<p>Berichten aus Übersee zufolge soll ALPHABET ab 2028 mehr als drei Millionen KI-Spezialprozessoren (TPUs) bei INTEL fertigen lassen. Damit erhält das Foundry-Geschäft neuen Schub, das Konzernchef Lip-Bu Tan derzeit mit Hochdruck saniert. Auch NVIDIA prüft laut Berichten den Einsatz von INTELS Technologie für künftige Hochleistungsprozessoren. Beides ist eine Reaktion auf Kapazitätsengpässe beim Marktführer TSMC. Entscheidend ist: INTEL ist zunehmend wettbewerbsfähig im Foundry-Geschäft. Der Google-Auftrag steht für schätzungsweise 15–20 Mrd. $ reinen Foundry-Umsatz. 12 % Kurssprung springen wir nicht mehr hinterher, wir sind ohnehin lange dabei.</p>
<p>Die Ansätze für das PORSCHE-Comeback lassen sich auch langsam am Chart ablesen. Neben der strategischen Neuausrichtung mit neuer und margenstärkerer Modellpalette läuft parallel ein umfassendes Effizienzprogramm. Mehr als 1 Mrd. € Einsparungen beim Personal jährlich sind denkbar, wenn man sich auf ein nachhaltigeres Volumen von 250.000 bis 280.000 Fahrzeugen gesundschrumpft. Laut UBS könnte damit die operative Marge von lediglich 7 % 2026 auf 13 % bis 2030 steigen. Der Gewinn je Aktie würde dann auf 4,20 € klettern, bei 3,7 Mrd. € freiem Cashflow. Bewertungsseitig sinkt dann das KGV von 25 auf lediglich 11. Spätestens zum Kapitalmarkttag im Oktober ist mit konkreten Perspektiven zu rechnen. Fast 30 % Short-Quote und ein möglicher Ausbruch aus der Bodenformation bei 49 € sind eine interessante Kombination mit verbesserten Fundamentaldaten. Der Chart riecht förmlich nach einer Squeeze-Bewegung.</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/P911 GR Equity (Dr Ing hc F Pors 2026-06-08 17-49-22.jpg" alt="" width="350" height="190" /></p>
<p>Der Flugzeugbauer hat im Mai 81 Maschinen ausgeliefert, was einem Anstieg von 59% gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Im April hatte der Boeing-Rivale noch 67 Flugzeuge ausgeliefert. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der seit Jahresbeginn ausgelieferten Flugzeuge auf 262. 2026 verzeichnete der Konzern nach Abzug von Stornierungen bisher insgesamt 762 Bestellungen. Airbus peilt für das laufende Jahr weiter 870 Auslieferungen an. Die Analysten der Bank of America bestätigten ihre Kaufempfehlung für die Airbus-Aktie und hoben das Kursziel auf von 255 auf 258 € an. Das für den 21. Juli geplante Business-Update dürfte zudem wahrscheinlich wichtige Kursimpulse für die Aktie liefern. Unterdessen zeichnet sich ein weiterer Großauftrag für Airbus ab. So führt Singapore Airlines Gespräche mit Airbus und Boeing über den Kauf von mindestens 50 Großraumflugzeugen. </p>
<p>Nicht schlecht: NORDEX hat in den ersten Monaten des zweiten Quartals Aufträge aus Deutschland über insgesamt rund 255 Megawatt Gesamtleistung erhalten. Die Bestellungen umfassen 14 Windenergieprojekte mit insgesamt 39 Turbinen. Geordert wurden nach Unternehmensangaben 19 Turbinen des Typs N163/6.X, elf Anlagen des Typs N175/6.X und neun N149-Turbinen. Die Errichtung und Inbetriebnahme aller Windprojekte ist zwischen Sommer 2027 und Frühjahr 2028 geplant. Das passt: Die Aktie schnuppert heute Höhenluft!</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p style="text-align: justify;">Nach den fulminanten Kursgewinnen der vergangenen Monate sehen wir an den globalen Märkten derzeit eine überfällige Verschnaufpause im Technologiesektor. Schwergewichte von Microsoft bis SAP stecken spürbar in einer Konsolidierungsphase fest. Für uns ist das jedoch kein Grund zur Sorge, sondern eine klassische Marktbereinigung, die den Blick wieder auf das Wesentliche lenkt: die fundamentale Bewertung. Während der Wachstumssektor kurzfristig Luft ablässt, setzt hinter den Kulissen eine gesunde Sektorrotation ein. Kluges Kapital schichtet derzeit in Substanzwerte (Value) um, die in den letzten Monaten sträflich vernachlässigt wurden. Für den morgigen Handelstag haben wir daher drei etablierte Qualitätsaktien aus dem DAX und dem Dow Jones herausgefiltert. Diese Unternehmen sind fundamental zurückgeblieben, überzeugen durch eine krisenfeste, überdurchschnittlich hohe Dividendenrendite und liefern uns genau jetzt aus charttechnischer Sicht ein hochattraktives Einstiegssignal. Die drei heutigen Empfehlungen und börsentäglich neue Empfehlungen gibt es in der TB-Daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>). </p>
08-Juni 09:29
Guten Morgen aus der Redaktion: KI-Korrektur, Ölpreisschock und Zinssorgen belasten die Märkte
<p>Die Aktienmärkte starten mit deutlichen Verlusten in die neue Woche. Auslöser ist eine Kombination aus Gewinnmitnahmen bei KI- und Halbleiterwerten, steigenden Ölpreisen sowie neuen Zinssorgen nach überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten.</p> <p>An der Wall Street endete die bislang beeindruckende Rally abrupt. Der Nasdaq 100 verlor am Freitag 4,8 %, der Halbleiterindex brach sogar um 10 % ein. Damit werden erste Zweifel laut, ob die KI-getriebene Hausse in Teilen zu weit gelaufen ist. Besonders stark unter Druck standen die bisherigen Börsenlieblinge aus dem Chipsektor.</p> <p>Die Schwäche setzte sich in Asien fort. Der südkoreanische Kospi verlor zeitweise mehr als 5 %, was sogar einen Handelsstopp auslöste. Schwergewichte wie Samsung (-11 %), SK Hynix (-10 %) und TSMC (-5,7 %) gerieten massiv unter Verkaufsdruck.</p> <p>Zusätzlichen Gegenwind liefert die Geopolitik. Nachdem Israel nach eigenen Angaben militärische Ziele im Iran angegriffen hat, sprang der Brent-Ölpreis um fast 4 % auf über 96 USD je Barrel. Höhere Energiepreise schüren erneut Inflationsängste und erschweren den Notenbanken den Weg zu einer lockereren Geldpolitik.</p> <p>Für weitere Verunsicherung sorgte der robuste US-Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung legte im Mai deutlich stärker zu als erwartet, während die Arbeitslosenquote bei 4,3 % verharrte. Der Markt preist inzwischen wieder eine Zinserhöhung der US-Notenbank bis Jahresende ein. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf 4,57 %.</p> <p>Trotz der scharfen Korrektur sehen wir aktuell noch keine Trendwende des langfristigen Bullenmarktes, sondern um eine überfällige Bereinigung nach der außergewöhnlich starken KI-Rally. Entscheidend werden nun die Inflationsdaten dieser Woche sowie die Fed-Sitzung am 16./17. Juni unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh. Die zweifellos anspruchsvolle Gemengelage aus steigenden Ölpreisen, geopolitischen Risiken und höhere Zinsen versus weiterhin starken Unternehmensgewinnen und langfristig intakten KI-Wachstumsperspektiven bleibt grundsätzlich ein Nährboden für steigende Notierungen. Der Fokus sollte daher darauf liegen, die Chancen der Konsolidierung zu nutzen.</p> <p>Sie möchten gerne jeden Morgen auf diese Art und Weise kurz und knackig auf den neuesten Stand gebracht werden? Dann empfehle ich die kostenlose Bernecker App. Hier gehts zum Download: <a href="https://www.bernecker.info/app" target="_blank" rel="noopener">https://www.bernecker.info/app</a></p> <p>Ihr Markus Horntrich</p>
<p>Im italienischen Bankensektor nimmt die Konsolidierungswelle weiter Fahrt auf. Nachdem Banco BPM am Wochenende eine Fusion unter Gleichen mit der Banca Monte dei Paschi di Siena vorgeschlagen hatte, konterte Intesa Sanpaolo nun mit einem Übernahmeangebot im Volumen von 30,66 Mrd. €.</p> <p>Intesa bietet für jeweils zehn Monte-dei-Paschi-Aktien 16 eigene Aktien sowie zusätzlich 1 € je Aktie in bar. Auf Basis der Schlusskurse vom Freitag bewertet das Angebot Monte dei Paschi mit 10,09 € je Aktie und liegt damit rund 13 % über dem vorherigen Börsenkurs.</p> <p>Damit liefern sich Intesa und Banco BPM einen offenen Wettbewerb um die Kontrolle über die traditionsreiche Bank aus Siena, die als älteste noch bestehende Bank der Welt gilt. Banco BPM hatte erst am Sonntag Gespräche über eine Fusion vorgeschlagen. Durch den Zusammenschluss würde eine Bankengruppe mit einem Marktwert von mehr als 50 Mrd. € entstehen.</p> <p>Wir hatten vor zwei Wochen im Parkettgeflüster des Aktionärsbriefes auf die potenzielle Übernahme hingewiesen. Bitte an Bord bleiben. </p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter</p>
<p>Die Techs gingen am Freitag in die Knie mit dem stärksten Einbruch seit den Zollschock-Ankündigungen im April 2025. KI-Titel und besonders die Halbleiterwerte wurden vielfach prozentual zweistellig in den Keller geschickt. Die Hintergründe:</p> <p>1. Die US-Wirtschaft schuf im vergangenen Monat 172.000 (erwartet 85.000) neue Arbeitsplätze. Zudem wurden die Beschäftigungszahlen für März und April deutlich nach oben korrigiert. Die Daten fielen wesentlich stärker aus als von Ökonomen erwartet. Folge:</p> <p>Die Märkte preisen inzwischen eine vollständige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember ein.<br />Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen stieg um 0,12 Prozentpunkte auf 4,17 %, den höchsten Stand seit 15 Monaten. </p> <p>2. Broadcom als Billionär hat mit seinen Quartalszahlen die optimistischsen Erwartungen verfehlt.</p> <p>3. Google hat gerade eine Kapitalerhöhung über 85 Milliarden Dollar angekündigt. Meta prüft ebenfalls eine große Aktienplatzierung. Der Börsengang von SpaxeX zudem vor der Tür. Das entzieht Liquidität.</p> <p>4. Anthropic hat laut aktuellen Berichten vor Risiken durch „recursive self-improvement“ gewarnt, also vor dem Punkt, an dem KI-Systeme zunehmend selbst an ihrer Weiterentwicklung mitwirken oder sogar bessere Nachfolger entwickeln könnten. Berichtet wird auch, dass Anthropic eine mögliche Verlangsamung oder Pause bei Frontier-KI-Entwicklung ins Spiel bringt, allerdings wohl nur unter der Voraussetzung, dass führende Labore koordiniert mitziehen.</p> <p>In Summe war das zu viel für die Fahnenstangen im Chipsektor, die nun korrigiert werden. Ich sehe darin weiterhin keine Trendwende. Warum? </p> <p>- Nvidia, Broadcom, AMD oder andere Speicherwerte senken nicht die Ausblicke sondern erhöhen sie vielfach.</p> <p>- Hyperscaler kürzen nicht ihre Capex-Pläne, sondern erhöhen sie</p> <p>- Margen steigen weiter</p> <p>- Rechenzentrumsprojekte werden nicht verschoben</p> <p>- Regulatorische Eingriffe bleiben niedrig und bremsen bislang nicht Frontier-KI<br /><br /></p> <p>Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag. </p> <p> </p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wird die KI-Rally mit dem Anthropic-IPO gipfeln?</strong></p> <p>3 Bio. Dollar Marktwert für alle drei großen Tech-Aktien, die vor der Börseneinführung stehen, sind zu viel. Das Nettoemissionsvolumen dürfte in der Größenordnung von etwa 500 bis 550 Mrd. Dollar liegen, soweit bisher bekannt. Damit steigt der Marktwert des S&P 500 auf über 73 Bio. Dollar. Damit sind Größenordnungen erreicht, die gefährlich werden. In einem solchen Fall genügt ein Fehler oder Unfall, um das ganze Gebäude ins Rutschen zu bringen. Sämtliche Finanzkrisen seit 1634 (Tulpenhausse in Amsterdam) sind die Vorbilder. Das muss nicht sein, aber es kann. Übertreibungen führen zu deutlichen Korrekturen, mit denen zu rechnen ist. Lediglich die Zeitachse ist nicht bestimmbar. Bitte beachten Sie die aktuelle <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse"><span style="color: #e67e23;"><strong>Actien-Börse</strong></span></a>. </p> <p style="text-align: center;"><strong>Was halten Sie von Alphabets Kapitalerhöhung?</strong></p> <p>Alphabet gehört in die gleiche Kategorie. Alphabet ist inzwischen nach Nvidia und Apple die Nr. 3 unter den 7 glorreichen Techaktien, die in den letzten zwei Jahren das Bild an der Wall Street definiert haben. Eine Platzierung scheint machbar, gehört aber zum gleichen Sachverhalt wie eben dargestellt. Die Emission selbst dürfte sicher glattgehen. Dafür spricht das Bankenkonsortium an der Wall Street mit allen ersten Adressen. Aber es ist eben ein Grenzwert, wie oben beschrieben. Ich verzichte darauf.</p> <p style="text-align: center;"><strong>Welche Sektoren meiden Sie derzeit?</strong></p> <p>Alle Tech-Investments sind die dominierende Größe für den Gesamttrend. Dabei bleibt es, auch wenn technische Korrekturen mit markanten Verläufen dazugehören. Zu unterscheiden sind also der lange Trend und die kurzen Risiken. Die zweitwichtigste Sparte ist weltweit die Frage der Energie, a) in der Erzeugung und b) in der Verwendung. Die dafür nötigen Investitionen bewegen sich ebenfalls in den Regionen der Billionen. Größter Emittent in dieser Frage sind die Amerikaner mit zurzeit bekannten Investitionsplänen von rd. 1 Bio. Dollar und mehr. Das ist ebenfalls grenzwertig. Denn die nötigen Gelder sind wohl noch nicht durchfinanziert. Also gilt auch hier: Es lohnt sich im Moment nicht, unbedingt dabei sein zu müssen. </p> <p>Gibt es Alternativen? Substanzwerte oder Valuetitel sind in diesem Rahmen eine Verlegenheitslösung und deshalb nicht zwingend. Eine relativ hohe Kassenreserve bleibt richtig! </p>
<p>Australien verdient mehr Fokus. Zwischen Rohstoffboom, hoher Zuwanderung und überraschenden Profiteuren steigender Zinsen entwickelt sich dort eine spannende Investmentstory für die nächsten Jahre.</p> <p>In ca. zwei Wochen nach meinem Urlaub werde ich das Thema in einer ausführlichen Lupe darlegen - warum Kupfer, Lithium und Seltene Erden für neue Dynamik sorgen, weshalb die Banken von der aktuellen Lage profitieren und natürlich welche Aktien besonders interessant sind.</p> <p>Bleiben Sie gespannt. </p> <p>Ihr Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
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Volker Schulz
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