<p>Bei PERRIGO sehen wir heute ein Kaufsignal. Fantasie liefert derzeit ein unbestätigtes Übernahmegerücht. CVC soll prüfen, den US-irischen Anbieter von Selbstmedikamenten mit seiner Beteiligung Cooper Consumer Health zusammenzuführen. Perrigo bringt bekannte Marken wie Compeed und Abtei sowie ein großes Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten ein. Ein Käufer, ein Angebotspreis oder konkrete Gespräche sind bislang nicht bestätigt, machen strategisch aber Sinn. KGV 7 ist wenig ambitioniert muss aber auch in Anbetracht einer Nettoverschuldung von etwa viermal EBITDA gesehen werden. </p>
<p>Der US-Krankenversicherer bietet vor allem staatlich finanzierte Medicare-Advantage-Tarife für ältere Menschen sowie Gesundheitsdienstleistungen an. Vergangene Woche meldete Humana einen überraschenden Qualitätssprung: Für 2027 befinden sich 95 % seiner Medicare-Advantage-Versicherten in Tarifen mit mindestens vier Sternen (zuvor nur 20 %). Diese Einstufung ist entscheidend für staatliche Bonuszahlungen, die ab 2028 deutlich steigen sollen. Bereits in Q2 stieg der Umsatz um 26 %, der bereinigte Gewinn je Aktie um 21 % auf 7,61 $. Das 2027er-KGV ist mit rund 27 ambitioniert. Für 2028 sinkt es aber auf rund 16, sofern die erwartete Gewinnerholung eintritt. Der Qualitätssprung verbessert die langfristigen Margenperspektiven erheblich. Die Erholung der Profitabilität erhält damit ein solides Fundament. </p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="https://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 42.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p> Marktbreite macht Hoffnung</p> <p> META PLATFORMS mit neuer Fantasie?</p> <p> SPACEX schockt mit Einstieg in Mobilfunkmarkt</p> <p> Vor kräftiger Trendwende? - Türkische Banken unter der Lupe</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/app">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
<p>Der niederländische Spezialchemiehändler erreicht heute ein neues Jahreshoch. IMCD gehört zu den weltweit führenden Distributoren von Spezialchemikalien und Inhaltsstoffen für die Lebensmittel-, Kosmetik-, Pharma- und Industriebranche. Das Unternehmen übernimmt für Chemiehersteller den Vertrieb und berät Kunden bei der Entwicklung neuer Produkte. Ein margenstarkes Geschäftsmodell mit geringem Kapitalbedarf.</p> <p>Goldman Sachs hat IMCD Anfang Oktober auf seine europäische Conviction List gesetzt und sieht ein Kursziel von 133 €. Jefferies bestätigt Kaufen mit Ziel 122 €. Die Halbjahreszahlen lieferten bereits positive Signale: Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 11 %, das operative EBITA um 8 %. Der Chart sieht aus wie ein Leckerbissen.</p>
<p>Politische Hängepartie. Börse zwischen Hoffen und Sorge. Wohin steuert Deutschland – und was bedeutet das für das Depot?</p> <p>Webinar mit Hans A. Bernecker:<br />„Was wird aus Deutschland – Rechts wie Links?“<br />Perspektiven für Gesellschaft, Wirtschaft und Börse</p> <p>Nutzen Sie weit mehr als sechs Jahrzehnte Börsenerfahrung für Ihre eigene Meinungsbildung und für den größeren Überblick. Bringen Sie auch Ihre eigenen Fragen im Rahmen der Fragerunde ein (keine Anlageberatung). Das erwartet Sie:</p> <p>• Online-Veranstaltung mit einer Länge von ca. 90 Minuten (inklusive kurzer Pause)<br />• Live-Fragerunde mit Hans A. Bernecker<br />• Aufzeichnung zum späteren Ansehen<br />• Grafiken zum Vortrag als Download</p> <p>Auch wenn Sie am Veranstaltungstermin verhindert sind, können Sie die Inhalte über die Aufzeichnung nutzen.<br />Donnerstag, 22. Oktober 2026, um 18 Uhr</p> <p>Terminsache: Noch bis zum 18. Oktober 2026 gilt der Frühbucherpreis. Das heißt: 99 € Frühbucherpreis statt anschließend 129 € – jeweils inklusive MwSt.</p> <p>Buchen Sie Ihren Teilnehmerplatz noch heute:<br /><a href="https://www.bernecker.info/webinar-261022" target="_blank" rel="noopener">https://www.bernecker.info/webinar-261022</a></p> <p>Werbung in eigener Sache. Journalistische Einordnung; keine individuelle Anlageberatung.</p>
<p>Der französische Anlagenbauer hat seit Beginn des Nahostkonflikts mehr als 20 % an Börsenwert verloren. Die Probleme an der Straße von Hormus verzögern Großprojekte und drücken auf die Margen.</p> <p>Doch kein Auftrag wurde bislang gestrichen. Der Auftragsbestand erreichte mit 25 Mrd. € sogar einen Rekord. Zugleich wollen immer mehr Länder ihre Abhängigkeit von LNG-Lieferungen aus dem Nahen Osten reduzieren und investieren in neue Anlagen. Wir rechnen mit erheblichen Chancen bei weiteren potenziellen Ausschreibungen, die wir demnächst konkret erläutern werden.</p> <p>KGV 10,5 für 2027 und 8,8 für 2028 bieten reichlich Potenzial. UBS geht frisch auf Buy mit Ziel 39 € auf 12 Monate. Deutlich mehr Richtung 2028 sollte machbar sein. </p>
<p>Die Aktie des Windparkentwicklers bricht heute zeitweise um rund 17 % ein. Auslöser ist eine massive Senkung der Ergebnisprognose für 2026. Das erwartete EBITDA wurde von 90 bis 120 auf 60 bis 75 Mio. € reduziert. Beim normalisierten EBITDA sinkt die Zielspanne sogar von 110 bis 140 auf 65 bis 80 Mio. €. Hintergrund sind verzögerte Projektverkäufe und Genehmigungsverfahren. Zudem behält PNE einige ursprünglich zum Verkauf vorgesehene Windparks im Eigenbestand. Die verschobenen Projekte sollen 2027 realisiert werden.</p> <p>Operativ sieht die Entwicklung deutlich besser aus. Im laufenden Jahr wurden bereits elf Projekte mit insgesamt 361 MW verkauft. Die Entwicklungspipeline umfasste Ende Juni 21,7 GW. Im ersten Halbjahr stieg das normalisierte EBITDA von 4,7 auf 27,4 Mio. €.</p> <p>Dennoch ist der Kursrutsch grundsätzlich gerechtfertigt. Die kräftige Prognosesenkung beschädigt das Vertrauen in die Planbarkeit der Ergebnisse. Mit einem geschätzten KGV von rund 19 für 2027 ist die Aktie trotz des Einbruchs noch kein echtes Schnäppchen. Grundlage diesr Bewertung ist der bisherige FactSet-Gewinnkonsens, der die jüngste Entwicklung noch nicht berücksichtigt. Hinzu kommt die hohe Verschuldung.</p> <p>Fazit: Die umfangreiche Projektpipeline spricht mittelfristig für Erholungspotenzial. Kurzfristig überwiegen jedoch die Risiken. Erst wenn PNE die verschobenen Projekte tatsächlich erfolgreich verkauft, dürfte das Vertrauen zurückkehren. Bis dahin ist mit einer anhaltend hohen Schwankungsanfälligkeit zu rechnen.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
14-Okt. 11:31
IONQ muss bei der Elisity-Übernahme eine zusätzliche Aktienverwässerung berücksichtigen
<p>Laut einer gestern veröffentlichten SEC-Mitteilung zahlt der Quantencomputerspezialist 1,15 Mrd. $ in Aktien und bei Erreichen bestimmter Umsatzziele bis zu 150 Mio. $ zusätzlich. Hinzu kommen Aktienvergütungen im Wert von 100 Mio. $ für weiterbeschäftigte Elisity-Mitarbeiter. Die Mitarbeiter erwerben den endgültigen Anspruch auf diese Aktien schrittweise über einen Zeitraum von vier Jahren. Beim vereinbarten Referenzkurs zwischen 33,07 und 49,61 $ entsprechen die Vergütungen rund 2 bis 3 Mio. Aktien. Bezogen auf den nach der SkyWater-Übernahme rechnerischen Bestand von rund 405 Mio. Aktien bedeutet das eine Ausweitung um 0,5 bis 0,75 %. Bei vollständiger Ausschöpfung aller Gegenleistungen wären insgesamt rund 28 bis 42 Mio. neue Aktien möglich. Das entspricht einem Anstieg der Aktienzahl um 7 bis 10,5 %.</p> <p>Der Aktienkurs verlor gestern an der NYSE 4,25 % auf 34,73 $. Die zusätzlichen Mitarbeitervergütungen fallen für sich genommen kaum ins Gewicht. Die mögliche Gesamtverwässerung ist dagegen erheblich. Damit steigen die Anforderungen an den wirtschaftlichen Erfolg der Übernahme.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p>Canaccord Genuity hat gestern das Kursziel von 15 auf 17 AUD erhöht und seine Kaufempfehlung bestätigt. Hintergrund ist ein bereits bekannter Großauftrag für ein nationales Drohnenabwehrsystem. Die EBITDA-Prognosen für 2027 und 2028 wurden um 157 beziehungsweise 152 % angehoben. Allerdings erfordert die Auftragsabwicklung voraussichtlich rund 100 Mio. AUD zusätzliches Betriebskapital. Wegen des hohen Anteils zugekaufter Komponenten wird die Bruttomarge auf etwa 30 % geschätzt. Für die Auslieferungsphase erwarten die Analysten eine EBITDA-Marge von rund 20 %.</p> <p>Die Aktie erholte sich heute im australischen Handel um 1,86 % auf 9,29 AUD. Die kräftigen Prognoseanhebungen unterstreichen das Ertragspotenzial des Großauftrags. Dem stehen erhebliche Finanzierungs- und Umsetzungsrisiken gegenüber. Trotz des jüngsten Kurseinbruchs bleibt die Bewertung mit einem geschätzten KGV für 2027 von rund 62 anspruchsvoll. Eine nachhaltige Kurserholung hängt daher wesentlich von der erfolgreichen Finanzierung und Abwicklung des Großauftrags ab. Wegen des langfristig hochspannenden Geschäftsfelds bleibt die Aktie aber für risikoaffine Anleger mit einem zeitlichen Horizont von mindestens zwei bis drei Jahren weiterhin interessant.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p>Sebastian Gundel, der Chef der deutschen Baumarktkette OBI, steigt zum 1. Februar 2027 als neuer CEO bei der britischen Baumarktkette Kingfisher ein. Gundel ersetzt damit Thierry Garnier, der auf den Chefsessel der niederländischen Supermarktkette Ahold wechselt. Erst im September hatte Kingfisher die Gewinnprognose angehoben und erwartet nun für das bis Ende Januar 2027 laufende Geschäftsjahr einen bereinigten Vorsteuergewinn von 595 bis 635 Mio. GBP (zuvor 565 bis 625 Mio. GBP). Bei der Kingfisher-Aktie hat sich seit Mitte Juli eine volatile Aufwärtsbewegung etabliert, die für einen Einstieg aber nicht ausreicht. Dividendenjäger könnte aber die aktuelle Dividendenrendite von 3,9 % reizen.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p> </p>
<p style="text-align: justify;">Wir bauen heute unsere Positionen im Big-Pharma-Sektor strategisch wieder aus. Nach den ersten spektakulären Hype-Zyklen rund um Chatbots, Cloud-Infrastruktur und Halbleiter vollzieht sich die ökonomisch nachhaltigste Revolution von Künstlicher Intelligenz derzeit abseits des Scheinwerferlichts: In den Forschungslaboren der globalen Pharmaindustrie. </p> <p style="text-align: justify;">Über Jahrzehnte unterlag die Arzneimittelentwicklung einem ernüchternden ökonomischen Trend: Die Forschungs- und Entwicklungskosten pro neuem Medikament verdoppelten sich inflationsbereinigt kontinuierlich, während Entwicklungszeiten von zehn bis fünfzehn Jahren und Ausfallquoten von über 90 Prozent in den klinischen Phasen die Margen der Konzerne belasteten. Der flächendeckende Einsatz von KI bricht diese Entwicklung nun auf und die Zeitspanne bis zur Findung tragfähiger Wirkstoffkandidaten verkürzt sich von vier bis fünf Jahren auf 12 bis 18 Monate.</p> <p style="text-align: justify;">Die entscheidenden Gewinner dieses Paradigmenwechsels sind jedoch noch nicht die unrentablen Biotech-Start-ups. Sondern jene kapitalstarken Pharma-Schwergewichte („Big Pharma“), die über gigantische Mengen proprietärer klinischer Daten verfügen und diese mit eigenen Algorithmen sowie globalen Spitzenallianzen verknüpfen. Wir stellen drei börsennotierte Konzerne vor, die bei dieser Entwicklung an vorderster Front stehen: <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">Weiterlesen...</a></p> <p style="text-align: justify;">Das war ein Auszug aus der Termin-Börse daily: Genau das Richtige für besonders ambitionierte Anleger; täglich neue Empfehlungen und Analysen. Probieren Sie es aus, entweder im Abo oder im EInzelabruf (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
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Volker Schulz
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