Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Georg Sures
Redakteur
Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) heute mitteilte, legten die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 2 % zu. Während das Inlandsgeschäft mit einem Auftragsrückgang von 3 % erneute enttäuschte, stiegen die Ordereingänge aus dem Ausland um insgesamt 4 %. Außerhalb der EU lag das Auftragsplus bei 5 % (EU-Länder +1 %). Laut VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt werde in Deutschland „unverändert viel zu wenig investiert“. Ein Grund dafür sei unter anderem, dass die Bundesregierung die angekündigten Reformen zur Stärkung des Standorts Deutschland bisher nicht konsequent umgesetzt habe.
Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion
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Bernecker Team
Lange Zeit war die Richtung an den Kapitalmärkten scheinbar klar: Die Inflationswelle würde abebben, die Notenbanken ihre Leitzinsen wieder kräftig senken und damit insbesondere zinssensitive Aktien beflügeln. Doch dieses Drehbuch gerät zunehmend ins Wanken. Die wieder anziehenden Energiepreise und hartnäckige Inflation haben die Erwartungen inzwischen regelrecht gedreht.
Damit stellt sich eine interessante Frage: Was passiert, wenn die Zinsen nicht wie erwartet kräftig sinken, sondern länger hoch bleiben oder sogar nochmals steigen? Für hochverschuldete Unternehmen und sehr hoch bewertete Wachstumsaktien wäre das keine gute Nachricht. Es gibt jedoch Geschäftsmodelle, die von einem solchen Umfeld profitieren. Versicherungen können ihre enormen Kapitalbestände zu höheren Renditen wiederanlegen, Banken erzielen bei entsprechender Bilanzstruktur höhere Zinserträge und Börsenbetreiber verdienen besonders gut, wenn die Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung zu steigenden Handelsvolumina führt. Unsere drei Top-Picks gibt es in der Termin-Börse daily, genau das richtige für ambitionierte und mutige Anleger (KLICK HIER).
Volker Schulz
Redaktionsleiter
New York präsentiert sich mit ersten Stabilisierungsversuchen nach den ersten beiden Schwachen Handelstagen im September. Die Marktbreite war besser, Materials und Finanzwerte führten. Nvidia stieg 3,2 %, Dell nach den starken Zahlen 15,8 %. Palo Alto Networks verlor dagegen 9,3 %, CrowdStrike 5,4 %. Morgan Stanley erhöht das Dell-Kursziel von 434 auf 499 Dollar, Citi auf 600 Dollar.
Snowflake springt nachbörslich rund 21 %. Q2-Umsatz 1,55 Mrd. Dollar gegenüber 1,48 Mrd. Konsens, bereinigtes EPS 0,62 statt 0,45 Dollar. Die FY27-Prognose für Product Revenue steigt von 5,84 auf 6,07 Mrd. Dollar.
Broadcom verlor zunächst 6 % und holte das Minus wieder auf. Q3-EPS 3,32 Dollar gegenüber 3,21 Dollar, Umsatz 29,59 Mrd. Dollar. Die Q4-Umsatzprognose von 34,8 Mrd. Dollar bleibt knapp unter dem Konsens von 35,05 Mrd. Dollar. Der Earnings Call brachte dann die Trendwende mit 30 $ Gewinn je Aktie in der Prognose im GJ 27/28. Das wäre KGV 11.
HPE als Serverspezialist meldet 12,2 Mrd. Dollar Umsatz und 1,11 Dollar EPS gegenüber 0,92 Dollar Konsens, gibt nachbörslich aber rund 5 % nach. Echte Gründe sind nicht zu finden. Die Bewertung bleibt moderat.
Asien: Die Entspannung am Bondmarkt hilft. Anfängliche Kursgewinne wurden intraday besonders im Tech-Sektor wieder abverkauft.
DAX: Der DAX startet unverändert in den Tag. Elliott steigt bei der Dt. Telekom ein, hält gar nichts von der Fusion mit T-Mobile US (die in meinen Augen ohnehin nicht kommt) und drängt auf deutlich auszuweitende Aktienrückkäufe - Stichwort Sharholder Value.
Die Dt. Bank zeigt beeindruckende relative Stärke und bricht nach oben aus - für mich auch fundamental nachvollziehbar (s. Chart). Morgan Stanley erhöhte das Ziel von 37 auf 38,50 €. Weitere Hintergründe liefern wir in der aktuellen Ausgabe des Aktionärsbriefes inkl. einer Neuaufnahme im America First Depot.
Hier gehts zum Brief im Einzelabruf: https://boersenkiosk.de/Kauf-Der-Aktionarsbrief-Nr.-36-vom-03.09.2026/BK
Heute: Um 14:30 Uhr kommen die US-Erstanträge, erwartet werden 205.000. Um 16 Uhr folgt der ISM Services, Konsens 54,3 nach 54,1. Am Freitag folgt der wichtige US-Arbeitsmarktbericht.
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Markus Horntrich
Redakteur
Oliver Kantimm
Redakteur
Der dänische Energiekonzern nimmt mit seinem 1,47-GW-Offshoreprojekt vor Incheon nicht an der nächsten südkoreanischen Festpreis-Auktion teil. Verschlechterte wirtschaftliche Rahmenbedingungen führen dazu, dass das Projekt die internen Investitionskriterien derzeit nicht erfüllt. Positiv ist jedoch die höhere Kapitaldisziplin. Ørsted vermeidet damit, erneut viel Kapital in Projekte mit unzureichender Rendite zu binden. Incheon bleibt zudem grundsätzlich im Portfolio und wird weiter optimiert. Gleichzeitig gibt es operative Fortschritte: Der gemeinsam mit Nuveen Infrastructure gehaltene Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 3 ist mit 913 MW und 83 Turbinen in den kommerziellen Betrieb gegangen. Langfristige Stromabnahmeverträge über 786 MW mit Amazon, BASF, Covestro, REWE und Google sorgen für hohe Planungssicherheit und stabile Cashflows.
Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „Der Aktionärsbrief“, Ausgabe 36.
Schlaglichter dieser Ausgabe:
Finanzmärkte im Bann zweier Ereignisse
An den Agrarmärkten tut sich was
Japanischer Industriekonzern: Korrektur als Kaufchance?
Neuaufnahme im America-First-Depot
Sondermüllentsorgung: Wir nehmen 5 Titel unter die Lupe
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Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Georg Sures
Redakteur
American Rheinmetall, die US-Tochter des Dax-Konzerns, hat von einer Tochtergesellschaft des norwegischen Rüstungskonzerns Kongsberg Gruppen, einen Auftrag zur Herstellung von Komponenten für den Mittelkaliberturm MCT-30 erhalten. Die bearbeiteten Bauteile werden für die Radschützenpanzervariante des Amphibious Combat Vehicle des US Marine Corps verwendet. Der Auftrag, den American Rheinmetall als Subunternehmer ausführt, hat ein geschätztes Auftragsvolumen von 0,71 Mio. $, wobei weitere Folgeaufträge von Kongsberg nicht ausgeschlossen sind.
Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion
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Markus Horntrich
Redakteur
Dell hat die Umsatzprognose für das bis Januar 2027 laufende Geschäftsjahr gleich um 25 Mrd. auf 192 Mrd. $ angehoben – deutlich über dem Konsens von 173,8 Mrd. $. Allein mit KI-Servern sollen 74 Mrd. $ umgesetzt werden, dreimal so viel wie im Vorjahr. In den vergangenen zwölf Monaten gingen Bestellungen über mehr als 130 Mrd. $ ein; der entsprechende Auftragsbestand erreichte zum Halbjahr 95 Mrd. $.
Auch die aktuellen Zahlen überzeugten: Der Quartalsumsatz sprang um 58 % auf 47 Mrd. $, der bereinigte Gewinn von 7,04 $ je Aktie übertraf die erwarteten 4,90 $ klar. Für das Gesamtjahr stellt Dell nun 25,50 $ je Aktie in Aussicht – der Markt rechnete mit 19,10 $. Rückenwind kommt zudem vom klassischen Server-, Speicher- und PC-Geschäft. Gleichzeitig sanken die Betriebskosten auf historisch niedrige 8 % des Umsatzes. Die Chance auf eine positive Überraschung hatten wir im Bernecker daily von gestern avisiert.
Einziges Manko: Nach mehr als einer Kursverdreifachung 2026 liefert die operative Dynamik zwar gute Argumente – die Bewertung ist allerdings bereits ambitoniert.
Catharina Nitsch
Redakteurin
HUGO BOSS beendet sein erst am 24. August gestartetes Aktienrückkaufprogramm, in dem bisher knapp 5 Mio. Euro für zurückgekaufte Aktien ausgegeben wurden! Warum? Der Grund dafür sind aktuelle Aussagen der FRASERS GROUP. Diese hat offenbar gerade mitgeteilt, ihren Anteil an BOSS auf über 50 % erhöhen zu wollen. Außerdem will sie ihre Unterstützung für den Aufsichtsratsvorsitzenden Stephan Sturm prüfen. Im Zuge der gescheiterten Übernahme von BOSS war FRASER's Beteiligung zuletzt auf 47,89 % gewachsen, so dass zur Übernahme der Mehrheit nicht mehr viel fehlt. Bereits seit Mitte Juni versucht man, bei HUGO BOSS zu Potte zu kommen. Die zusätzliche Annahmefrist des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots war am 13. August ausgelaufen. Steter Tropfen höhlt den Stein!
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Markus Horntrich
Redakteur
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Bernecker Team
Industriegase gehören zu den unspektakulärsten, aber qualitativ hochwertigsten Geschäftsmodellen an der Börse. Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff und Spezialgase werden in der Stahl-, Chemie-, Lebensmittel-, Gesundheits- und Halbleiterindustrie permanent benötigt. Das Besondere sind die hohen Eintrittsbarrieren: Große Produktionsanlagen werden häufig direkt beim Kunden errichtet, die Verträge laufen über viele Jahre und ein Wechsel des Lieferanten ist teuer und kompliziert. Gleichzeitig eröffnen Halbleiterproduktion, künstliche Intelligenz, Wasserstoff und die Dekarbonisierung der Industrie zusätzliche Wachstumsfelder. Der Weltmarkt wird von wenigen Konzernen beherrscht. Ganz vorne stehen LINDE und AIR LIQUIDE. Beide Unternehmen sind hochprofitabel und wachsen zuverlässig. Schnäppchen sind ihre Aktien allerdings nie gewesen. Wir waren in beiden oftmals investiert und gehen erneut Long. Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist und wie sie ebenfalls profitieren können erfahren Sie in der Termin-Börse daily (KLICK HIER).


