<p>Der Wirkstoff-Entwickler senkt wegen nun erwarteter Umsatzverschiebungen und geringerer Erlöserwartungen seine Jahresziele deutlich. Demzufolge ist 2026 mit einem Umsatz von 570 bis 610 Mio. Euro zu rechnen. Zuvor war EVOTEC von 700 bis 780 Mio. Euro ausgegangen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll nur noch bei minus 70 bis minus 105 Mio. Euro liegen. Zuletzt hatte der Konzern noch auf 0 bis plus 40 Mio. Euro gehofft. Wieso das Ganze? Etwa 40 % der Umsatzlücke sind Unternehmensangaben zufolge innerhalb bestehender Partnerschaften gegenüber dem bisherigen Ausblick zum größten Teil auf eine veränderte zeitliche Staffelung sowie angepasste Zeitpläne für Meilensteinzahlungen zurückzuführen. Die entsprechenden Umsätze werden nun im Jahr 2027 erwartet. Etwa 45 Prozent der Umsatzlücke spiegeln gegenüber den Erwartungen geringere Beiträge aus potenziellen neuen strategischen Partnerschaften wider. Rund 15 % der Umsatzlücke sind auf eine geringere als erwartete Umsatzrealisierung zurückzuführen. Die Erwartungen der Analysten werden mit den neuen Geschäftszielen spürbar verfehlt - kein Wunder also, dass es hier in die Miesen geht: Die EVOTEC-Aktie befindet sich im Sinkflug, notierte heute im frühen Handel gar auf dem tiefsten Stand seit 10 Jahren!</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Die Analysten von Jefferies werden für die Salzgitter-Aktie deutlich optimistischer und stufen den Stahlkonzern von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Gleichzeitig steigt das Kursziel um 20 % von 55 auf 66 Euro. Ausschlaggebend sind die verbesserten Perspektiven für den europäischen Stahlmarkt, der von strengeren EU-Schutzmaßnahmen gegen Billigimporte und dem erwarteten Infrastrukturboom in Deutschland profitieren dürfte.</p> <p>Mit 76 % des Umsatzes in Europa und 42 % in Deutschland zählt Salzgitter zu den größten Gewinnern dieser Entwicklung. Jefferies erwartet, dass höhere Stahlpreise, steigende Produktionsauslastungen und größere Absatzmengen die Ertragskraft ab 2027 deutlich anheben. Für 2027 prognostizieren die Analysten ein EBITDA von 1,03 Mrd. Euro – rund 18 % mehr als der aktuelle Marktkonsens. Bereits für 2026 wurde die EBITDA-Schätzung auf 727 Mio. Euro angehoben und liegt damit oberhalb der zuletzt erhöhten Unternehmensprognose von 625 bis 725 Mio. Euro. Jefferies hält daher eine weitere Anhebung der Jahresprognose auf bis zu 800 Mio. Euro EBITDA für möglich.</p> <p>Besonders hoch ist der operative Hebel auf steigende Stahlpreise. Nach Berechnungen von Jefferies würde ein Anstieg der Stahlpreise um lediglich 50 Euro je Tonne das EBITDA um bis zu 285 Mio. Euro erhöhen. Gleichzeitig dürfte eine bessere Auslastung der Stahlwerke die Profitabilität zusätzlich steigern. Die Analysten rechnen damit, dass der Preis für Warmbreitband (Hot Rolled Coil) bis 2027 auf durchschnittlich 763 Euro je Tonne steigt und damit deutlich über dem aktuellen Spotniveau liegt.</p> <p>Zusätzlichen Wert sehen die Experten in der rund 30-prozentigen Beteiligung an Aurubis, die einen erheblichen Teil des inneren Unternehmenswerts ausmacht. Hinzu kommt die geplante vollständige Übernahme des Stahlherstellers HKM, die langfristig weiteres Optimierungspotenzial eröffnet. Für Jefferies sprechen die strukturell verbesserten Rahmenbedingungen im europäischen Stahlmarkt dafür, dass Salzgitter vor einer neuen Ertragsphase steht – und die jüngste Kursschwäche deshalb eine attraktive Einstiegsgelegenheit bietet.</p>
<p>Nach den beiden US-Turnaround-Kandidaten Paychex und PayPal richten wir den Blick heute auf die wohl spannendste Baustelle im DAX: die deutsche Automobilindustrie. Volkswagen und BMW stehen sinnbildlich für eine Branche, deren Geschäftsmodell zunehmend infrage gestellt wird. Vieles davon ist berechtigt - doch aus unserer Sicht hat der Markt inzwischen deutlich überreagiert.</p> <p>VW notiert mit rund 73 € nahe dem 10-Jahres-Tief, BMW mit rund 58 € nur knapp über dem 52-Wochen-Tief. Besonders bemerkenswert: Die Börse bewertet Volkswagen inzwischen niedriger als den Wert seiner Beteiligungen an Porsche und Traton. Das operative Kerngeschäft wird damit faktisch negativ bewertet - eine Konstellation, die historisch oft den Nährboden für kräftige Gegenbewegungen bildet.</p> <p>Deshalb bauen wir unsere Positionen gezielt und schrittweise aus. Klare Stop-Loss-Marken sichern das Risiko, denn schon diese Woche könnten wichtige Impulse folgen. Bleiben Sie gut informiert und <a href="http://www.bernecker.info/tb-daily">KLICKEN SIE HIER!</a></p>
<p>Trolling Trump fantasiert und ist an Peinlichkeit kaum mehr zu überbieten. Die Meerenge war vor dem Krieg eine funktionierende Lebensader des Welthandels, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gastransporte läuft. Nun erklärt Trump die USA eigenmächtig zum „Wächter“ der Route und will auf sämtliche Frachten eine Gebühr von 20 % erheben. </p> <p>Unterstellt, die angekündigte 20-%-Abgabe würde auf den Wert der Ölladung erhoben, wäre die Größenordnung:</p> <p>Ein großer VLCC-Supertanker transportiert etwa 2 Mio. Barrel Rohöl. Bei einem Ölpreis von 83,30 Dollar je Barrel beträgt der Ladungswert rund:</p> <p>2.000.000 × 83,30 Dollar = 166,6 Mio. Dollar</p> <p>Eine Abgabe von 20 % entspräche damit:</p> <p>33,32 Mio. Dollar pro Passage.</p> <p>Umgerechnet wären das zusätzliche Kosten von 16,66 Dollar je Barrel. Der Ölpreis müsste also rechnerisch von 83,30 auf knapp 100 Dollar je Barrel steigen, nur um diese Gebühr auszugleichen. </p> <p>Vor diesem Hintergrund bleibt das Marktbild unübersichtlich mit steigenden Ölpreisen (Brent um 84 $) und steigenden Renditen am langen Ende, weiteren Abverkäufen im Halbleitersektor und moderaten Abschlägen der sog. Old-Economy-Aktien. Der DAX startet heute Morgen um 25.000 Punkte unaufgeregt. In Asien verlief der Handel heute extrem volatil. Nach deutlichen Anfangsverlusten setzte in Japan, Südkorea und China eine Gegenbewegung ein. </p> <p>Evotec zerlegt sich komplett mit einer neuerlichen deftigen Gewinnwarnung, welche ein Comeback praktisch ausschließt.</p> <p>Barclays hebt das Bayer-Ziel nachvollziehbar von 50 auf 60 € an.</p> <p>Heute startet die US-Berichtssaison mit den großen Bankwerten. </p> <p> </p> <p>Volker Schulz </p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p> <p> </p> <p> </p> <p> </p>
<p><strong>Eine Gruppe von Bundesstaaten, darunter Kalifornien, geht gerichtlich gegen die geplante Fusion von PARAMOUNT SKYDANCE und WARNER vor.</strong> Die eingereichten Klagen könnten dafür sorgen, dass die Übernahme im Volumen von 110 Mrd. $ sich verzögert oder scheitert. Allein schon die Aussicht, Finanzierungskosten länger tragen zu müssen, könnte zum entscheidenden Faktor werden.</p> <p><strong>Ein Wegzug des nächsten Headquarters aus Kalifornien ist eine direkt angedrohte Revanche.</strong> Der gelobte Bundesstaat hat in den letzten Jahren schon einige Großunternehmen verloren, darunter TESLA (nach Texas). </p> <p><strong>Dennoch sind die Aktien beider Medienkonzerne im US-Handel aktuell um 1,8 bzw. 2,4 % gestiegen.</strong> Im Plus auch die Titel von NETFLIX (+ 1,4 %) und DISNEY (+ 0,8 %). Weitere Einordnung morgen früh in der <a href="http://www.bernecker.info/bernecker-daily">Bernecker daily</a>.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info/boersenbriefe">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf. </p>
<p>Unten stehende Grafik zeigt die Token-Preise pro Millonen Output. Die Diskrepanz zwischen westlichen und chinesischen KI-Modellen ist inzwischen erheblich mit echten Konsequenzen, die wir in dieser Woche im Aktionärsbrief 29/2026 erläutern werden. Seit Mai ergeben sich erhebliche Nachfrageverschiebungen seitens der Unternehmen. </p>
<p>MDAX-Gewinner des Tages: IONOS</p> <p>Hauptauslöser des Kursanstiegs von über 6 % war eine neue Kaufempfehlung der BANK OF AMERICA mit einem Kursziel von 37 €. Mit einem Tageshoch von 30,68 € erreichte der Kurs den höchsten Stand seit gut einem Monat. Zusätzlich profitiert der Webhoster von einer Marktrotation: Während Halbleiter- und andere KI-Favoriten unter Druck standen, griffen Anleger bei Unternehmen zu, deren Kurse zuvor unter Verdrängungssorgen durch KI gelitten hatten. Die BofA hält diese Befürchtungen für überzogen. Das Kerngeschäft mit Internetauftritten und Produktivitätslösungen wachse strukturell, während die Kundenbasis weiter zunehme. KI-Werkzeuge eröffneten zudem Möglichkeiten, höherwertige und zusätzliche Produkte zu verkaufen. Im Cloud-Geschäft biete die Nachfrage nach datenschutzkonformen europäischen Lösungen weiteres Potenzial. IONOS trete dabei als Webhosting- und Cloud-Anbieter mit starkem europäischen Profil auf. Somit: Die Chancen auf weitere Kursgewinne stehen gut, sofern das operative Wachstum anhält. Entscheidend ist nun die Charttechnik. Das Überwinden der Widerstandszone bei 31,25 bis 31,56 € wäre ein wichtiges charttechnisches Signal und würde die Bodenbildung untermauern.</p> <p>Fazit: Spätestens ein Break bei 31,56 € wäre ein klares Kaufsignal.</p>
<p>Die Analysten der Privatbank Berenberg haben ihr Kursziel für Siemens Healthineers von 54 auf 39 € gesenkt und die Einstufung von „Buy“ auf „Hold“ reduziert. Die Begründung: Bei den Faktoren, die dem Medizintechnikkonzern in den vergangenen Jahren sinkende Gewinnerwartungen und eine unterdurchschnittliche Kursentwicklung eingebrockt hätten, sei kaum Besserung in Sicht. Dazu gehören die Wechselkursentwicklungen, Zölle, Inflation und der schwache chinesischen Markt. Außerdem kämen mit Blick auf die kommenden 12 Monate Belastungen durch mögliche Anteilsverkäufe von Siemens und die schwache Performance der Diagnostiksparte hinzu. Fazit: Der Dax-Titel befindet sich seit Anfang in einer Seitwärtsbewegung und kurzfristig fehlen die positiven Impulse für den Kurs. </p>
<p>Ein weiteres Rüstungsunternehmen hat heute den Sprung an die Börse, an das Scale-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse, geschafft - das dritte in diesem Jahr nach Vincorion und Gabler. Doch: Rüstung ist nicht gleich Rüstung - schon der Weg dorthin war holprig: Den Ausgabepreis hatte das Unternehmen bereits am 8. Juli auf 46 Euro je Aktie und damit das untere Ende der zuvor ausgerufenen Spanne von 46 bis 54 Euro je Aktie festgesetzt. Der Erstkurs lag in Frankfurt nun bei 35 Euro - ein Minus von rund 23 % gegenüber dem Ausgabepreis. Im weiteren Handelsverlauf bewegt sich der Kurs zeitweise 30,43 % schwächer bei 32 Euro. Schade!</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Kennen Sie schon das Free TV-Angebot von Bernecker TV? Abonnieren Sie kostenlos den YouTube-Kanal von Bernecker TV unter: <a href="http://www.youtube.com/BerneckerTV">www.youtube.com/BerneckerTV</a></p>
<p>In den USA startet dieses Woche die Berichtssaison mit den Banken. Erwartet werden im Schnitt 11 % Gewinnplus. Die europäischen Banken bleiben ebenso oben auf und profitieren von höheren Zinsen. Intesa Sanpaolo geht nun obenraus. Es gilt KGV 10 für das kommende Geschäftsjahr bei 6,8 % Dividendenrendite für das Jahr 2026 - zahlbar im nächsten Jahr. Die Bewertungsexpansion bei den Banken setzt sich wie avisiert fort. </p>
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