<p>FREENET war heute vorübergehend der größte Verlierer im MDAX und rutscht zeitweise um bis zu 10 % ab. Auslöser war eine Analysteneinschätzung: UBS stufte die die Aktie von „Neutral“ auf „Sell“ herab, beließ aber das Kursziel bei 28,50 €. Die Reaktion fiel auch deshalb so heftig aus, weil die Aktie in den letzten vier Wochen um gut ein Fünftel gestiegen war, was die Anfälligkeit für Gewinnmitnahmen erhöhte. UBS verwies auf schwächere Trends im Mobilfunk- und TV-Geschäft sowie auf strukturelle Risiken durch Künstliche Intelligenz. Das Timing der Herabstufung ist brisant, weil FREENET kommenden Mittwoch die vorläufigen 2025-Zahlen vorlegen will und am Tag darauf einen Conference-Call durchführen will. Die erwartete Dividende von 1,97 € je Aktie entspricht etwa 6,5 % Rendite und wirkt als Kurspuffer nach unten.</p> <p>Der Kursabschlag ist nur dann voll gerechtfertigt, wenn die Zahlen kommende Woche die UBS-Sorgen bestätigen. Ansonsten wird es eine deutliche Gegenbewegung nach oben geben.</p> <p>Für mittel- bis langfristig orientierte Anleger bleibt die Aktie aber ohnehin interessant. </p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p>Rohöl der Sorte Brent hat erstmals seit dem vergangenen Sommer wieder die Zone um 70 $ bis 71 $ überschritten. Auslöser ist das wachsende Risiko eines US-Angriffs auf den Iran. Die USA haben in der Region zwei Flugzeugträgerverbände stationiert. Zudem fliegen derzeit viele Tankflugzeuge und Militärtransporter über den Atlantik in Richtung Naher Osten. Viele US-Luftwaffenstützpunkte in der Region befinden sich in erhöhter Alarmbereitschaft. Diese Massivität der militärischen Drohkulisse geht über übliches Säbelrasseln hinaus. Ein US-Angriff wird damit wahrscheinlicher und der Ölmarkt reagiert mit einer steigenden Risikoprämie. Citi sieht diese Prämie bei 5 $ bis 7 $ je Barrel. Bloomberg New Energy Finance (BloombergNEF) verortet sie eher bei rund 4 $ je Barrel.</p> <p>Der entscheidende Faktor bleibt die Straße von Hormus. Dort liefen 2024 im Schnitt rund 20 Mio. Barrel pro Tag durch und das entspricht etwa 20 % des weltweiten Verbrauchs an Rohöl und Rohölprodukten. Bypass-Pipelines aus Saudi-Arabien und den VAE ersetzen laut EIA nur rund 2,6 Mio. Barrel pro Tag. Ein Angriff ohne Störung der Schifffahrt wäre daher eher nur ein Preisschock mit kurzer Halbwertszeit. Ein Angriff mit Störung der Schifffahrt hätte dagegen echtes Trendpotenzial. Ein begrenzter US-Schlag gegen ausgewählte Ziele würde Brent in der Regel um weitere 8 $ bis 15 $ über das aktuelle Niveau treiben und damit grob 79 $ bis 86 $ ermöglichen. Eine breitere Luftkampagne mit iranischer Vergeltung und echter Eskalation würde Brent typischerweise in die Zone von 90 $ bis 105 $ heben, weil dann nicht nur Iran zählt, sondern die Angst vor Ausfällen im gesamten Golf und bei Transportwegen. Das Extremrisiko ist eine zeitweise Blockade oder faktische Behinderung von Hormus. Dann wäre kurzfristig sogar ein Spike Richtung 110 $ bis 130 $ denkbar, weil der Markt ein Vielfaches der aktuellen Risikoprämie einpreisen würde.</p> <p>Als Referenz taugt der Ukraine-Schock, bei dem BloombergNEF eine implizite Brent-Kriegsprämie von 31 $ direkt nach dem Einmarsch und bis zu 47 $ im 2Q 2022 taxierte. Gleichzeitig dämpfen zwei Punkte die nachhaltige Preisoberseite: Iran ist als Produzent kleiner als Russland und der Ölmarkt ist 2026 laut BloombergNEF im Überschuss, was für einen nachhaltig schwachen Ölpreis gesorgt hat. Ein reiner Ausfall iranischer Exporte wirkt daher eher wie ein kurzer Sprung mit anschließender Beruhigung, zumal Iran laut WSJ rund 1,7 Mio. Barrel pro Tag exportiert und vor allem nach China. Damit ist 80 $ bis 90 $ die erste Zielzone nach einem Angriff, solange die Straße von Hormus offen bleibt. Das echte Kurspotenzial beginnt oberhalb von 100 $ und setzt eine spürbare Störung bei Hormus oder bei regionaler Öl-Infrastruktur voraus. Preise über 100 $ bleiben damit ein Extremszenario mit niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit.</p> <p>Fazit: Risikofähige Anleger können mit passenden Derivaten auf eine Fortsetzung des Ölpreisanstiegs setzen. Positionen sollten aber mit einem Stop-Loss-Limit versehen werden, um bei einer schlagartigen Entspannung der Situation, wie z.B. durch einen Verhandlungserfolg, das Risiko zu begrenzen.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p><strong>Der Junior folgt dem Senior.</strong> Aus zurzeit 2,45 Mrd. € Umsatz sollen in fünf Jahren 4 Mrd. € werden. Die Profitabilität soll mit einer EBITDA-Marge von 25 % stabil bleiben. Das größte Arbeitsfeld werden die USA. Die Finanzierung erfolgte wie bisher weitgehend über den Cashflow. Was ist diese Vision wert? Die Korrektur um rund 35 % ist absolviert. Der Marktwert von 3,8 Mrd. € ist schwierig einzuordnen und lässt sich am KGV nicht messen. Denn ein KGV von 15 für die Gewinnschätzung dieses Jahres enthält keine ausreichende Prämie. Darin liegt die Neuordnung von Fielmann für die kommenden 2 bis 3 Jahre. </p> <p><strong>Zu beachten ist: Fielmann kontrolliert den Kurs regelmäßig und sorgfältig, stellt sich aber nicht ausdrücklich als Käufer in den Markt, wenn der Kurs schwach wird.</strong> Das gehört zur Firmenkultur.</p> <p><strong>Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen <a href="http://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a>.</strong> In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.</p> <p><strong>Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> und über unsere Bernecker-App. </strong> </p> <p><strong>Weitere Themen der <a href="http://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse Nr. 08</a> u. a.:</strong></p> <p style="padding-left: 40px;">- Die Japaner drucken Geld…</p> <p style="padding-left: 40px;">- SIEMENS mit Kursrutsch: Wie geht es weiter?</p> <p style="padding-left: 40px;">- Die COMMERZBANK bleibt im Fadenkreuz der Italiener</p> <p style="padding-left: 40px;">- KI-Disruption erfasst deutsche Nebenwerte</p> <p style="padding-left: 40px;">- STELLANTIS vor Wiederbelebung?</p> <p style="padding-left: 40px;">- New York reduziert die Tech-Börse schrittweise</p> <p><strong>Ihre Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> </strong></p>
<p>Einmal mehr ist China Schuld: Die Krise auf dem chinesischen Immobilienmarkt hat dafür gesorgt, dass eine Welle von überschüssigem Stahl aus China auf den Markt kommt. Das drückt die Preise und zwingt RIO TINTO in die Knie. Auch bessere Geschäfte mit Kupfer und Aluminium konnten dies nicht ausgleichen. In Zahlen heißt das: 2025 sank der auf die Aktionäre entfallende Gewinn im Jahresvergleich um 14 % auf 9,97 Mrd. $, bereinigt um Sondereffekte lag der Überschuss mit 10,87 Mrd. $ auf dem Vorjahresniveau. Fusionsgespräche mit Konkurrent GLENCORE platzten überdies - auch wenn es nun heißt, dass die Dividende stabil gehalten werden soll, die Nachrichten sind alles andere als gut.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsen-Erfahrung via Facebook: Besuchen und abonnieren Sie kostenlos die Facebook-Seite der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH: <a href="http://www.facebook.com/bernecker.info">www.facebook.com/bernecker.info</a></p> <p> </p>
<p>Wie die Bundesstatistiker heute morgen bekanntgaben, legte der Vorrat an Orders im Dezember um 1,2 % gegenüber dem Vormonat und um 7 % im Vergleich zum Dezember 2024 zu. Dies in erster Linie dank eines Zuwachses im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) um 4,5 % gegenüber dem November. Positiv zudem die Entwicklung bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (5,4 %). Die Reichweite der Aufträge lag bei 8,2 Monaten im Durchschnitt (nach 8 Monaten im November). Dabei stachen vor allem die Produzenten von Investitionsgütern hervor, deren Orders noch 11,2 Monate vorhalten.</p> <p>Annerose Winkler</p> <p><a href="https://www.bernecker.info/unternehmer-brief">Der Deutsche Unternehmerbrief</a></p> <p><a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p><br />Publikationen der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH lesen Sie unter www.bernecker.info im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Wir liegen rd. 290 % vorne. Die Aktie notiert auf Allzeithoch. Deshalb bei KGV 29 für 2026 nehmen wir Teilgewinne mit:</p> <p>Verkauft werden zum Xetra-Schluss 80-Hochtief-Aktien im Spekulativen Portfolio.</p> <p>Ihr Volker Schulz</p>
<p>Hochtief markiert heute mit dem Sprung über die Marke von 401 € ein neues Allzeithoch. Ein aktueller Milliardenauftrag für den Campus der Bundeswehr-Universität in Hamburg (ca. 500 Mio. € entfallen auf Hochtief) dient heute Kurstreiber. Der Konzern unterstreicht damit seine führende Rolle bei sicherheitskritischer Defence-Infrastruktur. Neben dem boomenden Geschäft mit KI-Rechenzentren etabliert sich dieser Bereich als zweiter zentraler Wachstumspfeiler. Der strategische Fokus auf hochkomplexe Projekte und moderne Allianz-Verträge (IPA-Modell) minimiert Projektrisiken und sichert stabile Margen. Hochtief profitiert unmittelbar von staatlichen Sondervermögen sowie massiven Investitionen der Tech-Giganten. Die operative Visibilität ist durch den hohen Auftragsbestand auf Jahre hinaus gesichert. Der morgige Jahresabschluss 2025 kann zugleich aber auch mal ein Anlass für eine Korrektur sein. KGV 29 für 2026 ist happig. Hier die Taxen vorab:</p> <p><strong>2025 YEAR</strong></p> <p>* Net income estimate EU766.8 million (Bloomberg Consensus)</p> <p>* Dividend per share estimate EU6.57</p> <p>* Pretax profit estimate EU1.35 billion</p> <p>* Adjusted sales estimate EU38.51 billion</p> <p>* Adjusted Ebitda estimate EU2.19 billion</p> <p>* Adjusted Ebit estimate EU1.54 billion</p> <p>* Operational net profit estimate EU766.8 million</p> <p><strong>YEAR 2026</strong></p> <p>* Operational net profit estimate EU963.6 million</p> <p><strong>DATA AND ANALYSIS</strong></p> <p>* For Bloomberg Consensus estimates used in this story see: HOT</p> <p>GR Equity MODL</p> <p>* 3 buys, 5 holds, 2 sells</p> <p>* Avg PT EU319.63 (18.7% downside from current price)</p> <p>* Implied 1-day share move following earnings: 5.3%</p> <p>* Shares up 154.5% in past year vs DAX Index up 10.3%</p> <p>* FY2026 BDVD dividend estimate EU5.60 per share vs 2025</p> <p>reported EU5.23; next declaration date Feb. 19, 2026</p>
<p>ANALOG DEVICES legte heute nach guten Zahlen rund 4 % zu. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,46 $ und damit 0,15 $ über dem Analystenkonsens von 2,31 $. Der Umsatz erreichte 3,16 Mrd. $ und übertraf die Erwartungen von 3,11 Mrd. $. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz um rund 30 %, der bereinigte Gewinn je Aktie um 51 %. Finanzchef Richard Puccio verwies auf weiter wachsende Auftragseingänge, breite Stärke im Industriegeschäft und Rekordaufträge im Rechenzentrumssegment. Zusätzlich zahlte das Unternehmen im Quartal 1 Mrd. $ über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre aus und erhöhte die Quartalsdividende um 11,1 % auf 1,10 $ je Aktie. Auch der Ausblick fiel deutlich besser aus als der Konsens: Für Q2 2026 erwartet ANALOG DEVICES 3,40 bis 3,60 Mrd. $ Umsatz und 2,73 bis 3,03 $ bereinigtes EPS, während Analysten bisher mit 3,23 Mrd. $ und 2,46 $ gerechnet hatten. Der Rückenwind aus Auftragsentwicklung und Prognose ist tragfähig. Die Aktie bleibt aussichtsreich.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p>Die Bewertungen sind derart im Keller, dass selbst unter den Erwartungen liegende Zahlen nebst Ausblick gut verdaut werden. Die bereinigte EBIT-Marge im Q4 2025 lag bei nur 2,6 %. Prognostiziert für das laufende Jahr wird eine Marge von lediglich 3 bis 5 %. Das liegt im Mittelwert rund 180 Basispunkte unter dem, was der Markt (Konsens) erwartet hatte. Aber: Die Fähigkeit des Konzerns, trotz niedriger Margen weiterhin massiv Barmittel (zu generieren (Taxe 2025 ca. 4,6 Mrd. € und 2027 ca. 5,6 Mrd. €), wirkt als Sicherheitsnetz bei 56 Mrd. € Börsenwert. </p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="http://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 08.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p>- Fondsmanager bleiben in "Risk on"-Stimmung</p> <p>- FLNG-Boom: Zwei Titel in der Poleposition</p> <p>- Hält die Unterstützung bei HEIDELBERG MATERIALS?</p> <p>- Wechsel im America First Depot</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
18-Feb. 13:28
Depotumbau im America First Depot: Turning Point Brands geht mit +117 % – Moog übernimmt
<p>Nach einem Traumgewinn von 117 % mit Turning Point Brands kommt Moog ins America First Depot. Der Rüstungs- und Präzisionsspezialist liefert Rekordzahlen, einen prall gefüllten Auftragsbestand – und wird von der Wall Street noch immer unterschätzt.</p>
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Volker Schulz
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