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AEROVIRONMENT nach Q3-Zahlen und gesenkter Jahresprognose schwach

<p>Zwar stieg der Umsatz im dritten Quartal um 38 % auf 408 Mio. $, doch damit blieb der Hersteller von R&uuml;stungstechnologie klar unter dem Konsens von 483,87 Mio. $. Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie verbesserte sich zwar von 0,30 $ auf 0,64 $, verfehlte den Konsens aber um 8 Cent. Besonders belastend wirkte die gesenkte Jahresprognose. Ursache sind Programmverz&ouml;gerungen, Probleme beim SCAR-Programm, Lieferkettenst&ouml;rungen und ein schw&auml;cherer Margenmix. Die Bruttomarge fiel von 40 % auf 27 %. Positiv bleiben der starke Auftragsbestand von zusammen 4,1 Mrd. $ und eine &bdquo;Book-to-Bill&ldquo;-Ratio von 1,60. Die Analysten reagierten &uuml;berwiegend mit gesenkten Kurszielen (Bandbreite: 236 $ bis 400 $), blieben aber meist konstruktiv. Die Argumente sind &auml;hnlich: Starke strukturelle Nachfrage, aber kurzfristig schlechtere Visibilit&auml;t, Margendruck und h&ouml;here Unsicherheit f&uuml;r 2027. Die langfristige Wachstumsstory ist zwar lebendig, kurzfristig dominiert aber die operative Entt&auml;uschung. Mit einem KGV von 64 bleibt die Aktie vorerst anf&auml;llig.&nbsp;</p>

HENKEL hat enttäuscht.

<p>2025 sank der Umsatz um 5 % auf 20,5 Mrd. &euro;, organisch blieb nur ein Plus von 0,9 %. Das bereinigte EBIT ging leicht auf 3,0 Mrd. &euro; zur&uuml;ck, w&auml;hrend sich die EBIT-Marge dank Einsparungen auf 14,8 % verbesserte. Der &Uuml;berschuss legte leicht zu und die Dividende je Vorzugsaktie soll auf 2,07 &euro; steigen. F&uuml;r 2026 peilt Henkel nur 1 % bis 3 % organisches Wachstum an und erwartet einen verhaltenen Jahresstart. Genau das belastete gestern die Aktie; der Kurs gab um ca. 4 % nach. Seit Ende Februar hat sich der Kursrutsch deutlich versch&auml;rft. Auf Sicht von drei Jahren kommt die Aktie kaum voran und hinkt der Branche klar hinterher. JPMORGAN sieht Entt&auml;uschungen bei Wachstum und bereinigtem Gewinn je Aktie und bleibt mit 65 &euro; auf &bdquo;Underweight&ldquo;. GOLDMAN SACHS bleibt mit 73 &euro; auf &bdquo;Sell&ldquo;. Bernstein verweist mit 74,96 &euro; auf ein ordentliches Schlussquartal, aber ebenfalls auf eine Verfehlung der Konsenssch&auml;tzung. Positiv bleiben die Fortschritte bei der Profitabilit&auml;t sowie die Zuk&auml;ufe in Beschichtungen und Haarpflege. F&uuml;r einen nachhaltigen Aufw&auml;rtstrend fehlt aber weiter ein klarer Wachstumsimpuls.&nbsp;</p>

GEA meldet solide Zahlen

<p>2025 steigerte der Anlagenbauer den Umsatz um 1,4 % auf ca. 5,5 Mrd. &euro; (organisch: + 3,7 %), w&auml;hrend das bereinigte EBITDA um 8,4 % auf gut 907 Mio. &euro; zulegte und die bereinigte EBITDA-Marge von 15,4 auf 16,5 % stieg. Der Auftragseingang wuchs um 6,7 % auf 5,92 Mrd. &euro; und die Dividende soll auf 1,30 &euro; je Aktie steigen. F&uuml;r 2026 stellt GEA ein organisches Umsatzplus von 5,0 bis 7,0 % sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von 16,6 bis 17,2 % in Aussicht, womit der Mittelwert der Margenspanne leicht &uuml;ber dem Marktkonsens von 16,8 % liegt. Die Analystenreaktionen fielen &uuml;berwiegend positiv aus; die Kursziele reichten von 56 bis 74 &euro;. Fazit: GEA liefert robuste Zahlen, gibt einen soliden Ausblick und zeigt sich im schwachen Markt als vergleichsweise widerstandsf&auml;higer Qualit&auml;tswert.&nbsp;</p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="http://www.bernecker.info/aktionaersbrief">&bdquo;Der Aktion&auml;rsbrief&ldquo;</a>, Ausgabe 11.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p>++ Iran-Krieg - &uuml;bliche Muster</p> <p>++ Bankaktien im Feuer - diese Aktie kann man jetzt kaufen</p> <p>++ Doppelter Tiefschlag f&uuml;r ADIDAS - Chance?</p> <p>++ Telekomsektor vor Konsolidierung: Mit diesem ETF partizipieren</p> <p>B&ouml;rsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker B&ouml;rsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>

HEWLETT PACKARD ENTERPRISE: Mit Juniper und KI.

<p><strong>HEWLETT PACKARD ENTERPRISE (HPE) muss das Potenzial mit Juniper besser sichtbar machen.</strong> Die HP-Abspaltung (2015) hat sich unter der Leitung von CEO Antonio Neri (seit 2018) auf Themen wie flexible Datenspeicher, Server und Netzwerke fokussiert.</p> <p><strong>Die 2024 angek&uuml;ndigte &Uuml;bernahme von Juniper Networks wurde im Juli 2025 umgesetzt. &nbsp;</strong>Dies ist als Hauptfaktor jeder Umsatzsteigerung zu beachten.</p> <p><strong>Vor einem Jahr reichte ein schlechtes Quartal, um einen Kurseinbruch von 50 % auszul&ouml;sen.</strong> Davon abgesehen, erwies sich die KI-&Auml;ra (seit bald dreieinhalb Jahren) f&uuml;r HPE als kursm&auml;&szlig;iger Erfolg. Wenn auch in prozentualen Gr&ouml;&szlig;enordnungen weitab dessen, was man von NVIDIA und anderen Adresssen gewohnt ist.&nbsp;&nbsp;</p> <p><strong>Zum Q1-Zahlentermin dieser Woche (09.03.):</strong> Hier betonte CFO Marie Myers, dass die positiven Synergieeffekte der &Uuml;bernahme sich fr&uuml;her als geplant bemerkbar machen. Die ebenfalls positiven Effekte durch den Aufbau von KI Servern sowie st&auml;rkere KI-Integration blieben argumentativ eher im Hintergrund (jedenfalls kein Vergleich zum vorgetragenen Gro&szlig;optimismus bei Hyperscalern etc.).&nbsp;&nbsp;</p> <p><strong> Mit der inzwischen verf&uuml;gbaren Technologie von Juniper kann KI-Potenzial besser genutzt werden, was HPE ebenfalls eine Spur offensiver kommunizieren k&ouml;nnte.</strong> 17 bis 22 % Umsatzwachstum und + 32 bis 40 % beim bereinigten Ergebnis im Ausblick sind beachtlich. F&uuml;r einen erneuten Einstieg bei HPE (fr&uuml;her bereits in der Liste gef&uuml;hrt) reicht es zurzeit aber nicht.</p> <p>Helmut Gellermann</p>

Warum scheint AIXTRON derzeit kaum zu stoppen zu sein?

<p>Aixtron profitiert derzeit von einem neuen Wachstumsnarrativ. Die Aktie zeigt seit Ende Februar relative St&auml;rke, weil der Markt nicht mehr nur auf das schwache Jahr 2026 schaut. Entscheidend ist inzwischen die Erwartung einer deutlichen Belebung ab 2027. Ausl&ouml;ser daf&uuml;r waren drei Punkte. Erstens meldete Aixtron bei den Jahreszahlen einen &uuml;berraschend starken Auftragseingang im vierten Quartal. Zweitens folgten mehrere deutliche Kurszielanhebungen durch Analysten. Drittens wird die Aktie am 23. M&auml;rz 2026 in den Stoxx Europe 600 aufgenommen. Das hat die Wahrnehmung des Titels klar verbessert.</p> <p>Fundamental war vor allem der Auftragseingang wichtig. Aixtron erzielte 2025 einen Umsatz von 556,6 Mio. &euro; und lag damit zwar 12 % unter Vorjahr, aber &uuml;ber dem Marktkonsens. Viel wichtiger war das Signal aus dem Schlussquartal. Der Auftragseingang stieg auf 169,6 Mio. &euro;. Das waren 37 % mehr als im dritten Quartal und 8 % mehr als ein Jahr zuvor. Dazu kam ein Free Cashflow von 181,9 Mio. &euro; nach minus 72,4 Mio. &euro; im Vorjahr. Der Kassenbestand blieb mit 224,6 Mio. &euro; solide. Das zeigt, dass Aixtron die zyklische Schw&auml;che ohne Bilanzprobleme &uuml;bersteht.</p> <p>Der Markt kauft aber vor allem die Perspektive. Aixtron gilt inzwischen wieder st&auml;rker als Profiteur bei Galliumnitrid, also GaN-Leistungshalbleitern. Diese Technik wird f&uuml;r die Stromversorgung von KI-Rechenzentren immer wichtiger. Genau darauf setzen viele Investoren. Sie bewerten Aixtron deshalb wieder st&auml;rker als strukturellen Gewinner und weniger als klassischen Zykliker.</p> <p>Die Analystenreaktionen haben das verst&auml;rkt. Jefferies hob das Kursziel von 27 &euro; auf 30,30 &euro; an. Deutsche Bank Research erh&ouml;hte von 20 &euro; auf 31 &euro;. Berenberg zog ebenfalls auf 31 &euro; hoch. UBS erh&ouml;hte auf 28 &euro;. Die Spanne der genannten Kursziele reicht damit von 28 &euro; bis 31 &euro;. Solche gleichgerichteten Hochstufungen geben einem laufenden Trend oft zus&auml;tzlichen Schub.</p> <p>Dass Aixtron selbst in der Phase des Irankriegs kaum nachgab, passt ins Bild. Der breite Markt litt unter &Ouml;lpreis-, Inflations- und Konjunktursorgen. Aixtron hatte dagegen einen starken eigenen Kurstreiber. Die Aktie wurde daher von einer spezifischen Nachfragestory getragen.</p> <p>Mittlerweile wirkt die Aktie aber auf kurze Sicht zunehmend &uuml;berkauft. Wer investiert ist, darf zumindest &uuml;ber Teilgewinnmitnahmen nachdenken. Mittelfristig bleibt die Story aber intakt.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion Bernecker</p>

Rheinmetall: Warum das nicht reicht

<p>Bei KGVs von &uuml;ber 40 f&uuml;r 2026 muss alles passen. Vier Punkte im Zuge der Zahlen sorgen f&uuml;r den D&auml;mpfer.</p> <p>1. Analysten (insbesondere von JPMorgan) hinterfragten im Call kritisch, warum trotz der vollen Orderb&uuml;cher der Umsatz 2025 hinter den Erwartungen zur&uuml;ckblieb. Die operative Umsetzung l&auml;uft nicht rund.</p> <p>2. Die Prognose f&uuml;r den Free Cash Flow wird als Entt&auml;uschung gewertet. Die angek&uuml;ndigte Cash-Conversion von &uuml;ber 40 % lag deutlich unter dem Marktkonsens, der eher bei 90 % (ca. 2,5 Mrd. &euro;) gelegen hatte. Hohe Vorratsinvestitionen und der Aufbau von Lagerbest&auml;nden f&uuml;r anstehende Gro&szlig;auslieferungen binden derzeit viel Kapital.</p> <p>3. Obwohl das Umsatzziel f&uuml;r 2026 auf 14,0 bis 14,5 Mrd. &euro; konkretisiert wurde, lag dieser Korridor leicht unter den vorherigen Markterwartungen von ca. 15 Mrd. &euro;. Berenberg merkten an, dass die Erkl&auml;rung f&uuml;r diese leichte Abschw&auml;chung im Call wenig detailliert ausfiel. Zudem wurde die operative Ergebnismarge (EBIT-Marge) f&uuml;r 2026 mit rund 19 % beziffert, w&auml;hrend einige Analysten bereits auf 20 % gehofft hatten.</p> <p>4. Im Call gab es spezifische Nachfragen zum Fortschritt wichtiger Schl&uuml;sselprojekte ohne klare Antworten. Analysten warnten, dass Verz&ouml;gerungen beim Skyranger System die gesamte Wachstumsstory belasten k&ouml;nnten.&nbsp;</p> <p>Damit bleibt die Aktie technisch im Niemandsland. Wir schauen nur zu.</p> <p>&nbsp;</p>

Haussierende Schwefelpreise - Recycler profitieren

<p>Schwefel ist eine essenzielle Komponente f&uuml;r die Herstellung von Schwefels&auml;ure, die wiederum f&uuml;r Phosphatd&uuml;ngemittel sowie in der Produktion von Lithium-Batterien, Nylon und Mikrochips und vielen anderen industriellen Prozessen ben&ouml;tigt wird. Mehr als 90 % der weltweiten Schwefelproduktion entstehen als Nebenprodukt bei der Reinigung von &Ouml;l und Gas. Rund ein Drittel der globalen Mengen stammt aus der Golfregion. Der Markt war bereits vor der Eskalation im Golf extrem angespannt. Der sog. &bdquo;Sulphur-Gap&ldquo; ist ein strukturelles Problem der Energiewende. Wir ben&ouml;tigen mehr Schwefel f&uuml;r Batterien, produzieren aber weniger davon, weil im Trend weniger &Ouml;l verbrannt wird. jetzt wird es spannend:</p> <p>In der Prim&auml;rkupfererzeugung ist Schwefel aber auch ein nat&uuml;rlicher Bestandteil der eingesetzten Kupfererzkonzentrate. Diese bestehen etwa zu einem Drittel aus Kupfer, einem Drittel aus Eisen und einem Drittel aus Schwefel.</p> <p>Bei Aurubis f&auml;llt in der Kupferverarbeitung Schwefels&auml;ure zwangsl&auml;ufig als Nebenprodukt an. Bei einer j&auml;hrlichen Produktionskapazit&auml;t von rund 2 Mio. Tonnen Schwefels&auml;ure f&uuml;hrt jeder Preisanstieg um 10 &euro; pro Tonne theoretisch zu einem zus&auml;tzlichen operativen Ergebnisbeitrag von etwa 20 Mio. &euro;.</p> <p>Auch die schwedische Boliden als Kupferf&ouml;rderer und Recycler ist ein klarer Profiteur dieses Trends.&nbsp;</p>

Warum ist BRENNTAG heute der größte DAX-Gewinner?

<p>Die Aktie des Chemikalienh&auml;ndlers notiert heute rund 2,6 % im Plus und setzt sich damit an die Spitze im DAX. Was sind die Gr&uuml;nde?&nbsp;</p> <p>Einen frischen Impuls von Unternehmensseite gibt es heute nicht. Die letzte Unternehmensmeldung waren die Vorabzahlen f&uuml;r 2025 vom 4. M&auml;rz. Dort meldete Brenntag f&uuml;r 2025 einen Umsatz von 15,2 Mrd. &euro; nach -3,7 %, ein operatives EBITA von 929 Mio. &euro; nach -12,6 %, einen Free Cash Flow von 941 Mio. &euro; nach +5,4 % und eine um rund 10 % gek&uuml;rzte Dividende auf 1,90 &euro; je Aktie. Das operative EBITA lag laut Unternehmen sogar leicht unter dem unteren Ende der Prognosespanne.</p> <p>Genau daraus ergibt sich der naheliegende Grund f&uuml;r den heutigen Anstieg. Die Aktie war nach den schwachen Vorabzahlen stark unter Druck geraten und notierte am 9. M&auml;rz im Xetra-Handel nur noch bei 43,72 &euro;, was einem 52-Wochen-Tief entsprach. Heute treiben deshalb eher Eindeckungs- und Schn&auml;ppchenk&auml;ufe den Kurs nach oben als eine Neubewertung des Gesch&auml;fts.</p> <p>Hinzu kommt die Positionierung vor dem morgigen Zahlen- und Gesch&auml;ftsberichtstermin. Brenntag ver&ouml;ffentlicht den vollst&auml;ndigen Bericht f&uuml;r 2025 am 12. M&auml;rz. F&uuml;r das Schlussquartal erwarten Analysten im Schnitt 1,02 &euro; Gewinn je Aktie und 3,60 Mrd. &euro; Umsatz. Vor so einem Termin reicht bei einer zuvor stark gefallenen Aktie oft schon die Hoffnung auf weniger schlechte Details, damit die Papiere kurzfristig nach oben laufen. Das ist hier sehr wahrscheinlich der zweite Treiber.</p> <p>Auch die Analystenlage st&uuml;tzt die Gegenbewegung etwas. Goldman Sachs blieb am 4. M&auml;rz bei "Buy" mit 64 &euro; Kursziel und verwies darauf, dass der vollst&auml;ndige Bericht zus&auml;tzliche Signale liefern d&uuml;rfte. Barclays blieb zwar nur bei "Equal Weight" mit 42 &euro; und schrieb, der Ausblick habe die Erwartungen verfehlt. Deutsche Bank Research blieb bei "Hold" mit 46 &euro; und nannte das vierte Quartal schw&auml;cher als erwartet, sah Brenntag im aktuellen Umfeld wegen des starken US-Gesch&auml;fts und der Weitergabe h&ouml;herer Preise aber relativ besser aufgestellt.</p> <p>Der Anstieg ist damit bisher kein klares Entwarnungssignal. Es ist eher ein Rebound nach einer &uuml;berzogenen Abw&auml;rtsreaktion plus Positionierung vor den f&uuml;r morgen vorgesehenen detaillierten 2025er-Zahlen. F&uuml;r den Kurs wird jetzt entscheidend, ob Brenntag morgen die 2026er EBITDA-Spanne von 1,15 bis 1,35 Mrd. &euro; glaubw&uuml;rdig untermauert und zeigt, dass Margen und Volumen sich stabilisieren. F&auml;llt der Bericht dagegen wieder schw&auml;cher aus als der Markt erwartet, kann der heutige Tagesgewinn schnell wieder pass&eacute; sein.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>

RIO TINTO wird flüssig!

<p>RIO TINTO hat sich fast 1,2 Mrd. $ zur Finanzierung der Entwicklung eines Lithiumprojekts in Argentinien gesichert! Von vier internationalen Geldgebern stammt das Geld, mit dem das 2,5 Mrd. $ teure Rincon-Projekt finanziert werden soll. Dieses hat ein Kapazit&auml;t von etwa 60.000 Tonnen Lithiumcarbonat in Batteriequalit&auml;t pro Jahr. Der Bau der Anlage begann schon im vergangenen Jahr. Eine erste Produktion ist f&uuml;r 2028 vorgesehen. Drei Jahre soll die erste Phase andauern, bis man die volle Kapazit&auml;t aussch&ouml;pfen kann. Dann soll Rincon eine Lebensdauer von 40 Jahren haben. RIO TINTO wird damit fl&uuml;ssig. Alles in trockenen T&uuml;chern!</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>B&ouml;rsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker B&ouml;rsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>

BionTech-Pipeline im Fokus: Nach -18 % eine Chance?

<p>Der Conference-Call gestern zu den (schwachen) Zahlen samt Ausblick brachte keinen neuen erbaulichen Erkenntnisse. Damit bleibt ein desastr&ouml;ser Eindruck: Der Abgang der Gr&uuml;nder ist kritisch zu sehen und f&uuml;hrt zu einem immensen Vertrauensverlust. Der Abgang von Sahin/T&uuml;reci kommt zur Unzeit, denn bis Ende 2026 laufen Phase-3-Studien und es stehen mehrere wichtige Daten an. Details, wie der IP-&Uuml;bergang und zu welchen Konditionen erfolgen soll, fehlen zus&auml;tzlich. Einzige Information dazu ist, dass BionTech einen &bdquo;Minderheitsanteil&ldquo; bekommen wird.</p> <p>Wo liegen die Chancen (und Risiken) der Pipeline? BioNTech wird im kommenden Jahr Daten zu Pumitamig in der wichtigen Indikation nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC) vorlegen. Das ist ein Markt, der bis 2030 ein Volumen von rund 35 Mrd. $ erreichen d&uuml;rfte. Dabei muss sich der Wirkstoff mit Ivonescimab &nbsp;von Summit Therapeutics messen. Problem: Die bisherigen Pumitamig-Daten basieren lediglich auf 40 Patienten aus dem Phase-2-Teil der Phase-2/3-Studie ROSETTA-Lung-02, w&auml;hrend f&uuml;r Ivonescimab bereits vollst&auml;ndige Phase-3-Daten aus der &bdquo;Harmoni-3&ldquo;-Studie (Plattenepithel-NSCLC) in der zweiten H&auml;lfte 2026 erwartet werden.</p> <p>BioNTech und Bristol Myers pr&auml;sentierten auf der WCLC 2025 ermutigende fr&uuml;he Daten f&uuml;r Pumitamig bei extensivem kleinzelligem Lungenkrebs (SCLC). Der Wirkstoff k&ouml;nnte damit k&uuml;nftig mit Amgens Imdelltra, Roches Tecentriq und AstraZenecas Imfinzi konkurrieren. Eine Markteinf&uuml;hrung w&auml;re ab 2028 m&ouml;glich, sofern die Phase-3-Studie &bdquo;ROSETTA Lung-01&ldquo; die bisherigen Ergebnisse best&auml;tigt. Man hat sich hier allerdings f&uuml;r eine sogenannte Flat-Dosing-Strategie entschieden (vereinfacht: alle Probanden erhalten gleiche, nicht auf Gewicht etc. zugeschnittene Wirkstoffmenge), was als Risiko zu sehen ist. In Phase-3-Studien geht es darum, statistisch signifikante Vorteile gegen&uuml;ber Standardtherapien zu zeigen. Wenn ein Teil der Patienten aufgrund einer fixen Dosis nicht optimal behandelt wird, kann das den den Behandlungseffekt verringern und das Risiko erh&ouml;hen, dass Studien ihr prim&auml;res Ziel verfehlen, also floppen.</p> <p>Bei Pumitamig gegen Brust- und Nierenkrebs im Programm BNT327 unterst&uuml;tzen bisher aus 2024 und 2025 vorliegende Daten einen &Uuml;bergang in Phase-3-Studien bei triple-negativem Brustkrebs. Hier er&ouml;ffnet sich im Erfolgsfall bis 2030 ein Markt von rund 10 Mrd. $. BioNTechs personalisierter mRNA-Krebsimpfstoff Autogene Cevumeran (BNT122) zeigte vielversprechende Daten bei fr&uuml;hem Bauchspeicheldr&uuml;senkrebs. Eine Markteinf&uuml;hrung w&auml;re 2027&ndash;2028 m&ouml;glich, falls die Phase-2-Studie bei adjuvantem Darmkrebs erfolgreich ist. Die Daten dazu werden 2026 erwartet. Minimales j&auml;hrliches Umsatzpotenzial wird auf 510 Mio. $ taxiert.&nbsp;</p> <p>BioNTech verf&uuml;gt zwar &uuml;ber ausreichend Liquidit&auml;t, ben&ouml;tigt jedoch klinische Erfolge, um die Abh&auml;ngigkeit vom r&uuml;ckl&auml;ufigen COVID-Impfstoffgesch&auml;ft aufzul&ouml;sen. Die Daten zu BNT116 auf der World Conference on Lung Cancer 2025 waren schwer zu interpretieren, w&auml;hrend BNT111 nach entt&auml;uschenden Ergebnissen auf der ESMO 2025 bei fortgeschrittenem Melanom eingestellt wurde.&nbsp;</p> <p>Unter dem Strich wird die Pipeline au&szlig;erhalb von BNT327 zunehmend enger. Aktuell ist damit lediglich der Kassen- und Wertpapierbestand von 17,2 Mrd. &euro; (gut 90 % des B&ouml;rsenwertes) ein Sicherheitspuffer. F&uuml;r entwicklungslastige Biotechs ist eine solche Quote allerdings keine Seltenheit. Damit bleibt es bei unserer gestrigen Einsch&auml;tzung: Die BionTech-Aktie taugt aktuell bestenfalls f&uuml;r eine Trading-Position mit engem Stopp bei 78 $.</p>

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Referenzen

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Die hier veröffentlichten Bewertungen stammen ausschließlich von Personen, die unsere Dienstleistungen / unser Angebot tatsächlich in Anspruch genommen haben. Alle Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung manuell durch uns auf Echtheit geprüft.

Christoph Sch.

16.02.2026

Ich bin begeisterter Abonnent von Bernecker.TV und habe festgestellt, dass ich, seitdem ich Ende 2023 begonnen haben, mich nach Ihren Empfehlungen zu richten, mit den entsprechenden Aktien all over bis dato ein Plus von 40 % hingelegt habe (inkl. Dividenden wohl eher 50%), und das in einem Durchschnittsanlagezeitraum von vielleicht anderthalb Jahren (habe ja nicht alle Werte auf einmal gekauft, sondern kaufe sukzessive bis dato zu).

Thomas K.

05.01.2026

Meine Frau und ich beziehen wenig Rente. Seit wir den Aktionärsbrief abonniert haben, können wir mit der Entwicklung unserer Ersparnisse unbesorgter leben.

Torsten P.

17.12.2025

... herzlichen Dank, dass Sie sich trotz widriger Umstände die Zeit genommen haben, mir zu antworten! [...] Habe mal ein paar Börsenbriefe getestet - was soll ich sagen - bleibe dem Aktionärsbrief und Berneckers treu. Herr Schulz, Ihre Recherchen sind für mich die Besten, klar, schlüssig und mit einer hohen Trefferquote - ich bin und bleibe ein Fan!

Sven G.

04.11.2025

Ich schätze an der Bernecker-Philosophie vor allem die klare, unabhängige Argumentation und die Fähigkeit, politische wie wirtschaftliche Zusammenhänge langfristig zu deuten – das findet man heute nur noch selten.

Margret S.

07.09.2025

Am 10. November bin ich 15 Jahre Abonnentin beim Aktionärsbrief und habe es noch keinen Tag bereut.

Hansjörg P.

23.07.2025

Beide von mir abonnierten Bernecker-Briefe sind wirklich sehr sehr gut. Man kann konkurrierende Produkte in die so berühmte „Tonne“ hauen. Also, großes Kompliment an Sie und Ihr Team.

Marcel A.

26.03.2025

Es freut mich, Abonnent der Actien-Börse zu sein. Auch als Leser des Bernecker-Daily und des Aktionärsbriefs freue ich mich jede Woche aufs Neue. Kompetente und kompakte Analysen, Recherchen und Empfehlungen erster Güte begleiten meine Aktivitäten als Anleger wöchentlich seit vielen Jahren. Und dies zu meiner vollsten Zufriedenheit. Vielen herzlichen Dank.

E. B.

19.11.2024

Über viele Jahre konnte ich Ihre wertvolle Arbeit verfolgen und deren Früchte genießen. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Sie war für mich auf vielen Ebenen ein Gewinn. [...] Sollte irgendwann mein Interesse an den Märkten wieder zurückkehren und ich mir wieder die Zeit dafür nehmen wollen, würde ich Ihre Dienste sehr gerne wieder in Anspruch nehmen. Sie sind und bleiben für mich die Nummer eins!

Peter S.

09.01.2025

Übrigens: ich habe gestern das Jahres-Abo bei Ihnen bestellt und damit vom Monats-Abo umgestellt – Ihre Unterstützung war meine primäre Motivation und an einen Service wie Ihren kann man sich ruhig auf Jahresbasis binden.

Josef L.

31.08.2024

Kompetent, klar, informativ, klare Orientierung, gute Argumente. Klare Strukturierung für Anlage! [...] Eindeutig das qualitativ Beste im Vergleich zu dem Gebrabbel, was sonst durch den Äther gejagt wird. Diese Sendung [im Rahmen von Bernecker.TV am 30.08.24, Anm. der Red.] hat 100.000 Aufrufe verdient.

Norbert S.

05.07.2024

Ich habe gerade die Worte des Webinars von Herrn Bernecker aufgenommen und bin von seiner Klarheit und seinen Mut machenden Perspektiven heute genauso begeistert wie 1970, als ich Herrn Bernecker als junger Redakteur beim Aktionär in Düsseldorf erleben durfte. [...] Ich bin inzwischen auch 77 Jahre alt und halte es, genau wie Hans A. Bernecker, für wichtig, bei den Folge-Generationen Perspektiven, Zuversicht, Hoffnung und Aufbruchstimmung zu verbreiten.

Matthias S.

28.06.2024

Es [das Webinar mit Hans A. Bernecker, Anm. des Verlages] ist eine faszinierend weise Zusammenfassung der Gesamtgemengelage und genießt meinen höchsten Respekt und passt sogar zu meiner Lebenserfahrung sowie meinen Hoffnungen. Schade das dieser Sachverstand in der veröffentlichten Politik kaum Raum hat. Diese Sendungen vom Team Bernecker und vorne weg von Herrn Bernecker selbst erwarte ich - ausgleichend zum sonstigen Medienrummel - regelmäßig mit freudigem Interesse.

Dieter S.

28.06.2024

Hallo Herr Brahm, Das nenne ich einmal Kundenservice! Schneller geht nicht, vielen Dank und ein schönes Wochenende.

Bernd L.

11.06.2024

Ihr Bernecker-Börsenkompass ist wirklich Klasse. Er liest sich verständlich und nachvollziehbar. Sicher werde ich künfig ein treuer Leser bleiben. Sie haben Recht, es ist für jeden etwas dabei. Toll fand ich auch wie Sie den Hintergrund der Telekom-Aktie beleuchtet haben..

Stephan R.

30.03.2024

Hallo liebes Bernecker Team, ich finde Sie machen einen super Job. Danke!

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