<p>Für Leser des Aktionärsbriefes: Wenn Europa und Asien dauerhaft weniger abhängig vom Golf sein wollen, müssen sichere Förderregionen mehr liefern. Dazu gehören Norwegen, Kanada, Brasilien, Guyana oder Westafrika. Viele dieser Reserven liegen offshore. Bevor dort Öl oder Gas fließt, braucht man Bohrungen, Lagerstättenbewertung, Produktionssysteme und oft sehr komplexe Unterwassertechnik. Genau hier sitzt SLB tief in der Wertschöpfung. Kuruzristig leidet man operativ mit dem Exposure in Nahost. Der Q1-Umsatz wird niedriger als zuvor erwartet ausfallen. Zusätzlich nannte das Unternehmen am 11. März Mehrkosten mit einem negativen Effekt von 0,06 bis 0,09 $ je Aktie. Der Aktie hat der Aktie aber nicht gschadet - im Gegenteil. Jetzt gab es ein neues Kaufsignal. KGV 15,9 für 2027 ist immer noch moderat. Eine Anfangsposition sollte stehen. Kommt es durch einen Iran-Deal zu Rücksetzern - bitte aufstocken. Es geht um einen Trend der einige Jahre laufen wird. </p>
<p>Rot ist derzeit die vorherrschende Farbe an den Aktienmärkten - nicht aber bei BAYER. Die Aktie notiert heute leicht im Plus. Warum? BAYER hat für seinen Hoffnungsträger Kerendia in der Europäischen Union die Zulassung für eine weitere Indikation bekommen. Die EU-Kommission gab das Mittel mit dem Wirkstoff Finerenon zur Behandlung von Erwachsenen mit Herzinsuffizienz und einer linksventrikulären Auswurfleistung von mindestens 40 % frei. Daumen hoch!</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Der Halbleiterausrüster SUSS MicroTec lieferte heute gute Zahlen für 2025. Wie im Frankfurter Börsenbrief am vergangenen Donnerstag bzw. dem Bernecker daily am Freitag bereits avisiert, lag die Crux im Ausblick.</p> <p>Der Umsatz in Q4 übertraf mit 119 Mio. € die Prognosen. Die Bruttomarge von 35,7 % lag im Rahmen, das EBIT erreichte 11,6 Mio. €. Für das Gesamtjahr wurde damit das obere Ende der Margenguidance erreicht. Der Auftragseingang im vierten Quartal lag mit 117,5 Mio. € über den Erwartungen, getragen vor allem vom Bereich Advanced Backend Solutions (Lithographie, Bonder). Nach schwachem Jahresverlauf zog die Nachfrage im Schlussquartal deutlich an und setzt sich laut Unternehmen im Q1 fort.</p> <p>Für 2026 stellt SUSS 425–485 Mio. € Umsatz in Aussicht, der Mittelwert von 455 Mio. € liegt wie avisiert über den Konsenserwartungen. Die Margen-Guidance fiel jedoch wie von uns erwartet deutlich schwächer als die vom Konsens erwarteten 11 % aus. Mit von 8–10 % trägt SUSS einem schwächeren Produktmix (mehr margenschwächere UV-Scanner/Coater) Rechnung. Gleichzeitig hat man sich offenbar bewusst für eine vorsichtige Planung entschieden.</p> <p>Die Auftragsdynamik bestätigt den allgemeinen Rückenwind. Mit neuen Produkten im Jahresverlauf dürfte sich die Wachstumsdynamik weiter beschleunigen und damit auch steigende Margen ermöglichen. Unser Votum bleibt. Die vorhergesagt Kursschwäche ist eine Kaufchance.</p>
<p style="text-align: justify;">Laut Bloomberg hat die Beteiligungsgesellschaft Prosus erste Gespräche mit Aspex Management über den Verkauf einer 10%igen Beteiligung an Delivery Hero geführt. Prosus ist derzeit mit einem Anteil von 22,8 % größter Aktionär beim MDax-Unternehmen Delivery Hero, gefolgt von Aspex mit 9,2 %. Wie Bloomberg weiter berichtet, könnte Prosus seine Beteiligung aber auch auf anderen Wegen reduzieren. Seit Ende Januar hat der Aktienkurs von Delivery Hero um rund 40 % nachgegeben. Der mögliche Anteilverkauf sorgte am Freitag für ein Kursplus von 5,6 %. Das wird heute morgen aber schon wieder konterkariert, der Kurs gibt über 6% nach. Das kann Teil der Bodenbildung sein. Klare Sache: Wer hier auf eine grundlegende Trendwende spekulieren will, sollte seine Position mit einem Stop-Loss bei 14,65 € absichern.</p>
<p style="text-align: justify;">Die geopolitische Lage hat sich durch die jüngsten Eskalationen im Iran massiv verschärft. Während die Märkte nervös auf die Ölpreise und die Sicherheit der Handelswege im Nahen Osten blicken, rückt eine andere Assetklasse still und heimlich in das Zentrum der nationalen Sicherheitsstrategien: Seltene Metalle und strategische Rohstoffe.<br /> <br />Ein Krieg in dieser Region ist weit mehr als eine Energiekrise: er ist ein Weckruf für die westliche Industrie und Verteidigungsfähigkeit. In einer modernen Kriegsführung, die auf Hochtechnologie, Drohnen und präzisionsgelenkten Waffensystemen basiert, sind Seltene Erden sowie Metalle wie Lithium und Titan die eigentlichen „Munitionsdepots“ der Zukunft. An dieser Stelle positionieren sich Unternehmen, die die Rohstoffe abbauen und herstellen. In der heutigen <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">TB-Daily</a> haben wir zwei Spekulationen auf Unternehmen aus der Branche gestartet. Das können Sie im Abo oder im Einzelabruf begleiten.</p>
<p>In einem aktuellen Interview mit der Financial Times erläuterte Trump am Sonntag seine Prioritäten: Die Kontrolle über die iranischen Ölvorkommen steht demnach ganz oben auf seiner Agenda. Konkret nannte er die Besetzung des zentralen Export-Hubs Kharg Island als realistische Option. Trump verglich das Vorgehen mit der Strategie in Venezuela und betonte die militärische Überlegenheit der USA vor Ort.</p> <p>Obwohl Trump von „guten Fortschritten“ spricht, bleibt die iranische Reaktion offiziell weiter ablehnend. Dass die Töne hinter den Kulissen ähnlich sind ist mindestens zu hinterfragen. Weiterhin ist alles möglich - Deal als auch militärische Eskalation mit abschließendem Sell-off an den Märkten. </p> <p>Die asiatischen Märkte notieren heute Morgen fast alle leichter. Der DAX erholt sich allerdings von seinen Tiefs am Freitag in der Nachbörse. </p> <p>Auffallend sind feste Aluminiumpreise. Die jüngsten Angriffe auf Aluminiumhütten in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain zeigen Wirkung. Die Region deckt insgesamt etwa 9 % der weltweiten Primäraluminiumproduktion ab. </p>
<p>Für Leser der Actien-Börse: CTS EVENTIM gilt als langjähriges Trendinvestment - jedoch heute - 20 % nach den Zahlen. Auf den Ausblick des Ticktvermarkters kommt es an. Das Budget für 2026 muss den Wegfall eines profitablen Ticketing-Großvertrags („structural income change“) auffangen. CTS wächst 2026 dennoch, aber die Konsenstaxen mmüssen rd. 8 bis 10 % beim Gewinn gekürzt werden. Mit 1,44 € pro Aktie liegt die vorgeschlagene Dividende unter der Konsensschätzung von 1,58 €. Aber: CTS bleibt hochprofitabel. Vor 11 Monaten im Top noch bei 115 €, nun um die 52 €. Börsenwert 4,9 Mrd. € aber aufgrund der hohen Cashposition reduztiert sich der Unternehmenswert (EV) auf 3,6 Mrd. €. Daraus resultiert ein KGV auf den EV von 11,6. Das rechtfertig erste Käufe. </p>
<p>Die Berichte über Goldverkäufe von Zentralbanken haben einen realen Kern, erklären den jüngsten Preisrutsch aber nicht allein. Am klarsten ist die Lage bei der Türkei. Die offiziellen Reservestatistiken der Türkischen Zentralbank zeigen zwischen Februar 2026 und der Woche zum 19. März einen Rückgang des gemeldeten Goldbestands um rund 1,64 Mio. Feinunzen. Das entspricht ungefähr 51 Tonnen und macht die im Markt kursierende Angabe von etwa 54 Tonnen plausibel. Offiziell bestätigt ist allerdings nicht, ob es sich um echte Verkäufe, Tauschgeschäfte gegen Fremdwährungen oder eine andere Form der Mobilisierung handelte.</p> <p>Bei Polen ist die Lage deutlich unklarer. Es gab Berichte, wonach die Polnische Zentralbank Goldreserven oder Buchgewinne auf Gold zur Finanzierung höherer Verteidigungsausgaben nutzen könnte. Gleichzeitig erklärte die Notenbank noch im Januar, dass sie ihre Goldreserven weiter auf 700 Tonnen erhöhen will. Ein belastbarer offizieller Beschluss für größere Verkäufe liegt derzeit also nicht vor. Das spricht eher für politische Überlegungen oder eine taktische Diskussion als für einen echten Strategiewechsel hin zu breiten Goldverkäufen.</p> <p>Entscheidend ist der größere Zusammenhang. Der Goldpreis fiel im Umfeld des Iran-Kriegs nicht in erster Linie wegen plötzlicher Verkäufe von Zentralbanken. Wichtiger war das Zusammenspiel aus stark gestiegenen Ölpreisen, höheren Inflationserwartungen, einem festen Dollar und steigenden Anleiherenditen. Genau diese Faktoren erhöhen den Gegenwind für Gold. Hinzu kamen Gewinnmitnahmen, Liquiditätsverkäufe und eine schwächere spekulative Positionierung an den Terminmärkten. In solchen Phasen wird Gold oft verkauft, obwohl geopolitische Risiken eigentlich für das Metall sprechen.</p> <p>Ganz gegen Gold lief die Nachfrage trotzdem nicht. Der World Gold Council meldete für Februar kräftige Zuflüsse in börsengehandelte Goldfonds von 5,3 Mrd. $ und steigende Bestände. Das zeigt, dass das strukturelle Interesse an Gold nicht verschwunden ist. Gleichzeitig weist der World Gold Council darauf hin, dass offizielle Daten zu Zentralbankreserven zeitverzögert veröffentlicht werden und deshalb kein perfekter Timing-Indikator sind.</p> <p>Die wichtigste Schlussfolgerung lautet daher: Weitere punktuelle Goldverkäufe einzelner Staaten mit Währungsstress sind möglich, vor allem in der Türkei. Eine breite Verkaufswelle der Zentralbanken ist derzeit aber nicht belegt. Für Gold spricht die weiter hohe geopolitische Unsicherheit. Gegen Gold sprechen kurzfristig noch der feste Dollar und hohe Renditen. Drehen Ölpreis, Dollar und Renditen nach unten, hat die laufende Korrektur gute Chancen, bald auszulaufen und in eine neue Aufwärtsbewegung überzugehen.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion Bernecker</p>
<p><strong>Unser Chartvergleich der Aktien großer, traditionsreicher westlicher Spirituosenkonzerne zeigt:</strong> Das Geschäft mit hochprozentigem Alkohol wurde spätestens im Hochsommer 2023 „abgängig“ gestempelt. Dass CONSTELLATION BRANDS (nicht abgebildet) erst ein Jahr später nach unten abbog, ändert wenig daran. Die deutsche BERENTZEN GRUPPE (ebenfalls nicht enthalten) würde sich nahtlos einfügen. Der 2009 eingeschlagene Erfolgsweg einer ganzen Branche endete ab November 2023 an stolzen Allzeithochs. Wer sorgt für den Impuls eines Neustarts?</p> <p>Am Donnerstag meldete Bloomberg, dass Gespräche über eine mögliche Großfusion geführt werden. <strong>Es beliebäugeln sich:</strong></p> <p><strong>BROWN-FORMAN aus Louisville in Kentucky.</strong> Fokussiert auf Whiskey und Tequila verschiedener Marken wie Jack Daniel’s, Herradura und El Jimador.</p> <p><strong>PERNOD RICARD aus Paris</strong> mit diversen Bekanntheiten wie Absolut Vodka, Bellantine’s, Chivas Regal, Kinobi oder Ramazzotti. Ein Hofstaat von mehr als 200 Premiummarken. - Weitere Details der möglichen Partner: </p> <p><strong>Kleiner ist BROWN-FORMAN, Börsenwert 12,2 Mrd. $.</strong> Die Aktie legte nach Bekanntwerden der Gespräche 9,6 % zu.</p> <p><strong>PERNOD RICARD hingegen hat direkt ca. 6 % auf 59,94 € nachgegeben.</strong> Die Aktie gelangte damit laut CNBC auf ein neues 52-Wochen-Tief - genauer: sie ist auf dem nominellen Niveau vom Herbst 2011 zurück. Mit 15,1 Mrd. $ Marktkapitalisierung sind die Franzosen, jedenfalls zurzeit noch, der größere Partner, der üblicherweise das Übernahmeangebot ausspricht. </p> <p><strong>Der Kursauftrieb in Erwartung einer Übernahmeprämie treibt die schon zuvor stolzen Bewertungskennziffern des US-amerikanischen Brenners weiter nach oben. Aktuell gilt für FOREMAN </strong>KUV 3,1 mit KGV 15,0 und EV/EBITDA 10,6. Zum Vergleich, bei PERNOD RICARD sind es zurzeit KUV 1,5 mit KGV 10,7 und EV/EBITDA 9,0.</p> <p><strong>Dass PERNOD RICARD auf Partnersuche gehen würde, hätte man ahnen können.</strong> Siehe Geschäftsbericht 2025 auf Seite 5: Hier wird die Lage mit „attractive long-term industry fundamentals“ beschrieben. Einige Zeilen später gelobt das Management, in die „desirability“ (Attraktivität) seiner Marken zu investieren. Warum nicht durch eine „Eroberung“ im guten Sinn. Allerdings:</p> <p><strong>Die Bilanzen sorgen für weitere Ernüchterung.</strong> Zum Stichtag Ende 2025 war der Konzern mit 2,4 Mrd. € kurzfristig liquide. Größter Aktivposten waren "Intangibles + Goodwill" mit 17,7 Mrd. €. Auf der Passivseite betrug das gesamte Eigenkapital 16,5 Mrd. € und die langfristige Verschuldung 15,5 Mrd. €.</p> <p><strong>Eine berauschende Fusionsfeier wäre damit kein Problem.</strong> Aber wer finanziert die teuren "Geschenke" für die Aktionäre der BROWN-FORMAN CORPORATION!</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info/boersenbriefe">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf.</p>
<p>Trump ist der Knecht der Märkte. Auf die gestrige Talfahrt (S&P 500 mit neuem 6-Monatstief) nebst weiter anziehenden Renditen und Ölpreisen reagierte Trump 11 Minuten nach Börsenschluss und verlängerte das Ultimatum an den Iran zur Freigabe der Straße von Hormus bis Ostermontag. Zugleich betonte er, dass die Verhandlungen zwischen den beiden Kriegsparteien sehr gut verlaufen würden. Der Effekt auf den Ölpreis blieb aus (Brent aktuell sogar 109 $). Auffällig ist:</p> <p>Die Märkte stumpfen ab und reagieren nicht mehr auf Truth Social Posts von D. Trump im Schreibstil eines Grundschülers. Nach leicht freundlicher Eröffnung dreht der DAX heute Morgen sofort wieder ins Minus. Am Markt werden nun hinsichtlich steigender Inflation drei Zinserhöhungen der EZB eingepreist. Auch heute gilt: Pulver trocken halten. </p>
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Volker Schulz
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