<p>Der Schmierstoffhersteller konnte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres beser abschneiden als erwartet. Daher hob man nun den Ausblick für den operativen Gewinn für das Gesamtjahr an. So rechnet man nun für 2026 mit einem EBIT von 460 bis 480 Mio. Euro nach 435 Mio. Euro im Vorjahr. Bislang war der Konzern von 450 Mio. Euro ausgegangen. Der Umsatz wird weiterhin deutlich über dem Vorjahreswert von 3,7 Mrd. Euro gesehen. Im ersten Halbjahr stieg das EBIT nach vorläufigen Zahlen von 209 Mio. Euro auf 260 Mio. Euro. Der Umsatz kletterte von 1,8 Mrd. Euro im Vorjahr auf 2 Mrd. Euro. Im zweiten Quartal betrug das EBIT 135 Mio. Euro gegenüber 101 Mio. Euro in dem durch die Zolldiskussionen belasteten Vorjahresquartal. Analysten hatten zuletzt 108 Mio. Euro erwartet.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsen-Erfahrung via Facebook: Besuchen und abonnieren Sie kostenlos die Facebook-Seite der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH: <a href="http://www.facebook.com/bernecker.info">www.facebook.com/bernecker.info</a></p>
<p>Künftig wird die Energiewende nicht daran gemessen, wie ambitioniert politische Ziele formuliert sind, sondern daran, ob sie jederzeit bezahlbaren Strom in ausreichender Menge und mit sinkendem CO₂-Fußabdruck liefert. In einem Marktkommentar für den Bernecker Börsenkompass analysiert Investmentprofi Serge Nussbaumer vom Schweizer Wertpapierhaus Maverix die aktuelle Ausgangslage bei der Umsetzung der Energiewende und erläutert, wie sich die Anleger hier am besten positionieren. </p> <p> </p> <p>Den kompletten Marktkommentar vom Mittwoch, dem 22. Juli, und alle weiteren Artikel des Bernecker Börsenkompass finden Sie hier:</p> <p><a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/">https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/</a></p>
<p style="text-align: justify;">Nach unserem Ausflug zu den beiden deutschen Turnaround-Kandidaten weiten wir unseren Blick heute auf den europäischen Aktienmarkt aus und wenden uns dem EuroStoxx 50 zu. In diesem Index, der die 50 größten und liquidesten Unternehmen der Eurozone abbildet, findet sich neben den bekannten Wachstumsstars mit ihren neuen Höchstständen ebenfalls ein Kranz an klassischen Schwergewichten, denen die Anleger in den vergangenen Jahren die kalte Schulter gezeigt haben. Wie im deutschen Auto- und Zuliefererbereich sind es meist strukturelle Krisen und tiefgreifende Managementwechsel, die diese Aktien in die Turnaround-Zone gedrängt haben. Und wie schon bei den deutschen Werten gilt: Wenn erst einmal die operative Wende sichtbar wird, holen solche Aktien in kurzer Zeit spektakulär auf. Wir haben zwei Kandidaten für Sie herausgesucht und in der Termin-Börse daily vorgestellt (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>)<br /><br /></p>
<p>Tesla-Chef Elon Musk präsentierte gestern nachbörslich durchwachsene Zahlen. So verfehlte der Autobauer beim bereinigten Ergebnis pro Aktie die Erwartungen deutlich. Während die Analysten im Schnitt mit 0,51 $ je Aktie gerechnet hatten, kam Tesla nur auf 0,33 $. Die Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel um rund 4 %. Viel spannnender war aber, dass Elon Musk Spekulationen über einen möglichen Zusammenschluss von Tesla und SpaceX befeuerte (O-Ton Musk: „Es gibt immer mehr Überschneidungen“). Der Tesla-Chef nannte als Beispiel die geplante Chipfabrik Terafab, die Tesla in Zusammenarbeit mit SpaceX und Intel in Texas errichten will. </p>
<p>Die <a href="https://www.eqs-news.com/de/news/corporate/vossloh-ag-rekordauftragsbestand-zum-halbjahr-2026-unterstreicht-anhaltend-dynamisches-marktumfeld/e03fb975-56bb-4db5-ad78-f36c049ea680_de" target="_blank" rel="noopener">endgültigen Halbjahreszahlen von Vossloh</a> bestätigen die bereits angekündigten schwachen Eckdaten und die gesenkte Jahresprognose. Das Umsatzwachstum von 19 % im ersten Halbjahr war ausschließlich auf die Übernahme von Sateba zurückzuführen. Organisch verzeichnete das Unternehmen hingegen einen leichten Rückgang, bedingt durch verzögerte Abrufe aus Rahmenverträgen, eine insgesamt verhaltene Nachfrage sowie steigende Materialkosten entlang der Lieferkette. Im zweiten Quartal legte der Umsatz währungsbereinigt zwar um 61 % zu, getragen von Sateba, während das Kerngeschäft leicht um 2 % schrumpfte.</p> <p>Auch die Profitabilität blieb hinter den Erwartungen zurück. Höhere Materialkosten drückten die Bruttomarge im ersten Halbjahr von 27,2 % auf 26,2 %. Gleichzeitig belasteten geringere Produktionsvolumina die Auslastung der Fixkosten. Das EBIT sank im zweiten Quartal um 14 % gegenüber dem Vorjahr, die EBIT-Marge lag bei 8,1 %. Schwach entwickelte sich insbesondere das Geschäft mit Bahndienstleistungen (Lifecycle Solutions), dessen Umsatz trotz besserer Wetterbedingungen und höherer Planungssicherheit bei den Instandhaltungsbudgets der Deutschen Bahn noch 8 % unter dem Vorjahresniveau lag.</p> <p>Der Blick der Investoren dürfte sich daher auf das Geschäftsjahr 2027 richten. Positiv hervorzuheben ist der organische Auftragseingang, der im zweiten Quartal um 28 % zulegte. Zusammen mit einem Rekord-Auftragsbestand spricht dies für eine deutliche operative Belebung in den kommenden Jahren und untermauert die mittelfristigen Wachstumsperspektiven des Bahninfrastruktur-Spezialisten.<br /> <br /> <br /> </p>
<p>Die Spanier bauen die Position im regulierten Netzgeschäft weiter aus und übernehmen, wie in dieser Woche bekannt wurde, 80 % am finnischen Netzbetreiber Caruna, dem größten Stromverteilnetz Finnlands. Rd. 5 Mrd. € Enterprise Value entsprechen einem EV/EBITDA-Multiple von 14 sowie einem KGV von rund 16 auf Basis der Schätzungen für 2027. Für Iberdrola wird bereits 2027 ein zusätzlicher Gewinnbeitrag von rund 1 % je Aktie erwartet. Die Transaktion unterstreicht den hohen strategischen Wert regulierter Stromnetze. In Deutschland geht RWE mit der Beteiligung an Amprion einen ähnlichen Weg. Investoren sind offenbar bereit, für hochwertige regulierte Netzassets hohe Bewertungsmultiplikatoren zu zahlen. Zum Vergleich: E.ON als einer der größten Netzbetreiber in Europa wird aktuell sogar günstiger mit einem 2027er-KGV von 15 bzw. einem EV/EBITDA-Multiple von nur 9 bewertet.</p>
<p>Es mit einem weitgehend erwartungsgemäßen zweiten Quartal mit einer operativen Marge um 4,7 % bzw. um 5,2 % bereinigt um rund 400 Mio. € an Sondereffekten zu rechnen. Ebenso wird der operative Netto-Cashflow im Automobilgeschäft mit rund 500 Mio. € weiterhin leicht positiv erwartet. Im Fokus steht vor allem der Ausblick für 2026. Die Jahresprognose einer operativen Marge von 4,0 bis 5,5 % sowie eines Automotive-Netto-Cashflows von 3 bis 6 Mrd. € dürfte zunächst bestätigt werden. Gleichzeitig verdichten sich Hinweise auf tiefgreifende Restrukturierungen mit möglichen Werksschließungen und dem Umbau in eine Holdingstruktur. Dadurch könnten Einmalkosten von bis zu 10 Mrd. € entstehen, denen 7 Mrd. € aus dem Everllence-Verkauf gegenüberstehen. Die Bank of America erwartet nach Abschluss der Restrukturierung wieder steigende Gewinne - von 14,67 € (2026) auf 16,50 € (2027) und 19,52 € (2028) je Aktie. Deutschlands größter Sanierungsfall wird im Zuge des Totalumbaus zur Neubewertungsstory.</p>
<p><strong>Elon Musk bleibt absolut von den geplanten Investitionen überzeugt.</strong> Jede Aktivität in Sachen KI-Ausbau wird inzwischen genau unter die Lupe genommen, was sich bei den gestrigen Tech-Quartalsterminen wieder zeigte. Die Erklärung, wie KI-Investitionen sich auf Cashflows auswirken sollen, ist wichtiger als eine übertroffene Umsatzerwartung.</p> <p><strong>TESLA meldete für sein zweites Quartal + 25 % bei den Auslieferungen (480.126 Fahrzeuge).</strong> Der Umsatz wuchs um 26 % auf 28,24 Mrd. $. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,33 $ aber 18 Cent unter Konsens.</p> <p><strong>Die Investitionen im Q2 erreichten 5,79 Mrd. $ (+ 142 %).</strong> Dies umfasst z. B. Robotic-Initiativen (Optimus) und die Weiterentwicklung der Selbstfahrtechnik. Im Gesamtjahr will der Konzern weiterhin mehr als 25 Mrd. $ investieren, ein Zuwachs von über 200 %.</p> <p><strong>Unbeirrt betonte Elon Musk, die Investitionen so schnell wie möglich durchzuführen, ohne allzu verschwenderisch zu sein.</strong> Es sei in Ordnung, wenn die Kapitaleffizienz etwas sinke, wenn man dafür schneller vorankomme. </p> <p><strong>Im Quartal ergab sich ein negativer Free Cashflow (- 1,1 Mrd. $) gegenüber + 146 Mio. $ vor einem Jahr.</strong> Musk sprach von einem „massiven Capex-Jahr“, aber man sei überzeugt, dass alle Investitionen zu positiven Returns führen werden.</p> <p><strong>Mit Blick auf die Standardkennziffern (z. B. KUV 14 mit Forward-KGV 174 bei 4,0 % Nettomarge) haben viele Anleger gestern doch auf die Verkaufstaste gedrückt.</strong> Nachbörslich - 4,1 %. Rein charttechnisch ist ein neuer Test der 300 $ zu erwarten.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen <a href="http://www.bernecker.info/bernecker-daily">Bernecker daily</a>.</p>
23-Juli 08:28
Gold vor der nächsten Aufwärtswelle? Technische Signale und Zentralbanken sprechen dafür
<p>Nach einer scharfen Korrektur sendet der Goldmarkt wieder positive Signale. Vom Hoch Ende Januar verlor der Goldpreis zeitweise rund 30 %, ehe sich das Edelmetall zuletzt erholte und den seit Mai bestehenden Abwärtstrend nach oben durchbrach.</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/XAU Curncy (Gold Spot $_Oz) Tä 2026-07-23 08-17-50.jpg" alt="" width="650" height="302" /></p> <p>Aus charttechnischer Sicht erinnert der Verlauf stark an den Goldzyklus des Jahres 2006: Damals folgte auf einen kräftigen Einbruch eine mehrjährige zweite Aufwärtsphase mit dynamischem Kursanstieg.</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/Gold_Supercycle.png" alt="" width="650" height="431" /></p> <p>Unterstützt wird die Erholung vor allem durch die Nachfrage aus Asien. Insbesondere die chinesische Zentralbank nutzte den Preisrückgang konsequent zum Ausbau ihrer Goldreserven. Allein im zweiten Quartal erhöhte die People's Bank of China ihre Bestände um 480.000 Feinunzen – der stärkste Quartalsaufbau seit drei Jahren. Insgesamt stiegen die Reserven bis Ende Juni auf 75,44 Mio. Feinunzen, womit sich die Kaufserie auf 20 Monate in Folge verlängerte. Dahinter steht ein langfristiger Trend: Schwellenländer reduzieren ihre Abhängigkeit vom US-Dollar und bauen Gold als strategische Reserve aus. Laut einer Umfrage des World Gold Council planen 45 % von 74 befragten Zentralbanken im kommenden Jahr weitere Goldkäufe – der höchste Wert seit Beginn der Erhebung 2018.</p> <p>Auch der Terminmarkt spricht für steigende Kurse. Die Optionspositionierung zeigt eine klare Dominanz von Kaufoptionen, der Put-Call-Ratio liegt mit 0,39 auf einem ausgesprochen bullischen Niveau. Besonders auffällig ist das hohe offene Interesse an weit aus dem Geld liegenden Call-Optionen mit Laufzeiten bis November 2026 und Ausübungspreisen von bis zu 20.000 US-Dollar je Unze. Zwar sind solche extremen Strikes vor allem Ausdruck langfristiger Spekulationen, sie unterstreichen jedoch die optimistische Grundhaltung institutioneller Marktteilnehmer.</p> <p>Sollte sich das historische Muster von 2006 wiederholen, könnte die jüngste Konsolidierung lediglich die Basis für die nächste Aufwärtsbewegung gelegt haben. Anders als damals wird der aktuelle Bullenmarkt jedoch nicht primär von Anlegern, sondern von strukturellen Zentralbankkäufen und der fortschreitenden Diversifizierung der globalen Währungsreserven getragen – ein Fundament, das den Goldpreis auch langfristig stützen dürfte.<br /> <br /> <br /> </p>
<p>Die Börsen zeigten sich gestern uneinheitlich. Der DAX gewann 0,6 % und schloss wieder über 25.000 Punkten, während der Nasdaq 100 um 0,54 %, der S&P 500 um 0,14 % und der Dow Jones knapp nachgaben. Die Erholung der Halbleiter- und KI-Werte verlor bereits an Schwung. Belastend wirkt vor allem der Brent-Ölpreis, der zeitweise über 95 $ stieg und bei einem länger anhaltenden hohen Niveau die Inflationserwartungen verstärken kann. Im Mittelpunkt steht heute die EZB-Sitzung, wobei eine weitere Zinserhöhung als wenig wahrscheinlich gilt.</p> <p>Alphabet steigerte den Quartalsumsatz um 24 % auf 119,8 Mrd. $, wobei das Werbegeschäft um 17 % und das Cloud-Geschäft um 82 % auf 24,8 Mrd. $ wuchsen. Die erneute Anhebung der Investitionsprognose auf 195 bis 205 Mrd. $ belastete jedoch die Aktie nachbörslich mit rund 2 %.</p> <p>Tesla erhöhte die Auslieferungen um rund 25 % auf 480.126 Fahrzeuge und den Umsatz um 26 % auf 28,24 Mrd. $, verfehlte mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,33 $ aber deutlich die Erwartung von 0,51 $. Verzögerungen bei Optimus und Cybercab sowie steigende Investitionen drückten die Aktie nachbörslich um rund 4 %.</p> <p>IBM verlor vor den Zahlen 1,3 bis 2,3 %, da Anleger mit einer Senkung der Jahresprognose rechneten.</p> <p>Texas Instruments stieg vor der Quartalsbilanz um 1,0 %, nachdem die Aktie seit Jahresbeginn bereits fast 70 % zugelegt hatte.</p> <p>AT&T gewann 3,5 %, weil der Konzern im Mobilfunkgeschäft fast ein Drittel mehr Neukunden als erwartet gewann.</p> <p>Philip Morris übertraf beim Umsatz und operativen Gewinn die Erwartungen und schloss nach einem zwischenzeitlichen Rekordhoch 3,3 % fester.</p> <p>GE Vernova brach um 8,7 % ein, da höhere Verluste im Windkraftgeschäft die angehobene Umsatzprognose überschatteten. Nach einem Kursanstieg von 65 % seit Jahresbeginn nutzten Anleger die Zahlen zu Gewinnmitnahmen.</p> <p>AMD gewann 1,5 % nach einer Partnerschaft mit Anthropic über den Einsatz von Grafikprozessoren mit bis zu zwei Gigawatt Leistung. Zusätzlich sagte AMD mögliche Eigenkapitalinvestitionen von bis zu 5 Mrd. $ zu.</p> <p>Nike verlor 1,8 %, nachdem wichtige chinesische Vertriebspartner von geringeren Online-Liefermengen berichtet hatten.</p> <p>SpaceX notiert nach dem Börsengang inzwischen unter dem Ausgabepreis. Spekulationen über einen Zusammenschluss mit Tesla wurden von der Unternehmensführung nicht eindeutig zurückgewiesen.</p> <p>Von den Unternehmen ist heute eine Flut von Quartalszahlen zu erwarten, u.a. von Nestlé, T-Mobile US, Honeywell, Nokia, STMicroelectronics, Thales, Repsol, Traton, Sartorius, Carrefour, Indra Sistemas, Easyjet, Vossloh und LPKF Laser.</p> <p>Sie möchten jeden Morgen frisch auf dem Handy kurz und knackig über die wichtigsten Tendenzen an der Märkten informiert werden? Dann empfehle ich die Bernecker-App kostenlos im Download: <a href="https://www.bernecker.info/app">https://www.bernecker.info/app</a></p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
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Volker Schulz
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