<p>Mit TK ACCELIS bringt Thyssenkrupp sein Werkstoffhandelsgeschäft „Materials Services“ heute an die Börse. Der Konzern will 51 % behalten, die Kontrolle sichern und die Tochter weiterhin voll konsolidieren. Die Aussichten sind durchaus vielversprechend: Auf dem Kapitalmarkttag stellte das Management mittelfristig eine bereinigte EBITDA-Marge von 4 bis 5 % in Aussicht. Das untere Ende soll organisch erreicht werden, vor allem durch zusätzliche Dienstleistungen rund um Materialverarbeitung und Lieferketten. Für die obere Spanne braucht weitere Optimierungen: Geschäfte unterhalb der Zielmarge sollen saniert, mit Partnern weiterentwickelt oder verkauft werden. Investitionen in Nordamerika, Effizienzsteigerungen und der Einsatz von KI kommen dauzu. Mit Investitionen von nur 0,5 bis 1 % des Umsatzes bleibt das Geschäftsmodell weiterhin kapitalarm.</p> <p>Operativ verbindet TK ACCELIS Materialhandel und -distribution mit kundenspezifischer Verarbeitung sowie datenbasiertem Lieferkettenmanagement. Das Unternehmen beschäftigt 15.500 Mitarbeiter, betreut rund 250.000 Kunden und erzielte 2024/25 einen Umsatz von 11,4 Mrd. €. Wachstum verspricht die Nachfrage aus Luftfahrt, Verteidigung und Rechenzentren. Auch EU-Schutzmaßnahmen für die Stahlindustrie zeigen laut Management erste positive Effekte in Form höherer Materialpreise und folglich besseren Margen.</p> <p>Im Rahmen der üblichen Sum-of-the-Parts-Betrachtungen wird TK ACCELIS mit etwa 3,7 Mrd. € Unternehmenswert bewertet. Abzüglich ca. 300 Mio. € Nettoschulden und 522 Mio. € Pensionsverpflichtungen liegt der Eigenkapitalwert somit bei 2,9 Mrd. €. Verteilt auf 63,5 Mio. Aktien ergibt sich somit ein "fairer Wert" von 45,66 € als Anhaltspunkt für entsprechende Arrondierungen im Portfolio. Die Erfahrung aus dem TKMS-Börsengang zeigt, dass die Aktie zu Beginn des Handels vermutlich eher unter Druck stehen wird. </p> <p> </p>
28-Okt. 08:47
Guten Morgen aus der Redaktion: Deutsche Bank überrascht, Mercedes-Benz bleibt die Niete und SK Hynix liefert gekonnt
<p><strong>Die Wall Street setzte ihre Erholung gestern fort. </strong>Der Nasdaq gewann 1,18 %, der S&P 500 0,60 %. Boeing verlor nach enttäuschenden Zahlen rund 11 %. Das Comeback bekommt Risse. Der DAX startet mit leichten Abgaben in den Tag.</p> <p>In Asien liefert <strong>SK Hynix</strong> einen Rekordgewinn. Das operative Ergebnis erreichte 83,3 Billionen Won gegenüber 76,7 Billionen Won Konsens. Auch der Umsatz von 104,6 Billionen Won übertraf die erwarteten 98,2 Billionen. Die Aktie reagiert mit knapp 10 % nach oben. Für 2027 und 2028 sind bereits mehr als 50 % der Produktionskapazitäten langfristig vertraglich gebunden.</p> <p>Die <strong>Deutsche Bank</strong> überrascht positiv. Der Vorsteuergewinn erreichte 2,6 Milliarden Euro gegenüber rund 2,4 Milliarden Euro Konsens. Auch der Gewinn je Aktie von 94 Cent übertraf die erwarteten 81 Cent. Die Aktie tendiert vorbörslich fester. Wie wir die Lage nach der kräftigen Korrektur einschätzen, lesen Sie heute ab ca. 9.30 Uhr in der Daily. </p> <p>Hier geht es zur Daily: <a href="https://www.bernecker.info/bernecker-daily">https://www.bernecker.info/bernecker-daily</a></p> <p><strong>BASF</strong> erhöht nach einem starken dritten Quartal die Jahresprognose. Das bereinigte EBITDA erreichte 1,64 Milliarden Euro gegenüber 1,495 Milliarden Euro Konsens. Für das Gesamtjahr erwartet BASF nun 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro, zuvor waren es 6,9 bis 7,7 Milliarden.</p> <p><strong>Mercedes-Benz</strong> steht dagegen unter Druck. Zwar übertraf das Quartals-EBIT mit 1,77 Milliarden Euro den Konsens von 1,6 Milliarden. Der freie Cashflow des Industriegeschäfts blieb mit 172 Millionen Euro aber weit hinter den erwarteten 422 Millionen zurück. Die Pkw-Margenprognose wurde bereits gestern von 3 bis 5 % auf nur noch 2 bis 3 % gesenkt. Die Aktie tendiert zurecht schwach.</p> <p><strong>NXP </strong>verliert nachbörslich rund 7 %. Der Halbleiterhersteller steigerte den Umsatz um 19 % auf 3,79 Milliarden Dollar gegenüber 3,76 Milliarden Dollar Konsens. Der bereinigte Gewinn von 4,20 Dollar je Aktie übertraf ebenfalls die Erwartungen. Allerdings liegt die Umsatzprognose für das Schlussquartal mit 3,75 bis 3,95 Milliarden Dollar am Mittelwert knapp unter den erwarteten 3,86 Milliarden. Auch zusätzliche Aktienrückkäufe über 5 Milliarden Dollar konnten die negative Kursreaktion nicht verhindern.</p> <p><strong>Visa </strong>schlägt die Gewinnerwartungen ebenfalls leicht, verliert nachbörslich aber rund 1,4 %. Der bereinigte Gewinn erreichte 3,48 Dollar je Aktie gegenüber 3,44 Dollar Konsens. Der Umsatz stieg um 13 % auf 12,14 Milliarden Dollar.</p> <p><strong>Heute richtet sich der Blick auf die US-Notenbank.</strong> Nach Börsenschluss berichten <strong>Microsoft</strong> und <strong>Alphabet</strong>. Ihre Aussagen zur KI-Nachfrage und den Investitionsbudgets werden für die KI-Szene entscheidend werden.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
<p>Die Zahlen sprechen gegen KI-Angst. CELESTICA entwickelt und fertigt Server sowie Netzwerkgeräte für große Rechenzentrumsbetreiber. Der Ausbau kundenspezifischer KI-Chips und schneller Datenverbindungen ist der Treiber. Die neuen Zahlen sind beeindruckend und heben den Titel vorbörslich um 12 %.</p> <p>Der Quartalsumsatz steigt um 83 % auf 5,83 Mrd. $ und übertrifft den Konsens um knapp 7 %. Der bereinigte Gewinn je Aktie liegt mit 3,30 $ sogar gut 11 % über den Erwartungen. Für 2026 erhöht der CEO die Ziele auf 21 Mrd. $ Umsatz und 11,55 $ Gewinn je Aktie. Die Planung für 2027 sieht rund 90 % Umsatzwachstum vor. Die Kundennachfrage für 2028 liegt nochmals darüber. KGV 23,8 für 2026, 13,9 für 2027 und 10 für 2028 sind die Ausgangslage. JPMORGAN hatte bereits vor den Zahlen ein Kursziel von 485 $ genannt. Allerdings ist für 2027 noch mit rd. 3 Mrd. $ Mittelabfluss nach Investitionen zu rechnen. Das schnelle Wachstum bindet erhebliche Mittel in Vorräten und Forderungen. Dieses Risiko ist eingepreist. Bis 280 $ kaufenswert. Ziel 430 $. </p>
<p>Bernstein sieht Netzwerktechnik und optische Komponenten als langfristige Gewinner des KI-Ausbaus. So erhalten Coherent und Lumentum Kaufvoten mit Kurszielen von 350 beziehungsweise 1.220 Dollar. Schnellere Datenverbindungen sollen höhere Preise und Umsätze ermöglichen. Bei Lumentum erwartet Bernstein zudem einen kräftigen Gewinnanstieg durch die bessere Auslastung. Auch Ciena wird mit „Outperform“ und Kursziel 440 Dollar eingestuft. Lieferengpässe begrenzen dort zunächst das Wachstum. Branchenfavorit ist Celestica mit Kursziel 520 Dollar, welche heute nach Zahlen zweisetllig zulegt. </p>
<p>SUSS MicroTec <a href="https://www.eqs-news.com/de/news/corporate/suss-optimiert-globales-produktionsnetzwerk-zur-unterstuetzung-des-weiteren-wachstums-und-aktualisiert-prognose-fuer-das-geschaeftsjahr-2026/7000c585-e042-41d6-9fc2-9ad786a0a8f3_de" target="_blank" rel="noopener">senkt die Prognose für 2026 deutlich</a>: Statt 425 bis 485 Mio. € Umsatz erwartet der Anlagenbauer nun 405 bis 425 Mio. €. Die EBIT-Marge soll nur noch 5 bis 7 % erreichen, nach zuvor erwarteten 8 bis 10 %. Die Bruttomargenprognose von 35 bis 37 % bleibt bestehen. Auslöser sind Engpässe bei einzelnen Komponenten, die Fertigstellungen und Auslieferungen verzögern, sowie die Verlagerung der Garchinger Produktion. Von insgesamt 6,2 Mio. € Einmalkosten sollen rund 4,5 Mio. € noch 2026 anfallen. </p> <p>SUSS meldet allerdings auch einen starken Auftragseingang im dritten Quartal und einen Rekord-Auftragsbestand. Ein Teil des Umsatzes verschiebt sich damit lediglich ins Jahr 2027. Knackpunkte für die Realisierung sind die Lieferkette und die Schnelligkeit der Produktionsverlagerung mit anschließendem Hochlauf. </p> <p>Die Kauf-Limits bei 52 € und 47 € wurden mit dem Kursrückgang erreicht. Mehr zu SUSS in der Actien-Börse am Donnerstag.</p> <p> </p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info" target="_blank" rel="noopener">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p> </p>
<p>PORSCHE hat in den ersten neun Monaten angesichts rückläufiger Autoverkäufe weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum - der Umsatz sank auf 25,28 Mrd. Euro (Vorjahr: 26,86 Mrd. Euro), doch: Operativ erzielte der Sportwagenhersteller wieder eine deutlich positivere Rendite, nachdem im Vorjahr hohe Kosten für die Neuausrichtung belastet hatten. Daher bekräftigte man nun auch den Ausblick für das Gesamtjahr. Hier erwartet PORSCHE weiter einen Umsatz in der Bandbreite von rund 35 Mrd. Euro bis 36 Mrd. Euro, die operative Umsatzrendite soll zwischen 5,5 und 7,5 % liegen.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Kennen Sie schon das Free TV-Angebot von Bernecker TV? Abonnieren Sie kostenlos den YouTube-Kanal von Bernecker TV unter: <a href="https://www.youtube.com/BerneckerTV">www.youtube.com/BerneckerTV</a></p>
<p>CELESTICA (ISIN: CA15101Q1081; 289 $) profitiert kräftig vom Ausbau der KI-Rechenzentren. Der Q3-Umsatz sprang um 83 % auf 5,83 Mrd. $, der bereinigte Gewinn je Aktie um 109 % auf 3,30 $. Allein die Cloud- und Netzwerksparte steigerte ihren Umsatz um 102 % auf 4,87 Mrd. $. Die bereinigte operative Marge verbesserte sich von 7,6 auf 8,5 %. Für 2027 stellt der kanadische Technologiefertiger bereits 40 Mrd. $ Umsatz (+ 90 % gegenüber 2026), 21,50 $ bereinigten Gewinn je Aktie und eine bereinigte operative Marge von 9 % in Aussicht. Trotz des jüngsten Kurssprungs beträgt das bereinigte 2027er-KGV lediglich 13,4. Allerdings hat das Wachstum seinen Preis: Den Ausblick für den freien Cashflow (Non-GAAP) 2026 senkte Celestica wegen höherer Kapitalbindung von 600 auf 460 Mio. $. Für 2027 sind Investitionen von 1,5 bis 2 Mrd. $ geplant.</p> <p>Fazit: Die Gewinndynamik und die heftige Korrektur seit Anfang Juni spricht für ein deutliches Erholungspotenzial. Zumindest eine Anfangsposition sollte nun unbedingt stehen!</p>
<p style="text-align: justify;">Pharma bleibt für uns eine der interessanten Zukunftsbranchen. Deshalb möchten wir unser bereits breit aufgestelltes Engagement weiter verstärken. Eine alternde Bevölkerung und der wachsende Behandlungsbedarf bei chronischen Erkrankungen treffen auf medizinische Fortschritte, die neue Therapiemöglichkeiten eröffnen. Unternehmen, die daraus wirksame Medikamente entwickeln, können sich langfristige Wachstumsperspektiven erschließen.</p> <p style="text-align: justify;">Dabei setzen wir auf eine Kombination aus einer Neuaufnahme und dem Ausbau einer bestehenden Empfehlung. Beide Empfehlungen und die Hintergründe zu unseren Calls finden Sie in der Termin-Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>). Dort gibt es täglich neue Empfehlungen für besonders engagierte Anleger.</p>
<p><strong>Bei der Vorstellung des neuen Effizienzprogramms Pace (Kostenziel: 2,5 Mrd. $) bat NIKE-CEO Elliott Hill die Aktionäre ausdrücklich um Geduld (siehe BD vom 05.10.) – jedoch:</strong> Etwa seit Monatsanfang bildete sich in den Charts etlicher Branchenvertreter eine „Aufwärtsnase“.</p> <p><strong>Um das vorsichtige Hineintasten in die Branche geht es im Frankfurter Börsenbrief 44, erhältlich ab Donnerstag. </strong>Unser Chartvergleich enthält neben NIKE weitere große Adressen der Branche, von ADIDAS, ANTA SPORTS und ASICS bis PUMA und UNDER ARMOUR. Etliche von ihnen haben den gerade genannten kurzen Aufwärtstrend absolviert, die Kurse von UNDER ARMOR und ON HOLDING waren zuletzt in Gegenrichtung unterwegs.</p> <p>Helmut Gellermann</p>
<p>Die Insiderkäufe aus dem Aufsichtsrat reißen nicht ab bei Deutz. </p> <p>Aufsichtsratsmitglied Helmut Ernst hat über Xetra weitere Deutz-Aktien im Volumen von knapp 100.000 € erworben. Die neue Veröffentlichung ergänzt die bereits am 23. Oktober gemeldeten Käufe aus dem Umfeld von Dietmar Voggenreiter. Technisch wie fundamental erachte ich die Käufe als nachvollziehbar. </p> <p> </p> <p> </p>
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Volker Schulz
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