtigster technologischer Schritt ist der gestern vorgestellte Superion 256, Ionqs Quantumcomputer der sechsten Generation und vor allem der erste Schritt hin zu industriell skalierbaren, fehlertoleranten Quantensystemen. Bestellungen werden bereits angenommen, Auslieferungen sind für 2027 geplant. Durch SkyWater sank der Designzyklus laut IonQ von neun auf zwei Monate; gleichzeitig wurden binnen sechs Monaten zwölfmal mehr Wafer-Lots gefertigt. Der nächste Sprung ist Superion 10K: Fehlerkorrigiertes Computing soll 2027 im Labor und 2028 kommerziell herstellbar sein.</p> <p>Finanziell hebt die SkyWater-Übernahme den Umsatz 2026 auf 450–460 Mio. $. Davon stammen unverändert 280–290 Mio. $ aus dem bisherigen IonQ-Geschäft; SkyWater soll von August bis Dezember 240 Mio. $ beitragen, bereinigt um 70 Mio. $ konzerninterne Umsätze. </p> <p>Die Bewertung bleibt der kritische Punkt. Ionq ist mit dem 27-Fachen Umsatz für 2027 bewertet – ein hoher Vorschuss auf technologische und kommerzielle Erfolge. Kurzfristige Katalysatoren sind erste Superion-Aufträge, weitere Security-Deals wie der 8,18-Mio.-$-Vertrag mit Congruity360 und die operative Integration von SkyWater. Mittelfristig entscheidet vor allem, ob IonQ den 2027/28-Fahrplan für skalierbare, fehlertolerante Systeme einhält.</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info" target="_blank" rel="noopener">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Peptide wie BPC-157, TB-500 oder MOTS-c werden vor allem für Muskelregeneration, Stoffwechsel, Schlaf oder „Anti-Aging“ beworben. Der Markt befindet sich bislang weitgehend in einer rechtlichen Grauzone. Laut Citi haben dennoch bereits 28 % der Befragten solche Mittel verwendet; hochgerechnet ergibt sich allein in den USA ein theoretisches Umsatzpotenzial von rund 80 Mrd. $ jährlich.</p> <p>Die Player sind Hims & Hers, Bachem und Polypeptide.</p>
<p style="text-align: justify;">In Europa steigen die Neuzulassungen wieder, noch eindrucksvoller ist aber das Bild in Nordamerika. Viele Speditionen hatten Investitionen wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit und der US-Zollpolitik aufgeschoben. Inzwischen sind die Flotten älter geworden, der Ersatzbedarf lässt sich nicht unbegrenzt verschieben. Entsprechend schnellen die Auftragseingänge nach oben. Das ist allerdings kein neuer Superzyklus.</p> <p style="text-align: justify;">Ein wesentlicher Teil der Nachfrage beruht auf Ersatzinvestitionen und vorgezogenen Bestellungen. Nach der gegenwärtigen Belebung können also wieder schwächere Jahre folgen. Gleichzeitig eröffnet die Elektrifizierung der schweren Nutzfahrzeuge eine zusätzliche Wachstumschance. Noch liegt der Anteil batterieelektrischer Lkw in Europa im einstelligen Prozentbereich, doch der Markt wächst schnell. Genau diese Kombination aus zyklischer Erholung und strukturellem Wandel macht die Branche derzeit interessant. Drei Aktien kommen dafür infrage, allerdings nicht gleichermaßen. Alle drei Aktien gibt es bei uns in Termin-Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">Klick Hier</a>). Wenn Sie solche Analysen und Empfehlungen täglich lesen möchten, dann ist Termin-Börse daily genau das Richtige für Sie, probieren Sie es aus!</p>
09-Sept. 08:50
Guten Morgen aus der Redaktion: Die Kupferthese, Intel haussiert - Amgen wird skalpiert
<p>100 $ beim Ölpreis sind für die europäischen Aktienmärkte zu viel. Der Iran hat sich darauf eingeschossen die Lage bis zu den Midterms im November unverändert zu gestalten, um den innenpolitischen Druck auf Trump zu erhöhen. Damit geht es schwächlich in den Tag (DAX ca. - 200 Punkte). </p> <p>Die 10-jährige US-Rendite erreichte rund 4,81 %. Gegen den Trend gewann der Philadelphia Semiconductor Index 1,3 %. Intel sprang rund 9 % nach oben, gestützt von einer Hochstufung und Berichten über weitere CPU-Preiserhöhungen. Amgen verlor dagegen rund 10 %, nachdem ein Novartis-Medikament in einer wichtigen Herz-Kreislauf-Studie scheiterte und damit auch Zweifel an einem konkurrierenden Amgen-Ansatz aufkamen. Möglicherweise geht das zu weit.</p> <p>In Asien halten sich Chip- und KI-Aktien besser als der Gesamtmarkt. Südkorea und Japan liegen im Plus, Hongkong schwächer. SK Hynix und Samsung ziehen weiter an, nachdem der US-Halbleiterindex gestern zulegen konnte.</p> <p>Besonders im Blick steht der haussierende Kupferpreis. Wir haben das seit 2023 immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt und mit entsprechenden Minenempfehlungen untermauert. Erhebliche Angebotsdefizite im Elektrifizierungs- und KI-Zeitalter sind unvermeidlich, da es schlicht zu wenig Investitionen in neue Minen gibt. Bis 2030 können wir uns Kupferpreise bis 20.000 $ je Tonne vorstellen. Untenstehende Grafik verdeutlicht die Problematik.</p> <p>Nach einer notwendigen Korrektur werden wir weitere Minentitel in Actien-Börse und Aktionärsbrief vorstellen. Hier geht es u.a. zu unseren Produkten: <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
<p>Am 31. Oktober präsentiert Puma seine Q3-Zahlen. Das mittlere Kursziel der Analysten liegt bei 29,32 €. 2026 gilt laut dem Vorstand als „Übergangsjahr“, während der Turnaround dann 2027 weiter an Fahrt gewinnen sollte. Die Analysten der britischen Großbank HSBC senkten am 2. September ihr Kursziel für Puma von 35 auf 34 €, bekräftigten jedoch die Kaufempfehlung für die Aktie, da der Turnaround aus ihrer Sicht gut angelaufen sei. Nach Einschätzung von HSBC könnten zwei positive Katalysatoren den Wert stützen: Erstens die Aussicht auf eine schrittweise Verbesserung der Geschäftstrends im zweiten Halbjahr 2026, bevor im Verlauf von 2027 wieder Wachstum erwartet wird. Zweitens die Möglichkeit eines nächsten Investorentermins, möglicherweise Anfang 2027, der nach dem Einstieg von Anta Sports bei Puma weitere Angaben zur künftigen strategischen Ausrichtung von Puma liefern könnte.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
<p>Musik in unseren Ohren: Vorläufigen Zahlen zufolge stieg der Nettoumsatz von HORNBACH um rund 7 % auf 1,8 Mrd. Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich trotz eines anhaltenden Kostendrucks um 13 % auf knapp 125 Mio. Euro. Im Gesamtjahr erwartet HORNBACH weiterhin einen Umsatz auf oder leicht über dem Vorjahr. Er könnte den Angaben zufolge damit um bis zu 6 % zulegen auf Basis der erlösten gut 6,4 Mrd. Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis soll auf dem Vorjahresniveau von rund 265 Mio. Euro liegen. Endgültige Zahlen für das abgelaufene Jahresviertel will HORNBACH am 29. September vorstellen - bis dahin rockt die Aktie schon einmal!</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Unsere Short-Spekulation auf den USD/JPY vom vergangenen Donnerstag (3.9.) ist aufgegangen. Der Verkauf USD/JPY bei 157,30 über den Optionsschein mit der <a href="https://www.onvista.de/derivate/Optionsscheine/316386870-FD5XZV-DE000FD5XZV3" target="_blank" rel="noopener">ISIN DE000FD5XZV3</a> zum Kurs von 3,86 € liegt bereits rd. 40 % im Plus. Das skizzierte Szenario ist grds. intakt, aktuell ist jedoch technisch mit einer ähnlichen Gegenbewegung zu rechnen, wie vor wenigen Tagen:</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/USDJPY Curncy (USD-JPY X-RATE) T 2026-09-08 11-30-34.jpg" alt="" width="650" height="306" /></p> <p>Wir raten daher zunächst zu Gewinnmitnahmen. Für Trader ergibt sich vermutlich um 156 eine neue Short-Chance. Der empfohlene Put-Optionsschein notiert aktuell bei 5,43 € (Empfehlungskurs 3,86 €; +40 %).</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/Screenshot 2026-09-08 113615.png" alt="" width="650" height="272" /></p>
<p>Fresenius hat operativ ein starkes Jahr hinter sich, die Prognose zum Halbjahr deutlich angehoben und die Beteiligung an Fresenius Medical Care weiter reduziert. Dennoch liegt die Aktie 2026 rund 10 % im Minus. Auslöser des jüngsten Rückschlags sind Sorgen um Tyenne, ein wichtiges Biosimilar von Fresenius Kabi. Die seit August deutlich gesunkenen US-Verschreibungen werden vom Markt jedoch überschätzt.</p> <p>Tyenne, ein Biosimilar des Rheumamittels Tocilizumab, erzielte im ersten Halbjahr weltweit geschätzt 250 Mio. € Umsatz und damit etwa die Hälfte der Biopharma-Erlöse. In den USA lagen die wöchentlichen erfassten Verschreibungen zuletzt rund 50 % unter dem Juni-Niveau, nachdem Tyenne bei einem großen Versicherer seinen bisherigen Erstattungsstatus verloren hatte. Das klingt zunächst erheblich – der tatsächliche Ergebniseffekt dürfte aber überschaubar bleiben.</p> <p>UBS kalkuliert für das erste Halbjahr mit rund 100 Mio. € Tyenne-Umsatz in den USA. Da die verfügbaren Verschreibungsdaten nur etwa die Hälfte des Marktes abbilden und lediglich dieser Teil um 50 % zurückgegangen ist, entspricht dies insgesamt etwa 25 % Volumenverlust. Hinzu kommt: Die betroffenen Verkäufe an den Großversicherer dürften wegen hoher Rabatte 20 bis 40 % unter dem durchschnittlichen Verkaufspreis gelegen haben. Unter dem Strich errechnet UBS für das zweite Halbjahr lediglich rund 17,5 Mio. € Umsatz- und 9 Mio. € EBIT-Belastung. Das entspricht gerade einmal 0,3 % des für 2026 erwarteten Konzern-EBIT – mögliche neue Verträge als Ausgleich sind dabei noch nicht berücksichtigt.</p> <p>Der Markt macht aus einem überschaubaren Tyenne-Gegenwind ein Konzernproblem. Bei einem KGV von 11 per 2027 bietet der jüngste Kursrückgang eine attraktive Einstiegschance. Technisch bildet sich ein sogenannter Morning-Star aus den jüngsten drei Kerzen. Das ist ein Trendwendesignal. Kaufenswert!</p>
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Volker Schulz
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