<p>Das Stellantis-Joint-Venture Dongfeng Stellantis Automotive Technology und Momenta, ein chinesischer Entwickler von Systemen für das autonome Fahren, wollen für neue Peugeot- und Jeep-Modelle künftig gemeinsam Fahrassistenzsysteme entwickeln. Die Systeme werden Momenta's R7 World Model nutzen und zunächst in neuen Modellen für China und Europa zum Einsatz kommen. Die beiden Partner wollen die Technologie dann anschließend auch auf anderen globalen Märkten einführen.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
<p>TOTALENERGIES will das Gas- und Kondensatfeld Absheron in Aserbaidschan weiter erschließen. Dabei will der Konzern mit dem aserbaidschanischen Energieunternehmen Socar und der Adnoc-Tochter XRG zusammenarbeiten. Im Rahmen des Projekts soll die Gesamtproduktion des Feldes auf 6 Mrd. Kubikmeter Gas pro Jahr und 47.000 Barrel Kondensat pro Tag steigen. Der Start des Projekts ist für 2029 vorgesehen. Die Entscheidung folgt auf eine erste Entwicklungsphase im Jahr 2023 mit einer Produktionskapazität von 1,5 Mrd. Kubikmetern Gas pro Jahr und 12.000 Barrel Kondensat pro Tag. Das Gas wird sowohl den aserbaidschanischen Inlandsmarkt als auch die Türkei über die bestehende Gasinfrastruktur versorgen, die Aserbaidschan mit dem europäischen Gasmarkt verbindet. TOTALENERGIES hält einen Anteil von 35 % an dem Gas- und Kondensatfeld Absheron, während Socar und XRG mit 35 % beziehungsweise 30 % beteiligt sind. </p> <p>Währenddessen hat TOTALENERGIES auch einen Wachstumsplan bis 2035 vorgelegt. Danach will man mit jährlichen Investitionen zwischen 14 und 17 Mrd. $ die Förderung von Öl und Gas zwischen 2030 und 2035 um jeweils etwa 2 bis 3 % ausweiten. Im Strom-Segment plant man im Zeitraum 2030 bis 2035 mit einer Netto-Erzeugung von 10 bis 12 Terawattstunden pro Jahr. Elektrische Energie wird laut Mitteilung bis zum Ende des genannten Zeitraums etwa ein Viertel des Energiemixes ausmachen, der auch Öl und Gas umfasst. Neue, cash-generierende Produktion soll dabei den Free Cashflow - auf Basis konstanter Preise - von 2025 bis 2030 um rund 10 Mrd. $ verbessern. </p> <p>Und last but not least: TOTALENERGIES teilte außerdem mit, dass der Vorstand Aktienrückkäufe in Höhe von 2,5 Mrd. $ für das vierte Quartal 2026 sowie zwischen 2 und 2,5 Mrd. $ für das darauffolgende Quartal genehmigt hat. Kein Wunder, dass die Aktie heute grüne Luft schnuppert.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p> </p> <p> </p>
<p><strong>Ein neues Förderprogramm für Immobilien-Erstkäufer sorgt heute für steigende Aktienkurse britischer Hausbaukonzerne.</strong> Es sind BARRAT REDROW (+ 14,0 %), TAYLOR WIMPEY (+ 14,0 %), PERSIMMON (+ 14,8 %) und VISTRY (+ 12,9 %) als Anbieter mit hohem Volumen. Die stärker spezialisierte BERKELEY GROUP (+ 2,7 %) profitiert in geringerem Ausmaß. Der Erstrundeneffekt gilt z. B. auch für Baustoffhersteller, hier stehen IBSTOCK (+ 22,1 %) und (FORTERRA (+ 15,9 %) im Fokus. </p> <p><strong>Der politische Hintergrund.</strong> Die von Premierminister Andy Burnham geleitete Regierung will ein Eigenkapital-Darlehensprogramm für Erstkäufer auflegen. Ein früheres Programm ("Help to Buy") war 2023 ausgelaufen. Nach Erwartung von Analysten der Investmentbank PEEL HUNT kann sich das neue Programm auf ein Fünftel des Marktvolumens auswirken.</p> <p><strong>Informationen über die konkrete Ausgestaltung der neuen Förderung fehlen bisher.</strong> Nach der heutigen fast euphorischen Reaktion sollte man noch nicht auf längeres Hochlaufen setzen. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/boersenbriefe">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf.</p>
<p>Südzucker liefert den nächsten Beleg für eine überraschend schnelle Ergebniswende. Der Konzern hat heute vorläufige Zahlen für das zweite Quartal 2026/27 vorgelegt. Das operative EBITDA sprang auf 168 Mio. € nach 93 Mio. € im Vorjahr und damit um gut 81 %. Auffällig ist die Beschleunigung: Im Q1 war das operative EBITDA noch um 41 % auf 135 Mio. € gestiegen. Im ersten Halbjahr summiert sich der Wert damit auf 303 Mio. € nach 189 Mio. €. Treiber sind vor allem CropEnergies und das Spezialitätengeschäft. Der Zuckerbereich bleibt dagegen der größte Unsicherheitsfaktor.</p> <p>Südzucker hat nun die Jahresprognose angehoben. Der Umsatz soll nun 8,3 bis 8,7 Mrd. € erreichen statt bislang 8,1 bis 8,5 Mrd. €. Beim operativen EBITDA steigt die Untergrenze deutlich auf 540 Mio. €; die Spanne lautet nun 540 bis 680 Mio. € statt 480 bis 680 Mio. €. Zuvor hatte der Konzern die EBITDA-Spanne trotz des starken Q1 noch bestätigt.</p> <p>Auf Basis des bisherigen FactSet-Konsenses von 0,38 € Gewinn je Aktie für 2026/27 liegt das KGV nach dem heutigen Kurssprung bei rund 34. Das ist hoch, allerdings sollten die Gewinnschätzungen nun steigen. Charttechnisch rückt das Septemberhoch bei 13,20 € wieder in den Fokus. Ein Ausbruch darüber öffnet Raum in Richtung 14 bis 15 €.</p> <p>Fazit: Die Ergebniswende gewinnt schneller an Tempo als erwartet. Das rechtfertigt den Kurssprung und verbessert die Chancen auf eine Fortsetzung der Erholung. Wegen der ambitionierten Bewertung dürften die Bäume aber nicht in den Himmel wachsen.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p><strong>Leichte Ölpreis-Aufregung.</strong> Im asiatischen Handel haben die Ölpreise laut Nachrichtenlage „sprunghaft“ zugelegt. Es war die Reaktion auf die zuvor gelaufene „Diskussion“ zwischen Iran und USA: Der Iran hatte in Aussicht gestellt, man könne die Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder öffnen, was natürlich an Bedingungen geknüpft wäre. Donald Trump reagierte mit der Warnung, man könne den Iran nach den US-Zwischenwahlen im November erneut angreifen. Die Ölsorte Brent verteuerte sich gegenüber ihrem Freitags-Tief um 2,2 %. Die relativ lange Reaktionszeit („nach den Zwischenwahlen“) eignet sich nicht, um Brent erneut auf 110 $ zu treiben. Zunächst steht die Rückkehr in die 90er-Range an.</p> <p><strong>Wegen möglicher Verzögerungen bei einem Datacenter-Bauprojekt von ORACLE (siehe BD vom Freitag) geraten Hyperscaler-Anleihen nun verstärkt in den Fokus.</strong> Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hatte im Zusammenhang mit KI bereits den Begriff „Schattenverschuldung“ in die Diskussion gebracht. Wichtige Zahlen mit KI-Zusammenhang bringt am Dienstag MICRON heraus. Vorbörslich geben Aktien mit KI-Bezug leicht nach, darunter NVIDIA – 0,7 %, SK HYNIX – 3 %, ORACLE – 1,2 %.</p> <p><strong>Heute ist auf den Kapitalmarkttag der Stahlsparte von THYSSENKRUPP zu achten.</strong> Ergibt sich der Startschuss zu einem Teil-IPO? Siehe dazu auch die heutige <a href="https://www.bernecker.info/bernecker-daily">Bernecker daily</a>.</p> <p><strong>Unternehmenszahlen in dieser Woche.</strong> In den USA berichten u. a. CARMAX und Kreuzfahrtkonzern CARNIVAL (Dienstag) sowie NIKE (Donnerstag). In Deutschland haben wir uns u. a. 2G ENERGY (Dienstag), DALDRUP & SÖHNE (Mittwoch) und GERRESHEIMER vorgemerkt.</p> <p>Helmut Gellermann</p>
<p style="text-align: justify;">Europas zweite Reihe bietet interessante Chancen im KI-Boom. Je größer und leistungsfähiger die KI-Systeme werden, desto stärker verschiebt sich der Investitionsbedarf von der reinen Rechenleistung hin zur physischen Infrastruktur. Ein Hochleistungsprozessor allein schafft noch kein Rechenzentrum. Er braucht Strom, Kühlung, Netzanbindung und eine industrielle Infrastruktur, die all das zuverlässig bereitstellt.</p> <p style="text-align: justify;">Genau an dieser Stelle wird Europa interessant. Hier sitzen zahlreiche spezialisierte Industrieunternehmen, die technologisch führend sind, an der Börse aber weit weniger Aufmerksamkeit erhalten als die amerikanischen KI-Giganten. Hinzu kommen Automatisierung und der Umbau der Lieferketten. Unternehmen investieren in effizientere Produktions- und Logistiksysteme, während gleichzeitig Milliarden in Stromnetze, Rechenzentren und Energieinfrastruktur fließen.</p> <p style="text-align: justify;">Die einfache These „Small Caps sind billig“ greift allerdings inzwischen zu kurz. Ende August wurde der MSCI Europe Small Cap mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 14 bewertet, der breite MSCI Europe mit knapp 15. Der Bewertungsunterschied ist also vorhanden, aber nicht spektakulär. Viel wichtiger ist deshalb die Frage: Bei welchen Unternehmen schlägt der Investitionsboom bereits sichtbar auf Auftragseingang, Umsatz und Gewinn durch? Wer die richtigen Kandidaten sind, erfahren Sie in der Termin-Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p>Bei 2G ENERGY sorgt der neue 275-MW-Auftrag von ENERGY VAULT für Diskussionen. Kritisiert wird vor allem die bislang nicht erkennbare finanzielle Absicherung. ENERGY VAULT hat für die 2G-Tranche weder einen festen Hyperscaler-Endkunden noch eine eigene Projektfinanzierung genannt. Bekannt sind bislang 17 Mio. $ Reservierungsgebühren, also nur rund 5 % des geschätzten Auftragswertes. Parallel wurden weitere 275 MW bei ROLLS-ROYCE MTU bestellt, dort inklusive bestätigter Finanzierung. Dazu kommt:</p> <p>ENERGY VAULT ist gemessen an 2G-Auftrag und Projektvolumen ein eher kleiner und finanziell dünn gepolsterter Kunde. Zum 30. Juni 2026 standen rd. 93 Mio. $ liquide Mittel, aber 245 Mio. $ Finanzverbindlichkeiten und nur 6,9 Mio. $ Eigenkapital in der Bilanz.</p> <p>Am 29.09. bringt 2G Halbjahreszahlen, in denen die Auftragsgewinne der letzten Monate noch nicht sichtbar sein werden. Am 1. Oktober ist Kapitalmarkttag. Hier muss der CEO nun die Qualität des Auftragsbestandes belegen. Die Aktie ist zunächst wieder eingefangen. Der Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal war ein Fehlsignal. Einen Test der 50 EUR-Marke schließe ich nicht aus. Dennoch zunächst weiter haltenswert.</p>
<p>Glassubstrate: SCHMID liefert den Startschuss - wir schauen u.a. auf LPKF. SCHMID sprangen am Freitag in New York um knapp 20 % an. Auslöser war ein Bericht, wonach NVIDIA, AMD und INTEL Glassubstrate für kommende Chipgenerationen prüfen. Das Material erlaubt größere Chip-Packages, zusätzliche HBM-Speicher und einen geringeren Stromverbrauch. SCHMID liefert Anlagen für Metallisierung, Ätzen und weitere Produktionsschritte. Der direkte deutsche Read-through heißt LPKF. Mit dem LIDE-Verfahren erzeugt LPKF feinste Durchkontaktierungen im Glas. Am 23. September meldete das Unternehmen bereits eine Absichtserklärung eines führenden asiatischen Packaging-Herstellers über NEXAR-Anlagen im mittleren einstelligen Millionenbereich. AT&S entwickelt ebenfalls Glass-Core-Substrate und hat dafür neue Maschinen im Werk Leoben installiert. Verbindliche Großaufträge von NVIDIA oder AMD fehlen noch. Die Phantasie bei LPKF und AT&S wird nun aber neu entfacht. </p> <p> </p>
<p style="text-align: center;"><strong>Krise der Merz-Regierung: Welche Aktien sind besonders betroffen?</strong></p> <p>Die Kanzler-Frage ist die entscheidende Größe dafür, wofür es eine Richtung gibt oder geben könnte, woraus sich konkrete Folgen ableiten könnten. Wir reden also über die Möglichkeitsformen, aber bislang keine konkreten Beschlüsse. Dennoch wird die Kanzler-Frage die entscheidende Leitgröße für die kommenden drei bis vier Monate werden. Den Beleg dafür liefert der DAX in den vergangenen drei bis vier Tagen mit einem positiven Ansatz, aber sehr viel Vorsicht. Kein Grund, neu zu investieren. Ich warte ab. Weiteren Nachrichten in der aktuellen <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a>!</p> <p style="text-align: center;"><strong>Neue VW-Hiobsbotschaft: Wo ist der Boden der Aktie?</strong></p> <p>Bei VW bleibt alles offen. Die kürzlichen Vereinbarungen sind allesamt ungültig. Es waren Absichtserklärungen ohne bindende Verpflichtung. Der Kardinalpunkt ist: 100.000 Jobs müssen beseitigt werden. 50.000 reichen nicht. Die größere Zahl lässt sich vermutlich rechnerisch erreichen, wenn zwei deutsche Standorte aufgegeben oder verkauft werden. Letzteres gilt als wahrscheinlich. Käufer sind mehrere Interessenten, um dort eine andere Produktion aufzuziehen, Schwerpunkt Rüstung. Das ergäbe in der Querrechnung der Kosten bzw. Stückerlöse pro Pkw eine deutliche Verbesserung der Marge für VW im Konzernverbund. Also: Ohne bindende Entscheidungen bleiben alle im Startloch ohne Anstoß. Dagegen steht: Der Marktwert von VW insgesamt liegt weit unter den Durchschnitten der Konkurrenz. Darin liegt das künftige Comebackpotenzial, wofür es aber der skizzierten Entscheidungen bedarf. </p> <p style="text-align: center;"><strong>KI-Energiehunger: Wird es Zeit für Solar- und Windkraft-Aktien?</strong></p> <p>Die Verwendung von KI ist der Schlüsselbegriff für alle. Sämtliche technischen Vorgänge hängen damit zusammen und verbessern im Prinzip die Ertragsmarge, sowohl auf der Hersteller- als auch auf der Verwendungsseite. Eine soeben vorgelegte erste Hochrechnung für die deutsche Industrie erreicht einen Zuwachs von 65 % für dieses Jahr. Diese Ca.-Größe ist die Leitlinie für alle: In der Anwendung von KI-Kenntnissen liegt der Schlüssel. Jedes Unternehmen wird demnächst darüber im Einzelnen berichten müssen. Eine Pauschalierung bringt nichts. Solar und Wind gehören dazu, aber nicht als besondere Ausnahme, sondern im Gesamtzusammenhang. Denn: Solar und Wind haben bereits ihre theoretischen Grenzen von knapp 80 % für die Stromproduktion im Inland erreicht. Sehr viel mehr geht nicht, weil Wind und Solar zwar mehr produzieren können, aber die Verwendungsseite dafür fehlt. Die Industrie benötigt permanenten Strom rund um die Uhr und durchgängig für alle Jahreszeiten. </p>
<p>Qualität und Lebensdauer von EV-Batterien werden offensichtlich unterschätzt. Die FT bringt heute eine entsprechende Grafik zu den jeweiligen Modellen: </p>
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Volker Schulz
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