Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Guten Morgen aus der Redaktion,
die Aktienmärkte haussieren. Trump meldet mal wieder Fortschritte in Richtung eines Abkommens mit dem Iran. Zwar bleibt die Blockade iranischer Häfen vorerst bestehen, doch die Ankündigung, die Bemühungen zur Befreiung festgesetzter Schiffe in der Straße von Hormus vorerst zu pausieren, sorgte für gute Stimmung - die in erster Linie von den Techs getragen wird.
Der Preis für Brent gab um 1,6 % auf etwa 108 $ pro Barrel nach.
Der Yen legte deutlich zu und notierte bei etwa 155,85 pro Dollar. Interventionen sind denkbar.
Der MSCI-Index für asiatische Aktien erreichte heute ein Allzeithoch. Besonders der südkoreanische Kospi ragte mit einem Plus von über 6 % heraus mit einer weiter explodierenden SK Hynix-Aktie. Samsung Electronics sprang um 15 % nach oben. Mit einer Bewertung von einer Billion Dollar ist Samsung nun das zweite asiatische Unternehmen, das diesen Meilenstein erreicht.
Auch die US-Börsen schlossen auf Rekordniveau. Starke Quartalszahlen von AMD und Super Micro Computer sorgen für Hochstimmung im Sektor. AMD erwartet nun, dass der Markt für Datencenter-CPUs bis 2030 jährlich um mehr als 35 % wachsen und ein Volumen von über 120 Mrd. $ erreichen wird. Zuvor war man von lediglich 18 % ausgegangen. Das schiebt den ganzen Sektor weiter an. Wir reiten die Welle, bis sie bricht.
Für die Eröffnung der europäischen Märkte wird ein freundlicher Start mit Gewinnen von knapp 1 % erwartet.
Desweiteren:
Infineon: Dank KI-Boom erhöht unser Empfehlungswert die Prognose.
Im Autosektor liegt Continental bei der Profitabilität besser als gedacht und BMW verdient mit Autos mehr als erwartet.
Anthropic: Das Unternehmen stellte neue KI-Agenten für Finanzdienstleistungen vor, um gezielt Marktanteile an der Wall Street zu gewinnen (Disruption ist das Stichwort)
Alphabet: Der Konzern erhöht seine Kreditaufnahme massiv, um die kapitalintensiven Investitionen in die KI-Infrastruktur zu finanzieren.
Arista Networks: Das reicht zunächst nicht. Die Prognosen für Q1 wurden geschlagen und der Umsatzausblick trifft die Erwartungen. Der Hauptauslöser für den Kursrutsch war die Prognose für Q2. Arista rechnet mit einer bereinigten operativen Marge zwischen 46 % und 47 %. Im Q1 lag diese noch bei 47,8 %.
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Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter .
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Georg Sures
Redakteur
Die Amazon-Tochter AWS weitet die Zusammenarbeit mit dem saudischen KI-Entwickler Humain ausweiten. Humain war 2025 auf Initiative des saudischen Kronprinz Mohammed bin Salman gegründet worden, um Saudi-Arabien eine global führende Rolle bei der Entwicklung von KI-Infrastruktur zu sichern. Die beiden Partner wollen mit Humain One eine Plattform zur Beschleunigung der Implementierung generativer KI in Unternehmen an den Start bringen. Humain One integriert dabei KI-Entwicklung, Dateninfrastruktur, Orchestrierung und Governance in eine einzige Umgebung und verbesserte so die Kontrolle der KI-Prozesse. Die Amazon-Aktie (mittleres Kursziel der Analysten: 308,13 $) bleibt eine sehr gute Halteposition.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Helmut Gellermann
Redakteur
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Bernecker Team
Das Jahr 2026 markiert das Ende der Pilotphasen und den Beginn der industriellen Dominanz. Wir erleben aktuell einen echten Durchbruch: Die Skalierung der Elektrolyse-Kapazitäten hat die kritische Masse erreicht. Dank massiver Fortschritte in der Materialforschung und einer optimierten Serienfertigung ist grüner Wasserstoff kein „Zukunftsprojekt“ mehr, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Die globale Infrastruktur steht, die Fördergelder fließen in reale Großprojekte, und die Kostenkurve nähert sich rapide dem Wendepunkt zur fossilen Konkurrenzfähigkeit.
Wir ergänzen unsere Position! Seien Sie gespannt und folgen unserem Link.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Rheinmetall enttäuscht im ersten Quartal 2026 die hohen Erwartungen der Analysten. Trotz der massiven Aufstockung europäischer Verteidigungshaushalte blieben Umsatz und Betriebsergebnis hinter den Konsensschätzungen zurück.
Die Eckdaten des ersten Quartals:
Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur + 7,7 % auf 1,9 Mrd. €. Analystentaxe war 2,3 Mrd. €.
Auch beim operativen Gewinn verfehlte man mit 224 Mio. € die Prognose von 240 Mio. €.
Positiv hervorzuheben ist die operative Gewinnmarge, die von 10,5 % auf 11,6 % gesteigert werden konnte.
Obwohl der Auftragsbestand im März einen Rekordwert von 73 Mrd. € erreichte, spiegelt sich diese Dynamik noch nicht ausreichend in den aktuellen Verkaufszahlen wider. Am Kapitalmarkt herrscht Skepsis bezüglich der Skalierbarkeit der Produktion. Seit dem Allzeithoch von rund 2.000 € im September 2024 hat die Aktie rund 30 % an Wert verloren, ist aber mit KGV 37 für 2026 immer noch kein Schnapper. Denn:
Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten und der verstärkte Einsatz von Drohnentechnologie befeuern die Diskussion über die Relevanz konventioneller Waffensysteme wie Kampfpanzer. Rheinmetall reagiert darauf mit Investitionen in Drohnenabwehr und eigene Flugsysteme. Das frisst freien Cashflow.
Trotz des verhaltenen Starts hält das Management an der Jahresprognose fest. Rheinmetall erwartet für 2026 weiterhin ein Umsatzwachstum zwischen 40 % und 45 %. Die vollständigen Quartalsergebnisse werden am kommenden Donnerstag veröffentlicht.
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Volker Schulz (www.bernecker.info)
Redaktionsleiter
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Der Iran sorgt je nach Meldungslage weiter für Volatilität. Ein direkter Schusswechsel zwischen den USA und dem Iran sowie Drohnenangriffe auf die Infrastruktur der VAE machte gestern eine anfänglich positive Tendenz wieder zunichte. Neue Erkenntnisse liegen darin nicht.
Die asiatischen Märkte tendieren heute etwas schwächer (MSCI Asia Pacific -0,4 %), belastet durch dünne Umsätze aufgrund von Feiertagen in China, Japan und Südkorea. US-Futures stabilisieren sich leicht (+0,2 %), während es für Europa und den DAX ggü. gestrigen Schlusskursen keine Veränderung gibt.
Brent-Rohöl notiert nach einem massiven Sprung am Montag bei etwa 113 USD pro Barrel. Damit bleibt der Druck auf die Bond-Märkte hoch (steigende Zinsen), zumal das US-Finanzministerium hat seine Schätzungen für die Kreditaufnahme in den kommenden Quartalen frisch massiv nach oben korrigiert hat. In den USA stiegen die Renditen für 30-jährige Staatsanleihen auf 5 %.
Unternehmensfokus
UniCredit & Commerzbank: Die UniCredit meldet für das erste Quartal einen Rekordüberschuss von 3,2 Mrd. Euro (+16 %) und übertrifft die Erwartungen deutlich. Nach der Zustimmung zur Kapitalerhöhung wird erwartet, dass CEO Andrea Orcel heute ein formales Übernahmeangebot für die Commerzbank vorlegt.
HSBC: Die Bank verfehlt die Gewinnerwartungen, belastet durch Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt und Betrugsfällen in Großbritannien.
Apple: Der Konzern prüft laut Berichten Intel und Samsung als alternative Chip-Produzenten, um die Abhängigkeit von TSMC zu verringern.
Palantir: Das Unternehmen hebt nach starken Quartalszahlen seine Umsatzprognose an; insbesondere die Nachfrage nach KI-gestützter Verteidigungstechnologie treibt das Wachstum. Aber reicht das für eine Mondbewertung?
Amazon: Neue Logistik-Pakete für Geschäftskunden setzen die Aktien der Konkurrenten FedEx und UPS unter Druck. Auch DHL wurde um 8 % abgestraft.
Rheinmetall verfehlt die Erwartungen im Q1 deutlich, punktet aber beim Auftragseingang. Trotz Korrektur ist ein KGV um 38 für 2026 bzw. 26 für 2027 immer noch sportlich. Die Herausforderung liegt in der Ausführung bzw. in den Kapazitäten.
Im Fokus heute Abend stehen die Gewinnzahlen von AMD und Arista Networks. Morgen früh richten sich die Blicke auf Infineon mit den Q2-Zahlen.
Wir wünschen Ihnen einen gelungenen Start in den Tag
Helmut Gellermann
Redakteur
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Catharina Nitsch
Redakteurin
Schon vor dem langen Wochenende hatte die Aktie von AIXTRON mit 48,07 Euro am Jahreshoch gekratzt. Heute war es dann soweit - im Handelsverlauf konnte bei 50,04 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch markiert werden. Dabei ist die Prognose des weiteren Verlaufs für AIXTRON schwer einzuschätzen. Nach der Putperformance seit Oktober stuften einige Analysten die Aktie nun auf "Equal Weight" ab, andere sehen hingegen noch Luft bis 55 Euro. Einig ist man sich allerdings durch die Bank: Die Dynamik im Optoelektronik-Geschäft ist gut. Das sollte eigentlich dann auch in den Ergebnisprognosen und im Bewertungsmaßstab Beachtung finden. Das Vertrauen der Anleger ist auf jeden Fall klar gestiegen.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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