<p>Da ist ein starkes Q1 und bestätigt den laufenden Infrastrukturzyklus. Der wichtigste Punkt ist der erstmalige Sprung des Auftragsbestands über die Marke von EUR 10 Mrd bei Porr. Das entspricht deutlich mehr als einer Jahresleistung und sorgt für hohe Visibilität bis weit ins Jahr 2027 hinein.</p> <p>• Auftragseingang +14,7 % auf EUR 1,77 Mrd.</p> <p>• Auftragsbestand +13,5 % auf EUR 10,0 Mrd.</p> <p>• EBIT +13,1 % auf EUR 14,3 Mio.</p> <p>• EBIT-Marge leicht verbessert auf 1,1 %</p> <p>• Ausblick 2026 bestätigt</p> <p>Wichtig ist dabei weniger das saisonal schwache Q1-Ergebnis selbst, sondern die Qualität des Wachstums. Der Treiber ist klar der Tiefbau bzw. Infrastruktur. Besonders Polen und CEE laufen sehr stark. In Polen hat sich der Auftragseingang sogar mehr als verdoppelt. Damit bin ich zufrieden. Zielrichtung 45 € auf 12 Monate. Die Kursdelle bietet auf KGV 9,8-Niveau für 2027 neue Chancen.</p>
<p>Viel stärker als geplant hat WACKER seinen Anteil bei SILTRONIC zurückgefahren: Es wurden 2,1 Mio. SILTRONIC-Aktien zu einem Preis von je 89,35 Euro platziert. Ursprünglich waren 1,8 Mio. Aktien angekündigt worden. Brutto nahm WACKER nun 188 Mio. Euro ein. Die Platzierung entsprach 7 % des Grundkapitals von SILTRONIC. Durch die Veräußerung reduziert sich der Anteil von WACKER CHEMIE an SILTRONIC nun auf 24 %. Der Spezialchemiekonzern bleibt damit nach eigenen Angaben aber größter Anteilseigner des Waferherstellers.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsen-Erfahrung via Facebook: Besuchen und abonnieren Sie kostenlos die Facebook-Seite der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH: <a href="http://www.facebook.com/bernecker.info">www.facebook.com/bernecker.info</a></p>
<p>Unser Depotwert haussiert weiter. Drei Gründe sorgen für den frischen Schub:</p> <p>1. Die UBS Ziel-Erhöhung für Micron Technology gestern (wir berichteten)</p> <p>2. Mirae Asset Securities (eiens der größten Researchhäuser Südkoreas) hat das Kursziel von 3,2 Mio. auf 3,8 Mio. Won angehoben (aktuell 2,28 Mio. Won) und die Einstufung „Buy“ bestätigt. Bemerkenswert: Die Anhebung basiert laut Mirae weniger auf höheren Gewinnschätzungen, sondern vor allem auf einer Neubewertung des gesamten Speichersegments. SK Hynix und Samsung Electronics seien trotz der starken Kursrally weiterhin deutlich günstiger bewertet als globale KI- und Memory-Peers.</p> <p>3. Zusätzlichen Rückenwind liefert Wedbush. Die US-Bank hat SK Hynix in ihre „AI 30“-Liste aufgenommen und bezeichnet den Konzern als einen der wichtigsten KI-Werte im Markt. Die Begründung: Die Nachfrage nach HBM, DRAM und NAND erreiche bislang nicht gekannte Niveaus. Wedbush sieht die Preissetzungsmacht der Speicherhersteller so stark wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr und erwartet im zweiten Halbjahr 2026 weiter steigende DRAM- und NAND-Preise.</p> <p>Wir reizen den Titel weiter aus. Die Story lautet nun "Bewertungsexpansion"</p>
<p>Unser Empfehlungswert präsentierte sich kürzlich beim Cantor European Summit vor Analysten und Investoren. Man steuert auf auf eine spannende Phase im laufenden Jahr zu, die die stillen Reserven im Portfolio offenbaren. Die Rede ist von unserer Empfehlung aus AB 19/2026: Mutares. </p> <p>Laut Cantor sind bei Mutares bis 2028 Portfoliounternehmen mit einem kumulierten Enterprise Value von 725 bis 870 Mio. € reif für eine Veräußerung. Das entspricht durchschnittlichen jährlichen Exit-Erlösen von rund 250 Mio. € mit entsprechender Rückwirkung auf die börsennotierte Holding. Zum Vergleich: Für 2026 hat man 165 Mio. bis 200 Mio. € Nettogewinn in Aussicht gestellt.</p> <p>Besonders im Fokus steht derzeit die Energiesparte. Als potenzieller nächster großer Exit gilt NEM Energy, ein 2022 von Siemens Energy übernommener Spezialist für Wärmerückgewinnungs- und Abgassysteme für Kraftwerke, Öl- und Gasanlagen sowie erneuerbare Energien. Für 2026 wird NEM auf rd. 400 Mio. € Umsatz taxiert. Auf Basis vergleichbarer Unternehmen erscheint ein Verkauf zu einem Unternehmenswert von mindestens 100 Mio. € realistisch. Laut Cantor reicht dieser Deal bereits aus, um die untere Grenze des Ergebnisziels für 2026 zu erreichen. </p> <p>Noch größeres Potenzial könnte jedoch in EFACEC schlummern. Der portugiesische Energieinfrastruktur-Spezialist wurde 2023 von Mutares übernommen und profitiert massiv vom globalen Investitionsboom in Stromnetze, Transformatoren und Ladeinfrastruktur. Vor allem der AI- und Datacenter-Superzyklus erhöht weltweit den Bedarf an resilienten Stromnetzen. EFACEC gilt als Marktführer bei Großtransformatoren und deckt zusätzlich Systemintegration sowie Elektromobilitätslösungen ab. Das Unternehmen wächst aktuell zweistellig und soll mittelfristig EBITDA-Margen von rund 14 % erreichen – ein Niveau, das im Branchenvergleich durchaus realistisch erscheint. Laut Cantor könnte EFACEC mit einer aktuellen Umsatzrunrate von rund 355 Mio. € bei anhaltendem Wachstum bis 2028 ein EBITDA von etwa 60 Mio. € erreichen. Selbst bei konservativen Bewertungsmultiplikatoren von 5- bis 7-fachem EBITDA ergäbe sich daraus ein potenzieller Unternehmenswert von 300 bis 420 Mio. €. Bei einem strategischen Käufer im Bieterprozess wären sogar höhere Bewertungen denkbar.</p> <p>Parallel treibt Mutares die Expansion in den USA voran. Nach der erfolgreichen Kapitalerhöhung über 105 Mio. € soll ein Großteil der Mittel in den Aufbau der US-Plattform fließen. Vor allem in den Bereichen Spezialchemie, Energie und industrielle Dienstleistungen sieht Mutares dort erhebliche Opportunitäten. Das identifizierte Umsatzpotenzial der bisherigen US-Zielunternehmen summiert sich bereits auf mindestens 4,8 Mrd. €.</p> <p>Das Mutares-Portfolio wird beim aktuellen Kursniveau unterschätzt. Mann sitzt auf erheblichen stillen Reserven, die der Kurs nicht vollständig einpreist. Allein die beiden genannten Exit-Kandidaten stehen für rd. die Hälfte des Unternehmenswertes – bei insgesamt 30 Beteiligungen. Zudem hat man bereits einen Verkauf oder Börsengang der Tochter Magirus angekündigt. Im Trio würden die Verkaufskandidaten dann den gesamten Unternehmenswert des Private-Equity-Investors abdecken. Wenn es gelingt, die Werte bei NEM, EFACEC und Magirus zu realisieren, dürfte der Kurs die 40-€-Marke anpeilen. </p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die DEUTSCHE BANK hat den langfristigen Turnaround nicht nur vor sich, sondern liefert mittlerweile die harten Zahlen, die diese These untermauern.</strong> Das von CEO Christian Sewing ausgerufene Modell der „Globalen Hausbank“ greift voll. Der jüngste Kursrücksetzer bietet einen sinnvollen Einstiegszeitpunkt.</p> <p style="text-align: justify;"><strong>Warum der Turnaround real ist: </strong>Das Jahr 2025 war ein Meilenstein. Der Vorsteuergewinn kletterte auf 9,7 Mrd. €, der Nettogewinn verdoppelte sich nahezu auf 7,1 Mrd. €. Das erste Quartal 2026 hat gezeigt, dass das kein Einmaleffekt war. Die Bank erzielte einen Rekord-Nachsteuergewinn von 2,2 Mrd. € (+8 % im Jahresvergleich). Profitabilität und Effizienz stimmen endlich. Die wichtige Eigenkapitalrendite (RoTE) lag im Q1 2026 bei starken 12,7 %. Damit liegt die Bank deutlich über ihrer selbstgesteckten Zielmarke von 10 %. Die Aufwand-Ertrag-Relation (Cost-Income-Ratio) sank im Q1 2026 auf 58,9 % (Vorjahr: 61,2 %). Die Deutsche Bank ist heute also wesentlich schlanker und effizienter aufgestellt als noch vor wenigen Jahren. Weitere Einzelheiten und einen weiteren Schnapper unter europäischen Banken finden Sie in der TB-Daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>). </p>
<p><strong>Acht Monate nach Amtseinführung verlor Albert Manifold seinen Posten und wurde unmittelbar durch Ian Tyler („interim chair“) ersetzt.</strong> Der Konzern äußerte gegen Manifold laut dpa-Meldung „schwerwiegende Bedenken“ im Hinblick auf Standards für Unternehmensführung, Aufsicht und Verhalten. Die Entscheidung zur Absetzung traf der Verwaltungsrat (ohne Beteiligung seines Vorsitzenden) einstimmig.</p> <p><strong>Manifold hat langjährige Managementerfahrung, insbesondere als CEO des irischen Baustoffkonzerns CRH (2014 bis 2024). </strong>Über ein Vorleben in der Erdölindustrie verfügte Manifold nicht. Aus ausgewiesener Fachmann für Restrukturierung sollte Manifold BPs Abkehr von verlustreichen „grünen“ Positionen begleiten, was die Neubetonung des fossilen Kerngeschäfts beinhaltet.</p> <p><strong>Der Entlassene wehrte sich mit der Aussage, es werde „ein falsches Narrativ“ verbreitet.</strong> Interims-Nachfolger Ian Tyler (früherer Chef des britischen Baukonzerns Balfour Beatty) hingegen betonte in seinem ersten Statement, die im April als CEO eingesetzte Meg O`Neill komme bei der Vereinfachung der Konzern-Organisation gut voran.</p> <p><strong>Die BP-Aktie verlor gestern in London 4 %.</strong> Seit Ende März gingen insgesamt 13,2 % an Kurswert verloren. Die Position der Actien-Börse (seit 19/25, bisheriger Stoppkurs 480 GBp) bleibt bestehen.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
<p>2G ENERGY meldet den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte und liefert damit den erhofften Befreiungsschlag. Ein nordamerikanischer Kunde ordert eine große Anzahl containerisierter Kraftwerke inklusive Inbetriebnahme vor Ort für den Einsatz in Data-Centern. Das Auftragsvolumen liegt im unteren dreistelligen Megawatt-Bereich, die Auslieferung beginnt in der zweiten Jahreshälfte 2026. Damit peilt 2G für das laufende Jahr nun den oberen Rand der Umsatzprognose von 440 bis 490 Mio. € an. Zwar wird die 2026er EBIT-Marge wegen eines höheren Maschinenanteils nicht zwangsläufig am oberen Ende der Spanne von 9,5 bis 10,5 % liegen. Entscheidend ist jedoch der nächste Wachstumsschub. Für 2027 erwartet der Vorstand 570 bis 620 Mio. € Umsatz (Konsens 536 Mio. €) und eine EBIT-Marge von über 11 %. Wir kalkulieren um 65 Mio. € EBIT, was gegen einen Konsens von 55,1 Mio. € steht. Zusätzlich verhandelt 2G bereits mit weiteren Data-Center-Kunden über Aufträge im unteren dreistelligen Megawatt-Bereich. Wir sind investiert und bleiben es. Ein Rücksetzer unseres Empfehlungswertes vom Eigenkapitalforum 2025 im November ist aber nach + 20 % gestern notwendig. </p>
<p>Optisch wirkt das Auto für mich von hinten wie ein klassisches Elektro- oder Konzeptauto aus China. Vom Eindruck her könnte man an Marken wie Nio, Xpeng, Zeekr, Xiaomi oder einen BYD denken - also China-EV-Designstudio. Am Markt kommt die Vorstellung heute auch alles andere als gut an! Ich glaube eher an einen Flopp.</p>
<p>Die UBS hat ihr Kursziel für Micron Technology spektakulär von 535 auf 1.625 USD angehoben und die Einstufung „Buy“ bestätigt. Analyst Timothy Arcuri begründet den Schritt vor allem mit einem strukturellen Wandel im Speicherchipmarkt: Langfristige Lieferverträge, sogenannte LTAs, könnten künftig für deutlich mehr Visibilität bei Preisen und Abnahmemengen sorgen. Das ist auch der Treiber für SK Hynix. Die Stimmung ist wieder überschäumend im Sektor, die Bewertungen gemessen am KGV aber nicht. </p>
<p>Ferrari präsentiert erstes vollelektrisches Modell. Der Luxus-Sportwagenbauer hat am Montag in Maranello seinen neuen vollelektrischen Sportwagen Luce vorgestellt. Der Luce dürfte aber alles andere als ein Selbstläufer werden, die die potenziellen Käufer weiter hochtourige Verbrennertechnik bevorzugen. Ferrari setzt damit eher ein Ausrufezeichnen in einem Marktsegment, das zunehmend von chinesischen Herstellern wie BYD (Supersportwagen Yangwang U9) oder Xiaomi dominiert wird. Während Konkurrent Lamborghini die Pläne für die Einführung eines Elektromodells wegen des geringen Kundeninteresses eingestellt hat, sollen bei Ferrari vollelektrische Sportwagen bis 2030 nur noch auf einen Anteil von 20 % (vorher 40 %) erreichen.</p>
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Volker Schulz
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