<p>Der Hersteller der Sonnenbrillenmarken Oakley und Ray-Ban erklärte gerade, bis zu 5 Mio. Aktien zurückkaufen zu wollen. Die Aktie hat am Donnerstag bei 157,50 Euro geschlossen - auf Basis dieses Kurses könnte sich der Gesamtwert des Rückkaufs je nach Marktbedingungen auf rund 787,5 Mio. Euro belaufen. Offenbar vertraut man also der eigenen Wertschöpfung und in die langfristigen Aussichten. Die Aktionäre tun das auch - die Aktie steigt heute um über 3 %.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Unsere Deutz-Empfehlung inkl. Depotaufnahme in der Actien-Börse vor wenigen Wochen um 9 € entwickelt sich prächtig. Die DZ Bank kam gestern mit einem Update und sieht bei Deutz weiteres Kurspotenzial. Der Analyst hebt den fairen Aktienwert von 12 auf 16 Euro an. Analyst Thorsten Reigber bewertet insbesondere die Übernahme des Rüstungs- und Wehrtechnikspezialisten FFG positiv. Damit baut Deutz sein Verteidigungsgeschäft deutlich aus und reduziert zugleich die Abhängigkeit vom konjunktursensiblen Geschäft mit klassischen Verbrennungsmotoren. Aus Sicht der DZ Bank ergänzen sich beide Bereiche strategisch sehr gut, weshalb die Akquisition als sinnvoller Schritt zur breiteren Aufstellung des Konzerns gewertet wird.</p>
<p>Der Wert mit der spekulativsten Ausrichtung aber auch niedrigsten Gewichtung im Portfolio ist Iren Ldt. Wir schauen auf die Zahlen:</p> <p>Auf der einen Seite boomt das KI-Geschäft. Rund 4 Mrd. $ jährlicher Umsatz sind für die 2026er Kapazitäten bereits vertraglich gebunden, die Anlagen sind damit weitgehend ausverkauft. Auch die Preise stimmen und Kunden übernehmen inzwischen über Vorauszahlungen teilweise 45 bis 55 % der GPU-Investitionen.</p> <p>Auf der anderen Seite muss IREN diesem Wachstum gewaltige Summen vorfinanzieren. Neu: Im Geschäftsjahr 2027 sind Investitionen von rund 25 bis 30 Mrd. $ vorgesehen. Ein großer Teil der zusätzlichen Umsätze und Gewinne wird aber erst einige Quartale später sichtbar. Gleichzeitig steigen Personal-, Entwicklungs- und Betriebskosten bereits jetzt kräftig.</p> <p>Iren hat also kein Nachfrageproblem. Die Problematik leigt darin, wie der Ausbau finanziert wird und wie schnell aus den Milliardenverträgen tatsächlich EBITDA und freier Cashflow werden. Gelingt die Finanzierung ohne größere Verwässerung und läuft der Umsatz ab 2027 wie geplant hoch, passt die Story, wenn nicht hat Iren ein Problem.</p> <p>Der jüngste Schwächeanfall der Aktie gefällt uns nicht. Schließt die Aktie in New York unter 37 $ beenden wir das Kapitel morgen. </p> <p> </p>
<p style="text-align: justify;">Nach unserem jüngsten Screening deutscher Aktien erweitern wir die Suche heute auf Europa. Wieder geht es nicht darum, einfach die Unternehmen mit den höchsten Wachstumsraten herauszufiltern. Entscheidend ist, wie viel wir für dieses Wachstum bezahlen. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Drei sehr unterschiedliche Unternehmen kommen auf Basis der aktuellen Gewinnschätzungen auf eine PEG-Ratio von weniger als 1. SAF-HOLLAND profitiert von einer möglichen Erholung des Nutzfahrzeugmarktes und einem wachsenden Ersatzteilgeschäft, BAWAG gehört zu den profitabelsten Banken Europas und liefert außergewöhnlich starke Insidersignale, während MELROSE INDUSTRIES eine strukturelle Luftfahrt-Wachstumsstory zu einer überraschend niedrigen Bewertung bietet. In der Termin-Börse daily haben wir jeden Tag neue Empfehlungen wie diese für Sie. Testen Sie uns, das geht auch im Einzelabruf (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p>Ein Konsortium aus Stripe und Advent International hat nach einem Bloomberg-Bericht die Übernahmebemühungen aufgegeben. Die Nachricht wurde am frühen Freitagmorgen des 28. August bekannt und anschließend von Reuters aufgegriffen. Das zuvor vorgelegte Angebot lag bei 60,50 $ je Aktie und bewertete PayPal mit mehr als 53 Mrd. $. PayPal hatte den Preis als zu niedrig angesehen. Die beteiligten Unternehmen bestätigten den Abbruch zunächst nicht offiziell.</p> <p>Die Kursreaktion ist sehr deutlich. PayPal schloss am Donnerstag bei 61,47 $ und brach nachbörslich zeitweise um 12,2 % auf 53,97 $ ein. Heute Morgen notiert die Aktie im europäischen Handel umgerechnet bei 52,86 $. Damit verschwindet ein erheblicher Teil der zuletzt eingepreisten Übernahmeprämie. Die Aktie war im laufenden Quartal auch wegen der Übernahmespekulationen um mehr als 40 % gestiegen.</p> <p>Für den weiteren Kurs ist die Nachricht klar negativ. Der Markt muss PayPal nun wieder stärker anhand der operativen Entwicklung bewerten. Zwar hatte das Unternehmen zuletzt besser als erwartete Q2-Zahlen vorgelegt und die Gewinnprognose angehoben. Der Wegfall der Übernahmefantasie dominiert aber nun zumindest kurzfristig.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
<p>Den kleinen Kursrücksetzer nehme ich zur Kenntnis - ansonsten gilt: </p> <p>Der zweite Blick ist entscheidend. Konzernweit sank der Auftragseingang zwar um 14,4 % auf 3,47 Mrd. €, der Auftragsbestand liegt mit 9,84 Mrd. € aber 4,4 % über Vorjahr und sichert die Auslastung für rund eineinhalb Jahre. Besonders auffällig ist CEE mit einem Einbruch des Auftragseingangs um 65,9 %. Dahinter steckt kein Nachfrageproblem.</p> <p>Nach zahlreichen Großaufträgen im Vorjahr sind die Kapazitäten insbesondere in Tschechien bereits gut ausgelastet, während sich Vergaben in Rumänien politisch verzögert haben. Bei einem Autobahnprojekt über rund 550 Mio. € ist PORR bereits als Bestbieter gelistet.</p> <p>Gleichzeitig befinden sich in Polen und CEE Großprojekte von mehr als 4,5 Mrd. € in der finalen Ausschreibungs- beziehungsweise Angebotsphase. In Polen wurden nach dem Bilanzstichtag bereits Infrastrukturaufträge über 180 Mio. € gewonnen. Auch Deutschland dürfte nachlegen:</p> <p>Ab Oktober erwartet PORR im Bahn-, Straßen- und Tunnelbau Ausschreibungen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1,5 Mrd. €.</p> <p>Operativ stimmt die Richtung ebenfalls: Das EBIT stieg im ersten Halbjahr um 15,6 %, der Periodengewinn um 23,9 %. Der Rückgang beim Auftragseingang muss also richtig gelesen und verstanden werden. Der Titel hat weiteres Potenzial.</p>
<p><strong>Die Aktie mit Kürzel "CRM" legte gestern 22,6 % zu, nachdem CEO Marc Benioff gemeinsam mit Anthropic-Chef Dario Amodei eine erweiterte Partnerschaft der beiden Unternehmen bekanntgegeben hatte. </strong>Unter dem Begriff “Claudeforce” wird ein Plug-in für Anthropics Claude speziell für SALESFORCE-Kunden eingefügt. Benioff erklärte die „SaaSpocalypse” für beendet, gefolgt vom zweithöchsten Tagesplus der Firmenhistorie.</p> <p>Neben SAP (+ 5,5 %) profitierten verschiedenste Softwaretitel vom Friedensschluss zwischen dem Disruptor KI und Softwarebranche.</p> <p>Helmut Gellermann</p>
<p><strong>Nvidia hat die KI-Rally wieder angeschoben.</strong> Der S&P 500 gewann erneut 0,72 %, der Nasdaq 1,57 %, der Dow 0,20 %. Nvidia sprang 8,7 %, Salesforce 22,6 % und CrowdStrike 20,5 %. Auffällig war die geringe Marktbreite: Technologie war mit +3,4 % der einzige positive S&P-Sektor.</p> <p><strong>Nach Börsenschluss gestern:</strong> Marvell verlor nachbörslich knapp 6 %, obwohl der Q2-Umsatz mit 2,74 Mrd. Dollar leicht über dem Konsens von 2,72 Mrd. Dollar und das bereinigte EPS mit 0,94 Dollar über erwarteten 0,93 Dollar lagen. Enttäuscht hat vor allem die Aussgage im Call zu den Google-Umsätzen - das ist kein Drama. Wir relativieren das heute in der Bernecker daily.</p> <p>Bei Nvidia zieht der Sell-Side weiter nach: Raymond James erhöht das Ziel von 352 auf 515 Dollar, Bernstein von 315 auf 400 Dollar und JPMorgan von 280 auf 320 Dollar. HSBC legt heute Morgen von 360 auf 365 Dollar nach.</p> <p>Autodesk gibt nachbörslich rd. 4,5 % ab. Robuste Zahlen mit zweistelligem Wachstum - aber der Ausblick beim gewinn je Aktie lag einen Tick unter den Erwartungen. </p> <p><strong>Für unsere Leser interessant:</strong> Veeva Systems als Software-Spezialist im Pharmasektor sprang gestern 15,5 % auf 282,76 Dollar. Der Q2-Umsatz stieg um 18 % auf 928 Mio. Dollar gegenüber 905 Mio. Dollar Konsens, das bereinigte EPS erreichte 2,35 statt erwarteter 2,22 Dollar. Die Jahresprognose wurde auf 3,682 bis 3,687 Mrd. Dollar Umsatz und rund 9,21 Dollar EPS angehoben. JPMorgan erhöhte daraufhin das Kursziel von 272 auf 299 Dollar, Raymond James sogar von 225 auf 330 Dollar. Wir hatten Veeva am 25. Juni 2026 in der Actien-Börse vorgestellt und liegen inzwischen rund 76 % vorne. </p> <p><strong>Asien: </strong>Nikkei +0,8 %, Hang Seng +0,3 %, Shanghai unverändert, der Kospi dagegen -1,0 %. Tokios Kerninflation beschleunigte sich im August von 1,7 auf 1,8 %, exakt wie erwartet. Die Arbeitslosenquote sank überraschend von 2,5 auf 2,4 %.</p> <p><strong>DAX / Märkte: </strong>Die DAX-Indikation liegt bei rund 26.367 Punkten, etwa 0,2 % höher. Zehnjährige US-Treasuries rentieren bei 4,68 %, EUR/USD bei 1,165. Gold fällt 0,6 % auf rund 4.634 Dollar, Brent gibt nach dem gestrigen 2,1-%-Sprung leicht auf etwa 89,50 Dollar nach. Bitcoin handelt um 80.600 Dollar.</p> <p><strong>Heute: </strong>Um 9:55 Uhr kommen die deutschen Arbeitsmarktdaten. Um 16:00 Uhr spricht Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole. Außerdem berichtet BYD über Q2.</p> <p><strong>Deutsche Nebenwerte:</strong> Wir waren für unsere Leser in dieser Woche auf den Hamburger Investorentagen (HIT) und konnten zahlreiche Impulse aus direkten Gespräche mit den Vorständen, Fondsmanagern und aus Präsentationen mitnehmen. Mehr dazu nächste Woche in Actien-Börse und Aktionärsbrief. </p> <p>Börsianer lesen aktuelle News und Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/boersenbriefe">https://www.bernecker.info</a> </p> <p>Ihr Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter </p>
<p><strong>Beim Quartalstermin lässt CEO Andrew Anagnost keinen Zweifel zu:</strong> AUTODESK dominiert KI, umgekehrt funktioniert es nicht. Oder so: Kollaboration mit KI ja, Disruption ist nicht möglich. Weitere Einschätzung, auch der Zahlen, morgen in <a href="https://www.bernecker.info/bernecker-daily">Bernecker daily</a>.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p> </p>
<p>Kraken Robotics hat heute vor US-Börsenöffnung die Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt. Der Umsatz stieg um 4 % auf 27,3 Mio. CAD. Ohne eine einmalige Umsatzkorrektur von 1,5 Mio. CAD hätte das Wachstum 9 % erreicht. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um 7 % auf 5,0 Mio. CAD, die Bruttomarge verbesserte sich von 56 auf 59 %. Unter dem Strich entstand allerdings ein Verlust von 7,5 Mio. CAD. Hauptgrund war eine Rückstellung von 6,9 Mio. CAD für ein Schiedsverfahren aus einem alten Lieferantenvertrag. Bereinigt blieb ein Gewinn von 0,8 Mio. CAD.</p> <p>Zusätzlich meldete Kraken neue Produktaufträge von mehr als 27 Mio. CAD. Die 2026 bekanntgegebenen Aufträge von Kraken und Covelya summieren sich damit auf rund 355 Mio. CAD. Neu ist außerdem ein langfristiger Liefervertrag für druckresistente Unterwasserbatterien mit einem internationalen Konzern, der große unbemannte Unterwasserfahrzeuge entwickelt. Die Jahresprognose wurde bestätigt: 290 bis 320 Mio. CAD Umsatz sowie 65 bis 75 Mio. CAD bereinigtes EBITDA.</p> <p>Die Kursreaktion fällt verhalten aus. Am frühen Nachmittag lag die Aktie bei rund 3,52 € knapp 1 % im Minus. Beim Umsatz übertraf Kraken Robotics mit 27,3 Mio. CAD den FactSet-Konsens von 26,3 Mio. CAD um rund 3,9 %. Operativ sind zudem die höhere Bruttomarge, die neuen Aufträge und der langfristige Batterievertrag positiv. Der ausgewiesene Verlust belastet das Bild weniger stark, weil er überwiegend auf einen nicht zahlungswirksamen und nicht wiederkehrenden Sondereffekt zurückgeht. Etwas schwächer fiel allerdings das bereinigte Nettoergebnis aus. Insgesamt ist die Meldung für den weiteren Kurs leicht positiv.</p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
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Volker Schulz
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