<p>Die Wall Street schaltete am Donnerstag wieder in den Konsolidierungsmodus. Die Sorgen über den massiven Anstieg der KI-Investitionen belastete die Stimmung der Marktteilnehmer. Der Technologieindex Nasdaq 100 gab um 1,87 % auf 28.454 Punkte nach. Der Dow Jones (-0,97 % auf 51.711 Punkte) und der S&P 500 (-1,21 % auf 7.408 Punkte) konnten sich dieser Abwärtstendenz etwas entziehen. Im Techsektor gerieten Schwergewichte wie Alphabet (-7,1 %) und Tesla (-14,5 %) massiv unter Druck. Alphabet hatte am Vortag bei der Vorlage der Q2-Zahlen zwar die Erwartungen übertroffen, aber weiter massiv steigende KI-Investitionen angekündigt. Tesla hatte dagegen trotz steigendem Absatz und Umsatz für das abgelaufen Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang ausgewiesen. </p> <p>Das US-Militär setzte die Angriffe auf den Iran in der 13. Nacht in Folge fort und versucht so den Druck auf das Regime in Teheran zu erhöhen. Laut der „New York Times“ lehnte die Führung der Islamischen Republik einen vom irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi übermittelten Vorschlag der USA für eine neue Waffenruhe ab. Angriffe der Huthi-Miliz auf saudische Schiffe im Roten Meer verschärften die Lage weiter. Die weiter unklare Situation im Iran-Krieg trieb die Ölpreise nach oben. Öl der Sorte Brent (+7,3 %) stieg in der Nacht wieder über die Marke von 100 $, während WTI-Öl um 5,3 % auf 92,3 $ zulegte. </p> <p>In der Vorbörse notiert der Dax heute Morgen fast unverändert bei 24.760 Punkten. Bei den Einzelwerten stehen die Quartalszahlen von VW im Fokus und die Reaktion auf die am Donnerstagabend veröffentlichten Q2-Zahlen von SAP. Der Dax-Konzern steigerte den Erlös mit Clouddiensten um 22 % auf 6,3 Mrd. € und den Konzernumsatz um 9 % auf 9,9 Mrd. €. Beide Werte lagen über dabei über den Erwartungen. Der operative Gewinn auf Ebit-Basis legte um 8 % auf 2,6 Mrd. € zu und verfehlte damit die Erwartungen teilweise. Der SAP-Vorstand senkte zugleich die Jahresprognose für die bereinigte operativen Ebit-Marge auf 13 bis 17 % (zuvor 14 bis 18 %) wegen der Übernahmen der beiden nicht profitablen Unternehmen Dremio und Prior Labs. </p> <p>Sie möchten jeden Morgen frisch auf dem Handy kurz und kompetent über die wichtigsten Tendenzen an den Märkten informiert werden? Dann empfehle ich die Bernecker-App kostenlos im Download: <a href="https://www.bernecker.info/app">https://www.bernecker.info/app</a></p> <p>Georg Sures, Redaktion Bernecker</p>
<p>Susquehanna senkt das Kursziel für Sandisk von 3.250 auf 3.050 Dollar, bestätigt aber das positive Votum. Der Schritt beruht ausdrücklich auf einer Korrektur interner fehlerhafter Umsatz- und Gewinnschätzungen des Anlalystenhauses und nicht auf einer schwächeren Einschätzung des NAND-Marktes.</p> <p>Im Fokus der Zahlen am 5. August steht vor allem die Frage, wie stark KI-Inferenz zusätzliche Nachfrage nach SSD-Speichern erzeugt. Beim sogenannten KV-Cache-Offloading werden Daten aus dem teuren GPU-Speicher auf Arbeitsspeicher oder SSDs ausgelagert. Entscheidend wird daher, welcher Anteil künftig auf DRAM und welcher auf lokalen SSDs liegt.</p> <p>Weitere Themen sind langfristig gebundene Kapazitäten, die Entwicklung des margenstarken Datacenter-Geschäfts nebst Kostensenkungen durch die neuen NAND-Generationen BiCS8 und BiCS10.</p> <p>Die extrem bullishe Grundthese von Susquehanna bleibt damit bestehen, das neue Kursziel liegt immer noch 90 % über dem aktuellen Kurs.</p> <p>Volker Schulz </p> <p>Redaktionsleiter <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p>Die Aktie von ADIDAS sank heute im XETRA-Handel teilweise um 5,6 % - auf ein Sechswochentief! Vor einigen Tagen war die 21-Tage-Linie unterschritten worden, nun fiel die Aktie auch noch unter die 50-Tage-Linie. Aus chartechnischer Sicht ist das eine ordentliche Eintrübung. Der Grund für den Schwermut: Am Vorabend eine Woche vor dem Quartalsbericht hatte es keine Eckdaten mit vielleicht positiven Nachrichten gegeben. Deren Ausbleiben hatte sich dann auch schon nachbörslich belastend ausgewirkt. Am Markt war gehofft worden, dass es für das zweite Quartal im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft vielleicht erfreuliche Nachrichten gibt. Die Hoffnung auf Eckdaten wurde am Markt mit der Erfahrung begründet, dass diese häufiger eine Woche vor dem tatsächlichen Quartalsbericht kommen. Im vergangenen Jahr war dies im Oktober und im April der Fall gewesen. Das Muster bekommt Risse - denn schon im April hatte es keinen Vorab-Bericht mehr gegeben. Ausgehend vom Tief seit 2023 (März), hatten die ADIDAS-Aktien seit April eine Rally hinter sich, die Anfang Juli während der Fußball-Weltmeisterschaft bei fast 188,80 Euro ihren Höhepunkt fand. Seitdem haben sie11 % an Wert verloren.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Der chinesische DRAM-Hersteller ChangXin Memory Technologies (CXMT) steht kurz vor seinem Börsendebüt am STAR Market in Shanghai. Nach Abschluss der Zeichnungsfrist gab das Unternehmen am 23. Juli die erfolgreichen Erlöse von 57,92 Milliarden Yuan (rund 7,5 Milliarden Euro) bekannt. Der Ausgabepreis beträgt 8,66 Yuan je Aktie.</p> <p>Der offizielle Börsenhandel startet am Montag, dem 27. Juli 2026. Die Erlöse aus dem Börsengang sollen in den Ausbau der Chipproduktion, Forschung und Entwicklung sowie in das Betriebskapital fließen. Gemessen am Emissionsvolumen ist es der bislang größte Börsengang Asiens im Jahr 2026.</p> <p>Bis zu den Marktführern Samsung Electronics, SK hynix und Micron Technology besteht zwar weiterhin ein deutlicher technologischer Abstand. Besonders bei modernem HBM-Speicher. Der milliardenschwere Börsengang verschafft CXMT jedoch die finanziellen Mittel, um diesen Rückstand schrittweise zu verringern.<br /><br />Weitere News finden Sie auch in unserem Newspilot: <a href="https://www.bernecker.info/news/list/alle" target="_blank" rel="noopener">Hier Klicken!</a><br /><br /></p>
<p>Der Überblick über alle Empfehlungen aus dem ETF-Report.</p> <p>Grafik kann reingezoomt werden. Alternativ gibt es die PDF zum Download: <span style="color: #3598db;"><a style="color: #3598db;" href="https://bernecker.info/images_external/BER/Dispositionsliste%20ETF-Report%201526.pdf" target="_blank" rel="noopener">Hier Klicken!</a></span></p>
<p>Man hat mit den Quartalszahlen ein gemischtes Bild geliefert. Während das operative Ergebnis im zweiten Quartal die Erwartungen um rund 5 % verfehlte und auch der Ausblick für das dritte Quartal auf ein EBIT von 5 bis 10 % unter Konsens hindeutet, verbesserten sich die Perspektiven für das KI-Geschäft deutlich. Besonders positiv sind die erneut angehobenen Umsatzziele im Bereich KI-Rechenzentren: Für 2026 werden nun Erlöse von über 1 Mrd. $ und für 2027 von deutlich über 2 Mrd. $ erwartet. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal organisch um 26 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig verbesserten sich Bruttomarge und Lagerbestand, was auf einen fortschreitenden Lagerabbau hindeutet. Kurzfristig dürften die Zahlen wegen fehlender Fatasie für Gewinnanhebungen belasten, mittelfristig bleibt das KI-getriebene Wachstum das Maß der Dinge. Der Rücksetzer auf 50 € ist eine neue Chance mit enger Risikotoleranz.</p>
<p>Die Niederländer haben mit den Zahlen zum zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen und den positiven Trend im KI-getriebenen Halbleitermarkt bestätigt. Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorquartal um 9 % auf 293 Mio. € und lag damit 129 % über dem Vorjahreswert sowie 18 % über den Analystenschätzungen. Wachstumstreiber waren insbesondere Photonik, Hybrid Bonding und Anwendungen für Rechenzentren. Der Umsatz legte um 69 % auf 250 Mio. € zu, während die Bruttomarge auf starke 65,7 % stieg. Für das dritte Quartal stellt BESI ein Umsatzwachstum von 10 bis 15 % sowie ein EBIT deutlich über den Markterwartungen in Aussicht. Gleichzeitig gewinnt die Hybrid-Bonding-Technologie weiter an Akzeptanz: Die Zahl der Kunden stieg binnen eines Jahres von 15 auf 21. Die Analysten werden die Gewinnerwartungen für 2026 anheben müssen. Die AB-Empfehlung bleibt eine Top-Halteposition.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach unserem Ausflug in den EuroStoxx 50 wenden wir uns heute der zweiten großen Turnaround-Region der Welt zu: dem US-Technologie-Index NASDAQ 100. Auch dort finden sich neben den bekannten KI-Highflyern wie NVIDIA, MICROSOFT oder META klassische Schwergewichte, die von den Anlegern über Jahre hinweg abgeschrieben wurden - und deren Wiederbelebung in den vergangenen Monaten spektakuläre Fahrt aufgenommen hat. Wir haben den NASDAQ 100 systematisch nach zwei Kriterien durchsucht: nach einem klar identifizierbaren Bruchpunkt in der Unternehmensentwicklung und nach konkreten Katalysatoren in den nächsten Wochen. Unsere beiden Kandidaten heute vereinen beides - und decken zugleich das gesamte Spektrum der modernen Medizin ab. Wenn Sie den gesamten Beitrag lesen wollen, geht das im Abo oder im Einzelabruf (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
24-Juli 08:50
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<p>Werbung - Volkswagen: vom großen Sanierungsfall zur möglichen Neubewertungsstory? Ist bei den derzeitigen „Tiefgaragenkursen“ bereits der Zeitpunkt für einen Einstieg gekommen? Das ist eines der inhaltlichen Schlaglichter in der neuen Ausgabe des Frankfurter Börsenbriefs (30/2026).</p> <p>Außerdem im Fokus der Ausgabe: Jungheinrich, ferner eine Kultmarke mit deutlichem Bewertungsabschlag und ein Gasspezialist, der vom wachsenden Energiebedarf der Rechenzentren profitieren könnte. Hinzu kommt jeweils der Blick in das konservative sowie spekulative Musterdepot. Und weitere Themen.</p> <p>Der Frankfurter Börsenbrief (Einzelausgabe 30/2026) - derzeit beim Börsenkiosk mit rund 50 Prozent Preisvorteil zu erwerben. Aktienideen und Einordnungen – ohne Abonnement und zum vergünstigten Einzelpreis. Schauen Sie jetzt rein - hier geht es zur Aktionsseite beim Börsenkiosk: <a href="https://boersenkiosk.de/Kauf-Frankfurter-Borsenbrief-Nr.-30-vom-23.07.2026/BK" target="_blank" rel="noopener">HIER KLICKEN</a></p>
<p>LOCKHEED MARTIN hat im zweiten Quartal klar überzeugt. Der Umsatz stieg um 11 % auf 20,1 Mrd. $, der verwässerte Gewinn je Aktie erreichte 7,94 $ und übertraf den Konsens deutlich. Besonders positiv stachen neue Aufträge über 65 Mrd. $ und der Rekordauftragsbestand von 230 Mrd. $ hervor. Das Raketen- und Feuerleitsystemgeschäft wuchs dank PAC-3- und THAAD-Programmen um 19 %. Zugleich erhöhte der Konzern die Jahresprognose für Umsatz, Gewinn und freien Mittelzufluss. Die Börse honorierte das Gesamtpaket mit einem Kurssprung von rund 11 %. Die Analystenerwartungen wurden klar übertroffen. Besonders gut kamen die starke Auftragsdynamik und der Ausbau der Raketenproduktion an. Ein Schönheitsfehler bleibt dagegen, dass der enorme Gewinnanstieg vor allem auf hohe Sonderbelastungen im Vorjahresquartal zurückgeht. Zudem sank die Marge im Raumfahrtgeschäft leicht. Nach dem Kurssprung wird die Aktie mit dem knapp 18-Fachen des erwarteten Gewinns für 2027 bewertet. Das ist angesichts des Rekordauftragsbestands und steigender westlicher Verteidigungsausgaben gut vertretbar.</p> <p>Fazit: LOCKHEED MARTIN bleibt aussichtsreich. Anleger sollten nach der dynamischen Aufwärtsbewegung aber nicht dem Kurs hinterherlaufen, sondern zumindest einen Rücksetzer bis auf 550/555 $ abwarten.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
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