<p>Der innere Trend an den Aktienmärkten wird weiter von den Unternehmengewinnen getragen. Die Volatilität resultiert aus der Konfrontation zwischen den USA und dem Iran im Persischen Golf wo es zu einem direkten Beschuss kam. Trump droht, betont aber dass der Waffenstillstand formell weiterhin Bestand habe. Daraus resultiert insgesamt der Rücksetzer nach der scharfen Rally, was wir als gesund erachten.</p> <p>Der MSCI All Country World Index verlor 0,2 %. In Asien gaben die Kurse deutlicher nach (MSCI Asia Pacific -0,9 %). Dagegen notieren die S&P 500 Futures (+0,3 %) und Nasdaq 100 Futures (+0,4 %) im Plus, gestützt durch positive Absatzzahlen von TSMC.</p> <p><strong>Nachrichtlich:</strong></p> <p>Halbleiter & KI: Während TSMC mit starken Verkäufen überzeugt, enttäuschte Arm Holdings aufgrund schwächelnder Lizenzerträge im Smartphone-Sektor.</p> <p>Automobilindustrie: Toyota warnt vor einem deutlichen Rückgang des Betriebsgewinns, da die Unruhen im Iran die Rohstoffkosten in die Höhe treiben.<br />Technologie: Cloudflare kündigt den Abbau von 1.100 Stellen an, um den Fokus konsequent auf ein <strong>KI-basiertes Betriebsmodell</strong> zu legen.</p> <p>Handelspolitik: Ein US-Bundesgericht erklärte die pauschalen 10-Prozent-Zölle der Trump-Administration für rechtswidrig – ein herber Rückschlag für die aktuelle Wirtschaftsagenda.</p> <p>Um den Aktionären den Verbleib in der Eigenständigkeit schmackhaft zu machen, liefert die Commerzbank starke Zahlen und ambitionierte Ziele. Man erwartet nun einen Jahresüberschuss von mindestens 3,4 Mrd. Euro (zuvor: >3,2 Mrd. Euro).</p> <p>Evonik überraschte positiv mit einem operativen Ergebnis (Ebitda) von 475 Mio. Euro. Krones übertraf die Erwartungen ebenfalls leicht, während Clariant mit 160,2 Mio. CHF knapp hinter den Schätzungen zurückblieb.</p> <p>Lonza bestätigte die Jahresprognose mit einem erwarteten Umsatzplus von 11 % bis 12 %.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter</p> <p> </p> <p> </p> <p> </p> <p> </p> <p> </p>
<p><strong>Gute Nachrichten werden „gnadenlos“ belohnt, das zeigte sich gestern beim New Yorker Betreiber einer Cloud- und Securityplattform.</strong> Nach einem guten Quartal und Anhebung der Jahresprognose heizten Analysten die Stimmung mit neuen Kurszielen noch an, etwa Wedbush (von 190 auf 220 $) und DA Davidson (von 225 auf 250 $). Eher unterkühlt wirkte JEFFERIES (von 170 auf 210 $) im Vergleich zu STIFEL (von 160 auf 305 $).</p> <p><strong>Am Kontrapunkt blieben die Analysten von GOLDMAN SACHS stehen.</strong> Deren jüngste Einschätzung (Kursziel 113 $ mit Sell) ist ca. vier Monate alt, wurde gestern aber noch nicht abgeändert. - Zu den Zahlen:</p> <p><strong>DATADOG hievte den Q1-Umsatz knapp über 1 Mrd. $ (+ 32 %) und schaffte + 23 % beim operativen Cashflow auf 334,6 Mio. $.</strong> Das EPS kletterte von 7 auf 15 Cent. CEO Olivier Pomel will die Plattform mit KI-Hilfe weiter ausbauen und peilt im Gesamtjahr 4,3 Mrd. $ Umsatz an (zuvor: 4,1 Mrd. $). Die Mitte der Gewinnprognose stieg von 2,12 auf 2,40 $ je Aktie.</p> <p><strong>Der Börsenwert beträgt nun 67 Mrd. $.</strong> Damit ergibt sich KUV 15,6 und ein Forward-KGV 78 (laut CNBC aber 88) – alles äußerst sportlich. Vorsichtige Naturen warten die Neubewertung bzw. das neue Kursziel von GOLDMAN SACHS ab. Wer moderat mitspielen will, nutzt Kursrücksetzer ab 181 $. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
<p>Beim FB-Depotwert war es lange ruhig. Nun kocht die Übernahmefantasie wieder hoch. Laut Bloomberg bereiten Blackstone und I Squared Capital ein gemeinsames Angebot für Ströer im mittleren 40-Euro-Bereich je Aktie vor. Damit würde Ströer mit rund 2,5 Mrd. € bewertet. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von zeitweise fast 6 % auf über 39 €. Ursprünglich galt nur das Außenwerbegeschäft als Übernahmeziel, nun steht offenbar der gesamte Konzern im Fokus. Die Spekulation unterstreicht den steigenden Appetit internationaler Finanzinvestoren auf profitable europäische Mid Caps mit stabilen Cashflows und attraktiver Digitalperspektive.</p>
<p>Der norwegische Energiekonzern Equinor wies für das erste Quartal einen Umsatzrückgang um 5,3 % auf 27,81 Mrd. $ aus. Die Produktion erhöhte sich dagegen um 9 % auf 2,31 Mio. Barrel Öläquivalent pro Tag. Der bereinigte Betriebsgewinn stieg um 13 % auf 9,77 Mrd. $ und überbot damit den Marktkonsens von 9,0 Mrd. $. Unter dem Strich legte das Ergebnis je Aktie um 27,8 % auf 1,24 $. Equinor erhöht jetzt die Quartalsdividende um 2 Cent auf 0,39 $ je Aktie und will 2026 Aktien im Volumen von 1,5 Mrd. $ zurückkaufen. Wegen Gewinnmitnahmen und der Entspannung in Nahost brach der Kurs gestern aber um über 9 % ein und tendierte heute rund 3 % schwächer. Anleger sollte hier vorerst an der Seitenlinie bleiben. </p>
<p><strong>Die Dynamik im globalen Cloud-Infrastrukturmarkt hat sich zum Jahresauftakt weiter beschleunigt - und mittendrin positioniert sich ORACLE zunehmend als Herausforderer für AWS und Azure. </strong>Die Entwicklung von Oracle Cloud Infrastructure (OCI) hat sich mit einem Wachstum von 84 % gegenüber dem Vorjahr beschleunigt, getragen von der ganzen Breite der Unternehmenskunden. ORACLE meldete im Quartal ein Plus von rd. 30 Mrd. $ beim Cloud-Auftragsbestand, womit sich der gesamte Orderbestand auf über 550 Mrd. $ summiert. Damit verfügt man über eine außergewöhnlich hohe Umsatzsicherheit für die kommenden Quartale. 50 % Kurskorrektur seit September 2025 sind überzogen. Ein KGV von 22 (2027e) ist bei einem jährlichen Gewinnwachstum von > 30 % in den kommenden 5 Jahren günstig. Der Chart deutet das Ende der Bodenbildung an.</p> <p><strong>Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen <a href="http://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a>. </strong>In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.</p> <p><strong>Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> und über unsere <a href="https://www.bernecker.info/app">Bernecker-App</a>. </strong></p> <p><strong>Weitere Themen der <a href="http://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse Nr. 19</a> u. a.:</strong></p> <p style="padding-left: 40px;">- Der Mai wird zum Stresstest für Anleger</p> <p style="padding-left: 40px;">- DAX-Technik bleibt unklar - Indikatoren widersprüchlich </p> <p style="padding-left: 40px;">- BAYER und die 70 %-Wahrscheinlichkeit</p> <p style="padding-left: 40px;">- SIEMENS HEALTHINEERS nach der Bruchlandung</p> <p style="padding-left: 40px;">- AIXTRON ist der Star im MDAX </p> <p style="padding-left: 40px;">- Das Rennen um die Vorherrschaft bei KI läuft weiter</p> <p><strong>Ihre Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> </strong></p>
<p><strong>Nachbörslich ging es gestern nach einem deutlichen Anstieg wieder um 6 % rückwärts.</strong></p> <p>Aufgrund der starken Dynamik im ersten Quartal hebt das Management die Umsatzziele für das laufende Geschäftsjahr an:</p> <p>Die Spanne wird auf 260 bis 270 Mio. USD hochgeschraubt (zuvor Schätzung: 235 Mio. USD) - Konsens ebenso 235 Mio. USD.</p> <p>Für das zweite Quartal erwartet IonQ einen Umsatz zwischen 65 und 68 Mio. USD, was ebenfalls über dem Konsens von 54,9 Mio. USD liegt.</p> <p>EBITDA-Prognose: Der bereinigte EBITDA-Verlust für das Gesamtjahr wird in einer Spanne von 310 bis 330 Mio. USD bestätigt. (Konsens -320 USD).</p> <p>Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (Remaining Performance Obligations=Gesamtwert aller bereits unterschriebenen Kundenverträge) stiegen im Jahresvergleich um 554 % auf 470 Mio. USD.</p> <p>Die Verfehlung liegt im EBITDA für Q1: EBITDA-Verlust von 96,8 Mio. USD (Konsensschätzung von 78 Mio. USD). Darin sind aber ebenso Sondereffekte enthalten.</p> <p><strong>Eine neue Sicht der Dinge resultiert daraus nicht. </strong></p>
<p><strong>SBM Offshore meldet für das erste Quartal 2026 einen Umsatzsprung von 216 % auf 3,5 Mrd. USD. </strong>Der Verkauf der FPSO ONE GUYANA senkte die Nettoverschuldung massiv um 43 % auf 3,2 Mrd. USD. Ein Rekord-Auftragsbestand von 31,1 Mrd. USD sichert die Visibilität bis weit in die 2040er Jahre.</p> <p>Die Umsatz-Guidance für 2026 wurde auf über 6,9 Mrd. USD angehoben. Die EBITDA-Guidance bleibt bei 1,8 Mrd. USD stabil, was zunächst etwas irritierte (intraday kurze Schwächephase im Kurs) Aber: </p> <p>Diese Divergenz resultiert aus margenschwachen Anlaufphasen neuer Großprojekte wie Longtail. Deren volle Ertragskraft wird erst mit zunehmendem Baufortschritt (ab 25 % Fertigstellung) ergebniswirksam. Bis 2031 sind Ausschüttungen von mindestens 2,1 Mrd. USD an Aktionäre fest eingeplant. </p> <p><strong>Entscheidende Kennzahlen im Überblick:</strong></p> <p>Umsatz Q1: 3,5 Mrd. USD (+216 %)</p> <p>EBITDA-Guidance 2026: ~1,8 Mrd. USD (bestätigt)</p> <p>Nettoverschuldung: 3,2 Mrd. USD (-43 %)</p> <p>Net Cash Backlog: 8,4 Mrd. USD (zukünftige freie Nettocashflows)</p> <p>Ausschüttungsziel bis 2031: mind. 2,1 Mrd. USD (ca. 30 % des aktuellen Börsenwertes)</p> <p><strong>Die Story steht. Gute Halteposition mit Zielen klar über 40 €.</strong></p> <p> </p>
<p>Frischen Wind für die Aktie des Flugzeugbauers gab es aus Südostasien: Dort hat die malaysische AirAsia 150 Maschinen des Typs A220-300 fest bestellt. Finanzielle Details wurden nicht genannt, dennoch gibt das heute Auftrieb.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsen-Erfahrung via Facebook: Besuchen und abonnieren Sie kostenlos die Facebook-Seite der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH: <a href="http://www.facebook.com/bernecker.info">www.facebook.com/bernecker.info</a></p>
<p>Die Gewinnprognosen für europäische Banken Richtung 2027 steigen weiter und der Bewertungsabschlag zum europäischen Gesamtmarkt (ca. 40 % Abschlag gemessen am KGV) als auch speziell zu US-Banken bleibt hoch. </p> <p>Der Zinsdruck am langen Ende sorgt weiter für üppige Zinsmargen, die Ausgabenprogramme der Staaten für ein starkes Bond-Geschäft. </p>
<p>Der Photonik-Sektor entwickelt sich zunehmend zum nächsten großen KI-Infrastruktur-Trade an den europäischen Börsen. Getrieben von der stark steigenden Nachfrage nach optischen Hochgeschwindigkeitsverbindungen für KI-Rechenzentren verzeichneten zahlreiche Werte massive Kursanstiege. Besonders Unternehmen entlang der Lieferkette für Silicon Photonics, Laser, Glasfaser und optische Interconnects profitieren. Aktien wie Soitec, Aixtron, BE Semiconductor Industries sind bereits mitten im Höhenflug. Nun läuft auch ein weiterer Vertreter an: AMS-OSRAM.</p> <p>AMS-OSRAM positioniert sich zunehmend als Photonikspezialist für künftige KI-getriebene Rechenzentren und AR-Anwendungen. Die <a href="https://ams-osram.com/de/news/press-releases/q1-2026-results" target="_blank" rel="noopener">heute vorgelegten Vorabzahlen für das erste Quartal 2026</a> lagen operativ über den Erwartungen, wurden aber vor allem von neuen Perspektiven im Bereich Digital Photonics begleitet mit einem Entwicklungsabkommen mit einem führenden KI-Photonikpartner. Damit positioniert man sich künftig im Markt für optische Hochgeschwindigkeitsverbindungen in KI-Rechenzentren – ein Bereich, der im Zuge exponentiell steigender Datenmengen und wachsender KI-Cluster als einer der wichtigsten strukturellen Wachstumsmärkte der Halbleiterindustrie gilt. Optische Interconnects auf Basis von Laser- und microLED-Technologien gelten deshalb als Schlüsseltechnologie.</p> <p>Parallel zeigt man deutliche Fortschritte im Bereich Augmented-Reality-Smartglasses mit mutmaßlich Meta Platforms als Schlüsselkunden für Interconnects auf microLED-Basis. Der Halbleiter- und Sensorinhalt pro Wearable könnte sich auf 50 bis 100 € belaufen. Damit profitiert AMS-OSRAM vor allem mit microLEDs als Interconnect von einem weiteren Massenmarkt für KI-gestützte Wearables.</p> <p>2026 ist aufgrund von Desinvestitionen und Restrukturierungseffekten ein Übergangsjahr, doch die Perspektive verändert sich zunehmend - von zyklischen Standard-Märkten hin zu strukturell wachsenden Photonik-Anwendungen. 2026 hat man einen Free-Cashflwo von 300 Mio. € in Aussicht gestellt, inklusive Desinvestments. Für 2027 ist erstmals wieder ein positiver Free Cashflow ohne Sondereffekte aus Desinvestments zu erwarten. Eine Bewertung mit einem Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA von ca. 7 (2027e) ist für einen Photonik-Spezialisten eine Gelegenheit - trotz Kurssprung nach Q1-Zahlen noch günstig, während US-Wettbewerber mit Multiples von 30 gehandelt werden. 1,7 Mrd. € Börsenwert bei gut 3,2 Mrd. € Umsatz (2027e) und 550 Mio. € EBITDA lassen deutlich höhere Kurse zu. Unser erstes Kursziel infolge des Photonik-Re-Rating: 25 € (akt. Kurs: 17,30 €).</p> <p> </p>
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Volker Schulz
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