Bernecker Newspilot
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Bernecker Team
Die globale Bankenlandschaft startet 2026 aus einer robusten, aber nicht risikolosen Position. Nach der Zinswende der vergangenen Jahre bleiben die Erträge vieler Institute solide, auch wenn das Nettozinseinkommen nicht mehr überall mit der Dynamik der Vorjahre wächst. Die eigentliche Differenzierung verlagert sich zunehmend auf Kostenkontrolle, Kapitaldisziplin, Vermögensverwaltung, Transaktionsbanking und digitale Infrastruktur. KI-Anwendungen beschleunigen bereits einzelne Prozesse, etwa in der Kreditprüfung; ein flächendeckender Effizienzsprung ist aber noch nicht bei allen Instituten nachweisbar. Gleichzeitig gewinnen Stablecoins und tokenisierte Wertpapiere an Bedeutung, befinden sich jedoch eher auf dem Weg in produktive Marktinfrastrukturen als bereits im breiten Bankkunden-Massenmarkt. Für Value-orientierte Anleger bleiben vor allem europäische und global diversifizierte Banken interessant, weil viele Titel trotz verbesserter Profitabilität weiterhin mit Bewertungsabschlägen gegenüber großen US-Banken gehandelt werden. Wir haben drei Kandidaten für Sie herausgesucht, wenn Sie unseren Trades folgen wollen können Sie das mit der TB-Daily tun, entweder im Einzelabruf oder im Abo.
Markus Horntrich
Redakteur
Prysmian ist verhalten in das Geschäftsjahr 2026 gestartet, bleibt jedoch strategisch klar auf Kurs. Im ersten Quartal lag das EBITDA leicht unter den Erwartungen, was vor allem auf eine schwächere Entwicklung im margenstarken Transmission-Geschäft zurückzuführen ist. Entscheidend: Diese Schwäche ist temporär. Denn im Jahresverlauf ist mit einer deutlichen Beschleunigung zu rechnen. Neue Kapazitäten gehen sukzessive ans Netz und treiben nicht nur das Wachstum im Hochspannungsbereich (HV) an, sondern dürften auch die Margen weiter ausweiten. Unterstützt wird dies durch einen erneut gestiegenen Auftragsbestand im HV-Segment.
Im Bereich Power Grids scheint die Margenerholung weitgehend abgeschlossen zu sein, dafür sorgt eine robuste Nachfrage im Zuge der globalen Netzinfrastruktur-Investitionen für solides Wachstum. Das Segment Electrification entwickelt sich stabil mit Margen im Rahmen der Erwartungen – zusätzliche Impulse könnten hier noch aus möglichen Tarifanpassungen entstehen.
Das Geschäft mit Digital Solutions zeigt sich dynamisch mit einer überdurchschnittlichen Margenentwicklung, während parallel Gespräche über weitere Kapazitätsausweitungen geführt werden – die hohe Nachfrage, insbesondere im Umfeld datenintensiver Anwendungen und Infrastruktur, hält an.
Der Ausblick für das Gesamtjahr 2026 wurde wie erwartet bestätigt. Halten.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Markus Horntrich
Redakteur
Die Alzchem Group ist mit einem weiteren starken Quartal in das Geschäftsjahr 2026 gestartet und bestätigt damit ihre Position als wachstumsstarker Spezialchemieanbieter. Trotz eines leicht unter den Erwartungen liegenden Umsatzes (-1%), belastet durch die anhaltende Schwäche der europäischen Stahlindustrie, konnte man auf der Ergebnisseite klar überzeugen: Das operative Ergebnis lag rund 7% über den Markterwartungen.
Treiber dieser positiven Entwicklung bleibt einmal mehr das margenstarke Segment Specialty Chemicals. Insbesondere die anhaltend hohe Nachfrage nach Kreatin sowie Nitroguanidin sorgt für eine deutliche Verbesserung der Profitabilität. Beide Produkte profitieren von strukturellen Wachstumstrends – Kreatin im Bereich Ernährung und Performance, Nitroguanidin insbesondere durch Anwendungen im Verteidigungs- und Energiesektor.
Strategisch stellt Alzchem die Weichen klar auf Expansion: Die Kapazitätserweiterungen für Nitroguanidin und Kreatin verlaufen planmäßig, mit Inbetriebnahmen in der zweiten Jahreshälfte 2026 bzw. 2027. Parallel konkretisiert das Unternehmen seine internationale Wachstumsstrategie – die Standortwahl für eine neue Produktionsstätte in den USA steht kurz vor dem Abschluss, erste Planungsaktivitäten laufen bereits.
Der Ausblick für das Gesamtjahr 2026 wurde bestätigt und erscheint angesichts der aktuellen Dynamik konservativ. Die anhaltend robuste Nachfrage in den Kernprodukten sowie die operative Hebelwirkung aus dem Kapazitätsausbau sprechen für weiteres Ergebniswachstum – mit Potenzial für Aufwärtsrevisionen im Jahresverlauf.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Helmut Gellermann
Redakteur
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Das Analystenecho auf die jüngsten Quartalszahlen fällt nahezu einhellig positiv aus. Von 76 erfassten Experten raten 69 zum Kauf der Aktie, während sieben das Papier halten. Verkaufsempfehlungen liegen derzeit keine vor.
Citi (Kaufempfehlung, Kursziel 405 USD) Die Analysten heben das Kursziel auf 405 USD an. Sie begründen dies mit dem über den Erwartungen liegenden Umsatzwachstum bei Google Search und Google Cloud. Letzteres unterstreiche die gesunde Nachfrage im Bereich der Online-Werbung und die technologische Stärke des Konzerns.
Evercore ISI (Outperform, Kursziel 400 USD) Die Experten bezeichnen die Ergebnisse als beeindruckend, da sie nahezu in allen Geschäftsbereichen die Marktschätzungen übertrafen. Besonders hervorgehoben wird die operative Hebelwirkung, die Alphabet trotz des intensiven Investitionszyklus im Bereich der Künstlichen Intelligenz realisiert. Die soliden Ergebnisse bei Umsatz, Suche und Cloud lagen deutlich über dem Marktkonsens.
Wedbush Die Analysten sehen Alphabet durch die vertikale Integration über die Suche, YouTube und das Werbegeschäft als führenden Akteur der technologischen Transformation. Die Beschleunigung innerhalb der Werbekohorte stützt diese Einschätzung.
Truist Securities (Kaufempfehlung, Kursziel 385 USD) und Stifel (Kaufempfehlung, Kursziel 387 USD) Beide Häuser verweisen auf die breite Stärke des Geschäftsmodells. Die Ergebnisse zeigten ein weit verbreitetes Aufwärtspotenzial im Vergleich zu den ursprünglichen Erwartungen.
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Ihr Volker Schulz (www.bernecker.info)
Redaktionsleiter
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Risk off ist wieder angesagt. Unsere Zurückhaltung war richtig. Der Ölpreis ist auf ein Vierjahreshoch von über 125 $ gestiegen, nachdem die USA nun weitere militärische Operationen erwägen, um Bewegung in den Stillstand der Verhandlungen mit dem Iran zu bringen. Gleichzeitig sorgt die FED mit ihrem restriktiven Kurs für steigende Renditen welche gesten mit Laufzeit 10 Jahre über 4,4 % gestiegen sind. In diesem Umfeld können auch robuste Zahlen der vier Hyperscaler - allen voran Alphabet - wenig helfen. Bitte Zurückhaltung mit weiter angemessener Barquote (ca. 30 bis 40 %) um handlungsfähig zu bleiben.
Oliver Kantimm
Redakteur
Der Q4-Umsatz stieg zum Vorquartal um 20 % auf 328,1 Mrd. JPY und übertraf den Konsens um 14 %. Der Nettogewinn erreichte 126,8 Mrd. JPY und lag 38 % über den Erwartungen. Besonders stark blieb das Geschäft mit System-on-Chip-Testern, das von KI-bezogenen Halbleitern profitierte. Advantest baute seinen Marktanteil in diesem Segment deutlich auf 66 % aus. Speicher-Tester entwickelten sich schwächer, trotzdem blieb die Marktposition solide. Nach einem anfänglichen Kursplus folgte jedoch wegen des konservativen Ausblicks ein Rücksetzer. Die Umsatzprognose lag nur auf Konsensniveau. Zudem verwies Advantest auf mögliche Bremsfaktoren wie Wafer-Starts, CoWoS-Kapazitäten und die Speicherversorgung der Kunden. Aktuell geht Aktien aus dem Halbleiterbereich nach dem starken Lauf ohnehin etwas die Puste aus.
Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „Der Aktionärsbrief“, Ausgabe 18.
Schlaglichter dieser Ausgabe:
- Wird OpenAI zum Spielverderber?
- SAP: Gehen den Bären bald die Argumente aus?
- ABB: Zahlen und Ausblick stark, aber keine Kursgewinne
- Brasilien vor dem Schicksalsjahr: Vier unterschiedliche Ansätze unter der Lupe
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