<p>ASML dürfte mit den Q2-Zahlen am 15. Juli erneut für Aufmerksamkeit sorgen. Die Analysten der UBS heben das Kursziel von 1.900 auf 2.100 Euro an und erhöhen ihre EPS-Schätzungen für 2027 um 9 % sowie für 2028 um 14 %. Damit liegen deren Gewinnprognosen nun 22 % beziehungsweise 33 % über dem Konsens. Treiber sind stärkere Investitionen in moderne Prozessorfertigung und Speicherchips, insbesondere durch KI-Nachfrage und neue Kapazitäten.</p> <p>Für das laufende Jahr erwartet ASML bislang einen Umsatz von 36 bis 40 Mrd. Euro, während die Schätzung bereits bei 39,4 Mrd. Euro liegt. Eine Anhebung Richtung oberes Ende der Prognosespanne erscheint daher wahrscheinlich. Auch bei der Bruttomarge könnte ASML näher an das obere Ende der 51 bis 53 % heranrücken.</p> <p>Besonders wichtig bleibt China: Während ASML offiziell mit rund 20 % Umsatzanteil und einem Rückgang um etwa 23 % rechnet, sehen Analysten nur ein Minus von 12 % und erwarten ab dem zweiten Halbjahr eine Erholung durch Speicherinvestitionen bei CXMT und YMTC. Zudem dürfte die Kapazitätsfrage in den Fokus rücken: Für 2027 hatte ASML zuletzt mehr als 80 Systeme signalisiert, während Investoren eher 90 bis 100 erwarten.</p> <p>Trotz der starken Kursentwicklung handelt die Aktie mit KGVs von 30 bzw. 24 für 2027 und 2028 im Rahmen des historischen Durchschnitts, aber weiterhin mit Abschlag zu US-Halbleiterwerten.</p>
<p>BMW startet heute die dritte Tranche des laufenden Aktienrückkaufprogramms. Sie wird nach eigenen Angaben ein Volumen von bis zu 625 Mio. Euro haben. Im Zuge dessen dürfen noch maximal 44 Mio. Stammaktien erworben werden. Das Aktienrückkaufprogramm dient in erster Linie der Einziehung von Aktien mit entsprechender Herabsetzung des Grundkapitals, aber auch zur Bedienung von Mitarbeiteraktienprogrammen. Insgesamt hat das Aktienrückkaufprogramm ein Gesamtvolumen von bis zu 2 Mrd. Euro und soll spätestens bis zum 30. April 2027 abgeschlossen sein, wobei das Volumen für Vorzugsaktien auf maximal 350 Mio. Euro beschränkt ist. Sämtliche Vorzugsaktien wurden am 30. Juni durch Satzungsänderung in Stammaktien umgewandelt. Die Aktie von BMW liegt heute hauchzart im Plus.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf! </p>
<p>Die <a href="https://www.reuters.com/legal/litigation/us-working-ban-targeting-chinese-energy-inverters-sources-say-2026-06-30/" target="_blank" rel="noopener">US-Regierung prüft laut Reuters ein Verbot chinesischer Wechselrichter und Batteriespeichersysteme für netzgekoppelte Großprojekte</a>, um die Cybersicherheit der kritischen Energieinfrastruktur zu stärken und die Abhängigkeit von chinesischer Technologie zu reduzieren. Das würde insbesondere Sungrow mit einem US-Marktanteil von über 20 % bei Großwechselrichtern und Batteriespeichern.</p> <p>Größter börsennotierter Profiteur ist SMA SOLAR, die den heutigen US-Marktanteil von ca. 26 % ausbauen können. Selbst ohne Marktanteilsgewinne sehen Analysten von Jefferies allein in den USA ab 2027 durch zusätzliche installierte Kapazitäten von 5 GW zusätzliche Umsätze von 70 bis 100 Mio. Euro pro Jahr – bei einer erfolgreichen Verdrängung chinesischer Wettbewerber eher mehr.</p> <p>Mehr zu SMA SOLAR in der aktuellen Actien-Börse.</p>
<p style="text-align: justify;">Guten Morgen, meine Damen und Herren,</p> <p style="text-align: justify;">wenn an der Börse über künstliche Intelligenz gesprochen wird, richtet sich der Blick meist auf die üblichen Verdächtigen: Chiphersteller, Cloud-Anbieter, Rechenzentrumsbetreiber, Softwareunternehmen oder Strom- und Netzwerkausrüster. Doch der KI-Boom hat noch eine zweite, weniger offensichtliche Gewinnergruppe hervorgebracht. Sie baut keine Chips, trainiert keine Sprachmodelle und betreibt keine Serverfarmen. Sie organisiert das Geld.</p> <p style="text-align: justify;">Denn künstliche Intelligenz ist nicht nur eine technologische Revolution, sondern vor allem auch ein Kapitalverschlinger. Rechenzentren müssen gebaut, Stromkapazitäten gesichert, Glasfasernetze erweitert, Start-ups finanziert und bestehende Geschäftsmodelle übernommen oder neu bewertet werden. Genau hier kommen die großen Investmentbanken ins Spiel. Sie strukturieren Börsengänge, platzieren Aktien, begleiten Anleiheemissionen, beraten bei Übernahmen und bringen institutionelle Investoren mit kapitalhungrigen Unternehmen zusammen. Wir haben drei Zelt- und Schaufelverkäufer für Sie herausgesucht, die wir für die besten Kandidaten halten. Mehr gibt es in der Termin-Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).<br /> <br /><br /></p>
<p>Bei Nike war ich aufgrund der jahrelangen Mondbewertung stets skeptisch. Inzwischen hellt sich das Bild langsam auf. Das vierte Quartal fiel besser aus als erwartet, wobei der Gewinn vor allem von einer einmaligen Zollrückerstattung profitierte. Operativ entsprach das Ergebnis den Prognosen. Positiv werte ich den konsequenten Umbau unter CEO Elliott Hill und den neuen CFO David Denton, der für mehr Kostendisziplin und bessere Margen stehen dürfte. Es gilt KGV 22 für 2026/27 (31.05.) udn KGV 17,4 für da nächste GJ. </p> <p>Das China-Geschäft bleibt mit einem Umsatzminus von 12 % die größte Baustelle.</p> <p>Charttechnisch gilt: Erst oberhalb von 47,50 $ entsteht ein Kaufsignal. Fällt die Unterstützung bei 41,50 $ nachhaltig (danach sieht es vorbörslich aus) rückt die Zone zwischen 37 und 35 $ in den Fokus. Dort reizen mich erstmals seit Jahren erste strategische Käufe. </p>
<p>Die Stimmung an den Börsen bleibt freundlich, wenn auch heute Morgen sich eine Verschnaufpause in der Vorbörse abzeichnet. Der Stoxx 600 steuert auf ein neues Rekordhoch zu. Der Iran spielt am Markt so gut wie keien Rolle mehr. Gleichzeitig deuten die Inflationsdaten aus Deutschland, Frankreich und Italien auf einen schwächeren Preisauftrieb hin. Das nimmt Druck von der EZB. </p> <p>Für zusätzlichen Rückenwind sorgt JPMorgan: Chefstratege Mislav Matejka hob sein Jahresendziel für den Stoxx 600 von 630 auf 680 Punkte an und ist damit der größte Europa-Bulle unter den von Bloomberg erfassten Strategen. Er erwartet ein Gewinnwachstum europäischer Unternehmen von 18 % im Jahr 2026 und 12 % im Jahr 2027. Favorisiert werden Konsumwerte, Halbleiter, Industriewerte, Bergbau und Banken.</p> <p>Auch in den USA setzte sich die Erholung fort. Der S&P 500 steuert auf das beste Quartal seit sechs Jahren zu. Starke Arbeitsmarktdaten und ein höheres Verbrauchervertrauen stützen die Hoffnung auf robuste Unternehmensgewinne. Im Halbleitersektor wird zunehmensd differenziert. Ausrüster wie ASML, KLA oder Applied Materials (s. Chart) gehen steil. Die Chip-Werte konsolidieren weiter. </p> <p>BNP Paribas dämpft unterdessen die Fantasie um SpaceX als künftigen Mobilfunkkonkurrenten. Nach Einschätzung der Analysten bieten die US-Regeln kaum Möglichkeiten, die Netze von Verizon, AT&T oder T-Mobile (Dt. Telekom) ohne deren Zustimmung zu nutzen. Partnerschaften oder milliardenschwere Investitionen in ein eigenes Netz bleiben damit die realistischsten Optionen.</p> <p>Nike überraschte im Schlussquartal mit einem Gewinn und Umsatz über den Erwartungen. Der bereinigte Gewinn erreichte 0,72 Dollar je Aktie (Konsens: 0,13 Dollar), der Umsatz lag mit 11,0 Mrd. Dollar ebenfalls über den Schätzungen. Allerdings profitierte die Marge erheblich von einer einmaligen Tarifrückerstattung. Zudem gingen die Erlöse in China trotz besserer Entwicklung als befürchtet noch immer um 12 % zurück. Ich behandel das Thema im aktuellen Bernecker Schnelltest auf Youtube. </p> <p>Siemens geht oben raus mit neuem Allzeithoch. Kommt die Prognoseerhöhung? Die Frage beantworten wir heute in der Bernecker Daily - im Boersenkiosk <a href="https://boersenkiosk.de/">https://boersenkiosk.de/</a> als als Einzelausgabe vom 01.07.2026 ab ca. 10 Uhr abrufbar. </p> <p>Ihr Volker Schulz</p> <p>Rdaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
<p>SIEMENS bleibt für uns im DAX-Stall das Pferd mit dem sichersten Trend. Lediglich ALLIANZ kann in dieser Kategorie mithalten. Darin liegen keine Wunder – aber: Der Titel markierte gestern ein Allzeithoch und gewannt rund 4 %. Auslöser sind angehobene Analystenschätzungen vor den Quartalszahlen am 6. August. Im Mittelpunkt steht Smart Infrastructure, wo die Nachfrage aus Rechenzentren immer stärker durchschlägt. UBS erwartet hier im 3. Quartal ein organisches Auftragswachstum von 30 % und ein Umsatzplus von 10 %. Gleichzeitig sollte sich die Margenentwicklung bei Digital Industries schneller verbessern als bislang erwartet. Rückenwind kommt zusätzlich vom Mobilitätsgeschäft mit mehreren Großaufträgen.</p> <p>Rothschild & Co Redburn hebt das Kursziel von 300 auf 355 € und erhöht die Schätzung beim Gewinn je Aktie für 2030 um 18 %. Der erwartete EBITA-Beitrag von Smart Infrastructure steigt dort sogar um 47 %. Für 3. Quartal werden vor allem deutlich höhere Auftragseingänge erwartet. Oddo BHF rechnet bei SI mit 25 % vergleichbarem Orderwachstum, BANK OF AMERICA sieht ähnliche Größenordnungen. MORGAN STANLEY bleibt vorsichtiger, erhöht das Kursziel aber auf 270 €.</p> <p>Wir rechnen mit einer Prognoseerhöhung. Die Neubewertung läuft und die unberechtigten Bewertungsabschläge zur Peergroup (z.B. SCHNEIDER ELECTRIC werden in kleinen, aber nachhaltigen Schritten in den nächsten Monaten geschlossen. </p>
<p><strong>Die Aktie der französischen Biotech-Forscher legt heute 38 % zu.</strong> Für den Wirkstoff Obefazimod zur Anwendung bei Colitis ulcerosa gab es neue Studiendaten, die Guggenheim positiv wertet (Kursziel 175 $ oberhalb des Jahreshochs 2025 bei 149 $).</p> <p><strong>Im Januar hatten wir für ABIVAX im Fall einer Übernahmeofferte 150 bis 200 € angesetzt.</strong> Die Aktie übersprang nun wieder die 100 € und notiert auf Xetra bei 114 €. Nachdem sich der Titel in diesem Jahr fast halbiert hatte, bleiben wir dabei: Mitspekulieren mit kleinem Betrag ist in Ordnung.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker daily.</p>
<p>Der Hersteller von Anlagen zur dezentralen Energieversorgung wie Blockheizkraftwerke (BHKWs) oder Großwärmepumpen hat heute seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 präsentiert. Zugleich vermeldete 2G für das erste Halbjahr 2026 einen Rekordauftragseingang von 400 Mio. €. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2025 lag der Umsatz im Geschäft mit Neuanlagen bei 229,1 Mio. €. Der Sprung bei Auftragseingang ist vor allem auf das boomende Data-Center-Geschäft in den USA zurückzuführen. Im persönlichen Gespräch mit der Redaktion im Rahmen der Zahlenvorlage betonte Finanzvorstand Friedrich Pehle, dass die Wachstumsdynamik im Data-Center-Geschäft weiter hoch bleibt. So erwartet der Vorstand 2026 eine Book-to-bill-Ratio von 2,5 oder höher. Die rückläufige Ergebnis im Ergebnis im abgelaufenen Jahr ist dabei als Momentaufnahme einzuordnen. Grund dafür ein inzwischen behobender Stau bei der Bearbeitung von Serviceaufträgen wegen des neuen ERP-Systems. </p> <p> </p>
<p>Wegen starker Nachfrage im Containermarkt rechnet MOELLER-MAERSK mit mehr Gewinn im laufenden Jahr als bisher - daher hob man die Prognosenspannen sowohl für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) als auch für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) an. Zudem soll der freie Barmittelabfluss (Cashflow) geringer ausfallen als bisher erwartet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll nun 8 bis 10 Mrd. $ betragen, während man vorher von 4,5 bis 7 Mrd. $ ausgegangen war. Beim Volumenwachstum des weltweiten Containermarktes erwarten die Dänen 2026 nun 4 % statt bisher 2 bis 4 %. Am Aktienmarkt kamen die Neuigkeiten gut an. Die Papiere von MOELLER-MAERSK sprangen im frühen Handel in Kopenhagen um 5 % nach oben.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Kennen Sie schon das Free TV-Angebot von Bernecker TV? Abonnieren Sie kostenlos den YouTube-Kanal von Bernecker TV unter: <a href="http://www.youtube.com/BerneckerTV">www.youtube.com/BerneckerTV</a></p>
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Volker Schulz
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