<p>Das ist ein wahrer Schneesturm, der da gerade bei SNOWFLAKE losbricht. Das Unternehmen konnte den Umsatz im zweiten Quartal um 35 % (auf 1,55 Mrd. $) steigern, daher hob man auch die Jahresprognose kräftig an und die Aktie reagiert prompt. Liest man sich die Zahlen durch, die gestern nach Börsenschluss veröffentlicht wurden, meint man, es purzele Rekorde. Wahnsinn!</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Das US-Finanzministerium steht bei dem Versuch, einen weiteren Anstieg der Anleiherenditen zu begrenzen, vor drei Herausforderungen:</p> <p>1. Das Wirtschaftswachstum erscheint im Verhältnis zum aktuellen Leitzins sehr stark. Die derzeitigen Bedingungen sprechen im Grundsatz und entsprechend ähnlicher historischer Szenarien eher für eine Straffungsphase der US-Notenbank als für eine Lockerungsphase. </p> <p>2. Die Haushaltsdefizite und die Staatsverschuldung der USA verschärfen sich trotz der wachsenden Wirtschaft weiter.</p> <p>3. Die Hyperscaler begeben derart viele Anleihen, dass sie am langen Ende der Zinskurve möglicherweise ein Angebots-Nachfrage-Ungleichgewicht verursachen. Im bisherigen Jahresverlauf 2026 haben die fünf Hyperscaler sowie NVIDIA Schuldtitel im Volumen von rund 320 Mrd. $ emittiert. Darin enthalten sind auch Zweckgesellschaften, bei denen diese Unternehmen als Garantiegeber für Rechenzentrums-Leasingverträge auftreten.</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/Screenshot 2026-09-03 113255.png" alt="" width="600" height="401" /></p> <p>Allein den langlaufenden Anteil der Emissionen im Jahr 2026 schätzt JPMorgan auf umgerechnet 310 Mrd. $ in zehnjährigen Anleihen. Das entspricht 50 % der diesjährigen langfristigen Nettokreditaufnahme des US-Finanzministeriums. </p>
<p>Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) heute mitteilte, legten die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 2 % zu. Während das Inlandsgeschäft mit einem Auftragsrückgang von 3 % erneute enttäuschte, stiegen die Ordereingänge aus dem Ausland um insgesamt 4 %. Außerhalb der EU lag das Auftragsplus bei 5 % (EU-Länder +1 %). Laut VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt werde in Deutschland „unverändert viel zu wenig investiert“. Ein Grund dafür sei unter anderem, dass die Bundesregierung die angekündigten Reformen zur Stärkung des Standorts Deutschland bisher nicht konsequent umgesetzt habe.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
<p style="text-align: justify;">Lange Zeit war die Richtung an den Kapitalmärkten scheinbar klar: Die Inflationswelle würde abebben, die Notenbanken ihre Leitzinsen wieder kräftig senken und damit insbesondere zinssensitive Aktien beflügeln. Doch dieses Drehbuch gerät zunehmend ins Wanken. Die wieder anziehenden Energiepreise und hartnäckige Inflation haben die Erwartungen inzwischen regelrecht gedreht. </p> <p style="text-align: justify;">Damit stellt sich eine interessante Frage: Was passiert, wenn die Zinsen nicht wie erwartet kräftig sinken, sondern länger hoch bleiben oder sogar nochmals steigen? Für hochverschuldete Unternehmen und sehr hoch bewertete Wachstumsaktien wäre das keine gute Nachricht. Es gibt jedoch Geschäftsmodelle, die von einem solchen Umfeld profitieren. Versicherungen können ihre enormen Kapitalbestände zu höheren Renditen wiederanlegen, Banken erzielen bei entsprechender Bilanzstruktur höhere Zinserträge und Börsenbetreiber verdienen besonders gut, wenn die Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung zu steigenden Handelsvolumina führt. Unsere drei Top-Picks gibt es in der Termin-Börse daily, genau das richtige für ambitionierte und mutige Anleger (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
03-Sept. 09:04
Guten Morgen aus der Redaktion: Broadcom Richtung KGV 11 - Aktivisten-Alarm bei Deutsche Telekom - Deutsche Bank bricht aus
<p><strong>New York präsentiert sich mit ersten Stabilisierungsversuchen nach den ersten beiden Schwachen Handelstagen im September.</strong> Die Marktbreite war besser, Materials und Finanzwerte führten. Nvidia stieg 3,2 %, Dell nach den starken Zahlen 15,8 %. Palo Alto Networks verlor dagegen 9,3 %, CrowdStrike 5,4 %. Morgan Stanley erhöht das Dell-Kursziel von 434 auf 499 Dollar, Citi auf 600 Dollar.</p> <p>Snowflake springt nachbörslich rund 21 %. Q2-Umsatz 1,55 Mrd. Dollar gegenüber 1,48 Mrd. Konsens, bereinigtes EPS 0,62 statt 0,45 Dollar. Die FY27-Prognose für Product Revenue steigt von 5,84 auf 6,07 Mrd. Dollar.</p> <p>Broadcom verlor zunächst 6 % und holte das Minus wieder auf. Q3-EPS 3,32 Dollar gegenüber 3,21 Dollar, Umsatz 29,59 Mrd. Dollar. Die Q4-Umsatzprognose von 34,8 Mrd. Dollar bleibt knapp unter dem Konsens von 35,05 Mrd. Dollar. Der Earnings Call brachte dann die Trendwende mit 30 $ Gewinn je Aktie in der Prognose im GJ 27/28. Das wäre KGV 11.</p> <p>HPE als Serverspezialist meldet 12,2 Mrd. Dollar Umsatz und 1,11 Dollar EPS gegenüber 0,92 Dollar Konsens, gibt nachbörslich aber rund 5 % nach. Echte Gründe sind nicht zu finden. Die Bewertung bleibt moderat.</p> <p><strong>Asien: </strong>Die Entspannung am Bondmarkt hilft. Anfängliche Kursgewinne wurden intraday besonders im Tech-Sektor wieder abverkauft.</p> <p><strong>DAX: </strong>Der DAX startet unverändert in den Tag. Elliott steigt bei der Dt. Telekom ein, hält gar nichts von der Fusion mit T-Mobile US (die in meinen Augen ohnehin nicht kommt) und drängt auf deutlich auszuweitende Aktienrückkäufe - Stichwort Sharholder Value.</p> <p>Die Dt. Bank zeigt beeindruckende relative Stärke und bricht nach oben aus - für mich auch fundamental nachvollziehbar (s. Chart). Morgan Stanley erhöhte das Ziel von 37 auf 38,50 €. <strong>Weitere Hintergründe liefern wir in der aktuellen Ausgabe des Aktionärsbriefes inkl. einer Neuaufnahme im America First Depot. </strong></p> <p>Hier gehts zum Brief im Einzelabruf: <a href="https://boersenkiosk.de/Kauf-Der-Aktionarsbrief-Nr.-36-vom-03.09.2026/BK">https://boersenkiosk.de/Kauf-Der-Aktionarsbrief-Nr.-36-vom-03.09.2026/BK</a></p> <p><strong>Heute: </strong>Um 14:30 Uhr kommen die US-Erstanträge, erwartet werden 205.000. Um 16 Uhr folgt der ISM Services, Konsens 54,3 nach 54,1. Am Freitag folgt der wichtige US-Arbeitsmarktbericht.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
<p>Japans Fundamentaldaten sprechen gegen eine dauerhaft schwache Währung: Das Land weist unter den großen Währungsräumen den höchsten Überschuss in der Basisbilanz auf, während die Erwartungen an die Geldpolitik bereits deutlich nach oben korrigiert wurden. Belastet wurde der Yen bislang vor allem durch Absicherungsgeschäfte ausländischer Investoren infolge der starken japanischen Aktienmärkte sowie durch Zweifel am wirtschaftspolitischen Kurs.</p> <p>Beide Faktoren könnten an Bedeutung verlieren. Nach koordinierten Interventionen der USA und Japans steigt der Druck auf die Bank of Japan, ihre Zinserhöhungen zu beschleunigen. Der Markt rechnet bis Juli 2027 mit einem Leitzins von 2 %. Eine Anhebung bereits im September samt falkenhaftem Ausblick würde den wichtigsten Grund für weitere Yen-Verkäufe schwächen. Oberhalb von 160 dürften die Behörden zudem erneut intervenieren.</p> <p>Auch die Dollar-Seite spricht für ein USD/JPY-Short-Szenario: Schwächere US-Arbeitsmarktdaten oder eine Konjunkturabkühlung würden USD/JPY belasten. Selbst bei höheren Fed-Zinsen erscheint das Aufwärtspotenzial begrenzt, da eine Korrektur der KI-Aktienrally zusätzliche Yen-Käufe auslösen könnte. Risiken: dauerhaft hohe Ölpreise, eine Verschlechterung der japanischen Handelsbilanz und überraschend robuste US-Daten.</p> <p>Fazit: Wir verkaufen USD/JPY bei 157,30 mit einem Kursziel von 149,00 und sichern die Position bei 161,00 ab. Daraus ergibt sich ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis von rund 2,2:1.</p> <p>Mögliches Produkt: <a href="https://www.onvista.de/derivate/Optionsscheine/316386870-FD5XZV-DE000FD5XZV3" target="_blank" rel="noopener">DE000FD5XZV3 </a></p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/usdjpy.png" alt="" width="500" height="193" /></p>
<p>Der dänische Energiekonzern nimmt mit seinem 1,47-GW-Offshoreprojekt vor Incheon nicht an der nächsten südkoreanischen Festpreis-Auktion teil. Verschlechterte wirtschaftliche Rahmenbedingungen führen dazu, dass das Projekt die internen Investitionskriterien derzeit nicht erfüllt. Positiv ist jedoch die höhere Kapitaldisziplin. Ørsted vermeidet damit, erneut viel Kapital in Projekte mit unzureichender Rendite zu binden. Incheon bleibt zudem grundsätzlich im Portfolio und wird weiter optimiert. Gleichzeitig gibt es operative Fortschritte: Der gemeinsam mit Nuveen Infrastructure gehaltene Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 3 ist mit 913 MW und 83 Turbinen in den kommerziellen Betrieb gegangen. Langfristige Stromabnahmeverträge über 786 MW mit Amazon, BASF, Covestro, REWE und Google sorgen für hohe Planungssicherheit und stabile Cashflows. </p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="https://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 36.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p>Finanzmärkte im Bann zweier Ereignisse</p> <p>An den Agrarmärkten tut sich was</p> <p>Japanischer Industriekonzern: Korrektur als Kaufchance?</p> <p>Neuaufnahme im America-First-Depot</p> <p>Sondermüllentsorgung: Wir nehmen 5 Titel unter die Lupe</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p> <p> </p>
<p>American Rheinmetall, die US-Tochter des Dax-Konzerns, hat von einer Tochtergesellschaft des norwegischen Rüstungskonzerns Kongsberg Gruppen, einen Auftrag zur Herstellung von Komponenten für den Mittelkaliberturm MCT-30 erhalten. Die bearbeiteten Bauteile werden für die Radschützenpanzervariante des Amphibious Combat Vehicle des US Marine Corps verwendet. Der Auftrag, den American Rheinmetall als Subunternehmer ausführt, hat ein geschätztes Auftragsvolumen von 0,71 Mio. $, wobei weitere Folgeaufträge von Kongsberg nicht ausgeschlossen sind.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
<p>Dell hat die Umsatzprognose für das bis Januar 2027 laufende Geschäftsjahr gleich um 25 Mrd. auf 192 Mrd. $ angehoben – deutlich über dem Konsens von 173,8 Mrd. $. Allein mit KI-Servern sollen 74 Mrd. $ umgesetzt werden, dreimal so viel wie im Vorjahr. In den vergangenen zwölf Monaten gingen Bestellungen über mehr als 130 Mrd. $ ein; der entsprechende Auftragsbestand erreichte zum Halbjahr 95 Mrd. $.</p> <p>Auch die aktuellen Zahlen überzeugten: Der Quartalsumsatz sprang um 58 % auf 47 Mrd. $, der bereinigte Gewinn von 7,04 $ je Aktie übertraf die erwarteten 4,90 $ klar. Für das Gesamtjahr stellt Dell nun 25,50 $ je Aktie in Aussicht – der Markt rechnete mit 19,10 $. Rückenwind kommt zudem vom klassischen Server-, Speicher- und PC-Geschäft. Gleichzeitig sanken die Betriebskosten auf historisch niedrige 8 % des Umsatzes. Die Chance auf eine positive Überraschung hatten wir im Bernecker daily von gestern avisiert.</p> <p>Einziges Manko: Nach mehr als einer Kursverdreifachung 2026 liefert die operative Dynamik zwar gute Argumente – die Bewertung ist allerdings bereits ambitoniert.<br /> <br /> <br /> </p>
<p>HUGO BOSS beendet sein erst am 24. August gestartetes Aktienrückkaufprogramm, in dem bisher knapp 5 Mio. Euro für zurückgekaufte Aktien ausgegeben wurden! Warum? Der Grund dafür sind aktuelle Aussagen der FRASERS GROUP. Diese hat offenbar gerade mitgeteilt, ihren Anteil an BOSS auf über 50 % erhöhen zu wollen. Außerdem will sie ihre Unterstützung für den Aufsichtsratsvorsitzenden Stephan Sturm prüfen. Im Zuge der gescheiterten Übernahme von BOSS war FRASER's Beteiligung zuletzt auf 47,89 % gewachsen, so dass zur Übernahme der Mehrheit nicht mehr viel fehlt. Bereits seit Mitte Juni versucht man, bei HUGO BOSS zu Potte zu kommen. Die zusätzliche Annahmefrist des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots war am 13. August ausgelaufen. Steter Tropfen höhlt den Stein!</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
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Volker Schulz
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