<p>Allianz und AXA liefern heute neue Jahreshochs. Das Zinsumfeld lenkt Kapital nicht nur in die Banken sondern auch in die Versicherungen. Analysten rechnen für die kommenden Jahre mit einem durchschnittlichen Dividendenwachstum von etwa 8 % pro Jahr. Hinzu kommen umfangreiche Aktienrückkaufprogramme, die den Gewinn je Aktie zusätzlich steigern. Damit sind Bewertungen wie bei AXA (s. Actien-Börse 25/26) mit KGV 9,4 ausbaufähig. Das Break um 43,60 € bei AXA wird immer wahrscheinlicher. </p>
<p><strong>Mit - 6,1 % war APPLE gestern größter Tagesverlierer im S&P 500, weil gestiegene Kosten für Speicherchips (DRAM und NAND) die Produkte des iKonzerns deutlich verteuern.</strong> Die konkreten Preisschritte bei MacBooks und iPads liegen bei typischerweise 100 bis 300 $ je Gerät. Zur Einführung des iPhones 18 im September ist auch in dieser Produktkategorie mit höheren Verkaufspreisen zu rechnen.</p> <p><strong>Der Börsenwert des gesamten Konzerns reduzierte sich gestern um 263 Mrd. $ auf knapp mehr als 4 Bio. $.</strong> Die APPLE-Aktie war am 2. Juni als letzter Titel der Mag 7 in einen Abwärtstrend geschwenkt und gab seitdem 12 % nach. Zurzeit daher kein Einstieg.</p> <p>Im Chart: APPLE mit Zulieferer Hon HAI PRECISION. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker daily.</p>
<p>Der gestrigen Hochstimmung im Tech-Sektor infolge der Micron-Zahlen folgt heute die Ernüchterung in Asien mit Gewinnmitnahmen im Sektor auf breiter Front. Darin liegen keine neuen fundamentalen Erkenntnisse, sondern reine überkaufte Markttechnik. </p> <p>Als Auslöser gilt der Kurseinbruch bei Apple nach Preiserhöhungen für Macs und iPads sowie ein Bericht, wonach OpenAI einen Börsengang möglicherweise auf 2027 verschiebt. Das kostetet Softbank zeitweise bis zu 14 %. </p> <p>Besonders Halbleiterwerte geraten nach ihrer starken Rally unter Verkaufsdruck. Der Kospi verlor zwischenzeitlich bis zu 9 %, der Nikkei 225 fiel um 4,5 %, belastet von deutlichen Abschlägen bei SK Hynix, Samsung, Kioxia und SoftBank.</p> <p>Apple-Zulieferer leiden unter der Sorge, dass steigende Speicherpreise die Nachfrage nach Endgeräten bremsen und den Speicherboom abschwächen könnten.</p> <p>Bei den Rohstoffen notiert Gold knapp über 4.000 Dollar je Unze, Silber gibt nach und Eisenerz steuert auf die siebte Verlustwoche in Folge zu. Belastet wird der Markt durch eine saisonal schwächere Nachfrage aus China und sinkende Margen der Stahlhersteller.</p> <p>Der PCE-Preisindex in den USA stieg im Mai auf 4,1 %, die Kerninflation auf 3,4 %. Beide Werte liegen weiterhin deutlich über dem Fed-Ziel von 2 %. Wichtiger für mich: Die 10-jährigen Break-even-Inflationsraten fielen von über 2,5 % Mitte Mai auf rund 2,2 %, den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr. Das geht in die richtige Richtung und entlastet den Bond-Markt. Kurzum:</p> <p>Die Marktbreite wirkt stabil. Der Dow Jones schaffte gestern sogar ein neues Allzeithoch. Bank-Aktien und Pharma-Werte sehen gut aus. Der Halbleitersektor ist ab jetzt kein Selbstläufer mehr. </p> <p>Ihr Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p> <p> </p>
<p><strong>Die britische Private-Equity-Gesellschaft 3I GROUP ist heute mit ca. 12 % der Tagessieger in London.</strong> Auslöser sind gute Zahlen des Einzelhändlers Action, auf den ca. 70 % der von 3I GROUP kontrollierten Beteiligungen entfallen. Nach einer Durststrecke meldete Action ein vergleichbares Umsatzwachstum von 3,3 % sowie ein planmäßiges Expansionstempo (105 neue Stores bisher in 2026). Auf der heutigen Generalversammlung berichtete das 3I-Management zudem, dass die weiteren Portfoliounternehmen sich positiv im Rahmen der Erwartungen entwickeln. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker daily.</p>
<p>Wir hatten die Ausgangslage in der Actien-Börse 15/26 um 50 $ im Deatail dargelegt. Inzwischen knapp 59 $ zzgl. Währungsgewinne im EUR/USD. Das Break heute ist folgerichtig. Frisch dazu kommt:</p> <p>Die US-Großbanken haben den diesjährigen Stresstest der Federal Reserve ausnahmslos bestanden und damit ihre robuste Kapitalausstattung unter Beweis gestellt. Selbst in einem simulierten schweren Konjunktureinbruch blieben alle 32 Institute über der vorgeschriebenen Mindestquote für hartes Kernkapital (CET1). Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass viele Banken ihre Aktienrückkäufe und Dividenden in den kommenden Monaten anheben.</p> <p>Es sieht also auch für die US-Banken weiter klar positiv aus!</p> <p> </p>
<p>Bayer hat im Glyphosat-Streit vor dem Supreme Court einen wichtigen Etappensieg errungen. Die Richter kippten mit 7 zu 2 Stimmen ein Urteil über 1,25 Millionen Dollar zugunsten eines Klägers aus Missouri.</p> <p>Kern der Entscheidung: Bayer kann wegen fehlender Krebswarnhinweise nicht haftbar gemacht werden, wenn die US-Umweltbehörde EPA diese nicht verlangt. Damit verleiren zehntausende vergleichbare Klagen erheblich an Durchschlagskraft. </p> <p>Für Bayer ist das der Befreiungsschlag nach jahrelangen Belastungen von mehr als 10 Milliarden Dollar. Auch bestehende Urteile im Volumen von rund 787 Millionen Dollar könnten laut Bloomberg Intelligence betroffen sein.</p> <p>Die Rechtsrisiken werden nicht komplett verschwinden, sind aber nun planbar und begrenzt. Ergebnis:</p> <p>+15,6 % für den Bayer Kurs! Die Analysten dürften nun in den nächsten Tagen ihre Kursziele deutlich anheben. </p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p><strong>Die deutsche Herausforderung liegt nicht mehr in der Erzeugung von Strom, sondern darin, die wachsenden Strommengen künftig zu transportieren.</strong> Fakt ist: Die regulierte Vermögensbasis wächst in den kommenden Jahren mit hoher Dynamik. Wer heute Netze besitzt, kontrolliert damit einen der attraktivsten Teile der Wertschöpfungskette.</p> <p><strong>Für RWE gilt eine Mehrheitsbeteiligung an Amprion als klar nachvollziehbar. </strong>Es geht darum, das Geschäftsmodell um einen Bereich zu erweitern, der planbare Erträge, hohe Eintrittsbarrieren und langfristiges Wachstum vereint. Das erinnert uns an die Entwicklung großer europäischer Versorger wie IBERDROLA, deren Netzgeschäft inzwischen einen wesentlichen Teil des Unternehmenswerts ausmacht. RWE erhöht somit seine wirtschaftliche Beteiligung an Amprion von derzeit 25,1 % auf rund 55 %. Die Bewertung von Amprion beläuft sich auf etwa 10 Mrd. € Eigenkapitalwert und sollte bis 2031 auf 15,5 Mrd. € steigen. Auf Basis des Jahresüberschusses von 672 Mio. € für 2025 liegt das KGV bei rd. 15. Das liegt ca. 20 % unter üblicher Marktbewertung.</p> <p><strong>Angesichts des erwarteten Wachstums der regulierten Vermögensbasis (RAB) von durchschnittlich 18 % pro Jahr bis 2031 dürfte die Bewertung auf Basis der 2026er-Gewinne auf etwa 12,5 sinken.</strong> Finanziert hat RWE den Einstieg über den Verkauf von 74,3 Mio. Aktien zu 54 €, die knapp zur Hälfte aus einer Kapitalerhöhung und zur Hälfte aus dem Eigenbestand stammen. Die Platzierung war signifikant überzeichnet. Damit ist das Kursziel für RWE in Richtung 70 € auszuweiten.</p> <p>Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a>. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.</p> <p>Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf www.bernecker.info und über unsere Bernecker-App. </p> <p>Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 26 u. a.:</p> <p>- Der Deal ist das Schlüsselwort dieses Jahres</p> <p>- Die größte Industriebranche liefert einen desaströsen Eindruck</p> <p>- DEUTZ befindet sich im Umbruch</p> <p>- ECKERT & ZIEGLER: Neue Impulse </p> <p>- GFT TECHNOLOGIES: KI und Robotik bekommen Gewicht</p> <p>- Das Bild an der Wall Street bleibt unverändert</p> <p>- Big Pharma hat seine Korrektur absolviert</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info </a></p>
<p>MERCK KGAA traut sich was. Man übernimmt den US-Labordiagnostik- und Life-Science-Spezialisten BIO-TECHNE für 11,3 Mrd. $. Der Kaufpreis von 73 $ je Aktie entspricht einer Prämie von rund 24 % und einem EV/EBITDA-Multiple von etwa 26. Wir bewerten die Transaktion als strategisch überzeugend, die Bewertung liegt unter den rund 32, die DANAHER 2023 für ABCAM zahlte. BIO-TECHNE erweitert das Portfolio in den Wachstumsfeldern Multi-Omics, Spatial Biology sowie Zell- und Gentherapien. Zusammen repräsentieren diese Segmente ein adressierbares Marktvolumen von rund 27 Mrd. $. Die Übernahme soll nach Abschluss unmittelbar Umsatz und EBITDA-Marge steigern, beim bereinigten Gewinn je Aktie wird ab dem 3. Jahr ein positiver Beitrag erwartet. Rund 140 Mio. € jährliche Kostensynergien sind geplant. MERCK setzt damit den Fokus auf Life Science konsequent fort und stärkt die wichtigste Wachstumssparte des Konzerns. Unsere Kaufempfehlung aus AB 24/ sowie der BD vom 5. Juni bestätigen wir. </p>
<p>51 % der Motoren- und Energiesparte Everllence gehen an Bain Capital für rd. 7,4 Mrd. €. Der Erlös liegt über den Markterwartungen und stärkt die Finanzkraft des Konzerns in einer schwierigen Phase. Volkswagen behält zunächst 49 % der Anteile und partizipiert damit weiter am Wachstum der Sparte, die von Trends in Schifffahrt, Energieinfrastruktur und Rechenzentren profitiert. Grundsätzlich stecken im breit aufgestellten Konzernportfolio weitere stille Reserven, die künftig durch weitere Strukturmaßnahmen aufgedeckt werden sollten. Herausforderung ist, Kosten und Kapazitäten an niedrigere Absatzzahlen auszurichten. Eine Turnaroundchance für Mutige mit Geduld.</p>
<p>Im Fokus steht die der nächste große Schritt zur Hebung stiller Reserven. Noch vor Jahresende soll die Werkstoffhandelssparte unter dem Namen „tk accelis“ separat an die Börse gebracht werden. Dabei erhalten Aktionäre 49 % der Anteile per Spin-off, während THYSSENKRUPP behält die Mehrheit von 51 % - vorerst. Die Bank of America taxiert den Wert von tk accelis auf rund 3,5 Mrd. €, mehr als die Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung von THYSSENKRUPP entspricht. Allein das an die Aktionäre ausgeschüttete Aktienpaket hätte einen Wert von rund 1,7 Mrd. € beziehungsweise rund 26 % des aktuellen Börsenwerts. Strategisch soll sich tk accelis vom klassischen Stahlhändler zu einem „Materials-as-a-Service“-Anbieter entwickeln, mit 11,4 Mrd. € Umsatz sowie einer starken Position in den Wachstumsfeldern Verteidigung, Luftfahrt und Rechenzentren. In Summe der Einzelteile sieht die BofA THYSSENKRUPP bei 15 €.</p>
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Volker Schulz
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