<p><strong>Die guten Quartalszahlen des kanadischen Nachrichten- und Datenspezialisten von Anfang Mai haben nicht gereicht, um „TRI“ (Nasdaq-Kürzel) über die Abwärtstrendlinie zu hieven. </strong>Heute verliert der Titel 4 % und mehr ohne Vorliegen neuer Nachrichten. Es wirken weiterhin die Tendenz zur Mitnahme kleiner Gewinne sowie Szenarien mit KI-Zusammenhang. </p> <p><strong>Im vorigen Juli in der Spitze galt noch 218 $, heute 89 $. </strong>Auf dem Weg nach unten war die oft gesehene Gegenbewegung nach Kurshalbierung nicht relevant. - Fundamental gesehen: </p> <p><strong>Bei 20,4 % Nettomarge sind 39 Mrd. $ Börsenwert für 7,7 Mrd. $ Umsatz zu ehrgeizig.</strong> Die Wiederholbarkeit von 10 % Umsatzplus wird offenbar bezweifelt. Das ist den KI-Befürchtungen geschuldet: Demnächst schickt jedermann für seine Recherche KI-Agenten los und lässt sich von diesen das auf persönlichen Bedarf zugeschnittene Fachbuch erarbeiten. Wirklich realistisch? Weil aber solche Szenarien im Raum stehen, ist ein Forward-KGV 19 zu hoch. Oder so:</p> <p><strong>„TRI“ bleibt in der KI-Delle.</strong> Der Kurs kann weitere 10 $ nach unten laufen , spätestens dann schauen wir im Frankfurter Börsenbrief genauer hin.</p> <p><strong>Der Chartvergleich enthält weitere Titel gleicher Art, jeweils mit unstrittig vorhandener Kompetenz.</strong> Der indirekte Makel aller Gruppemitglieder liegt darin, dass eine KI-basierte Konkurrenz demnächst Ähnliches - zum kleineren Preis oder sogar kostenlos - abliefern wird.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info/boersenbriefe">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf.</p>
<p>Depotwert BARRICK überrascht im 1. Quartal klar positiv. Der bereinigte Gewinn steigt von 0,35 auf 0,98 $ je Aktie. Damit liegt BARRICK deutlich über dem Bloomberg-Konsens von 0,80 $. Der deutliche „Beat“ liegt darin, dass BARRICK 748.000 Unzen verkauft, aber nur 719.000 Unzen produziert hat (Q1 traditionell produktionsschwaches Quartal). Der Umsatz klettert um 67 % auf 5,22 Mrd.$. Besonders stark:</p> <p>Die AISC (All-in Sustaining Costs) - das ist eine wichtige Kostenkennzahl bei Goldminen und zeigt grob gesagt, was es kostet, eine Unze Gold nachhaltig zu produzieren - fallen auf 1.708 $ statt die erwarteten 1.993 $. Keine einzelne Mine weist AISCs über 2.000 $ bei BARRICK aus.</p> <p>Der freie Cashflow erreicht 1,58 Mrd. $ (rd. 0,90 $ je Aktie) nach 375 Mio. $ im Vorjahr. Damit belegt man die Fähigkeit Gewinne in Barmittelzuflüsse umzumünzen eindrucksvoll. Folge: Zusätzlich genehmigt der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm über 3 Mrd. $.</p> <p>Das Kursziel ist von 60 auf 65 $ anzuheben. Wir bleiben bullisch für die Aktie! </p>
<p>APPLIED MATERIALS wird am Vatertag nachbörslich Quartalszahlen veröffentlichen. Ein „Beat and Raise“ wird eingepreist. Seit geraumer Zeit verdichten sich die Hinweise, dass sich die Nachfrage in den vergangenen Monaten nochmals beschleunigt hat. Die Kunden bestellen inzwischen laut Brancheninsidern bereits für konkrete Ausbaupläne bis 2028, um die mehrjährigen Kapazitätserweiterungen entlang der KI-Wertschöpfungskette abzusichern. Das spricht für einen länger andauernden Investitionszyklus als bisher erwartet. Für 2026 erscheint daher ein Umsatzniveau von annähernd 35 Mrd. $ realistisch, während der Konsens bislang lediglich bei 31,6 Mrd. $ liegt11,16 $ Gewinn je Aktie im Konsens sind zu konservativ, bis zu 13,50 $ je Aktie für 2026 sind machbar. Unser Empfehlungswert bleibt damit einer der attraktivsten Titel im laufenden KI- und Halbleiterzyklus.</p>
<p>Wird die Spekulation, dass INTEL künftig Teile der Apple-Prozessorfertigung übernehmen wird, wahr, hat das signifikante Auswirkungen. Insidern zufolge würde bereits die Fertigung der Mac- und iPad-Prozessoren sechs EUV-Systeme, fünf ArFi-Anlagen und drei klassische DUV-Systeme erfordern, was einem zusätzlichen Umsatzpotenzial von rd. 1,8 Mrd. € für ASML entspricht. Sollte INTEL sogar die iPhone-Prozessorfertigung gewinnen, würde der Bedarf auf 15 EUV-Systeme steigen – verbunden mit einem Lithographievolumen von etwa 4,6 Mrd. € oder einem 10%-igen Umsatzschub. In diesem Fall könnte ASML bereits 2027/28 an Kapazitätsgrenzen stoßen. Nach dem jüngsten Ausbruch und dem folglichen Kaufsignal ist die Aktie für Trader ein Thema mit engem Stop.</p>
<p>Und zwar mit dem Verkauf der Tochtergesellschaften Fabreeka und Tech Products an die VMC Group. 78 Mio. Euro sollen dafür über die Ladentheke gehen. Die Transaktion soll im dritten Geschäftsquartal abgeschlossen werden, sofern die Behörden dem Verkauf zustimmen. Mit dem Nettoerlös wird STABILUS dann vor allem Schulden abbauen und die Bilanz stärken. Die Ziele für das Gesamtjahr 2025/2026 bestätigte der Konzern trotz der geplanten Verkäufe.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p style="text-align: justify;">Zu den heimlichen Königen des Speicher-Booms gehören die Zulieferer. In der Welt der Technik schauen alle auf die großen Namen, die die fertigen Speicherchips herstellen. Doch wer die wirklichen Profiteure des aktuellen KI-Rauschs finden will, muss einen Schritt zurückgehen. Stellen Sie sich den Goldrausch vor: Die Bergleute (Chip-Hersteller) tragen das volle Risiko, ob sie Gold finden oder ob der Preis fällt. Diejenigen, die aber garantiert verdient haben, waren die Verkäufer von Schaufeln und Spitzhacken. Genau diese Rolle nehmen die Zulieferer im Halbleitermarkt ein.</p> <p style="text-align: justify;">Ohne ihre hochkomplexen Maschinen kann heute kein einziger moderner Speicherchip produziert werden. Da die Fabriken weltweit auf Jahre ausgebucht sind, sitzen diese Zulieferer auf prall gefüllten Auftragsbüchern und diktieren die Preise. Sie sind das Nadelöhr der gesamten Digitalisierung. Drei Kaufkandidaten stechen ins Auge, Sie finden die Unternehmen in der heutigen Ausgabe der <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">TB-Daily</a> <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">(KLICK HIER)</a>. </p>
<p>Barrick legt heute die Q1-Zahlen vor.</p> <p>Bloomberg erwartet ein bereinigtes EPS von 0,80 USD nach 0,35 USD im Vorjahr.</p> <p>Der realisierte Goldpreis wird auf 4.841 USD je Unze geschätzt.</p> <p>Die Goldproduktion dürfte mit rund 683.000 Unzen schwach ausfallen.</p> <p>Belastend wirken Wartungen, der Modellumbau und höhere AISC von geschätzt 1.993 USD. Ich halte diese Taxe für zu hoch.</p> <p>Trotzdem springt die Marge je Unze gegenüber dem Vorjahr massiv an.</p> <p>Der freie Cashflow wird für Q1 auf 1,24 Mrd. USD geschätzt. Das ist stark.</p> <p>Eine positive Überraschung wäre möglich, wenn Nevada Gold Mines besser läuft als erwartet.</p> <p>Da die Aktie bereits in den letzten Tagen deutlich hochgelaufen ist, warte ich mit einem Zukauf noch ab. </p>
<p>Die Börsen starten durchwachsen in die neue Woche. Der MSCI Asia Pacific legt um 0,6 % zu, getragen vor allem von Technologiewerten. Besonders stark bleibt Südkorea. Der Markt springt um 5 % auf ein Rekordhoch - die Treiber sind mal wieder SK Hynix und Samsung. Auch asiatische Chipwerte markieren neue Hochs, nachdem der Philadelphia Semiconductor Index bereits am Freitag auf Rekordniveau gestiegen war.</p> <p>Der dominierende Markttreiber bleibt damit unverändert: KI-Infrastruktur, Rechenzentren, Halbleiter und der damit verbundene Investitionszyklus. In den USA haben zuletzt rund 82 % der S&P-500-Unternehmen die Gewinnerwartungen übertroffen. 85 % der Berichtssaison ist gelaufen und es stehen 27,7 % Gewinnplus für die S&P 500 Unternehmen auf der Uhr. Das ist beeindruckend. Aber:</p> <p>Eine Lösung am Golf bleibt weiterhin aus. Trump hat die Gegenvorschläge Irans abgelehnt. Damit bleibt die Straße von Hormus vorerst geschlossen. Brent steigt um 4,4 % auf über 105 Dollar je Barrel, WTI legt auf rund 100 Dollar zu. </p> <p>Für Europa zeichnet sich ein verhaltener Start ab (DAX ca. - 50 Punkte). Im Fokus stehen diese Woche das geplante Treffen zwischen Trump und Xi nebst US-Inflationsdaten. </p> <p>Im Blick habe ich heute die Zahlen von Hochtief, Banca Monte dei Paschi di Siena und Barrick Mining.</p> <p>Mehr davon? Jeden Morgen in einer Minute: Das Wichtigste für Ihren Börsentag – direkt aus unserem <a href="https://www.bernecker.info/news/list/alle" target="_blank" rel="noopener">Newspilot</a> oder der Bernecker-App.<br /><br />Ihr Volker Schulz</p>
<p style="text-align: center;"><strong>1) Warum wird PayPal nach den eigentlich doch guten Zahlen so abgestraft?</strong></p> <p><strong>PayPal ist als führende Technologieplattform mit mehr als 6 Unterabteilungen zu wenig griffig in der Strategie und damit nicht griffig für Perspektiven, die daraus entstehen können.</strong> 41 Mrd. $ Marktwert für rd. 33 Mrd. $ Umsatz und ein KGV von 9,5 sind extrem preiswert. Das bedeutet, dass entweder PayPal selbst seine Zukunft straffer organisiert oder eine andere Adresse eine Übernahme plant. Darin liegt die Wette. Mit den genannten Ausgangswerten liegt diese Erwartung bei über 100 %, wenn auch der Zeitpunkt schwer zu definieren ist. Doch an der Wall Street sind solche Ausgangswerte immer der Ansatz für spekulative Erwartungen. </p> <p style="text-align: center;"><strong>2) Ist der aktuelle KI-Hype um Micron, Nvidia & Co. eine Blase?</strong></p> <p><strong>Alle Techs liefern in der laufenden Berichtssaison deutlich bessere Ergebnisse, als von den Analysten und im Markt erwartet worden waren.</strong> Daraus entsteht Euphorie. Die Kursgewinne gehen deshalb zu weit und bedürfen einer Korrektur. Doch diese ist technisch bedingt und nicht zwingend ein Dauerrisiko, weil der Gesamtmarkt der Technologie mit dem Rückenwind der sehr guten Entwicklung in den USA selbst längerfristig eine brauchbare Spielwiese abgibt. Marktwerte von 5 Bio. $ für Nvidia sind natürlich fragwürdig, aber: Wie hoch darf die Wachstumsprämie im Kurs reichen?</p> <p><strong>Ergo: </strong>In den augenblicklichen Kursen steckt ein technisches Risiko, wie üblich in der Größenordnung von 10 % oder etwas mehr. Lesen Sie mehr über US KI-Werte in der aktuellen <a href="http://www.bernecker.info/actien-boerse"><span style="color: #e67e23;"><strong>Actien-Börse</strong></span></a>. </p> <p style="text-align: center;"><strong>3) Wie sehen sie die Aussichten für europäische Aktien im 2. Halbjahr?</strong></p> <p><strong>Die Eurobörsen sehen so aus, wie die Vorgaben aus New York kommen - ohne Ausnahme. </strong>Allein die Größenordnungen zeigen es. Der S&P 500 hat im Moment einen Marktwert von über 65 Bio. $, der Nasdaq kommt auf über 20 Bio. $. Alle größeren EU-Börsen zusammen schaffen noch nicht einmal 10 Bio. €. Sämtliche Ergebnisse der großen Techadressen liefern den Grundtrend, dem einzelne Europäer folgen können. Also:</p> <p><strong>Die Eurobörsen bleiben eine brauchbare Spielwiese für ausgesuchte Investments und durchaus gute Unternehmen, aber mit beschränkter Dynamik. </strong></p>
<p>Das Zahlenwerk aus Q1 löst weitere Verkaufswellen aus. KSB Vz. haben den langen Aufwärtstrend gebrochen und sind auf Schlusskursbasis unter unser Stop Loss gefallen. Am Montag wird somit aus dem Spekulativen Portfolio verkauft. </p>
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Volker Schulz
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