<p style="text-align: center;"><strong>Kommt eine neue Euro-Krise?</strong></p> <p>Der Euro ist eine Währung, die immer wieder infrage gestellt werden wird. Daran lässt sich nichts ändern. Andere Währungen wie Dollar oder Pfund, Franken oder Yen beziehen sich auf das jeweilige Land und seine politische Führung. Für den Euro gilt dies auch künftig nicht. Wichtigster Stabilisator ist bis jetzt Deutschland in der Zusammensetzung des Euro. Deutschland hält rd. 22 % Anteil am Kapital der europäischen Zentralbank. Dieser Anteil der ehemaligen D-Mark bzw. der deutschen Wirtschaft am Euro hat stabilisierende Wirkung. Das schließt nicht aus, dass wie im Fall Griechenland ein einziges Mitglied in eine gravierende Schieflage gerät und alle anderen Feuerwehr spielen müssen. Im Fall Griechenland betrug das Rettungspaket rd. 166 Mrd. €, für deren Tilgung sich alle anderen Länder mit verbürgt haben. Die Griechen machten aus dieser Schieflage eine überzeugende neue Politik, wie die aktuellen Daten zeigen. </p> <p style="text-align: center;"><strong>In Prozent: Wie groß ist die Chance auf eine Jahresendrally beim Dax?</strong></p> <p> </p> <p>Die Jahresendrally ist die übliche Wette, die auch diesmal gilt. Dem schwierigen September folgt der etwas bessere Oktober. Aus der gegenwärtigen Konstellation entsteht kein Ansatz für eine echte Weihnachtsrally, aber ein brauchbares Ergebnis in der Gegend um + 15 % als Mittelwert für alle Indizes. Ausschlaggebend dafür ist nicht die Wirtschaftspolitik, sondern die Ergebnisse bzw. Strategien der großen Unternehmen. Daran hängen sich die Kleineren an, auch wenn deren Gewicht auch optisch geringer erscheint.</p> <p style="text-align: center;"><strong>Rheinmetall fast auf Juni-Tief - eine Kaufgelegenheit?</strong></p> <p>Gewinnmitnahmen für alle Rüstungsaktien waren angesagt. Die runde Halbierung aller relevanten Kurse ist weitgehend erreicht. Neue Investments haben Zeit. Die weitere Zukunft der Rüstung in Europa hängt davon ab, ob die bisherigen politischen Absichten und Ziele wirklich umgesetzt werden. Eine Konfliktlösung Russland/Ukraine ist zurzeit keine kurzfristige Annahme, aber eine jederzeitige Variante, die auf alle Rüstungspläne durchschlägt. Also: Kommt Zeit, kommt Rat. Weitere Infos in der aktuellen <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a>. </p>
09-Okt. 14:30
BÖRSENKOMPASS-PORTFOLIO: ein neues Kursziel, ein Nachkauf, ein Marktkommentar zwei Updates und eine Analyse
<p style="text-align: justify;">Freitag ist beim Bernecker Börsenkompass Portfolio Tag. Wir durchforsten unsere Empfehlungsliste, nehmen bei ausgewählten Positionen Anpassungen vor und fassen die Transaktionen der Woche zusammen. Diese Arbeit ist unerlässlich für den Erfolg an der Börse. Nehmen auch Sie sich ein paar Minuten Zeit für die Bestandspflege in Ihrem Depot. </p> <p style="text-align: justify;"><br />Wir führen momentan 32 Positionen in unserer Empfehlungsliste. In dieser Woche haben wir einen Nachkauf vorgenommen, zwei Updates gegeben, eine Analyse und einen Marktkommentar veröffentlicht und ein Ziel angehoben. Lesen Sie mehr dazu in unserer heutigen Ausgabe von Stop & Go.</p> <p style="text-align: justify;">Direkt am Montag sind wir mit einem Nachkauf in die Woche gestartet.</p> <p style="text-align: justify;">Neben unserem Nachkauf gab es im oben verlinkten Artikel auch ein Update zu den Rechenzentren von Amazon. </p> <p style="text-align: justify;">Am Dienstag gab es eine ausführliche Analyse zu einer Aktie die Sie im Blick behalten sollten, da sie vor einem neuen Wachstumsschub steht.</p> <p style="text-align: justify;">Am Mittwoch ist Edouard Carmignac, Gründer der Fondsgesellschaft Carmignac, in unserem Marktkommentar das Ende der Ära des kostenlosen Geldes thematisiert. Wer davon profitiert und worauf Anleger achten sollten, erfahren Sie im verlinkten Beitrag.</p> <p style="text-align: justify;">Am Donnerstag gab es dann die zweite Disposition der Woche: Wir heben unser Kursziel bei der Deutschen Börse an.</p> <p style="text-align: justify;">Das war ein Auszug aus dem <a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/boersenkompass-portfolio-ein-neues-kursziel-ein-nachkauf-ein-marktkommentar-zwei-updates-und-eine-analyse_H935821974_6799743/">Bernecker Börsenkompass</a>. Regelmäßig freitags gegen Mittag fassen wir im Stop&Go Artikel die Veränderungen in unserer Empfehlungsliste und die wichtigsten Inhalte der Woche zusammen. Das können Sie auch ohne Abo lesen, bei unserem Partner Finanzen100. Einen vollständigen Überblick können Sie sich in unserer Artikelübersicht verschaffen. Wenn Sie unsere Inhalte interessant finden und mehr davon lesen möchten, können Sie uns einen ganzen Monat kostenlos testen. Das Probeabo können Sie in den ersten 30 Tagen mit einer e-Mail an kundenservice@finanzen100.de wieder beenden. Wir sind überzeugt, dass Sie bleiben werden. Probieren Sie es kostenlos aus! </p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben uns diese Woche mit einem etws vernachlässigten Sektor beschäftigt: Die Pharmaindustrie. Während sich bei Künstlicher Intelligenz zunehmend die Frage stellt, ob die gewaltigen Investitionen auch entsprechende Gewinne abwerfen, ist die Rechnung bei erfolgreichen Medikamenten vergleichsweise einfach. Ein Präparat, das einen hohen medizinischen Nutzen bietet und einen großen Patientenmarkt adressiert, kann über viele Jahre Milliardenumsätze generieren. Und der Boom der Pharmainsdustrie sollte nicht nur auf die Abnehmmediakemte reduziert werden. </p> <p style="text-align: justify;">Doch auch der KI-Sektor ist leistungsfähig, das Problem sind die Kosten. DATADOG und DYNATRACE profitieren davon, dass Unternehmen ihre KI-Anwendungen überwachen und endlich verstehen müssen, wo ihre Token und damit ihr Geld verschwinden. Doch Transparenz allein reicht nicht. Wer erst am Monatsende feststellt, dass ein KI-Agent zehnmal so viele Modellaufrufe produziert hat wie geplant, hat zwar gute Daten, aber trotzdem eine hohe Rechnung. Die nächste Evolutionsstufe besteht deshalb darin, KI-Kosten bereits während ihrer Entstehung zu steuern oder ganz zu vermeiden. Genau hier öffnet sich ein weiterer Softwaremarkt. Zwischen die Unternehmensanwendung und die eigentlichen KI-Modelle schiebt sich zunehmend eine Kontrollschicht. Sie entscheidet, welche Anfrage zu welchem Modell geht, überwacht den Tokenverbrauch, setzt Budgets, stoppt übermäßige Nutzung und verhindert durch Zwischenspeicherung, dass identische Anfragen immer wieder teuer neu berechnet werden. Damit bekommt der KI-Boom gewissermaßen eine Kostenbremse. Zwei Unternehmen erscheinen uns dafür besonders interessant. </p> <p style="text-align: justify;">Nur einmal in der Woche ordern, aber profitieren wie die Großen. Das ist die Termin-Börse aus dem Hause Bernecker. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, das Risiko spekuliert immer mit! Deshalb hat bei uns jeder Einstieg mehrere Kauflimits, immer einen Stop und meistens eine heiße Story. Das geht per Abo oder auch im Einzelabruf (<a href="https://www.bernecker.info/termin-boerse">KLICK HIER</a>). </p>
<p>Börsenbetreiber bleiben weiter ein verlässliches Trendinvestment. Das frische Allzeithoch bei der Dt. Börse liefert die Bestätigung. Wir rechnen für das dritte Quartal mit knapp zweistelligem Erlöswachstum. Jeffries hatte zu Wochenbeginn das Ziel von 280 auf 330 € erhöht. Aus Bewertungssicht werden aber Euronext und London Stock Exchange favorisiert. </p>
<p>Soitec gehört heute zu den größten Gewinnern an der Pariser Börse. Die Aktie des französischen Halbleiterzulieferers steigt um rund 7 % auf 163 €.</p> <p>Auslöser ist eine deutliche Hochstufung durch die Bank of America. Das Institut hebt seine Einstufung von „Neutral“ auf „Buy“ und verdoppelt das Kursziel nahezu von 152 auf 300 €. Ausschlaggebend ist das enorme Wachstumspotenzial der Siliziumphotonik. Soitec soll bei einem dafür wichtigen Spezialsubstrat einen Marktanteil von über 90 % besitzen.</p> <p>Die Technologie ermöglicht eine schnelle optische Datenübertragung und gewinnt mit dem Ausbau der KI-Rechenzentren erheblich an Bedeutung. Die Bank of America erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 einen Umsatzanstieg bei Photonics-Wafern um 172 %. Für die beiden Folgejahre werden weitere Zuwächse von 74 bzw. 57 % prognostiziert. Langfristige Abnahmeverträge, die Kunden auch bei geringeren Abrufen zu Zahlungen verpflichten, verbessern zudem die Planungssicherheit.</p> <p>Unsere Empfehlung aus dem Aktionärsbrief Nr. 37/26 vom 9. September geht auf. Damals hatten wir bei 143,65 € eine Anfangsposition empfohlen und gestaffelte Nachkäufe zwischen 120 und 125 € vorgeschlagen. Diese Kurszone wurde am 14. und 15. September tatsächlich erreicht. Das Tief lag am 14. September bei 120,25 €. Seit unserer Empfehlung hat die Aktie rund 14 % gewonnen.</p> <p>Fazit: Die zunehmende Bedeutung der Siliziumphotonik eröffnet Soitec erhebliches Wachstumspotenzial. Allerdings bleiben die Bewertung anspruchsvoll und die Kursschwankungen beträchtlich. Für risikoaffine Anleger mit mehrjährigem Anlagehorizont bleibt die Aktie auch weiterhin interessant.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"</p>
<p>Wird die 72 €-Marke nach oben geknackt? Dann gibt es ein massives charttechnisches Kaufsignal. Die nächsten Zahlen des Spezialisten für Bausoftware stehen für den 5. November an. </p>
<p>Kapital ist knapp. Masayoshi Son sucht bei Investoren aus den Golfstaaten bis zu 100 Mrd. Dollar für einen neuen KI-Fonds. Bereits 65 Mrd. Dollar stecken in OpenAI. Zugleich wird die Finanzierung immer teurer. Zuletzt nahm SOFTBANK über 11 Mrd. Dollar mit Hochzinsanleihen auf, bei Renditen von bis zu 9,75 %! </p> <p>Der weltgrößte Anleiheinvestor PIMCO warnt heute vor einem weiteren Zinsschub in den USA. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen liegt bereits bei 5,29 %. Ein Anstieg auf 6 % ist laut Anlagechef Dan Ivascyn durchaus möglich.</p>
<p>Die MHP HOTEL AG hat ein öffentliches Aktienrückkaufangebot angekündigt. Der in München ansässige Betreiber von Premium- und Luxushotels will bis zu 4.403.530 MHP-Aktien (bis zu 9,5 % des Grundkapitals) zu einem Preis von 1,35 Euro je Aktie zurückkaufen. Die Annahmefrist läuft vom 13. Oktober bis 2. November 2026, der überwiegende Teil der zurückgekauften Aktien soll anschließend eingezogen werden. Die vier MHP-Gründungsaktionäre, die mit rund 75 % die Aktienmehrheit halten, werden keine Aktien andienen. Die MHP-Gruppe verfügt über liquide Mittel von rund 10 Mio. Euro und bindet dank ihres überwiegend kapitalschonenden Pacht- und Franchisemodells kein eigenes Kapital in Hotelimmobilien. Die Umsetzung der Wachstumspipeline mit neuen Hotels in Wien, Stuttgart, Frankfurt und Düsseldorf ist trotz Aktienrückkauf gesichert. Die aktuelle Bewertung der MHP-Aktie spiegelt das Potenzial der Gesellschaft nicht wider. Die Analysten von NuWays haben heute ihr Kursziel von 3,50 Euro bekräftigt. </p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Crown Castle, American Tower und SBA Communications könnten zu wichtigen Vermietern für SpaceX werden. Bernstein schätzt, dass ein vollwertiges terrestrisches Starlink-Mobile-Netz je nach Ausbaustufe 30.000 bis 120.000 Standorte und Investitionen von 50 bis 130 Mrd. Dollar benötigen könnte. Da in den USA jährlich nur etwa 1.200 bis 2.000 neue Türme gebaut werden können, müsste SpaceX in erheblichem Umfang bestehende Standorte anmieten. Crown Castle stieg nach der Meldung zeitweise rund 7 %, SBA 6 % und American Tower 5 %. </p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans. A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
09-Okt. 09:11
Guten Morgen aus der Redaktion: SpaceX schockt Dt. Telekom und bei Apple gibt es Fragezeichen
<p>Wall Street verlor am Donnerstag erneut an Boden. Der S&P 500 gab 0,47 % auf 7.765 Punkte nach, der Nasdaq 1,25 %, der Dow gewann 0,1 %. Nvidia verlor 2,9 %, Broadcom 4,3 % und Micron 4,8 %. Gleichwohl: Die erfolgreiche Auktion 30-jähriger US-Staatsanleihen über 22 Mrd. Dollar sorgte für Entlastung am Bondmarkt.</p> <p>Dem folgen heute Morgen Erholungsansätze in den Futures in Form moderater Rotationstendenzen Richtung Old Economy bei überverkaufter technischer Marktlage.</p> <p>Die Schwäche der KI-Aktien hatte einen konkreten Auslöser. Laut Financial Times liegt der annualisierte Umsatz von OpenAI bei rund 50 Mrd. Dollar, bislang waren 70 Mrd. Dollar signalisiert worden. Allerdings beruhen die Angaben auf unterschiedlichen Berechnungsmethoden, was ich nicht so hoch hänge. </p> <p>Nachbörslich sorgt SpaceX für Aufregung. Der Konzern übernimmt zusätzliche Mobilfunkfrequenzen und plant einen eigenen US-Mobilfunkdienst. AT&T, Verizon und T-Mobile verloren nachbörslich deutlich. Auch die Dt. Telekom rutscht ab und bleibt im Abwärtstrend gefangen (s. Chart). Die Mischung aus hohen Zinsen und dem SpaceX-Thema deckeln den Sektor bereits seit einiger Zeit. Daran dürfte sich so schnell auch nichts ändern. Allerdings stelle ich die Umsetzung durch SpaceX mindestens in Frage. Die Taxen für die nötigen Investitionen, nur um in ländlichen Gegenden in den USA konkurrenzfähig zu werden liegen um 130 Mrd. $. </p> <p>Laut Nikkei hat Apple die Komponentenbestellungen für das iPhone 18 Pro und Pro Max im Oktober um mindestens 15 % reduziert, einzelne Aufträge sollen sogar 15 bis 20 % niedriger liegen. Hintergrund sind stark gestiegene Speicherpreise, die Apple zu höheren Verkaufspreisen gezwungen haben und nun offenbar die Nachfrage bremsen. Das träfe vor allem Apple-Zulieferer mit hoher Kundenabhängigkeit. Cirrus Logic erzielt rund 91 % seines Umsatzes mit Apple, bei Skyworks sind es rund 67 %.</p> <p>Humana gewann nachbörslich zeitweise rund 13 %, nachdem wichtige staatliche Qualitätsbewertungen verbessert wurden. </p> <p>Aus Deutschland: Westwing kündigte nach Xetra-Schluss einen Aktienrückkauf über bis zu 640.000 Aktien beziehungsweise 3,26 % des Grundkapitals an. Das maximale Volumen beträgt 10 Mio. Euro. Auch die zerschossene Porr nutzt die tiefen Kurse für einen Aktienrückkauf.</p> <p>Sehr tiefe Kurse gibt es auch bei FlatexDegiro. Chance? Wir ordnen das heute in der Bernecker-daily ein. Hier geht es zum Einzelabruf: <a href="https://boersenkiosk.de/Kauf-Bernecker-daily-vom-09.10.2026/BK">https://boersenkiosk.de/Kauf-Bernecker-daily-vom-09.10.2026/BK</a></p> <p>Ein schönes Wochenende</p> <p>Ihr Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
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Volker Schulz
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