<p>2025 konnte der weltweit drittgrößte Rückversicherer einen Rekordgewinn einfahren. Daher will man nun die Aktionäre beglücken - und die Ausschüttung von 9 auf 12,50 Euro steigern. So viel war nicht erwartet worden, kein Wunder also, dass die Ampeln heute auf Grün stehen.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsen-Erfahrung via Facebook: Besuchen und abonnieren Sie kostenlos die Facebook-Seite der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH: <a href="http://www.facebook.com/bernecker.info">www.facebook.com/bernecker.info</a></p>
<p>Es ist schön einen Qualitätswert wie KSB im Portfolio zu haben. KSB hat frisch einen historischen Großauftrag gemeldet.</p> <p>Man sicherte sich den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte. Die Energiesparte liefert acht Hauptkühlmittelpumpen für ein Kernkraftwerk in Osteuropa. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf über 150 Mio. €. Diese Pumpen wiegen jeweils über 100 Tonnen und werden am Stammsitz in Frankenthal gefertigt.</p> <p>Der Wiederaufbau im Mittleren Ost wird KSB ebenso in die Karten spielen, je mehr Infrastruktur dort in Mitleidenschaft gezogen wird. Das Thema Meerwasserentsalzung bleibt ein zentraler strategischer Pfeiler. In Ländern wie Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten werden massive Investitionen in die Wasserinfrastruktur getätigt, um die Trinkwasserversorgung unabhängig von Grundwasserreserven zu sichern. </p> <p>Der Titel ist immer noch wenig ambitioniert bewertet. </p>
<p>Guten Morgen,</p> <p>brennende Öltanker im Golf sorgen medial für neue Schreckmomente, aber keine neue Einschätzung der Lage vor Ort. Fast schon wichtiger: Mit CLIFFWATER und MORGAN STANLEY haben zwei weitere Schwergewichte der Branche den Zugang zu Anlegergeldern beschränkt. Die Dynamik am Markt für Private Credit verschärft sich damit in diesen Tagen massiv. Damit ist auch ein weiterer Test der Marke 23.000 im DAX möglich.</p> <p>Die UBS schätzt, dass etwa 25 % bis 35 % der gesamten Private-Credit-Portfolios einem erhöhten Risiko durch die Disruption von Künstlicher Intelligenz ausgesetzt sind. Bei einem geschätzten Gesamtmarkt von rund $2,2 Bio. betrifft dies ein Volumen von über 550 Mrd. bis 770 Mrd. $. Das ist wahrscheinlich überzogen aber: </p> <p>Jedes Mal, wenn ein prominenter Fonds die Rücknahmen begrenzt, wächst bei Anlegern anderer Fonds die Sorge, zu spät zu kommen. Dies löst eine Kaskade weiterer Rückgabewünsche aus. Vor diesem Hintergrund keine Eile. </p> <p> </p>
<p><strong>Das Gründungsziel im Jahr 2014 war eine Dating-App, auf der weibliche Bedürfnisse (allen voran: Sicherheit vor Belästigung) klar im Vordergrund stehen. </strong>Im Geschäftsjahr 2025 entschied sich BUMBLE, dies wieder konsequent zu betonen.</p> <p><strong>Dieser „Quality Reset“ ist vor allem deshalb kostspielig, weil er zu einer Verminderung der Nutzerzahlen führte.</strong> Zudem wurde 1,04 Mrd. $ Goodwill bei den Nebenmarken abgeschrieben, da man sich auf die Kernmarke konzentriert.</p> <p><strong>Insbesondere die 2022 für 75 Mio. € übernommene App Fruitz aus Frankreich passte nicht mehr zu BUMBLE.</strong> Sie wurde laut gestriger Mitteilung im Juli 2025 verkauft. Anderen Quellen zufolge ist Fruitz nun wieder unter Kontrolle des Gründertrios. - Zurück zu BUMBLE: </p> <p><strong>Mit jetzt noch 3,3 Mio. zahlenden Kunden (minus 20,5 %) lag der Q4-Umsatz 14 % unter Vorjahr bei 224 Mio. $. </strong>Die Abschreibung ausgeklammert, blieben 9 Mio. $ als bereinigtes Ergebnis übrig. CFO Kevin Cook wies im Zahlentermin auf den weiterhin starken Cashflow hin (im Gesamtjahr operativ 250 Mio. $, frei 238 Mio. $).</p> <p><strong>Im Q1 erwartet BUMBLE 209 bis 213 Mio. $ Umsatz.</strong> Ein normaler Rückgang entsprechend der Saison.</p> <p><strong>Die nachbörsliche Reaktion erreichte bis zu + 27 %. </strong>Für einen Kauf zunächst Abkühlung abwarten. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
<p>Zwar stieg der Umsatz im dritten Quartal um 38 % auf 408 Mio. $, doch damit blieb der Hersteller von Rüstungstechnologie klar unter dem Konsens von 483,87 Mio. $. Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie verbesserte sich zwar von 0,30 $ auf 0,64 $, verfehlte den Konsens aber um 8 Cent. Besonders belastend wirkte die gesenkte Jahresprognose. Ursache sind Programmverzögerungen, Probleme beim SCAR-Programm, Lieferkettenstörungen und ein schwächerer Margenmix. Die Bruttomarge fiel von 40 % auf 27 %. Positiv bleiben der starke Auftragsbestand von zusammen 4,1 Mrd. $ und eine „Book-to-Bill“-Ratio von 1,60. Die Analysten reagierten überwiegend mit gesenkten Kurszielen (Bandbreite: 236 $ bis 400 $), blieben aber meist konstruktiv. Die Argumente sind ähnlich: Starke strukturelle Nachfrage, aber kurzfristig schlechtere Visibilität, Margendruck und höhere Unsicherheit für 2027. Die langfristige Wachstumsstory ist zwar lebendig, kurzfristig dominiert aber die operative Enttäuschung. Mit einem KGV von 64 bleibt die Aktie vorerst anfällig. </p>
<p>2025 sank der Umsatz um 5 % auf 20,5 Mrd. €, organisch blieb nur ein Plus von 0,9 %. Das bereinigte EBIT ging leicht auf 3,0 Mrd. € zurück, während sich die EBIT-Marge dank Einsparungen auf 14,8 % verbesserte. Der Überschuss legte leicht zu und die Dividende je Vorzugsaktie soll auf 2,07 € steigen. Für 2026 peilt Henkel nur 1 % bis 3 % organisches Wachstum an und erwartet einen verhaltenen Jahresstart. Genau das belastete gestern die Aktie; der Kurs gab um ca. 4 % nach. Seit Ende Februar hat sich der Kursrutsch deutlich verschärft. Auf Sicht von drei Jahren kommt die Aktie kaum voran und hinkt der Branche klar hinterher. JPMORGAN sieht Enttäuschungen bei Wachstum und bereinigtem Gewinn je Aktie und bleibt mit 65 € auf „Underweight“. GOLDMAN SACHS bleibt mit 73 € auf „Sell“. Bernstein verweist mit 74,96 € auf ein ordentliches Schlussquartal, aber ebenfalls auf eine Verfehlung der Konsensschätzung. Positiv bleiben die Fortschritte bei der Profitabilität sowie die Zukäufe in Beschichtungen und Haarpflege. Für einen nachhaltigen Aufwärtstrend fehlt aber weiter ein klarer Wachstumsimpuls. </p>
<p>2025 steigerte der Anlagenbauer den Umsatz um 1,4 % auf ca. 5,5 Mrd. € (organisch: + 3,7 %), während das bereinigte EBITDA um 8,4 % auf gut 907 Mio. € zulegte und die bereinigte EBITDA-Marge von 15,4 auf 16,5 % stieg. Der Auftragseingang wuchs um 6,7 % auf 5,92 Mrd. € und die Dividende soll auf 1,30 € je Aktie steigen. Für 2026 stellt GEA ein organisches Umsatzplus von 5,0 bis 7,0 % sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von 16,6 bis 17,2 % in Aussicht, womit der Mittelwert der Margenspanne leicht über dem Marktkonsens von 16,8 % liegt. Die Analystenreaktionen fielen überwiegend positiv aus; die Kursziele reichten von 56 bis 74 €. Fazit: GEA liefert robuste Zahlen, gibt einen soliden Ausblick und zeigt sich im schwachen Markt als vergleichsweise widerstandsfähiger Qualitätswert. </p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="http://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 11.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p>++ Iran-Krieg - übliche Muster</p> <p>++ Bankaktien im Feuer - diese Aktie kann man jetzt kaufen</p> <p>++ Doppelter Tiefschlag für ADIDAS - Chance?</p> <p>++ Telekomsektor vor Konsolidierung: Mit diesem ETF partizipieren</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
<p><strong>HEWLETT PACKARD ENTERPRISE (HPE) muss das Potenzial mit Juniper besser sichtbar machen.</strong> Die HP-Abspaltung (2015) hat sich unter der Leitung von CEO Antonio Neri (seit 2018) auf Themen wie flexible Datenspeicher, Server und Netzwerke fokussiert.</p> <p><strong>Die 2024 angekündigte Übernahme von Juniper Networks wurde im Juli 2025 umgesetzt. </strong>Dies ist als Hauptfaktor jeder Umsatzsteigerung zu beachten.</p> <p><strong>Vor einem Jahr reichte ein schlechtes Quartal, um einen Kurseinbruch von 50 % auszulösen.</strong> Davon abgesehen, erwies sich die KI-Ära (seit bald dreieinhalb Jahren) für HPE als kursmäßiger Erfolg. Wenn auch in prozentualen Größenordnungen weitab dessen, was man von NVIDIA und anderen Adresssen gewohnt ist. </p> <p><strong>Zum Q1-Zahlentermin dieser Woche (09.03.):</strong> Hier betonte CFO Marie Myers, dass die positiven Synergieeffekte der Übernahme sich früher als geplant bemerkbar machen. Die ebenfalls positiven Effekte durch den Aufbau von KI Servern sowie stärkere KI-Integration blieben argumentativ eher im Hintergrund (jedenfalls kein Vergleich zum vorgetragenen Großoptimismus bei Hyperscalern etc.). </p> <p><strong> Mit der inzwischen verfügbaren Technologie von Juniper kann KI-Potenzial besser genutzt werden, was HPE ebenfalls eine Spur offensiver kommunizieren könnte.</strong> 17 bis 22 % Umsatzwachstum und + 32 bis 40 % beim bereinigten Ergebnis im Ausblick sind beachtlich. Für einen erneuten Einstieg bei HPE (früher bereits in der Liste geführt) reicht es zurzeit aber nicht.</p> <p>Helmut Gellermann</p>
<p>Aixtron profitiert derzeit von einem neuen Wachstumsnarrativ. Die Aktie zeigt seit Ende Februar relative Stärke, weil der Markt nicht mehr nur auf das schwache Jahr 2026 schaut. Entscheidend ist inzwischen die Erwartung einer deutlichen Belebung ab 2027. Auslöser dafür waren drei Punkte. Erstens meldete Aixtron bei den Jahreszahlen einen überraschend starken Auftragseingang im vierten Quartal. Zweitens folgten mehrere deutliche Kurszielanhebungen durch Analysten. Drittens wird die Aktie am 23. März 2026 in den Stoxx Europe 600 aufgenommen. Das hat die Wahrnehmung des Titels klar verbessert.</p> <p>Fundamental war vor allem der Auftragseingang wichtig. Aixtron erzielte 2025 einen Umsatz von 556,6 Mio. € und lag damit zwar 12 % unter Vorjahr, aber über dem Marktkonsens. Viel wichtiger war das Signal aus dem Schlussquartal. Der Auftragseingang stieg auf 169,6 Mio. €. Das waren 37 % mehr als im dritten Quartal und 8 % mehr als ein Jahr zuvor. Dazu kam ein Free Cashflow von 181,9 Mio. € nach minus 72,4 Mio. € im Vorjahr. Der Kassenbestand blieb mit 224,6 Mio. € solide. Das zeigt, dass Aixtron die zyklische Schwäche ohne Bilanzprobleme übersteht.</p> <p>Der Markt kauft aber vor allem die Perspektive. Aixtron gilt inzwischen wieder stärker als Profiteur bei Galliumnitrid, also GaN-Leistungshalbleitern. Diese Technik wird für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren immer wichtiger. Genau darauf setzen viele Investoren. Sie bewerten Aixtron deshalb wieder stärker als strukturellen Gewinner und weniger als klassischen Zykliker.</p> <p>Die Analystenreaktionen haben das verstärkt. Jefferies hob das Kursziel von 27 € auf 30,30 € an. Deutsche Bank Research erhöhte von 20 € auf 31 €. Berenberg zog ebenfalls auf 31 € hoch. UBS erhöhte auf 28 €. Die Spanne der genannten Kursziele reicht damit von 28 € bis 31 €. Solche gleichgerichteten Hochstufungen geben einem laufenden Trend oft zusätzlichen Schub.</p> <p>Dass Aixtron selbst in der Phase des Irankriegs kaum nachgab, passt ins Bild. Der breite Markt litt unter Ölpreis-, Inflations- und Konjunktursorgen. Aixtron hatte dagegen einen starken eigenen Kurstreiber. Die Aktie wurde daher von einer spezifischen Nachfragestory getragen.</p> <p>Mittlerweile wirkt die Aktie aber auf kurze Sicht zunehmend überkauft. Wer investiert ist, darf zumindest über Teilgewinnmitnahmen nachdenken. Mittelfristig bleibt die Story aber intakt.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion Bernecker</p>
<p>Bei KGVs von über 40 für 2026 muss alles passen. Vier Punkte im Zuge der Zahlen sorgen für den Dämpfer.</p> <p>1. Analysten (insbesondere von JPMorgan) hinterfragten im Call kritisch, warum trotz der vollen Orderbücher der Umsatz 2025 hinter den Erwartungen zurückblieb. Die operative Umsetzung läuft nicht rund.</p> <p>2. Die Prognose für den Free Cash Flow wird als Enttäuschung gewertet. Die angekündigte Cash-Conversion von über 40 % lag deutlich unter dem Marktkonsens, der eher bei 90 % (ca. 2,5 Mrd. €) gelegen hatte. Hohe Vorratsinvestitionen und der Aufbau von Lagerbeständen für anstehende Großauslieferungen binden derzeit viel Kapital.</p> <p>3. Obwohl das Umsatzziel für 2026 auf 14,0 bis 14,5 Mrd. € konkretisiert wurde, lag dieser Korridor leicht unter den vorherigen Markterwartungen von ca. 15 Mrd. €. Berenberg merkten an, dass die Erklärung für diese leichte Abschwächung im Call wenig detailliert ausfiel. Zudem wurde die operative Ergebnismarge (EBIT-Marge) für 2026 mit rund 19 % beziffert, während einige Analysten bereits auf 20 % gehofft hatten.</p> <p>4. Im Call gab es spezifische Nachfragen zum Fortschritt wichtiger Schlüsselprojekte ohne klare Antworten. Analysten warnten, dass Verzögerungen beim Skyranger System die gesamte Wachstumsstory belasten könnten. </p> <p>Damit bleibt die Aktie technisch im Niemandsland. Wir schauen nur zu.</p> <p> </p>
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Volker Schulz
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