<p>Basler wird am 6. Mai seine Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen. Im Vorfeld zeichnet MPCM (Warburg-Nachfolger) heute ein optimistisches Szenario. Das bring 18 % Kursplus:</p> <p>Die Prognose für das Gesamtjahr (Umsatz 232–257 Mio. EUR, EBIT-Marge Ø 8,25 %) wird als vorsichtig eingestuft. Dies schafft Raum für positive Überraschungen, da das untere Ende der Spanne bereits eine deutliche Konjunkturverschlechterung in der zweiten Jahreshälfte unterstellt. Positive Einkaufsmanagerindizes und die Nachfrage im KI-Sektor deuten auf einen Auftragseingang von etwa 70 Mio. EUR hin – der höchste Wert seit zwei Jahren. Das Wachstum im ersten Halbjahr könnte bereits ausreichen, um das obere Ende der Jahresziele zu erreichen. Die Umsatzerwartung für 2026 steigt auf 260 Mio. EUR. Bei anhaltender Auftragsstärke wäre sogar ein Umsatz von bis zu 280 Mio. EUR realisierbar. MPCM hebt das Ziel von 21 auf 22 € an. Das schlägt heute Wellen. </p> <p>Wir hatten die Story in AB 15/26 letzet Woche erklärt. Nachfolgend nochmals die Herleitung der Empfehlung:</p> <p>Das Comeback bei BASLER hatten wir bereits einmal sehr erfolgreich gespielt. Die erste Reise ging von Februar 2025 (AB 05/25) ab 6,80 € bis an die 18 €. Wir hatten die Position um 18 € halbiert (AB 42/25) und sind mit dem Rest um 15,20 € ausgestoppt worden. Jetzt wagen wir den nächsten Anlauf mit Zielrichtung 18 € im Kontext der jüngsten Zahlen nebst Ausblick sowie verstärkten Insiderkäufen von Vorständen und aus dem Aufsichtsrat. Der Spezialist für hochwertige Industriekameras, Embedded-Vision-Lösungen und passende Software für die industrielle Bildverarbeitung dreht wieder kräftig auf. KI-gestützte Bildverarbeitung treibt: </p> <p>2025 stieg der Umsatz um 22 % auf 224,5 Mio. €, während der Auftragseingang um 23 % auf 237,1 Mio. € zulegte. Wachstumstreiber waren vor allem Großprojekte in China und den USA - insbesondere in den Bereichen Logistik, KI-Hardware und Batterieproduktion - sowie eine Belebung des Europageschäfts im zweiten Halbjahr. Es tut sich also was. Der Trigger: Die Deckungsbeitragsmarge von ca. 60 bis 65 % oberhalb der Gewinnschwelle sorgt dabei für die operative Hebelwirkung. Diese liegt nach jüngsten Kostensenkungsinitiativen bei ca. 190 Mio. € Umsatz. Dies impliziert, dass Gewinnanpassungen nach oben schnell erfolgen, sobald der Zyklus dreht. Gerüchte um ein faltbares APPLE-Smartphone ab September 2026 sorgen für zusätzliche Fantasie. BASLER ist historisch fest in die Zuliefererkette von APPLE integriert. Der zurückhaltende Ausblick brachte für den Kurs aber den Rücksetzer.</p> <p>Der Umsatz soll 2026 zwischen 232 und 257 Mio. € liegen, die EBIT-Marge wird in einer Bandbreite von 6,5 bis 10,0 % erwartet. Damit lässt sich das Management Raum für erneute Ergebnisanpassungen nach oben. Die Bewertung unter Annahme von rd. 0,80 € Freiem Cashflow je Aktie für 2026 ist akzeptabel. Wir kaufen in zwei Tranchen - die erste zu aktuellen Kursen, die zweite mit einem Abstauberlimit bei 10,90 €.</p>
<p><strong>Seit September 2025 ist Cindy Rose CEO des globalen Marketing-, Medien- und Kommunikationskonzerns (Hauptsitz: London).</strong> Die ehemalige MICROSOFT-Top-Managerin verantwortet mit Technologie‑, Daten‑ und KI‑Kompetenz den Konzernumbau mit dem auf drei Jahre angelegten Wachstumsplan „Elevate28“. Die zuvor breit aufgestellte Holding wird im Plattform-Design neu fokussiert. </p> <p><strong>Ab 2027 ist neues Wachstum vorgesehen, die Kostenbasis soll bis 2028 um 500 Mio. $ sinken.</strong> Als Unterteilung gelten nun die Bereiche WPP Media, WPP Creative, WPP Production und WPP Enterprise Solutions. Vom margenschwachen und vermeintlich besonders KI-anfälligen Bereich Public Relations (neu unter der Marke Burson gebündelt) werden die Briten sich trennen. </p> <p><strong>Wegweisende Besonderheit ist die Partnerschaft mit ESTÉE LAUDER.</strong> WPP fungiert für den US-Kosmetikkonzern als globaler Medienpartner, bei dem alle entsprechenden Aktivitäten zentralisiert sind. Die Briten sind für ESTÉE LAUDER der umfassende Media‑, Daten‑ & Plattformpartner. Was generell auch für weitere Kunden umsetzbar sein sollte. </p> <p><strong>Die jüngste Personalie (Meldung vom Freitag) verdeutlicht den aktuellen Kurs.</strong> Von ESTÉE LAUDER kommend, übernimmt Anne-Isabelle Choueiri bei WPP die CTO-Position, Chief Transformation Officer, und ist im Detail für die Umsetzung von Elevate28 zuständig. </p> <p><strong>Zum Chartvergleich.</strong> Noch stärker als WPP enttäuschte seit 2023 nur S4 CAPITAL, das 2018 gestartete Projekt von Michael Sorrels (WPP-Gründer und langjähriger Chef). Die Aktie von S4 CAPITAL hat immerhin schon den Abwärtskanal verlassen.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
<p>In AB 14/26 vor 10 Tagen schrieben wir zu LPKF bei einem Kurs von 6,49 €:</p> <p>Das Finale wird 2027 gespielt und es wird spannend. Die Jahre 2025 und 2026 sind abzuhaken. Die Zahlen sind rot, aber leicht positiv auf der Seite des freien Cashflows. Der Erfolg steht und fällt mit LIDE. Auf den Durchbruch warten wir seit Jahren. Warum kann er 2027 gelingen?</p> <p>LPKF spielt im Kontext des Hybridbondings eine besondere Rolle. Von BE SEMICONDUCTOR wissen Sie: Die bisherigen Methoden, Chips zu stapeln und auf Platinen zu setzen, funktionieren für die nächste Generation von KI-Prozessoren (2-Nanometer-Ära) schlichtweg nicht mehr. Die Oberflächen müssen atomar glatt sein. Organische Substrate verbiegen sich unter Hitze. Glas hingegen ist steif und bleibt selbst bei extremen Temperaturen absolut plan. Im Bereich der Glassubstrat-Bearbeitung hat LPKF mit der LIDE-Technologie (Laser Induced Deep Etching) aktuell die technologische Marktführerschaft inne. LPKF LASER hat den kombinierten Laser-Ätz-Prozess so engmaschig patentiert, dass Wettbewerber aufwendige Umwege gehen müssen. Also:</p> <p>Gelingt der erste bahnbrechende Großauftrag, ist die Aktie sofort zweistellig. 153 Mio. € Börsenwert bei einer Umsatztaxe um 110 Mio. € sind der Ausgangswert. Spekulativer Kauf. (VS)</p> <p>Das Seltsame heute: Es gibt keinerlei konkrete Hinweise auf News. In Kreisen werden Social-Media-Aktivitäten auf X oder Stock3 genannt, was aber nicht 30 % Kursplus an einem Tag erklärt. Wir warten ab. Das Zahlenwerk für Q1 wird sicher noch nicht der Hit. </p> <p> </p> <p> </p> <p> </p>
<p><strong>Der Hersteller von Kühl- und Klimasystemen sowie Wärmepumpen war seit Ende Juli 2025 - gemeinsam mit dem Konkurrenten LENNOX - kursmäßig abgerutscht.</strong> CARRIER GLOBAL (Börsenwert 53 Mrd. $) wurde in Deutschland bekannt durch die Übernahme des Geschäftsbereichs Klimalösungen mit Schwerpunkt Wärmepumpen der Viessmann-Gruppe (April 2023 bis Anfang 2024). Diese Europa-Aktivität entwickelte sich allerdings nicht im erwarteten Maßstab. Trotz solider Aussichten gingen bis zu 37 % an Kurswert verloren.</p> <p><strong>Vor zwei Wochen begann für die beiden US-Anbieter der zweite Erholungsversuch.</strong> Dies wurde z. B. gestützt vom Capital Markets Day bei LENNOX (Börsenwert 17,6 Mrd. $). Vor allem kam das Geschäft mit der Kühlung von Rechenzentren neu in den Fokus. </p> <p><strong>Die Bewertungsdifferenz von CARRIER und LENNOX mit Forward-KGV um 22 gegenüber VERTIV (KGV 48) geht jetzt etwas zurück.</strong> Vertiv konkurriert mit einem Teilbereich, ist also nicht mit CARRIER und LENNOX deckungsgleich. Eine Mittelposition nimmt im Chartvergleich die deutsche TECHNOTRANS ein. Das Thema "Bedarf und Potenzial bei der Rechenzentren-Kühlung" wird in dieser Woche im Frankfurter Börsenbrief vertieft. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
<p>Salesforce hat sich seit dem Rekordhoch Ende 2024 mittlerweile halbiert – trotz weiterhin solider aber eben nicht mehr dynamischer Geschäftszahlen. Der Nettogewinn stieg zuletzt dank der Nachfrage nach KI-Software zwar um 14 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro, doch ein schwacher Ausblick schürte Zweifel an der zukünftigen Wachstumsdynamik. Der Markt preist immer mehr ein, dass KI klassische Software-Lizenzmodelle disruptiert. Gleichzeitig zeigt sich bereits eine Wachstumsschwäche: 2025 legte der Umsatz nur um drei Prozent zu, und auch künftig wird beim Gewinn kaum Wachstum erwartet. Diese lahmende Dynamik hat die Bewertung massiv gedrückt. Mit einem KGV von 13,7 liegt Salesforce rund 80 Prozent unter dem 20-Jahres-Durchschnitt – der größte Abschlag unter den weltweit wertvollsten Unternehmen. Damit liegt der CRM-Software Primus sogar noch hinter ERP-Spezialist SAP. Inzwischen hat die Sorge auch den Cybersecurity-Sekor erfasst. US-Finanzminister Bessent hatte letzte Woche vor den Fähigkeiten von Claude Mythos gewarnt, Volker Schulz hatte <a href="https://bernecker.info/news/Braucht-man-noch-Cybersecurity-Aktien%3F/an18qee25ibgrsh2yy2e4jbyax8sfs7u">hier</a> berichtet. <br /><br />Diesen Risiken durch KI, stehen an anderer Stelle große Chancen gegenüber: Die Pharmabranche steht vor ihrem größten Umbruch seit Jahrzehnten. Traditionell dauert die Entwicklung eines neuen Medikaments über zehn Jahre und kostet Milliarden – bei einer hohen Quote des Scheiterns. Durch den Einsatz von KI beim Screening von Molekülverbindungen in Simulationen wird die Zeit der Wirkstoffsuche von Jahren auf Monate reduziert. KI-Modelle können Proteinstrukturen vorhersagen und klinische Studien präziser planen, was die Effizienz der Forschung massiv steigert und die Margen der Unternehmen schützt. Die TB-Daily geht heute long bei zwei Kandidaten. <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">Hier</a> gehts zum Einzelabruf oder zum Abo.</p>
<p style="text-align: justify;">Pharma & KI sind die Revolution der Wirkstoffforschung. Die Pharmabranche steht vor ihrem größten Umbruch seit Jahrzehnten. Traditionell dauert die Entwicklung eines neuen Medikaments über zehn Jahre und kostet Milliarden – bei einer enormen Scheiternsquote. Künstliche Intelligenz verändert dieses Paradigma radikal. Durch das Screening von Milliarden von Molekülverbindungen in Simulationen („in silico“) reduziert KI die Zeit der Wirkstoffsuche von Jahren auf Monate. KI-Modelle können Proteinstrukturen vorhersagen und klinische Studien präziser planen, was die Effizienz der Forschung massiv steigert und die Margen der Unternehmen langfristig schützt. In unserer heutigen Ausgabe der <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">TB-Daily </a>haben wir Ihnen zwei Empfehlungen mit auf den Weg gegeben, wenn Sie von diesen Entwicklungen profitieren wollen. </p> <p> </p>
<p>Die Anordnung von Donald Trump nach den abgebrochenen gesprächen in Islamabd, den Schiffsverkehr zu iranischen Häfen ab heute Morgen (10:00 Uhr ET/16 Uhr europäischer Zeit) militärisch zu unterbinden, erhöht den Druck auf den Iran.</p> <p>Diese Maßnahme zielt darauf ab, Teheran die Einnahmen aus Durchfahrtsgebühren zu entziehen. Iran hat bereits mit massiven Gegenmaßnahmen gedroht. Bislang bleibt es bei Drohungen. Trotz gegenseitiger Vorwürfe über Verletzungen der Feuerpause in den vergangenen Tagen wurde die Waffenruhe rechtlich bisher nicht aufgekündigt. Daraus resultiert heute Morgen im DAX ein Abschlag von rd. 300 Punkten, ein festerer Dollar und ein Ölpreis (Brent) von 103 $. Klar ist:</p> <p>In der Geschichte internationaler Konflikte ist es äußerst selten, dass ein jahrzehntelanges tiefes Misstrauen in einer einzigen Verhandlungsrunde von 21 Stunden vollständig abgebaut wird.</p> <p>Die Märkte reagieren heute Morgen deshalb relativ moderat. </p> <p> </p> <p> </p> <p> </p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wird der Iran-Krieg zum Dauerfaktor für die Märkte?</strong></p> <p><strong>Der Iran-Krieg folgt dem gleichen Muster wie alle Machtkriege seit vielen Jahrhunderten oder Jahrtausenden. </strong>Dazu muss man wissen, wie sie beginnen, wie sie verlaufen und wie sie enden. Diesem Muster folgt nun auch die Waffenruhe als erster Schritt, dem Verhandlungen folgen werden und irgendwann gibt es dann eine Art Kompromiss oder Frieden. Es gibt in der Geschichte nur eine einzige, bedingungslose Kapitulation, die übrigens von einem amerikanischen Präsidenten angestrebt war, wie auch jetzt: 08. Mai 1945. Damals von Franklin D. Roosevelt, diesmal von Donald Trump. Also:</p> <p><strong>Mit der Waffenruhe beginnt das Spiel und kann auch noch sehr lange dauern, weil Glaubenstäter schwierig einzuordnen sind.</strong> Darin liegt das einzige Problem. Sie möchten mehr von Herrn Bernecker lesen, bitte die aktuelle <a href="https://www.bernecker.info/product?id=26"><strong>Actien-Börse</strong></a> beachten. </p> <p style="text-align: center;"><strong>Ist das UMG-Angebot ein Kurstreiber?</strong></p> <p><strong>Der gegenwärtige Reigen im Sektor Unterhaltungselektronik in allen Varianten inkl. der Boarding-Adressen folgt dem Prinzip der KI-Namen, begonnen vor drei Jahren.</strong> Die Spitze erreichte Nvidia mit 5 Bio. Dollar Marktwert, die eine Traumgröße bleiben. Nun hat einer der bekanntesten Tech-Namen, Oracle und sein Chef, mit seinem Sohn zusammen, die gleiche Linie eingeschlagen. Als dritte Kategorie kommen nun die Finanzinvestoren, die aus diesem Kreis die interessantesten Adressen filtern, um Mehrwerte zu schaffen. Es ist das übliche Spiel, kurz vor Ende eines Hypes, der demnächst seine Spitze überschreitet oder überschritten hat. Alle Analysten und Spekulanten sind dabei. Na klar, was sonst? Geschichten dieser Art lassen sich bequem hintereinander erzählen. Ergo: Wer auf den letzten Metern dabei sein will, kann es tun. Klüger ist es, die Alternativen zu suchen.</p> <p style="text-align: center;"><strong>Droht Europa eine neue Rezession?</strong></p> <p><strong>Europa besteht aus 27 Ländern (EU), mit ebenfalls 27 einzelnen Interessen. </strong>Im Zuge der Globalisierung seit knapp 40 Jahren wurden einvernehmliche Handelsregeln gebastelt, die jeweils unterstellen, dass jeder mit jedem gut klarkommt. Doch dies gilt nicht ewig, wenn die eigene Interessenlage aus dem Ruder läuft. Gleichgültig, ob Putin oder die Mullahs oder demnächst die Chinesen etc. Die deutlich veränderten Handelsregeln bedingen unterschiedliche politische Interessen. Es braucht viele Jahre, um dieses neue System neu zu basteln. Die Chefin von WTO hat dies kürzlich schon avisiert und auch begründet. Sie ist eine Afrikanerin und keine Europäerin. Für Europa gilt mithin: Jeder muss sich neue Partner suchen, um sein eigenes Land auszubauen. Mercosur, Indien und demnächst auch der Nahe Osten sind die Zielwerte. Das macht für ein Land wie Deutschland als drittgrößter Exporteur der Welt Sinn. </p>
<p>Die fundamentale Neubewertung gestern durch Barclays (Kursziel 150 $ / zuvor 105 $) wirkt nach. Besonders das von Analyst Tom O'Malley skizzierte Szenario eines Gewinns von 5 $ pro Aktie – selbst unter konservativen Annahmen – treibt den Kurs. Die Prognose, dass sich der Markt für optische Ports 2026 und 2027 jeweils verdoppeln wird, hat gesessen. Das wäre im Ergebnis eine Vervierfachung. Heute gibt es nach langer Zeit wieder ein neues Allzeithoch.</p> <p>Die Neuaufnahme in der letzten Woche kam gerade noch rechtzeitig. </p> <p>Bernecker Redaktion (<a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a>)</p>
<p><strong>Der 1998 gegründete Cloud-Dienstleister mit eigenen Rechenzentren verliert heute fast 14 % und hat inzwischen das Tabellenende im S&P 500 von FAIR ISAAC (minus 12,5 %) übernommen.</strong> Der negative Kurstrend startete am 19. Februar mit einer enttäuschenden Gewinnprognose für das aktuelle Geschäftsjahr 2026 (gleich Kalenderjahr). Als Ergebnis je Aktie wurde 6,20 bis 7,20 $ angesetzt, der Konsens hingegen lautete auf ca. 7,35 $.</p> <p><strong>Der weitere Belastungsfaktor ist "CAPEX". </strong>Die Investitionen wachsen auf 23 bis 26 % vom Umsatz, während die Quote in Vorjahren typischerweise bei 14 % angesiedelt war. AKAMAI muss u. a. vorhandene Datacenter nachrüsten. Weitere Bewertungen in letzter Zeit waren ernüchternd. Analysten warnten vor „Valuation Stretch“: Hohe Investitionen in KI werden sich erst spät bezahlt machen. Mit dem Ziel von Baird (110 $) besteht immerhin 16 % Kurspotenzial. </p> <p><strong>Für einen Vergleich ziehen wir CLOUDFLARE (gegründet 2009) heran, im Bereich Cloud-Dienstleistung tätig, wenngleich mit anderen Schwerpunkten und mehr Skalierungspotenzial.</strong> Sowie mit engem Bezug zu den Hyperscalern, die mit ihren Milliardeninvestitionen das Thema KI maßgeblich vorantreiben. Dazu kommt heute:</p> <p>Anthropic hat mit der Ankündigung von Claude Mythos Preview und der Initiative Project Glasswing für erhebliches Aufsehen gesorgt.</p> <p>Das Unternehmen stellte ein neues KI-Modell vor, das über außergewöhnliche Fähigkeiten im Bereich der Cybersicherheit verfügt. Laut Anthropic ist dieses Modell in der Lage, Software-Schwachstellen in einem Maße zu identifizieren und auszunutzen, das die Kapazitäten fast aller menschlichen Experten übersteigt.</p> <p><strong>In 2026 besteht für AKAMAI wenig Aussicht auf Trendwende.</strong> Hohe Investitionen setzen sich fort, mit gedrückten Margen macht die Aktie zurzeit einen eher unattraktiven Eindruck.</p> <p><strong>Der aktuelle Börsenwert 14,1 Mrd. $ steht gegen ca. 4,3 Mrd. Umsatz (jüngste vier Quartale) und bis zu 4,55 Mrd. $ laut Prognose.</strong> Bei 10,7 % Nettomarge und 9,2 % EK-Rendite wirkt Forward KGV 14 angemessen. </p> <p><strong>CLOUDFLARE verliert heute prozentual in gleicher Größenordnung.</strong> Hier liegt der Börsenwert 4,2-fach höher bei 60 Mrd. $. Aber mit knapp halbem AKAMAI-Umsatz. Trotz höherer Bruttomarge ist die Nettomarge rot (- 4,7 %). </p> <p><strong>Die Dynamik von CLOUDFLARE scheint vor allem beim KGV durch.</strong> Aus - 578 wird 150 beim Forward-KGV. Der wesentliche Unterschied ergibt sich beim Wachstum. Bei CLOUDFLARE ist mit + 28 bis 29 % zu rechnen, dagegen schafft der Internet-Oldie AKAMAI lediglich + 5 bis 8 %. Beide Geschäftsmodelle sind durch Anthropic mindestens bedroht.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
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Volker Schulz
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