<p><strong>Der Hedgefonds Elliott erwarb ein größeres Paket und fordert DEUTSCHE TELEKOM auf, auf die Fusion mit der US-Tochter zu verzichten und dafür eine höhere Dividende auszuschütten und/oder die Aktienrückkäufe zu erhöhen.</strong> Unsere positive Einschätzung vor drei Wochen ist damit unterlaufen. Was tun?</p> <p style="padding-left: 40px;"><strong>Beugt sich DT. TELEKOM dieser Forderung, ziehen wir uns zurück.</strong> Elliott ist dafür bekannt, nachhaltig zu operieren, aber nie im Sinne der Wertschöpfung in einer solchen Firma, sondern lediglich, um einen angemessenen Kursgewinn in überschaubarer Zeit zu erreichen. Dann sind Kursziele von 31/32 € denkbar, mehr nicht. </p> <p><strong>Die Alternative lautet: Forciert DT. TELEKOM den Aufbau von Rechenzentren in Deutschland, würden wir unsere Einschätzung korrigieren. </strong>Das gilt auch für den evtl. Aufbau einer Chipfabrik. TELEKOM kann dies allein oder mit Partnern, doch auf die Entscheidung und die Größenordnung kommt es an.</p> <p><strong>In der aktuellen Ausgabe der <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a> analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.</strong></p> <p><strong>Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> und über unsere <a href="https://www.bernecker.info/app">Bernecker-App</a>. </strong> </p> <p><strong>Weitere Themen der <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse Nr. 37</a> u. a.:</strong></p> <p style="padding-left: 40px;">- Die Notenbanken stehen vor einer Grundsatzfrage</p> <p style="padding-left: 40px;">- INFINEON ist wieder einen Blick wert</p> <p style="padding-left: 40px;">- Bei NORDEX muss neu gerechnet werden</p> <p style="padding-left: 40px;">- Für DÜRR wird 2027 das Jahr der Wahrheit</p> <p style="padding-left: 40px;">- AMADEUS IT mit KI-Hebel</p> <p style="padding-left: 40px;">- ACCENTURE: Lichtblicke in Sichtweite?</p> <p> </p> <p><strong>Ihre Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> </strong></p>
<p>ERNST RUSS hebt die Prognose für 2026 an. Der Hamburger Schifffahrtskonzern erwartet nun ein EBIT von 55 bis 65 Mio. € statt bislang 45 bis 55 Mio. €. Die Umsatzprognose wurde zugleich von 145 bis 160 Mio. € auf 150 bis 160 Mio. € eingeengt. Hauptgrund für die Ergebnisanhebung ist der Verkauf des 1.710-TEU-Containerschiffs „EF Emma“.</p> <p>Zusätzlich hat Ernst Russ den Erwerb von zwei weiteren Produkt- und Chemikalientankern vereinbart. Beide sollen noch 2026 ausgeliefert und für mindestens drei Jahre an Cargill verchartert werden. Dadurch steigt der Charter-Auftragsbestand um rund 38,3 Mio. $. Ende Juni lag er bereits bei 688,6 Mio. $. Im ersten Halbjahr erzielte Ernst Russ 78,6 Mio. € Umsatz und 24,6 Mio. € EBIT. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank das EBIT damit um 55,8 % von 55,6 Mio. €. Der Rückgang erklärt sich jedoch durch Sondereffekte von 32,3 Mio. € aus dem Verkauf zweier Containerschiffe im ersten Halbjahr 2025. Bereinigt um Schiffsverkäufe verbesserte sich die EBITDA-Marge leicht auf 50,4 %.</p> <p>Fazit: Die Prognoseanhebung beruht wesentlich auf einem Veräußerungsgewinn. Positiver für die Investmentthese sind die zusätzlichen Tanker mit langfristigen Cargill-Chartern. Sie erhöhen die Ertragsvisibilität und verbreitern die operative Basis. Die Aktie bleibt weiter interessant.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion Bernecker</p>
<p>HSBC hat die Aktie von Eli Lilly auf „Verkaufen“ eingestuft. Zugleich haben die Analysten der britischen Großbank das Kursziel für den US-Pharmatitel aber von 850 und 940 $ angehoben. HSBC ist länger vorsichtig bei Eli Lilly, da die Erwartungen an den boomenden Markt für Medikamente gegen Fettleibigkeit nach Ansicht der Analysten zu hoch sind. Die Eli-Lilly-Aktie steuert unterdessen auf einen Test der Unterstützungen bei 1.109 und 1.079 $ zu.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
<p>Aus einem Sanierungsfall wurde ein Vorzeigebank mit strikter Renditeorientierung. In Finanzkreisen wird bereits gemunkelt, dass am anstehenden Kapitalmarkttag das Ziel bei der Eigenkapitalrendite erhöht wird. Die Rede ist von der Société Générale.</p> <p>Erste Analysten schrauben bereits die Erwartungen hoch. Der Konsens liegt für 2029 bei 12,4 %, hinter vorgehaltener Hand werden bereits Werte über 14 % herumgereicht – erreichbar über moderates Wachstum von 3,5 % und weitere Kostensenkungen. Die Cost-Income-Ratio soll dadurch von 64 % 2025 auf 53 % 2029 fallen.</p> <p>Die Aktie verbuchte zuletzt einen Rücksetzer um knapp 15 %, der mit dem möglichen Impuls am 21. September eine Gelegenheit ist. Ein KGV von 0,8 (2026e) und ein KGV von 8 per 2027 lassen weiteren Spielraum, zumal bis 2029 Dividenden und Rückkäufe über rd. 20 Mrd. € oder ca. 36 % des Börsenwertes an die Aktionäre zurückfließen sollten. Mit Stop bei 68 € vor dem Kapitalmarkttag am 21. September kaufenswert.</p>
<p>Die Übernahme der All For One Group ist praktisch entschieden: Vinci kontrolliert bereits vor Ablauf der Annahmefrist 83,56 % der Stimmrechte und hat die Mindestschwelle von 75 % plus einer Aktie sicher übersprungen. Nächster Schritt dürfte das Delisting aus dem Prime Standard sein; anschließend bliebe voraussichtlich nur der wenig liquide Hamburger Freiverkehr. Auf einen höheren Preis sollten Anleger nicht spekulieren: Vinci schließt ein Delisting-Angebot oberhalb von 67,50 € ausdrücklich aus. Erreichen die Franzosen je nach Verfahren 90 oder 95 %, rückt der Squeeze-out näher. Fazit: Das Börsenkapitel von All for One endet.</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info" target="_blank" rel="noopener">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
10-Sept. 12:11
Bernecker Daily morgen vorab: Niederländischer Chemiespezialist als Übernahme- und Comeback-Kandidat
<p>Das Comeback wird konkreter - auch technisch mit neuem Jahreshoch heute, aber noch weit unter Spitzenkursen aus 2021. Der Chart spricht Bände. Nach Jahren der Enttäuschungen beginnt sich beim niederländischen Spezialisten für fermentierte Lebensmittelzutaten und Algen-Omega-3 das Bild zu drehen. Die hohen Investitionen der vergangenen Jahre laufen aus, Verschuldung und Kapitalbedarf sinken und gleichzeitig zieht das operative Geschäft wieder an. Omega-3 aus Algen wird durch die stark gestiegenen Preise für Fischöl deutlich wettbewerbsfähiger. Hinzu kommt neue Übernahmefantasie:</p> <p>Berenberg bezeichnet CORBION angesichts der Konsolidierung im Ingredients-Sektor ausdrücklich als möglichen Übernahmekandidaten. Der Verkauf von IFF-Aktivitäten an CVC und die geplante Übernahme von TATE & LYLE durch INGREDION zeigen, dass strategische Käufer für hochwertige Ingredients-Geschäfte hohe Preise zahlen. Verkauft CORBION zusätzlich seinen 50-%-Anteil am PLA-Joint-Venture mit TOTALENERGIES, wird das Portfolio noch fokussierter und für einen Käufer leichter zu greifen. Die Aktionärsstruktur steht dem nicht entgegen. Es gibt keinen kontrollierenden Großaktionär und seit 2025 auch keine sog. Financing Preference Shares mehr. Es gilt KGV 13 für 2027. Zielrichtung 28 €. (VS)</p> <p> </p>
<p>Passend zum generellen Preisauftrieb steht nachher der EZB-Zinsentscheid an. Erwartet wird, dass die Notenbank den Leitzins (ein zweites Mal in diesem Jahr) auf dann 2,5 % erhöhen wird. Zuletzt hatte die EZB Mitte Juni den Leitzins angehoben und da zum ersten Mal seit September 2023. Der warnende Finger im Hintergrund ist der Preis für Rohöl und Energie, der im Zuge des Iran-Kriegs gestiegen ist und die Inflation nach oben getrieben hat.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Die FDA hat Sevabertinib beschleunigt als Erstlinientherapie für Erwachsene mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem, nicht-plattenepithelialem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs zugelassen. Voraussetzung sind aktivierende Mutationen in der Tyrosinkinase-Domäne von HER2/ERBB2, die mit einem von der FDA autorisierten Test nachgewiesen wurden. Damit darf das Mittel nun deutlich früher im Krankheitsverlauf eingesetzt werden. Bislang war Sevabertinib in den USA nur für bereits vorbehandelte Patienten zugelassen.</p> <p>Grundlage ist die laufende Phase-I/II-Studie SOHO-01. In der bisher ausgewerteten Erstlinienkohorte mit 69 Patienten erreichte Sevabertinib eine objektive Ansprechrate von 75 %. Bei 73 % hielt das Ansprechen mindestens sechs Monate an. Die FDA hatte dem Wirkstoff zuvor bereits Priority Review und Breakthrough Therapy Designation erteilt. Da es sich um eine beschleunigte Zulassung handelt, muss der klinische Nutzen noch in der laufenden Phase-III-Studie SOHO-02 bestätigt werden.</p> <p>Die Bayer-Aktie reagiert heute zunächst kaum und bewegt sich weiter um 49 €.</p> <p>Fazit: Die Zulassung ist positiv für Pharmapipeline und Investmentthese. Wegen der kleinen Patientengruppe ist kurzfristig aber kein Ergebnissprung zu erwarten. Bayer befindet sich seit dem 12. Dezember 2025 zu 36,42 € im Allround-Portfolio. Bei zuletzt 49,02 € beträgt die reine Kursperformance rund +34,6 %. Wir bleiben weiter investiert.</p>
<p>Die Märkte stehen weiter auf dünnem Eis im September. Ein fester Nikkei heute Morgen (Nontenbank-Äußerungen hilft dem DAX wenig. Die Kombination aus hohen Ölpreisen, steigenden Zinsen, tiefen Cashquoten der Fondsmanager (3,5 %), einem starken Yen (Stichwort Rückabwickelung von Carry-Trades / s. Chart) und hoch gehebelten Märkten trifft am 18. September auf den großen Verfall, wo Optionen über 9,6 Bio. $ fällig werden.</p> <p>Heute steht der EZB-Entscheid an mit einer ZInserhöhung um 25 Basispunkte, was Konsens ist.</p> <p>Zahlenseitig wird es nochmal spannend. Adobe und Oracle sind mit Quartalszahlen dran. Das wird den Software-Sektor sicherlich tangieren mit zahlreichen Cross-reads. Relative Stärke zeigt der Halbleitersektor. </p> <p>Aktuell muss man nicht nicht den Helden spielen. Es bleibt bei erhöhter Cash-Quote.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p> <p> </p>
<p>Die Börsen standen am Mittwoch klar unter Druck. Der DAX verlor 1,66 % auf 25.576,45 Punkte. Der EuroStoxx 50 fiel um 1,58 % auf 6.311,56 Punkte. In New York gab der S&P 500 um 0,48 % auf 7.636,36 Punkte nach. Der Nasdaq 100 hielt sich mit einem Minus von 0,29 % auf 29.421,55 Punkte etwas besser.</p> <p>Hauptbelastung war erneut der Iran-Konflikt. Brent sprang um 3,4 % auf 101,21 $ und damit erstmals seit Juli wieder über 100 $. Gleichzeitig erreichte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen rund 4,85 %. Steigende Energiepreise verschärfen die Inflationssorgen und erhöhen den Druck auf die Notenbanken. Die für heute erwartete EZB-Zinserhöhung sorgte zusätzlich für Zurückhaltung.</p> <p>Deutsche Börse verlor 2,3 % nach der Ankündigung einer Wandelanleihe über 600 Mio. €. Auto1 brach um 6,5 % ein, nachdem Finanzchef Christian Wallentin überraschend seinen Rücktritt aus familiären Gründen erklärt hatte. RWE gewann dagegen 1,7 % und gehörte damit zu den wenigen DAX-Gewinnern. Inditex verlor trotz 7,6 % Umsatzwachstum und 6,8 % mehr Nettogewinn 3,6 %.</p> <p>In den USA sprang Meta Platforms nach der Vorstellung des KI-Assistenten Muse um 6,6 % an. Casey’s General Stores brach trotz insgesamt solider Zahlen um mehr als 14 % ein, weil das Absatzvolumen enttäuschte. Exxon Mobil gewann 2,2 %, Chevron 1,9 %. Beide profitierten direkt vom Ölpreissprung.</p> <p>Heute Morgen wurden die endgültigen deutschen Verbraucherpreise für August veröffentlicht. Die Inflationsrate bestätigte den vorläufigen Wert von 2,9 %. Um 14:15 Uhr folgt der EZB-Zinsentscheid. Erwartet wird eine Anhebung des Einlagensatzes um 25 Basispunkte auf 2,50 %. Um 14:30 Uhr kommen die US-Erzeugerpreise für August. Der Konsens liegt bei +0,4 % zum Vormonat.</p> <p>Zahlen melden heute unter anderem Oracle, Adobe, Macy’s, RH, Copart, Descartes Systems, Designer Brands und 1-800-Flowers.com.</p> <p>Für Donnerstag zeigt sich am Vormittag eine vorsichtige Stabilisierung. Der DAX bewegt sich nach dem schwachen Mittwoch zunächst wenig. In Asien überwogen zuvor die Verluste. Der Nikkei gab rund 0,6 % nach. Brent notiert mit etwa 101,40 $ weiterhin über der psychologisch wichtigen Marke von 100 $. Entscheidend werden EZB und US-Erzeugerpreise. Ein moderater EZB-Ausblick oder schwächere US-Preisdaten können die Aktienmärkte stützen. Ein neuer Ölpreisschub bleibt das größte Risiko.</p> <p>Sie möchten jeden Morgen kurz und kompetent über die wichtigsten Markttendenzen informiert werden? Dann empfehle ich die Bernecker-App kostenlos im Download: <a href="https://www.bernecker.info/app">Bernecker-App</a></p> <p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf.</p>
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