<p>Dass man es mit einer marktgerechten Bewertung der Assets bei ROCKET INTERNET nicht so genau nimmt, hatten wir bereits mehrmals thematisiert. Das nächste Beispiel belegt das: Rocket hielt zum Jahresende eine Beteiligung in Höhe von 5,1% an der Kalshi Inc. Kalshi ist ein US-Fintech-Unternehmen, das eine sogenannte Prediction-Market-Börse betreibt – also eine Plattform, auf der Nutzer auf den Ausgang realer Ereignisse wie Wahlen oder aktuell auch den Irankrieg handeln. Deren Wertansatz wurde in der letzten Bilanz von 4,4 Mio. € auf nur noch 0,4 Mio. € korrigiert, was somit eine Gesamtbewertung von 7,8 Mio. € unterstellt. Das Unternehmen, das rd. 1,5 Mrd. $ jährlichen Umsatz generiert, hat eine 1 Mrd. schwere Finanzierungsrunde auf einer Bewertungsbasis von 22 Mrd. $ absolviert. Ein weiteres Indiz dafür, dass sich Samwer & Co notorisch arm rechnen. Die Story ist Bernecker-Lesern bekannt, 30 € bleiben das Minimalziel bei der Value-Spekulation.</p>
<p>Wer ist eigentlich wie in der Lieferkette von Nvidia integriert? Fabrinet, SK Hynix und Ibiden generieren jeweils über 20 % ihres Umsatzes mit Nvidia. Unten stehende Bloomberg-Grafik zeigt die 13 Zulieferer mit den jeweils höchsten Umsatzabhängkeiten von Nividia.</p> <p> </p> <p> </p>
<p>Auch wir hatten im "Aktionärsbrief" die vorangegange Abwärtsbewegung als übertrieben eingestuft. Diese Woche haben gleich mehrere Analysten ähnlich argumentiert:</p> <p>Jefferies bestätigt die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 300 €. Positiv bewertet wird vor allem die Zuversicht des Finanzchefs für die Preisentwicklung 2026. Die wetterbedingt schwache Entwicklung im 1. Quartal gilt dort noch als aufholbar. Als Unsicherheitsfaktor bleibt laut Jefferies vor allem der Iran-Krieg. Zudem werden die möglichen Folgen geänderter europäischer CO2-Regeln als geringer eingeschätzt als vom Markt befürchtet.</p> <p>UBS bleibt bei „Buy“ mit einem Kursziel von 260 €. Nach den Jahreszahlen änderte die Bank ihre Schätzungen bis 2028 nur leicht. Das spricht für Vertrauen in die operative Stabilität. Besonders hervorgehoben wird das aus Sicht von UBS sehr attraktive Chance-Risiko-Verhältnis.</p> <p>Morgan Stanley vollzieht die markanteste Wende. Das Kursziel bleibt bei 219 €, die Einstufung steigt aber von „Underweight“ auf „Overweight“. Die Sorgen um sinkende Betonpreise durch niedrigere Emissionskosten werden als übertrieben eingestuft. Morgan Stanley sieht nach dem Kursrutsch auf zeitweise unter 160 € eine günstige Einstiegschance und verweist auf Kostendisziplin sowie robuste Margen.</p> <p>Barclays bleibt bei „Overweight“ und verweist auf Chancen durch KI-Infrastruktur, Effizienzgewinne und zusätzliche Nachfrage durch Rechenzentren. JPMorgan bestätigt „Overweight“ mit 250 € Kursziel und belässt Heidelberg Materials auf der „Analyst Focus List“.</p> <p>Die Kurszielspanne der jüngsten Analystenstatements reicht damit von 219 € bis 300 €. Bezogen auf das aktuelle Kursniveau von rund 171 € ergibt das ein Aufwärtspotenzial von 28 bis 75 %. Heidelberg Materials gehört heute zu den wenigen Gewinnern im DAX und baut damit weiter relative Stärke auf.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion Bernecker</p>
<p>Im Spekulativen Portfolio wurde wie gestern avisiert Kontron auf Schlusskursbasis ausgestoppt. Heute wurde zu 20,08 € zur Eröffnung verkauft. Es verbleibt ein Plus von mageren 2 %. </p>
<p>Wie die Bundesstatistiker heute mitteilten, ging es um 3,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat abwärts, um 0,5 % auch im Vergleich mit dem Januar 2026. Jetzt kommt's: Dies vor allem, weil die Energiepreise nachgaben! Und zwar um 12,5 % gegenüber dem Februar 2025. Investitions-, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter wurden dagegen teurer. Mal sehen, wie das Pendel in den nächsten Monaten ausschlägt, wenn sich die Folgen des Iran-Kriegs auf die Energiepreise sukzessive bemerkbar machen.</p> <p>Annerose Winkler</p> <p><a href="https://www.bernecker.info/unternehmer-brief">Der Deutsche Unternehmerbrief</a></p> <p><a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p><br />Publikationen der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH lesen Sie unter www.bernecker.info im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p> </p>
<p><strong>Finanzieller Überblick: Investitionen drücken auf den Gewinn</strong><br />Alibaba verfehlte im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 die durchschnittlichen Markterwartungen beim Umsatz und beim operativen Ergebnis.</p> <p>Umsatz: Erreichte 284,8 Mrd. RMB, was einem Zuwachs von 1,7 % entspricht, aber 2 % hinter dem Konsens zurückblieb.</p> <p>Gewinn (EBITA): Das bereinigte operative Ergebnis brach um 57 % auf 23,4 Mrd. RMB ein.</p> <p>Ursachen: Die Gewinnmarge leidet primär unter den fortgesetzten Ausgaben für den Bereich Quick Commerce, der Optimierung der Nutzererfahrung sowie hohen Investitionen in neue Technologien.</p> <p><strong>Cloud und KI: Der dynamische Wachstumskern</strong><br />Die Cloud-Sparte (Cloud Intelligence Group) stellt den stabilsten Lichtblick des Berichts dar. Der Umsatz in diesem Segment stieg um 36 % und übertraf damit die Prognosen der Analysten deutlich. Die Erlöse aus KI-bezogenen Produkten verzeichneten das zehnte Quartal in Folge ein dreistelliges Wachstum. Das Management strebt innerhalb der nächsten fünf Jahre einen externen Cloud-Umsatz von 100 Mrd. USD an. Dies entspräche einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von über 40 %. </p> <p><strong>E-Commerce und Quick Commerce: Transformation im Gange</strong><br />Im chinesischen Kerngeschäft zeigt sich eine Trendwende bei den Werbeerlösen und der Marktdurchdringung. Die Einnahmen aus dem Kundenmanagement (CMR) stiegen im dritten Quartal nur um 1 %, für das laufende vierte Quartal wird jedoch eine Beschleunigung auf 6 % erwartet.</p> <p>Quick Commerce (QC): Dieser Bereich wuchs mit 56 % massiv an. Trotz aktueller operativer Verluste in Höhe von rund 20 Mrd. RMB hält der Konzern an seinem Ziel fest, bis 2028 ein Warenvolumen (GMV) von 1 Billion RMB zu erreichen. Die Profitabilität für das QC-Segment wird für das Geschäftsjahr 2029 angestrebt.</p> <p><strong>Bewertung und Analysteneinschätzung</strong><br />Trotz der kurzfristigen Belastungen durch den Investitionszyklus bleibt die fundamentale Bewertung der Analysten positiv. Die Ziele wurden zwar im Schnitt um 5 % gekürzt. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten im Bloomberg-Konsens auf 12 Monate in Höhe von 188 HKD liegt dennoch sportliche 52 % über dem aktuellen Kurs. Interessant zu wissen:</p> <p><strong>Der faire Wert setzt sich zu 43 % aus der Cloud-Sparte und zu 38 % aus dem chinesischen E-Commerce-Geschäft und zu 19 % restlicher Aktivitäten zusammen.</strong> Somit steht und fällt der Kurs insbesondere mit dem Cloud-Geschäft, welches im letzten Quartal absolut überzeugt hat. </p> <p><strong>Sie möchten weitere solche Analysen lesen? Laden Sie sich im App Store einfach die Bernecker App herunter (<a href="https://www.bernecker.info/app">https://www.bernecker.info/app</a>)</strong></p> <p>Bernecker Redaktion (<a href="http://www.bernecker.info)">www.bernecker.info)</a></p>
<p><strong>Der Paketlogistiker hat mit seinem Q3 (im Fiskaljahr 2026) Erwartungen übertroffen.</strong> Der Umsatz lag mit 24,0 Mrd. $ ca. 570 Mio. $ über dem Analysten-Konsens.</p> <p><strong>Noch klarer die Gewinnüberraschung:</strong> Bereinigte 5,25 gegen erwartete 4,14 $ je Aktie. CEO Raj Subramaniam verwies auf Erfolge beim Verbesserungsprogramm „Network 2.0“, das die Kostenbasis um insgesamt mehr als 1 Mrd. $ senken soll.</p> <p><strong>Zum Themenkomplex "KI":</strong> Durch digitale Transformation trage FEDEX entscheidend dazu bei, die „Lieferketten für jeden smarter zu machen“.</p> <p><strong>Zum geplanten Spinoff von FedEx Freight:</strong> Hier liege man im Plan, die Abtrennung soll zum 1. Juni 2026 erfolgen. Die neue Einheit hat bereits Schulden aufgenommen und die erhaltenen Mittel an die Mutter durchgereicht, zwecks gerechter Lastenverteilung.</p> <p><strong>Für gute Stimmung sorgte auch die abgeänderte EPS-Prognose für das Gesamtjahr:</strong> Verengt und angehoben auf 19,30 bis 20,10 $ (zuvor 17,80 bis 19,00 $).</p> <p><strong>Das nachbörsliche Kursplus von 9,5 % signalisiert Optimismus:</strong> Das vor dem Irankrieg geltende Spitzenniveau knapp unter 393 $ ist fast wieder erreicht.</p> <p><strong>Einstieg aber erst bei Kursberuhigung.</strong> Neue kriegsbedingte Schläge sind weiterhin nicht auszuschließen.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily. </p>
<p>Wir sehen heute eine vorsichtige Entspannung beim Öl. Brent-Crude notiert bei rund 108 USD pro Barrel. Israels Premierminister Netanyahu signalisierte, dass man keine Energieinfrastruktur mehr angreifen wolle. </p> <p>Auch die USA halten sich zurück. Trump schloss die Entsendung von Bodentruppen derzeit aus. Gleichzeitig erwägt das US-Finanzministerium die Aufhebung einiger Sanktionen gegen iranisches Öl, um die weltweit steigenden Energiepreise zu dämpfen.</p> <p>Die Inflationsprognosen steigen. Joachim Nagel (EZB) stellte sogar Zinserhöhungen bereits für den kommenden Monat in Aussicht, sollten die Preisdrücke anhalten. Folge: Die Anleiherenditen sind weiter im Aufwind. Die 10-jährige deutsche Staatsanleihe nähert sich der 3 %-Marke.</p> <p>In Australien und Neuseeland erreichten die Renditen für Staatsanleihen heute Morgen Mehrjahreshochs. </p> <p>Sollte es heute am Golf keine neuen Angriffe auf Energieinfrastruktur geben, zeichnet sich ein freundlicher Tag für den DAX ab mit rd. 200 Punkte Erholung in der Frühbörse. </p>
<p style="text-align: justify;">Die Aktienmärkte folgen dem Ölpreis, Europa reagiert deutlich sensibler auf die Tendenz der Energiepreise und zeigt eine deutliche relative Schwäche gegenüber der Wall Street. Aber die Verluste können auch als Chance genutzt werden: In der TB-Daily haben wir heute zwei Spekulationen auf Aktien gestartet, die durch die Kursverluste in unsere technische Kaufzone gerutscht sind. </p> <p style="text-align: justify;">Wer mitmachen möchte und über die Termingeschäftsfähigkeit bei seinem Broker verfügt, kann die <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">TB-Daily im Einzelabruf</a> erwerben und den Trade begleiten. Wiederholungstäter sind mit einem Abo besser bedient - das geht auch über den Link. </p>
<p>Für das Jahr 2026 prognostiziert der Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum in einer Spanne von 14 bis 15 %. Die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten lagen im Vorfeld bei etwa 14 %. Auch bei der operativen Profitabilität zeigt sich das Management optimistischer als der Markt. Die Zielmarge für das EBITDA wird für 2026 zwischen 32 und 33 % angesetzt, während der Konsens zuvor bei rund 32,3 % notierte.</p> <p>Drei Analysten-Kommentare anbei: </p> <p>Barclays (Overweight): Analystin Alice Jennings bezeichnet die Prognose als solide. Sie betont die Zuverlässigkeit des Managements, die eigenen Ziele in der Vergangenheit regelmäßig erreicht oder übertroffen zu haben.</p> <p>Citi (Buy): Analyst Balajee Tirupati sieht die Erwartungen für 2026 als beruhigend an. Die Einschätzung des Unternehmens, dass sich das makroökonomische Umfeld trotz geopolitischer Spannungen nicht verschlechtert, sei plausibel.</p> <p>Jefferies (Buy): Da die Eckdaten für 2025 bereits bekannt waren, lag der Fokus laut Charles Brennan auf der Qualität der Erträge und dem Ausblick. Da die Prognose mindestens dem Konsens entspricht und es keine negativen Überraschungen beim Working Capital gab, wirke der Bericht stützend.</p> <p>Das durchschnittliche Konsensziel liegt nun bei 106 €. Der Titel steigt gegen den Markt. </p>
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Volker Schulz
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