Bernecker Newspilot
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Noyan Gökcen
Redakteur
Zum Auftakt der FMS 2026 in Santa Clara haben SK hynix und Sandisk gemeinsam die erste Spezifikation für eine neue Speichertechnologie namens High Bandwidth Flash (HBF) veröffentlicht. Das Format ist offen zugänglich, festgelegt über das Open Compute Project, ein Industriegremium für Rechenzentrumstechnik.
HBF soll eine Lücke schließen: Bisherige Hochleistungsspeicher sind entweder sehr schnell, aber teuer und begrenzt in der Kapazität, oder sie bieten viel Speicherplatz, sind dafür aber langsamer. HBF verbindet beides – hohe Geschwindigkeit und große Kapazität in einem Bauteil. Das wird wichtig, weil KI-Systeme zunehmend riesige Datenmengen in kurzer Zeit verarbeiten müssen.
An dem Projekt beteiligen sich neben SK hynix und Sandisk auch Google und der Chip-Entwickler Tenstorrent. Das Konsortium wurde erst im Februar gegründet; die jetzige Spezifikation ist der erste greifbare Meilenstein.
Auf der Messe zeigt SK hynix zudem einen neuen NAND-Chip der zehnten Generation, der deutlich weniger Strom verbraucht als sein Vorgänger – ein Vorteil für Rechenzentren, die rund um die Uhr laufen. Die Serienfertigung dazu passender Speicherlaufwerke soll Anfang 2027 starten.
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Noyan Gökcen
Redakteur
AXT Inc. (NASDAQ: AXTI) hat am 30. Juli 2026 Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt, die höher ausfallen als von Analysten erwartet. Der Gewinn je Aktie lag auf Non-GAAP-Basis bei 0,19 $, gegenüber einer Schätzung von 0,07 $ – ein Plus von rund 171 %. Im Vorjahresquartal stand noch ein Verlust von 0,15 $ je Aktie.
Der Umsatz stieg auf 47,6 Mio. $, mehr als in jedem Quartal zuvor, und lag damit 77 % über dem Vorquartal sowie 164 Prozent über dem Vorjahreswert. Haupttreiber war das Geschäft mit Indiumphosphid-Substraten (30,7 Mio. US-Dollar), die in optischen Transceivern für KI-Rechenzentren verbaut werden – deutlich mehr als im klassischen Galliumarsenid-Segment (6,6 Mio. $.
Die Non-GAAP-Bruttomarge kletterte von 29,9 Prozent im Vorquartal auf 45,0 Prozent, getragen von höheren Produktionsvolumen und einem margenstärkeren Produktmix. AXT kehrte damit in die Gewinnzone zurück: Das operative Non-GAAP-Ergebnis lag bei 11,2 Mio. $, nach einem Verlust im Vorquartal. Der Nettogewinn betrug 11,9 Mio. $.
Die Barmittel stiegen zum 30. Juni auf 749 Mio. $, vor allem durch eine Aktienplatzierung. Langfristige Lieferverträge mit Casella, Coherent und Lumentum brachten zusätzliche Vorauszahlungen ein; der Auftragsbestand liegt laut Unternehmensangaben über 100 Mio. $.
Für das dritte Quartal rechnet das Management mit rund 66 Mio. $ Umsatz und einem Non-GAAP-Gewinn je Aktie von 0,30 bis 0,32 $. Die Indiumphosphid-Kapazität soll bis Ende 2026 auf rund 60 Mio. $ pro Quartal wachsen, bis Ende 2027 auf etwa 130 Mio. $.
Als Risiko bleibt die Abhängigkeit von US-Exportgenehmigungen für China bestehen. Die nächste Quartalsmitteilung ist für den 29. Oktober 2026 angesetzt.
Vorbörslich gewinnt der Wert um ca. 14,5 % auf 79 $. Nach ca. 90 % Kursgewinn in 4 Handelstagen, ist eine leichte Korrektur an dieser Widerstandsmarke zu erwarten. Interessant nach einem Rücksetzer auf ca. 61,88 $
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Bernecker Team
Der DAX hat ein neues Allzeithoch erreicht. Für viele Anleger stellt sich damit erneut die Frage, ob jetzt noch der richtige Zeitpunkt für Aktienkäufe ist oder ob nach der starken Rally zunächst eine größere Korrektur droht. Tatsächlich sprechen Rekordstände allein weder für noch gegen ein Investment. Entscheidend ist vielmehr, ob die zugrunde liegenden Unternehmen ihre Gewinne nachhaltig steigern können. Historisch wurden neue Höchststände an den Aktienmärkten häufig von weiteren Höchstständen abgelöst, vorausgesetzt, die Fundamentaldaten stimmten. Gleichzeitig zeigt die Vergangenheit aber auch: Mit jedem weiteren Kursanstieg werden Qualitätsunternehmen seltener und die Unterschiede zwischen gerechtfertigten und überzogenen Bewertungen größer. Statt dem Markt hinterherzulaufen oder auf eine vermeintlich perfekte Einstiegsgelegenheit zu warten, lohnt deshalb der Blick auf Unternehmen mit strukturellem Wachstum, hoher Wettbewerbsstärke und einem intakten Aufwärtstrend. Drei DAX-Werte stechen aus unserer Sicht derzeit besonders hervor, alle drei finden Sie in der Termin Börse daily. Begleiten Sie uns im Abo oder auch im Einzelabruf (KLICK HIER).
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die globalen Aktienmärkte starten freundlich in den Tag, getragen von weiterhin sehr robusten Earnings. Der DAX macht die Pace und zeigt relative Stärke. Fünf Titel mit 41 % Indexgewichtung - u.a. Siemens und Allianz - sind die Zugpferde.
Der MSCI World liegt noch knapp unter seinem Rekordhoch, die Futures auf den S&P 500 steigen um 0,3 %, die Nasdaq-Futures um 0,6 % und der Euro Stoxx 50 wird 0,4 % höher erwartet. Asien liefert ein gemischtes, aber mehrheitlich freundliches Bild.
Palantir springt nachbörslich um rund 15 %. Der Konzern erhöht die Umsatzprognose auf bis zu 8,16 Mrd. Dollar, die US-Erlöse stiegen im zweiten Quartal um 115 %. Ich hatte gestern Nachmittag an dieser Stelle den KGV-Chart präsentiert und daraus eine potenzielle Erholung abgeleitet. Die Konsenstaxen beim Gewinn je Aktie müssen nun um rd. 13 bis 15 % erhöht werden. Trotz Kurssprung ändert sich das KGV also nicht.
Boeing wird der Comeback-Kandidat. Der Flugzeugbauer steigt nach einer Hochstufung durch BNP Paribas. Die anstehenden Zulassungen der 737 MAX 7, der MAX 10 und der 777X sollen ab 2027 die Auslieferungen, den Lagerabbau und den freien Cashflow deutlich beschleunigen. Das Ende des 5-jährigen Konsolidierungstrends naht. (s. Chart). Das wird ein Thema der kommenden Actien-Börse AB 32/26 am Donnerstag - erhältlich auch im Einzelabruf im Börsenkiosk.
Bayer übertrifft mit 10,87 Mrd. Euro Umsatz und 2,14 Mrd. Euro bereinigtem EBITDA den Konsens und bestätigt den Ausblick. Daraus resultieren freundliche Kurse in der Vorbörse. Bei Bayer bleiben wir an Bord.
Continental steigert die bereinigte EBIT-Marge von 9,6 auf 12,9 %. Der Umsatzausblick für die Reifensparte für 2026 liegt leicht unter den Taxen. Aber auch hier bleibt die Story der Fokussierung nebst Bewertungsexpansion ggü. der Peergroup intakt.
Lufthansa senkt die Kapazitätsplanung und erwartet 2026 nur noch 1,7 bis 2,2 Mrd. Euro bereinigtes EBIT. Nach dem starken Laud seit Mai ist nun der Korrekturmodus angesagt.
Zalando steigert den Umsatz um 20,8 % und engt die EBIT-Prognose auf 680 bis 720 Mio. Euro ein. Das wird heute mit Abschlägen bestraft.
Nordex erhält drei US-Aufträge über zusammen mehr als 480 MW. Vermehrt gibt es Gerüchte aus dem angelsächsischen Raum, die einen Zusammenschluss mit Siemens Energy ins Spiel bringen.
HSBC übertrifft mit einem Vorsteuergewinn von 10,1 Mrd. Dollar den Konsens von 9,5 Mrd. Dollar und kündigt einen Aktienrückkauf über 1 Mrd. Dollar an. Das Kostensparziel steigt von 1,5 auf 2 Mrd. Dollar, zugleich wird die Prognose für den Zinsüberschuss im Bankgeschäft auf mindestens 46 Mrd. Dollar angehoben.
Heute Abend richten sich die Blicke insbesondere auf zwei Namen: SpaceX und AMD bringen ihre Zahlenwerke.
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Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Helmut Gellermann
Redakteur
Den Wert besprechen wir in der Ausgabe vom Dienstag. Besser als NVIDIA seit Beginn des KI-Hypes. Aber von der Spitze aus fast halbiert - schon eine neue Chance?
Helmut Gellermann
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Palantir steht vor den Zahlen zum zweiten Quartal unter erheblichem Erwartungsdruck, nach 40 % Minus vom November-Top. Der Konsens rechnet mit sehr starken Kennzahlen:
Der Umsatz soll um 80 %, der Nettogewinn um 143 % steigen und der freie Cashflow sich auf etwa 1 Mrd. $ verdoppeln. Für eine nachhaltige Kurserholung dürfte selbst ein klarer Beat allein kaum reichen, zusätzlich ist ein überzeugender Ausblick nötig.
Die Bewertung bleibt trotz des Rückgangs extrem hoch: Das erwartete KGV liegt bei rund 67, nach 247 Ende Oktober, und das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist das höchste im S&P 500. Gleichwohl hat sich die Bewertung gemessen am 12-Monats-FWD-KGV deutlich reduziert (s. Grafik). Darin könnte ein kräftiger Erholungsansatz liegen, wenn Zahlen und Ausblick heute passen.
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Jens Brahm
Redakteur
Letzte Woche markierte in der laufenden Berichtssaison einen Wendepunkt. Lange genügte es, möglichst hohe KI-Investitionen anzukündigen. Heute fragt die Börse genauer nach: Was bringen diese Milliarden bereits ein?
Entscheidend sind nicht mehr die Höhe der CapEx Investitionen, sondern deren Rendite – gemessen an Wachstum, Margen und freiem Cashflow. Microsoft, Amazon, Alphabet, Apple und Meta liefern dafür vier sehr unterschiedliche Lehrstücke. Wir fassen die Erkenntnisse in den nächsten Zeilen kompakt zusammen.
Nicht die Milliarden zählen – sondern das, was sie erwirtschaften
Microsoft: Der Goldstandard
Microsoft hat den Markt regelrecht begeistert. Rund 41 Mrd. Dollar CapEx wirken zunächst gigantisch. Gleichzeitig erwirtschaftete der Konzern rund 20 Mrd. Dollar freien Cashflow. Azure wächst um mehr als 40 %, Copilot gewinnt Kunden und die Margen bleiben hoch.
Die Botschaft ist eindeutig: Microsoft investiert enorme Summen – und verdient bereits heute hervorragend daran. Genau dafür wurde die Aktie mit einem Kurssprung von fast 16 % belohnt. Das entspricht einem Zuwachs von 450 Mrd US-Dollar an einem Tag - etwa doppelt so viel wie der Wert von Siemens. In der kompletten Woche waren es sogar rund 20%. Die Verteilung von 2 Teilen CapEx und einem Teil freiem Cashflow ist damit der Goldstandard aus der letzten Woche.
Amazon: Der Wachstumsbeweis
Amazon erhielt ebenfalls viel Applaus – allerdings aus einem anderen Grund. Der freie Cashflow steht wegen der gewaltigen Investitionen unter Druck. Entscheidend war vielmehr, dass AWS wieder um 37 % wuchs – so stark wie seit vielen Jahren nicht mehr. Damit sehen Anleger erstmals den Beweis, dass die Milliarden für Rechenzentren tatsächlich zusätzliches Cloudwachstum erzeugen. Die kräftige Kursreaktion war deshalb vor allem ein Vertrauensvotum für die KI-Strategie. Auf Wochensicht konnte die Aktie rund 15 % zulegen. Sehr stark!
Alphabet und Meta: Der Renditenachweis fehlt noch
Operativ lief es bei beiden Unternehmen gut, trotzdem reagierte die Börse verhalten. Der Grund: enorme Investitionen treffen auf einen stark belasteten – bei Alphabet sogar negativen – freien Cashflow.
Die Botschaft des Marktes lautet damit: Gute Zahlen allein reichen nicht mehr. Wer heute Milliarden investiert, muss zeigen, dass daraus bereits höhere Umsätze, Margen und Cashflows entstehen. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass es Alphabet gelingen wird, diesen Nachweis zu erbringen. Bei Meta würde ich meine Hand dafür nicht ins Feuer legen.
Apple: Ausblick und Marge stören
Der Ausblick von Apple stellte für das Septemberquartal etwa 9 bis 11 % Umsatzwachstum in Aussicht. Der Markt hatte eher rund 12 % erwartet. Speicher- und Komponentenpreise steigen, die profitable Servicesparte enttäuschte leicht, weshalb die Margen sinken werden. Apple stellte für das nächste Quartal schon niedrigere Bruttomargen in Aussicht. Außerdem gabe es einmalige Zollrückerstattungen. Das ist nicht der Mix aus dem Anlegerträume gemacht sind. Die Aktie ist in diesem Jahr auch schon sehr gut gelaufen.
Die Spielregeln haben sich geändert. Noch vor einem Jahr zählte vor allem die Höhe der KI-Investitionen. Heute zählt deren Rendite. Microsoft ist der Goldstandard mit 2/1 (CapEx/FCF). Amazon zeigt, dass auch ein explosionsartiges Wachstum die Investitionen rechtfertigen kann. Alphabet und Meta müssen diesen Nachweis noch überzeugender liefern. Apple hat hervorragende Monate hinter sich, kann die aber mit dem vorsichtigen Ausblick nicht nach vorne tragen.
Wir sind zuversichtlich, dass Alphabet den Dreh schafft und zu den beiden Gewinnern der letzten Woche, wird aufschließen können. Wir bleiben deshalb bei Amazon und Alphabet investiert. Wer bei Alphabet noch nicht investiert ist oder aufstocken möchte, kann jetzt zugreifen
Das Fazit lesen Sie im Bernecker Börsenkompass


