<p>APPLIED MATERIALS wird am Vatertag nachbörslich Quartalszahlen veröffentlichen. Ein „Beat and Raise“ wird eingepreist. Seit geraumer Zeit verdichten sich die Hinweise, dass sich die Nachfrage in den vergangenen Monaten nochmals beschleunigt hat. Die Kunden bestellen inzwischen laut Brancheninsidern bereits für konkrete Ausbaupläne bis 2028, um die mehrjährigen Kapazitätserweiterungen entlang der KI-Wertschöpfungskette abzusichern. Das spricht für einen länger andauernden Investitionszyklus als bisher erwartet. Für 2026 erscheint daher ein Umsatzniveau von annähernd 35 Mrd. $ realistisch, während der Konsens bislang lediglich bei 31,6 Mrd. $ liegt11,16 $ Gewinn je Aktie im Konsens sind zu konservativ, bis zu 13,50 $ je Aktie für 2026 sind machbar. Unser Empfehlungswert bleibt damit einer der attraktivsten Titel im laufenden KI- und Halbleiterzyklus.</p>
<p>Wird die Spekulation, dass INTEL künftig Teile der Apple-Prozessorfertigung übernehmen wird, wahr, hat das signifikante Auswirkungen. Insidern zufolge würde bereits die Fertigung der Mac- und iPad-Prozessoren sechs EUV-Systeme, fünf ArFi-Anlagen und drei klassische DUV-Systeme erfordern, was einem zusätzlichen Umsatzpotenzial von rd. 1,8 Mrd. € für ASML entspricht. Sollte INTEL sogar die iPhone-Prozessorfertigung gewinnen, würde der Bedarf auf 15 EUV-Systeme steigen – verbunden mit einem Lithographievolumen von etwa 4,6 Mrd. € oder einem 10%-igen Umsatzschub. In diesem Fall könnte ASML bereits 2027/28 an Kapazitätsgrenzen stoßen. Nach dem jüngsten Ausbruch und dem folglichen Kaufsignal ist die Aktie für Trader ein Thema mit engem Stop.</p>
<p>Und zwar mit dem Verkauf der Tochtergesellschaften Fabreeka und Tech Products an die VMC Group. 78 Mio. Euro sollen dafür über die Ladentheke gehen. Die Transaktion soll im dritten Geschäftsquartal abgeschlossen werden, sofern die Behörden dem Verkauf zustimmen. Mit dem Nettoerlös wird STABILUS dann vor allem Schulden abbauen und die Bilanz stärken. Die Ziele für das Gesamtjahr 2025/2026 bestätigte der Konzern trotz der geplanten Verkäufe.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p style="text-align: justify;">Zu den heimlichen Königen des Speicher-Booms gehören die Zulieferer. In der Welt der Technik schauen alle auf die großen Namen, die die fertigen Speicherchips herstellen. Doch wer die wirklichen Profiteure des aktuellen KI-Rauschs finden will, muss einen Schritt zurückgehen. Stellen Sie sich den Goldrausch vor: Die Bergleute (Chip-Hersteller) tragen das volle Risiko, ob sie Gold finden oder ob der Preis fällt. Diejenigen, die aber garantiert verdient haben, waren die Verkäufer von Schaufeln und Spitzhacken. Genau diese Rolle nehmen die Zulieferer im Halbleitermarkt ein.</p> <p style="text-align: justify;">Ohne ihre hochkomplexen Maschinen kann heute kein einziger moderner Speicherchip produziert werden. Da die Fabriken weltweit auf Jahre ausgebucht sind, sitzen diese Zulieferer auf prall gefüllten Auftragsbüchern und diktieren die Preise. Sie sind das Nadelöhr der gesamten Digitalisierung. Drei Kaufkandidaten stechen ins Auge, Sie finden die Unternehmen in der heutigen Ausgabe der <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">TB-Daily</a> <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">(KLICK HIER)</a>. </p>
<p>Barrick legt heute die Q1-Zahlen vor.</p> <p>Bloomberg erwartet ein bereinigtes EPS von 0,80 USD nach 0,35 USD im Vorjahr.</p> <p>Der realisierte Goldpreis wird auf 4.841 USD je Unze geschätzt.</p> <p>Die Goldproduktion dürfte mit rund 683.000 Unzen schwach ausfallen.</p> <p>Belastend wirken Wartungen, der Modellumbau und höhere AISC von geschätzt 1.993 USD. Ich halte diese Taxe für zu hoch.</p> <p>Trotzdem springt die Marge je Unze gegenüber dem Vorjahr massiv an.</p> <p>Der freie Cashflow wird für Q1 auf 1,24 Mrd. USD geschätzt. Das ist stark.</p> <p>Eine positive Überraschung wäre möglich, wenn Nevada Gold Mines besser läuft als erwartet.</p> <p>Da die Aktie bereits in den letzten Tagen deutlich hochgelaufen ist, warte ich mit einem Zukauf noch ab. </p>
<p>Die Börsen starten durchwachsen in die neue Woche. Der MSCI Asia Pacific legt um 0,6 % zu, getragen vor allem von Technologiewerten. Besonders stark bleibt Südkorea. Der Markt springt um 5 % auf ein Rekordhoch - die Treiber sind mal wieder SK Hynix und Samsung. Auch asiatische Chipwerte markieren neue Hochs, nachdem der Philadelphia Semiconductor Index bereits am Freitag auf Rekordniveau gestiegen war.</p> <p>Der dominierende Markttreiber bleibt damit unverändert: KI-Infrastruktur, Rechenzentren, Halbleiter und der damit verbundene Investitionszyklus. In den USA haben zuletzt rund 82 % der S&P-500-Unternehmen die Gewinnerwartungen übertroffen. 85 % der Berichtssaison ist gelaufen und es stehen 27,7 % Gewinnplus für die S&P 500 Unternehmen auf der Uhr. Das ist beeindruckend. Aber:</p> <p>Eine Lösung am Golf bleibt weiterhin aus. Trump hat die Gegenvorschläge Irans abgelehnt. Damit bleibt die Straße von Hormus vorerst geschlossen. Brent steigt um 4,4 % auf über 105 Dollar je Barrel, WTI legt auf rund 100 Dollar zu. </p> <p>Für Europa zeichnet sich ein verhaltener Start ab (DAX ca. - 50 Punkte). Im Fokus stehen diese Woche das geplante Treffen zwischen Trump und Xi nebst US-Inflationsdaten. </p> <p>Im Blick habe ich heute die Zahlen von Hochtief, Banca Monte dei Paschi di Siena und Barrick Mining.</p> <p>Mehr davon? Jeden Morgen in einer Minute: Das Wichtigste für Ihren Börsentag – direkt aus unserem <a href="https://www.bernecker.info/news/list/alle" target="_blank" rel="noopener">Newspilot</a> oder der Bernecker-App.<br /><br />Ihr Volker Schulz</p>
<p style="text-align: center;"><strong>1) Warum wird PayPal nach den eigentlich doch guten Zahlen so abgestraft?</strong></p> <p><strong>PayPal ist als führende Technologieplattform mit mehr als 6 Unterabteilungen zu wenig griffig in der Strategie und damit nicht griffig für Perspektiven, die daraus entstehen können.</strong> 41 Mrd. $ Marktwert für rd. 33 Mrd. $ Umsatz und ein KGV von 9,5 sind extrem preiswert. Das bedeutet, dass entweder PayPal selbst seine Zukunft straffer organisiert oder eine andere Adresse eine Übernahme plant. Darin liegt die Wette. Mit den genannten Ausgangswerten liegt diese Erwartung bei über 100 %, wenn auch der Zeitpunkt schwer zu definieren ist. Doch an der Wall Street sind solche Ausgangswerte immer der Ansatz für spekulative Erwartungen. </p> <p style="text-align: center;"><strong>2) Ist der aktuelle KI-Hype um Micron, Nvidia & Co. eine Blase?</strong></p> <p><strong>Alle Techs liefern in der laufenden Berichtssaison deutlich bessere Ergebnisse, als von den Analysten und im Markt erwartet worden waren.</strong> Daraus entsteht Euphorie. Die Kursgewinne gehen deshalb zu weit und bedürfen einer Korrektur. Doch diese ist technisch bedingt und nicht zwingend ein Dauerrisiko, weil der Gesamtmarkt der Technologie mit dem Rückenwind der sehr guten Entwicklung in den USA selbst längerfristig eine brauchbare Spielwiese abgibt. Marktwerte von 5 Bio. $ für Nvidia sind natürlich fragwürdig, aber: Wie hoch darf die Wachstumsprämie im Kurs reichen?</p> <p><strong>Ergo: </strong>In den augenblicklichen Kursen steckt ein technisches Risiko, wie üblich in der Größenordnung von 10 % oder etwas mehr. Lesen Sie mehr über US KI-Werte in der aktuellen <a href="http://www.bernecker.info/actien-boerse"><span style="color: #e67e23;"><strong>Actien-Börse</strong></span></a>. </p> <p style="text-align: center;"><strong>3) Wie sehen sie die Aussichten für europäische Aktien im 2. Halbjahr?</strong></p> <p><strong>Die Eurobörsen sehen so aus, wie die Vorgaben aus New York kommen - ohne Ausnahme. </strong>Allein die Größenordnungen zeigen es. Der S&P 500 hat im Moment einen Marktwert von über 65 Bio. $, der Nasdaq kommt auf über 20 Bio. $. Alle größeren EU-Börsen zusammen schaffen noch nicht einmal 10 Bio. €. Sämtliche Ergebnisse der großen Techadressen liefern den Grundtrend, dem einzelne Europäer folgen können. Also:</p> <p><strong>Die Eurobörsen bleiben eine brauchbare Spielwiese für ausgesuchte Investments und durchaus gute Unternehmen, aber mit beschränkter Dynamik. </strong></p>
<p>Das Zahlenwerk aus Q1 löst weitere Verkaufswellen aus. KSB Vz. haben den langen Aufwärtstrend gebrochen und sind auf Schlusskursbasis unter unser Stop Loss gefallen. Am Montag wird somit aus dem Spekulativen Portfolio verkauft. </p>
<p>Die Infrastruktur-Investmentgesellschaft I Squared Capital und der Private-Equity-Gigant Blackstone sollen ihre Pläne für eine Übernahme des Kölner Außenwerbers Ströer neuen Gerüchten zufolge beschleunigen. Entgegen früherer Spekulationen, die sich primär auf die Sparte für Außenwerbung konzentrierten, zielt das Konsortium nun offenbar auf das gesamte Unternehmen ab.</p> <p>Unser Parkettgeflüster aus AK 16/26 vom 15. April gewinnt an Kontur. </p>
<p>Die Situation um die EUV-Maschinen (Extreme Ultraviolet) von ASML ist aufgrund der aktuellen Marktdynamik im KI-Bereich schon fast skurril. </p> <p>Reuters berichtet heute:</p> <p>Anstatt dass SK hynix die Milliardeninvestitionen allein stemmt, bietet Big Tech an, die Kosten für spezifische Maschinen EUV Maschinen (die pro Stück mehrere hundert Millionen Dollar kosten) zu übernehmen. Man schlägt Vorauszahlungen von 30 % bis 40 % des gesamten Auftragswerts vor, um sich gegen den Kapazitätsengpass abzusichern. Im Gegenzug fordert man den exklusiven Zugriff auf die damit produzierten Chips (vor allem HBM/KI-Speicher). SK hynix prüft diese Angebote derzeit sehr vorsichtig. Das Problem:</p> <p>Nimmt man das Geld an, ist man rechtlich eng an einen einzigen Kunden gebunden und verliert die Flexibilität, die Chips zum jeweils höchsten Marktpreis an den Meistbietenden zu verkaufen.</p>
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Volker Schulz
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