<p>Qualität und Lebensdauer von EV-Batterien werden offensichtlich unterschätzt. Die FT bringt heute eine entsprechende Grafik zu den jeweiligen Modellen: </p>
25-Sept. 14:10
BÖRSENKOMPASS-PORTFOLIO: Ein Zukauf, ein Verkauf, ein Ziel, ein Rating, ein Kauflimit und zwei Rücksetzer
<p style="text-align: justify;">Wir führen momentan 33 Positionen in unserer Empfehlungsliste und der durchschnittliche Buchgewinn liegt bei über 53%. In dieser Woche haben wir zwei Rücksetzer analysiert, eine Einstufung geändert, eine Position wurde uns ausgestoppt, bei einer anderen haben wir aufgestockt. Wir haben einen ein Marktkommentar veröffentlicht und die aktuelle Lage beim Gold besprochen. Heute reichen wir einen noch Details zu den Änderungen nach, erhöhen ein Ziel und ein Nachkauflimit. Betroffen sind unter anderem Munters, Netflix, 2G-Energy, Bayer, Munters, Porr, DWS, TKH Group und Bilfinger. Lesen Sie die Details in unserem heutigen Stop&Go.</p> <p style="text-align: justify;">DAX und DOW dümpeln, der NASDAQ100 klettert dynamisch. Der Unterschied wird im Chartvergleich der ablaufenden Woche besonders deutlich. Im S&P500 manifestiert sich das nur, wenn man die normale (marktgewichtete) Variante des Index und die gleichgewichtete Variante des Index miteinander vergleicht. Die marktgewichtete Version ähnelt eher dem NASDAQ100, die gleichgewichtete eher DAX und DOW JONES. Das liegt an dem hohen Gewicht von Technologiewerten in der normalen Index Version. Dieser Sektor steigt dynamisch, die Mehrzahl der Aktien aber tendiert eher seitwärts oder leichter. Der Unterschied ist ganz ähnlich wie in dem Vergleich oben. Wir können es hier anhand des S&P500 nicht zeigen, weil er als Chart nicht zur Verfügung steht. Es würde aber ganz ähnlich aussehen, wie der Vergleich oben. </p> <p style="text-align: justify;">Das war ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass. Regelmäßig freitags gegen Mittag fassen wir im <a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/boersenkompass-portfolio-ein-zukauf-ein-verkauf-ein-ziel-ein-rating-ein-kauflimit-und-zwei-ruecksetzer_H1869827711_6799723/">Stop&Go Artikel</a> die Veränderungen in unserer Empfehlungsliste und die wichtigsten Inhalte der Woche zusammen. Das können Sie auch ohne Abo lesen, bei unserem Partner Finanzen100. Einen vollständigen Überblick können Sie sich in unserer <a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/">Artikelübersicht</a> verschaffen. Wenn Sie unsere Inhalte interessant finden und mehr davon lesen möchten, können Sie uns einen ganzen Monat kostenlos testen. Das Probeabo können Sie in den ersten 30 Tagen mit einer e-Mail an <a href="mailto:kundenservice@finanzen100.de">kundenservice@finanzen100.de</a> wieder beenden. Wir sind überzeugt, dass Sie bleiben werden. Probieren Sie es kostenlos aus! </p>
<p>Nachdem unsere Automobil-Calls mit einem kleinen Plus ausgestoppt wurden, hängen wir uns erneut an die Turnaround-Spekulation. Ganz nach dem Motto: „Buy on bad news“. Nach der drastischen Prognosesenkung von VOLKSWAGEN geriet praktisch die gesamte Branche unter Druck. Die VW-Vorzugsaktie verlor rund 5,6 %, BMW gab ebenfalls mehr als 4 % nach.</p> <p>Dabei sollte man zwei Dinge sauber voneinander trennen. Eine nachhaltige Trendwende der deutschen Automobilindustrie ist derzeit nicht erkennbar. China bleibt schwierig, chinesische Hersteller gewinnen Marktanteile, die Elektromobilität drückt teilweise auf die Margen und gleichzeitig müssen die traditionellen Hersteller Milliarden in neue Modelle, Software und Produktionsstrukturen investieren. Wer hier auf eine schnelle Rückkehr zu den goldenen Zeiten deutscher Autobauer setzt, macht es sich zu einfach. </p> <p>Kurzfristig sieht die Sache anders aus: Nicht die schlechte Nachricht selbst entscheidet über die weitere Kursentwicklung, sondern die Frage, ob die tatsächliche Lage noch schlechter werden kann als vom Markt bereits erwartet. Bei stark gefallenen Aktien genügt manchmal schon die Abwesenheit neuer Hiobsbotschaften, um eine kräftige technische Gegenbewegung auszulösen. </p> <p>Neben unseren Engagements in der Autoindustrie haben sich auch die Techwerte zurückgemeldet. Damit haben wir diese Woche für Sie insgesamt vier empfehlungen. </p> <p>Nur einmal in der Woche ordern, aber profitieren wie die Großen. Das ist die Termin-Börse aus dem Hause Bernecker. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, das Risiko spekuliert immer mit! Deshalb hat bei uns jeder Einstieg mehrere Kauflimits, immer einen Stop und meistens eine heiße Story. Das geht per Abo oder auch im Einzelabruf (<a href="https://www.bernecker.info/termin-boerse">KLICK HIER</a>). </p>
<p>Am Mittwoch hatten wir bereits über eine potenzielle Übernahme im Aktionärsbrief berichtet:</p> <p>BASF hat Evonik und dessen Großaktionär RAG-Stiftung offenbar einen Zusammenschluss vorgeschlagen. Evonik wird an der Börse mit 8,4 Mrd. € bewertet, einschließlich Nettoschulden liegt der Unternehmenswert bei rund 12 Mrd. €. Eine Übernahme dürfte nur mit deutlicher Prämie möglich sein. Entscheidend ist die RAG-Stiftung, die 44 % der Evonik-Aktien hält. Gespräche laufen, eine Einigung ist aber keineswegs sicher.</p> <p>Strategisch würde BASF sein Spezialchemiegeschäft stärken und die Präsenz in Asien sowie den USA ausbauen. Beide Konzerne erzielten zuletzt zusammen 74 Mrd. € Umsatz. Überschneidungen vor allem in Deutschland eröffneten erhebliches Einsparpotenzial. Gleichzeitig wäre mit einer intensiven kartellrechtlichen Prüfung zu rechnen. BASF verfügt nach dem Verkauf der Mehrheit am Lackgeschäft für 7,7 Mrd. € über zusätzlichen finanziellen Spielraum. Evonik steckt mitten im Umbau, streicht mehr als 3.200 Stellen und verkauft Randaktivitäten. Für die Branche wäre der Deal ein markanter Konsolidierungsschritt und die Bildung eines deutschen Chemiechampions gegen Sinopec und Dow.</p> <p> </p>
<p>ThyssenKrupp lädt am Montag zum Der Kapitalmarkttag von TK Steel. Das ist möglicherweise der Startschuss für einen Teil-IPO. Wie ist das Ertragspotenzial nach Restrukturierung einzuschätzen? Historisch brachte Steel 2023–25 im Schnitt nur 440 Mio. € EBITDA. Neue EU-Zollkontingente könnten laut Bank of America zusätzlich 680–850 Mio. € beitragen, der Abbau von 5.500 Stellen weitere 400–450 Mio. € und der HKM-Ausstieg eine Belastung von 300–350 Mio. € beseitigen. Bereinigt könnte das nachhaltige EBITDA damit auf 1,7–1,9 Mrd. € steigen. Bei 5,5x EBITDA errechnet sich ein Enterprise Value von rund 7 Mrd. € bzw. 4–5 Mrd. € Eigenkapitalwert bei aktuell 9,5 Mrd. € Börsenwert. Die nächste Neubewertungsrunde ist damit eröffnet.</p>
<p>ELECTRO OPTIC SYSTEMS bleibt im Rallymodus. Die Aktie gewinnt heute in Sydney rund 6 % und setzt damit die jüngste Aufwärtsbewegung fort. Für Rückenwind sorgen mehrere Entwicklungen, die das Wachstum im wichtigen Geschäft mit Drohnenabwehr beschleunigen können.</p> <p>Besonders wichtig ist die neue Absichtserklärung mit dem niederländischen Verteidigungsministerium. Beide Seiten wollen den Hochenergielaser Apollo zu einem vollständig einsatzfähigen Waffensystem weiterentwickeln. Bei erfolgreichem Abschluss beabsichtigen die Niederlande ausdrücklich, mehrere Systeme zu kaufen. Zudem wird eine Produktionsstätte in den Niederlanden geprüft. Bereits 2025 hatte EOS von einem nicht genannten europäischen NATO-Staat einen Auftrag über 71,4 Mio. € für ein 100-kW-Lasersystem erhalten.</p> <p>Zusätzliche Fantasie kommt aus den USA. Das R400-Fernwaffensystem wurde auf dem Counter-UAS Marketplace der US Joint Interagency Task Force 401 gelistet. Damit können US-Behörden das System über einen bestehenden Beschaffungsweg der US Army bestellen. Bis Monatsende soll der Marktplatz zudem für teilnehmende verbündete Staaten geöffnet werden. 23 Länder sind dafür bereits zugelassen.</p> <p>Das operative Fundament wird ebenfalls stärker. Im ersten Halbjahr sprang der Umsatz um 283 % auf 168,8 Mio. AUD. Das bereinigte EBITDA drehte von −14,9 auf +21,6 Mio. AUD. Der Auftragsbestand erreichte mit 846 Mio. AUD einen Rekordwert. Für 2026 erwartet EOS inzwischen 360 bis 400 Mio. AUD Umsatz.</p> <p>Fazit: EOS entwickelt sich zunehmend vom Nischenanbieter zu einem international relevanten Spezialisten für Drohnenabwehr und Laserwaffen. Die Bewertung ist mit einem Börsenwert von rund 2,5 Mrd. AUD bereits hoch und verlangt weiteres starkes Wachstum. Die neuen Beschaffungswege und die Aussicht auf größere Folgeaufträge liefern dafür jedoch gute Argumente. Trotz des erhöhten Rückschlagsrisikos bleibt die Aktie für risikoaffine Anleger langfristig kaufenswert.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
25-Sept. 12:17
Für Bernecker-Abonnenten: China schaltet einen Gang hoch - Überraschungspotenzial für diese Chip-Stars?
<p>China könnte für die europäischen Halbleiterausrüster im zweiten Halbjahr zum positiven Überraschungsfaktor werden. Peking forciert den Aufbau einer eigenen KI-Chipindustrie, gleichzeitig sorgen drohende weitere US-Exportrestriktionen für vorgezogene Bestellungen. Chinas Importdaten signalisieren für Q3 einen kräftigen Investitionsschub: Die Lithografie-Importe steuern auf mehr als +150 % gegenüber Q2 und +15 % zum Vorjahr zu. Profiteure sind vor allem ASML und ASM International.</p> <p>Bei ASML könnten die China-Systemumsätze laut Bank of America in Q3 auf 2,5 bis 3,0 Mrd. € springen – nach lediglich 919 Mio. € in Q2 und 2,3 Mrd. € im Vorjahr. Die Nachfrage kommt derzeit vor allem aus Foundry/Logic sowie Analog/Power, insbesondere rund um SMIC und Hua Hong. Memory bleibt dagegen schwach: Bei YMTC liegen die Importe YTD 89 %, bei CXMT 57 % im Minus. Hier wird erst 2027 eine Erholung erwartet.</p> <p>Auch bei ASM steigt laut BofA das Überraschungspotenzial. Die Importdaten laufen besser als die bisherige Prognose eines schwächeren China-Geschäfts im zweiten Halbjahr erwarten lässt. Besonders NAND zieht von niedrigem Niveau kräftig an. Eine Anhebung des China-Ausblicks wird damit wahrscheinlicher. Wegen des margenträchtigen China-Mix könnte zusätzlich die Bruttomarge positiv überraschen. Die BofA-Analystenschätzungen für den Gewinn 2027/28 liegen bereits 10 bis 22 % über Konsens.</p>
<p>GENERAC erhält heute Rückenwind von UBS. Das Bankhaus bestätigt das Kaufrating mit einem Kursziel von 340 $ und wertet vor allem die langfristige Liefervereinbarung mit Amazon als wichtigen neuen Wachstumstreiber. Für 2027 und 2028 sind zunächst Lieferungen von insgesamt 2,4 Mrd. $ für Notstromaggregate in Rechenzentren vorgesehen. Über die gesamte Vertragslaufzeit kann das Volumen auf bis zu 8 Mrd. $ steigen.</p> <p>Damit gewinnt das Geschäft mit Hyperscalern erheblich an Bedeutung. Ende Juli lag der Rechenzentrums-Auftragsbestand bereits bei rund 1,6 Mrd. $. Die Amazon-Volumina waren darin noch nicht enthalten. Gleichzeitig baut GENERAC seine Produktionskapazitäten für große Megawatt-Generatoren deutlich aus. Die Übernahme von Enercon soll zusätzlich mehr Wertschöpfung ins eigene Haus holen und die Margen stützen.</p> <p>UBS bleibt trotz der positiven Rechenzentrumsstory vorsichtiger beim klassischen Geschäft. Die Wachstumsprognosen für 2027 und 2028 im Wohnsegment sowie im übrigen C&I-Geschäft wurden wegen der höheren Zinsen reduziert. Dennoch hob das Bankhaus seine bereinigte EBITDA-Schätzung für 2028 leicht an. Das unterstreicht die zunehmende Bedeutung des margenstärkeren Rechenzentrumsgeschäfts.</p> <p>Operativ läuft es bereits stark. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 11 % auf 1,17 Mrd. $, während das C&I-Geschäft um 29 % zulegte. Risiken bleiben der massive Kapazitätsausbau, mögliche Projektverschiebungen und eine Verwässerung durch Amazon-Aktienoptionen.</p> <p>Fazit: GENERAC entwickelt sich vom zyklischen Generatorhersteller zunehmend zum Infrastrukturprofiteur des KI- und Rechenzentrumsbooms. Auf dem derzeitigen Kursniveau von rund 200 $ ist die Aktie kaufenswert.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p style="text-align: justify;">Auch der leistungsfähigste KI-Prozessor ist nutzlos, wenn die einzelnen Komponenten nicht miteinander verbunden werden können. Und genau hier entsteht ein bislang wenig beachteter Engpass. Die nächste Runde des KI-Booms könnte deshalb im sogenannten Advanced Packaging stattfinden.</p> <p style="text-align: justify;">Moderne KI-Prozessoren bestehen längst nicht mehr aus einem einzigen großen Chip. Mehrere sogenannte Chiplets, HBM-Hochleistungsspeicher und zahlreiche weitere Komponenten werden zu einem komplexen System zusammengefügt. Eine entscheidende Rolle spielen dabei IC-Substrate und ABF-Substrate. </p> <p style="text-align: justify;">Die Chips werden schneller größer und komplexer, als sich die Produktionskapazitäten für diese Substrate ausbauen lassen.</p> <p style="text-align: justify;">Mit jeder neuen Prozessorgeneration steigt der Aufwand. Größere Chip-Pakete, zusätzliche Chiplets und immer mehr HBM-Speicher benötigen mehr Substratfläche und zusätzliche Schichten. Genau daraus entsteht der Engpass.</p> <p style="text-align: justify;">Für Anleger ist dabei nicht nur interessant, wer die Substrate produziert. Ebenso spannend sind Unternehmen, die Maschinen, Messtechnik und Fertigungsverfahren liefern, ohne die sich die Kapazitäten überhaupt nicht erweitern lassen. Genau dort setzen unsere drei heutigen Empfehlungen an, die sie in der Termin-Börse daily finden (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p>Wir steigen in einen Titel aus Deutschland ein und folgen zugleich den Insidern. Sie wissen:</p> <p>Deutz richtet sich neu mit Fokus auf Defence und Energy aus. Im Zuge der FFG-Übernahme gab es eine Kapitalerhöhung. Die neuen DEUTZ-Aktien gingen im Rahmen eines beschleunigten Bookbuildings ausschließlich an institutionelle Investoren. Das mehr als vierfach überzeichnete Orderbuch wurde von Commerzbank und Deutscher Bank geführt und entsprechend zugeteilt. </p> <p>Inzwischen ist die Aktie unter den Zuteilungskurs von 11,70 € gefallen. Die Insider schlagen aber weiter kräftig zu. </p> <p>Die bisherigen FFG-Eigentümer sollen separat durch eine noch ausstehende Sachkapitalerhöhung Richtung Ende 2026 DEUTZ-Aktien erhalten und anschließend 29,9 % halten. </p> <p>Unter Berücksichtigung der FFG Integration inklusive Sachkapitalerhöhung liegt das KGV per 2027/28 um die 10 bis 11. Aufgrund der Neuausrichtung weg vom zyklischen Motorengeschäft halten wir ein KGV von 15 für angemessen. Daraus resultiert ein Kursziel um 16 €. </p> <p>Wir nutzen den Rücksetzer zum Einstieg und behalten uns über den Herbst einen Nachkauf vor. </p> <p>Gekauft werden 5000 Deutz (DE0006305006; 11,20 €) um 10:30 Uhr. </p>
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Volker Schulz
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