<p>Bei 2G ENERGY sorgt der neue 275-MW-Auftrag von ENERGY VAULT für Diskussionen. Kritisiert wird vor allem die bislang nicht erkennbare finanzielle Absicherung. ENERGY VAULT hat für die 2G-Tranche weder einen festen Hyperscaler-Endkunden noch eine eigene Projektfinanzierung genannt. Bekannt sind bislang 17 Mio. $ Reservierungsgebühren, also nur rund 5 % des geschätzten Auftragswertes. Parallel wurden weitere 275 MW bei ROLLS-ROYCE MTU bestellt, dort inklusive bestätigter Finanzierung. Dazu kommt:</p> <p>ENERGY VAULT ist gemessen an 2G-Auftrag und Projektvolumen ein eher kleiner und finanziell dünn gepolsterter Kunde. Zum 30. Juni 2026 standen rd. 93 Mio. $ liquide Mittel, aber 245 Mio. $ Finanzverbindlichkeiten und nur 6,9 Mio. $ Eigenkapital in der Bilanz.</p> <p>Am 29.09. bringt 2G Halbjahreszahlen, in denen die Auftragsgewinne der letzten Monate noch nicht sichtbar sein werden. Am 1. Oktober ist Kapitalmarkttag. Hier muss der CEO nun die Qualität des Auftragsbestandes belegen. Die Aktie ist zunächst wieder eingefangen. Der Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal war ein Fehlsignal. Einen Test der 50 EUR-Marke schließe ich nicht aus. Dennoch zunächst weiter haltenswert.</p>
<p>Glassubstrate: SCHMID liefert den Startschuss - wir schauen u.a. auf LPKF. SCHMID sprangen am Freitag in New York um knapp 20 % an. Auslöser war ein Bericht, wonach NVIDIA, AMD und INTEL Glassubstrate für kommende Chipgenerationen prüfen. Das Material erlaubt größere Chip-Packages, zusätzliche HBM-Speicher und einen geringeren Stromverbrauch. SCHMID liefert Anlagen für Metallisierung, Ätzen und weitere Produktionsschritte. Der direkte deutsche Read-through heißt LPKF. Mit dem LIDE-Verfahren erzeugt LPKF feinste Durchkontaktierungen im Glas. Am 23. September meldete das Unternehmen bereits eine Absichtserklärung eines führenden asiatischen Packaging-Herstellers über NEXAR-Anlagen im mittleren einstelligen Millionenbereich. AT&S entwickelt ebenfalls Glass-Core-Substrate und hat dafür neue Maschinen im Werk Leoben installiert. Verbindliche Großaufträge von NVIDIA oder AMD fehlen noch. Die Phantasie bei LPKF und AT&S wird nun aber neu entfacht. </p> <p> </p>
<p style="text-align: center;"><strong>Krise der Merz-Regierung: Welche Aktien sind besonders betroffen?</strong></p> <p>Die Kanzler-Frage ist die entscheidende Größe dafür, wofür es eine Richtung gibt oder geben könnte, woraus sich konkrete Folgen ableiten könnten. Wir reden also über die Möglichkeitsformen, aber bislang keine konkreten Beschlüsse. Dennoch wird die Kanzler-Frage die entscheidende Leitgröße für die kommenden drei bis vier Monate werden. Den Beleg dafür liefert der DAX in den vergangenen drei bis vier Tagen mit einem positiven Ansatz, aber sehr viel Vorsicht. Kein Grund, neu zu investieren. Ich warte ab. Weiteren Nachrichten in der aktuellen <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a>!</p> <p style="text-align: center;"><strong>Neue VW-Hiobsbotschaft: Wo ist der Boden der Aktie?</strong></p> <p>Bei VW bleibt alles offen. Die kürzlichen Vereinbarungen sind allesamt ungültig. Es waren Absichtserklärungen ohne bindende Verpflichtung. Der Kardinalpunkt ist: 100.000 Jobs müssen beseitigt werden. 50.000 reichen nicht. Die größere Zahl lässt sich vermutlich rechnerisch erreichen, wenn zwei deutsche Standorte aufgegeben oder verkauft werden. Letzteres gilt als wahrscheinlich. Käufer sind mehrere Interessenten, um dort eine andere Produktion aufzuziehen, Schwerpunkt Rüstung. Das ergäbe in der Querrechnung der Kosten bzw. Stückerlöse pro Pkw eine deutliche Verbesserung der Marge für VW im Konzernverbund. Also: Ohne bindende Entscheidungen bleiben alle im Startloch ohne Anstoß. Dagegen steht: Der Marktwert von VW insgesamt liegt weit unter den Durchschnitten der Konkurrenz. Darin liegt das künftige Comebackpotenzial, wofür es aber der skizzierten Entscheidungen bedarf. </p> <p style="text-align: center;"><strong>KI-Energiehunger: Wird es Zeit für Solar- und Windkraft-Aktien?</strong></p> <p>Die Verwendung von KI ist der Schlüsselbegriff für alle. Sämtliche technischen Vorgänge hängen damit zusammen und verbessern im Prinzip die Ertragsmarge, sowohl auf der Hersteller- als auch auf der Verwendungsseite. Eine soeben vorgelegte erste Hochrechnung für die deutsche Industrie erreicht einen Zuwachs von 65 % für dieses Jahr. Diese Ca.-Größe ist die Leitlinie für alle: In der Anwendung von KI-Kenntnissen liegt der Schlüssel. Jedes Unternehmen wird demnächst darüber im Einzelnen berichten müssen. Eine Pauschalierung bringt nichts. Solar und Wind gehören dazu, aber nicht als besondere Ausnahme, sondern im Gesamtzusammenhang. Denn: Solar und Wind haben bereits ihre theoretischen Grenzen von knapp 80 % für die Stromproduktion im Inland erreicht. Sehr viel mehr geht nicht, weil Wind und Solar zwar mehr produzieren können, aber die Verwendungsseite dafür fehlt. Die Industrie benötigt permanenten Strom rund um die Uhr und durchgängig für alle Jahreszeiten. </p>
<p>Qualität und Lebensdauer von EV-Batterien werden offensichtlich unterschätzt. Die FT bringt heute eine entsprechende Grafik zu den jeweiligen Modellen: </p>
25-Sept. 14:10
BÖRSENKOMPASS-PORTFOLIO: Ein Zukauf, ein Verkauf, ein Ziel, ein Rating, ein Kauflimit und zwei Rücksetzer
<p style="text-align: justify;">Wir führen momentan 33 Positionen in unserer Empfehlungsliste und der durchschnittliche Buchgewinn liegt bei über 53%. In dieser Woche haben wir zwei Rücksetzer analysiert, eine Einstufung geändert, eine Position wurde uns ausgestoppt, bei einer anderen haben wir aufgestockt. Wir haben einen ein Marktkommentar veröffentlicht und die aktuelle Lage beim Gold besprochen. Heute reichen wir einen noch Details zu den Änderungen nach, erhöhen ein Ziel und ein Nachkauflimit. Betroffen sind unter anderem Munters, Netflix, 2G-Energy, Bayer, Munters, Porr, DWS, TKH Group und Bilfinger. Lesen Sie die Details in unserem heutigen Stop&Go.</p> <p style="text-align: justify;">DAX und DOW dümpeln, der NASDAQ100 klettert dynamisch. Der Unterschied wird im Chartvergleich der ablaufenden Woche besonders deutlich. Im S&P500 manifestiert sich das nur, wenn man die normale (marktgewichtete) Variante des Index und die gleichgewichtete Variante des Index miteinander vergleicht. Die marktgewichtete Version ähnelt eher dem NASDAQ100, die gleichgewichtete eher DAX und DOW JONES. Das liegt an dem hohen Gewicht von Technologiewerten in der normalen Index Version. Dieser Sektor steigt dynamisch, die Mehrzahl der Aktien aber tendiert eher seitwärts oder leichter. Der Unterschied ist ganz ähnlich wie in dem Vergleich oben. Wir können es hier anhand des S&P500 nicht zeigen, weil er als Chart nicht zur Verfügung steht. Es würde aber ganz ähnlich aussehen, wie der Vergleich oben. </p> <p style="text-align: justify;">Das war ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass. Regelmäßig freitags gegen Mittag fassen wir im <a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/boersenkompass-portfolio-ein-zukauf-ein-verkauf-ein-ziel-ein-rating-ein-kauflimit-und-zwei-ruecksetzer_H1869827711_6799723/">Stop&Go Artikel</a> die Veränderungen in unserer Empfehlungsliste und die wichtigsten Inhalte der Woche zusammen. Das können Sie auch ohne Abo lesen, bei unserem Partner Finanzen100. Einen vollständigen Überblick können Sie sich in unserer <a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/">Artikelübersicht</a> verschaffen. Wenn Sie unsere Inhalte interessant finden und mehr davon lesen möchten, können Sie uns einen ganzen Monat kostenlos testen. Das Probeabo können Sie in den ersten 30 Tagen mit einer e-Mail an <a href="mailto:kundenservice@finanzen100.de">kundenservice@finanzen100.de</a> wieder beenden. Wir sind überzeugt, dass Sie bleiben werden. Probieren Sie es kostenlos aus! </p>
<p>Nachdem unsere Automobil-Calls mit einem kleinen Plus ausgestoppt wurden, hängen wir uns erneut an die Turnaround-Spekulation. Ganz nach dem Motto: „Buy on bad news“. Nach der drastischen Prognosesenkung von VOLKSWAGEN geriet praktisch die gesamte Branche unter Druck. Die VW-Vorzugsaktie verlor rund 5,6 %, BMW gab ebenfalls mehr als 4 % nach.</p> <p>Dabei sollte man zwei Dinge sauber voneinander trennen. Eine nachhaltige Trendwende der deutschen Automobilindustrie ist derzeit nicht erkennbar. China bleibt schwierig, chinesische Hersteller gewinnen Marktanteile, die Elektromobilität drückt teilweise auf die Margen und gleichzeitig müssen die traditionellen Hersteller Milliarden in neue Modelle, Software und Produktionsstrukturen investieren. Wer hier auf eine schnelle Rückkehr zu den goldenen Zeiten deutscher Autobauer setzt, macht es sich zu einfach. </p> <p>Kurzfristig sieht die Sache anders aus: Nicht die schlechte Nachricht selbst entscheidet über die weitere Kursentwicklung, sondern die Frage, ob die tatsächliche Lage noch schlechter werden kann als vom Markt bereits erwartet. Bei stark gefallenen Aktien genügt manchmal schon die Abwesenheit neuer Hiobsbotschaften, um eine kräftige technische Gegenbewegung auszulösen. </p> <p>Neben unseren Engagements in der Autoindustrie haben sich auch die Techwerte zurückgemeldet. Damit haben wir diese Woche für Sie insgesamt vier empfehlungen. </p> <p>Nur einmal in der Woche ordern, aber profitieren wie die Großen. Das ist die Termin-Börse aus dem Hause Bernecker. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, das Risiko spekuliert immer mit! Deshalb hat bei uns jeder Einstieg mehrere Kauflimits, immer einen Stop und meistens eine heiße Story. Das geht per Abo oder auch im Einzelabruf (<a href="https://www.bernecker.info/termin-boerse">KLICK HIER</a>). </p>
<p>Am Mittwoch hatten wir bereits über eine potenzielle Übernahme im Aktionärsbrief berichtet:</p> <p>BASF hat Evonik und dessen Großaktionär RAG-Stiftung offenbar einen Zusammenschluss vorgeschlagen. Evonik wird an der Börse mit 8,4 Mrd. € bewertet, einschließlich Nettoschulden liegt der Unternehmenswert bei rund 12 Mrd. €. Eine Übernahme dürfte nur mit deutlicher Prämie möglich sein. Entscheidend ist die RAG-Stiftung, die 44 % der Evonik-Aktien hält. Gespräche laufen, eine Einigung ist aber keineswegs sicher.</p> <p>Strategisch würde BASF sein Spezialchemiegeschäft stärken und die Präsenz in Asien sowie den USA ausbauen. Beide Konzerne erzielten zuletzt zusammen 74 Mrd. € Umsatz. Überschneidungen vor allem in Deutschland eröffneten erhebliches Einsparpotenzial. Gleichzeitig wäre mit einer intensiven kartellrechtlichen Prüfung zu rechnen. BASF verfügt nach dem Verkauf der Mehrheit am Lackgeschäft für 7,7 Mrd. € über zusätzlichen finanziellen Spielraum. Evonik steckt mitten im Umbau, streicht mehr als 3.200 Stellen und verkauft Randaktivitäten. Für die Branche wäre der Deal ein markanter Konsolidierungsschritt und die Bildung eines deutschen Chemiechampions gegen Sinopec und Dow.</p> <p> </p>
<p>ThyssenKrupp lädt am Montag zum Der Kapitalmarkttag von TK Steel. Das ist möglicherweise der Startschuss für einen Teil-IPO. Wie ist das Ertragspotenzial nach Restrukturierung einzuschätzen? Historisch brachte Steel 2023–25 im Schnitt nur 440 Mio. € EBITDA. Neue EU-Zollkontingente könnten laut Bank of America zusätzlich 680–850 Mio. € beitragen, der Abbau von 5.500 Stellen weitere 400–450 Mio. € und der HKM-Ausstieg eine Belastung von 300–350 Mio. € beseitigen. Bereinigt könnte das nachhaltige EBITDA damit auf 1,7–1,9 Mrd. € steigen. Bei 5,5x EBITDA errechnet sich ein Enterprise Value von rund 7 Mrd. € bzw. 4–5 Mrd. € Eigenkapitalwert bei aktuell 9,5 Mrd. € Börsenwert. Die nächste Neubewertungsrunde ist damit eröffnet.</p>
<p>ELECTRO OPTIC SYSTEMS bleibt im Rallymodus. Die Aktie gewinnt heute in Sydney rund 6 % und setzt damit die jüngste Aufwärtsbewegung fort. Für Rückenwind sorgen mehrere Entwicklungen, die das Wachstum im wichtigen Geschäft mit Drohnenabwehr beschleunigen können.</p> <p>Besonders wichtig ist die neue Absichtserklärung mit dem niederländischen Verteidigungsministerium. Beide Seiten wollen den Hochenergielaser Apollo zu einem vollständig einsatzfähigen Waffensystem weiterentwickeln. Bei erfolgreichem Abschluss beabsichtigen die Niederlande ausdrücklich, mehrere Systeme zu kaufen. Zudem wird eine Produktionsstätte in den Niederlanden geprüft. Bereits 2025 hatte EOS von einem nicht genannten europäischen NATO-Staat einen Auftrag über 71,4 Mio. € für ein 100-kW-Lasersystem erhalten.</p> <p>Zusätzliche Fantasie kommt aus den USA. Das R400-Fernwaffensystem wurde auf dem Counter-UAS Marketplace der US Joint Interagency Task Force 401 gelistet. Damit können US-Behörden das System über einen bestehenden Beschaffungsweg der US Army bestellen. Bis Monatsende soll der Marktplatz zudem für teilnehmende verbündete Staaten geöffnet werden. 23 Länder sind dafür bereits zugelassen.</p> <p>Das operative Fundament wird ebenfalls stärker. Im ersten Halbjahr sprang der Umsatz um 283 % auf 168,8 Mio. AUD. Das bereinigte EBITDA drehte von −14,9 auf +21,6 Mio. AUD. Der Auftragsbestand erreichte mit 846 Mio. AUD einen Rekordwert. Für 2026 erwartet EOS inzwischen 360 bis 400 Mio. AUD Umsatz.</p> <p>Fazit: EOS entwickelt sich zunehmend vom Nischenanbieter zu einem international relevanten Spezialisten für Drohnenabwehr und Laserwaffen. Die Bewertung ist mit einem Börsenwert von rund 2,5 Mrd. AUD bereits hoch und verlangt weiteres starkes Wachstum. Die neuen Beschaffungswege und die Aussicht auf größere Folgeaufträge liefern dafür jedoch gute Argumente. Trotz des erhöhten Rückschlagsrisikos bleibt die Aktie für risikoaffine Anleger langfristig kaufenswert.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
25-Sept. 12:17
Für Bernecker-Abonnenten: China schaltet einen Gang hoch - Überraschungspotenzial für diese Chip-Stars?
<p>China könnte für die europäischen Halbleiterausrüster im zweiten Halbjahr zum positiven Überraschungsfaktor werden. Peking forciert den Aufbau einer eigenen KI-Chipindustrie, gleichzeitig sorgen drohende weitere US-Exportrestriktionen für vorgezogene Bestellungen. Chinas Importdaten signalisieren für Q3 einen kräftigen Investitionsschub: Die Lithografie-Importe steuern auf mehr als +150 % gegenüber Q2 und +15 % zum Vorjahr zu. Profiteure sind vor allem ASML und ASM International.</p> <p>Bei ASML könnten die China-Systemumsätze laut Bank of America in Q3 auf 2,5 bis 3,0 Mrd. € springen – nach lediglich 919 Mio. € in Q2 und 2,3 Mrd. € im Vorjahr. Die Nachfrage kommt derzeit vor allem aus Foundry/Logic sowie Analog/Power, insbesondere rund um SMIC und Hua Hong. Memory bleibt dagegen schwach: Bei YMTC liegen die Importe YTD 89 %, bei CXMT 57 % im Minus. Hier wird erst 2027 eine Erholung erwartet.</p> <p>Auch bei ASM steigt laut BofA das Überraschungspotenzial. Die Importdaten laufen besser als die bisherige Prognose eines schwächeren China-Geschäfts im zweiten Halbjahr erwarten lässt. Besonders NAND zieht von niedrigem Niveau kräftig an. Eine Anhebung des China-Ausblicks wird damit wahrscheinlicher. Wegen des margenträchtigen China-Mix könnte zusätzlich die Bruttomarge positiv überraschen. Die BofA-Analystenschätzungen für den Gewinn 2027/28 liegen bereits 10 bis 22 % über Konsens.</p>
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Volker Schulz
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