<p>Der Call sorget für etwas Entspannung. Der Kurs erholt sich deutlich. </p> <p>Das wohl stärkste Signal bleibt der Auftragseingang von über 6 Mrd. € allein im ersten Quartal. Zum Vergleich: Das ist mehr, als das Unternehmen im gesamten Jahr 2025 an Aufträgen eingesammelt hat.</p> <p>"Verschoben, nicht verloren" - so der CEO im Call. Bei den fehlenden 500–600 Mio. € Umsatz handelt es sich nicht um stornierte Projekte. Die Erlöse werden aufgrund der geopolitischen Lage im Nahen Osten lediglich über das Jahr 2026 hinaus verzögert.</p> <p>Ein großer Angstfaktor bei Ingenieursdienstleistern sind unvorhersehbare Mehrkosten durch Krisen. Auch hier konnte der Chef beruhigen. Er betonte starke vertragliche Schutzmechanismen. Ein Großteil der Mehrkosten durch logistische Störungen im Nahen Osten kann an die Kunden weitergereicht werden.</p> <p>Die bereinigte Cashflow-Generierung blieb mit einer Konversionsrate von 89 % (132 Mio. € FCF) trotz der Krise sehr solide.</p> <p>Wir bleiben also an Bord und sehen mittelfristig in den nächsten zwei bis drei Jahren erhebliches Potenzial. </p>
<p>Engie zeigt sich zum heutigen Ex-Dividende-Tag in einer bemerkenswert starken Verfassung. Trotz des rechnerischen Abschlags von 1,35 € notiert die Aktie im Handelsverlauf lediglich mit rund 70 Cent im Minus. Damit macht der Titel bereits einen signifikanten Teil der Ausschüttung auf der Kursliste wett.</p> <p>Der Exit aus der belgischen Kernkraft nimmt Gestalt an. Man hat heute eine Absichtserklärung unterzeichnet, die den Rahmen für exklusive Gespräche festlegt. Die potenzielle Transaktion umfasst sieben Reaktoren, von denen zwei in Betrieb sind, sowie Rückbauverpflichtungen. Warum ist das relevant?</p> <p>Die Kosten für den Rückbau und die Endlagerung wurden zuletzt auf über 11 Mrd. € geschätzt. Ein kompletter Übergang dieser Verpflichtungen auf den Staat würde die Bilanz von Engie erheblich bereinigen und Bewertungsabschläge ggü. anderen Versorgern eliminieren. Durch den Entfall dieser Verbindlichkeiten gewinnt Engie erheblichen finanziellen Spielraum. Kapital, das zuvor für nukleare Risikovorsorge gebunden war, fließt nun direkt in operative Wachstumsprojekte.</p> <p>Kein Sprinter, aber ein Dauerläufer mit knapp 5 % Dividendenrendite. </p> <p> </p> <p> </p>
<p style="text-align: justify;">Die Termin-Börse ist genau das richtige für Mutige, die nur einmal in der Woche handeln wollen, sich aber Chancen nicht entgehen lassen möchten. Regelmäßig am Freitag heiße Hebel-Spekulationen aus der Bernecker Redaktion.</p> <p style="text-align: justify;">Die globale Bankenlandschaft startet 2026 aus einer robusten, aber nicht risikolosen Position. Vor allem europäische und global diversifizierte Banken sind für die meisten Anleger interessant. In der Termin-Börse haben wir für Sie diese Woche drei Kandidaten herausgestellt, die wir für besonders aussichtsreich halten.</p> <p style="text-align: justify;">Neben den global-diversifizierten Banken haben wir diese Woche auch einige Unternehmen aus China im Schlepptau. Das Land zeigt Resilienz in stürmischen Zeiten: die jüngsten Wirtschaftsdaten für das erste Quartal 2026 liefern starke Argumente für ein Comeback. Wer hier profitieren möchte findet drei Positionen in unserer dieswöchigen Ausgabe der Temin-Börse.</p> <p style="text-align: justify;">Der letzte Sektor, aus dem wir diese Woche Empfehlungen für Sie haben ist der europäische Chemiesektor. Nach einer zweijährigen Durststrecke steht jetzt ein Turnaround vor der Tür, wir haben zwei Unternehmen, die wir für besonders wahrscheinliche Kandidaten für eine Trendwende halten. </p> <p style="text-align: justify;">Nur einmal in der Woche ordern, aber profitieren wie die Großen. Das ist die Termin-Börse aus dem Hause Bernecker. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, das Risiko spekuliert immer mit! Deshalb hat bei uns jeder Einstieg mehrere Kauflimits, immer einen Stop und meistens eine heiße Story. Das geht auch ohne <a href="https://www.bernecker.info/product/listReleases?id=29">Abo</a>, ganz einfach im <a href="http://www.bernecker.info/termin-boerse">Einzelabruf</a>. Probieren Sie es gerne aus. Sie benötigen für solche Orders die Termingeschäftsfähigkeit bei Ihrem Broker. </p>
<p>Die geplante <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/aufzuege-und-fahrtreppen-kone-uebernimmt-tk-elevator-kritik-von-ig-metall/100220977.html" target="_blank" rel="noopener">Transaktion rund um TK Elevator </a>ist für THYSSENKRUPP ein weiterer strategischer Meilenstein. Auf Basis der vorliegenden Eckdaten ergibt sich für TK Elevator ein Unternehmenswert von rund 29,4 Mrd. €, was einem Eigenkapitalwert von etwa 20 Mrd. € entspricht. Für THYSSENKRUPP bedeutet dies eine Gegenleistung von insgesamt rund 3,4 Mrd. € – deutlich über dem bisherigen Buchwert von etwa 2,1 Mrd. €, bestehend aus rd. 1 Mrd. € in bar – primär durch die Rückzahlung eines zinsfreien Darlehens – sowie etwa 2,4 Mrd. € in Form von KONE-Aktien. Daraus folgt ein spürbarer Hebel für die Bewertung: Der Mittelzufluss stärkt die Nettoliquidität signifikant, die Beteiligung an KONE bietet zusätzliches Upside. In einer vereinfachten Betrachtung entspricht dies einem Wertbeitrag von rund 11 % je Aktie. Nächstes Ziel: 13 €.</p>
<p style="text-align: justify;">Die globale Bankenlandschaft startet 2026 aus einer robusten, aber nicht risikolosen Position. Nach der Zinswende der vergangenen Jahre bleiben die Erträge vieler Institute solide, auch wenn das Nettozinseinkommen nicht mehr überall mit der Dynamik der Vorjahre wächst. Die eigentliche Differenzierung verlagert sich zunehmend auf Kostenkontrolle, Kapitaldisziplin, Vermögensverwaltung, Transaktionsbanking und digitale Infrastruktur. KI-Anwendungen beschleunigen bereits einzelne Prozesse, etwa in der Kreditprüfung; ein flächendeckender Effizienzsprung ist aber noch nicht bei allen Instituten nachweisbar. Gleichzeitig gewinnen Stablecoins und tokenisierte Wertpapiere an Bedeutung, befinden sich jedoch eher auf dem Weg in produktive Marktinfrastrukturen als bereits im breiten Bankkunden-Massenmarkt. Für Value-orientierte Anleger bleiben vor allem europäische und global diversifizierte Banken interessant, weil viele Titel trotz verbesserter Profitabilität weiterhin mit Bewertungsabschlägen gegenüber großen US-Banken gehandelt werden. Wir haben drei Kandidaten für Sie herausgesucht, wenn Sie unseren Trades folgen wollen können Sie das mit der <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">TB-Daily</a> tun, entweder im Einzelabruf oder im Abo. </p> <p style="text-align: justify;"> </p>
<p>Prysmian ist verhalten in das Geschäftsjahr 2026 gestartet, bleibt jedoch strategisch klar auf Kurs. Im ersten Quartal lag das EBITDA leicht unter den Erwartungen, was vor allem auf eine schwächere Entwicklung im margenstarken Transmission-Geschäft zurückzuführen ist. Entscheidend: Diese Schwäche ist temporär. Denn im Jahresverlauf ist mit einer deutlichen Beschleunigung zu rechnen. Neue Kapazitäten gehen sukzessive ans Netz und treiben nicht nur das Wachstum im Hochspannungsbereich (HV) an, sondern dürften auch die Margen weiter ausweiten. Unterstützt wird dies durch einen erneut gestiegenen Auftragsbestand im HV-Segment.</p> <p>Im Bereich Power Grids scheint die Margenerholung weitgehend abgeschlossen zu sein, dafür sorgt eine robuste Nachfrage im Zuge der globalen Netzinfrastruktur-Investitionen für solides Wachstum. Das Segment Electrification entwickelt sich stabil mit Margen im Rahmen der Erwartungen – zusätzliche Impulse könnten hier noch aus möglichen Tarifanpassungen entstehen.</p> <p>Das Geschäft mit Digital Solutions zeigt sich dynamisch mit einer überdurchschnittlichen Margenentwicklung, während parallel Gespräche über weitere Kapazitätsausweitungen geführt werden – die hohe Nachfrage, insbesondere im Umfeld datenintensiver Anwendungen und Infrastruktur, hält an.</p> <p>Der Ausblick für das Gesamtjahr 2026 wurde wie erwartet bestätigt. Halten.</p>
<p>Die Berichtssaison wird herausfordernd. Befesa liefert ebenso den Beleg dafür:</p> <p>1. Operatives Ergebnis (EBITDA) unter Schätzungen<br />Das bereinigte EBITDA lag mit 57,9 Mio. € (gerundet 58 Mio. €) zwar 4 % über dem Vorjahr, verfehlte jedoch die Analystenprognose von 60,6 Mio. € spürbar. </p> <p>2. Deutliche Umsatzverfehlung<br />Beim Umsatz war die Enttäuschung noch ausgeprägter:</p> <p>Ist-Wert: 285,2 Mio. €<br />Erwartung: 306,0 Mio. € Befesa blieb damit knapp 7 % hinter den Markterwartungen zurück. Der Rückgang von 7,5 % im Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass die Belastungsfaktoren (Aluminiumgeschäft, Wechselkurse) schwerer wogen, als die Analysten im Vorfeld kalkuliert hatten.</p> <p>Im Q1 2026 belief sich der operative Cashflow von Befesa auf 38 Mio. € (Q1 2025: 34 Mio. €). Das bewerte ich als positiv. Die taxe lautet rd. 8 bis 9 % FCF-Marge auf den Börsenwert.</p> <p>Die Prognose für 2026 eines EBITDA zwischen 250 und 270 Mio. € liegt in der Mitte der Spanne aber nur um 3 Mio. € unter den Erwartungen. Der CEO geht davon aus mittelfristig massiv vom deutschen Infrastrukturprogramm zu profitieren. </p> <p>Haltenswert.</p> <p> </p>
<p>Die Alzchem Group ist mit einem weiteren starken Quartal in das Geschäftsjahr 2026 gestartet und bestätigt damit ihre Position als wachstumsstarker Spezialchemieanbieter. Trotz eines leicht unter den Erwartungen liegenden Umsatzes (-1%), belastet durch die anhaltende Schwäche der europäischen Stahlindustrie, konnte man auf der Ergebnisseite klar überzeugen: Das operative Ergebnis lag rund 7% über den Markterwartungen.</p> <p>Treiber dieser positiven Entwicklung bleibt einmal mehr das margenstarke Segment Specialty Chemicals. Insbesondere die anhaltend hohe Nachfrage nach Kreatin sowie Nitroguanidin sorgt für eine deutliche Verbesserung der Profitabilität. Beide Produkte profitieren von strukturellen Wachstumstrends – Kreatin im Bereich Ernährung und Performance, Nitroguanidin insbesondere durch Anwendungen im Verteidigungs- und Energiesektor.</p> <p>Strategisch stellt Alzchem die Weichen klar auf Expansion: Die Kapazitätserweiterungen für Nitroguanidin und Kreatin verlaufen planmäßig, mit Inbetriebnahmen in der zweiten Jahreshälfte 2026 bzw. 2027. Parallel konkretisiert das Unternehmen seine internationale Wachstumsstrategie – die Standortwahl für eine neue Produktionsstätte in den USA steht kurz vor dem Abschluss, erste Planungsaktivitäten laufen bereits. </p> <p>Der Ausblick für das Gesamtjahr 2026 wurde bestätigt und erscheint angesichts der aktuellen Dynamik konservativ. Die anhaltend robuste Nachfrage in den Kernprodukten sowie die operative Hebelwirkung aus dem Kapazitätsausbau sprechen für weiteres Ergebniswachstum – mit Potenzial für Aufwärtsrevisionen im Jahresverlauf.</p> <p> </p>
<p>Technip Energies hat heute seine Finanzergebnisse für das erste Quartal veröffentlicht. Die Aktie reagierte mit einem Kursrückgang von rund 6 % auf die Zahlen und insbesondere auf den angepassten Ausblick.</p> <p>Zwar konnte ein Rekord beim Auftragseingang von über 6 Milliarden Euro und einem Auftragsbestand von 20,2 Milliarden Euro verzeichnet werden, doch die operativen Kennzahlen sowie die Prognosesenkung belasten den Kurs.</p> <p>Umsatz: Mit 1,78 Milliarden Euro lag dieser 4 Prozent unter dem Vorjahreswert.<br />EBITDA: Das bereinigte EBITDA sank um 8 Prozent auf 148,8 Millionen Euro.<br />Nettogewinn: Dieser ging um 16 Prozent auf 84,5 Millionen Euro zurück.</p> <p>Der wesentliche Grund für die negative Marktreaktion liegt in der nach unten korrigierten Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Technip Energies führt hierfür operative Störungen und logistische Herausforderungen an, die aus dem anhaltenden Konflikt im Nahen Osten resultieren.</p> <p>Segment Project Delivery: Die Umsatzprognose wurde von zuvor 6,3 bis 6,7 Milliarden Euro auf nun 5,7 bis 6,3 Milliarden Euro gesenkt.<br />EBITDA-Marge: Die erwartete Marge für dieses Segment wurde von etwa 8 Prozent auf eine Spanne zwischen 6,5 und 7,5 Prozent reduziert.<br />Obwohl der CEO die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens und die starken Cashflows betonte, wiegt die Unsicherheit durch die verzögerte Projektabwicklung im Nahen Osten für die Marktteilnehmer derzeit schwerer als der volle Auftragsblock.</p> <p>Ich warte nun auf den Earnings Call.</p>
<p><strong>Beim META-Zahlentermin achteten die Börsianer zuerst auf das Investitionsvolumen beim KI-Umbau.</strong> Zwar lag es im Q1 mit 19,8 Mrd. $ etwas tiefer als erwartet. Doch der Konzern hob die Planung für das Gesamtjahr auf 125 bis 145 Mrd. $ an, was auf kommende Kostensteigerungen hindeutet. </p> <p><strong>Im Berichtsquartal übertraf der Umsatz mit 56,31 Mrd. $ (+ 33 %) die Erwartung um ca. 1,6 %.</strong> Beim Ergebnis je Aktie stand 7,31 gegen 6,79 $ (Konsens). Bei den Apps lagen 3,56 Mrd. täglich aktive Nutzer zwar 4 % über Vorjahr, aber 5 % unter dem Q4. Dafür waren laut META die Faktoren Iran und Russland maßgeblich.</p> <p><strong>Nachbörslich wurde abgestraft (minus 7,0 %).</strong> Damit endet ein einmonatiger Kurs-Gleichlauf der gestrigen Mag 7-Berichterstatter (siehe weitere Berichte). Das macht die META-Aktie zurzeit nicht attraktiv.</p> <p><strong>Der Viererchart zeigt, dass META sich seit Einführung von ChatGPT deutlich von den drei anderen abgesetzt hatte.</strong> Die beiden neuen "KI-Streber" sind aber AMAZON und ALPHABET. (Der Chart enthält Xetra-Kurse, er zeigt also bereits den heutigen Einfluss des Zahlentermins auf offizielle Börsenkurse.) </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
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Volker Schulz
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