<p><strong>Der Schädlingsbekämpfer ist ein klarer KI-Verlierer mit Kurshalbierung seit dem markanten Datum Ende November 2022. </strong>Heute steht RENTOKIL INITIAL mit + 8,6 % in London an der Spitze.</p> <p><strong>Dafür reichte ein solides Trading Update zum Q3.</strong> Mit 4,0 % nominalem und 3,4 % organischem Umsatzplus auf 1,89 Mrd. $, Hinweis auf 200 Mio. $ für ein sofort startendes Aktienrückkaufprogramm und mit der Aussicht, im Fiskaljahr so schnell zu wachsen wie der Markt es erwartet. Dass der CFO demnächst aus privaten Gründen den Hut nimmt, wurde bequem verkraftet.</p> <p><strong>Schädlingsbekämpfung wird gerade im Zeichen des Klimawandels seine Grundlage und seine Berechtigung behalten.</strong> Mit dieser einfachen Gleichung und moderaten Aussichten sollte die Aktie neu aufsteigen. </p> <p>Helmut Gellermann</p>
22-Okt. 17:09
Für Bernecker-Abonnenten: TTM TECHNOLOGIES mit Rekordzahlen, aber die Aktie stürzt um 25 % ab
<p>TTM Technologies verliert trotz Rekordzahlen heute zeitweise ein Viertel seines Börsenwerts. Dabei sind die Auftragsbücher prall gefüllt und die Gewinne explodieren. Anleger fürchten jedoch, dass der rasante Ausbau des KI-Geschäfts mehr Zeit und Geld verschlingt als erwartet.</p> <p>Der US-Konzern entwickelt und produziert hochkomplexe, mehrlagige Leiterplatten für KI-Server, Rechenzentren und schnelle Datennetzwerke. Hinzu kommen Hochfrequenzbauteile sowie komplette Radar- und Kommunikationssysteme für die Verteidigungsindustrie. Anders als viele reine Leiterplattenhersteller deckt TTM Technologies große Teile der Wertschöpfung vom Entwurf über die Prototypenentwicklung bis zur Serienfertigung ab. Ein weiterer Wettbewerbsvorteil ist die starke Stellung als qualifizierter Zulieferer der US-Rüstungsindustrie mit entsprechend zertifizierten Produktionsstätten in Nordamerika. Die hohen technischen Anforderungen und strengen Zulassungsverfahren erschweren neuen Wettbewerbern den Markteintritt. Gleichzeitig bietet das Rüstungsgeschäft ein zweites, vom KI-Markt teilweise unabhängiges Standbein.</p> <p>Im dritten Quartal sprang der Umsatz um 60 % auf 1,20 Mrd. $. Der bereinigte Gewinn je Aktie verdoppelte sich mehr als auf 1,46 $ und übertraf den Konsens von 1,26 $ deutlich. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich um vier Prozentpunkte auf 20,1 %.</p> <p>Belastend wirkt vor allem, dass das Rechenzentrumsgeschäft im dritten Quartal rund 10 % hinter den Erwartungen zurückblieb. Bei einem von drei großen Kundenprogrammen verzögert sich der Produktionshochlauf. Technische Probleme bestehen laut Management nicht. Hinzu kommen die Sorge vor überzogenen Investitionen und die gestiegene Verschuldung. Nach der 1,1 Mrd. $ schweren Epiq-Übernahme erreichte das Verhältnis von Nettoverschuldung zum bereinigten Pro-forma-EBITDA das 2,8-Fache. Zusätzlich plant TTM Technologies Kapazitätsinvestitionen von 400 Mio. $.</p> <p>Die Auftragsentwicklung spricht allerdings gegen einen Nachfrageeinbruch. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz sprang von 1,49 im Vorquartal auf 2,13. Der kurzfristige, stornierbare 90-Tage-Auftragsbestand verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr auf 1,3 Mrd. $. Im Verteidigungsgeschäft erreichte der langfristige Programmauftragsbestand sogar den Rekordwert von 2 Mrd. $.</p> <p>Für 2027 erwartet das Management 6,5 bis 6,75 Mrd. $ Umsatz und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 8,10 bis 8,90 $. Bei Kursen um 77 $ entspricht das einem geschätzten bereinigten 2027er-KGV von lediglich 9. Vergleichbare Elektronikfertiger wie Jabil und Celestica werden auf Basis der jeweiligen Geschäftsjahre 2027 mit etwa 16 bewertet, Fabrinet mit rund 19,5. Die geplante Übernahme von Ophir Optics für 650 Mio. $ ist in der Prognose noch nicht berücksichtigt.</p> <p>Fazit: Rekordaufträge, kräftig steigende Gewinnerwartungen und der deutliche Bewertungsabschlag zur Konkurrenz sprechen eigentlich für ein erhebliches Erholungspotenzial. Trotzdem ist TTM Technologies kein zwingender Sofortkauf. Solange die Börse Aktien aus dem Halbleiter- und KI-Sektor pauschal abstraft, drohen auch fundamental starken Zulieferern weitere erhebliche Kursverluste. Hinzu kommen Verschuldungs- und Umsetzungsrisiken. Die günstige Bewertung allein bietet deshalb noch keinen ausreichenden Schutz. Nur ausgesprochen risikofreudige Anleger können den Kursrückgang peu à peu nutzen, um sich mit kleinen Tranchen schrittweise eine Position aufzubauen.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p><strong>Die Beteiligung an TAP (Portugal) von 45 % ergibt folgende Hochrechnung als Circa-Zahl. </strong></p> <p><strong>Der rechnerische Umsatz der erweiterten Gruppe inkl. Italien müsste im kommenden Jahr bei 47/48 Mrd. € liegen, abgestimmt auf die jeweilige Quote. In der Gruppe peilt LH dann jedoch Größenordnungen um 50 Mrd. € an. </strong>Daraus ergibt sich ein Cashflow von voraussichtlich 4,20 € je Aktie und ein KCV von weniger als 2. Die LUFTHANSA ist damit Europameister mit voller Abdeckung aller Destinationen nach Südamerika und Afrika. </p> <p><strong>Das Problem:</strong> Alle Airlines sind empfindlich gegenüber Einschränkungen des Luftverkehrs zum einen und der Preisgestaltung für Kerosin zum anderen. Das ist ein Strukturproblem. Ein KGV von 5 ist dagegen, ähnlich wie für die Autoaktien, die unterste Bewertungslinie für solche Investments. Mithin: Die DEUTSCHE LUFTHANSA ist entweder ein Langfristinvestment mit relativ starker Volatilität oder ein ständig zyklisch verwendbares Investment mit günstigem Einkauf, aber zwischenzeitlichem Verkauf. Das gehört zur DNA der DEUTSCHEN LUFTHANSA.</p> <p><strong>Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a>.</strong> In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.</p> <p>Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> und über unsere <a href="https://www.bernecker.info/app">Bernecker-App</a>. </p> <p><strong>Weitere Themen der <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse Nr. 43</a> u. a.:</strong></p> <p style="padding-left: 40px;">- Die nächsten Weichen sind gestellt</p> <p style="padding-left: 40px;">- Die Amerikaner stecken in den Investitionszielen zurück</p> <p style="padding-left: 40px;">- AIXTRON lieferte die glatte Halbierung</p> <p style="padding-left: 40px;">- 2G ENERGY leidet unter KI-Abverkauf</p> <p style="padding-left: 40px;">- Neue Impulse für OHB?</p> <p style="padding-left: 40px;">- WALL STREET: Blick auf die KI-Branche </p> <p><strong>Ihre Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> </strong></p>
<p>Im dritten Quartal konnte BARCLAYS mehr Gewinn verzeichnen: Mit 1,65 Mrd. Pfund (knapp 2 Mrd. Euro) entfiel auf die Aktionäre ein um 13 % höherer Überschuss als ein Jahr zuvor. Allerdings blieb man mit einigen Geschäftszahlen (Erträge und Vorsteuergewinn) hinter den Erwartungen zurück - daher die Wolken. Auch die besonders beäugte Investmentbank des Hauses verfehlte mit ihren Erträgen die Erwartungen. Der Bankchef setzte zugleich ein Signal für die kommenden Jahre: Die Bank will infolge der verstärkten Einführung Künstlicher Intelligenz 5.000 Arbeitsplätze streichen. Damit will man die Kosten senken. Sonne und Wolken halten sich heute die Waage - daher geht es für die Aktie nur einen Hauch nach oben.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Nokias Q3-Zahlen zeigen, dass der KI-Boom in der Netzinfrastruktur ankommt. Der Umsatz erreichte 5,15 Mrd. € und übertraf den Konsens leicht; die vergleichbare Bruttomarge lag mit 44,6% ebenfalls knapp über Erwartung. Besonders stark: Die vergleichbare operative Marge erreichte 11,7% statt der erwarteten 8,9%. Ein Teil des Beats beruht allerdings auf vorgezogenen Erlösen aus dem Schlussquartal. Haupttreiber war Mobile Infrastructure mit 14,5% Marge.</p> <p>Die Fantasie bei Nokia liegt wie bereits mehrfach thematisiert bei IP- und optischen Netzen. Der Umsatz mit IP Networks wuchs um 43% zum Vorjahr, wohl dank zusätzlicher Switch-Verkäufe an Google. Optische Netze legten 18% zu, werden aber noch durch Kapazitätsengpässe gebremst. Die KI- und Cloud-Aufträge stiegen im Jahresvergleich um 123% auf 1,5 Mrd. €, nach 2,8 Mrd. € im 2. Quartal. Für 2026 soll IP plus Optical etwas stärker als die bisher avisierten 18–20% wachsen; 2027 stellt Nokia 25–30% in Aussicht. Für den Konzern gilt 2026 weiter eine breite operative Gewinnspanne von 2,1–2,6 Mrd. €.</p> <p>Der Investmentcase steht und fällt mit dem KI-Netzausbau. Der aktuell abkühlende KI-Zyklus setzt die Aktie technisch unter Druck. Abwarten.</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/NOKIA FH Equity (Nokia Oyj) FB S 2026-10-22 10-53-16.jpg" alt="" width="650" height="328" /><br /> <br /> </p>
<p>RENK <a href="https://www.renk.com/de/newsroom/news/press-releases/2026/die-renk-group-setzt-strategische-neuausrichtung-konsequent-um-verkauf-des-gleitlagergeschaefts-an-miba-ag" target="_blank" rel="noopener">veräußert seine Sparte Slide Bearings (Gleitlager) an die Miba AG</a>. Der Erlös liegt im niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionenbereich und bestätigt den Buchwert. Die Jahresprognose wurde angepasst; für das fortgeführte Geschäft bedeutet der Deal nur leichte Einschnitte. Die strategische Portfolio-Bereinigung schärft das Profil und untermauert auch die latente Übernahmefantasie. Die Konsolidierung in der Branche wird nicht zuletzt durch die anstehende Übernahme von Steyr Motors untermauert. Die US-Bank JPMORGAN hält den Getriebespezialisten wegen der Konsolidierung der Rüstungsbranche für ein attraktives Target. Für diesen Fall werden Kurse von 75 € in Aussicht gestellt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach unseren jüngsten Empfehlungen aus dem DAX und dem EURO STOXX 50 richten wir den Blick heute auf die amerikanischen Standardwerte. Der Dow Jones Industrial Average hat sich während der jüngsten Börsenturbulenzen vergleichsweise robust behauptet. Dennoch zeigen sich auch unter den 30 traditionsreichen US-Unternehmen erhebliche Unterschiede. Während einige Aktien nahe ihren Höchstständen notieren, haben andere inzwischen 20 bis 30 % an Wert verloren.</p> <p style="text-align: justify;">Gerade darin sehen wir interessante Einstiegschancen. Allerdings ist nicht jede stark gefallene Aktie automatisch ein Schnäppchen. Entscheidend bleibt, ob die Kursverluste durch eine nachhaltige Verschlechterung der Geschäftsperspektiven gerechtfertigt sind. Besonders interessant erscheinen uns Unternehmen, deren Gewinne trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds weiter wachsen.</p> <p style="text-align: justify;">Diese beiden finden Sie samt Analyse in der Termin-Börse daily. Börsentäglich stellen wir Ihnen neue Unternehmen vor und weisen Sie auf die größten Chancen hin. Testen SIe es, entweder im Einzelabruf oder im Abo (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>). </p>
22-Okt. 08:50
Guten Morgen aus der Redaktion: u.a. Tesla - jetzt sinken die Investitionen, Meta stark, SAP robust
<p>Die gestrige Erholung bekommt heute einen neuen Rückschlag. Gleichzeitig steigt Brent auf 111 Dollar. Die Quartalsberichte von Tesla und Meta reichen nicht aus, um das Vertrauen in den Technologiesektor / Halbleitersektor zu festigen. In Asien fallen die Kurse deutlich. Chinas CSI 300 steht vor dem Eintritt in einen Bärenmarkt. Der DAX startet rd. 200 Punkte schwächer.</p> <p>US-Staatsanleihen und Yen sind als sichere Häfen gefragt. Gold, Silber und Bitcoin geben dagegen nach. Vom Eis ist die "Herbst-Kuh" noch nicht.</p> <p><strong>Die Berichtssaison steht ab jetzt im Fokus: </strong></p> <p>Lam Research verliert nachbörslich 7,4 %. Dabei waren die vergangenen Quartalszahlen stark. Das Problem sind die Erwartungen für das nächste Quartal: Lam stellt 8,6 Mrd. Dollar Umsatz in Aussicht, verglichen mit 8,57 Mrd. Dollar Konsens. Der Ausblick liegt knapp über Konsens, reicht dem Markt aber nicht. (nachbörslich - 7 %)</p> <p>Tesla verstärkt die Sorge vor verzögerten KI-Projekten. Mindestens rund 5 Mrd. Dollar weniger Investitionen und Entwicklungsprobleme bei Optimus werfen die Frage auf, ob die Umsetzung länger dauert. Diese Unsicherheit wird sofort auf die Lieferkette, von Rechenchips bis Speicher übertragen. Aus Teslas Kürzung lässt sich allerdings kein entsprechend großer Rückgang der Chipbestellungen ableiten. Das Budget umfasst auch Fahrzeuge, Fertigungsanlagen und andere Projekte. (nachbörslich - 3 %).</p> <p>Meta steigert den Quartalsumsatz um 26 % auf 64,6 Mrd. Dollar, gegenüber 63,3 Mrd. Dollar Konsens. Das Werbegeschäft wächst kräftig. Allerdings belastet eine Rückstellung von 9,9 Mrd. Dollar für Rechtsstreitigkeiten den Gewinn. Die Investitionsprognose für 2026 liegt nun bei 135 bis 145 Mrd. Dollar und damit am untereren Ende um 5 Mrd. $ erhöht). (nachbörslich + 2 %)</p> <p>Bei IBM liefert KI noch keinen breiten Wachstumsschub im Konzern. Red Hat wächst solide um 11 %, OpenShift steigert den jährlich wiederkehrenden Umsatz um mehr als 30 %. Im Beratungsgeschäft reicht es aber nur für eine leichte Verbesserung; gleichzeitig sinkt dort die Segmentmarge etwas. Auf die Jefferies-Frage zur Rentabilität von KI erklärt Krishna, Großkunden prüften den tatsächlichen Nutzen inzwischen genauer. (nachbörslich - 4 %).</p> <p>SAP liefert etwas über den Prognosen. Der Cloudumsatz steigt auf 6,67 Mrd. Euro gegenüber 6,58 Mrd. Euro Konsens. Der aktuelle Cloudauftragsbestand wächst währungsbereinigt um 26 %. Für 2026 erwartet SAP den Cloudumsatz nun am oberen Ende der bisherigen Prognosespanne.</p> <p>Details und eine Einordnung gibt es u.a. heute in der Bernecker daily: <a href="https://www.bernecker.info/bernecker-daily">https://www.bernecker.info/bernecker-daily</a></p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p> <p> </p> <p> </p> <p> </p> <p> </p> <p> </p> <p> </p>
<p>Für 2026 erwartet der Schmierstoffhersteller nun rund 500 Mio. € EBIT statt bislang 460 bis 480 Mio. €. Gegenüber 2025 bedeutet das 15 % Wachstum. Besonders stark war Q3: Der Umsatz stieg um 25 % auf 1,12 Mrd. €, das EBIT um 27 % auf 149 Mio. € und lag damit 28 % über dem Konsens. Die EBIT-Marge verbesserte sich nach neun Monaten von 12,1 auf 13,1 %. Belastend wirken im Schlussquartal vorgezogene Bestellungen aus dem zweiten Quartal und weiter bestehende Margenrisiken. Die Aktie reagierte auf die Prognoseanhebung nur mit hauchdünnem Kursgewinn. Bei einem KGV von rund 17 für 2027 bleibt die Bewertung angesichts der steigenden Ertragskraft vertretbar. Der Gewinnsprung erhöht das mittelfristige Kurspotenzial. </p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="https://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 43.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p> Herbst bleibt kritisch</p> <p> US-Neubaumarkt immer stärker unter Druck</p> <p> Italiener trotzt Flaute im Luxusgeschäft</p> <p> Poker um EVONIK</p> <p> Kupfer unter der Lupe: Chancen schlummern unter der Oberfläche</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
<p>Jenoptik hebt nach einem starken dritten Quartal die Margenprognose deutlich an. Der Photonik-Spezialist aus Jena erwartet für 2026 nun eine EBITDA-Marge von rund 22 % statt bisher 20 bis 21 %. Schon in den ersten neun Monaten erreichte die Marge nach vorläufigen Zahlen 22 % nach 17,5 % im Vorjahr. Treiber sind eine höhere Auslastung und ein margenstärkerer Produktmix vor allem im Halbleiterausrüstungsgeschäft.</p> <p>Besonders eindrucksvoll ist der Auftragseingang: Er sprang um rund 42 % von 777,3 Mio. auf 1,1 Mrd. €. Jenoptik profitiert unter anderem als Zulieferer von ASML vom steigenden Bedarf an hochpräziser Optik für die Chipfertigung. Der Neunmonatsumsatz überstieg 800 Mio. € nach 753,2 Mio. €. Das EBITDA erreichte knapp 180 Mio. € nach 131,8 Mio. €. Rein rechnerisch ergibt sich für das dritte Quartal eine EBITDA-Marge von etwa 27 %, was einen bemerkenswerten Profitabilitätssprung darstellt.</p> <p>Ein Wermutstropfen: Die Umsatzprognose bleibt mit 5 bis 9 % Wachstum unverändert. Außerdem ist die Halbleiterausrüstung zyklisch. Die endgültigen Zahlen folgen am 10. November.</p> <p>Die Aktie sprang heute zeitweise auf 40,14 €. Jenoptik gehört seit dem 23. September 2025 zum Allround-Portfolio von „Der Aktionärsbrief“. Die Position umfasst nach einem Nachkauf 800 Aktien mit einem durchschnittlichen Einstandskurs von 17,84 €. Bei zuletzt 39,28 € beträgt der Kursgewinn rund 120 %, ohne Dividenden.</p> <p>Fazit: Die gestiegene Profitabilität und der starke Auftragseingang untermauern die Wachstumsperspektiven. Trotz der bereits kräftigen Kursgewinne bleibt Jenoptik eine Halteposition.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"</p>
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Volker Schulz
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