TB-Daily: Wo Chaos herrscht, entstehen neue Gewinnmargen - Wie Sie von der Irankrise profitieren können
26-März 09:19
<p style="text-align: justify;">Wir erleben gerade den gefährlichsten Moment der „Operation Epic Fury“: Trumps fünf Tage dauernde Feuerpause für die Energieinfrastruktur ist fast abgelaufen. Die faktische Schließung der Straße von Hormus infolge des Irankriegs hat die wichtigste Versorgungsroute für Rohöl und Kraftstoffe gekappt. Und selbst wenn es zu eine Deal kommt ist eine normale Versorgung mit Bunkeröl eine Sache von 6 bis 8 Monaten.</p>
<p style="text-align: justify;">Während die Weltöffentlichkeit meist auf Benzinpreise an der Tankstelle starrt, spielt sich auf den Weltmeeren ein weitaus gefährlicheres Drama ab. Da rund 80 % aller Waren weltweit per Schiff transportiert werden, geraten die weltweiten Lieferketten mit steigenden Preisen ins Stocken. </p>
<p style="text-align: justify;">Für Anleger gilt jedoch das eiserne Gesetz: Wo Chaos herrscht, entstehen neue Gewinnmargen. Wir haben für Sie analysiert, welche Unternehmen aus dieser Versorgungskrise als Gewinner hervorgehen und haben eine Spekulation auf den Top-Kandidaten gestartet, der Sie über <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">diesen Link </a>folgen können. </p>
Ölservice-Sektor - Superzyklus im Stil der 70er?
26-März 09:02
<p>Der globale Ölservicedienstleistungssektor steht gemäß Bernstein vor einem „Superzyklus im Stil der 1970er Jahre“.</p>
<p>Die Analysten, darunter Guillaume Delaby, sagen, dass es bereits vor der Iran-Krise einen zunehmend optimistischen Ausblick für Ölservicedienstleistungen gab, und erwarten, dass alle abgedeckten Unternehmen – entweder direkt oder indirekt – von diesem potenziellen neuen Ausblick profitieren werden.<br />Kurzfristige Gewinner sind wahrscheinlich jene mit sowohl geringem Engagement im Nahen Osten als auch hohem Engagement in Nordamerika, wie Tenaris, Vallourec, Viridien und SLB. Eine potenzielle Senkung der Prognose von Technip Energies für das Geschäftsjahr 2026 „könnte paradoxerweise auch ein Katalysator sein“, wie es kürzlich bei SLB der Fall war, als das Unternehmen seine Prognose für das erste Quartal 2026 reduzierte.</p>
<p>Für mich nachvollziehbar ist: Der Konflikt im Golf rüttelt wach- unabhängig von dessen Ausgang. Die Investionstätigkeit in Gas- und Ölprojekte außerhalb der Golfzone dürfte massiv forciert werden. Das passt zu unserer Empfehlung aus AK 04/26 Anfang Februar: VanEck Oil Services-ETF (ISIN: IE000NXF88S1)<br /><br /></p>
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Verbraucher-Stimmung überrascht nicht!
26-März 08:54
<p>Für April haben das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) und die GfK einen gesunkenen Konsumklima-Index ermittelt: Abwärts ging es gegenüber dem Vormonat um 3,2 auf nun -28 Zähler. Bei Anschaffungs- und Sparneigung sind zwar noch keine starken Effekte auszumachen, bei den Konjunktur- und Einkommenserwartungen aber sehr wohl. Denn hier entfalten Inflationsängste Wirkung, erst recht, da 60 % der Deutschen laut einer parallel durchgeführten Studie des NIM davon ausgehe: Die Preise für Öl, Gas und Benzin bleiben dauerhaft teuer.</p>
<p>Annerose Winkler</p>
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Guten Morgen
26-März 08:31
<p>Ständig unterschiedliche und widersprüchliche Botschaften zur Lage im Iran bieten nach der Zwischenerholung Orientierungslosigkeit. Wir sind uns sicher, dass hinter den Türen die Gespräche komplett anders verlaufen, als es nach außen medial kommuniziert wird. Natürlich haben auch wir nicht die Glaskugel. Mit den „einlaufenden“ Marines wird sich der Druck auf den Iran nochmals erhöhen. Dann sehen wir weiter. Käme es zu einem Versuch, die Insel Kharg oder Küstengebiete um die Straße von Hormuz einzunehmen oder die Öl- und Gasinfrastruktur des Irans zu zerstören, sind neue Tiefs in den Indizes fällig. Heute starten die Indizes wieder schwächer in den Tag. Die asiatischen Börsen legten vor. Einzelne Nadelstiche sind erlaubt, ansonsten Pulver trocken halten. </p>
FB-Empfehlung hat sich als größter Goldproduzent Westafrikas etabliert
26-März 07:03
<p>Die jüngsten Zahlen für 2025 unterstreichen die operative Stärke: Bei einem Umsatz von 4,23 Mrd. $ erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 889 Mio. $ sowie einen freien Cashflow von starken 1,13 Mrd. $. Diese solide Cash-Generierung bildet die Grundlage für konsequenten Schuldenabbau und attraktive Kapitalrückführungen an die Aktionäre von Endeavour Mining.</p>
<p>Auch der Ausblick ist konstruktiv. Für 2026 plant Endeavour eine Goldproduktion von 1,09 bis 1,27 Mio. Unzen bei All-in Sustaining Costs (AISC) von 1.600 bis 1.800 $ je Unze. Trotz steigender Kosten bleibt die Profitabilität damit hoch, insbesondere vor dem Hintergrund weiterhin hoher Goldpreise. Parallel setzt das Management verstärkt auf Shareholder Returns: Neben einer Mindestdividende von 300 Mio. $ sind über die kommenden drei Jahre zusätzliche Ausschüttungen von mehr als 1 Mrd. $ vorgesehen. Damit fließen in den nächsten 3 Jahren ca. 15 % zurück an die Aktionäre.</p>
<p>Bewertungsseitig handelt die Aktie mit einem KGV von 8 und 7 per 2026/2027 weiterhin mit einem Abschlag gegenüber globalen Wettbewerbern, was primär auf die regionale Exponierung in Westafrika zurückzuführen ist. Die hohe Cashflow-Qualität, robuste Margen und eine disziplinierte Kapitalverwendung sprechen klar für die laufende Empfehlung. Die Korrektur von in der Spitze 30 % vom hoch bietet Neueinsteigern eine Chance. </p>
Agnico Eagle ist der profitabelste Major
26-März 07:00
<p>Agnico Eagle Mines (AEM) ist einer der profitabelsen Goldproduzenten. 2025 schaffte man neue Rekorde bei Cashflow, Reserven und operativer Effizienz, wobei die günstigen All-in Sustaining Cost (AISC) von lediglich 1.339 $ je Unze Branchenspitze sind. Da AEM auf Hedging weitgehend verzichtet, profitiert man unmittelbar von steigenden Goldpreisen. Operativ stellt man für die kommenden Jahre stabile Produktionsvolumina bei branchenführenden Kosten in Aussicht. Für 2026 werden 3,3 bis 3,5 Mio. Unzen bei AISC von 1.400 bis 1.550 $ erwartet. </p>
<p>Zudem verfügt Agnico über eine attraktive Wachstumspipeline: Mehrere Projekte mit Produktionsstart ab 2030 versprechen zusätzliches, qualitativ hochwertiges Volumen. Insgesamt sieht sich das Unternehmen in der stärksten Position seiner Geschichte – mit organischem Wachstumspotenzial von 20 bis 30 % im kommenden Jahrzehnt. </p>
<p>Die aktuelle Bewertung mit KGV 12 (2026e) spiegelt die Wachstumsaussichten für den führenden Low-Cost-Goldproduzenten nicht adäquat wider. Zumal 2026 bei aktuellen Goldnotierungen mit gut 6 Mrd. $ ein neuer Bestwert beim Free-Cashflow zu erwarten ist. Wir raten nach dem Rücklsetzr zu einer ersten strategischen Position sofort und weiteren Limitkäufen im Bereich der 200-Tagelinie um 165/170 $.</p>
Goldminen so günstig wie lange nicht - jetzt wieder einsteigen?
26-März 06:57
<p>Gold gilt traditionell als „sicherer Hafen“ in Zeiten geopolitischer Unsicherheit – doch ein genauer Blick auf die Kursverläufe zeigt: Die Realität ist differenzierter. Zwar reagiert der Goldpreis regelmäßig mit kräftigen Ausschlägen auf militärische Eskalationen, doch die Nachhaltigkeit dieser Bewegungen ist begrenzt und stark von makroökonomischen Faktoren abhängig.</p>
<p>Typisches Muster: Erst Flucht, dann Normalisierung. Nach den jüngsten Angriffen der USA und Israels auf Iran sprang der Goldpreis kurzfristig auf rund 5.400 $ je Unze, bevor er sich im Bereich von 5.000 bis 5.300 $ stabilisierte. Dieses Verhalten entspricht historischen Mustern, ebenso wie die jüngste Korrektur um etwa ein Viertel vom Hoch gerechnet. In der Dimension ist die Korrektur im laufenden Bullenmarkt stärker als üblich, im Schnitt etwa 10%-Punkte. Das ist allerdings im Kontext des starken Kursanstiegs seit September 2025 mit der Dynamisierung im laufenden Jahr zu sehen. Es ist auch nicht ganz auszuschließen, dass es Zwangsliquidationen gegeben hat, da sämtliche Assetklassen abverkauft wurden. Sprich. Kurzfristig hat der Dollar Gold als „safe heaven“ abgelöst.</p>
<p>Die Positionierung institutioneller Investoren liefert derzeit ein gemischtes Bild. ETF-Investoren reduzierten ihre Bestände Anfang März leicht, zeigen zuletzt jedoch wieder Stabilität. Übergeordnet bleiben sie auf Jahressicht klare Nettokäufer. Parallel dazu haben Hedgefonds ihre Netto-Long-Positionen moderat ausgebaut – ein Hinweis auf vorsichtigen Optimismus. Auch Zentralbanken bleiben ein entscheidender Nachfragefaktor: Trotz rückläufiger Käufe gegenüber den Vorjahren akkumulieren sie weiterhin signifikante Mengen. Beispielhaft steht Polen, das zuletzt rund 20 Tonnen Gold erwarb. Aufgrund der gefallenen Preise ist davon auszugehen, dass die Notenbanken wieder verstärkt aktiv werden in den nächsten Wochen.</p>
<p>Gold reagiert weniger auf Krieg als auf monetäre Rahmenbedingungen. Historisch schützt das Edelmetall primär vor Währungsabwertung, steigenden Staatsdefiziten und wirtschaftlicher Schwäche – nicht vor militärischen Ereignissen per se. Genau hier liegt der strukturelle Treiber für die kommenden Jahre. Die Kombination aus weiter steigender US-Staatsverschuldung, schwindendem Vertrauen in US-Staatsanleihen, zunehmender geopolitischer Fragmentierung und fortschreitenden De-Dollarisierungstendenzen stützen den Goldpreis fundamental. Beim Thema Verschuldung satteln hat US-Präsident Trump den Kongress um weitere 200 Mrd. $ zusätzlich gebeten. In Deutschland werden die Sonderschulden zweckentfremdet und verkonsumiert. Hinzu kommt die Gefahr einer sich abschwächenden Wirtschaft in Kombination mit steigender Inflation durch möglicherweise länger hohen Ölpreise. Die Zentralbankreserven in Gold sind per Ende 2025 auf etwa 28 % gekletter. Wenn eine ausgewogenen Quote von 50 % zu Lasten von Devisenreserven (insbesondere Dollar) erreicht werden soll, wird das perspektivisch zu Goldnotierungen von etwa 8.000 $ führen. Insgesamt ist das weiterhin ein Umfeld, in dem Gold in Hausselaune bleiben sollte. Gold bleibt ein strategisches Absicherungsinstrument – allerdings weniger gegen Krieg als gegen monetäre Instabilität, welche insbesondere vor dem Hintergrund der Verwerfungen im Private Credit Sektor zusätzlich in Frage steht. </p>
<p>Die Goldminen-Aktien hat es in diesem Umfeld zuletzt ebenfalls stark erwischt. Mit der Folge, dass der Sektor so günstig ist wie lange nicht. Das Sektor KGV ist gemessen am NYSE Arca Gold Miners Index nahe an die historischen Tiefs gefallen und damit auf das Niveau, von dem 2025 die Goldrallye ihren Ursprung nahm. (siehe Chart). Damit ist der Sektor einen genauen Blick wert. In der Breite lässt sich die Branche ideal per ETF abbilden. Die beiden größten mit jeweils deutlich über 3 Mrd. € Fondsvolumen sind der iShares Gold Producers ETF (ISIN: IE00B6R52036; akt. Kurs: 34,91 €) und der VanEck Gold Miners ETF (ISIN: IE00BQQP9F84; akt. Kurs: 85,03 €) mit Gesamtkosten von 0,55 % bzw. 0,53 %. Die beiden unterscheiden sich marginal bei der Zusammensetzung. Beide bieten sich als Einprodukt-Option auf den Goldminensektor an.</p>
Hausse bei optischen Speichern - Marvell mit Signal
25-März 16:59
<p>MARVELL TECHNOLOGY (ISIN: US5738741041; 93,30 $) ist wieder im Rennen, schrieb ich in der Ausgabe des Aktionärsbriefes vom 11. März. Marvell widerlegt Gerüchte um einen Verlust von Amazon als Großkunden und hebt die Prognose für das Fiskaljahr 2027 auf fast 11 Mrd. $ Umsatz an. Für 2028 werden sogar 15 Mrd. $ angestrebt, was die Erwartungen deutlich übertrifft. Das Datacenter-Segment soll um 40 % wachsen, getrieben durch ein Plus von 50 % im Interconnect-Bereich. Dank operativer Hebelwirkung wird ein überproportionaler Gewinnanstieg erwartet, wobei das Q1-Ziel mit 0,79 $ je Aktie deutlich über Konsens liegt. KGV 24,7 für das GJ 26/27 sind akzeptabel. Ziel 125 $. (VS) Neu:</p>
<p>Jetzt gibt es heute den Ausbruch aus einer Art Dreiecksformation. Hintergrund: In Kooperation mit Lumentum zeigte Marvell auf der Optical Fiber Communications Conference in Los Angeles die Integration von 1.6T DSPs (Digital Signal Processors) mit optischen Schaltern (Optical Circuit Switching). Ziel ist es, die Latenz und den Energieverbrauch in massiven KI-Clustern drastisch zu senken. Der gesamte optische Speichersektor haussiert somit weiter. Coherent, Lumentum, Corning und eben Marvell bleiben somit im Rally-Modus. </p>
INDUS blickt mit vorsichtigem Optimismus nach vorn
25-März 16:45
<p>2025 legte der Umsatz leicht auf 1,74 Mrd. € zu, während das bereinigte operative Ergebnis auf 147,8 Mio. € sank. Der Nettogewinn stieg vor allem dank einer niedrigeren Steuerquote um 27,6 % auf 69,8 Mio. €. Positiv ist vor allem der um 11 % auf 705,9 Mio. € gestiegene Auftragsbestand. Für 2026 stellt Indus einen Umsatz von 1,80 bis 1,95 Mrd. € sowie ein bereinigtes EBITA von 150 bis 170 Mio. € und eine operative Marge von 7,5 bis 9,5 % in Aussicht, was in etwa den Markterwartungen entspricht. Die Prognose steht allerdings unter dem Vorbehalt stabiler Lieferketten und ausbleibender neuer Preisschübe bei Energie und Vormaterialien. Mit einem KGV von unter 10 und einer Dividendenrendite von 4,2 % dennoch eine solide Aktie für stürmische Börsenzeiten. </p>
<p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="http://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 13.</p>
<p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p>
<p>- Deal or No Deal - Steuert der Iran-Krieg dem Ende zu?</p>
<p>- Goldminen-Aktien nun wieder interessant</p>
<p>- BE SEMICONDUCTOR rückt in den Fokus</p>
<p>- HOST HOTELS & RESORTS - volle Häuser, volle Kasse?</p>
<p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
Ist der DAX günstig?
25-März 15:48
<p>Formulieren wir es so - er ist nicht super teuer, aber gemessen an seiner 20jährigen Gewinnbewertung auch kein Schnäppchen. Das durchschnittliche DAX-KGV (12-Monats-FWD-KGV) der letzten 20 Jahre lag im Schnitt bei 12,5. Aktuelle um 14,5 (Grafik von 23.03.). Echtes Potenzial im DAX muss aslo von einer guten Gewinndynamik getragen werden. Eine Bewertungsexpansion dürfte zunehmend schwerer fallen. </p>