Aktionärsbrief Portfolios: TKH Group mit neuem Jahreshoch und Aufspaltung rückt näher
22-Sept. 11:19
<p>TKH erreicht heute ein neues Hoch. Zuletzt war der Konzern auf Investorenkonferenzen von ING in London und Kepler in Paris vertreten. Für die geplante Abtrennung des Kabelgeschäfts stehen bis Frühjahr 2027 wesentliche Schritte an. Möglich sind Verkauf oder Börsengang, was den Titel weiter aufwerten sollte.</p>
<p>Zugleich kommt das neue Kabelwerk Eemshaven besser in Fahrt. Die operative Marge vor Abschreibungen soll mittelfristig von zuletzt 12,6 auf über 19 % steigen. Nach hohen Investitionen soll außerdem mehr Geld in der Kasse bleiben. </p>
Munters - Nordea rechnet mit Gewinnwarnung
22-Sept. 10:51
<p>Bei Munters bereitet sich der Markt auf eine Gewinnwarnung für 2026 vor. </p>
<p>Nordea hat das Kursziel um 14 % und die Schätzungen für das bereinigte EBITA 2026/27 um 6 bis 13 % gesenkt. Begründung sind Risiken durch Lieferstörungen und höhere Komponentenpreise. Zudem rechnet Nordea damit, dass im Data-Center-Geschäft Volumen von rund 300 Mio. SEK zeitlich nach hinten rutscht. Die bisherige Zielsetzung von 30 % organischem Wachstum 2026 könnte daher nach unten angepasst werden.</p>
<p>Der Schlusskurs gestern lag bei 132,25 SEK. Das neue Nordea-Ziel von 215 SEK entsprach trotzdem noch rund 63 % Potenzial, weshalb das Haus bei Buy bleibt. ich stelle mich auf einen dritten Nachkauf über den Herbst ein - sehe die langfristigen Perspektive aufgrund der Trends bei Auftragseingang und Bestand weiter als positiv ein. Es wird ein Geduldsspiel. </p>
Druckenmiller steht auf Kupfer
22-Sept. 09:29
<p>Er sieht keine relevante Angebotsausweitung in den nächsten 8 Jahren. Die Kupferstory bleibt voll intakt!</p>
<p>Volker Schulz</p>
<p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
Termin-Börse daily: „Buy on bad news“ geht in die zweite Runde
22-Sept. 09:16
<p>Nach dem Ausverkauf bei den deutschen Autowerten hatten wir gestern mit VOLKSWAGEN und BMW auf eine technische Gegenbewegung gesetzt. Heute vervollständigen wir zunächst unseren Auto-Trade.</p>
<p>Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine Renaissance der deutschen Autoindustrie. Die strukturellen Probleme bleiben: Zunehmender Wettbewerb durch chinesische Hersteller, hohe Kosten der Elektromobilität und deutlich niedrigere Margen.</p>
<p>Doch genau hier liegt der entscheidende Punkt: Die Erwartungen sind inzwischen extrem niedrig. An der Börse zählt schließlich weniger, ob Nachrichten gut oder schlecht sind - sondern ob sie besser oder schlechter ausfallen als erwartet.</p>
<p>Die Gewinnwarnung von VOLKSWAGEN hatte am Freitag die gesamte Branche mitgerissen. Obwohl sich der Gesamtmarkt am Montag stabilisierte, blieben die Autowerte auffällig zurückhaltend. Sollte es nun an neuen Hiobsbotschaften fehlen, könnte genau daraus weiteres Nachholpotenzial entstehen.</p>
<p>Klar ist aber: Das bleibt ein taktischer Rebound-Trade – keine Wette auf eine langfristige Trendwende.</p>
<p>Gelangen Sie zu unseren heutigen Empfehlungen und <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICKEN SIE HIER</a></p>
Für Bernecker-daily Abonnenten: Novo Nordisk - es bleibt mühsam
22-Sept. 08:58
<p>Der gestrige Kapitalmarkttag endete mit einem deutlichen Vertrauensverlust. NOVO will bis 2030 mehr als fünf neue Multiblockbuster auf den Markt bringen und strebt bis 2035 mehr als 150 Mrd. DKK Umsatz aus der neuen Pipeline an. Gleichzeitig wurde für 2026 bis 2030 lediglich ein Umsatzwachstum ungefähr auf Höhe der Vergleichsgruppe in Aussicht gestellt.</p>
<p>Der Markt vermisst einen überzeugenden Ersatz für die hohe Abhängigkeit von Semaglutid. Ozempic und Wegovy machen derzeit rund zwei Drittel der Umsätze aus, zentrale Patente laufen Anfang der 2030er Jahre aus. Die Aktie verlor gestern 7,65 %.</p>
<p>JEFFERIES bleibt bei Hold/Neutral und senkt das Kursziel auf 275 DKK. Auch JPMorgan und Goldman Sachs blieben nach dem Kapitalmarkttag zurückhaltend. Ein test der April-Tiefs zeichnet sich ab. </p>
Guten Morgen aus der Redaktion: AMD neuer Billionär - Meta bricht dynamisch aus - Evonik im Fokus von BASF?
22-Sept. 08:27
<p>Guten Morgen. Die Wall Street startete stark in die Woche. Der Nasdaq gewann 2,3 % und schloss auf Rekordhoch. Der wichtigste Makrotreiber war der Rückgang beim Öl: Brent fiel zeitweise unter 100 Dollar, eroberte die Marke aber heute Morgen wieder zurück (102,40 $ für Brent). Gleichzeitig sank die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe auf 4,96 %. Das nahm Druck von den Bewertungen im Technologiesektor.</p>
<p>Meta sprang 11,4 %, nachdem der neue KI-Agent Muse zur meistgeladenen kostenlosen App im US-App-Store aufstieg. Wir hatten Sie in der Bernecker-daily letze Woche Mittwoch auf den Ausbruch bei Meta vorbereitet mit konkreter Handlungsanweisung. Hier geht es zur neuen Bernecker-daily, die ab ca. 9.15 Uhr auch im Einzelabruf erhältlich ist: <a href="https://boersenkiosk.de/">https://boersenkiosk.de/</a></p>
<p>AMD gewann knapp 10 % und überschritt erstmals 1 Bio. Dollar Börsenwert, Intel legte 12 % zu (s. Chart unten). Auch die Optik-Story bekam neuen Schub:</p>
<p>Marvell zeigte auf der ECOC erstmals 2-nm-Technologien für 400G-, 800G- und 1,6T-Verbindungen. Das ist relevant, da KI-Rechenzentren von 1,6T auf 3,2T und darüber hinaus wechseln. Qualcomm stieg zusätzlich gut 9 % nach einer gemeinsamen Optik-Demonstration mit Lumentum und Corning.</p>
<p>In Deutschland verbessert sich das Konjunkturbild. Die führenden Wirtschaftsinstitute sollen ihre Wachstumsprognose für 2026 von 0,6 auf 1,3 % anheben. Rückenwind kommt vor allem von Infrastruktur und Verteidigung.</p>
<p>Volkswagen verliert nach 15 Jahren seinen Platz im Euro Stoxx 50. BASF hat laut Dealreporter in diesem Jahr eine mögliche Transaktion mit Evonik geprüft.</p>
<p>Novo Nordisk will bis 2030 mehr als fünf neue Blockbuster auf den Markt bringen, die Aktie reagierte dennoch schwach.</p>
<p>Bei Gold bleibt China ein starker Treiber mit Rekordimporten im August und weiteren Käufen der Zentralbank. </p>
<p>Der DAX wird heute Morgen unverändert um 25.575 Punkte erwartet.</p>
<p>Heute berichten unter anderem AutoZone und Thor Industries vor US-Börsenstart, KB Home folgt nachbörslich. TUI liefert ein Pre-Close Trading Update für das Geschäftsjahr 2026. Im Fokus stehen Sommerbuchungen, Preise, Auslastung und die Jahresprognose. Nach dem schwächeren dritten Quartal dürfte der Markt vor allem auf die Entwicklung im Bereich Markets und Airline achten.</p>
<p>Politisch rückt der Donnerstag näher: Donald Trump empfängt Xi Jinping am 24. September im Weißen Haus. Handel, KI und Seltene Erden stehen weit oben auf der Agenda. </p>
<p>Volker Schulz</p>
<p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
<p> </p>
Goldman Sachs bleibt beim DAX trotz Politik-Chaos gelassen
21-Sept. 15:47
<p>Deutschlands politische Turbulenzen müssen den DAX nicht ausbremsen. Nach Einschätzung von Goldman-Sachs-Strategin Sharon Bell sind die meisten Indexkonzerne durch ihr weltweites Geschäft gegen heimische Risiken weitgehend abgeschirmt. Eine wichtige Stütze bleiben die staatlichen Verteidigungsausgaben. Zudem seien deutsche Aktien gegenüber US-Titeln vergleichsweise attraktiv bewertet. Skeptisch bleibt Bell bei Autobauern:</p>
<p>Chinas Konkurrenz setzt die Hersteller unter Druck, der Personalabbau in Deutschland und Europa ist schwierig. Volkswagens jüngste Gewinnwarnung zeigt die Belastungen. Allerdings macht die Autobranche laut Bell nur rund 1 % des europäischen Börsenwerts aus. Der Technologiesektor wiegt etwa drei- bis viermal so schwer.</p>
<p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Volker Schulz</p>
<p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
Bernecker-daily Dienstag vorab: AMS-OSRAM mit Kurssprung - weiteres Potenzial?
21-Sept. 14:18
<p>AMS OSRAM erschließt sich eine neue KI-Option – Ergenis gestern: + 18 %. Auf der ECOC 2026 in Málaga zeigt AMS eine steckerbasierte Multicore-Faserlösung für sehr dichte optische Verbindungen. UBS wertet vor allem den Aufbau des Micro-Array-Ökosystems positiv, da die Glasfaseranbindung bisher zu den technischen Hürden gehört. VCSEL etabliert sich damit als konkurrierender „Slow-and-Wide“-Ansatz zu MicroLED. JEFFERIES sieht AMS OSRAM ungewöhnlich gut positioniert, da der Konzern beide Technologien anbietet und damit von Scale-up-, Scale-out- und Scale-in-Anwendungen profitieren kann.</p>
<p>Hinzu kommt, dass die Branche stromsparende Alternativen zu heutigen Indiumphosphid-Lasern sucht. Noch ist offen, welche Architektur sich durchsetzt und wie schnell daraus Umsätze entstehen, aber AMS OSRAM besitzt mit MicroLED und Micro-VCSEL nun zwei Optionen auf denselben schnell wachsenden KI-Verbindungsmarkt. Nach der Kursverdopplung seit Jahresbeginn wird der nächste Beleg ein konkreter Design Win oder Produktionsauftrag sein. Richtung 2028 kalkuliert der Konsens mit rd. 145 Mrd. CHF freien Cashflow. 2 Mrd. CHF Börsenwert bieten somit weiteres Potenzial. </p>
JPMorgan und Qatar Investment Authority vor Partnerschaft
21-Sept. 13:58
<p>Der Staatsfonds von Katar, die Qatar Investment Authority, erwägt eine Partnerschaft mit der US-Großbank, wie Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet. Die geplante Partnerschaft hat ein Volumen von über 20 Mrd. $ und soll sich über öffentliche und private Märkte in Aktien und Krediten erstrecken. Eine ähnliche Kooperation hatte die Qatar Investment Authority bereits Anfang 2026 mit Goldman Sachs (GS) vereinbart. Sie umfasst ein Mandat über 15 Mrd. $ sowie eine Initiative für private Märkte über 5 Mrd. $, die auf mittelständische Unternehmen in den USA ausgerichtet ist.</p>
<p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p>
<p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
BERENTZEN schlägt ein!
21-Sept. 11:47
<p>Und zwar in das Übernahmeangebot durch Sazerac aus den USA. Gerade wurde eine Zusammenschlussvereinbarung unterzeichnet. Sazerac will ein öffentliches Übernahmeangebot von 5,55 Euro je Aktie für alle Aktien der BERENTZEN-Gruppe abgeben. Das Angebot unterliegt einer Mindestannahmeschwelle von 50 % plus eine Aktie. Die Transaktion wird voraussichtlich im vierten Quartal diesen Jahres abgeschlossen. BERENTZEN sprach sich für das Angebot aus. Schließlich entspricht der angebotene Preis einem Niveau, das seit mehr als zwei Jahren nicht mehr erreicht wurde und liegt um 68 % über dem Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate. BERENTZEN soll vom Zusammenschluss und den Sazerac-Marken, die künftig ebenfalls vom deutschen Team produziert und vertrieben werden sollen, profitieren. Das kommt genau richtig - zuletzt hatte man nämlich mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen: Im ersten Halbjahr wurden die Jahresziele nach unten geschraubt. Der Halbjahresumsatz schrumpfte um gut 11 % auf 71 Mio. Euro, der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern sackte um mehr als 80 % auf nur noch rund 600.000 Euro ab. Die Aktie dankt es mit einem Plus von knapp 20 %.</p>
<p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
<p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>