<p>Die jüngste BofA Fund Manager Survey liefert ein interessantes Signal: Die Profis bleiben optimistisch, treten aber erstmals etwas auf die Bremse. Der Stimmungsindikator fiel von 8,0 auf 7,0, die durchschnittliche Cashquote sprang von 3,5 auf 3,9 %. Noch liegt sie damit im „Sell“-Bereich der BofA-Regel, doch die extreme Sorglosigkeit des Sommers beginnt zu schwinden. Erst bei 4 bis 5 % Cash sieht BofA wieder eine neutralere Ausgangslage für höhere Aktienquoten.</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/Screenshot 2026-09-15 131716.png" alt="" width="632" height="914" /></p> <p>Fundamental bleibt das Bild dagegen erstaunlich robust. 55 % der Fondsmanager erwarten überhaupt keine konjunkturelle Landung, weitere 38 % nur ein Soft Landing. Lediglich 2 % rechnen mit einer harten Landung. Gleichzeitig ist die Erwartung zweistelliger Gewinnzuwächse so verbreitet wie seit 2021 nicht mehr.</p> <p>Der neuralgische Punkt verschiebt sich jedoch von der Konjunktur zu den Zinsen und KI-Investitionen. 33 % nennen einen ungeordneten Renditeanstieg bei Anleihen als größtes Marktrisiko, noch vor einer KI-Blase mit 28 %. Gleichzeitig glauben 79 %, dass die Hyperscaler ihre KI-Investitionen 2026 nicht kürzen werden. Doch genau diese Investitionswelle wird von 42 % als wahrscheinlichste Quelle eines möglichen Kreditereignisses gesehen. </p> <p>Besonders auffällig: 53 % sehen „Long Halbleiter“ inzwischen als überfülltesten Trade. Die Hausse bleibt fundamental intakt, aber die Luft wird dünner. Für Anleger heißt das: Aktien weiter laufen lassen, Euphorie jedoch nicht hinterherlaufen – und Rücksetzer für selektive Käufe nutzen.<br /> <br /> </p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info" target="_blank" rel="noopener">www.bernecker.info</a><br /> </p>
<p>Der Berliner Bürgermeister Kai Wegner hat die Bundesregierung aufgefordert, gegen die hohen Kraftstoffpreise vorzugehen. „Wir brauchen dringend einen Spritpreisdeckel, wie es ihn in anderen europäischen Staaten schon gibt. Die Bundesregierung muss die Menschen endlich nachhaltig entlasten", postete Wegner auf der Plattform X. Zuvor hatte sich schon Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke für einen Spritpreisdeckel ausgesprochen und auf entsprechende Regelungen in Ländern wie Luxemburg, Polen oder Belgien verwiesen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat solche Forderungen bisher aber abgeblockt und befürwortet stattdessen Direktzahlungen an Bevölkerungsgruppen mit niedrigem Einkommen.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
<p>Werbung – Der Börsentag Zürich bietet wieder die Gelegenheit, sich rund um Kapitalmarkt und Börse zu informieren. Zum Programm gehört in diesem Fall auch ein Vortrag von Hans A. Bernecker: „Was bedeutet Rechtsruck an der Börse?“. Lassen Sie sich das nicht entgehen.</p> <p>Wann und wo? Samstag, 26. September 2026, im Kongresshaus Zürich, direkt am Zürichsee.</p> <p>Die Veranstaltung ist kostenlos. Sichern Sie sich Ihr Ticket bitte schon im Vorfeld direkt beim Veranstalter, mit dem wir als Medienpartner zusammenarbeiten:</p> <p><a href="https://www.boersentag.ch/" target="_blank" rel="noopener">https://www.boersentag.ch/</a></p>
<p>...wenn auch nicht ganz, so doch deutlich. Sie verkaufte gerade über ihren ARK Innovation ETF (ARKK) zweistellige Millionen-Positionen bei ALPHABET, AMD, PALANTIR und AMAZON. Vollständig losgesagt hat sie sich von den vier Technologiewerten allerdings nicht. Interessant, dass die Umschichtung just nach den Sicherheitswarnungen um KI erfolgt und nach den zusammengestrichenen Gewinnaussichten großer Technologiekonzerne durch eine Verlangsamung der KI-Entwicklung durch die Citigroup. Das ist ein Fingerzeig!</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Die Kapitalerhöhung bei DEUTZ ist durch: Gut 15 Mio. neue Aktien wurden zu 11,70 Euro platziert. Das entspricht einer Verwässerung von rund 10 %. Entscheidend ist aber der Blick nach vorn. Rechnet man die zusätzlichen Aktien bereits vollständig in die Konsensschätzungen ein, bleiben für 2027 rund 1,10 Euro Gewinn je Aktie und für 2028 etwa 1,35 Euro übrig. Auf Basis des Platzierungspreises entspricht das einem KGV von lediglich 10,6 für 2027 und 8,7 für 2028. Die Kapitalerhöhung stärkt zugleich die Bilanz nach der FFG-Übernahme und schafft neuen Spielraum für weiteres Wachstum. Damit erscheint der Rücksetzer fundamental gut abgefedert. Die Aktie bleibt auf Kauf mit Zielrichtung 16 zu 17 €. </p>
<p style="text-align: justify;">Der Ölpreisschock erreicht zunehmend die europäische Luftfahrtindustrie. Rohöl der Referenzsorte Brent ist wieder auf 110 $ je Barrel gestiegen. Für Fluggesellschaften ist das ein Problem, denn Treibstoff gehört neben Personal und Flugzeugen zu den größten Kostenblöcken. Bleiben die Ölpreise länger auf dem derzeit hohen Niveau, dürfte sich der Druck auf die Gewinne weiter erhöhen.</p> <p style="text-align: justify;">Doch der Ölpreisschock trifft die Fluggesellschaften höchst unterschiedlich. Entscheidend ist jetzt vor allem, wer sich rechtzeitig gegen steigende Kerosinpreise abgesichert hat, über eine solide Bilanz verfügt und höhere Kosten über die Ticketpreise weitergeben kann. Wie ernst die Lage inzwischen ist, zeigt die Insolvenz von AIRBALTIC. Zuvor war bereits die US-Gesellschaft SPIRIT AIRLINES zusammengebrochen. Branchenexperten rechnen damit, dass der hohe Ölpreis den Konzentrationsprozess im Luftverkehr beschleunigen könnte.</p> <p style="text-align: justify;">Welche Unternehmen sich rechtzeitig abgesichert haben und nun profitieren können, erfahren Sie in der Termin-Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p>AXA legt beim heute präsentierten Strategieplan 2026 bis 2029 eine Schippe drauf. Darauf hatten wir in AB 25/2026 dezidiert hingewiesen.</p> <p>Der französische Versicherungskonzern peilt beim bereinigten Gewinn je Aktie nun ein jährliches Wachstum von 7 bis 9 % an. Im bisherigen Plan waren es 6 bis 8 %. Das ist bemerkenswert, da sich das Preisumfeld in der Schaden- und Unfallversicherung abschwächt. Bereits 2026 soll das Gewinnwachstum am oberen Ende der bisherigen Spanne von 6 bis 8 % liegen. Auch die Eigenkapitalrendite soll 2026 das obere Ende der bisherigen Zielspanne von 14 bis 16 % erreichen und anschließend 2027 bis 2029 auf 15 bis 17 % steigen.</p> <p>Gleichzeitig klingelt buchstäblich die Kasse. Von 2027 bis 2029 will AXA kumuliert rund 25 Mrd. € organischen Cashflow generieren – gegenüber mehr als 21 Mrd. € im bisherigen Dreijahresplan. Die Ausschüttungsquote bleibt bei 75 %, davon 60 % über Dividenden und 15 % über Aktienrückkäufe. Die höhere Ertragskraft bedingt somit unmittelbar steigende Kapitalrückflüsse.</p> <p>Unterm Strich liefert AXA mit dem neuen Strategieplan eine solide Grundlage für weiter steigende Gewinne, Dividenden und Aktienrückkäufe und damit auch für eine höhere Bewertung der Aktie.</p> <p> </p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info" target="_blank" rel="noopener">www.bernecker.info</a></p>
<p>Das Muster "schwache Halbleiter gleich starke Software" - und umgekehrt - bleibt intakt. Die Rally bei Sofware-Aktien gestern war unübersehbar. SAP arbeitet am Break um 190 € und steht vor einem bullischen Golden Cross (50 Tagelinie schneidet die 200 Tagelinie von unten nach oben). Heute versuchen die Halbleitertitel eine Stabilisierung in Asien.</p> <p>Ansonsten bleibt das Bild wackelig. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries erreichte im Tagesverlauf erstmals seit 2023 wieder die Marke von 5 %. Vermutlich wird die Fed morgen versuchen durch eine Zinserhöhung Druck von langen Ende zu nehmen. Ich bin gespannt ob das gelingt. Der DAX liegt heute Morgen unverändert im Markt. Öl bleibt fest um 108 $ für Brent mit festgefahrener Lage am Golf.</p> <p>Mizuho als auch Bank of America (bis Ende des Jahrzehnts könnten sich die KI-Investitionen auf über 3 Bio. $ verdreifachen.) stufen den Rückgang bei Halbleiterwerten als Kaufgelegenheit ein. Die Analysten verweisen darauf, dass trotz Diskussionen über eine mögliche Verlangsamung der KI-Entwicklung durch Anthropic und OpenAI die Capex-Pläne der KI-Labore und Cloud-Anbieter unverändert bleiben. </p> <p>Broadcom-Chef Hock Tan hält die jüngste Angst vor einem Einbruch der KI-Infrastrukturinvestitionen für unbegründet. Die Debatte um ein langsameres Tempo bei neuen Frontier-Modellen ändere nichts an Broadcoms Umsatzplänen für 2027 und 2028. </p> <p>Corning geriet am Montag mit fast 14 % Minus massiv unter Druck. Auslöser war die Ankündigung eines möglichen At-the-Market-Aktienprogramms über bis zu 2 Mrd. Dollar. Dabei kann Corning neue Aktien schrittweise direkt über den Markt verkaufen. Für bestehende Aktionäre bedeutet das eine mögliche Verwässerung von Gewinn und Anteil je Aktie.</p> <p>Bank of America geriet am Montag mit gut 5 % unter Druck, nachdem CEO Brian Moynihan die Erwartungen für das Kapitalmarktgeschäft gedämpft hat. Der Handelsumsatz soll im dritten Quartal nur auf Vorjahresniveau liegen. </p> <p>Bei Deutz steht eine Kapitalerhöhung an. Das Bezugsrecht der Altaktionäre ist dabei ausgeschlossen. Die Kölner wollen bis zu 15,263 Millionen neue Aktien zu 11,70 € ausgeben. Das entspricht 10 % des Grundkapitals. Für unsere Kunden gibt es heute im Tagesverlauf ein Deutz-Update.</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe </p> <p> </p>
<p>MUNTERS gerät weiter unter Druck. Es gibt News in der Führungsebene:</p> <p>Fundamental liefert der vorgezogene CEO-Wechsel keinen neuen Grund. Stefan Aspman übernimmt bereits jetzt und baut die Führung auf mehr Kundennähe und schnelleres Handeln um. Jefferies wertet den Schritt heute sogar positiv und sieht einen stärkeren Fokus auf die Umsetzung. Neu geschaffen wird zudem eine Funktion für KI, Automatisierung und neue Wachstumsfelder. Das wichtige Geschäft mit der Kühlung von Rechenzentren bleibt der klare Wachstumstreiber. </p> <p>Der Titel hängt aktuell am Sentiment der KI-Szene und der Angst, dass die Umsetzung des sehr hohen Auftragsbestandes 2027 stockend läuft. Ich empfinde das als überzogen. Die jüngsten Analysten Updates s.u. sind komplett stabil. Keiner nimmt seine Ziele zurück. Jeffries sieht 60 % Potenzial. Gemessen am Konsens liegt das KGV für 2027 bei 13,6.</p> <p>Ich tendiere demnächst zum Nachkauf</p>
<p>Die Bank of America bleibt laut einer heute veröffentlichten Studie für Halbleiter bullish. Kurzfristig drohen zwar Gegenwind durch hohe Zinsen, Nahost-Risiken und die US-Zwischenwahlen, doch am strukturellen KI-Boom ändert sich wenig.</p> <p>Bis Ende des Jahrzehnts könnten sich die KI-Investitionen auf über 3 Bio. $ verdreifachen. Voll ausgelastete Netzwerke und steigende Mietpreise selbst für ältere Chips sprechen für anhaltend hohe Nachfrage. Treiber ist das globale Wettrüsten zwischen USA und China, Hyperscalern, Neoclouds und staatlichen Programmen. Auch die Bewertung überzeugt: Der SOX handelt trotz 139 % Gewinnwachstum nur mit 19x Forward-KGV.</p> <p>BofA favorisiert NVIDIA, AMD, Marvell, Analog Devices und ON Semi. Nächster wichtiger Katalysator: Microns Zahlen am 30. September, die zum Lackmustest für Speicherpreise und Margen werden.</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p> </p>
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