<p>Der Kurs liegt aktuell bei rund 59.300 $ und fiel im Tagestief bis auf 58.189 $. Damit ist die Marke von 60.000 $ erneut klar gebrochen. Unmittelbar notierte Bitcoin bereits am 24./25. Juni in dieser Zone. Vor der Juni-Korrektur war ein Niveau unter 60.000 $ zuletzt im Oktober 2024 erreicht worden.</p> <p>Die Gründe liegen vor allem in der Kombination aus Mittelabflüssen und Makrodruck. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten zuletzt deutliche Abflüsse. Damit fehlt ein zentraler Nachfragekanal, der den Aufschwung zuvor getragen hatte. Zugleich belasten die wieder restriktiveren Zinserwartungen in den USA. Höhere Renditen und ein fester Dollar sind für Bitcoin ungünstig, weil der Coin keine laufenden Erträge bietet. Hinzu kommt eine Kapitalrotation: Seit einigen Wochen erfolgt eine Liquiditäts- und Aufmerksamkeitsrotation hinein in KI-, Halbleiter- und große Börsenstorys. Das schwächt die relative Attraktivität von Krypto. Das ist insofern ungewöhnlich, weil sich Kryptos und Technologieaktien bisher stimmungsmäßig eigentlich oft ähnlich bewegt haben, jetzt aber offenbar zu Konkurrenten im selben spekulativen Liquiditätspool geworden sind.</p> <p>Technisch verschärfen gehebelte Positionen den Abverkauf. Wenn Long-Positionen zwangsweise liquidiert werden, entsteht zusätzlicher Verkaufsdruck. Belastend wirkt auch die Diskussion um große börsennotierte Bitcoin-Halter wie Strategy. Verkäufe oder Zweifel an der Refinanzierung solcher Vehikel treffen unmittelbar die Marktpsychologie.</p> <p>Eine schnelle Stimmungsaufhellung braucht klare Signale. Dazu zählen wieder steigende ETF-Zuflüsse, sinkende US-Renditen, ein schwächerer Dollar und eine Rückeroberung der Zone um 60.000 bis 63.000 $. Ohne diese Bestätigung bleibt der Markt anfällig. Eine technische Gegenbewegung ist zwar möglich, aber der übergeordnete Trend zeigt vorerst weiter abwärts.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p>Die Konsolidierung im europäischen Verteidigungssektor könnte sich beschleunigen: Der französische Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern Safran prüft Gerüchten zufolge einen Zukauf. Laut Bloomberg steht eine Übernahme des Drohnenspezialisten Exail Technologies im Raum.</p> <p>Das mit rund 1,6 Mrd. Euro bewertete Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern autonomer Unterwasserdrohnen zur Minenabwehr und steht dem Vernehmen nach auch bei weiteren Rüstungskonzernen im Fokus.</p> <p>Hintergrund ist die weltweit stark steigende Nachfrage nach unbemannten maritimen Systemen infolge geopolitischer Spannungen und der zunehmenden Verminung strategisch wichtiger Seewege wie der Straße von Hormus. Exail hatte bereits Anfang 2025 mit einem Auftrag über rund 400 Mio. Euro einer nicht genannten Marine seine starke Marktposition unter Beweis gestellt. Für Safran würde eine Übernahme das Verteidigungsportfolio gezielt um Zukunftstechnologien in den Bereichen Robotik, autonome Navigation und maritime Drohnensysteme erweitern. Gleichzeitig könnte der Konzern seine Kompetenz bei vernetzten Sensor- und Navigationslösungen auf neue militärische Anwendungen ausdehnen und vom langfristigen Wachstum autonomer Verteidigungssysteme profitieren. Die Verhandlungen sollen jedoch noch in einem frühen Stadium stehen. </p> <p>Die Aktie hat bereits auf 110 € angezogen und wurde zwischenzeitlich vom Handel ausgesetzt. 140 Euro wären ein nachvollziehbares Ziel.</p>
26-Juni 13:45
BÖRSENKOMPASS-PORTFOLIO: Ein Nachkauf mit Limit, zwei Analysen, drei Stops und vier Ziele
<p style="text-align: justify;">Wir führen momentan 32 Positionen in unserer Empfehlungsliste und der durchschnittliche Buchgewinn liegt bei 67 %. In dieser Woche haben einen limitierten Nachkauf vorgenommen, zwei Analysen veröffentlicht und drei Ziele angepasst. Heute reichen wir ein erstes Ziel nach, ändern ein Rating und heben zwei Stops an. Betroffen sind unter anderem Alphabet, Zijin Mining, SK Hynix, Micron, Porr, CATL, SAP und Puma. Lesen Sie die Details in unserem heutigen Stop&Go.</p> <p style="text-align: justify;">An der Wall Street trennt sich die Spreu vom Weizen und der DAX verharrt in seiner stabilen Seitenlage. Unterm Strich schlug sich das deutsche Börsenbarometer diese Woche besser als zuletzt. Das gilt auch für den DOW JONES, der gestern sogar ein neues Allzeithoch markierte. Im Technologiesektor wird zunehmend differenziert. Kapital fließt von den Hyperscalern in Richtung Speicherspezialisten.</p> <p style="text-align: justify;"><strong>Die Woche: </strong></p> <p style="text-align: justify;">Am Montag haben wir in dem Artikel FOMO bei Hyperscalern die Analystenschätzungen zu Micron beleuchtet und erläutert warum die Kurse der Speicherspezialisten Micron und SK Hynix explodieren. In dem Artikel haben wir auch die Kursziele von Porr und SK Hynix angehoben. Bei Micron sind wir Ihnen noch das erste Ziel schuldig. Alle Details dazu unten in Stichpunkten. <a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/stop-go-boersenkompass-portfolio-ein-nachkauf-mit-limit-zwei-analysen-drei-stops-und-vier-ziele_H1200881702_6799591/">Weiterlesen...</a></p> <p style="text-align: justify;">Das war ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass. Regelmäßig freitags gegen Mittag fassen wir im <a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/stop-go-boersenkompass-portfolio-ein-nachkauf-mit-limit-zwei-analysen-drei-stops-und-vier-ziele_H1200881702_6799591/">Stop&Go Artikel</a> die Veränderungen in unserer Empfehlungsliste und die wichtigsten Inhalte der Woche zusammen. Das können Sie auch ohne Abo lesen, bei unserem Partner Finanzen100. Einen vollständigen Überblick können Sie sich in unserer <a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/">Artikelübersicht </a>verschaffen. Wenn Sie unsere Inhalte interessant finden und mehr davon lesen möchten, können Sie uns einen ganzen Monat kostenlos testen. Das Probeabo können Sie in den ersten 30 Tagen mit einer e-Mail an <a href="mailto:kundenservice@finanzen100.de">kundenservice@finanzen100.de</a> wieder beenden. Wir sind überzeugt, dass Sie bleiben werden. Probieren Sie es kostenlos aus! </p>
<p>Die Finanzaufsichtsbehörde BaFin hat bei ZALANDO eine Prüfung des Konzernabschlusses und des zugehörigen Lageberichts eingeleitet. Es liegen nämlich konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass der Konzern gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat. Die möglichen Verstöße stehen im Kontext der About-You-Übernahme. Hier hatte ZALANDO im Anhang des Konzernabschlusses Angaben zu einer Transaktion mit einem nahestehenden Unternehmen im Rahmen des Erwerbs der About You möglicherweise fehlerhaft unterlassen. Auf das Ergebnis muss gewartet werden, die Anleger halten jedoch nicht still - sie strafen ZALANDO heute ordentlich ab.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>SpaceX prüft den direkten Einstieg in den US-Mobilfunkmarkt. Starlink könnte künftig eigene Mobilfunkverträge an Endkunden verkaufen und damit vom Partner zum Konkurrenten von Verizon, AT&T und T-Mobile US werden.</p> <p>Die Hürden gelten aber als hoch: SpaceX verfügt nur über 65 MHz Spektrum, die drei großen US-Anbieter zusammen über rund 1.020 MHz. Wahrscheinlicher ist zunächst, dass SpaceX mit den Plänen bessere Konditionen bei Netzpartnern erzwingen will. Das Thema ist aber definitiv beobachtenswert. </p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p>Allianz und AXA liefern heute neue Jahreshochs. Das Zinsumfeld lenkt Kapital nicht nur in die Banken sondern auch in die Versicherungen. Analysten rechnen für die kommenden Jahre mit einem durchschnittlichen Dividendenwachstum von etwa 8 % pro Jahr. Hinzu kommen umfangreiche Aktienrückkaufprogramme, die den Gewinn je Aktie zusätzlich steigern. Damit sind Bewertungen wie bei AXA (s. Actien-Börse 25/26) mit KGV 9,4 ausbaufähig. Das Break um 43,60 € bei AXA wird immer wahrscheinlicher. </p>
<p><strong>Mit - 6,1 % war APPLE gestern größter Tagesverlierer im S&P 500, weil gestiegene Kosten für Speicherchips (DRAM und NAND) die Produkte des iKonzerns deutlich verteuern.</strong> Die konkreten Preisschritte bei MacBooks und iPads liegen bei typischerweise 100 bis 300 $ je Gerät. Zur Einführung des iPhones 18 im September ist auch in dieser Produktkategorie mit höheren Verkaufspreisen zu rechnen.</p> <p><strong>Der Börsenwert des gesamten Konzerns reduzierte sich gestern um 263 Mrd. $ auf knapp mehr als 4 Bio. $.</strong> Die APPLE-Aktie war am 2. Juni als letzter Titel der Mag 7 in einen Abwärtstrend geschwenkt und gab seitdem 12 % nach. Zurzeit daher kein Einstieg.</p> <p>Im Chart: APPLE mit Zulieferer Hon HAI PRECISION. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker daily.</p>
<p>Der gestrigen Hochstimmung im Tech-Sektor infolge der Micron-Zahlen folgt heute die Ernüchterung in Asien mit Gewinnmitnahmen im Sektor auf breiter Front. Darin liegen keine neuen fundamentalen Erkenntnisse, sondern reine überkaufte Markttechnik. </p> <p>Als Auslöser gilt der Kurseinbruch bei Apple nach Preiserhöhungen für Macs und iPads sowie ein Bericht, wonach OpenAI einen Börsengang möglicherweise auf 2027 verschiebt. Das kostetet Softbank zeitweise bis zu 14 %. </p> <p>Besonders Halbleiterwerte geraten nach ihrer starken Rally unter Verkaufsdruck. Der Kospi verlor zwischenzeitlich bis zu 9 %, der Nikkei 225 fiel um 4,5 %, belastet von deutlichen Abschlägen bei SK Hynix, Samsung, Kioxia und SoftBank.</p> <p>Apple-Zulieferer leiden unter der Sorge, dass steigende Speicherpreise die Nachfrage nach Endgeräten bremsen und den Speicherboom abschwächen könnten.</p> <p>Bei den Rohstoffen notiert Gold knapp über 4.000 Dollar je Unze, Silber gibt nach und Eisenerz steuert auf die siebte Verlustwoche in Folge zu. Belastet wird der Markt durch eine saisonal schwächere Nachfrage aus China und sinkende Margen der Stahlhersteller.</p> <p>Der PCE-Preisindex in den USA stieg im Mai auf 4,1 %, die Kerninflation auf 3,4 %. Beide Werte liegen weiterhin deutlich über dem Fed-Ziel von 2 %. Wichtiger für mich: Die 10-jährigen Break-even-Inflationsraten fielen von über 2,5 % Mitte Mai auf rund 2,2 %, den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr. Das geht in die richtige Richtung und entlastet den Bond-Markt. Kurzum:</p> <p>Die Marktbreite wirkt stabil. Der Dow Jones schaffte gestern sogar ein neues Allzeithoch. Bank-Aktien und Pharma-Werte sehen gut aus. Der Halbleitersektor ist ab jetzt kein Selbstläufer mehr. </p> <p>Ihr Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p> <p> </p>
<p><strong>Die britische Private-Equity-Gesellschaft 3I GROUP ist heute mit ca. 12 % der Tagessieger in London.</strong> Auslöser sind gute Zahlen des Einzelhändlers Action, auf den ca. 70 % der von 3I GROUP kontrollierten Beteiligungen entfallen. Nach einer Durststrecke meldete Action ein vergleichbares Umsatzwachstum von 3,3 % sowie ein planmäßiges Expansionstempo (105 neue Stores bisher in 2026). Auf der heutigen Generalversammlung berichtete das 3I-Management zudem, dass die weiteren Portfoliounternehmen sich positiv im Rahmen der Erwartungen entwickeln. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker daily.</p>
<p>Wir hatten die Ausgangslage in der Actien-Börse 15/26 um 50 $ im Deatail dargelegt. Inzwischen knapp 59 $ zzgl. Währungsgewinne im EUR/USD. Das Break heute ist folgerichtig. Frisch dazu kommt:</p> <p>Die US-Großbanken haben den diesjährigen Stresstest der Federal Reserve ausnahmslos bestanden und damit ihre robuste Kapitalausstattung unter Beweis gestellt. Selbst in einem simulierten schweren Konjunktureinbruch blieben alle 32 Institute über der vorgeschriebenen Mindestquote für hartes Kernkapital (CET1). Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass viele Banken ihre Aktienrückkäufe und Dividenden in den kommenden Monaten anheben.</p> <p>Es sieht also auch für die US-Banken weiter klar positiv aus!</p> <p> </p>
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Volker Schulz
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