<p><strong>Zurück in den Fokus!</strong> CARRIER GLOBAL erhielt ein neues Rating von Bernstein Research. Weitere Aufmerksamkeit brachte der Auftritt bei einer Industriekonferenz von WELLS FARGO.</p> <p><strong>Die Aktie des Spezialisten für Gebäudeklima und Datacenter-Kühlung profitierte direkt mit einem Kursplus von 5,8 %.</strong> Das Urteil von Bernstein lautete nur „Market Perform“, mageres Kursziel auf 75 $ inklusive (Restpotenzial: 5 %).</p> <p><strong>Wichtiger:</strong> Die Bestätigung weiterhin hoher Ordereingänge im Datacenter-Geschäft, wofür uns bisher allerdings keine Konkretisierung vorliegt. Dennoch: Dieser KI-Profiteur bleibt bei Schwäche kaufenswert. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir blicken auf turbulente Börsenwochen zurück. Insbesondere die Rally der Tech-Aktien war außergewöhnlich und bescherte denjenigen, die frühzeitig investierten, enorme Gewinne. Erinnern Sie sich an den 8. April, als wir Ihnen hier massiv den Einstieg in Call-Zertifikate auf Tech-Aktien ans Herz gelegt haben. Offen ist hier nur noch der AMD-Call, bei dem mehrere hundert Prozent Gewinn sicher sind. Doch der beste Einstieg nützt an der Börse wenig, wenn man die Ernte nicht rechtzeitig einfährt. Dass wir diese Buchgewinne nun als echten, satten Ertrag auf unseren Konten verbuchen können, verdanken wir dem wohl wichtigsten Anlage-Werkzeug: den konsequent nachgezogenen Stop-Loss-Limits. Natürlich wurden in anderen Sektoren auch einige Verluste realisiert, per saldo liegen wir aber weit vorne.</p> <p>Der aktuelle Absturz der Tech-Werte ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig die automatische Absicherung ist. Denn keiner konnte erraten, wann die Übertreibungsphase endet. Viele Früheinsteiger dürften bei 50 bis 100 % Gewinn ausgestiegen sein und haben dann weitere 100%-Gewinnschritte verpasst. Richtig große Gewinne sind nur dann möglich, wenn Stops nachgezogen werden, wohlwissend, dass dann die Höchststände immer verpasst werden. Wir appellieren an dieser Stelle nochmals an Sie, dieses wichtige Anlageprinzip konsequent umzusetzen. <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">Weiterlesen...</a></p> <p> </p>
<p>Die internationalen Aktienmärkte zeigen sich vor der heutigen Veröffentlichung der US-Inflationsdaten nervös. Vor allem Technologieaktien stehen nach ihrer starken Rally unter Gewinnmitnahmen. Der MSCI Asia Pacific verlor 1,8 %, während der südkoreanische Kospi als wichtiger KI- und Halbleiterindex sogar um 4,4 % einbrach. Auch die Nasdaq-100-Futures notieren nach dem schwachen Verlauf gestern vorbörslich rund 0,5 % schwächer.</p> <p>Auslöser der Vorsicht sind steigende Zinserwartungen in den USA. Nach dem überraschend starken Arbeitsmarktbericht rechnen Anleger zunehmend damit, dass die US-Notenbank unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh einen restriktiveren Kurs einschlagen könnte. Für die heute erwarteten Verbraucherpreisdaten prognostizieren Ökonomen einen Anstieg der Inflationsrate von 3,8 % auf 4,2 %. Die Kerninflation soll von 2,8 % auf 2,9 % steigen.</p> <p>Am Anleihemarkt kletterte die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen auf 4,54 %, während die zweijährigen Renditen auf den höchsten Stand seit über einem Jahr stiegen. Der Markt preist inzwischen mehrere Zinserhöhungen innerhalb der kommenden Monate ein.</p> <p>Belastet wurden zudem Gold und Kryptowährungen. Der Goldpreis fiel um 1,8 % auf rund 4.183 $ je Unze und rutschte damit unter wichtige technische Unterstützungen. Bitcoin gab um rund 1 % auf knapp 61.500 $ nach. Der Ölpreis stabilisierte sich dagegen nach den jüngsten Rücksetzern wieder leicht, Brent notiert um 92 $ je Barrel und bleibt angesichts der Spannungen im Nahen Osten unterstützt.</p> <p>Insgesamt ist eine Rotation in weniger zinssensitive Branchen zu verzeichnen. Vor allem bei hoch bewerteten KI-Highflyern werden Gewinne gesichert. Derartige Konsolidierungen sind notwendig, bringen aber perspektivisch neue Kaufchancen.</p> <p> </p>
<p>Corning entwickelt Glas, Keramik und optische Technologien für Rechenzentren, Telekommunikation, Displays, Fahrzeuge, Smartphones und Laborausrüstung. Ein wichtiger Wachstumstreiber ist das Glasfaser- und Netzwerktechnikgeschäft, weil KI-Rechenzentren immer mehr schnelle Datenverbindungen benötigen. Das Geschäftsmodell lebt von hohen Materialkompetenzen, langfristigen Industriekunden und der Fähigkeit, neue Anwendungen wie optische Kabel für KI-Infrastruktur in große Lieferverträge umzusetzen.</p> <p>Gestern profitierte Corning von einem Amazon-Auftrag. Amazon will in den nächsten Jahren optische Glasfaserkabel im Milliardenwert von Corning kaufen. Der Auftrag soll den schnellen Ausbau der US-Rechenzentren stützen. In North Carolina sollen dadurch rund 1.000 Arbeitsplätze an Corning-Standorten entstehen. Für Corning ist der Vertrag ein weiterer Beleg für die wachsende Rolle im KI-Infrastrukturboom. Die Aktie hat sich in diesem Jahr bereits mehr als verdoppelt. Zuvor hatte Nvidia Corning bis zu 3,2 Mrd. $ für moderne Fertigungsanlagen zugesagt. Meta Platforms stellte bis zu 6 Mrd. $ für den Ausbau der optischen Kabelproduktion in North Carolina in Aussicht. Bereits im vergangenen Jahr hatte Amazon weitere 10 Mrd. $ für Rechenzentren zugesagt.</p> <p>Fazit: Corning festigt seine Rolle als zentraler Zulieferer der Rechenzentrumsindustrie. Mit KGV 61 ist die Bewertung aber mittlerweile ambitioniert</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p><strong>Als nächster US-Lebensmittelkonzern präsentiert J.M. SMUCKER an diesem Nachmittag.</strong> Die Zahlen betreffen das fiskalische Q4 (bis Ende April). Der Konzern aus Orrville, Ohio, erzielt mit Tiefkühlsortiment, Markenkaffee und Tiernahrung in der Regel hohe Margen, die sich aber vor einem Jahr („Q4 2025“) nicht realisieren ließen. Durch Sondereffekte kam es zu einem Verlust. </p> <p><strong>Nun erwarten Analysten einen Return zu höheren Margen, sie haben 2,44 bis 2,66 $ EPS (bereinigter Gewinn je Aktie) angesetzt.</strong> Was einer Steigerung um 14 % entsprechen würde. Beim Umsatz steht der Konsens auf 2,26 Mrd. $, dies wäre + 5 bis 6 % mehr als vor zwölf Monaten (y/y).</p> <p><strong>Zu achten ist auf die Fortschritte bei der weiteren Integration von Hostess.</strong> Diese Akquisition wird seit November 2023 bei SMUCKER konsolidiert. Die beabsichtigte Stärkung bei Snacks war bisher noch nicht wie gewünscht erfolgreich.</p> <p><strong>Für das angelaufene Fiskaljahr 2027 erwarten externe Beobachter 9,70 bis 10,00 $ EPS bei stagnierender Umsatzentwicklung.</strong> Die neue Guidance des Unternehmens ist daran zu messen. Im inoffiziellen Handel wird zurzeit ein Kursanstieg um 4,0 % angezeigt.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter www.bernecker.info im Abo oder im Einzelabruf.</p>
<p>Für 10,6 Mrd. $ will GSK bei NUVALENT zuschlagen und sichert sich mit dem Kauf die Rechte an drei Medikamentenkandidaten gegen Lungenkrebs, von denen zwei aktuell von der US-Arzneimittelbehörde FDA zur Zulassung geprüft werden. GSK will ein Übernahmeangebot in Höhe von 124 $ je NUVALENT-Aktie in bar unterbreiten, was einem Aufschlag von 40 % auf deren Schlusskurs vom Montag entspricht. GSK erwartet, dass die Übernahme ab 2027 zum Umsatzwachstum beiträgt und das operative Kernergebnis stärken wird, so dass der Verlust des Patentschutzes für das HIV-Medikament Dolutegravir in den Jahren 2028 bis 2030 teilweise ausgeglichen werden kann. Die NUVALENT-Aktie kann es kaum glauben - und schießt fast um 40 % nach oben!</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Kennen Sie schon das Free TV-Angebot von Bernecker TV? Abonnieren Sie kostenlos den YouTube-Kanal von Bernecker TV unter: <a href="http://www.youtube.com/BerneckerTV">www.youtube.com/BerneckerTV</a></p>
<p>Der jüngst eröffnete neue BASF-Verbundstandort im südchinesischen Zhanjiang (Investitionsvolumen: 8,7 Mrd. €) spielt eine wichtige Rolle für das Wachstum des größte deutschen Chemiekonzerns. Zhanjiang ist weltweit der siebte Verbundstandort von BASF und der drittgrößte nach Ludwigshafen und Antwerpen. BASF hat jetzt für den Standort die Finanzziele bestätigt: Während in diesem Jahr wegen Abschreibungen von über 500 Mio. € und der hohen Anlaufkosten noch ein leicht negatives bereinigtes Ebitda anfällt, soll 2027 dann ein positiver Ergebnisbeitrag anfallen. 2030 will BASF dann vor Ort einen Umsatz von 4 bis 5 Mrd. € und ein bereinigtes Ebitda von 1 bis 1,2 Mrd. € erzielen. </p>
<p><strong>Über den Erwartungen lag MOTORCAR PARTS OF AMERICA gestern mit den Zahlen.</strong> Trotz des anstehenden Mega-Börsengangs von SpaceX bleiben die US-Anleger auch bei den Small Caps aufmerksam.</p> <p><strong>„MPAA“ (Nasdaq-Kürzel) steigerte den Umsatz im fiskalischen Q4 (bis Ende März) um 9,9 % auf 212 Mio. $.</strong> Zudem verbesserte man die Bruttomarge von 19,9 auf 23,7 % und gelangte nach vorjährigem Verlust in die Gewinnzone zurück (EPS 0,42 $).</p> <p><strong>Ordentlicher Ausblick:</strong> Im angelaufenen Geschäftsjahr 2027 soll der Umsatz zwischen 7,5 und 10,2 % auf bis zu 800 Mio. $ wachsen, beim EBITDA sind 95 bis 100 Mio. $ angesetzt. Dies wurde mit einem Kursplus von 34 % quittiert.</p> <p><strong>Weitere Sprünge sind auf neue Kursziele von Analystenseite angewiesen.</strong> Insbesondere Oppenheimer (im März: 18 $) wurde gestern erwartet. Die Zahl der Analysten ist bei solchen Werten eher gering, im US-Maßstab sind sie wirklich "mini", im Fall MPAA mit 274 Mio. $ Börsenwert. Der Chartvergleich zeigt enge Mitbewerber und weitere Unternehnen mit Bezug zum Thema.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
<p>Hinter dem Begriff <strong>„Lex SpaceX“</strong> verbirgt sich eine Reihe von außergewöhnlichen Regeländerungen an der Wall Street, die extra für den gigantischen Börsengang (IPO) von SpaceX am 12. Juni 2026 beschlossen wurden. Mit einer erwarteten Bewertung von rund 1,75 Bio. $ handelt es sich um den größten Börsengang der Geschichte.</p> <p><strong>Das Problem für die großen Indexanbieter:</strong> Nach den bisherigen Standardregeln hätte SpaceX vorerst in kaum einen großen Index einziehen dürfen. Zwei Hürden standen im Weg:</p> <p>Der extrem geringe Streubesitz (Free Float): SpaceX bringt zwar Aktien im Wert von rund 75 Mrd. $ auf den Markt. Das entspricht bei der enormen Gesamtbewertung aber nur einem echten Streubesitz von etwa 3 bis 5 % aller Aktien. Viele Indizes verlangen für eine Aufnahme normalerweise einen deutlich höheren Prozentsatz.</p> <p>Die Profitabilität nach GAAP: Durch die massiven Entwicklungskosten für das Starship-System und die weltweite KI-Infrastruktur schreibt SpaceX auf dem Papier nach offiziellen Bilanzierungsregeln aktuell Verluste. Zudem gelten bei vielen Indizes eigentlich lange Wartezeiten (oft Monate oder ein Jahr) nach dem Börsenstart.</p> <p>Um zu verhindern, dass ein solches Billionen-Schwergewicht komplett an den großen Marktbarometern vorbeigepreist wird, haben mehrere Index-Giganten ihre Statuten kurzerhand gelockert, von daher der spöttische Name „Lex SpaceX“. In welche Indizes wird die Firma definitiv aufgenommen?</p> <p>Die Reaktionen der Indexanbieter sind zweigeteilt. Während die Technologie-Indizes SpaceX den roten Teppich ausrollen, bleibt der bekannteste US-Index stur. <strong>Die Auswirkungen: </strong></p> <p>Bei den Technologie-Indizes NASDAQ 100 und NASDAQ COMPOSITE ist die Aufnahme von SpaceX definitiv und wird bereits innerhalb von zwei Wochen nach dem IPO vollzogen. Um dies zu ermöglichen, wurde die reguläre Wartefrist von 90 auf 15 Handelstage verkürzt und zudem die Mindestanforderungen an den Streubesitz für Megacaps gesenkt. Ähnlich dynamisch agiert FTSE RUSSELL beim RUSSELL 1000: Hier wurde das Aufnahme-Fenster für extrem wertvolle Unternehmen auf nur fünf Tage verkürzt, was zu einer definitiven und extrem schnellen Umschichtung des passiven Kapitals führt. Auch im Morningstar CRSP ist die Aufnahme nach einer Anpassung der Gewichtungs- und Fast-Track-Kriterien bereits beschlossene Sache.</p> <p>Die große Ausnahme bilden die renommierten Börsenbarometer DOW JONES und S&P 500. Nach einer umfassenden Marktbefragung hat sich der Anbieter explizit gegen jegliche Sonderregeln entschieden. Da SpaceX die strengen Profitabilitäts-Kriterien derzeit nicht erfüllt und für eine Aufnahme mindestens ein Jahr regulär an der Börse gelistet sein muss, bleibt die Aktie vorerst gesperrt.</p> <p><strong>Wenn SpaceX in Indizes wie den NASDAQ 100 einzieht, passiert Folgendes:</strong></p> <p>Der Umschichtungszwang: Billionen an passivem Kapital (ETFs und Indexfonds) bilden diese Indizes eins zu eins nach. Sobald SpaceX Mitglied wird, müssen diese Fonds die Aktie kaufen – völlig unabhängig vom Preis.</p> <p>Der Verkauf bestehender Aktien: Da den ETFs nicht plötzlich frisches Geld in dieser Größenordnung zufließt, müssen die Fondsmanager das Kapital für SpaceX beschaffen, indem sie alle anderen Aktien im Index proportional verkaufen.</p> <p>Druck auf Tech und andere Sektoren: Um Platz für das neue Schwergewicht zu machen, werden die bisherigen Spitzenreiter, insbesondere die großen Tech- und Halbleiter-Giganten wie MICROSOFT, APPLE oder NVIDIA, minimal herabgewichtet und auf den Markt geworfen. Dieser Liquiditätsentzug sorgt im Vorfeld des IPOs bereits für spürbare Gewinnmitnahmen und Sektor-Rotationen.</p> <p>Warum der Markt nicht völlig einbricht: Indexfonds gewichten Neuzugänge zum Glück nach dem Streubesitz (Free Float) und nicht nach der gesamten Marktkapitalisierung. Die ETFs müssen also nicht Anteile im Wert von 1,75 Bio. $ erwerben, sondern „nur“ den entsprechenden Index-Anteil des tatsächlich frei handelbaren 75-Mrd. $-Pakets aufsaugen. Das dämpft den Schock für den restlichen Markt ab, könnte aber dennoch zwischenzeitlich für messbaren Gegenwind bei den anderen Sektoren sorgen.</p>
<p>Nach unserem gestrigen Fokus auf defensive Qualitätswerte in Europa und den USA richtet sich der Blick nun auf eine Region, die in der aktuellen globalen Sektorrotation zunehmend an Bedeutung gewinnt: Asien. Während viele Anleger noch auf die westlichen Märkte schauen, eröffnen sich in Fernost attraktive Chancen bei Unternehmen mit hoher Qualität, soliden Geschäftsmodellen und überzeugenden Wachstumsperspektiven.</p> <p>Wir haben zwei ausgewählte asiatische Qualitätsaktien identifiziert, die unser gestriges Investment-Setup ideal ergänzen und zusätzliche Stabilität sowie Diversifikation ins Depot bringen können.</p> <p>Welche Titel jetzt besonders interessant sind und warum sie auf unserer Empfehlungsliste stehen, erfahren Sie in der heutigen Ausgabe. <a href="http://www.bernecker.info/tb-daily">KLICKEN SIE HIER</a></p> <p> </p>
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Volker Schulz
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