<p>Die Neocloud-Vertrauenskrise weitet sich aus. Der südkoreanische KI-Infrastrukturanbieter Elice hat am Dienstag das schwächste Börsendebüt eines größeren Unternehmens in der Geschichte Südkoreas hingelegt. Die Aktie verlor zeitweise 38 % und schloss mit einem Minus von 32 %. Das IPO-Klima im Tech-Sektor trübt sich damit zugleich weiter ein. Wann kommt die Absage des IPOs von Anthropic?</p>
<p style="text-align: justify;">Die jüngste Korrektur an den Aktienmärkten hat auch im DAX Spuren hinterlassen. Allerdings verlief die Entwicklung keineswegs einheitlich. Während sich einige Schwergewichte vergleichsweise robust behaupteten, gerieten andere Aktien erheblich unter Druck. Teilweise haben sich die Kurse inzwischen weit stärker von ihren Höchstständen entfernt, als es die operative Geschäftsentwicklung rechtfertigen dürfte.</p> <p style="text-align: justify;">Darin sehen wir zunehmend interessante Einstiegschancen. Denn die fundamentalen Perspektiven einiger deutscher Unternehmen sind besser, als es ihre Aktienkurse vermuten lassen. Gleichzeitig könnte die globale Rotation aus hoch bewerteten Technologieaktien in traditionelle Wirtschaftsbereiche anhalten. Unternehmen mit soliden Erträgen, attraktiven Bewertungen und verlässlichen Cashflows sollten davon profitieren.</p> <p style="text-align: justify;">Wir nehmen deshalb zwei DAX-Aktien neu auf unsere Kaufliste. Beide haben kräftig korrigiert, verfügen aber über überzeugende Perspektiven. Beide Unternehmen gibt es in der Termin-Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p>Die Wall Street startete einen Erholungsversuch. Der Nasdaq gewann gestern 1,11 %, der S&P 500 0,41 %. Nvidia legte 1,4 % zu, Amazon sogar 5 % (Top Pick von Morgan Stanley). Allerdings blieb die Marktbreite schwach. Der Dow Jones gab leicht nach. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg zum Montagsschluss auf rund 5,14 %. </p> <p>Asien spielt nicht mit. Südkoreas Kospi gerät erneut deutlich unter Druck. SK Hynix und Samsung verlieren, auch Japans Nikkei und Hongkongs Hang Seng tendieren schwächer. </p> <p>In Frankreich erreicht der Rendite-Spread zu deutschen Staatsanleihen das höchste Niveau seit der Finanzkrise 2008. Ein Machwort der EZB ist eine Zeitfrage. Der Herbst bleibt somit fragil, was wir mit hoher Barreserve begleiten.</p> <p>Von den Unternehmen:</p> <p>Morgan Stanley hat Amazon zur Top Pick erklärt und das Kursziel auf 350 $ angehoben. Analyst Brian Nowak sieht erhebliches Potenzial im Cloudgeschäft AWS, das von der steigenden Nachfrage nach KI-Rechenleistung profitiert. Er erwartet für 2027 ein Umsatzplus bei AWS von 47 % und für 2028 weitere 42 %. Grundlage sind höhere erwartete Auslieferungen von Nvidia-GPUs. Nowak hält 2028 einen Gewinn je Aktie von rund 16,50 $ für möglich. </p> <p>COMET liefert heute Morgen ein starkes Gegensignal zur schlechten Stimmung im Halbleitersektor. Der Schweizer Halbleiterzulieferer steigerte den Quartalsumsatz um 52 % auf 155,6 Mio. Franken. Der Auftragseingang explodierte um 170 % auf 275,6 Mio. Franken. Die Umsatzprognose für 2026 steigt auf 570 bis 590 Mio. Franken. Die Nachfrage kommt aus dem Ausbau der KI-Infrastruktur. </p> <p>Auch ABB überzeugt. Der Auftragseingang sprang im dritten Quartal um 40 % auf 12,1 Mrd. Dollar. Die operative EBITA-Marge erreichte 20,8 %.</p> <p>Bei K+S gibt es eine neue Beteiligungsmeldung. Rossmann erhöhte seine gemeldete Gesamtposition einschließlich Finanzinstrumenten von 15,81 auf 18,87 %. Der unmittelbare Aktienanteil beträgt allerdings nur 6,42 %. </p> <p>Aus den USA kommen gemischte Unternehmenszahlen. Steel Dynamics meldete 6,5 Mrd. Dollar Quartalsumsatz und verfehlt die Taxen auf der Ergebnisseite. Crown Holdings enttäuschte mit seiner Gewinnprognose für das Schlussquartal. </p> <p>Heute stehen der deutsche ZEW-Index sowie Quartalszahlen von GE Aerospace, Hasbro und RTX an. Nach US-Börsenschluss kommen mit Netflix und SpaceX die ersten Highlights. </p> <p>In der Bernecker Daily beschäftigen wir uns heute mit einem US-Solar-Wert, der sich in diesem Jahr schon halbiert hat, zweistellig wächst und wo JPMorgan ein Potenzial von 70 % sieht. Ab ca. 9.30 Uhr ist die Daily auch im Börsenkiosk im Einzelabruf erhältlich. Hier geht es zum Börsenkiosk: <img src="https://boersenkiosk.de/" alt="" /><a href="https://boersenkiosk.de/">https://boersenkiosk.de/</a></p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p> <p> </p>
<p>Michael Wilson sieht die Korrektur am US-Aktienmarkt auf der Zielgeraden. Der Stratege von Morgan Stanley rät Anlegern, sich auf Zukäufe vorzubereiten. Der S&P 500 liegt zwar nur 2 % unter seinem Rekord. Unter der Oberfläche haben jedoch viele Aktien bereits deutlich an Bewertung verloren. Betroffen sind Banken, Industrie und zyklischer Konsum. Wilson hält noch einen schnellen Rückschlag oder ein langsames Abbröckeln bis in den November / Midterms für möglich.</p> <p>Diese Phase wäre aus seiner Sicht eine Gelegenheit, Aktienpositionen auszubauen. Sein Favorit bleiben Qualitätswerte. Chancen sieht er etwa bei Investitionsgüterherstellern mit verbesserten Gewinnperspektiven. Unterstützung liefern die Unternehmensgewinne: Für das dritte Quartal erwartet der Markt laut Bloomberg Intelligence beim S&P 500 ein Plus von 24,6 %.</p> <p>Ich sehe das ähnlich, wen der Bond-Markt so mitspielt, wie er es in den vergangen Tagen getan hat. Nachfolgende Grafik belegt die Schere zwischen Aktienmarkt-Tendenz und Bewertungstendenz. </p>
<p>Am kommenden Donnerstag (22.10.2026) ist es so weit: Seien Sie gespannt auf das Webinar mit Hans A. Bernecker: "Was wird aus Deutschland - Rechts wie Links?" - Perspektiven für Gesellschaft, Wirtschaft und Börse. Wie schaut ein Experte mit weit mehr als sechs Jahrzehnten Erfahrung auf den aktuellen Sachrahmen?</p> <p>Registrieren Sie sich noch heute zur Teilnahme. Weitere Informationen gibt es auf der Veranstaltungsseite:<br /><a href="https://www.bernecker.info/webinar-261022" target="_blank" rel="noopener">https://www.bernecker.info/webinar-261022</a></p>
<p>Es läuft im Land. Roche hat sämtliche künftigen Investitionsentscheidungen in Deutschland vorerst auf Eis gelegt. Auslöser ist die Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Roche kritisiert zusätzliche Belastungen für die Pharmaindustrie zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung und sieht die Verlässlichkeit des Standorts beschädigt.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Brnecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p style="text-align: justify;">Vor wenigen Tagen haben wir die Pharmabranche ins Visier genommen und mehrere Aktien auf unsere Empfehlungsliste gesetzt. Wir können uns gut vorstellen, dass Pharmawerte zu den nächsten Favoriten an den internationalen Aktienmärkten aufsteigen. Deshalb stocken wir diesen Bereich heute mit zwei weiteren Empfehlungen auf.</p> <p style="text-align: justify;">Die Umschichtung hat bereits begonnen. In den vergangenen Handelstagen gehörten mehrere große Pharmakonzerne zu den Gewinnern an der Wall Street. Dabei dürfte es nicht nur um eine kurzfristige Flucht aus den Technologieaktien gehen. Vielmehr entdecken Investoren zunehmend die Kombination aus Widerstandsfähigkeit, Innovationskraft und attraktiven Ertragsperspektiven.</p> <p style="text-align: justify;">Allerdings ist Pharma nicht gleich Pharma. Auslaufende Patente, staatlicher Preisdruck und Rückschläge in der Medikamentenentwicklung verlangen eine sorgfältige Aktienauswahl. Wir konzentrieren uns deshalb auf zwei Unternehmen, die bereits heute solide verdienen und über zusätzliche Wachstumstreiber verfügen. Beide Unternehmen und ausführliche Analysen finden Sie in der Termin-Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>). </p>
19-Okt. 08:55
Guten Morgen aus der Redaktion: KI-Stabilisierung, DHL erhöht die Prognose, Steyr Motors - avsierte Übernahme ist da
<p>Nach dem heftigen Ausverkauf bei KI-Aktien deutet sich an der Wall Street eine Erholung an. So gewinnen die Futures auf den Nasdaq 100 rund 1,3 %, auf den S&P 500 rund 0,8 %. Der Nasdaq 100 verlor vergangene Woche 5,5 %, der Halbleiterindex SOX fiel acht Handelstage hintereinander. Eine solche Verlustserie gab es zuletzt 2008. Der Volatilitätsindex VIX erreichte am Freitag zeitweise 22 Punkte.</p> <p>Asien bleibt uneinheitlich. Südkoreas Kospi stabilisiert sich nach seinem massiven Wocheneinbruch. Japan steht noch unter Druck. Hongkong bleibt feiertagsbedingt geschlossen. Chinas Wirtschaft wuchs im dritten Quartal um 4,5 %. Die starke Exportwirtschaft gleicht weiterhin die schwache Binnennachfrage aus.</p> <p>Am Anleihemarkt zeichnet sich eine interessante Entwicklung ab. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank vergangene Woche um rund 17 Basispunkte, auf zuletzt etwa 5,06 %. Anleger suchen wieder Sicherheit in Staatsanleihen. Gold tendiert fester, Bitcoin erholt sich. Brent-Öl gibt nach und notierte im Bloomberg-Morgenbericht bei rund 108 Dollar.</p> <p>DHL sorgt für eine positive Überraschung. Am Freitagabend erhöhte der Konzern seine EBIT-Prognose von über 6,5 auf über 7 Mrd. €. Das Quartalsergebnis stieg um 16 % auf 1,71 Mrd. €. Auch die Cashflow-Prognose wurde angehoben.</p> <p>BAWAG meldet heute 248 Mio. € Quartalsgewinn, knapp unter 250 Mio. € Konsens. Die Risikovorsorge fiel höher aus als erwartet, die Kosten sanken um 10 %. Die Eigenkapitalrendite erreichte 26,9 %. Insgesamt sind das robuste Ergebnisse.</p> <p>Steyr Motors wird zu 39 € von RedCAT übernommen. Unser Geflüster vor einigen Wochen geht also mal wieder auf. </p> <p>Die Woche bringt wichtige Stimmungstests. Netflix berichtet am Dienstag, Meta, Tesla und SAP am Mittwoch. Vor allem Metas Aussagen zu KI-Investitionen werden zeigen, ob die jüngste Stabilisierung tragfähig ist. Hinzu kommen der ZEW-Index und neue Einkaufsmanagerindizes.</p> <p>PS: Im Börsenkiosk gibt es bis Mittwoch noch den Frankfurter Börsenbrief im Einzelabruf mit 50 % Rabatt. Themen u.a. Deutsche Telekom: Was tun nach dem Musk-Schock? +++ Heidelberg Materials: Nächster Bewertungsschub voraus? +++ Börsengeflüster bei SAP und natürlich den beiden erfolgreichen Musterdeposts.</p> <p>Hier geht es zum Frankfurter Börsenbrief: <a href="https://boersenkiosk.de/PromoLink/2043">https://boersenkiosk.de/PromoLink/2043</a></p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redfaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Die ersten US-Banken haben ihre Quartalszahlen vorgelegt. Endet nun die seit rund einem Monat bestehende relative Schwäche des US-Bankensektors gegenüber dem Gesamtmarkt?</strong></p> <p>Die Gewinne der amerikanischen Banken beeindrucken erneut. Hauptträger waren jedoch nicht allein das klassische Bankgeschäft, sondern auch die ungewöhnlichen Erfolge im Aktienhandel und bei neuen Emissionen. Die Reaktionen des Marktes fielen dennoch deutlich vorsichtiger aus und preisen ein geringeres Wachstum ein, das im laufenden Quartal erwartet wird. Die durchschnittliche Bewertung der Gewinne (annualisiert) liegt deshalb in der üblichen Bandbreite eines robusten Trends, aber geringerer Dynamik. Deshalb sind neue Bankinvestments noch nicht zwingend. Siehe auch Seite 8 der aktuellen <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a>. </p> <p style="text-align: center;"><strong>Vom Hoch im Juni hat der südkoreanische Kospi-Index ein Drittel verloren. Ist der Hype um koreanische Chipaktien damit vorbei oder war es nur eine gesunde Korrektur?</strong></p> <p>Die Erfolge der Südkoreaner im Sektor Chip und KI waren beeindruckend und daraus entstand der Supertrend für den Kospi-Index, der nun in die übliche Korrektur hineingelaufen ist. Ob diese Korrektur schon vollständig absolviert ist, stelle ich in Zweifel. Immerhin ist es eine gesunde Korrektur in einem grundsätzlichen positiven Chiptrend auf lange Sicht. Für die Gesamtkorrektur dieses Marktes nehme ich mir deshalb Zeit.</p> <p style="text-align: center;"><strong>Anthropic will im November an die Börse. Erwarten Sie, dass es ähnlich laufen wird wie beim SpaceX-IPO, also Hype zu Beginn und dann ein starker Rücksetzer? </strong></p> <p>Anthropic hat seinen Börsengang aus gutem Grund in den November verschoben. Einen Super-Börsengang à la SpaceX stellt man inzwischen infrage. Doch auf das richtige Timing kommt es an und auf die Größenordnung. SpaceX erreichte nach dem Blitzstart einen Marktwert von über 2 Bio. $, der anschließend zwischenzeitlich rd. halbiert wurde, und daraus entwickelt sich inzwischen ein brauchbarer Langfristtrend mit angemessenen Kursbewegungen. Auf diese Weise preist der Markt die Umsatz- und Gewinnziele von SpaceX schrittweise ein. In diesem Szenario muss nun Anthropic den richtigen Preis für den Börsenstart finden, wofür es zwei Bedingungen gibt: Es muss genügend Kapital geben, um einen vergleichbaren Blitzstart zu erreichen. Anschließend folgt die übliche Korrektur, wie bei vielen Emissionen dieser Art, und erst danach entsteht der längerfristige Trend. Also: Auf den Blitzstart wird es ankommen und seine Resonanz. Hierbei kann man mitspielen oder es lassen. Die anschließende Korrektur ergibt dann den brauchbaren Boden für echte Investments ohne Glücksspiel. Darin liegt dann die seriöse Einschätzung von Anthropic als Ganzes. Also: Ich warte auf die Konditionen für den Börsengang, dann sehen wir weiter.</p>
<p><strong>Die Aktie des Werbekonzerns setzt den Erholungskurs fort:</strong> WPP führte heute den britischen Leitindex FTSE 100 eine Zeitlang an und beendete den Handel auf Platz 2 mit einem Kursplus von 3,1 %. Es wird auf gute Zahlen beim Termin am 29. Oktober spekuliert. Die <em>inhaltliche </em>Erholung klopft der Frankfurter Börsenbrief in der nächsten Woche (FB 43) ab. </p> <p>Die FB-Ausgabe dieser Woche (FB 42) ist <a href="https://boersenkiosk.de/PromoLink/2043">hier</a> zurzeit mit Rabatt erhältlich. </p> <p><strong>Der Chartvergleich enthält neben WPP die Mitbewerber PUBLICIS und OMNICOM.</strong> Sowie als weiteren Anhaltspunkt die Aktie der deutschen STRÖER (mit anderem Ansatz auch in Sachen Werbung aktiv). Ein wirklicher Kursgewinner ist, streng nach Chartverlauf, nur PUBLICIS. Dagegen hat sich die WPP-Aktie seit Ende 2022 zwischenzeitlich mehr als halbiert. Unterer Wendepunkt in diesem Sommer ist für drei der vier abgebildeten Titel etwa der 23. Juni. Wenn WPP dem Ruf gerecht wird, in Erholungsphasen richtig aufzudrehen, steckt noch erhebliches Potenzial in der Aktie. </p> <p>Helmut Gellerman</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/boersenbriefe">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf.</p>
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