Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Jens Brahm
Redakteur
Die Verlängerung der Waffenruhe hat gestern kaum noch Einfluss auf die Börsen ausgeübt. Die positive Entwicklung wurde bereits in der ersten Wochenhälfte vorweggenommen. Stattdessen richtet sich der Fokus an der Wall Street nun auf die Berichtssaison. Highlights nach Börsenschluss in New York waren Tesla und Texas Instruments. Während Elon Musk bei humanoider Robotik und autonomem Fahren die Erwartungen zeitlich dämpfte, konnten die Chipwerte die Prognosen deutlich übertreffen. Ergebnis im nachbörslichen Handel: +10 % bei Texas Instruments. Der Sektor explodiert derzeit förmlich – der Semiconductor Index SOX hat in gut drei Wochen (17 Handelstage) fast 40 % zugelegt. Manche sprechen bereits von einem „Aufwärtscrash“.
Der NASDAQ 100 hat in 17 Handelstagen über 15 % gewonnen. Die Stimmung am Markt ist innerhalb von 24 Tagen von Angst in Gier umgeschlagen. Erste Indikatoren senden Warnsignale: Der Fear & Greed Index pendelte gestern um 70, ab 75 beginnt der Bereich extremer Gier. Im S&P 500 standen gestern trotz eines Plus von einem Prozent im Index 280 Verlierer nur 220 Gewinnern gegenüber. Die gleichgewichtete Variante des S&P 500 konnte entsprechend nicht zulegen. Die asiatischen Börsen starteten heute Nacht mehrheitlich fester, drehten im Verlauf jedoch ins Minus und schlossen mit leichten Verlusten. Dem schließt sich der DAX am Morgen an. Das deutsche Börsenbarometer dürfte mit einem moderaten Minus um die Marke von 24.000 Punkten in den Handel starten.
Wichtige Termine heute:
Heute werden sowohl in Deutschland als auch in den USA die Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht. In den USA kommen zusätzlich die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hinzu. Auf Unternehmensseite stehen die Zahlen von Nestlé und SAP an, später an der Wall Street folgt Intel.
Oliver Kantimm
Redakteur
Der Umsatz sank in Q1 organisch um 4,6 % auf 2,48 Mrd. €, während der Markt nur von - 3,1 % ausgegangen war. Im Segment Consumer ging der Umsatz organisch um 4,7 % auf 2,08 Mrd. € zurück. Belastend war vor allem Nivea mit einem Rückgang von 7 % und La Prairie mit - 14,9 %. Dagegen wuchs die Derma-Sparte mit Eucerin und Aquaphor um 8,2 %. Trotz des schwachen Starts bestätigt Beiersdorf die Jahresziele. Erwartet wird weiter ein Konzernumsatz auf Vorjahresniveau bis leicht wachsend. Das gilt auch für beide Segmente. Die bereinigte EBIT-Marge soll im Konzern und in beiden Bereichen leicht unter dem Vorjahr liegen. Immerhin: Q1 war zwar schwächer als erwartet, aber Beiersdorf setzt auf eine Stabilisierung im Jahresverlauf.
Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „Der Aktionärsbrief“, Ausgabe 17.
Schlaglichter dieser Ausgabe:
- Straße von Hormus bleibt die entscheidende Stellschraube
- JPMorgan korrigiert Prognose für den S&P 500
- TKH GROUP mit Aufspaltungsfantasie
- Gewinner der maritimen Energiewende unter der Lupe
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Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Oliver Kantimm
Redakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Der Aktionärsbrief.
Catharina Nitsch
Redakteurin
Das erste Quartal lief bei dem Stahlkonzern rund. Und auch wenn die Zahlen nur vorläufig sind - am 12. Mai werden sie wohl ziemlich genau bestätigt werden. Laut vorläufigen Berechnungen blieb der Außenumsatz im ersten Quartal mit 2,3 Mrd. Euro stabil. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Valuation Exchangeable sprang hingegen von 79 Mio. Euro im Vorjahr auf 280 Mio. Euro. Das entsprechende Ergebnis vor Steuern kletterte auf 179 Mio. Euro nach einem Verlust von 27 Mio. ein Jahr zuvor. Und weil das alles so gut aussieht, hebt man nun gleich die Prognose für das Gesamtjahr an. Hier erwartet der Konzern nun ein Ebitda VX von 625 bis 725 Mio. Euro, wo bisher jeweils 125 Mio. Euro weniger veranschlagt worden waren. Das Vorsteuerergebnis VX dürfte mit 200 bis 300 Mio. Euro um jeweils 125 Mio. Euro höher ausfallen der Umsatz wird weiter bei rund 9,5 Mrd. Euro erwartet.
Die Entwicklung ist wohl maßgeblich auf den Beitrag der Beteiligung am Kupferkonzern AURUBIS zurückzuführen. Neben dem operativ erwarteten Ergebnisanteil ist diese überwiegend durch hohe Bewertungseffekte aus Metallpreisen positiv beeinflusst worden. Daneben zeigen Stahlerzeugung und Handel, aber auch Technologie Ergebnisverbesserungen. So kann es weitergehen...
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Oliver Kantimm
Redakteur
Bernecker Team
Die Dynamik an den Energiemärkten hat sich im ersten Quartal 2026 signifikant verschärft. Während die Digitalisierung durch KI-Anwendungen immer hungriger nach stabilen Stromquellen wird, rückt Uran als „grüner“ Grundlast-Energieträger wieder in den Fokus globaler Investoren. Mit einem Uranpreis, der sich stabil über der Marke von 86 USD/lb hält und Prognosen von über 92 USD für das kommende Jahr, bietet dieser Sektor aktuell eines der spannendsten Chancen-Risiko-Profile für Ihr Depot. Wir haben in der TB-Daily heute drei Unternehmen für Sie, mit denen Sie in den Sektor einsteigen können.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die Berichte über eine mögliche vollständige Verschmelzung der Dt. Telekom mit ihrer US-Tochter T-Mobile US schlägt Wellen. Es wäre das Ende der bisherigen Holding-Struktur und würde die weltweite Nummer Eins vor China Mobile im Mobilfunk schaffen. Da wir den Wert in unserem Portfolio führen, hier die ersten Gedanken dazu - kombiniert mit ersten Analystenmeinungen:
Das Hauptargument für die Fusion liegt in der Kapitalmarktlogik. Aktuell wird die Telekom an der Börse mit einem deutlichen Abschlag gegenüber ihrer US-Tochter gehandelt. Investoren bewerten das europäische Geschäft aufgrund regulatorischer Hürden und geringerer Wachstumsraten defensiver.
Durch eine Einheitsaktie könnte dieser „Holding-Abschlag“ entfallen. Die europäischen Assets würden in der Bewertung näher an das Niveau des US-Marktes rücken. Ein integrierter Konzern verfügt über eine massiv gesteigerte Einkaufsmacht. Die Entwicklung einheitlicher Plattformen für 6G oder KI-gestützte Netzsteuerung ließe sich effizienter gestalten. Auf der anderen Seite steht das große Aber:
Regulatorische Hürden und die Notwendigkeit, den Aktionären von T-Mobile US eine beträchtliche Prämie anzubieten, damit diese ein Engagement im europäischen Telekommunikationssektor überhaupt akzeptieren würden, dürfte eine große Herausforderung sein. Der Titel liegt bei uns im Allround Portfolio mit weiterhin soliden Perspektiven - mit oder ohne Fusion.
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Ihr Volker Schulz
Redaktion (www.bernecker.info)
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die Waffenruhe im Golf soll verlängert werden. Wir kennen das Spel bereits. Das sorgte gestern nach deutlicheren Rücksetzern im Handelsverlauf nachbörslich für freundliche Tendenzen. Die USA erhöhen den Druck weiter. Mit der Verlegung einer weiteren Flugzeugträgergruppe findet der größte militärische Aufmarsch seit dem Jahr 2003 statt.
Die Lager auf der iranischen Insel Kharg werden zugleich in wenigen Tagen voll sein, weshalb die Ölfelder stillgelegt werden müssten. Ohne Abnehmer muss der Iran die Förderung in den Ölfeldern drosseln oder ganz einstellen. Dies gilt als technisch riskanter Prozess, da die Wiederaufnahme der Förderung bei alten Quellen oft mit dauerhaften Kapazitätsverlusten verbunden ist.
Nachdem der DAX gestern bis knapp 24.000 Punkte nachbörslich abrutschte, startet er in der Frühbörse um 24.320 Punkte.
Unternehmensnachrichten im Fokus:
Deutsche Telekom AG: Erwägt eine vollständige Fusion mit der US-Tochter T-Mobile US Inc. Dies wäre das größte öffentliche M&A-Geschäft der Geschichte.
Lufthansa: Streicht 20.000 Kurzstreckenflüge im Sommerflugplan, um Kerosinkosten zu sparen, die sich seit Kriegsbeginn verdoppelt haben.
United Airlines: Senkte die Gewinnprognose für das Gesamtjahr aufgrund der hohen Treibstoffpreise.
SpaceX: Plant die Übernahme des KI-Coding-Startups Cursor für 60 Milliarden USD oder eine Zahlung von 10 Milliarden USD für die bisherige Zusammenarbeit.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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