<p>Der bereinigte Gewinn je Aktie traf mit 0,82 $ den Konsens, der Umsatz lag mit 5,29 Mrd. $ über den erwarteten 5,15 Mrd. $. Auch die Goldproduktion überzeugte mit 796.000 Unzen gegenüber 763.176 Unzen Konsens, die Kosten lagen unter den Erwartungen.</p> <p>Der schwache Free Cashflow von 515 Mio. $ gegenüber 966 Mio. $ Konsens ist vor allem auf stark gestiegene Steuerzahlungen, einen 200-Mio.-$-Mali-Effekt und höhere Investitionen zurückzuführen. Das geht alles In Ordnung.</p> <p>Für den Kursrutsch von 7 % sorgt vor allem die Einigung mit NEWMONT zu Fourmile. BARRICK erhält 1,95 Mrd. $, Analysten hatten für den NEWMONT-Anteil teils rund 4 Mrd. $ oder mehr angesetzt. Damit ist zwar der Weg für den Börsengang der nordamerikanischen Assets frei, die niedrige Bewertung und der Widerstand größerer Aktionäre belasten jedoch. Aber:</p> <p>Ich gehe fest davon aus, dass das IPO früher oder päter die Bewertung von BARRICK antreiben wird. Positiv ist, dass der Streit mit NEWMONt beigelegt wurde. Das Hochfahren von Fourmile dürfte nun beschleunigt werden. An den Konsenstaxen wird sich nichts ändern und somit auch nichts an den Zielkursen von mindestens 60 $. Operativ läuft BARRICK komplett im Plan. </p>
<p><strong>Vor 70 Jahren gegründet, ist die "Sandwich Chain" inzwischen auf mehr als 3.300 Filialen in Nordamerika gewachsen.</strong> Auch nach dem IPO gehört die Mehrheit der Anteile BLACKSTONE, das somit die weitere Expansion kontrolliert. Weitgehend auf Franchisebasis, soll der Endausbau auf 7.500 Standorte in USA und Kanada führen, im weltweiten Maßstab sind 15.000 Filialen angesetzt.</p> <p><strong>Mit frisch zubereiteten "Subs" ist die Kette in erster Linie ein Wettbewerber des (nicht börsennotierten) Weltmarktführers dieser Disziplin, Subway. </strong>Im <a href="https://www.bernecker.info/frankfurter">Frankfurter Börsenbrief</a> dieser Woche (erscheint am Donnerstag) beleuchten wir Zahlenwerk und Strategie von "JMKE" (NYSE-Börsenkürzel des Neulings). </p> <p><strong>Der Chartvergleich zeigt die Kurse einiger Restaurantkonzepte aus den USA.</strong> Zum Teil waren diese in den vergangenen Tagen noch von einem Cyclosporiasis-Ausbruch beeinflusst.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/boersenbriefe">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf.</p>
<p>BYD erreichte laut dem heute veröffentlichten SNE-Tracker im ersten Halbjahr außerhalb Chinas rund 497.000 BEV- und PHEV-Auslieferungen, ein Plus von 81,4 %. Daraus ergibt sich gegenüber dem Vorjahreswert von rund 274.000 Fahrzeugen ein absoluter Zuwachs von etwa 223.000 Einheiten. Der Marktanteil stieg von 7,8 auf 10,8 %, also um 3,0 Prozentpunkte.</p> <p>BYD liegt damit außerhalb Chinas hinter Volkswagen mit 635.000 und Tesla mit 599.000 Fahrzeugen auf Rang drei. Der gesamte Nicht-China-Markt wuchs nur um 30,3 %.</p> <p> </p>
<p>CATL hat Probleme mit einer eigenen Lithium-Mine. Das setzte den Kurs etwas unter Druck. Zur Einordnung: CATL hatte bereits Anfang Juli eine Sicherheitsgenehmigung erhalten, die als wichtiger Schritt für die Wiederaufnahme der Produktion galt. Jetzt bestätigte die lokale Umweltbehörde Ende letzter Woche, dass weiterhin keine Förderung oder Erzverarbeitung stattfindet und zunächst noch die Umweltverträglichkeitsverfahren abgeschlossen werden müssen. Damit verschiebt sich der erwartete Neustart nochmals.</p> <p>Die Jianxiawo-Mine kann nach Reuters-Angaben rund 46.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent pro Jahr produzieren. Das entsprach rund 3 % der weltweiten Produktion 2025.</p> <p>Kurzfristig ist der Effekt überschaubar. CATL hat während der bisherigen Stilllegung bereits Lithiumerz von externen Lieferanten bezogen. Bleibt Jianxiawo länger geschlossen und steigen gleichzeitig die Lithiumpreise, verteuert sich jedoch die Rohstoffversorgung gegenüber einer stärkeren Eigenversorgung.</p> <p>Die Nachricht ist leicht negativ für CATL, sollte aber an den Gewinntaxen wenig ändern. Der in AB 32/26 beschriebene Investmentcase bleibt intakt. Bernstein setzt das Ziel dennoch frisch auf 800 CNY ggü. aktuell 394 CNY.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach unserem letztwöchigen Einstieg in Aktien der KI-Wertschöpfungskette wechseln wir die Ebene. Denn während die Kette bei den Wafer-Herstellern beginnt, endet sie erst dort, wo aus einzelnen KI-Beschleunigern echte Recheninfrastruktur wird: bei den Netzwerken, die Zehntausende von Chips zu einem funktionierenden Ganzen verbinden, und bei den maßgeschneiderten Custom-Chips für die Hyperscaler. Genau in diese Nische stoßen wir heute vor. Dafür haben wir zwei Unternehmen herausgesucht, die nicht besonders günstig aber trotzdem vielversprechend sind. Wenn Sie unseren Trades folgen wollen können Sie das auch im Einzelabruf machen (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>). </p>
<p>Die Aktie tut sich weiter schwer. Dem kräftigen Erholungsansatz folgte der neuerliche Rücksetzer. Wichtig aus technischer Sicht: Es sollte möglichst keine neuen Korrekturtiefs mehr geben. Ansonsten gilt: In den letzten vier Wochen stiegen die Gewinntaxen für 2026 nochmals um rd. 7 %, sanken für 2027 aber um 2,9 %. </p> <p>Interessant: Gemäß Konsens soll SK hynix in Summe bis 2029 einen freien Cashflow in Höhe des aktuellen Börsenwertes einfahren. Gleichzeitig soll die Nettoliquidität auf rd. 90 % des aktuellen Börsenwertes steigen.</p> <p>Entweder ist die Aktie damit ein Schnäppchen, oder der Konsens liegt 70 % in den Taxen zu hoch und irrt komplett.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p><strong>(Hier für Abonnenten.) Die führende US-amerikanische Plattform DOXIMITY für Informationsaustausch zwischen Ärzten und innerhalb der gesamten Gesundheitsbranche hat beim jüngsten Quartalstermin in Sachen KI-Einbindung komplett überzeugt.</strong> Der Umsatz im fiskalischen Q1 (bis 30. Juni) wurde um 7 % auf 156,6 Mio $ ausgeweitet.</p> <p><strong>Trotzdem war das EBITDA 6 % rückläufig auf 74,8 Mio. $, was aber auf hohe Investitionen in die Entwicklung von KI-Tools zurückzuführen ist.</strong> CEO Jeff Tangney konnte überzeugend darstellen, dass dieser finanzielle Einsatz sich auszuzahlen beginnt: Die unabhängige Untersuchung von 24 klinischen KI-Modellen in den USA führte zu dem Ergebnis, dass „Doximity Ask“ die wenigsten medizinischen Fehler unterliefen, was Rang 1 in der Kategorie Sicherheit bedeutet. Das Ergebnis der Studie führte laut Tangney direkt zu einer höheren Nutzung KI-basierter Dienste von DOXIMITY.</p> <p><strong>Das kalifornische Unternehmen ist somit ein Erfolgsbeispiel, wie Plattformbetreiber und „Software“-Unternehmen sich KI zunutze machen, statt von ihr verdrängt zu werden.</strong> Der Kurssprung vom Freitag (+ 32,6 %) war etwas zu euphorisch. Zwischenzeitlich galt sogar eine Fast-Verdopplung auf 39,50 $!</p> <p><strong>Die Position der Actien-Börse (seit 07/26) wird nun weiter gehalten.</strong> Wir sind in der Actien-Börse bereits zum zweiten Mal bei DOXIMITY eingestiegen, die mehrmonatige Geduld beginnt sich jetzt auszuzahlen. Ob erneut die 102 $ aus dem Jahr 2021 erreichbar sind, ist infrage zu stellen. Mit weiterer Geduld ist aber das Kursniveau um 50 $ realistisch, was einer Marktkapitalisierung von 13 Mrd. $ entsprechen würde. - Der Chartvergleich zeigt Mitbewerber eines weit gefassten Telehealth-Umfelds. </p> <p>Helmut Gellermann</p>
<p>Schwächere US-Arbeitsmarktdaten treiben die Börsen zum Wochenstart weiter an. Der MSCI All Country World Index liegt nahe seinem Rekordhoch, nachdem der S&P 500 am Freitag bereits ein neues Allzeithoch markiert hatte. In Asien gewinnt der MSCI Asia Pacific rund 0,6 %, die US-Futures liegen leicht im Plus. Der DAX startet weitgehend unverändert in den Tag.</p> <p>Im Juli wurden in den USA überraschend Stellen abgebaut, zugleich wurden die Beschäftigungszahlen der beiden Vormonate nach unten revidiert. Damit sinkt vorerst der Druck auf die Fed. Am Terminmarkt wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September nur noch mit rund 43 % eingepreist, nach 64 % vor einer Woche. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt bei etwa 4,65 %.</p> <p>Öl bleibt wegen des weiterhin blockierten Seewegs durch die Straße von Hormus ein Volatilitätsfaktor, ohne aber den inneren Trend der Aktienmrärkte zu gefährden. WTI notiert bei knapp 78 Dollar. Gold hält sich nach einem Wochenplus von 7,3 % bei rund 4.350 Dollar. Der Yen verliert erneut und handelt bei etwa 158,3 je Dollar.</p> <p>Europa startet mit besseren Konjunkturaussichten und einer bislang starken Berichtssaison in die Woche. Laut Bloomberg Umfrage soll die Eurozone 2026 um 0,8 % wachsen, nachdem im Juli nur 0,5 % erwartet worden waren. Treiber der Aktienmrärke beiben die Earnings. Rund 80 % der Stoxx 600 Unternehmen haben berichtet, das Gewinnwachstum im zweiten Quartal liegt bei knapp 20 %. In den kommenden Tagen stehen unter anderem Zahlen von Adyen, E.ON und Aviva an.</p> <p>Bei den Unternehmen fällt BERKSHIRE HATHAWAY auf: Im zweiten Quartal wurden eigene Aktien für rund 4,5 Mrd. Dollar zurückgekauft und Aktien im Volumen von fast 20 Mrd. Dollar erworben. SONY und TSMC sprechen laut Bloomberg über Investitionen von insgesamt rund 1 Bio. Yen in eine gemeinsame Fabrik in Japan.</p> <p>SEADRILL erhöhte seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 1,50 bis 1,55 Mrd. Dollar, zuvor waren 1,43 bis 1,48 Mrd. Dollar erwartet worden. Der Konsens liegt bei 1,51 Mrd. Dollar. ARYZTA erzielte im ersten Halbjahr ein EBITDA von 139,9 Mio. Euro, nach 150,5 Mio. Euro im Vorjahr.</p> <p>GEA schlägt die Erwartungen in Q2. Ber. Ebitda 251 Mio. Euro, Erwartung 246,3 Mio € (Bloomberg-Konsens), ber. Ebitda-Marge 17,4 %, Erwartung 17,2 %.</p> <p>Im Fokus der Woche stehen nun die US-Verbraucherpreise. Sie dürften die nächste Richtung für Zinserwartungen, Anleiherenditen und Technologiewerte vorgeben.</p> <p>Heute schaue ich auf die Quartalszahlen unsere Depotwertes Barrick Mining. Ich rechne mit robusten Produktionsdaten und überzeugenden Ergebnissen. Was die Börse daraus macht bleibt abzuwarten. </p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Warum schnellt der Markt nun so plötzlich wieder hoch?</strong></p> <p>Die Märkte schnellen nicht hoch, sondern ergeben einen sinnvollen Trend. Aus der Kombination des nachlassenden Politikrisikos rd. um den Iran, den durchweg bescheidenen, aber verbesserten Zahlen aus der Wirtschaft und den politischen Wetten in jedem Land, insbesondere Deutschland. Das ergibt eine Grundnachfrage für Aktieninvestments, wofür die großen Tech-Giganten das allgemeine Vorbild liefern. Lesen Sie dazu die aktuelle <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a>!</p> <p style="text-align: center;"><strong>30-jährige US-Anleihen rentieren mit 5,3 Prozent so viel wie seit 2002. Geht da noch mehr?</strong></p> <p>Die Rendite der 30-jährigen Treasury Bonds ist die Leitlinie für den allgemeinen Zinstrend in den USA. Denn aktuell 5,3 % können von der Fed nicht korrigiert werden. Dieser Grundtrend ist das Spiegelbild der laufenden Staatsverschuldung im Dollar. Die Wechselwirkung ist bekannt. Das ergibt aus der Sicht der Aktienmärkte eine andere Perspektive: Solange die Ertragsdynamik der bestimmenden Wirtschaftszweige ausreichend dynamisch erscheint, sind die langen Zinsen nur eine Art Bremse. Damit können die Märkte vorerst leben.</p> <p style="text-align: center;"><strong>Zalando rangiert auf fast demselben Niveau wie 2014. Warum entsteht hier kein Wert?</strong></p> <p>Zalando war eine interessante Geschäftsidee. Die gekonnte Zielführung des Kurses mit dem Hintergrund seiner Kernaktionäre und einem cleveren Management entwickelte eine interessante Umsatzgröße. Indes: 6,07 Mrd. € Marktwert sind eher preiswert. Die Sicherheit der Gewinnmarge im zunehmenden Umsatz bleibt jedoch das Problem, insbesondere für die Risiken in den Rückgaben der vorher verkauften Ware. Das ergibt keine Wachstumsprämie, sondern ein Wachstumsrisiko. Gleichwohl wirkt der Rücksetzer überzogen. </p>
<p>UBS bleibt für Gold klar bullish. Die Analysten rechnen damit, dass der Goldpreis im ersten Halbjahr 2027 auf 5.000 Dollar je Unze steigt. Grundlage ist die Erwartung, dass die Inflation allmählich nachlässt und die Fed ihre Zinsen 2026 zunächst stabil hält, bevor sie 2027 wieder mit Zinssenkungen beginnt. Sinkende Zinserwartungen dürften Realrenditen und Dollar belasten und damit die Investmentnachfrage nach Gold stützen.</p> <p>Kurzfristig sieht UBS Risiken durch steigende Ölpreise oder eine restriktivere Fed-Erwartung. Rücksetzer in Richtung 4.000 Dollar oder darunter betrachtet die Bank jedoch als mögliche Gelegenheit zum Aufbau strategischer Positionen. Zusätzliche Unterstützung kommt von den Notenbanken. Allein die chinesische Zentralbank hat ihre Goldbestände inzwischen 21 Monate in Folge erhöht und im Juli 20 Tonnen gekauft.</p> <p>Der Goldpreis sprang am Freitag nach überraschend schwachen US-Arbeitsmarktdaten deutlich an. Im Juli gingen 23.000 Stellen verloren, erwartet worden war ein Plus von 85.000. Zudem wurden die Beschäftigungszuwächse für Mai von 129.000 auf 63.000 und für Juni von 57.000 auf 20.000 nach unten revidiert. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September sank daraufhin laut CME FedWatch von 57 auf 42 %.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
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Volker Schulz
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