Bernecker Newspilot

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Hans A. Bernecker
Hans A. Bernecker
Redakteur
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Der Sektor schafft neue Allzeithochs mit sehr überzeugenden Zahlen, wie zuletzt bei BNP PARIBAS oder den spanischen Adressen. Fakt ist: Europas Bankenbilanzen sind top, überschüssiges Kapital wurde aufgebaut und die Profitabilität steigt weiter. Damit sind die Voraussetzungen für eine neue Konsolidierungsrunde gegeben. Die DT. BANK hat 37 mögliche Transaktionen im Euroraum modelliert. Attraktiv sind Übernahmen innerhalb eines Landes. Filialen, Verwaltung und IT-Systeme können einfach zusammengelegt werden. Es geht um Kosteneinsparungen von 40 % der Kostenbasis des Zielunternehmens bei nationalen Transaktionen und 20 % bei grenzüberschreitenden Deals. 

Ein Spezialfall ist die NOVA LJUBLJANSKA BANKA aus Slowenien. NLB ist selbst mit der Übernahme von ADDIKO beschäftigt. 

Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen Actien-Börse. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.

Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf www.bernecker.info und über unsere Bernecker-App.       

Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 31 u. a.:

++ Dem DAX fehlt die Orientierung

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++ Konservative Kombi-Wette auf Gold und Silber

Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info 

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Nachrichtlich: SK Group Chef Chey Tae-won kauft...

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Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter

Microsoft meldet das stärkste Cloud-Wachstum seit 2022 und soll neue Rechenzentrums-Mietverträge über mehr als 130 Mrd. Dollar abgeschlossen haben.

Schneider Electric hebt wegen der hohen Nachfrage aus dem Rechenzentrumssektor die Prognose an.

Samsung steigert den Gewinn im Chipgeschäft sogar um das 250-Fache.

Meta enttäuscht mit schwächeren Ergebnissen und liefert Investoren noch keine überzeugende Antwort, wann sich die hohen KI-Ausgaben auszahlen.

Der Hedgefonds Situational Awareness gerät nach dem Ausverkauf bei KI-Aktien unter Druck.

Caterpillar fällt nach einer Warnung vor nachlassenden Rechenzentrumsinvestitionen seitens Baird deutlich.

Der Ausbau der KI-Infrastruktur geht dennoch weiter. NextEra und Brookfield planen einen Rechenzentrumskomplex für 100 Mrd. Dollar. Blackstones AirTrunk nimmt für einen Standort in Sydney einen Kredit über 4,3 Mrd. australische Dollar auf. Blue Owl sucht für das Rechenzentrumsgeschäft weitere 5,9 Mrd. Dollar Fremdkapital. Bloom Energy hebt nach einer Verdopplung der Gewinnerwartungen die Prognose an.

Im Finanzsektor setzt Lloyds auf KI und will innerhalb von vier Jahren Kosten von 2 Mrd. Pfund einsparen. Die London Stock Exchange erhöht nach einem Rekordhalbjahr und Fortschritten beim KI-Einsatz den Ausblick. Auch im Gesundheitssektor nimmt die Dynamik zu: GSK vereinbart eine KI-Partnerschaft mit einem britischen Biotech-Unternehmen zur Beschleunigung der frühen Medikamentenentwicklung.

Politisch und regulatorisch bleibt das Thema sensibel. US-Senatoren warnen Apple davor, Speicherchips chinesischer Anbieter einzusetzen. Berichte über fehlerhafte oder manipulative KI-Systeme zeigen zudem die wachsenden rechtlichen, sicherheitspolitischen und operativen Risiken.

Amazon legt als nächster Hyperscaler Zahlen vor. Im Fokus stehen erneut die Höhe der KI-Investitionen und deren Beitrag zu Umsatz und Gewinn.

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die Chance besteht. Die Aixtron-Aktie erhält...

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Catharina Nitsch
Catharina Nitsch
Redakteurin

Renault hat im ersten Halbjahr den Umsatz etwas stärker als erwartet gesteigert und auch operativ besser abgeschnitten als erwartet worden war: Beim Erlös verzeichnete RENAULT einen Anstieg um fast ein Zehntel auf knapp 30,3 Mrd. Euro. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn ging um 5 % auf 1,57 Mrd. Euro zurück - hier hatten Analysten allerdings einen noch stärkeren Rückgang erwartet. Nun bestätigte man die Prognosen für das laufende Jahr. Weil ein reines Bestätigen der Jahresziele im schwierigen Branchenumfeld aber keine neuen Kaufimpulse liefert, gerät die RENAULT-Aktie heute etwas unter Druck. 

Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info

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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Prysmian hat im zweiten Quartal die Erwartungen mit einem organischen Umsatzwachstum von 9,4 % übertroffen und den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Der Umsatz stieg auf 6,02 Mrd. Euro und lag damit rund 7 % über dem Analystenkonsens. Das bereinigte EBITDA erreichte 730 Mio. Euro und übertraf die Erwartungen leicht, auch wenn die EBITDA-Marge mit 12,1 % aufgrund anhaltender Inflationsbelastungen bei Metallen und einer schwächeren Profitabilität im Bereich Electrification etwas unter den Prognosen blieb.

Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft mit Stromnetzen und Digitalisierung. Power Grids wuchs organisch um 13 %, während Digital Solutions dank der hohen Nachfrage nach Glasfaserkabeln und optischen Netzwerklösungen um 18 % zulegte. Im Bereich Renewable Transmission beschleunigte sich das Wachstum auf 14 %, unterstützt von einem Auftragsbestand von rund 17 Mrd. Euro, zu dem weitere Projekte im Volumen von etwa 2 Mrd. Euro noch hinzukommen dürften. Die treibenden Kräfte hatten wir in Bernecker daily vom 13. Juli avisiert, ebenso wie die Prognoseanhebung beim EBTIDA. Prysmian hob die Prognose für 2026 auf ein bereinigtes EBITDA von 2,8 bis 2,9 Mrd. Euro sowie einen Free Cashflow von 1,65 bis 1,75 Mrd. Euro an. Vor allem die neue Cashflow-Prognose liegt deutlich über den bisherigen Markterwartungen. Angesichts der bereits heute nahezu erreichten Ziele für 2028 ist eine neue langfristige Guidance fällig. Die aktuelle Korrektur bringt neue Kaufchancen bei der Aktie.

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Bei adidas wird ein starkes Umsatzwachstum von höheren Kosten überschattet. Die Aktie legt nach Q2-Daten mit ca. 16 % den Rückwärtsgang ein. Man hat im zweiten Quartal operativ ein gemischtes Bild geliefert. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 14 % und lag mit 6,74 Mrd. Euro leicht über den Analystenschätzungen. Besonders stark entwickelte sich das Performance-Segment mit einem Plus von 39 %, getragen von der hohen Nachfrage nach Fußball- und Running-Produkten. Auch der Direktvertrieb überzeugte mit einem Wachstum von 25 %, während die Online-Umsätze um 27 % zulegten. Positiv überraschte zudem die Bruttomarge, die trotz Belastungen durch Zölle und Wechselkurse auf 52,5 % stieg.

Für Enttäuschung sorgte jedoch die Kostenentwicklung. Die operativen Aufwendungen lagen rund 200 bis 250 Mio. Euro über den Erwartungen, wobei allein zusätzliche Marketingausgaben etwa 62 Mio. Euro ausmachten. Dadurch sank die EBIT-Marge auf 8,5 %, und das operative Ergebnis blieb mit 574 Mio. Euro deutlich hinter den Markterwartungen zurück.

Für das Gesamtjahr erhöhte adidas die Prognose für das währungsbereinigte Umsatzwachstum leicht auf 9 bis 10 %. Die EBIT-Prognose bleibt jedoch unverändert bei rund 2,3 Mrd. Euro und liegt damit weiterhin unter den Analystenschätzungen von rund 2,5 Mrd. Euro. Die entscheidende und ungeklärte Frage ist, ob die deutlich gestiegenen Kosten lediglich temporär sind oder die Profitabilität auch in den kommenden Quartalen belasten. Zwischen 130/140 Euro wird es wieder interessant.

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur
Das Reifengeschäft sollte erneut als Ertragstreiber überzeugen. Es ist davon auszugehen,...

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Bernecker Team
Bernecker Team

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Die jüngste Schwächephase im KI-Sektor ist weniger Ausdruck einer nachlassenden Nachfrage als vielmehr Folge einer veränderten Bewertungslogik. Der Markt hinterfragt zunehmend, ob sich die gewaltigen Investitionen in neue Rechenzentren schnell genug auszahlen und ob finanziell schwache Großkunden wie OPENAI und ANTHROPIC ihre langfristigen Verpflichtungen tatsächlich erfüllen können. Unter Druck geraten deshalb vor allem Unternehmen, die hohe Investitionen vorfinanzieren müssen, stark von einzelnen Abnehmern abhängig sind oder durch die wachsende chinesische Konkurrenz leichter austauschbar werden könnten.

In diesem Umfeld dürften sich jene KI-Aktien zuerst stabilisieren, die nicht selbst Milliardenbeträge in Rechenzentren investieren müssen, sondern unverzichtbare Komponenten für deren Ausbau liefern. Besonders interessant erscheinen Anbieter von kundenspezifischen KI-Chips, Netzwerktechnik und leistungsfähigen Serverlösungen. In diesem Genre haben wir zwei Unternehmen für Sie herausgesucht. Die Unternehmen finden Sie in der Termin Börse daily, das geht auch im Einzelabruf über diesen Link (KLICK HIER). 

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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GUTEN MORGEN NEWS AUS DER REDAKTION

Die US-Notenbank beließ den Leitzins bei 3,50 bis 3,75 %. Drei Mitglieder wollten wegen der anhaltenden Inflationsrisiken sogar nochmals um 25 Basispunkte erhöhen. Bemerkenswert ist die Reaktion am Bondmarkt: Die Rendite zweijähriger Treasuries gab nach, die 30-jährige Rendite stieg dagegen auf rund 5,2 % und damit auf den höchsten Stand seit 2007. Das kurze Ende akzeptiert die aktuelle Zinspause. Das lange Ende verlangt wegen Energiepreisen, Staatsverschuldung, Inflation und steigender Anleiheemissionen eine höhere Risikoprämie - grundsätzlich gut für Banken - aber mehr Vola im Gesamtmarkt.

Microsoft steigerte den Quartalsumsatz um 18 % auf 90 Mrd. Dollar, Azure wuchs um 43 %. Der noch nicht realisierte Vertragsbestand im Geschäft mit Unternehmenskunden erreichte 678 Mrd. Dollar. Der gesamte Zuwachs gegenüber dem Vorquartal kam von Kunden außerhalb der großen KI-Modellentwickler. Das begeistert mich.

Auch Meta zeigt, dass KI das bestehende Geschäft beschleunigt. Der Umsatz legte um 28 % auf 60,8 Mrd. Dollar zu. Der Preis dafür ist allerdings hoch: Allein im zweiten Quartal investierte Meta 31,1 Mrd. Dollar, für das Gesamtjahr sind nun 130 bis 145 Mrd. Dollar vorgesehen. Der freie Cashflow schrumpfte dadurch auf lediglich 784 Mio. Dollar. Das wird abgestraft.

Am anderen Ende der Lieferkette meldet Samsung Rekorde. Der operative Gewinn erreichte 89,5 Billionen Won, davon kamen 89,2 Billionen Won aus dem Chipgeschäft. Hohe Speicherpreise und knappe Kapazitäten sorgen für Traumrenditen. Gleichzeitig rutschte das Geschäft mit Smartphones und Netzwerktechnik mit 0,7 Billionen Won in die Verlustzone, weil dieselben teuren Speicherchips dort die Kosten erhöhen. Die Zahlen bestätigen den Speicherboom, die Börse diskutiert jedoch bereits das Risiko neuer Überkapazitäten.

Wie schnell ein Zukunftsthema in ein Liquiditätsproblem umschlagen kann, zeigt Leopold Aschenbrenner. Sein rund 20 Mrd. Dollar schwerer Hedgefonds Situational Awareness sucht nach den jüngsten Verlusten frisches Kapital bei Investoren und Kreditgebern. Die Redeist von Zwangsliquidierungen. Der Fonds hatte seine KI-Infrastrukturwetten mit Fremdkapital verstärkt und wurde dadurch von der Korrektur besonders hart getroffen. Das beschleunigt den Absturz der Neoclouds, woraus demnächst neue Chancen resultieren. Mehr dazu demnächst in der Actien-Börse.

Ansonsten steuert die Berichtssaison mit einer echten Zahlenflut in Europa und den USA auf ihren Höhepunkt zu. Adidas scheitert heute an den Kosten, Schneider Electric überzeugt vollends mit bärenstarken Kennzahlen und liefert die Vorlage für Siemens. Auch Prysmian gefällt nach dem Absturz. 

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Ihr Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe

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