Bernecker Newspilot

Informationen direkt aus unserer Redaktion

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Wall Street verlor am Donnerstag erneut an Boden. Der S&P 500 gab 0,47 % auf 7.765 Punkte nach, der Nasdaq 1,25 %, der Dow gewann 0,1 %. Nvidia verlor 2,9 %, Broadcom 4,3 % und Micron 4,8 %. Gleichwohl: Die erfolgreiche Auktion 30-jähriger US-Staatsanleihen über 22 Mrd. Dollar sorgte für Entlastung am Bondmarkt.

Dem folgen heute Morgen Erholungsansätze in den Futures in Form moderater Rotationstendenzen Richtung Old Economy bei überverkaufter technischer Marktlage.

Die Schwäche der KI-Aktien hatte einen konkreten Auslöser. Laut Financial Times liegt der annualisierte Umsatz von OpenAI bei rund 50 Mrd. Dollar, bislang waren 70 Mrd. Dollar signalisiert worden. Allerdings beruhen die Angaben auf unterschiedlichen Berechnungsmethoden, was ich nicht so hoch hänge. 

Nachbörslich sorgt SpaceX für Aufregung. Der Konzern übernimmt zusätzliche Mobilfunkfrequenzen und plant einen eigenen US-Mobilfunkdienst. AT&T, Verizon und T-Mobile verloren nachbörslich deutlich. Auch die Dt. Telekom rutscht ab und bleibt im Abwärtstrend gefangen (s. Chart). Die Mischung aus hohen Zinsen und dem SpaceX-Thema deckeln den Sektor bereits seit einiger Zeit. Daran dürfte sich so schnell auch nichts ändern. Allerdings stelle ich die Umsetzung durch SpaceX mindestens in Frage. Die Taxen für die nötigen Investitionen, nur um in ländlichen Gegenden in den USA konkurrenzfähig zu werden liegen um 130 Mrd. $. 

Laut Nikkei hat Apple die Komponentenbestellungen für das iPhone 18 Pro und Pro Max im Oktober um mindestens 15 % reduziert, einzelne Aufträge sollen sogar 15 bis 20 % niedriger liegen. Hintergrund sind stark gestiegene Speicherpreise, die Apple zu höheren Verkaufspreisen gezwungen haben und nun offenbar die Nachfrage bremsen. Das träfe vor allem Apple-Zulieferer mit hoher Kundenabhängigkeit. Cirrus Logic erzielt rund 91 % seines Umsatzes mit Apple, bei Skyworks sind es rund 67 %.

Humana gewann nachbörslich zeitweise rund 13 %, nachdem wichtige staatliche Qualitätsbewertungen verbessert wurden. 

Aus Deutschland: Westwing kündigte nach Xetra-Schluss einen Aktienrückkauf über bis zu 640.000 Aktien beziehungsweise 3,26 % des Grundkapitals an. Das maximale Volumen beträgt 10 Mio. Euro. Auch die zerschossene Porr nutzt die tiefen Kurse für einen Aktienrückkauf.

Sehr tiefe Kurse gibt es auch bei FlatexDegiro. Chance? Wir ordnen das heute in der Bernecker-daily ein. Hier geht es zum Einzelabruf: https://boersenkiosk.de/Kauf-Bernecker-daily-vom-09.10.2026/BK

Ein schönes Wochenende

Ihr Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Electro Optic Systems (EOS) hat mit einem namentlich nicht genannten Golfstaat einen Vertrag über 370 Mio. £ (700 Mio. AUD) zur landesweiten Drohnenabwehr unterzeichnet. Es ist der größte Auftrag der Firmengeschichte. Herzstück ist die KI-gestützte NiDAR-Plattform der übernommenen MARSS-Gruppe. Sie vernetzt Radar-, optische und Sonarsensoren, analysiert Bedrohungen und koordiniert deren Bekämpfung durch Abfangsysteme und Störsender.

EOS entwickelt sich damit vom Komponentenlieferanten zum Generalunternehmer für komplette Luftverteidigungssysteme. Mehr als 80 % des Auftragsumsatzes sollen innerhalb von 12 bis 24 Monaten nach Wirksamwerden des Vertrags anfallen. Rund 20 % des Volumens entfallen auf vierjährige Serviceleistungen. EOS erwartet über die Vertragslaufzeit einen positiven Cashflow.

Der Auftrag ist noch an zu erfüllende Bedingungen geknüpft. Neben Exportgenehmigungen sind Bankgarantien und Finanzierungszusagen erforderlich. Der hohe anfängliche Kapitalbedarf soll erst Mitte 2027 in einen positiven Cashflow umschlagen. Auch die Projektmarge bleibt offen.

Die Aktie befindet sich bereits auf unserer Empfehlungsliste, wir bleiben dabei.

 

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Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
PORR will ab 14. Oktober 2026 bis voraussichtlich 31. März 2027 maximal 392.782 eigene Aktien zurückkaufen. Das entspricht 1 % des Grundkapitals. Der maximale Mitteleinsatz beträgt 15...

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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Bei Nike spiegelt die Bewertung laut Jefferies inzwischen ein Höchstmaß an Pessimismus wider. Gemessen am Kurs-Umsatz-Verhältnis auf Basis der übernächsten Geschäftsjahresprognose notiert die Aktie nahe einem 15-Jahres-Tief. Solche Bewertungsniveaus sind eher für strukturell angeschlagene Marken typisch als für einen Weltmarktführer wie Nike, so die Schlussfolgerung der Analysten.

Am 16./17.11. findet Nikes Analystentag statt - sicherlich mit konkreten Meilensteinen für die operative Erholung. Mit einer Dividendenrendite auf dem Niveau von 2-jährigen US-Treassuries ist das Kursniveau auf Sicht von mind. 2 Jahren verlockend.

 

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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur
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Die folgen womöglich am 11. November mit den Q4-Zahlen. Hinter vorgehaltener Hand wird in Finanzkreisen über eine positive Überraschung beim Ergebnis für Q4 diskutiert. Wichtiger als die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres sind die neuen Mittelfristziele bis 2030. Erste Analysten wagen sich aus der Deckung und halten die Erwartungen des Marktes für deutlich zu niedrig. Laut BANK OF AMERICA wird die operative Marge mit rd. 19 % zu tief angesetzt. Die Experten rechnen mit einer Zielspanne von 21 bis 23 % (nach 12,6 % 2026). Die Margentreiber sind Gas Services und Netz-Technologien, die bis 2030 Margen von jeweils rund 28 % erzielen sollen, während der Umsatz von knapp 44 Mrd. € 2026 auf mehr als 77 Mrd. € 2030 steigen soll. Die BofA erwartet für 2027 bis 2030 kumuliert bereits rd. 50 Mrd. € Free Cashflow, während der Markt derzeit mit knapp über 37 Mrd. € kalkuliert. Das schafft erheblichen Spielraum für Ausschüttungen und Aktienrückkäufe. Mit einer Anhebung der Mittel- bzw. Langfristziele werden auch die Gewinnschätzungen der Analysten deutlich steigen. Kalkulieren Sie positive Überraschungen ein.

Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen Actien-Börse. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.

Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf www.bernecker.info und über unsere Bernecker-App.       

Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 41 u. a.:

- Wirtschaft zuversichtlich – Konsumenten bleiben skeptisch

- Die DAX-Technik stagniert, ein Signal bleibt aus

- AIRBUS: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den Einstieg?

- ALLIANZ: KI als Schlüssel für den nächsten Kursschub?

- Blick auf die Eurobanken: Die Gewinne bleiben stark

- KI, Server, Rechenzentren: DELL profitiert dreifach

 

Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info 

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Der Stoxx 600 Banks verliert heute zeitweise 2,2 %. Damit zeichnet sich der stärkste Zweitagesrückgang seit März ab. Inzwischen nähert sich der...

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Catharina Nitsch
Catharina Nitsch
Redakteurin

Da purzelt es Rekorde und doch ist den Anlegern gut offenbar nicht gut genug. Laut Unternehmensmitteilung erzielte SAMSUNG einen konsolidierten Umsatz von rund 195 Bio. Won. Der operative Gewinn lag bei rund 107,4 Bio. Won. Da koreanische Offenlegungsregeln keine Spannen erlauben, nennt der Konzern Mittelwerte: Der Umsatz bewegt sich zwischen 194 und 196 Bio. Won. Im Vorjahresquartal waren es 86,06 Bio. Won Umsatz und 12,17 Bio. Won operativer Gewinn. Der Umsatz hat sich damit mehr als verdoppelt, der Gewinn fast verzehnfacht. Im zweiten Quartal 2026 hatte der operative Gewinn bei 89,49 Bio. Won gelegen. Das Unternehmen zählt damit das vierte Rekordquartal in Folge. Allerdings:

Die Erwartungen hatten höher gelegen. Der operative Gewinn blieb knapp unter der Bloomberg-Prognose von 108,67 Bio. Won, übertraf aber die Schätzung von 106,1 Bio. Won. Muss man nicht verstehen!

Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info

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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Shell profitiert von den Verwerfungen am globalen Energiemarkt. Im dritten Quartal erreichten die Raffineriemargen mit 42 $ je Barrel einen Rekordwert, nach 24 $ im Vorquartal. Selbst die Spitzenwerte aus dem Krisenjahr 2022 wurden übertroffen. Hintergrund sind kriegsbedingte Produktionsausfälle in Russland und im Nahen Osten sowie gestörte Lieferketten. Besonders Diesel verteuerte sich deutlich stärker als Rohöl. Auf diesen Sachverhalt sind wir bereits in AB 38/2026 ausführlich eingegangen. 

Shell nutzte die Knappheit mit einer Raffinerieauslastung von bis zu 97 %. Gleichzeitig blieb das Öl- und Gashandelsgeschäft auf dem bereits hohen Niveau des zweiten Quartals. Damit zeichnen sich erhebliche Ergebnisimpulse aus Raffinerie und Trading ab, die mögliche Belastungen aus schwankenden Rohölpreisen abfedern .

Nächster Katalysator ist der Quartalsbericht am 29. Oktober, der zeigen dürfte, wie die Rekordmargen auf Gewinn und Cashflow durchschlagen. Positives Überraschungspotenzial ist damit kurzfristig vorhanden.

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

TSMC, weltgrößter Chipauftragsfertiger und Schlüsselzulieferer von Nvidia und Apple, steigerte seinen Umsatz im dritten Quartal um 51 % auf 1,49 Bio. Taiwan-Dollar (41,7 Mrd. €) und übertraf damit die Markterwartungen. Die milliardenschweren Investitionen in KI-Rechenzentren treiben sowohl die Chipnachfrage als auch die Preise. 

Allerdings steigt auch die Messlatte: Nach einem Kursplus von fast zwei Dritteln seit Jahresbeginn und neuen Rekordständen reagierte die Aktie wie der Chip-Sektor insgesamt mit leichten Verlusten. Mit einem KGV von 18 auf Basis der Gewinnerwartungen für 2027 ist TSMC nicht teuer. Es schadet jedoch nichts, ein paar Chips vom Tisch zu nehmen. Technisch besteht Konsolidierungsbedarf.

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Der steile Zinsanstieg über den Globus bleibt die hohe Hürde für die Aktienmärkte über den Herbst. Am langen Ende liegt z.B. Großbritannien nun auf dem höchsten Niveau seit 1998! Damals lag die BIP-Verschuldung bei 42 %. Heute geht es Richtung über 100 %. Somit startet der DAX heute unter 25.000 Punkten. 

In Europa bleibt Frankreich ein Belastungsfaktor. Zehnjährige Staatsanleihen rentierten zeitweise mit knapp 5 %. 

Dagegen läuft die Gewinnmaschine der US-Unternehmen auf Hochtouren (s.a. Grafik). Goldman Sachs erwartet für das dritte Quartal 27 % Gewinnwachstum im S&P 500. Es wäre das dritte Quartal in Folge mit mehr als 25 % Gewinnplus. Alle elf Sektoren sollen zulegen. Allein Nvidia und Micron stehen für mehr als ein Drittel des erwarteten Gewinnzuwachses. Die Investitionen der großen KI-Konzerne dürften sogar um 116 % gestiegen sein.

Aus Asien kommen dazu heute spektakuläre Zahlen, die aber keine positive Wirkung erzeugen.. Samsung erwartet einen operativen Rekordgewinn von umgerechnet 80 Mrd. Dollar, nahezu neunmal so viel wie vor einem Jahr. TSMC steigert seinen September-Umsatz um knapp 55 %. Dennoch geben die Chipaktien teilweise nach. 

Broadcom organisiert laut Medienberichten eine Finanzierung von mehr als 50 Mrd. Dollar für gemeinsam mit OpenAI entwickelte Spezialchips.

IQVIA zeigt, wie KI die Pharmaindustrie effizienter macht. Der US-Daten- und Forschungsdienstleister hat auf seiner TechIQ-Konferenz die neue Analyseplattform IQVIA Explorer vorgestellt. Sie verbindet umfangreiche Gesundheitsdaten mit KI-gestützten Auswertungen und automatisierten Arbeitsabläufen. Analysen zu Marktanteilen, Therapiewechseln und Patientenverhalten, die bislang mehrere Wochen benötigten, sollen künftig in durchschnittlich weniger als 15 Minuten möglich sein.

Nachbörslich meldete Applied Digital einen Quartalsumsatz von 341,9 Mio. Dollar gegenüber 116,3 Mio. Dollar Konsens. Der Ausbau der KI-Rechenzentren schlägt zunehmend auf die Erlöse durch. 

Heute folgen die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Quartalszahlen von PepsiCo.

In der Bernecker-daily geht es heute u.a. um die Roadshow bei Jabil, Legrand als potenziellen KI-Profiteur und das M&A-Geschehen im britischen Lebensmittelhandel mit einem interessanten Dividendenwert. Hier geht es zur Bernecker-daily, welche im Börsenkiosk ab ca. 9.30 Uhr täglich abrufbar ist: https://boersenkiosk.de/

Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe

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