Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Markus Horntrich
Redakteur
Nordex lieferte ein starkes Q3: Umsatz plus 28% auf 2,19 Mrd. Euro, EBITDA plus 104% auf 278 Mio. Euro und damit 15% über Konsens; der freie Cashflow erreichte 379 Mio. Euro. Bessere Service-Margen, Projektabwicklung und geringere Risikovorsorge veranlassen den Konzern, die EBITDA-Margenzielspanne 2026 von 8–11% auf 11,5–12,5% anzuheben. Jefferies erhöht folglich die Gewinnschätzungen 2026/27 um 14/9% und das Kursziel von 60 auf 63 Euro – rund 60% über dem aktuellen Kurs von 39,30 Euro. Mit einem 2027er-KGV von 13,4, 11,5% Free-Cashflwow-Rendite und erwarteten 2,1 Mrd. Euro Nettocash per Ende 2027 ist die Bewertung moderat.
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Oliver Kantimm
Redakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Der Aktionärsbrief.
Markus Horntrich
Redakteur
Der Rechenzentren-Boom beflügelt Schneider Electric stärker als erwartet. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 18 Prozent auf 11,5 Mrd. Euro, organisch um 17 Prozent. Analysten hatten im Schnitt knapp 14 Prozent erwartet. Besonders dynamisch entwickelten sich China und Nordamerika; der Umsatz mit Rechenzentrumslösungen hat sich mehr als verdoppelt. Schneider profitiert dabei vor allem von seiner Technik für das Energiemanagement.
Nach dem starken Quartal hebt der Konzern seine Ziele für 2026 zum zweiten Mal an. Organisch soll der Umsatz nun um 12 bis 14 Prozent wachsen, nach zuvor 10 bis 13 Prozent. Für das bereinigte Ebita stellt Schneider ein Plus von 18 bis 21 Prozent in Aussicht; bislang waren 14 bis 19 Prozent geplant. Neben der Nachfrage aus dem Rechenzentrumsmarkt sollen auch Preiserhöhungen zum Wachstum beitragen.
Die Aktie ist im Allround-Porfolio des Aktionärsbrief eine feste Größe. Die jüngste KI-Schwäche ist eher als Kaufchance zu sehen.
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Georg Sures
Redakteur
Der Kurs der 2G Energy (ISIN: DE000A0HL8N9), einem Hersteller von Anlagen zur dezentralen Energieversorgung, ist heute um über 16 % eingebrochen. Auslöser dafür war eine Verkaufsempfehlung der Parmantier & Cie. GmbH, einer „Merchant Bank“ (Eigenwerbung), die bisher nicht durch eine besondere Analysetätigkeit zu 2G aufgefallen ist. In ihrer Analyse bezieht sich Parmantier auf die heute veröffentlichten Halbjahreszahlen, wobei die wichtigsten Daten schon seit dem 29. September bekannt sind. Das gilt auch für die Ebit-Marge von 0,6 %, die im Vorjahreszeitraum noch bei 3,3 % lag. Parmantier begründet seine Verkaufsempfehlung damit, dass 2G Energy dann im zweiten Halbjahr 98 % des für 2026 prognostizierten Ebits erwirtschaften müsste.
Traditionell fällt das zweite Halbjahr bei 2G deutlich stärker aus als die erste Jahreshälfte, was auch den Besonderheiten der Projektabrechnung geschuldet ist. 2G hat hier in der Vergangenheit ergebnistechnisch immer zuverlässig geliefert und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das auch in diesem Jahr so sein wird. Ebenfalls wichtig: Finanzvorstand Friedrich Pehle hat heute erneut einen Insiderkauf (100 Aktien) getätigt. Anleger sollten auch nicht vergessen, dass man bei so einem marktengen Titel wie 2G mit einer Verkaufsempfehlung schnell größere Kursbewegung hervorrufen kann, die gerade von Tradern genutzt werden können.
Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion
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Oliver Kantimm
Redakteur
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Bei der Flotte zählt für SIXT nicht allein ein niedriger Einkaufspreis. Entscheidend sind Kundennachfrage und Restwert nach meist 6 bis 9 Monaten. Die Konditionen der Premiumhersteller haben sich gegenüber 2024 in diesem Jahr weiter verbessert und bleiben stabil. Auch bei Elektroautos nähert sich die Wirtschaftlichkeit der Verbrenner an. Die Premiumpositionierung, nebst jüngerer US-Flotte und ein höherer Anteil von Fahrzeugen ohne Restwertrisiko federn Gebrauchtwagenrisiken ab. Der Konzern wird mit Weitsicht und Können gelenkt. Es gilt KGV 10 für das lfd. Jahr gemäß aktueller Konsenstaxen. Allerdings:
Eine Prognoseerhöhung liegt im Bereich des Möglichen. Bei den Vorzügen kommen noch 6,7 % Dividendenrendite on top. Ziele um 90 bis 100 € für die Stämme lassen sich über 2027 hinaus rechnen.
Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen Actien-Börse. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.
Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf www.bernecker.info und über unsere Bernecker-App.
Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 42 u. a.:
- An der Börse dominieren die Meinungsmacher
- Musk greift an und T-MOBILE US ist die empfindlichste Stelle
- PORSCHE: Wie sieht die Perspektive aus?
- Nebenwerte: GABLER rückt in den Fokus
- Wall Street: Rotation am laufenden Band
- HASBRO: Gespielt wird immer
Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Bernecker Team
Wenn selbst sensationell gute Quartalszahlen die Aktienkurse der KI-Unternehmen nicht mehr beflügeln, sollten Anleger hellhörig werden. Offenbar reichen steigende Gewinne allein nicht mehr aus, um die hohen Bewertungen zu rechtfertigen.
Es zeichnet sich möglicherweise ein Paradigmenwechsel ab. Die Börse beginnt, ihre Favoriten auszutauschen. Statt auf hoch bewertete Technologiewerte setzen Investoren zunehmend auf Unternehmen mit soliden Bilanzen, berechenbaren Cashflows und attraktiven Bewertungen.
Das erinnert an das Börsenjahr 2022. Nach dem Technologieboom des Jahres 2021 verlor der Nasdaq rund 33 %. Doch während viele Wachstumsaktien regelrecht abstürzten, feierten andere Branchen eine bemerkenswerte Renaissance.
Wiederholt sich die Geschichte? Die Voraussetzungen sind zumindest ähnlich: Wir halten es daher für sinnvoll, unser Augenmerk verstärkt auf die klassischen Branchen zu richten. Drei Aktien, die uns besonders interessant erscheinen, stellen wir Ihnen heute in der Termin-Börse daily vor (KLICK HIER).
Markus Horntrich
Redakteur
Ericsson übertraf im dritten Quartal die Erwartungen deutlich: Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 59,5 Mrd. schwedische Kronen, organisch um 7 Prozent. Haupttreiber war das Netzwerkgeschäft mit einem Umsatzplus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Projektlieferungen in Japan und Indien sowie höhere Lizenzumsätze halfen; letztere enthielten auch rückwirkende Erlöse und sind daher nicht vollständig wiederholbar. Die bereinigte EBIT-Marge ohne Wertminderungen erreichte 16,4 Prozent und lag klar über der Jefferies-Schätzung von 12,7 Prozent. Der freie Cashflow vor Übernahmen betrug 4,9 Mrd. Kronen, die Nettoliquidität 60,7 Mrd. Kronen. Ericsson BD_Ericsson.pdf
Kurzfristig sprechen die Q4-Aussichten für anhaltende Stärke: Ericsson erwartet im Netzwerkgeschäft eine Bruttomarge von 49 bis 51 Prozent. Der neue CEO Per Narvinger will zugleich die Konzernstruktur vereinfachen und Effizienz sowie Kundennähe verbessern. Mittelfristig bleibt der Markt jedoch anspruchsvoll: Der weltweite Ausbau von Mobilfunknetzen und 5G schafft Nachfrage, doch steigende Bauteilkosten drücken auf die Marge. Gelingt es, Preisanpassungen durchzusetzen sind die Preiseffekte managebar.
Die Aktie ist mit KGV 15 per 2027 fair gepreist. Nach dem Kurssprung warten wir zunächst ab.
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Markus Horntrich
Redakteur
Die internationalen Aktienmärkte stehen unter Druck. Die Verkaufswelle bei KI- und Halbleiterwerten gewinnt an Dynamik. Der Markt braucht Gewissheit, dass die milliardenschweren Investitionen in KI-Infrastruktur künftig ausreichende Renditen erwirtschaften können. Gleichzeitig sorgen die hartnäckige US-Inflation und die Aussicht auf eine restriktivere Geldpolitik für Verunsicherung.
Besonders heftig trifft es die asiatischen Technologiebörsen. Der südkoreanische Kospi bricht um 7,6 % ein. Die Halbleiterschwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix verlieren jeweils mehr als 9 %. Der MSCI Asia Pacific gibt um 2,9 % nach, während die Schwellenländer insgesamt 3,1 % einbüßen. Auch die besser als erwarteten Quartalsgewinne von TSMC können die Stimmung nicht drehen. Die Aktie verliert zunächst 2 %, nachdem die Margen hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind.
Die Schwäche greift auf Europa und die USA über. Die Futures auf den Nasdaq 100 verlieren 1,2 %, während der S&P 500 rund 0,4 % tiefer erwartet wird. Der Stoxx Europe 600 gibt ebenfalls 0,4 % nach. Technologiewerte führen die Verliererliste an. Nach der starken Rally der vergangenen Monate setzt eine Neubewertung der KI-Investmentstory ein.
Profiteur der Risikoaversion ist der Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fällt um neun Basispunkte auf 5,10 %. Deutsche Bundesanleihen rentieren nach einem Rückgang um sieben Basispunkte bei 3,39 %. Die hohen Ausgangsrenditen machen festverzinsliche Anlagen wieder attraktiver, welche zunehmend in Konkurrenz zum Aktienmarkt treten. Allerdings bleibt fraglich, wie nachhaltig die Erholung am Rentenmarkt angesichts der anhaltenden Inflationsrisiken ausfällt.
Auf Unternehmensebene gibt es dennoch positive Akzente. Ericsson überzeugt mit besser als erwarteten Quartalsergebnissen und profitiert von einer robusten Nachfrage nach Mobilfunknetzausrüstung. Die Aktie reagiert mit dem stärksten Kursanstieg seit Januar. Pernod Ricard meldet einen geringeren Umsatzrückgang als befürchtet, wobei das Wachstum in Indien die Schwäche in den USA und China teilweise kompensiert. Der KI-Entwickler Anthropic soll im dritten Quartal einen Umsatz von 16,8 Mrd. $ erreicht haben und treibt seine Börsenpläne voran.
Die Börsen befinden sich in einer klassischen Risk-off-Phase und die bisherigen Zugpferde der Hausse stehen unter Verkaufsdruck. Die kurzfristigen Belastungen durch hohe Bewertungen, Inflationssorgen und die Unsicherheit über die Rentabilität der KI-Investitionen dürften den Markt noch länger beschäftigen.


