<p style="text-align: justify;">Der deutsche Nebenwertesektor birgt weiterhin enorme Gewinnchancen. Der deutsche IT-Mittelbau wurde im bisherigen Jahresverlauf mit den zurückgebliebenen Werten aus der zweiten Reihe in Sippenhaft genommen: IT-Systemhäuser, die operativ zweistellig wachsen, notieren mit Jahresverlusten, während sich die Standardwerte neue Rekorde markierten. Genau in dieses Umfeld fiel die Vorabmeldung von BECHTLE zum zweiten Quartal 2026: Der Kurssprung von zeitweise über 13 % ist der zweite Beweis dieser Woche (nach den SAP-Zahlen), dass die Q2-Berichtssaison zum operativen Wendepunkt für den gesamten deutschen IT-Sektor wird. <br />Wir erweitern deshalb die Auswahl um zwei MDAX-Titel, die das gleiche Muster tragen: signifikante Bewertungsabschläge trotz operativer Wende und sichtbare Katalysatoren in den nächsten sechs Wochen. Unsere beiden Kaufkandidaten gibt es in der Termin Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>). </p>
<p>Asien bleibt unter Druck. Im Zentrum steht erneut der Ausverkauf bei den Halbleitern. Der Kospi verlor zeitweise 13 % und lag zuletzt noch 6,5 % im Minus. SK Hynix brach trotz eines Gewinnsprungs von 557 % um 10 % ein, weil die Erwartungen noch höher lagen. Samsung verlor vor den Zahlen am Donnerstag 6,6 %. Der Markt spielt damit weiter die Sorge, dass die gewaltigen KI-Investitionen nicht schnell genug in entsprechende Erträge münden.</p> <p>Hinzu kommt der Ölpreis. Brent steigt nach neuen Kämpfen zwischen den USA und Iran um 3,5 % auf über 87 Dollar. Damit rückt die Straße von Hormus wieder in den Blick und zugleich die Frage, ob der neue Ölpreisschub die Inflation erneut anheizt. Vor der heutigen Fed-Entscheidung ist das kein angenehmes Umfeld.</p> <p>Die Rotation aus den Chipwerten setzt sich fort. Finanz-, Energie- und Konsumtitel halten sich deutlich besser. Heute Abend liefern Microsoft und Meta den nächsten Test für die KI-Story. Morgen folgen Apple und Amazon. Entscheidend ist nun, ob die hohen Investitionen auch mit entsprechendem Wachstum unterlegt werden. Des Weiteren:</p> <p>Bloom Energy: Der Umsatz stieg um 166 % auf über 1 Mrd. US-Dollar. Da KI-Rechenzentren viel Strom verbrauchen, fragen Betreiber verstärkt dezentrale Energielösungen nach. Die Jahresprognose wurde angehoben. Die Aktie legte um ca. 12 % zu.</p> <p>Seagate: Der Umsatz lag bei 3,63 Mrd. US-Dollar (+48,5 % zum Vorjahr), der Gewinn je Aktie bei 5,71 Dollar. Beide Werte lagen über den Erwartungen. Grund ist der hohe Speicherbedarf für KI-Server. Auch die Prognose für das laufende Quartal stieg. Der Kurs stieg um ca. 4 %.</p> <p>Dt. Bank, Porsche und BASF können heute Morgen positive Akzente im DAX setzen mit Zahlen, die jeweils über den Erwartungen liegen. </p> <p>Die Daten von SK Hynix, Bloom Energy und Seagate zeigen, dass das Geschäft rund um KI-Infrastruktur läuft. Bei welchen Werten Chancen warten, erfahren Sie auf unserer Website: <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
<p>Guten Morgen,</p> <p>die Rekordzahlen reichen dem Markt nicht. SK Hynix steigerte den operativen Gewinn im zweiten Quartal um 557 % auf den Rekordwert von 60,5 Bio. Won (64 Bio. Won war der Konsens). Trotzdem lag das Ergebnis unter den sehr hohen Erwartungen, woraufhin die Aktie zunächst mehr als 16 % einbrach, sich intrady aber erholten. Wir hatten gestern eine Trade gewagt der aktuell 5,4 % im Minus liegt. </p> <p>Seit dem Juni-Hoch hat der Titel damit über die Hälfte seines Wertes verloren. Belastend wirken Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-Investitionen, die hohen Speicherpreise und die angekündigten Kapazitätserweiterungen von SK Hynix, Samsung und Micron. Im Analystencall wurde die Gefahr eines späteren Überangebots ausdrücklich angesprochen. Aber:</p> <p>Das Management sieht kurzfristig jedoch keine Oversupply-Risiken und verweist auf eine weiterhin extrem knappe Versorgung, zusätzliche Kundenanfragen und lange Vorlaufzeiten beim Kapazitätsausbau. Die Investitionen sollen schrittweise erfolgen und an bestätigte Nachfrage angepasst werden. Rund zehn Kunden haben bereits langfristige Lieferverträge abgeschlossen, meist über etwa fünf Jahre und teilweise mit Anzahlungen.</p> <p>Kritische Fragen gab es außerdem zu einem möglichen Rückgang der KI-Ausgaben, zum schwächeren DRAM-Preisanstieg und zum wachsenden HBM-Wettbewerb. SK Hynix erwartet dennoch, dass die großen Cloudanbieter ihre Investitionen auch über 2027 hinaus erhöhen.</p> <p>Im Aktionärsbrief ziehen wir für unsere Restposition ein Stop Loss bei 798 € auf Schlusskursbasis ein. </p> <p> </p>
<p> REMY COINTREAU befindet sich technisch auf Kurs. Das überraschend gute Q1 muss sich dafür mit Q2 bestätigen. Dann drehen auch die bislang noch skeptischen Analysten.</p>
<p>SK Hynix trifft mit seinen Quartalszahlen am Mittwoch auf einen regelrechten Ausverkauf bei Halbleiteraktien. Der MSCI World Semiconductors verliert im Juli rund 18 % und steuert auf den schwächsten Monat seit 2022 zu.</p> <p>SK Hynix selbst hat sich vom Hoch nahezu halbiert, obwohl für das zweite Quartal erneut Rekordwerte anstehen. Der operative Gewinn soll sich gegenüber dem Vorjahr fast versiebenfachen, getragen von stark steigenden Preisen für HBM, DRAM und NAND.</p> <p>Gleichzeitig ist die Bewertung auf ein KGV von nur noch etwa 3 gefallen. Damit preist der Markt bereits einen massiven Gewinneinbruch nach dem aktuellen Boom ein. Aber:</p> <p>Bestätigt SK Hynix die hohen Erwartungen und signalisiert auch für das dritte Quartal steigende Absatzmengen und Preise (davon gehe ich aus), dürfte eine kräftige Gegenbewegung einsetzen.</p> <p>China-Risiken und Zweifel am KI-Investitionszyklus bleiben bestehen, doch nach diesem Kurssturz erscheinen sie über weite Strecken eingepreist. Für risikobereite Anleger bietet die Zahlenvorlage damit mindestens eine attraktive Trading-Chance, die man über Stop Loss je nach Risikoneigung absichern kann. </p>
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<p><strong>(Ausschließlich hier für Abonnenten.) Als insgesamt etwas enttäuschend schätzen wir den französischen Luxusgüterkonzern nach Quartalszahlen ein.</strong> LVMH meldete am Montag nachbörslich eine Wachstumsbeschleunigung im Q2 (organisch + 3 %) inklusive Zuwachs im US-Geschäft. Die Nachfrage in Europa blieb eher schwach und der Irankrieg ein Belastungsfaktor. Mode und Lederwaren trugen auf Konzernebene im Quartal mit organisch + 1 % erstmals seit zwei Jahren positiv zum Wachstum bei, hier hatten Analysten allerdings mit + 1,7 % gerechnet.</p> <p><strong>Bei Wein und Spirituosen meldeten die Franzosen „Zeichen der Erholung“:</strong> + 5 % bei den Erlösen im zweiten Quartal. Am stärksten stieg im Q2 Uhren/Schmuck mit + 11 %.</p> <p><strong>Das Duty-Free-Geschäft in Greater China wurde verkauft an die staatliche China Tourism Group Duty Free.</strong> Die Konzessionen für die Standorte San Francisco und Los Angeles sowie im japanischen Okinawa wurden bzw. werden ebenfalls abgegeben. </p> <p><strong>Im ersten Halbjahr machte sich noch das schwächere Q1 bemerkbar.</strong> So ergab sich auf sechs Monate nominell ein Umsatzminus von 3 % auf 38,6 Mrd. €. „Organisch“ hingegen galt + 2 %. Das operative Ergebnis (recurring) ging um 4 % auf 8,7 Mrd. € zurück.</p> <p><strong>Die kanadische RBC reagierte als eine der ersten Banken mit einer Senkung des Kursziels von 600 auf 575 € (weiterhin „outperform“).</strong> Bernstein Research blieb bei 600 € und UBS hatte schon vor dem Termin die 650 € bestätigt.</p> <p><strong>Seit Jahresbeginn gab die LVMH-Aktie 27 % nach.</strong> Ein erneuter Rücksetzer auf 450 € wäre als bessere Kaufgelegenheit zu sehen. Mit Blick auf die Situation im Nahen Osten ist dies nicht auszuschließen, zudem gestützt durch Überlegungen zum Fernen Osten: In China hat Louis Vuitton einen Markenrechtsstreit ausgelöst, der sich zu einem dortigen Boykott gegen das europäische Unternehmen auswirken könnte.</p> <p><strong>Zum Chartvergleich:</strong> Der 10-Jahres-Kursverlauf wirkt auch deshalb ernüchternd, weil mit zwei Jahren Verzögerung (und von einem höheren Niveau aus) sogar die Aktie von HERMÈS seit Frühjahr 2025 nach unten geschwenkt ist.</p> <p><strong>L’ORÉAL kann, je nach Betrachtungswinkel, unser Luxus-Trio ergänzen.</strong> Diese Aktie läuft seit mehr als drei Jahren seitwärts. Die japanische <strong>SHISEIDO</strong> (ausgeblendet) wird die Parfum- und Kosmetiksparte der Franzosen (die im Q2 mit 1 % Umsatzrückgang besonders schwach wirkte) wohl auch nicht mitziehen.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen <a href="http://www.bernecker.info/bernecker-daily">Bernecker daily</a>. </p>
<p>Die Geschäfte bei dem Triebwerksbauer und Luftfahrt-Zulieferer laufen gut, daher schraubt man nun die Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben. Nach Unternehmenseinschätzung dürfte der bereinigte operative Gewinn im laufenden Jahr nun 6,4 bis 6,5 Mrd. Euro erreichen - 300 Mio. Euro mehr als zuvor angekündigt. Dazu soll der Umsatz um einen mittleren Zehner-Prozentsatz steigen. Bisher hatte man einen niedrigeren bis mittleren Zehner-Prozentsatz angepeilt. Für den freien Barmittelzufluss hat man mit 4,7 bis 4,9 Mrd. Euro ebenfalls etwa 300 Mio. Euro mehr im Auge als zuletzt. </p> <p>Im ersten Halbjahr steigerte SAFRAN den bereinigten Umsatz um 19 % auf knapp 17,6 Mrd. Euro. Der bereinigte operative Gewinn wuchs um 29 % auf 3,2 Mrd. Euro, und die bereinigte Marge kletterte auf den Rekordwert von 18,4 %. Unter dem Strich stieg der Gewinn um gut ein Fünftel auf 1,9 Mrd. Euro.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p style="text-align: justify;">Heute richten wir unseren Blick auf ein Marktsegment, das seit Jahren eine der stärksten Bewertungsanomalien in Europa aufweist: die deutsche dritte Reihe. Während der DAX 2026 neue Rekordmarken markierte und die MDAX-Konzerne von institutioneller Nachfrage getragen wurden, hat der SDAX-Tech-Sektor eine der brutalsten Konsolidierungsphasen der jüngeren Börsengeschichte hinter sich. Zahlreiche IT-Dienstleister, Softwareanbieter und Cloud-Spezialisten notieren 40 bis 70 % unter ihren Rekordhochs von 2021 und wurden zusätzlich von der globalen Neubewertung des Software-Sektors erfasst, die Anfang Februar 2026 zu einem Rückgang des S&P North American Expanded Technology Software Index um über 20 % führte.</p> <p style="text-align: justify;">Die Ursachen dieser Underperformance sind gut dokumentiert: Erstens die Sorge, dass generative KI klassische IT-Consulting- und Software-Geschäftsmodelle disruptiert; zweitens die Zurückhaltung deutscher Mittelständler bei Digitalisierungsprojekten im schwachen Konjunkturumfeld; drittens der strukturelle Kapitalabfluss aus deutschen Small Caps zugunsten der US-Big-Tech-Werte. Doch genau diese Konstellation hat inzwischen zu grotesken Bewertungsverwerfungen geführt – und die Wende ist bereits sichtbar: Die starken SAP-Q2-Zahlen vom Freitag lösten eine breite Erholung im deutschen Software-Sektor aus, die sich zu Wochenbeginn fortsetzte und u. E. noch erhebliches Potenzial hat. Wo wir die größten Chancen sehen erfahren Sie in der Termin-Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p><strong>Die Zweifel an der Rentabilität der milliardenschweren KI-Investitionen lösen einen neuen Ausverkauf bei Chipaktien aus. </strong>Der MSCI Asia Pacific fällt zeitweise 3,6 % auf den tiefsten Stand seit Mai. Besonders heftig trifft es Südkorea: Der Kospi bricht um 11 % ein, SK Hynix und Samsung verlieren jeweils 13 %. Auch Japan und Taiwan geben deutlich nach, nachdem der US-Halbleiterindex bereits den dritten Tag in Folge gefallen war. Nasdaq-100-Futures verlieren weitere 0,9 %.</p> <p>Belastend wirken Sorgen über zirkuläre Finanzierungen im KI-Sektor, steigende Unternehmensschulden und ein rückläufiger Index für die Ausgaben für KI-Tokens. Unternehmen nutzen Sprachmodelle offenbar kostenbewusster, was Zweifel am bisher erwarteten Wachstum der Rechenleistung weckt. Hinzu kommt ein Bericht über chinesische DUV-Lithografiemaschinen, der Nikon und Tokyo Electron um mehr als 9 % drückt.</p> <p>Die Bewährungsprobe mit möglichen Gegenreaktionen folgt diese Woche mit den Zahlen von Microsoft, Meta, Apple, Amazon, SK Hynix und Samsung. Es geht um Belege, dass die hohen KI-Ausgaben tatsächlich zusätzliche Umsätze, Margen und Cashflows liefern. Gleichzeitig steht morgen die Fed-Entscheidung an. </p> <p><strong>Entscheidend: </strong>Software geht weiter fest und die Marktbreite zeigt weiter relative Stärke. So legte der S&P 500 Equal Weight gestern um 0,8 % zu. Der DAX startet ca. 50 Punkte über dem Xetra-Schluss von gestern. Das sieht alles stabil aus. </p> <p>Entlastung kommt vom Ölpreis: Brent fällt auf rund 87,80 Dollar, nachdem die USA ihre Angriffe gegen Iran pausiert haben. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen sinkt allerdings nur moderat auf 4,63 %.</p> <p><strong>Weitere News:</strong></p> <p>Mercedes senkt wegen der schwachen Nachfrage in China die Umatzprognose, kommt aber vorbörslich nicht weiter unter Druck. </p> <p>Safran hebt dagegen nach starker Nachfrage nach Ersatzteilen für zivile Flugzeugtriebwerke den Jahresausblick an, die Marge erreicht ein Rekordniveau.</p> <p>Johnson & Johnson stellt 5,5 Mrd. Dollar für Talkum-Klagen bereit.</p> <p><strong>Interessant heute Abend nach US-Börsenschluss die Quartalszahlen von:</strong></p> <p>Visa: EPS etwa 3,23 $, Umsatz 11,4 Mrd. $, 22:05 Uhr</p> <p>KLA: EPS etwa 1,00 $, Umsatz etwa 3,6 Mrd. $, wichtig für Chipausrüster</p> <p>Seagate: EPS etwa 5,10 $, Umsatz 3,49 Mrd. $, wichtig für die Speicherhersteller</p> <p> </p> <p>Sie möchten jeden Morgen kurz und knapp über die wichtigsten Trigger an den Börsen informiert werden? Ich empfehle die kostenlose Bernecker App. Hier gehts zum Download: <a href="https://www.bernecker.info/app">https://www.bernecker.info/app</a></p> <p> </p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p> <p> </p>
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Volker Schulz
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