<p style="text-align: justify;">während die Aufmerksamkeit der Anleger monatelang bei KI und Halbleitern lag, hat sich in einem der zyklischsten Bereiche der deutschen Industrie eine bemerkenswerte Wende vollzogen: Der Nutzfahrzeug-Zyklus dreht. Der Auslöser ist zweistufig. Erstens die anstehende US-Umweltnorm EPA 2027, die ab dem Modelljahr 2027 die Kosten schwerer Lkw pro Einheit um mehrere zehntausend Dollar erhöhen wird. Die Folge ist die klassische Vorziehnachfrage: US-Flottenbetreiber ordern jetzt, um die alte Preisstruktur zu sichern. Zweitens die überalterten Flotten in Europa und Nordamerika. Nach zwei mageren Jahren erreicht das Durchschnittsalter der Trucks Werte, die einen Ersatzzyklus erzwingen.</p> <p style="text-align: justify;">Die Q2-Berichte der beiden europäischen Champions haben diese These bereits bestätigt. Wir positionieren uns diese Woche gestaffelt bei diesen Unternehmen. Wer mitmachen möchte kann unseren Empfehlungen in der Termin Börse daily folgen, das geht auch im EInzelabruf (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER)</a>.</p>
03-Aug. 08:57
Guten Morgen aus der Redaktion - Depotwert Prysmian mit strategischem Winkelzug und Druck auf den Yen
<p><strong>Die Hoffnung auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und Iran sorgt zum Wochenstart für Erleichterung an den Märkten.</strong> US-Präsident Donald Trump kündigte neue Gespräche ab Montag an und sagte einen geplanten Großangriff auf Iran vorerst ab. Mehrere Verbündete im Nahen Osten, darunter Saudi-Arabien, hatten auf eine diplomatische Lösung gedrängt. Im Mittelpunkt steht eine mögliche Wiederöffnung der Straße von Hormus. Brent-Öl für Oktober fiel zeitweise um 7,3 % auf 81,55 Dollar.</p> <p><strong>Der sinkende Ölpreis dämpft die Inflationssorgen und stützt den US-Anleihemarkt. </strong>Die Rendite zehnjähriger Treasuries sank um vier Basispunkte auf 4,69 %, nachdem sie in der vergangenen Woche den höchsten Stand seit Januar 2025 erreicht hatte. Gold legte leicht auf rund 4.064 Dollar je Unze zu.</p> <p><strong>Die Futures auf den S&P 500 stiegen um 0,6 %, der Nasdaq 100 wird 0,8 % höher erwartet.</strong> Auch der Euro Stoxx 50 deutet ein Plus von 0,8 % an. Der DAX kratzt bis auf 20 Punkte am Allzeithoch und steht vor dem nächsten Break. In Asien überwogen dagegen die Verluste. Der Kospi fiel nach seinem Rekordanstieg von 18 % am Freitag um mehr als 5 %. Samsung Electronics und SK Hynix verloren jeweils rund 8 %, der regionale Halbleiterindex gab um 1,5 % nach.In Europa und den USA wurde diese Beweung aber schon am Freitag nachbörslich eingepreist.</p> <p><strong>Am Devisenmarkt verlor der Yen gegen den Dollar in wenigen Tagen über 5 % an Wert.</strong> Hintergrund sind die ersten Interventionen beider Notenbanken im mittleren zweistelligen USD-Milliardenbereich seit 2011. Hinter der US-Unterstützung stehen eigene wirtschaftliche Interessen. Japan ist der größte ausländische Besitzer von US-Staatsanleihen. Müsste Tokio Treasuries verkaufen, um weitere Yen-Käufe zu finanzieren, könnten die ohnehin hohen US-Renditen zusätzlich steigen. (s. Grafik unten).</p> <p><strong>Alibaba gewann in Hongkong 6,5 % nach der Vorstellung eines neuen KI-Modells.</strong> DeepSeek veröffentlichte eine öffentliche Testversion der API für sein Modell V4 Flash. Der Yen stieg zeitweise um 1,4 % und notierte zuletzt bei 156,43 je Dollar. Japan bestätigte einen koordinierten Yen-Kauf mit dem US-Finanzministerium am 31. Juli. Beide Länder signalisierten weitere Interventionen bei ungeordneten Kursbewegungen. Bitcoin verlor 1,1 % auf rund 62.736 Dollar, Ether gab 1,3 % nach.</p> <p><strong>Unsere Depotwert Prysmian im Aktionärsbrief sorgt für den Paukenschlag und übernimmt den US-Elektroausrüster Atkore für 95 $ je Aktie in bar und bewertet das Unternehmen mit rund 3,8 Mrd. $.</strong> Der Kaufpreis liegt etwa 30 % über dem Schlusskurs vom 31. Juli. Mit Atkore stärkt Prysmian seine Position im US-Markt für Elektrifizierung, Stromnetze und Rechenzentren und setzt die Expansion nach den Zukäufen von Encore Wire und Channell Commercial fort. Der Deal folgt auf eine strategische Überprüfung bei Atkore, die auch unter dem Druck des aktivistischen Investors Irenic Capital eingeleitet worden war. Die Übernahme passt hervorragend zu Prysmian. Atkore produziert keine konkurrierenden Kabel, sondern liefert die unmittelbar angrenzenden Systeme - also Schutzrohre, Kabeltrassen, Befestigungen und Installationslösungen. Damit steigt die Breite der Wertschöpfung. </p> <p>Sie möchte jeden Morgen frisch die wichtigsten News auf dem Tisch haben. Wir empfehlen die kostenlose Bernecker App. Hier gehts zum Download: <a href="https://www.bernecker.info/app">https://www.bernecker.info/app</a></p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe </p> <p> </p> <p> </p>
<p style="text-align: center;"><strong>1)</strong><strong> Ist der Rücksetzer bei TKMS kaufenswert?</strong></p> <p>Technische Rücksetzer gehören bei TKMS zum langen Trend. Das lässt sich nicht anders darstellen: Der Aufbau des U-Boot-Geschäfts in der Größenordnung und auf der Zeitachse verlangt eine sehr weitsichtige Betrachtung. Dem steht der aktuell noch bescheidene Marktwert von rd. 5,2 Mrd. € gegenüber. Wertperspektiven bis 10 Mrd. € lassen sich mithin rechnen, jedoch mit einer Laufzeit von mindestens vier bis fünf Jahren.</p> <p style="text-align: center;"><strong>2) Hat der DAX sein Jahreshoch bereits gesehen?</strong></p> <p>Die DAX-Ziele per Jahresende reichen bis in die Regionen von knapp 30.000. Das wären knapp 20 % ab jetzt. Die Voraussetzung dafür ist die politische Wende, wie vielfach begründet. Die bisherigen Programme der Koalition reichen dafür noch nicht aus. Entscheidend ist der Meinungswechsel in Deutschland über eine notwendige neue Regierung mit klarem bürgerlichen Akzent, wie auch immer eine solche Regierung zustande kommt. Das ist eine höchst spekulative Erwartung, aber realistisch. Entscheidend dafür ist die Einschätzung sowohl der Privatwirtschaft als auch der Konsumenten, was eine neue Regierung für wirklich neue Perspektiven bedeutet. Bitte beachten Sie auch die aktuelle <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a>. </p> <p style="text-align: center;"><strong>3) Wie bewerten Sie den Anstieg der 10-jährigen US-Zinsen über die kritische Marke von 4,5 %?</strong></p> <p>In allen Industriestaaten der Welt steigen die Schulden stärker als die bisherigen Erwartungen reichten. Dazu gehört ein ebenfalls steigender Zinstrend am langen Ende, also bei 10- oder 30-jährigen Bonds in den USA oder 10-Jahreslaufzeiten in Deutschland. Es entsteht keine massive Bondschwäche, aber permanent weiche Anleihekurse als Spiegelbild steigender Renditen. Damit können alle Industrieländer leben, wenn ihre jeweilige Wirtschaftspolitik ausreicht, die Wachstumsrate für das BIP kontinuierlich anzuheben oder stabil zu halten. Für die USA reichen dafür Größenordnungen zwischen 3,5 und 4 %. Umgekehrt: 4,5 % Rendite für Treasuries enthalten noch keine akute Gefahr, weder für das Land insgesamt noch für die Wall Street. </p>
<p><strong>Was den reinen Börsenwert angeht:</strong> VIRGIN GALACTIC (aktuell ca. 343 Mio. $) ist deutlich kleiner als SPACE EXPLORATION TECHNOLOGIES (1,47 Bio. $). Vergleichen wir die Höchstbewertungen, so hatte SPACEX mit ca. 2,97 Bio. $ die etwa 280-fache Marktkapitalisierung von VIRGIN am Apex (Scheitelpunkt) von ca. 10,5 Mrd. $ im Jahr 2021.</p> <p><strong>Im Hinblick auf die Bedeutung:</strong> VIRGIN GALACTIC hat wichtige Beiträge zum Weltraumtourismus und zu suborbitalen Flügen geleistet. Das neu entwickelte Delta-Class SpaceShip soll ab Ende 2026 / Anfang 2027 für VIRGIN in Dienst gestellt werden; einen Sitzplatz bei den geplanten „Missionen“ will man für 750.000 $ verkaufen. Mit höherer Frequenz von Flügen wird die Profitabilität angestrebt. Das Geschäftsmodell bleibt somit „touristisch orientiert“. SPACEX hingegen ist in anderen Sphären unterwegs und erreicht tiefere Dimensionen. Z. B. mit Dienstflügen für die Nasa, realistischen Operationen Richtung Mond, irgendwann zum Mars, oder auch mit Datencentern im Orbit.</p> <p><strong>Die Zahlen zum Q2 wird VIRGIN GALACTIC am 12. August nach Börsenschluss zeigen.</strong> Der eine oder andere spekuliert schon auf einen Neustart der Aktie: + 4,5 % am Donnerstag! </p> <p><strong>Im Geschäftsjahr 2025 hatte VIRGIN GALACTIC 2 Mio. $ Umsatz ausgewiesen (2024: 7 Mio. $).</strong> Parallel wurde das Defizit von 347 auf 249 Mio. $ reduziert. Die Situation beim Free Cashflow besserte sich leicht (von – 475 auf – 438 Mio. $). Da aber die Pause im touristischen Flugbetrieb aktuell noch nicht beendet wurde, können die Quartalszahlen Mitte August kaum einen neuen Schub auslösen.</p> <p><strong>Die VIRGIN-Aktie war in diesem Jahr trotzdem der Hammer, weil sie im Hype zum IPO von SPACEX mitflog:</strong> Wer VIRGIN im März am Tiefpunkt bei 2,13 $ erwischte, konnte bis Anfang Juni zum Jahreshoch 8,90 $ mitfliegen. Eine Vervierfachung und somit wohl das bestmögliche Begleitgeschäft (für Amateure) im Raumfahrt-Börsenboom 2026 - rechtzeitiges Abstoßen der Position vorausgesetzt. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info/boersenbriefe">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir richten unseren Blick zunächst auf die dritte große Weltbörsenregion: Asien. Während Europa und die USA in den vergangenen zwei Jahren mit Rekordmarken die Schlagzeilen dominiert haben, verharrten die großen chinesischen Technologiewerte in einer Konsolidierungsphase. Für uns ergibt sich damit eine seltene Gelegenheit: Einige der größten Technologieunternehmen der Welt werden derzeit mit einem strukturellen Bewertungsabschlag von 40 bis 50 % gegenüber ihren US-Pendants gehandelt, obwohl sich ihre operativen Kennzahlen in weiten Teilen der Sprünge amerikanischer Konkurrenten annähern. Wir haben den Markt nach Kandidaten durchsucht und zwei für Sie in der <a href="https://www.bernecker.info/termin-boerse">Termin Börse</a> vorgestellt. </p> <p style="text-align: justify;">Doch auch in Europa gibt es Bewertungsanomalien, die Chancen bergen unzwar die deutsche zweite Reihe. Während der DAX 2026 neue Rekordmarken markierte und die MDAX-Konzerne von institutioneller Nachfrage getragen wurden, hat der SDAX-Tech-Sektor eine der brutalsten Konsolidierungsphasen der jüngeren Börsengeschichte hinter sich. Auch wenn die Ursache gut dokumentiert ist, scheint der Absturz überzogen. Damit ergeben sich für uns Chancen, die Sie in der Termin Börse nachlesen können. </p> <p style="text-align: justify;">Nur einmal in der Woche ordern, aber profitieren wie die Großen. Das ist die Termin-Börse aus dem Hause Bernecker. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, das Risiko spekuliert immer mit! Deshalb hat bei uns jeder Einstieg mehrere Kauflimits, immer einen Stop und meistens eine heiße Story. Das geht per Abo oder auch im Einzelabruf (<a href="https://www.bernecker.info/termin-boerse">KLICK HIER</a>). <br /> </p>
31-Juli 13:30
BÖRSENKOMPASS-PORTFOLIO: Eine FED Sitzung, zwei ausgelöste Absicherungen , 3 Stops und eine Flut an Quartalszahlen
<p style="text-align: justify;">Wir führen momentan 34 Positionen in unserer Empfehlungsliste und der durchschnittliche Buchgewinn liegt bei 52%. In dieser Woche wurden uns zwei Aktien ausgestoppt, wir haben zwei Analysen veröffentlicht, die FED Sitzung und die Marktreaktionen darauf eingeordnet und eine Flut an Unternehmensergebnissen bewertet. Heute ziehen wir noch einen ersten Stop bei einem deutschen Wert aus der zweiten Reihe ein und heben bei zwei ETFs die Stops an. Betroffen sind unter anderem PayPal, Seagate, Uber, Microsoft, Meta, Palo Alto, Qualcomm, SK Hynix, Samsung, Puma, Adidas und Arm Holdings. Lesen Sie die Details in unserem heutigen Stop&Go.</p> <p style="text-align: justify;">Was für eine ereignisreiche Woche. Die Fed-Sitzung und die zahlreichen Unternehmensergebnisse waren die Highlights der Aufmerksamkeit. Wir haben aber auch zwei Positionen über Stop-Loss Absicherung verloren. Das ist angesichts der Volatilität an den Börsen ein sehr ein gutes Ergebnis. Sollten auch Sie unglücklich ausgestoppt worden sein, grämen Sie sich nicht: Wir fahnden nach den nächsten Chancen, mitunter sogar in Werten, bei denen wir ausgestoppt wurden.</p> <p style="text-align: justify;">Gestartet sind wir mit einer Analyse zu der neuen Sicherheitsdebatte um KI-Anwendungen: Wir haben uns angeschaut wo die Bedenken her kommen und wie ernst sie zu nehmen sind. Außerdem haben wir Ihnen einen möglichen Profiteur der zunehmenden Sorgen vorgestellt. Den ganzen Artikel finden Sie <a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analyse-ki-modelle-sicherheit-us-anbieter-sind-teuer-wird-ki-aus-china-jetzt-verboten_H1890602001_6799634/">hier</a>.</p> <p style="text-align: justify;">Das war ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass. Regelmäßig freitags gegen Mittag fassen wir im <a href="https://v.finanzen100.de/berneckerboersenkompass/">Stop&Go Artikel</a> die Veränderungen in unserer Empfehlungsliste und die wichtigsten Inhalte der Woche zusammen. Das können Sie auch ohne Abo lesen, bei unserem Partner Finanzen100. Einen vollständigen Überblick können Sie sich in unserer <a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/">Artikelübersicht</a> verschaffen. Wenn Sie unsere Inhalte interessant finden und mehr davon lesen möchten, können Sie uns einen <a href="https://v.finanzen100.de/berneckerboersenkompass/">ganzen Monat kostenlos testen</a>. Das Probeabo können Sie in den ersten 30 Tagen mit einer e-Mail an <a href="mailto:kundenservice@finanzen100.de">kundenservice@finanzen100.de</a> wieder beenden. Wir sind überzeugt, dass Sie bleiben werden. Probieren Sie es kostenlos aus! </p> <p style="text-align: justify;"> </p>
<p>Vor den Quartalszahlen am 12. August erwarten die Analysten von Jefferies ein insgesamt solides zweites Quartal bei E.ON. Der bereinigte Nettogewinn dürfte bei rund 614 Mio. Euro liegen und damit etwa 23 % der Prognose für das Gesamtjahr ausmachen. Für das erste Halbjahr ergibt sich damit ein Nettogewinn von rund 2 Mrd. Euro, was bereits rund 70 % der Unternehmensprognose von 2,7 bis 2,9 Mrd. Euro für 2026 entspricht.</p> <p>Treiber der Entwicklung bleibt das Geschäft mit Energienetzen und Infrastruktur (EIS). Hier wird ein EBITDA-Anstieg von rund 10 % auf 134 Mio. Euro erwartet, gestützt durch höhere Investitionen in den Netzausbau. Im Netzgeschäft rechnen Analysten dagegen mit einem leichten EBITDA-Rückgang von 2 %, der vor allem auf regulatorische Verschiebungen zurückzuführen ist und keine fundamentale Abschwächung widerspiegelt.</p> <p>Das Vertriebsgeschäft (Retail) dürfte operativ weitgehend stabil bleiben. Effizienzsteigerungen gleichen die Entkonsolidierung der NEW AG weitgehend aus, während sich die außergewöhnlich starke Entwicklung im deutschen Privatkundengeschäft des ersten Quartals infolge auslaufender temporärer Preiseffekte normalisieren dürfte.</p> <p>Für das erste Halbjahr wird ein EBITDA von rund 5,5 Mrd. Euro erwartet, was bereits 58 % der Jahresprognose entspricht. Die Nettoverschuldung dürfte leicht auf etwa 47,5 Mrd. Euro steigen. Insgesamt rechnen Analysten mit einem Quartal im Rahmen der Erwartungen und sehen derzeit keinen Anlass, ihre Prognosen für das Gesamtjahr 2026 anzupassen.<br /> <br /> <br /> </p>
<p>Siemens Healthineers hat im dritten Quartal 2026 die Erwartungen beim organischen Umsatzwachstum leicht verfehlt. Das vergleichbare Umsatzwachstum lag bei 2,8 % nach erwarteten 3,4 %. Belastend wirkten erneut das Diagnostikgeschäft in China mit einem Umsatzrückgang von 5,5 % sowie das Imaging-Segment, das aufgrund anspruchsvoller Vorjahresvergleiche und projektbedingter Umsatzverschiebungen ins vierte Quartal lediglich um 2,3 % zulegte. Positiv entwickelte sich dagegen Precision Therapy mit einem Wachstum von 9,2 %.</p> <p>Ein deutliches Ausrufezeichen setzte der Auftragseingang. Das Book-to-Bill-Verhältnis sprang auf starke 1,27 und signalisiert ein Auftragswachstum von rund 20 %. Unterstützt wurde dies unter anderem durch langfristige Partnerschaften mit der Cleveland Clinic und der Vanderbilt University. Damit dürfte sich der Auftragsbestand weiter dynamisch entwickeln.</p> <p>Auch auf der Ertragsseite überzeugte der Medizintechnikkonzern. Die bereinigte EBIT-Marge erreichte 15,4 % und lag damit leicht über den Markterwartungen. Besonders Precision Therapy entwickelte sich profitabler als erwartet, während Imaging unter schwächeren Umsätzen und aktienbasierten Vergütungen litt.</p> <p>Für das Gesamtjahr senkte Siemens Healthineers allerdings den Ausblick für das organische Umsatzwachstum von 4,5–5,0 % auf 3,5–4,0 %. Hintergrund bleibt die anhaltende Schwäche im Diagnostikgeschäft in China. Gleichzeitig wurde die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie auf 2,35 bis 2,45 Euro angehoben (zuvor 2,20–2,30 Euro), wovon allerdings eine einmalige Zollerstattung profitiert.</p> <p>Der Blick richtet sich nun auf 2027. Das Management hält an den mittelfristigen Wachstumszielen von 5–7 % organischem Umsatzwachstum und einem zweistelligen EPS-Wachstum fest. Als mögliche Kurstreiber gelten eine Erholung des China-Geschäfts, eine mögliche Ausgliederung oder der Verkauf der Diagnostiksparte sowie die weiterhin starke Nachfrage nach bildgebender Medizintechnik. Nach einem Kursrückgang von rund 25 % seit Jahresbeginn erscheint die Bewertung mit etwa dem 15-fachen des erwarteten Gewinns 2027 zunehmend attraktiv. In AB 30/2026 haben wir die Aktie als Comeback-Wert zum Kauf empfohlen - mit der notwendigen Geduld. Dabei bleibt es nach dem Zahlenwerk ganz klar.</p> <p> </p>
<p>Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Befesa nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 47 Euro belassen. Der Industrierecycler habe solide Resultate erzielt, in den USA wüchsen die Volumina nun. Dem stimmen wir zu. Oberhalb von 37,50 € stünde dietechnische Befreiung an. </p>
<p>AXA hat solide geliefert, der positive Überraschungseffekt war jedoch gering. Folge nach dem guten Lauf ist heute rd. 0,5 % Kursminus angesagt.</p> <p>Der bereinigte Gewinn von 4,537 Mrd. Euro lag:</p> <p>1 % über dem Konsens, aber z.B. 5 % über der UBS-Schätzung.</p> <p>Der ausgewiesene Nettogewinn verfehlte den Konsens dagegen um 3 %. Ursache waren vor allem negative Währungseffekte, die sich in dieser Form voraussichtlich nicht wiederholen. Operativ ist diese Abweichung daher kaum problematisch.</p> <p>Besonders stark war das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft. Der bereinigte Gewinn von rund 2 Mrd. Euro lag 4 % über dem Konsens. Treiber waren eine höhere technische Marge, eine stärkere Auflösung der vertraglichen Servicemarge CSM und ein besseres Finanzergebnis.</p> <p>Auch die gruppenweite CSM lag 2 % über den Erwartungen. Diese Größe steht vereinfacht für künftig noch zu vereinnahmende Gewinne aus bestehenden Versicherungsverträgen und unterstützt damit die Gewinnperspektive der kommenden Jahre.</p> <p>Die Solvenzquote von 218 % übertraf den Konsens um drei Prozentpunkte. AXA verfügt damit weiterhin über einen deutlichen Kapitalpuffer.</p> <p>Die Schaden-Kosten-Quote von 90,1 % traf den Konsens. Ohne die Belastungen aus dem Nahostkonflikt hätte sie sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Die Konfliktschäden belasteten die Quote um 0,4 Prozentpunkte.</p> <p>Das Management bestätigt das mittelfristige Ziel eines jährlichen Wachstums des bereinigten Gewinns je Aktie von 6 bis 8 %. Für 2026 erwartet das Management weiterhin ein Ergebnis am oberen Ende der Spanne, also ungefähr 8 %.</p> <p>Die Story bleibt intakt. Wir bleiben engagiert.</p> <p> </p> <p> </p>
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Volker Schulz
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