<p>Bis Mitte 2027 soll Agricultural Solutions börsenreif sein. Rund 80 % des Geschäfts sind bereits rechtlich verselbstständigt. BASF will zunächst nur einen Minderheitsanteil platzieren und Mehrheitsaktionär bleiben. Für die BASF-Aktie erhöht der Schritt die Bewertungstransparenz und kann bislang im Konzern versteckte Werte sichtbar machen. Garantiert ist ein höherer Gesamtwert aber nicht: Entscheidend sind IPO-Bewertung, Marktumfeld und ein möglicher Holdingabschlag. Agricultural Solutions wäre weniger vom klassischen Chemiezyklus abhängig, bleibt aber zyklisch über Agrarpreise, Farmer-Einkommen, Wetter und Regulierung. Das operative BASF-Geschäft außerhalb von Agricultural Solutions wäre dadurch stärker vom Industrie- und Chemiezyklus geprägt. Fazit: Der Börsengang kann Werte heben, ist aber kein Selbstläufer. </p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="https://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 38.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p>KI-Angst drückt auf die Stimmung</p> <p>BAYER auf der Zielgeraden</p> <p>Spannender Wachstumsmarkt Weltraum</p> <p>Lupe: Diese drei Wassertechnik-Spezialisten gehören ins Depot</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
<p>Die beschädigte saudische Ost-West-Pipeline bleibt einer der Schlüssel für den globalen Ölmarkt. Sie verbindet die Fördergebiete am Persischen Golf mit dem Rotmeerhafen Yanbu und ermöglicht Saudi-Arabien damit, die Straße von Hormus zu umgehen. Gerade das ist aktuell entscheidend, weil die Öltransporte durch Hormus wegen des Iran-Konflikts weiterhin erheblich beeinträchtigt sind.</p> <p>Die Pipeline ist derzeit außer Betrieb, nachdem sie am 10. September bei mehreren Drohnenangriffen beschädigt worden war. Saudi-Arabien erklärte, die Drohnen seien aus dem Irak gestartet. Für Entspannung sorgt nun die Aussicht, dass die Pipeline deutlich schneller wieder in Betrieb gehen kann als zunächst befürchtet. Zuvor war teils von Reparaturzeiten von mehreren Wochen die Rede. US-Energieminister Chris Wright hält dagegen eine Wiederaufnahme des Ölflusses bereits innerhalb weniger Tage für möglich. Sollte sich diese Einschätzung bestätigen, würden die tatsächlichen Lieferausfälle deutlich geringer ausfallen. Auch die Versorgung über Yanbu könnte wesentlich früher wieder normalisiert werden.</p> <p>Der Ölmarkt reagiert bereits mit Entspannung. Brent fiel nach Kursen von zeitweise mehr als 109 $ wieder in Richtung 107 bis 108 $. Neben der Hoffnung auf eine schnelle Wiederinbetriebnahme der Pipeline sorgten auch überraschend stark gestiegene US-Rohöllagerbestände für Entlastung. Eine schnelle Reparatur der Pipeline würde den Preisdruck weiter mindern.</p> <p>Für eine deutliche und nachhaltige Entspannung reicht das aber nicht. Solange die Straße von Hormus nicht wieder verlässlich für den Öltransport zur Verfügung steht, bleibt eine erhebliche geopolitische Risikoprämie im Ölpreis. Erst eine belastbare Lösung der Iran- und Hormus-Problematik würde die wichtigste Ursache des derzeit hohen Preisniveaus beseitigen.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion Bernecker</p>
<p>Beim Bernecker Börsenkompass ordnen Experten der Rubrik Marktkommentar aktuelle Entwicklung und Ereignisse ein. Heute geht es in unserem Marktkommentar um die anstehende Zinsentscheidung der Fed. Der Markt rechnet mit einer Zinsanhebung der US-Notenbank, aber eine Überraschung ist nicht vollkommen ausgeschlossen.</p> <p>Georg Sures, Redakteur Bernecker Börsenkompass</p> <p>Die Analyse finden Sie unter diesem Link:</p> <p><a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/fed-sitzung-gibt-es-eine-ueberraschung_H1295851652_6799710/">https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/fed-sitzung-gibt-es-eine-ueberraschung_H1295851652_6799710/</a></p> <p>Eine Übersicht über die Artikel und Analysen des Bernecker Börsenkompass finden Sie hier: https://<a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/">www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/</a></p>
<p>Die KI-Hausse im Halbleitersektor bekommt laut Bank of America ein breiteres Fundament. Die Analysten heben ihre Prognose für den weltweiten Halbleitermarkt 2030 von 2,7 auf 3,2 Bio. $ an. Das entspricht 2026 bis 2030 einem Wachstum von 18 % p. a. statt bislang 14 %. Neben Rechenzentren ziehen nun Speicher, Auto und Industrie stärker mit.</p> <p>Die größten Profiteure sind die Ausrüster: Die Prognose für den Markt für Wafer Fab Equipment (WFE) steigt für 2026 auf 156 Mrd. $ (+33 %) und für 2027 auf 210 Mrd. $ (+34 %). Bis 2030 könnten es knapp 360 Mrd. $ werden. Allein die Speicherinvestitionen sollen 2026/27 auf 61 bzw. 85 Mrd. $ springen. Bei DRAM erwartet BofA sogar +50 % auf 45 Mrd. $ 2026 und weitere 40 % 2027. Treiber sind HBM, Advanced DRAM und der nächste NAND-Ausbauzyklus.</p> <p>ASML gehört damit für die Analysten zu den zentralen Favoriten. EUV profitiert überproportional von Sub-5-nm-Logik und fortschrittlichem DRAM. BofA kalkuliert bis 2030 mit 35 % EPS-Wachstum p. a. und rund 110 € Gewinn je Aktie. Auch ASM International erhält Rückenwind: Hier werden für 2030 etwa 70 € EPS bzw. 40 % CAGR erwartet. VAT und Comet profitieren ebenfalls von steigender WFE-Intensität.</p> <p>Die zweite Überraschung kommt aus dem Automobilmarkt. Trotz schwacher Fahrzeugproduktion hebt die BofA die Halbleiterprognose für 2026 von 54 auf 60 Mrd. $ (+12 %) an. Software-defined Vehicles, ADAS und mehr Mikrocontroller erhöhen den Chipwert je Fahrzeug. Infineon und STMicroelectronics sind deshalb die bevorzugten europäischen Halbleiternamen der Bank. Gleichzeitig soll der Industriemarkt 2026 um 32 % auf 66 Mrd. $ wachsen. Smartphones und PCs bleiben dagegen mit jeweils -9 % die Schwachpunkte.</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info" target="_blank" rel="noopener">www.bernecker.info</a><br /> <br /> <br /> </p>
<p>Das gibt Rückenwind: NORDEX hat einen Auftrag über 13 Turbinen für einen Windpark nahe der brandenburgischen Stadt Schwedt mit 91 Megawatt Gesamtleistung erhalten. Die Montage wird im September 2027 beginnen, in Betrieb genommen werden soll die erste Anlage ab Januar 2028. Teil des Auftrags ist ein Service-Vertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
16-Sept. 11:12
Für Sie gelesen aus der FT: Huang und Zuckerberg lehnen jeden KI-Entwicklungsstopp ab
<p>Nvidia-Chef Jensen Huang und Meta-Chef Mark Zuckerberg lehnen einen branchenweit abgestimmten KI-Entwicklungsstopp ab. Damit stellen sie sich gegen Forderungen von Dario Amodei, Sam Altman und Elon Musk, die zuletzt für ein koordiniertes Zurückfahren der Entwicklung besonders leistungsfähiger KI-Modelle plädiert hatten.</p> <p>Huang hält zusätzliche US-Gesetze oder neue KI-Sicherheitsregeln für unnötig. Unternehmen müssten selbst entscheiden, ob ihre Modelle und Produkte sicher genug für eine Veröffentlichung seien. Innovation und Sicherheit seien kein Widerspruch: Entwickler sollten so schnell wie möglich vorangehen, bei konkreten Sicherheitsproblemen aber selbstständig pausieren.</p> <p>Auch Zuckerberg sieht die Verantwortung bei den einzelnen KI-Laboren. Diese hätten bereits aus Haftungsgründen starke Anreize, unsichere Modelle nicht auf den Markt zu bringen. Meta habe beispielsweise die Einführung seines KI-Agenten Muse um mehrere Monate verschoben, ohne deshalb von anderen Unternehmen ebenfalls einen Entwicklungsstopp zu verlangen.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p>Die USA dürften bei einigen ihrer wichtigsten Lenkwaffen inzwischen gefährlich knapp sein. Bloomberg Economics schätzt, dass im Iran-Krieg etwa ein Drittel der weltweiten US-Tomahawk-Bestände, mehr als die Hälfte der Patriot-Abfangraketen und rund 40 % der THAAD-Abfangraketen verbraucht worden sein könnten. Die exakten Zahlen sind allerdings geheim, es handelt sich also um Schätzungen.</p> <p>Bloomberg schätzt dass allein das Auffüllen der Patriot-Bestände mindestens zwei Jahre dauern könnte, bei THAAD und Tomahawk noch länger. Den Gegenparteien am Gold ist das durchaus bewusst.</p> <p>Lockheed Martin bekommt dabei die mit Abstand größten bislang veröffentlichten Vertragsvolumina. Für den Patriot-Abfangflugkörper PAC-3 MSE erhielt Lockheed im Juli einen siebenjährigen Vertrag mit einem Gesamtvolumen von bis zu 58,62 Mrd. Dollar. Die Produktionskapazität soll von ungefähr 600 auf 2.000 Raketen jährlich steigen. Hinzu kommen für THAAD bis zu 35 Mrd. Dollar über sieben Jahre. Hier soll die Jahreskapazität sogar von 96 auf 400 Interzeptoren vervierfacht werden. </p>
<p>Wall Street ging erneut schwächer aus dem Handel. Der S&P 500 verlor 0,45 %, der Dow 0,63 % und der Nasdaq 0,78 %. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte im Tagesverlauf 5,041 %, den höchsten Stand seit 2007. Gleichzeitig stieg Brent am Dienstag knapp 3 %. Energieaktien hielten sich entsprechend besser, Amazon verlor rund 2 %. Nvidia gewann dagegen leicht, AMD legte gut 2 % zu.</p> <p>In Asien ist das Bild am Morgen freundlicher, aber nicht einheitlich. Der breite MSCI-Index für Asien ohne Japan liegt leicht höher, koreanische Aktien gehören zu den stärkeren Märkten. SK Hynix und Samsung Electronics legen zu, nachdem der KI-Komplex nach dem kräftigen Rückschlag vom Wochenbeginn weiter stabilisiert. US-Futures tendieren ebenfalls leicht positiv. Der DAX geht rd. 100 Punkte freundlicher an den Start um 25.500 Punkte.</p> <p>Brent hält sich um 108 Dollar je Barrel, obwohl überraschend gestiegene US-Rohöllager kurzfristig etwas Druck herausnehmen. Die saudische East-West-Pipeline und die Verladung in Yanbu bleiben gestört, zugleich wurden Lieferungen nach Europa gekürzt. Die zehnjährige US-Rendite liegt am Morgen wieder knapp unter 5 %.</p> <p>Heute entscheidet die Fed um 20 Uhr deutscher Zeit, anschließend folgen neue Projektionen und der Dot Plot. Der Terminmarkt preist eine Wahrscheinlichkeit von rund 92 % für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein. Zuvor kommen um 14:30 Uhr die US-Einzelhandelsumsätze.</p> <p>Zahlenseitig war die Nacht dünn. Nach US-Schluss berichtet Lennar, zudem hält Salesforce am Abend auf der Dreamforce seine Investorenveranstaltung mit einem Update zum Finanzrahmen ab.</p> <p>Volker Schulz </p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p>Die jüngste BofA Fund Manager Survey liefert ein interessantes Signal: Die Profis bleiben optimistisch, treten aber erstmals etwas auf die Bremse. Der Stimmungsindikator fiel von 8,0 auf 7,0, die durchschnittliche Cashquote sprang von 3,5 auf 3,9 %. Noch liegt sie damit im „Sell“-Bereich der BofA-Regel, doch die extreme Sorglosigkeit des Sommers beginnt zu schwinden. Erst bei 4 bis 5 % Cash sieht BofA wieder eine neutralere Ausgangslage für höhere Aktienquoten.</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/Screenshot 2026-09-15 131716.png" alt="" width="632" height="914" /></p> <p>Fundamental bleibt das Bild dagegen erstaunlich robust. 55 % der Fondsmanager erwarten überhaupt keine konjunkturelle Landung, weitere 38 % nur ein Soft Landing. Lediglich 2 % rechnen mit einer harten Landung. Gleichzeitig ist die Erwartung zweistelliger Gewinnzuwächse so verbreitet wie seit 2021 nicht mehr.</p> <p>Der neuralgische Punkt verschiebt sich jedoch von der Konjunktur zu den Zinsen und KI-Investitionen. 33 % nennen einen ungeordneten Renditeanstieg bei Anleihen als größtes Marktrisiko, noch vor einer KI-Blase mit 28 %. Gleichzeitig glauben 79 %, dass die Hyperscaler ihre KI-Investitionen 2026 nicht kürzen werden. Doch genau diese Investitionswelle wird von 42 % als wahrscheinlichste Quelle eines möglichen Kreditereignisses gesehen. </p> <p>Besonders auffällig: 53 % sehen „Long Halbleiter“ inzwischen als überfülltesten Trade. Die Hausse bleibt fundamental intakt, aber die Luft wird dünner. Für Anleger heißt das: Aktien weiter laufen lassen, Euphorie jedoch nicht hinterherlaufen – und Rücksetzer für selektive Käufe nutzen.<br /> <br /> </p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info" target="_blank" rel="noopener">www.bernecker.info</a><br /> </p>
<p>Der Berliner Bürgermeister Kai Wegner hat die Bundesregierung aufgefordert, gegen die hohen Kraftstoffpreise vorzugehen. „Wir brauchen dringend einen Spritpreisdeckel, wie es ihn in anderen europäischen Staaten schon gibt. Die Bundesregierung muss die Menschen endlich nachhaltig entlasten", postete Wegner auf der Plattform X. Zuvor hatte sich schon Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke für einen Spritpreisdeckel ausgesprochen und auf entsprechende Regelungen in Ländern wie Luxemburg, Polen oder Belgien verwiesen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat solche Forderungen bisher aber abgeblockt und befürwortet stattdessen Direktzahlungen an Bevölkerungsgruppen mit niedrigem Einkommen.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
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Volker Schulz
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