<p>2G ENERGY meldet den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte und liefert damit den erhofften Befreiungsschlag. Ein nordamerikanischer Kunde ordert eine große Anzahl containerisierter Kraftwerke inklusive Inbetriebnahme vor Ort für den Einsatz in Data-Centern. Das Auftragsvolumen liegt im unteren dreistelligen Megawatt-Bereich, die Auslieferung beginnt in der zweiten Jahreshälfte 2026. Damit peilt 2G für das laufende Jahr nun den oberen Rand der Umsatzprognose von 440 bis 490 Mio. € an. Zwar wird die 2026er EBIT-Marge wegen eines höheren Maschinenanteils nicht zwangsläufig am oberen Ende der Spanne von 9,5 bis 10,5 % liegen. Entscheidend ist jedoch der nächste Wachstumsschub. Für 2027 erwartet der Vorstand 570 bis 620 Mio. € Umsatz (Konsens 536 Mio. €) und eine EBIT-Marge von über 11 %. Wir kalkulieren um 65 Mio. € EBIT, was gegen einen Konsens von 55,1 Mio. € steht. Zusätzlich verhandelt 2G bereits mit weiteren Data-Center-Kunden über Aufträge im unteren dreistelligen Megawatt-Bereich. Wir sind investiert und bleiben es. Ein Rücksetzer unseres Empfehlungswertes vom Eigenkapitalforum 2025 im November ist aber nach + 20 % gestern notwendig. </p>
<p>Optisch wirkt das Auto für mich von hinten wie ein klassisches Elektro- oder Konzeptauto aus China. Vom Eindruck her könnte man an Marken wie Nio, Xpeng, Zeekr, Xiaomi oder einen BYD denken - also China-EV-Designstudio. Am Markt kommt die Vorstellung heute auch alles andere als gut an! Ich glaube eher an einen Flopp.</p>
<p>Die UBS hat ihr Kursziel für Micron Technology spektakulär von 535 auf 1.625 USD angehoben und die Einstufung „Buy“ bestätigt. Analyst Timothy Arcuri begründet den Schritt vor allem mit einem strukturellen Wandel im Speicherchipmarkt: Langfristige Lieferverträge, sogenannte LTAs, könnten künftig für deutlich mehr Visibilität bei Preisen und Abnahmemengen sorgen. Das ist auch der Treiber für SK Hynix. Die Stimmung ist wieder überschäumend im Sektor, die Bewertungen gemessen am KGV aber nicht. </p>
<p>Ferrari präsentiert erstes vollelektrisches Modell. Der Luxus-Sportwagenbauer hat am Montag in Maranello seinen neuen vollelektrischen Sportwagen Luce vorgestellt. Der Luce dürfte aber alles andere als ein Selbstläufer werden, die die potenziellen Käufer weiter hochtourige Verbrennertechnik bevorzugen. Ferrari setzt damit eher ein Ausrufezeichnen in einem Marktsegment, das zunehmend von chinesischen Herstellern wie BYD (Supersportwagen Yangwang U9) oder Xiaomi dominiert wird. Während Konkurrent Lamborghini die Pläne für die Einführung eines Elektromodells wegen des geringen Kundeninteresses eingestellt hat, sollen bei Ferrari vollelektrische Sportwagen bis 2030 nur noch auf einen Anteil von 20 % (vorher 40 %) erreichen.</p>
<p>Folgt SGL CARBON bald LPKF LASER und AIXTRON? In der Halbleiterproduktion wird Graphit vor allem dort gebraucht, wo es sehr heiß, sehr rein und sehr präzise sein muss. SGL liefert graphitbasierte Lösungen entlang der Halbleiter-Produktionsroute und zählt bei Siliziumkarbid-Beschichtungen zu den wichtigen Lieferanten der Branche. Bei Batterien ist Graphit besonders wichtig, weil es heute der dominierende Anodenwerkstoff in Lithium-Ionen-Batterien ist. Aber: Hohe Lagerbestände bei Halbleiterkunden belasten aktuell noch die Nachfrage nach Spezialgraphit. Im 1. Quartal 2026 fiel der Umsatz im Bereich Graphite Solutions um 8,8 % auf 106,4 Mio. €, das EBITDA 14,8 % auf 18,4 Mio. €. Wichtig ist:</p> <p>Carbon Fibers wurde restrukturiert, verlustreiche Aktivitäten wurden geschlossen. Process Technology hängt an der schwachen Chemieindustrie. Composite Solutions hängt teils an Automotive. 2025 sank der Konzernumsatz vor allem durch weniger Halbleiterumsätze in Graphite Solutions und weniger Carbon-Fiber-Geschäft. Gleichzeitig belasteten hohe Sondereffekte, Restrukturierungskosten und Wertminderungen. Die Bilanz sieht inzwischen deutlich stabiler aus. Die Nettoverschuldung lag Ende 2025 bei 98,9 Mio. €, die Verschuldungskennzahl bei 0,7-fach EBITDA, der freie Cashflow blieb mit 37,0 Mio. € solide. </p> <p>Wenn die Megatrends intakt bleiben, dann ist der aktuelle Zustand kaum dauerhaft: Kunden können Lagerbestände nicht endlos abbauen. Eine EBITDA-Bewertung mit Faktor 5 für 2026 und 4,2 für 2027 ist äußerst moderat. Erstes Ziel 6 €. Deutlich mehr ist möglich, wenn der Lagerabbau beendet ist.</p> <p> </p>
<p>Alles wieder auf Anfang? US-Militärschläge gegen den Iran - wenn auch nur begrenzten Ausmaßes - haben die Hoffnung auf ein Abkommen zum Ende des Iran-Kriegs und zur Öffnung der Straße von Hormus gedämpft. Der Preis für ein Barrel Brent zur Lieferung im Juli stieg um mehr als 2 % auf 98,44 $. Rohöl aus den USA wurde bei etwa 92 $ gehandelt. Hört das denn nie auf?</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p><strong>Kaum war die monatelange Annäherung an den spanischen Beauty-Mitbewerber PUIG BRANDS beendet, schon legte die Aktie von ESTÉE LAUDER im US-Handel 12 % zu.</strong> Soweit erste Storys (etwa von Reuters) zutreffen, wurde eine generell mögliche Einigung durch „Sonderwünsche“ im Kreis der Minderheitsaktionäre blockiert.</p> <p><strong>Wer auf den US-Konzern setzt, kann die Position beibehalten. </strong>Neukäufe sind zurzeit aber nicht zwingend.</p> <p><strong>Den umfangreichen Chartvergleich in Sachen Kosmetik sehen Sie heute in reduzierter Form, zwecks größerer Übersichtlichkeit.</strong> Das Hochlaufen der PUIG-Aktie spätestens seit März war schon vier Wochen später beendet. Nach dem Ende der Gespräche geht nicht nur ESTÉE LAUDER, sondern auch die Aktie von ULTA BEAUTY nach oben.</p> <p><strong>Wie dem gesamten Bereich zurzeit etwas die Luft ausgeht, verdeutlicht auch die Aktie des früheren Highflyers E.L.F. (nicht abgebildet).</strong> Sie setzt ihren Weg nach unten weitgehend unbeeindruckt von den anderen Kursverläufen fort.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily. </p>
<p><strong>Der KI-Markt hat eine fundamentale Strukturwende vollzogen.</strong> Die Phase der „netten Spielereien“, in der textbasierte Chatbots Gedichte schrieben, ist vorbei. Unternehmen verlangen heute echten Return on Investment. Das Zauberwort heißt Autonome KI-Agenten. Diese Software-Assistenten führen komplexe Arbeitsschritte eigenständig aus: Sie buchen Rechnungen in ERP-Systeme, verwalten HR-Prozesse und optimieren Lieferketten.</p> <p><strong>Doch die Entwicklung von Agenten erfordert gigantische Ressourcen.</strong> Es gewinnt nicht zwangsläufig derjenige mit dem schlauesten Sprachmodell, sondern der Hyperscaler, der die höchste „Daten-Gravitation“ besitzt, die Inferenz-Kosten durch eigene Chips senkt und das stärkste Entwickler-Ökosystem bietet. Der weltweite Markt für Cloud-Infrastrukturservices ist laut Synergy Research Group im ersten Quartal 2026 auf rund 129 Mrd. $ gestiegen, was einem Plus von 35 % gegenüber dem Vorjahr entsprach. Die drei dominierenden US-Hyperscaler teilen diesen Markt unter sich auf. Wer die Spitzenposition im Agenten-Rennen einnimmt, lesen Sie in der aktuellen TB-Daily. Zusätzlich startet heute ein neuer DAX-Index-Trade. Zur Produktseite geht es mit einem <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily"><strong>KLICK HIER</strong></a>.</p>
<p>Nach dem starken Pfingstmontag (wir berichteten gestern) steht heute Morgen die Konsolidierung an. In Tokio gab der Nikkei 225 heute Morgen um rund 0,5 % nach, was aber vor allem als Gewinnmitnahme nach dem starken Montag zu lesen ist. Auslöser waren sinkende Ölpreise und Hoffnungen auf Fortschritte im Konflikt um Iran und die Straße von Hormus.</p> <p>Der Kospi sticht positiv heraus und legte nach einem Feiertag um rund 2,8 % bis 2,9 % zu. Besonders stark waren Technologiewerte. Unser Empfehlungs- und Depotwert SK Hynix markierte einen neuen Rekord.</p> <p>Der chinesische Festlandsmarkt zeigte sich schwächer. Der Shanghai Composite verlor heute Morgen etwa 0,8 %. Hongkong hielt sich etwas besser. Der Hang Seng liegt rd. 0,3 % im Plus. </p> <p>Die USA meldeten erneut Angriffe auf iranische Raketenstellungen und Boote, die Minen verlegt haben sollen. Parallel laufen Verhandlungen über eine Verlängerung des Waffenstillstands und eine Wiederöffnung der Straße von Hormus mit konstruktiven Worten des iranischen Außeministers.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter (<a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a>)</p> <p> </p>
<p>Die Übernahmespekulationen um den Essenslieferdienst Delivery Hero überschlagen sich. Uber und DoorDash sollen bei einer möglichen Transaktion paktieren. Eine vollständige Übernahme mit anschließender Aufspaltung, um kartellrechtliche Hürden zu umschiffen steht im Raum. Ein Angebot über 33 € je Aktie soll bereits auf Ablehnung gestoßen sein. Mehrere Investoren sollen laut FT inzwischen Preise von über 40 € je Aktie fordern. Uber-CEO Dara Khosrowshahi soll sich am Wochenende in Oslo mit dem Aufsichtsratschef von Delivery Hero getroffen haben. Parallel dazu soll auch DoorDash-Chef Tony Xu Kontakt aufgenommen haben. Im Zentrum der strategischen Überlegungen stehen insbesondere die attraktiven Kernassets in MENA sowie Korea. DoorDash soll vor allem Interesse am Nahostgeschäft haben, während Uber gemeinsam mit NAVER ein Angebot für die südkoreanische Baemin-Plattform prüfen soll.</p> <p>Die Komplexität eines Deals ist allerdings hoch. Uber überschneidet sich mit Delivery Hero in 22 Märkten, darunter neun in Europa. DoorDash konkurriert mit Delivery Hero in 18 Märkten, davon 14 in Europa. Eine gemeinsame Transaktion mit anschließender Aufteilung der Assets könnte kartellrechtliche Probleme entschärfen, würde die Struktur aber erheblich komplizieren und das Risiko erhöhen.</p> <p>Ein zentraler Faktor bleibt zudem der aktivistische Investor Aspex Management. Der Hedgefonds hält inzwischen rund 15 % an Delivery Hero und hatte bereits maßgeblichen Einfluss auf den jüngsten CEO-Wechsel. Aspex dürfte auf eine möglichst schnelle Wertmaximierung abzielen. Vor diesem Hintergrund erscheint ein Verkauf deutlich oberhalb der aktuellen Bewertung wahrscheinlich.</p> <p>Gleichzeitig sollte der Einfluss von Prosus nicht vergessen werden. Prosus hält weiterhin rund 17 % an Delivery Hero und verfolgt unverändert das Ziel, ein europäisches E-Commerce-Ökosystem aufzubauen. Der Markteintritt von Uber in Europa ist Anlass genug, um die regulatorischen Auflagen aus der JustEatTakeway-Übernahme neu zu verhandeln. Das verspricht Spannung pur. Unsere Wette aus der Bernecker daily vom 20. Mai halten wir aufrecht.</p>
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Volker Schulz
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