Bernecker Newspilot

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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur
ASMLs Zahlen zum dritten Quartal bestätigen die starke Nachfrage, überraschen aber kaum: Der Umsatz lag mit 11,7 Mrd. Euro im Rahmen der Erwartungen, die Bruttomarge übertraf sie mit 57,5 Prozent. Für das vierte Quartal stellt...

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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur
Die Stimmung unter institutionellen Investoren bleibt optimistisch, doch die Positionierung wird zunehmend zum Risiko. Das zeigt die Oktober-Umfrage...

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Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Vier US-Großbanken haben berichtet. Goldman Sachs steigerte die Einnahmen aus dem Aktienhandel um 72 % auf 6,4 Mrd. Dollar. JPMorgan verfehlte mit 5,57 Dollar Gewinn je Aktie den Konsens von 5,90 Dollar. Citigroup meldete einen Gewinnsprung um 40 %, geriet an der Börse aber kräftig unter Druck. Auch Wells Fargo gab nach - kein gutes Signal zum Auftakt in die Berichtssaison. Immerhin: 

Asien erholt sich vom gestrigen Ausverkauf. Der DAX startet freundlich in den Tag.

ASML überzeugt grundsätzlich. Der niederländische Chipausrüster meldete heute Morgen 11,66 Mrd. Euro Quartalsumsatz und 57,5 % Bruttomarge. Die Jahresprognose steigt auf 44 bis 45 Mrd. Euro Umsatz. ASML berichtet von einer so hohen Nachfrage, dass die geplanten Produktionskapazitäten für 2027 und 2028 nicht ausreichen dürften. Die hohe Volatilität intraday zeigt aber, dass der KI-Trade mühsamer wird.

US Staatsanleihen zeigen dagegen Rekordzuflüsse. Trotz des monatelangen Kursverfalls greifen Großinvestoren bei US-Staatsanleihen wieder zu. Im dritten Quartal flossen rekordhohe 59,3 Mrd. Dollar in entsprechende Fonds, seit Anfang Oktober weitere knapp 14 Mrd. Dollar. Bei Renditen von über 5 % für zehnjährige Papiere bauen Amundi, BlackRock und andere Vermögensverwalter ihre Positionen aus. Sie halten den Spielraum für weitere Renditeanstiege zunehmend für begrenzt. Bei langfristigen Inflationserwartungen von nur 2,35 % winkt eine reale Verzinsung von fast 3 %! (s. Chart unten).

Die Bank Of America stellt in ihrer Umfrage für Oktober fest: Die durchschnittliche Cashquote liegt bei lediglich 3,9 % und damit unter der kritischen Schwelle von 4 %, ab der die Bank of America ein konträres Verkaufssignal ableitet. Es zeichnet sich zunehmend ab: Stock-Picking und Cash-Management werden immer wichtiger - auch für 2027. 

Wer dennoch zweistellige Portfolio-Renditen sucht, wird hier fündig: https://www.bernecker.info/aktionaersbrief

Aus Deutschland: PNE senkt die EBITDA-Prognose für 2026 drastisch von 90 bis 120 auf 60 bis 75 Mio. Euro. Geplante Windparkverkäufe verzögern sich. Evotec meldete nachbörslich 465 Mio. Euro Neunmonatsumsatz und ein bereinigtes EBITDA von minus 42,8 Mio. Euro. Die Jahresprognose bleibt unverändert.

Heute um 14:30 Uhr folgen die amerikanischen Inflationszahlen. Sie werden zum nächsten wichtigen Test für den US-Anleihemarkt.

Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe 

Helmut Gellermann
Helmut Gellermann
Redakteur
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Der Vermittler von Fachpersonal HAYS zeigt für sein fiskalisches Q1 einen Rückgang der Nettogebühren um 5 %. Das Geschäft in Deutschland steht mit - 7 % hinter dem Heimatmarkt (- 5 %), so heißt es im Quartals-Update. Positiv lief es in Australien und Neuseeland mit 4 % Zuwachs, während für die weiteren Länder ebenfalls - 7 % galt. Die Vermittlung permanenter Stellen lief schlechter (- 10 %) als der Interimsbereich (- 2 %). Vom Geschäft in verschiedenen Märkten will HAYS sich trennen und deutet heute einen positiven Verlauf von Verkaufsverhandlungen an.

In London gibt HAYS heute nach (zurzeit noch - 1,4 %). Stärker nach unten läuft allerdings Mitbewerber MICHAEL PAGE (zurzeit noch - 3,4 %), beide im FTSE 250. Auch PAGE berichtet heute u. a. von einem schwachen Deutschland-Geschäft, im Ausblick gibt PAGE sich weniger optimistisch.

Der Chartvergleich (Zeitraum: 6 Monate) enthält neben HAYS und PAGE weitere börsennotierte Personalvermittler. Die Kurse dieser Gruppe liefen etwa seit dem späten Juni im Aufwärtstrend. Der Umschwung folgte, fast einheitlich, Ende August. Der antizyklische Einstieg in diese Titel ist zurzeit nicht eilig.

Helmut Gellermann

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Bernecker Team
Bernecker Team

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Nach der Künstlichen Intelligenz bahnt sich möglicherweise die nächste technologische Revolution an: die direkte Verbindung zwischen dem menschlichen Gehirn und Computern. Sogenannte Brain-Computer-Interfaces (BCI) erfassen elektrische Signale des Gehirns und übersetzen sie in Steuerbefehle. Was jahrzehntelang nach Science-Fiction klang, funktioniert bereits in ersten klinischen Anwendungen.

Denkbar sind völlig neue Formen der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. Computer könnten eines Tages ohne Tastatur, Maus oder Sprache gesteuert werden. In Verbindung mit Künstlicher Intelligenz eröffnet dies faszinierende Perspektiven.

Die technologischen Spitzenreiter NEURALINK, SYNCHRON und PARADROMICS sind bislang nicht börsennotiert. Anleger müssen deshalb auf Unternehmen ausweichen, die bereits heute an Gehirnschnittstellen oder verwandten Technologien arbeiten. Wir stellen zwei börsennotierte Gesellschaften in der Termin-Börse daily vor: (KLICK HIER)

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
GOOGLE gilt derzeit als klarer Favorit im Rennen um das leistungsfähigste...

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Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter

Die Investoren im KI-Sektor bleiben dünnhäutig. Nach den neuen Umsatzrechnungen zu OpenAI gibt es nun den nächsten Aufreger. An der Wall Street verlor der Nasdaq am Montag 0,44 %, der S&P 500 gab leicht um 0,06 % nach. Der Dow Jones gewann dagegen 0,38 %. Der US-Anleihemarkt blieb feiertagsbedingt geschlossen.

In Asien kommt es zu einem regelrechten Ausverkauf. Südkoreas Kospi verlor zeitweise mehr als 7 %. SK Hynix und Samsung büßten zwischenzeitlich rund 9 % ein. Auch Japan und Taiwan stehen unter Druck.

Auslöser sind neue Meldungen über technologische Fortschritte des chinesischen Speicherherstellers CXMT. Das Unternehmen arbeitet an einer neuen Speicherarchitektur und plant bis Jahresende einen leistungsfähigeren Serverspeicher. Die industrielle Wettbewerbsfähigkeit muss allerdings erst bewiesen werden - und: Technologische Wettbewerbsfähigkeit bedeutet noch lange nicht, dass westliche Kunden bereit sind, ihre Speicherchipversorgung von einem chinesischen Hersteller abhängig zu machen.

Hinzu kommen Warnungen von Broadcom-Chef Hock Tan. Die Finanzierung des milliardenschweren KI-Ausbaus könnte zum größeren Engpass werden als die Verfügbarkeit von Chips.

Besonders hart trifft es optische Netzwerktechnik. Ciena verlor am Montag rund 10 %, Lumentum 9,8 % und Coherent 7,9 %. Die Anleger hinterfragen zunehmend die Rentabilität der gewaltigen KI-Investitionen.

Die Sorgen um den KI-Boom erreichen eine neue Stufe. An der Wall Street verlor der Nasdaq am Montag 0,44 %, der S&P 500 gab leicht um 0,06 % nach. Der Dow Jones gewann dagegen 0,38 %. Der US-Anleihemarkt blieb feiertagsbedingt geschlossen.

Aus Deutschland meldet Formycon einen wichtigen Fortschritt. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Zulassungsantrag für das Keytruda-Nachahmerpräparat FYB206 zur Prüfung angenommen. Damit wird eine Meilensteinzahlung fällig. Eine Zulassungsentscheidung könnte im dritten Quartal 2027 erfolgen.

LVMH enttäuscht mit Quartalszahlen. Das organische Wachstum erreicht lediglich 1 % gegenüber 1,3 % Konsens. Mode und Lederwaren verlieren 5 % Umsatz. Erwartet worden war ein Rückgang um 1,8 %. Gleichwohl ist dies durch das überraschend positive Abschneiden der Sparten Weine und Spirituosen sowie Selektiver Einzelhandel ausgeglichen worden.

Ab jetzt geht es rund. Heute beginnt die amerikanische Berichtssaison mit JPMorgan, Goldman Sachs, Citigroup und Wells Fargo. Die Ergebnisse dürften den nächsten Impuls liefern. Es geht darum zu belegen, dass die relative Schwäche der letzten Woche nicht berechtigt war. Ansonsten gilt:

Die Rotations-Bewegungen sind mal wieder offensichtlich. Chip-Werte werden abgestraft, Software haussiert. Dazu gehört auch unser Depotwert SAP im neuen Portfolio der Actien-Börse.

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Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe

 

 

 

Helmut Gellermann
Helmut Gellermann
Redakteur
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Als defensives Healthcare-Unternehmen steht CONVATEC GROUP heute mit + 4,3 % im britischen Leitindex FTSE 100 an der Spitze. Gegenüber dem Zwischentief vom 9. Oktober gilt + 7,7 % sowie + 19 % seit dem 2. Juni. Knapp 5 Mrd. € Börsenwert sind unspektakulär, das KGV-Paar 22,1 (2026) und 15,0 (auf Basis 2027) entspricht der Aussicht auf eine mehr als solide Gewinnentwicklung.

Ähnlich unspektakulär im Plus sind heute PAUL HARTMANN (+ 0,8 %), COLOPLAST (+ 2,0 %), ESSITY (+ 0,3 %) sowie SMITH & NEPHEW (+ 1,3 %), die ebenfalls in Wundversorgung und angrenzenden Bereichen tätig sind. Wie sich am Kursverlauf von PAUL HARTMANN und COLOPLAST zeigt (siehe Chartvergleich), kann ein Engagement auch in dieser Gruppe zur Geduldsprobe werden. Dennoch eignen sich defensive Healthcarewerte als Depotbeimischung. 

Helmut Gellermann

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Helmut Gellermann
Helmut Gellermann
Redakteur
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Das breit aufgestellte US-Medizintechnikunternehmen STRYKER investiert 400 Mio. $ in den Spezialisten für OP-Roboter CMR Surgical und geht eine strategische Partnerschaft ein. Zudem hat man sich das Vorkaufrecht für eine spätere Komplettübernahme gesichert. 

Das 2014 gegründete britische Unternehmen (nicht börsennotiert) war in einer Finanzierungsrunde 2021 bereits mit mehr als 3 Mrd. $ bewertet worden. Zu den CMR-Investoren zählen auch GE HEALTHCARE sowie SOFTBANK und ABB (über Venture-Capital-Töchter).     

Das Vorzeigeprojekt von CMR ist der Operationsroboter Versius. Mit modularem Konzept ist Versius deutlich vom Pionier und bekanntesten OP-Roboter-Hersteller INTUITIVE SURGICAL zu unterscheiden.

Die Aktie von STRYKER notiert zu Beginn des US-Börsenhandels bei 278,48 $. Rund 29 % unter dem Höchstkurs vom April 2025 wird ein Forward-KGV um 17,5 angezeigt. Der Börsenwert 106,6 Mrd. $ entspricht dem 4-fachen Umsatz der letzten vier Quartale. 

Helmut Gellermann

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Georg Sures
Georg Sures
Redakteur

Laut dem neuen Plan der Bundesnetzagentur kann das Briefporto zum 1. Januar 2027 um bis zu 20,35 % steigen. Dieser „Preis-Erhöhungsspielraum“ für den Versand von Briefen und Postkarten gilt für die Jahre 2027 und 2028. Die DHL-Tochter Deutsche Post hat dabei in der Vergangenheit immer den von der Bundesnetzagentur vorgegebenen Spielraum voll ausgeschöpft. 2022 hatte der durchschnittliche Preisaufschlag noch 4,6 % beauftragen, 2025 waren es dann schon 10,48 %. Gemessen an dieser Dynamik wäre dann theoretisch für 2029 ein Preisaufschlag von rund 40 % zu erwarten.  

Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion

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