Guten Morgen aus der Redaktion: KI-Panik nach Midterms - Amazon, Microsoft fest und überzeugende Zahlen im DAX
05-Nov. 07:00
<p><strong>Die Wall Street sortierte sich gestern nach den US-Wahlen mit blauer Welle neu.</strong> Der Dow gewann gestern 3 %, der S&P 500 legte 1,6 % und der Nasdaq Composite 1,4 % zu. Konsumwerte, Banken und Gesundheit waren gesucht. Öl- und Gaswerte gehen mit dem sinkenden Ölpreis schwach. Ein neuerlicher Angriff auf den Iran zeichnet sich nach ersten Regierungsaussagen nicht ab. Auch Rüstungs- und KI-Aktien standen unter Druck.</p>
<p><strong>Innerhalb der Technologie gingen die Kurse weit auseinander.</strong> Microsoft gewann 6,7 %, Amazon z.B. 6,1 %. Wie wir die Hyperscaler nach den Zahlen einschätzen, arbeiten wir im aktuellen Aktionärsbrief unter der Lupe umfangreich auf.</p>
<p>Den Aktionärsbrief gibt es in einer Sonderaktion um 50 % reduziert als Einzelabruf im Börsenkiosk. Hier geht es zum Aktionärsbrief: <a href="https://boersenkiosk.de/PromoLink/2047">https://boersenkiosk.de/PromoLink/2047</a></p>
<p><strong> Dagegen verloren Vertiv knapp 13 % und Rechenzentrumsentwickler Hut 8 gut 23 %.</strong> Fast alle KI-Halbleiter- und KI- Infrastrukturwerte wurden weiter in den Keller gerammt und nähern sich einer stark überverkauften Zone. Hintergrund:</p>
<p>Nach demokratischen Wahlsiegen in wichtigen Rechenzentrumsstaaten werden strengere Genehmigungen und Bauverzögerungen erwartet. Goldman Sachs sieht rund 45 % der geplanten US-Kapazität möglichen Einschränkungen ausgesetzt. Das sind noch keine Projektstreichungen - aber:</p>
<p>Schon spätere Lieferabrufe könnten die Umsatz- und Gewinnschätzungen der Ausrüster Richtung belasten. Bei den großen Cloudkonzernen setzt der Markt dagegen auf geringere Investitionsausgaben und höhere freie Mittelzuflüsse. Von der Rotation raus aus KI profitiert der DAX, gestern mit knapp neuem Allzeithoch.</p>
<p><strong>Im DAX überzeugten Continental und Heidelberg Materials.</strong> Continental erreichte eine bereinigte operative Marge von 14,9 % und erhöhte die Jahresprognose. Die Aktie gewann im Tagesverlauf rund 6,7 %. Heidelberg Materials (s. Chart) meldete 6,41 Mrd. € Umsatz statt erwarteter 6,19 Mrd. €. Das operative Ergebnis übertraf mit 1,28 Mrd. € ebenfalls den Konsens. Die Aktie stieg rund 9,5 %.</p>
<p><strong>Nach US-Börsenschluss setzte Coherent dennoch ein positives Signal für die KI-Infrastruktur: </strong>Umsatz und Gewinn schlugen die Erwartungen - auch beim Ausblick. Die Aktie holte die Tagesverluste gestern nachbörslich komplett auf. AppLovin sprang nach starken Zahlen und einem überzeugenden Ausblick zeitweise knapp 23 %.</p>
<p><strong>Heute berichten unter anderem Deutz, Rheinmetall, Commerzbank und Deutsche Telekom.</strong> Im KI-Bereich stehen Core Scientific sowie am Abend IREN als Test für die Neoclouds und Applied Optoelectronics im Blick. </p>
<p>Volker Schulz</p>
<p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
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DANONE profitiert vom Trend zu gesundheitsorientierter Ernährung
04-Nov. 16:52
<p>Proteinreiche Produkte, Darmgesundheit und medizinische Ernährung treiben das Geschäft. Umsatz in Q3 organisch + 4,0 % auf 7,23 Mrd. €, etwas stärker als die erwarteten 3,7 %. Die Sparte Spezialernährung wuchs um 4,7 %. Ihr Vorteil: Im ersten HJ erreichte sie eine operative Marge von 22,1 %, verglichen mit 13,3 % im Konzern. Ein höherer Anteil dieses Geschäfts stärkt damit die Profitabilität. Allerdings steuerten Mengen und Produktmix nur 0,4 Prozentpunkte zum Q3-Wachstum bei. Die übrigen 3,6 Punkte stammten aus Preiserhöhungen. Preissetzungsmacht ist jedoch vorhanden, wie die Historie belegt. Die Jahresprognose von 3 bis 5 % organischem Umsatzplus und überproportional steigendem operativen Gewinn wurde bestätigt. Ein 2027er-KGV von 15,7 ist für einen defensiven Wachstumswert angemessen. Trendinvestment mit der Chance auf 6 % Kursgewinn p. a. zzgl. 3,5 % Dividende. </p>
<p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="https://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 45.</p>
<p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p>
<p>Silber durchgerutscht, Gold kämpft</p>
<p>AIXTRON: Bloomberg-Konsens sieht Potenzial</p>
<p>US-Restaurantbetreiber: Rücksetzer kaufen?</p>
<p>Das Zahlentheater von AMAZON, ALPHABET und MICROSOFT unter der Lupe</p>
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<p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
Airbus: UBS wird vorsichtiger
04-Nov. 13:36
<p>Die UBS hat ihr Kursziel für die Airbus-Aktie von 240 auf 230 € reduziert, aber die Einstufung auf „Buy“ bestätigt. Der Flugzeugbauer dürfte 2026 besser abschneiden als erwartet. Der Blick am Markt richte sich aber bereits auf das kommende Jahr, in dem Airbus leicht hinter den Erwartungen zurückbleiben könnte, hieß es in der heute veröffentlichten Studie der Schweizer Großbank.</p>
<p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p>
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SHOPIFY enttäuschte bei Details.
04-Nov. 10:31
<p><strong>Der kanadische eCommerce-Dienstleister erhielt gestern trotz einer Umsatzsteigerung um 31,6 % auf 3,74 Mrd. US$ sowie einer Free Cashflow-Marge von 22 % eine negative Börsenquittung. </strong></p>
<p><strong>„GMV“. </strong>Der genannte Konzernumsatz entspricht 3 % Anteil an den von SHOPIFY-Systemen unterstützten Handelserlösen (119,1 Mrd. $), auch „Gross Merchandising Volume“ (GMV). Dieses hatten Analysten mit 120,0 Mrd. $ angesetzt – Teilziel verfehlt. </p>
<p><strong>Ein Teil vom Umsatz entsteht mit höherem Bindungsfaktor.</strong> Händler zeichnen Abonnements auf SHOPIFY-Dienstleistungen. Der Subscription Revenue wurde im Quartal mit 836 Mio. $ beziffert, im Konsens war aber 848 Mio. $ vorgesehen – Teilziel verfehlt. </p>
<p><strong>Ergebnis und Ausblick.</strong> Operativ verdiente der Konzern 568 Mio. $ (+ 66 %) und auch beim Free Cashflow wuchs SHOPIFY mit + 61 % auf 816 Mio. $ enorm. Für das laufende Quartal setzen die Kanadier ein Wachstum etwas oberhalb von 30 % an – dennoch: </p>
<p><strong>Nach minus 8,7 % im regulären Handel ging es nachbörslich (minus 0,9 %) weiter nach unten.</strong> Als die SHOPIFY-Aktie am 12. Oktober das Jahreshoch 180,88 $ markierte, blieb sie knapp unter dem Ende Oktober 2025 entstandenen Allzeithoch 182,19 $. Das bedeutet in der Charttechnik eine Widerstandszone, ein Doppeltop ist sichtbar geworden.</p>
<p><strong>Komplettes Zurücktauchen an das Jahrestief 94,00 $ wäre zwar eine Überraschung.</strong> Dennoch hat man es mit einem Kauf der Aktie jetzt (21 % unter dem Jahreshoch) nicht unbedingt eilig.</p>
<p>Helmut Gellermann</p>
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Die Demokraten in Amerika haben gewonnen: Wer gewinnt und wer verliert?
04-Nov. 09:30
<p style="text-align: justify;">Der deutliche Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen kam keineswegs völlig überraschend. Dass die Demokraten nach den bisherigen Hochrechnungen sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat zurückerobern, ist dennoch ein politischer Paukenschlag.</p>
<p style="text-align: justify;">Die internationalen Aktienmärkte reagieren zunächst mit deutlichen Kursverlusten. Doch politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine. Entscheidend sind nicht die kurzfristigen Reaktionen, sondern die längerfristigen wirtschaftlichen Konsequenzen. Welche Branchen könnten vom neuen politischen Kräfteverhältnis profitieren, welche müssen mit Gegenwind rechnen?</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der Gewinnerseite sehen wir vor allem das Gesundheitswesen, erneuerbare Energien und Teile der traditionellen Wirtschaft. Die Demokraten dürften versuchen, die staatliche Gesundheitsversorgung zu stärken wovon beispielsweise Krankenhausbetreiber wie HCA HEALTHCARE und TENET HEALTHCARE profitieren könnten. Auch die Perspektiven für Solar- und Windenergie könnten sich verbessern.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der Verliererseite stehen zunächst die großen KI-Konzerne und ihre Zulieferer. Strengere Umweltauflagen, Widerstand gegen neue Rechenzentren und höhere regulatorische Anforderungen könnten den milliardenschweren Ausbau der KI-Infrastruktur bremsen.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Termin-Börse daily haben wir ein ausführliches Fazit und weitere Gewinner und Verlierer für Sie. Wenn Sie Interesse haben, können Sie uns im Einzelabruf testen (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
Guten Morgen aus der Redaktion: Blaue Welle macht Donald zur Duck
04-Nov. 09:25
<p>Trump verliert beide Kammern des Kongresses und wird damit zur lame Duck. Die von vielen Marktbeobachtern gefürchtete „blaue Welle“ ist damit Realität. Doch was auf den ersten Blick nach einem Belastungsfaktor für die Börsen aussieht, muss keiner sein. Sitzverluste der Präsidentenpartei sind bei Zwischenwahlen eher die Regel als die Ausnahme. Seit 1950 stand der S&P 500 zwölf Monate nach jeder Zwischenwahl höher, im Durchschnitt um rund 15 %. Die Geschichte spricht also eher für als gegen steigende Kurse.</p>
<p>In Asien sah man das zunächst anders. Der Nikkei verlor zeitweise rund 3,6 %, der Kospi etwa 3,2 %. Vor allem Technologie- und Halbleiterwerte gerieten unter Druck. Das Narrativ: Die Demokraten könnten die KI-Branche stärker regulieren und damit ihr Wachstum bremsen. Doch politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine. Schon am Morgen relativierten sich die Sorgen. Die europäischen Märkte zeigten sich stabiler und der Nasdaq-100-Future drehte während des Schreibens dieser Zeilen sogar wieder ins Plus, nachdem er nachts noch mehr als 2 % verloren hatte.</p>
<p>Dabei hatte die Wall Street bereits vor Schließung der Wahllokale eine erste Erholung eingeleitet. Der Nasdaq 100 gewann rund 0,7 %, der S&P 500 legte um 0,36 % zu. Allerdings standen im S&P 500 noch immer 311 Verlierer zu Buche. Die Erholung wurde also vor allem von den großen Technologiewerten getragen. Nachbörslich lieferten AMD und Arista Networks weitere Argumente dafür, dass der KI-Boom fundamental keineswegs am Ende ist.</p>
<p>AMD steigerte den Umsatz um 45 % und verdoppelte nahezu sein Rechenzentrumsgeschäft. Ein starker Ausblick ließ die Aktie nachbörslich um mehr als 6 % steigen. Arista Networks meldete sogar 58,5 % Umsatzwachstum, hob die Jahresprognose an und gewann nachbörslich rund 12 %. Die Botschaft ist eindeutig: Während an der Börse über das Ende des KI-Booms diskutiert wird, verdienen wichtige Zulieferer weiterhin kräftig daran.</p>
<p>Am Anleihemarkt bleiben die Zinsen ein Thema. Robuste US-Arbeitsmarktdaten ließen die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen gestern um rund 6 Basispunkte auf 4,95 % steigen. Heute folgen die ADP-Arbeitsmarktdaten um 14:15 Uhr und der ISM-Dienstleistungsindex um 16:00 Uhr MEZ. Beide könnten die Zinserwartungen erneut bewegen.</p>
<p>Die Stimmung ist inzwischen ausgesprochen schlecht – und genau darin liegt auch eine Chance. Der Fear & Greed Index steht bei nur 24 Punkten und signalisiert immer noch extreme Angst obwohl er seit gestern um 5 Punkte zulegte. VIX und VDAX notieren knapp über 20 Punkten. Das spricht für erhöhte Nervosität, aber noch nicht für Panik. Viele Anleger hatten nach einer blauen Welle mit einem regelrechten Ausverkauf gerechnet. Stattdessen haben sich die US-Futures nach zwischenzeitlich kräftigen Verlusten deutlich erholt. Nach der jüngsten Korrektur, insbesondere bei Big Tech, ist das durchaus ein Signal.</p>
<p>Hinzu kommt: Die Klarheit des Wahlergebnisses ist besser als eine politische Hängepartie. Ein knappes Resultat hätte Raum für Anfechtungen und neue Unsicherheit geboten. Stattdessen hat Trump nach anfänglichen Aussetzern den Demokraten zum Wahlsieg gratuliert und Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert. Das nimmt zunächst politischen Druck aus dem Markt. Dass der neue Kongress künftig jede Initiative des Präsidenten durchwinkt, ist ohnehin nicht zu erwarten. Eine stärkere gegenseitige Kontrolle kann aus Börsensicht durchaus Vorteile haben.</p>
<p>Unterm Strich könnte die gefürchtete blaue Welle damit zum Ausgangspunkt einer Erholung werden. Die politischen Fronten sind geklärt, die Erwartungen der Anleger niedrig und die Geschäftszahlen wichtiger KI-Unternehmen weiterhin stark. Ob daraus tatsächlich eine nachhaltige Rally wird, muss sich erst zeigen. Aber die Voraussetzungen für eine Gegenbewegung sind nach den jüngsten Kursverlusten besser, als es die Schlagzeilen zum Wahlausgang vermuten lassen.<br /><br />Die Termin-Börse daily geht heute long, wer mitmachen will kann hier die aktuelle Ausgabe abrufen. Das geht per Einzelabruf oder im Abo. (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>)<br /><br />In der Bernecker Daily schauen wir heute kurz und knapp auf diese Themen:</p>
<p>AMD: Der Chipkonzern liefert neue Argumente für den KI-Boom und zeigt, warum Anleger trotz der jüngsten Skepsis wieder genauer hinschauen sollten.</p>
<p>PALANTIR: Das Wachstum bleibt spektakulär, doch hinter den glänzenden Zahlen tauchen erste Fragen auf, die Anleger nicht ignorieren sollten.</p>
<p>MICHAEL BURRY: Der bekannte Starinvestor baut seine Wetten aus und sieht bei einem angeschlagenen US-Finanzdienstleister überraschend großes Potenzial.</p>
<p>PFIZER: Beim Pharmariesen kommt wieder Bewegung ins Spiel, und eine wichtige Kursmarke könnte über die nächste Etappe entscheiden.</p>
<p>BIOMÉRIEUX: Der französische Diagnostikspezialist sendet ein vielversprechendes Signal, das auch für zwei deutsche Labortechnikwerte interessant werden könnte.</p>
<p>EVONIK: Beim Spezialchemiekonzern kommt Bewegung in die Zahlen und die Konzernstruktur, während im Hintergrund weiterhin eine spannende Übernahmefrage steht.</p>
<p>BAYER: Bessere Geschäftszahlen, neue Hoffnungsträger und klare Aussagen zur Konzernstrategie könnten der Aktie zusätzlichen Rückenwind geben.<br /><br />Die Bernecker daily gibt es auch im Einzelabruf und im Abo. (<a href="https://bernecker.info/bernecker-daily">KLICK HIER</a>)<br /><br />Ich wünsche Ihnen eine erstklassige Wochenmitte<br /><br />Jens Brahm</p>
Bayer: JPMorgan bestätigt Kursziel
03-Nov. 13:11
<p>Nach den heute präsentierten positiven Q3-Zahlen hat JPMorgan für Bayer die Einstufung auf „Overweight“ und das Kursziel von 61 € bestätigt. Dank des starken Pharmageschäfts habe das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) positiv überrascht. Insgesamt dürften die Anleger die Resultate positiv aufnehmen, führte JPMorgan weiter aus.</p>
<p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p>
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DRAX GROUP plant KI-Rechenzentrum am Pelletkraftwerk.
03-Nov. 12:07
<p><strong>Der Stromversorger bzw. die „Renewable Energy Company“ führt am Morgen den FTSE 250 mit + 8,5 % an.</strong> DRAX-Historie in Kurzform: Wurzeln in der Kohleverstromung 1967, börsennotiert seit 2005, Umstellung auf Holzpellets 2012 eingeschlagen, seit Juli 2026 Solar- und Windenergie im Portfolio.</p>
<p><strong>Heute gab DRAX den Plan bekannt, am Standort in North Yorkshire ein KI-Rechenzentrum zu errichten.</strong> Geplant ist somit ein Datacenter, dessen Stromversorgung auf Pellets basiert. Kooperationspartner sind BROOKFIELD und dessen KI-Infrastrukturplattform Radiant. Im Endausbau soll eine Leistung von 1 GW erreicht werden, als Ausbaustufen sind 100 MW (2028) und 500 MW (2031) geplant. Für die erste Phase ist ein Investitionsvolumen von 2,5 Mrd. GBP und im Endausbau mehr als 20 Mrd. GBP vorgesehen.</p>
<p><strong>Laut CEO Will Gardiner soll der KI-Plan dazu beitragen, den Bestand des traditionsreichen Kraftwerk-Standorts zu sichern.</strong> Die DRAX-Aktie bewegt sich heute wieder auf ihr Allzeithoch vom Februar zu.</p>
<p>Helmut Gellermann</p>
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Lohnt sich KI noch
03-Nov. 09:45
<p style="text-align: justify;">Die Künstliche Intelligenz hat offensichtlich kein Nachfrageproblem, wohl aber ein zunehmend sichtbares Rentabilitätsproblem. Eine bemerkenswerte Aussage von Elon Musk liefert dafür ein aktuelles Beispiel. Der reichste Mann der Welt räumte am Wochenende ein, dass die Betriebskosten seines KI-Agenten Grok Bot im Verhältnis zu den erzielten Einnahmen untragbar hoch seien. Hintergrund waren Beschwerden zahlreicher Nutzer, deren wöchentliche Nutzungskontingente plötzlich wesentlich schneller aufgebraucht waren als bisher.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist bemerkenswert, denn noch vor wenigen Wochen hatte Musk den Agenten geradezu euphorisch beworben. Doch offenbar hat Musk die Kosten dieser Dienstleistungen unterschätzt. Wie hoch die finanziellen Belastungen tatsächlich sind, ließ er offen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Fall verdeutlicht ein grundlegendes Problem des gesamten KI-Booms. Während einfache Chatbots vergleichsweise wenig Rechenleistung benötigen, können selbstständig handelnde KI-Agenten ein Vielfaches davon verbrauchen.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit rückt die entscheidende Frage des KI-Booms immer stärker in den Vordergrund: Nicht mehr, ob die Menschen Künstliche Intelligenz nutzen wollen, sondern ob die Anbieter mit dieser Nutzung auch genügend Geld verdienen können. Steigende Nutzerzahlen allein garantieren jedenfalls noch keine Gewinne.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die Aktienmärkte könnte diese Erkenntnis weitreichende Konsequenzen haben. Die großen Technologiekonzerne investieren gewaltige Summen in Rechenzentren, Hochleistungschips und die notwendige Energieinfrastruktur. Diese Investitionen müssen sich früher oder später rechnen. Sollte sich herausstellen, dass die tatsächlichen Einnahmen hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnten die Unternehmen ihre Investitionsprogramme reduzieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Unsere skeptische Haltung gegenüber den hoch bewerteten Technologiewerten sehen wir deshalb bestätigt. Mit AMAZON, META und MICROSOFT haben wir uns bereits auf der Short-Seite positioniert. Allerdings wollen wir die bestehenden Engagements nicht unkontrolliert ausbauen, zumal nach den jüngsten Kursverlusten jederzeit kräftige technische Gegenbewegungen möglich sind. Wir haben in diesem Zusammenhang zwei weitere Unternehmen für Sie, die Sie in der Termiin-Börse daily finden (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
BAYER erhöht Prognose
03-Nov. 09:34
<p>Bayer hat im dritten Quartal operativ positiv überrascht. Der Umsatz lag mit 10,05 Mrd. € leicht über dem Visible-Alpha-Konsens von 9,91 Mrd. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen übertraf die Erwartungen um 14 % und erreichte 1,62 Mrd. €. Die Marge lag bei 16,1 % statt der erwarteten 14,3 %. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie blieb Bayer mit 0,31 € jedoch unter dem Konsens von 0,38 €.</p>
<p>Den Ausschlag gab Pharma. Der Spartenumsatz lag mit 4,68 Mrd. € rund 5 % über den Erwartungen. Der Gerinnungshemmer Xarelto sowie die Wachstumsträger Nubeqa und Kerendia schnitten besser ab als erwartet. Crop Science lag beim Umsatz knapp unter dem Konsens, Consumer Health traf ihn weitgehend.</p>
<p>Für 2026 hebt Bayer die währungsbereinigte Prognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen um rund 200 Mio. € auf 9,8 bis 10,3 Mrd. € an. Die erwartete Pharma-Marge steigt von 23 bis 25 % auf 25 bis 27 %. Das währungsbereinigte Umsatzziel von 45 bis 47 Mrd. € bleibt bestehen, ebenso die Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie von 4,20 bis 4,70 € zu Wechselkursen von Ende September.</p>
<p>Für Aktionäre ist der bessere freie Cashflow ein Plus. Bayer erwartet zum Jahresende nun 28 bis 29 Mrd. € Nettofinanzschulden, eine Milliarde weniger als bisher. Zum vorgeschlagenen Glyphosat-Sammelvergleich gab es keine Neuigkeiten.</p>
<p>Damit nimmt die avisierte Neubewertung weiter ihren Lauf. Halteposition.</p>